Ausgabe 
13.1.1908 Erstes Blatt
 
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am

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F'oz.ß Jettis-

S. u. H. Sfötit, 11'. Januar.

lautet: .

Mein Herr? Ich beehre mich Ihnen den Empfang Ihres Briefes von heute anzuzeigen. Ich wollte mit meinem Briefe nur meiner großen Betrübnis Ausdruck geben, daß mir solche Gerüchte zu Öhren getentmen waren. Aber die Mitteilungen waren uns von Ihren eigenen Leuten gemacht worden. Der eine Bote behauptete sogar, Augenzeuge gewesen zu sein. So-

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an hier ?r ju v)ch guniiign DdI* und Dar« ^>ubt uni 6e, eint solche nnMt, lvenn jeder hier verlautet in 'gertichen Parteien ^lagswahl den meinsamen Kandi. ~ 2ei Sekretär tTrRüllerhat stern nacht wurde üinann Karl See- ehl mit einem Re- r!',enverein Stolze- lombola-Berlosung Äenden unter den Verlauf Biehl einen Saal auf die Leute recholzer, der sofort irden verletzt. Biehl

Mein Herr! Ich beehre mich, den Empfang Ihres Briefes anzuzeigen. Was seinen Inhalt anbetrifft, so hatte ich es für ausgeschlossen, mich mit Ihnen in Einzelheiten emzulafsen. Da Sie aber sagen, daß es eine große Beruhigung für Sie sein würde, wenn ich die Gerüchte als unwahr bezeichnen könne, so freut es mich. Ihnen diese Beruhigung geben zu können Ihre Nachrichten sind gänzlich falsch und die Vorgänge sind Ihnen rr.rdjtig bargestellt worden. Ich habe Niema.s aus der Kilimandscharostation einen Mann oder cute Frau wegen Ehe­bruchs bangen lassen. Auch der weitere Inhalt Ihres Briefes beruht auf Irrtümern. Sie schreiben, ich hätte die Absicht gehabt, Ihre Station zu besuchen. Soweit ich mich erinnere, habe ich nur gesagt, daß ich nach Magila kommen werde. Ich bm nicht gewohnt, Leute anfzusuchen, die ich nicht kenne. Ich habe das Vergnügen zu sein Ihr ergebener Tr. Karl Peters."

Der vierte zur Verlesung gelangende Brief vom 4. April 1892 ist die Antwort des Bischofs Smit hi es an Dr. Peters. Er

tr Tönire Teilte Politik mitmachen, die eine Aenderung I daß ich außerordentlich betrübende Naschten vorn Mlimand- feiner Grundsätze bedinae scharo erhalten habe. Ich habe es deshalb für meine Pflicht

Pfeddersheim, 1L Jan. Gestern fand hier unter dem gehalten, einen Privatbrief an den- Gouverneur: v. Sooden zu Vorsitz des Kreisamtmamis Werner-Worms und des Bür- schreiben, in ^^daß eins von

z er Meisters Finger hier eine Versammlung zwecks Gründung haß Ihnen drei Weib er weggelaufim senn, u b ß Hwr nemfinohiflen B a u a e n o s s e n s ck> a f t statt 3u hatten mit einem jungen Neger geschlechtlichen Per kehr gepuo- ^VÄmmlÄ MN- anchLanrZsÄnungsWLr ^tzs^l gen habe. Man habe die dreiWech^wiederemae^^ ms Darmstadt erschienen. Nach Erläuterung der in Betracht die welche E^ E^bruch be^n^ ^tte, hmgeric) . F kommenden gesetzlichen Bestimmungen durch letzteren und dcii soll der Junge 50 Peitsc^Mebe ^halten haben un da g Mng Kre-samtmann Werner und nach Beratung des von dem hessischen worden sein. Ter I^^rene, der uns das erzählte, ha s

Zentralwohnungsverein vorgelegten Musterstatuts erklärten nahe- Augenzeuge ^^ser Vorgänge getvesen zu se . ^breiteten tu sämtliche Anwesenden ihren Beitritt zu der Genossenschaft. wirklich eine ^nn ©ie b ef .

D Marburg. 12. San. Wie im vorigen 3«f>te f» f

werden auch diesmal wieder, besonders von der e£u» Dr. Peters : Dieser Brief ist es, der spater entstellt durch dentenschaft, die Wintersporte eifrig gepflegt. Die ^e Presse ging und den Eindruck erweckte, als ob ich mich bei verschiedenen Rodelbahnen, besonders bei der Burgruine dem Bischof Smitbies zu Besuch, geladen Ijätte. 3cl) bin W grauenberg, locken zahlreiche Besucher an ebenso die präd)- ent

tigeu Eisbahnen, auf denen fast täglich Eiskonzerte statt- senden sind, ich hätte mich bei dem Bisckwf entschuldigt mit finden. I dem Bemerken, die Frau sei gehängt worden, aber sie sei mit

- 1111 --------- mir verheiratet gewesen.

Es wird dann weiter ein Brief vom 3. April 1392 verleben, den daraufhin Dr. Peters an Srnithies geschrieben hat. ^ie-

teife, die auf dem Gebiete der Jnfektionstrankheiten einem jeden aus der eigenen sorgsamen Beobachtung aller Gebote der Hygiene erwachsen. Wer es mit der Erhaltung der Gesundheit wirtlich ernst meint, sorgt auch dafür, durch persönliche Vorsichtsmaßregeln das Eindringen bakterieller Krankheitserreger in seinen Körper nach Möglichkeit zu ver­hüten. Sind sie durch einen unglücklichen Zufall einge­drungen, so wird der Vorsichtige darauf bedacht sein, sie abzutöten, ehe es zu Schädigungen der Gesundheit gekom- men ist. t tr .

Nach den neuesten Forschungen werden die Infektions­krankheiten (wozu neben Hals- und Rachenerkrankungen auch Influenza, Typhus u. a. gehören) weniger durch Ein­atmung bakterienhaltiger Luft in die Lungen, als viel­mehr dadurch hervorgerufen, daß die gefährlichsten Keime in die Mundhöhle gelangen.

Vom Munde aus nimmt dann der Giftstoff seinen Weg weiter in das Innere und gelangt ins Blut, in die Lungen, in das Gehirn. Nicht nur für Scharlach und Diph­therie, sondern auch für die Tuberkulose, für den Gelenk- Rheumatismus und manche andere schwere Leiden darf dieser Jnfektionsweg jetzt als wissenschaftlich festgestellt gelten. Der chronische Reizzustand, in dem sich die Halsorgane der meisten Menschen fast stets befinden, und die zarte Be- schaffenhett der Mundschleimhäute geben uns die natürliche Erklärung für die Tatfache, daß alle Arten von Bakterien hier eine stets offene Eingangspforte in den Organismus sinden.

Es ist ein eigentümliches Zusammentreffen, daß un­gefähr gleichzeitig mit dieser Entdeckung ein Präparat ge­sunden worden ist, das geradezu das Ideal eines sicher wir­kenden unschädlich und angenehm zu nehmenden Mittels

Wie schützt man sich und andere vor Ansückung?

Ein Blick in die amtlichen Sterblichkeitstabellen zeigt Uns mit erschreckender Deutlichkeit, welche ungeheure Menge wertvollen Menschenmaterials gegenwärtig noch alljähr­lich Infektionskrankheiten zum Opfer fällt. So starben nach dem letzten Bericht des Kultusministeriums um nur wenige Zahlen anzuführen allein in Preußen 69 326 Personen an Tuberkulose, 14162 an Diphtherie, 10202 an Scharlach, 12 051 an Keuchhusten. Die Opfer sind in den meisten Fällen nicht altersschwache Greise, die ihre Rolle ausgespielt haben, sondern jugendfrische Menschen, deren Tod für ihre Familie einen unersetzlichen Verlust bedeutet.

Ten genialen Forschungen Robert Kochs verdanken wir den sicheren Nachweis, daß die Entstehung aller dieser Krankheiten der verhängnisvollen Wirkung mikroskopisch kleiner belebter Keime zuzuschreiben ist. Unter Aufwendung riesiger Kosten haben die Organe der öffentlichen Gesund­heitspflege diese Ergebnisse der Bakterienkunde bereits in die Praxis übertragen. Durch Seuchengesetze und Desinfek- tionsverfahren sucht man die Verbreitung der Bakterien im großen zu verhüten.

Aber auch durch die besten Gesetze vermag die Behörde Leben und Gesundheit des einzelnen Bürgers nicht in aus­giebiger Weise vor der oft so unmerklich , emsetzenden Ver­nichtungsarbeit bösartiger Krankheitskeime zu schützen. Wenn irgendwo, so gilt hier das alte Wort:Jeder ist sich selbst der beste Arzt/' nicht im Sinne einer laienhaften Selbstbehandlung, sondern im Hinblick auf die großen Vor-

OrigsnaL-DrahtmeLdungen.

Soden, 13. Jan Auf der Rodelbahn auf der' Strecke KönigsteinNeuenheim^Soden ereignete sich ein schwerer Unglücks fall. Ein mit sechs Personen be­setzter Bobsleigh rannte wider einen Baum. Zwei der In­sassen, Bockenheimer und Christ aus Soden, blieben sofort tot, ein anderer namens Gamisch starb aus dem Transport zum Spital und die übrigen drei wurden verletzt.

Köln, 13. Jan Die von sozialdemokratischer Seite einberufenen Demonstrations-Versammlungen waren sehr stark besucht. Der Demonstrationszug wurde durch die Polizei gesprengt.

Mannheim, 13. Jan Der seit vorgestern ver­schwundene Geschäftsführer der Darlehnskasse Mayer wurde gestern im Stadtwald tot ausgefunden. Er hat sich erschossen.

Nizza, 13. Jan Der venezolanische Gene-' ral und Rennstallbesitzer Corrao wurde auf An­trag der Pariser Staatsanwaltschaft verhaftet. Er wird beschuldigt, ihm vom Präsidenten Castro zum Ankauf von Kriegsmaterial übergebene Gelder unterschlagen zu haben. Er selbst bezeichnet die Anzeige als einen politischen Racheakt.

London, 13. Jan. Wie aus Tanger,berichtet wird, hat die Proklamierung Muley tzafids großen Eindruck sowohl auf die diplomatischen Kreise als auch auf die Eingeborenen in Tanger gemacht. Es wird darauf hingewiesen, daß in Fez bereits seit einiger Zeit große Unruhen unter den Notablen über die Haltung des Sul­tans sich bemerkbar machten. Die Notablen Härten Abdul Ajis ein Memo ran dum überreicht, worin dem Sultan vorgeworfen wurde, zu enge Beziehungen mit den Christen zu unterhalten, chr Geld genommen zu haben und Ehen zwischen Marokkanern und Ungläubigen gestattet zu haben.

Tanger, 13. Jan. Raisuli hat sich dem Gegen­sultan Muley tzafid angeschlossen und will Mae Lean nur aus dessen Befehl sreilasfen.

Rio de Janeiro, 13. Jan. Das nach dem Stillen Ozean gesandte amerikanische Geschwader ist gestern, nachmittag hier eingetroffen, begleitet von brasilianischen Kriegs­schiffen, die dem Geschwader bis nach Kap Rio entgegengefahren waren. Die amerikanischen Schiffe verbleiben bis zum 22. d. M., in Rio de Janeiro. Große Festlichkeiten sind geplant.

für die Desinsettion der Riund- und Racyenhoyte darstellt, nämlich das Formamint. Es gibt wohl kaum einen Pa­tienten oder Arzt, der nicht bei Erkrankungen an Mandel­entzündung, an diphtheritischen Prozessen oder dergleichen die Unzulänglichkeit aller bisher gebräuchlichen Gurgel­wasser erkannt und bedauert hätte. Diese Lösungen desinfi­zierender Flüssigkeit"n sind wegen ihrer kurzen Berührung mit der Schleimhaut kaum geeignet, Krankheitskeime un­schädlich zu machen.

Dies vermag einzig und allein das Formamint, eine nach patentiertem Verjähren hergestcllte Verbindung. Es wird in Form bequem zu nehmender, wohlschmeckender Tabletten in jeder Apotheke vorrätig gehalten. Seine so ungemein wertvolle Eigenschast, Bakterienansiedlungen im Munde zu pernichten und dadurch Infektionen im Keime zu ersticken, ist von namhaften Vertretern der ärztlichen Wissenschaft auf Grund sorgfältiger Versuche anerkannt wor­den. In zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten bezeugen diese Sachverständigen die hervorragende Bedeutung des Formamints als eines sicheren Mittels zur Verhütung von Ansteckungen bei Kindern und Erwachsenen. Der Speichel erhält durch die Lösung der Formamiut-Tabletten tm Munde eine stark bakterientötende Kraft. Unstrettig stellt das Formamint eine der wichtigsten therapeutischen Errungenschasten der Neuzett dar und gehört wegen seiner Unersetzlichkeit und seiner vielseitigen Verwendbarkeit im Kumpfe gegen die Jnsektionskrankyeiten zu den Mitteln, denen ein ehrenvoller Platz in unscrm Arzneischatze sicher ist.

Literatur über das Formamint sowie zahlreiche Zeug­nisse von Professoren und Aerzten, versenden aus Wunsch kosten- und portofrei, die Fabrikanten Bauer L Cie., Berlin SW. 48. 613/1,

Jn einer hier ab* ?r jtorell Stellung I in der Zahl­st lange Zweck mir; diese Loraus- ig fort. Senn die i zögen, werde er ü beteiligen, beim

ö:t Weimarer Am« Xcgci mit der Am- ir sehr gut, eiQuiiit, unb brillante Lek-

Zu Beginn der heutigen Sitzung überreichte Rechtsanwalt Falk einen Brief des Dr. Peters an den Vater des Beklagten, den verstorbenen Oberpräsidenten Rudolf v. Bennigsen, in dem es u. a. heißt:DieKriegsgefahr" hier (am Kilimandscharo)! ist 'überall sehr untergeordnet. Tie Leute h.ben von Haus aus ein wenig Tendenz zur Arroganz. Diese kann schon durch eine entsprechende Behandlung mit der Reitpse.dpütsche ausgetruben werden. In d.esem Lande kommt man allmählich mit einer Reit­peitsche weiter, als mit de.n Revolver. Eine Reitpeitsche z. B. mit dem Rücken eines rebellischen Sultans in nähere Ver­bindung gebracht, wirkt oft Wunder. Ich habe daher auch be­reits die Zurückziehung des größeren Teils unserer Koinpagnie beim Giuvernement beantragt . . . Mit 60 Soldaten bm ich bereit, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der kaistr- lichen Autorität am Kilimandscharo zu übernehmen." r.r. Peters: Er gebe zu, diesen Brief geschrieben zu haben, d.eser decke sich ja auch vollständig mit seinen gestrigen Erklärungen über feine Auffassungen am Kilimandscharo im August 1903, wo er diesen Brief abgesandt habe.

Hieraus wurde der Dolmetsch«: Dr. Harz mann, Dozent an der Kölner Handelshochschule vorgerufen, der inzwischen die Uebcrsttzung der englischen Korrespondenz des Dr. Peters r.nt Smithies bewirkt uiw dabei auch den im Mittelpunkt der Handlung stehendenBriefentwurf" des Dr. Peters an den Bischofs --------

übertragen hat. Dieser lautet in der amtlichen Ueoersepung roc(t ich Einfluß besitze, habe ich mich stets bemüht, die Em- wie folgt: geborenen auf die Vorteile aufmerksam zu machen, die sie unter

Magila, 3. April 1892. I bem kaiserlichen Schutze genießen. Jch^ glaube aber annehmen Vertraulich! I zu können, daß es für die deutsche Herrschaft wünschenswert

Meist Herr! - 1 wäre, wenn solch schwere Anklagen, wie die vorliegende

Ich erlaube mir, beit Empfang Ihres Heutigen Brieses Mord als Strafe für eine Privatbeleid-gung durch andere anzuzcigen. Obgleich ich es 0cm Kaiserlich Deutschen Gou- Mittel widerlegt werden müßten, als durch Ihre eigenen Worte, vrriument überlassen sollte, meine Handlungsweise als Reiws- $$ bitte als selbstverständlich zu betrachten, daß, wenn Emo- Lommissar anfzukläreir, so halte ich es für richtig, Ihnen un-I^x durch unsere Station kommen, wir sie als unsere Gäste v.rmgl^ch ein Mißverständnis auseinandervnsetzen, dessen Ber- ^sehen. Ich würde es als besondere Freude empfunden haben, breitung sowohl meinem Briefe als dem Verbreiter schaden könnte. roenn ich die Ehre hätte haben können. Ihnen als dem kaiser-

Zwei Hinrichtungen haben stattgesunden während meiner Zeit I flehen Beamten Gastfreundschaft zu gewähren. Ich bitte das Kilimandscharo, die eine jm letzten Oktober, die andere im Versehen in meinem Briefe gütigst zu entschuldigen und bin Januar. Beide auf Grund gehöriger Unterfudmitg und osfent- gIjc ergebener Srnithies." liehen Rechtsspruchs. Der erst Fall ist von Ende August bis Dr. Peters bemerkt: Tas ist also der Anfang des sog. (Silbe Oktober untersucht worden. Der Schuldige war $in Diener, IPeters-Fallcs". Darauf berichtete ich an den Gouverneur der in das Haus nachts eingebrochen war unter erchwerenden Don Sooden und fügte den Briefentwurf bei, weil ich es für Umständen, unter Täuschung, die er in der verschlagensten Wene ^ter meiner Würde hielt, dem Bischof überhaupt eine btgangen hatte. Er hatte auch Ehebruch mit einem Weibe, nicht Antwort zu geben. Der Major von Kemering erhielt den mir gchörend, sondern einem anderen Herrn, begangen. ^Uejcn Briefentwurf in erster Linie zur Information meiner deutschen teereni ,Fukl habe ich jedoch nicht einmal untersuche Ich Landsleute, und weil ich annahm, daß die Sache auch in die würde es mit 25 Peitsa-enhieben bestraft haben, ^.as betresstndc englische Presse übergehen würde. Ich beantrage, Major Kemering Mädchen ist keineswegs bestraft worden. Tas Todesurteil war .u hören, aus welchem Grunde er den Briefentwurf erhalten hat, gefällt in Uebereinstimmung mit allen Herren der Station,_ die uni) fenier bOm Auswärtigen Amt die Akten über die Ver- der Meinung waren, daß angesichts der damaligen kritstchen Lage Handlungen mit dem Major Kemering einzufordern, auf Grund der Dinge in Ostafrika und da das Volk ain KUimandscharo bu er den Brief zu den Akten gegeben hat. Der Vor- Versahren (Derhandluiigen) verfolgte, dieses Verbrechen durch die s - $ e n b c ^rauf bekannt, daß noch heute das Reichs- Mauern (Walle) des Stationshauies dreist emzubrechen und den xolonialamt um die Herausgabe des Briefes ersucht werden soll, Veroacht auf verschiedene andere Personen abzuwälzen, mit dem unt) haß die Vernehmung des früheren Gouverneurs v. Sooden Tode bestraft werden inu&c, um unserer Sicherheit willen. am Montag früh 9 Uhr in Stuttgart stattfinden wird. Darauf

Ter zweite Reckstsmll ist ijn Januar gefallt worden unt> roerben die Zeugen bis auf drei entlassen und die weitere Ver- betrar ein Weib. , Es handctte sich hier um eine Verschwörung Handlung auf Mittwoch, 15. d. Mts., früh 9 Uhr vertagt, an gegen die deutsche Station mit feindlichen Stammen und im Zn- welchem Tage der Prozeß voraussichtlich zu Ende geführt wer- fammenhang mit verschiedenen Kämpfen, bic wir um diefe Zeit h^n wird hatten. In diesem Falle handelte cs sich keineswegs um Ehe-'

f>mch. Ter Fall war völlig klar und einfach.

Ich denke, Ihre Berichterstatter mün'en d.e beiden Fälle ver- . m s » r sm ; h » r h n n 9in* niien <>anbcSlcUen Oe sie i- wechselt haben. Wenn Sie nochmals Nachfrage halten wollen, ^ber folofia(e^© »ne e i ä t le Es

fo wcroen Sie bald m der Lage sein, die Gerüchte selbst zu be)-le()t boit einc allgemeine Verkehrsstockimg. In der Nähe von

Wenn sich natürlich unsere Station nach .der Waheh^kata- ^iduiks M S

strop^ nicht im Belagerungszuftand befiindcn hätte und Meuterei I ,^^^rlicher Schneestiirme und Kälte bis 39 Grad seit 4 Tagen in meinem Bezirk drohte, so wurde ich wettern vorgezogen I Bahnverkehr voUsländig In der Nähe von Kenn ist em Eil- haben, Milde walten zu laßen anstatt Strenge Ueber mein P c / X °c 1h a \ Haden entsetzliche

Verfahren (Weg), das ich im letzten Winter emfchlug, hat allem e'ngesioren. ^anagir j das deutsche Gouvernement zu urteilen. . * m » s <, <irw m v.rntni^ in dem Dorie

Ich danke Ihnen für die gütige Beförderung des Brieses r,a e" z?mf w-.hnfmn3 eine Arbeiters

nach Leva und bin 36t ergebener Marbach (Kgr. Sachsen) das Wohnhaus eines Arbeiters

Karl Peters. völlig nieDcr. Drei Kinder sind in den Flammen um-

Es wurde dann der Brief des Bischofs Srnithies gekommen. Am 11. Januar entstand durch die verlesen, auf den hin Tr. Peters den Brief niedergeschrieben Entzündung von Spiritus in einem Anrichteraum des haben will. Dieser Brief lautet: kgl. Buckinghampalastes zu London Feuer, das

Mein Herr! Ihr Brief ist hier eingetroffen und von mir jedoch alsbald gelöscht wurde. In Newyork brannte schleunigst roeitergefanbt. Wir haben stets danach getrachttt und 13 stückige Parker-Gebäude, in welchem mehrere den Wunsch gehabt, die Europäer, wenn sie Magila Pampen, 1 Geschäftsräume hatten, ab. Der Verlust wird

gastsreundlich aufzunehmen. Natürlich wurde es uns ein Ver- ü Miss innen Mark aeickätzt Vier Feuerwehrleute gnugen sein, einen so hervorragenden Reisenden, wie Sie es sJtpttnna her

sind, zu beherbergen. Ta Sie die Absicht haben, nach hier wurden getötet und viele verletzt. Di _ 9

zu kommen, will ich aber nicht unterlassen. Ihnen mitzuteilen, I IN dem brennenden Gebäude befindlichen Personen gab zu

Märkte.

ic. Frankfurt a. M., 13. Jan. (Lrig.-Telegr. desGießen. 9Im «) AniilicheSrollerungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Welzen Atk. 22 5022.75, Kurhessischer Mk. 22.5022.75, La Plata Aik. 25.7527.00, Kansas Dik. 25.7527.00, _ Roggen (hlesiger) qjlf* 20.2520.75, Gerste (Wetterauer) Aik. 20.7521.75, ftraiifen- ielöer Ätt. 21.0022.50, Haier 17.0018.50, Mais Mk. 16.0016.25. Werzenineht 9)iE. 32.7533.00, 0U60, 2. Qualität Dik. 3>.75 bis Aik. 32.00, 3. Qualität Mk. 30.2530.50, Roggenniehl 0

Vik. 32.0032.50,1.Qualität Äik. 31.0031.50, Weizenktele Ack. 11.25 bis Aik. 11.50, Roggeiikteie 9)if. 13.0013.25, iDiatsEeune Mk. U.7o bis Dik. 12.25, Fralikeu, Pfälzer, Ried Rik.00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier. v .

fc. Frankfurt a. M., 13. Jan. (Telegr. Trig.-Berlcht de? ^Gieß. Anz."). Aintl. Notlerungell der heutigen ilnehniark tpreis e. Zuin Berkau'e standen: 436 Lchsen, 131 ans Eeslerreich, 32 Bullen, 8 aus Oesterreich, 0 aus Taue mark, 923 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 345 Kälber, 398 Schafe und Hänunel, 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 1691 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgeivichl Ochsen 1. Qualität 7881 Mk., 2. Qual 7073 Mk., 3. Quäl. U264Mk.; Bullen 1. Qual. 70 bis 72 Aik., 2. Qual. 6567 Mk.: Kühe 1. Qual. 7274 Mk., 2.Qual. 6668 Plk., 3. Qiial. 48- 52 Mk, 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 00OC Mk. Kälber: 1. Qual.9295 Pfg., Lebendgewicht 5457 Pf., 2. Qnal. 7887 Pfg., Lebendgeivicht 4551 Pfg., Schlacht­gewicht cO- 65 Pfg. Schafe: 1. Qual. 7800, 2. Qiial. 6064 Pfg., 3. Qnal. 0060 Pfg.; Schweine 1. Qual. 6263 Pfg., Lebdgew. 49,500.00 Pfg., 2. Qu. 61 - 00 Pfg., Lebendgew. 48,50,0 Pfg., 3. Qual. 53^56 Pfg. Lebendgew. 00 Pig. Geschäft bei Horn­vieh schleppend, U'ebcrslaud mäßig, bei Kleinvieh gut, kein lleberfianb.

nad>rid?tcne

UVrtnöcliföje Geruetnoe.

Montag den 13. Januar, abends 8 Uhr, int Lukassaale: Bibelst u n d e. P'ärrer B e ch l 0 l s h e l in e r.

Lroranssichtlechc Witterung für Hessen am Dienstag den 14. Januar 1908: Heiler und trocken. Fortdauernd Frost. Oesl- llche Wuide.

e deutschen Ahnen- en*.

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beit aufregendsten Szenen Anlaß. Eine Anzahl Setzer tnf zwölften Stock konnte man nicht mit den Feuerleitern er, reichen. Der Ausgang nach unten war durch die Flammen abgeschnitten und der Feuertod der Arbeiter schien gewiß.' Schließlich gelang es jedoch, ihnen von einem gegen­überliegenden Gebäude aus eine Leine zuzuwerfen, an der einer nach dem anderii in schwindelnder Höhe über die Straße hinweg kletterte und so unversehrt in Sicherheit gelangte.

Kleine Tageschronrk.

Ter Gcfchaftssührer G. Äiayer ber Mannheimer Darlehens kasse ist abwesend. Sämtliche Depositen sind vollständig unberührt, dagegen ergab sich eine ungedeckte Schuld des Gesck-ästssührers an das Institut von ca. 60 000 Mk., eme Dumme, wclck-e allerdings gegenüber dem Aktivvermögen der Käste von ca einer Million nicht von Einfluß auf das Geschäft ist