langte das Gericht Lum Freispruch, es hob aber ausdrücklich |ertror, daß dem Klager nicht das geringste unredliche zur Last Nachspiel zum NeichStagswahlkawpf
bjldcte die Privatkzagesache des Re cut sa n m a l t s K. hier, hegen den Oberlehrer Tr. W. in W o r m s. Als im Januar iin einer von der Deutsch-sozialen Partei einberufenen Versammlung, in welcher der Reichstagsabgeordnete Lattmann als Daupt- irebner gesprochen hatte, die Diskussion eröffnet war, besprach Reckstsauwalt K. örtliche Verhältnisse, worauf der Abg. Lattmann erwiderte, Rechtsanwalt K. habe bei dem Abg. Ulrich in Offenbach um sozialdemokratische Stimmen gebettelt und versprochen, daß die Nationalliberalen die Soziawemotraten an anderen Orten auch unterstützen würden. K. erklärte dieses für [unwahr und bemerkte, die Deutsch-Sozialen hätten keine Veranlassung, seiner Partei diesen Vorwurf zu machen, da sie es doch selber getan hätten, was Liebermann von Sonnenberg im Reichstag auch zugegeben habe, und hieran anschließend bemerkte er, der Vorsitzende der hiesigen deutschsozialen Partei Dr. W. hätte im Jahre 1906 selbst gesagt, wenn feine Partei nicht in die Stichwahl käme, würoen sie Parole für die Sozialdemokraten ausgeben. Diese Ausführungen waren häufig unterbrochen worden und es entstand ein Tumult, so daß sich der Vorsitzende Dr. W. veranlaßt sah, die Glocke in Bewegung zu setzen. Er unterbrach K. und bestritt die von diesem gemachten Angaben, indem er bemerkte, er habe nur einem Kollegen erklärt, sie würden in besagtem Falle Wahlenthaltung proklamieren und fügte an: „Wer das jetzt noch sagt, den erkläre ich für einen gemeinen Lügner." Rechtsanwalt K, der den Ausdruck auf sich bezog, erhob wegen Beleidigung Privattiage. Das Schöffengericht gelangte zum Freispruch mit tler sHletinierung: Dr. W. habe nur dgs gegen ihn Vorgebrackste berichtigen wollen, die Worte hätten fich nicht auf K. bezogen, sondern nur auf den, der das von ihm (K.) vorgebrachte weiter verbreite. Auch die Beweisaufnahme in bet Berufungsinstanz ergab kein klares Bild der Vorgänge; während der eine Zeuge glaubte, der Ausdruck muffe sich auf den Klager bezogen gaben, glaubte ein anderer, dieser sei direkt Lügner genannt worben und wieder andere meinten, die Aeußerung habe nur denen ge- gölten, die das von Rechtsanwalt K. vorgeorachte weiter ver- reiten. Das Berufungsgericht war nicht in der Sage, auf Grund der sich widersprechenden Zeugenaussagen eine Verurteilung ein- treten zu lassen, weshalb das Urteil seine Bestätigung fand. Der von dem Vorsitzenden vor der Verhandlung sowohl, als auch nach der Beweisaufnahme angeregte Vergleich scheiterte.
Landwirtschaft.
---- Grün berg, lu. Nov. In tcn Tagen vom 14. bis 16. November l. I. findet dahier in der schönen und geräumigen Turnhalle eine Provinzial--Geflügel-Ausstellung statt, bereit Abhaltung der Gcflügelzuchtverein übernommen hat. An ihr beteiligen sich sämtliche Geflügelzuchtvereine Oberhessens, sowie die Hessische Lanmvlrtschastskanimer mit ihren Leistungs- Mchtstationen, die von ihr in der Provinz Oberhessen errietet worden sind. Tie Anmeldungen sind sehr zahlreich eingelaufen, so daß etwa 400 Nummern zur Schau gestellt werden können. Das hat wohl ]einen. Grund darin, daß die Züchter jetzt noch vielfach im Besitze ihres besten Junggeflügels sind, das nur zur Ausstellung kommt. _ Für Liechaber und Kenner Dürfte sich darum hier die allergünstigste und allerbeste Gelegenheit bieten, etwaigen Bedarf an gutem Rasfegeflügel bei billigstem Preise zu decken. Namentlich sind die vorzüglichsten Nutzstämme wie Italiener, Wy- andvttes und Minorta äußerst zahlreich vertreten, die erst genannte Rasse in mehr als 70 Stämmen. Auch das Wassergeflügel kommt in zahlreichen hochfeinen Exemplaren zur Schau, bc;önoerö lwerden die Gänse in wahren Riesenexemplaren vertreten sein. Ferner.sind die Tauben in fast allen Rassen und Farbenschlägen zu sehen. Die Preisrichter werden bei ihrem schwierigen Amte .reichlich Arlniit finden, um von den „Guten" das „Beste" aus- zuwählen. Reiche Mittel stehen ihnen zur Preisverteilung zur Verfügung. Auch sind in hoch erfreulicherweise sehr viele Ehrenpreise gestiftet worden, so acht von dem Landwirtschaftskammer- Ausschuß für Oberhessen und drei von be.u Vervanbe Der ober- hessischen Geflügelzuchtvereine, sowie von einer größeren Anzahl Einzelveveine. Auch die Stadt hat in hochherziger Weise wie in früheren Jahren, so auch diesmal wieder einen namhaften Preis gestiftet und sagen wir ihr und allen übrigen Stiftern von dieser Stelle aus unseren herzlichsten Tank. Ter Vogelsberger Gc- flügelzuchtverein hat sich sehr viele Mühe gegeben und auch keine Kosten gescheut, die Ausstellung recht würdig zu gestalten. Für leine Mühewaltung und großen Opfer wünschen mir ihm aber auch einen recht regen Besuch. Aber auch allen Züchtern und ^Liebhabern, Die sich vielleicht ein schönes Stämmchen Rasse-Geflügel erwerben, ober etwas Schönes sehen und vielleicht auch auf dem Gebiete der Rassenzucht noch etwas lernen wollen, können wir den Besuch der Ausstellung nicht dringend genug empfehlen.
Elektrische Stratzenbahncn.
. Unsere zukünftige elegische S^aßen^ahn ist ein beliebtes Gesprächsthema allerortens in unserer Stadt geworden. Die meisten freuen fidj auf die mannigfachen Vorteile, die dieses neue Verkehrsmittel bringen wird, andere betrachten den erfreulichen Abschluß unserer Stadtverwaltung mit einer gewissen Zurückhaltung, weil sie fürchten, daß die Stadtfinanzen ourcy die Straßen- vahn in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.
Es darf aber nicht vergessen werden, daß es eine Zeit gegeben hat, in her man Itait in bequemen Eisenbahnzügen in !Postwagen reifte und den ersten Eisenoahnprojekten gegenüber reckst mißtrauisch war. Als seinerzeit eine der ersten Bahnverbindungen zwischen Der Reichshauptstadt und Potsdam projektiert wurde, soll der damalige Generalpostmeister von Nagler den Aus- spruch getan haben: „Ich lasse täglich diverse Sechssitzposten nach Potsdam gehen, und es fitzt niemand drinnen. Nun wollen die Leute gar eine Eisenbahn bauen. Wenn sie ihr Geld aosolut ws werden wollen, so werfen sie es doch lieber gleich) zum Fenster hinaus, ehe sie es zu solchem unsinnigen Unternehmen her geben.
Pkan hat feftgeftettt, baß damals der Verkehr mit diesen Postwagen zwilchen Potsdam und Berlin 17 000 Personen jährlich betrug, während Die erste Eisenbahn zwischen beiden Städten im
Bullenverkans.
Die Gemeinde Großen-Linden hat einen Vogelsberger uttb einen Simmentaler Bullen, je 3 Zahle alt, zum Schlachten zu verkaufen.
Getrennte Angebote pro Zentner Lebendgelvicht werden bis zum 16. ds. Bits., nachmittags 4 Uhr, hier cntqeqen» genommen.
Großen-Linden, am 10. November 1908. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden.
—__Leun. [6580
Oberursel b. Frankfurt
Bitte
genaue Adresse beachte
ersten Vetriebsiahre 664 828 Personen, also mehr als das 39- fache, beförderte.
Als von Berlin die erste Pferdebahn nach Eharlottenourggebaut wurde, schien sie in den ersten Betriebsjahren ein Mißerfolg zu sein, doch der Verkehr wuchs, man gewöhnte sich immer mehr an das neue Beförderungsmittel, und es wurden bald weitere Linien eingerichtet. S-v waren in unserer ReichshaupIstabt bis zum Jahre 1896 schon über 200 Kilometer lange Gleisanlagen für Pjerdebahnbetrieb zur Vermittelung des Straßenbahnverkehrs vorhanden.
Von diesem Jahre ab wurden von der damaligen Union, jetzigen Allgemeinen Elektrizitäts-Gefellsck-aft sämtliche Linien der Großen Berliner Straßenbahn für elektrischen Betrieb umgebaut und im Auftrage dieser Gesellschaft von Jahr zu Jahr erweitert, bis sie gegenwärtig so bedeuten!) gewachsen sind, daß pro Jahr von dieser Gesellschaft allein etwa 7 mal so viel Perjonen befördert werden, als das gesamte deutsche Reich Einwohner zählt.
Diese Bahnbetriebe stellen an die Schienenanlagen, Oberleitungsmaterialien usw. besonders hohe Anforderungen, welche dadurch gekennzeichnet werden mögen, daß z. B. in der Potsdamer Straße Tag für Tag alle 20 Sekunden je ein Motorwagen in beiden Richtungen über die Schienenanlage rollt.
Tie Gleisanlagen der Großen Berliner Straßenbahn haben nun im Laufe der Zeit eine solche Ausdehnung angenommen, Daß die Gleise und die Oberleitung zum Ausbau einer elektrischen Straßenbahnoerbindung beispielsweise zwischen Gießen und Berlin ausreichen würden. Es sind bei dieser Gesellschaft über 500 Kilometer Gleis und Oberleitung und ca. 2500 B^triebswagen vorhanden, die jährlich zusammen über 82 Millionen Wagenkilometer zurücklegen.
In Berlin sind außer dieser größten noch einige verhältnismäßig kleine Straßenbahnen tonzeisioniert worden, die zum Teil von der Siemens u. Halske Ä.-G. elektrisch auSgeuaut wurden, und neuerdings hat die Stadt Berlin selbst in eigener Verwaltung einige kleinere Strecken eingerichtet. Hierzu kommt noch eine Reihe von Vorortsbahnen von ca. 180 Kilometer Gleis länge, io daß die gesamten Berliner Straßenbahnen z. Z. eine Gleislänge von ca. 750 Kilometer erreicht haben.
Außer diesen elektrischen Straßenoahnen sind aber in Berlin noch viele andere Verkehrsmittel vorhanden, von denen die Stadtbahn, die im Februar 1882 eröffnet wurde, wohl eine der ältesten ist. Auch bei diesem Unternehmen hat sich Die Frequenz von Jahr zu Jahr erheblich gesteigert; es wurden im ersten Betriebs- iahr 1996 533 Mk. vereinnahmt, etwa 10 Jahre später waren Dagegen die Einnahmen bereits auf 4 664 3J1 Mk. gewachsen. Im Jahre 1903 wurden, wie wir dem statistischen Jahrouch der Stadt Berlin entnehmen, bereits ca. 75 Millionen Passagiere befördert, was bei einer Durchschnittseinnahme von ca. 10 Psg. pro Fahrgast eine Summe von Zp Millionen ergibt. Diese bisher mit Dampflokomotiven betriebene Bahn wird voraussichtlich, um ihre Leistungsfähigkeit weiter zu steigern, in nächster Zeit für elektrischen Betrieb umgebaut werden.
Abgesehen von dem sonstigen lebhaften Omliibus-,Automobil- nnd Drofchkenverkehr ist aber Die in jüngster Zeit ins Leben gerufene, durch das kürzliche Unglück im Gedächtnis aller unserer Lescr gebliebene Hoch- und Untcrgrunabaljn zu erwähnen, deren Betrieb erst vor kurzem bis zum Mittelpunkt der Staot verlängert wurde und noch bebcutenb erweitert wird. Die Einnahmen dieses Unternehmens haben sich gleichfalls ft inoig vergrößert und hatten im Jahre 1907 bereits die stattliche Hohe von 5,u Millionen Mark erreicht.
Auch die Straßenbahnen Berlins planen neuerdings den Bau von Untergrundbahnen, um den fick in den Straßen zusammen- Drängeno-en gewaltigen Verkehr einigermaßen abzulenlen. So wevden Millionen gewissermaßen in die Erde gegraucn, und trotzdem haben diese Untersuchungen ihre wirtschaftliche Berechtigung.
Es wäre nun natürlich ein Fehler, wenn wir diese günftigen Entwicklungsverhältnisse, die wir letzt in der Großstadt kennen gelernt haben, auf unierc Gießener Veebättni,sc übertragen wollten, das ist felbstveriiändtich nicht beabsichtigt. Gewiß wird sich in unserer Stadt der Verkehr in mäßigerem Tempo wie in den Weltstädttn entwickeln, aber es läßt sich dbch zeigen, daß es eine ganze Anzahl von Städten gibt, welche dieselben Einwohnerzahlen und ähnliche VerkchrSverhältnisse wie Gießen haben, wie z. B. Altenburg, Graudenz, Guben, Heilbronn, Hildesheim, Pirmasens, Thorn, Tilsit u. v. a , in denen sich Die elektrischen Straßenbahnen und der Verkehr vollkommen befriedigend entwickelt haben.
Es ist daher fein Grund vorhanden, Gießen bezüglich des künftigen Verkehrs ungünstiger beurteilen zu wollen wie andere ähnliche Städte, im Gegenteil, es ist anzunehmen, daß der günstige Einfluß neuer Verkehrsmittel, den wir an anderen Orten beobachten können, fickjcrlich auch auf die Entwickeiung Gießens ansgeübt werden wird.
Hoffentlich, wird darum der erste Spatenstich für unsere „Elektrische" schnellftens gemn und fahrt bald der letzte Omnibus resp. der erste Motorwagen über unsere alsdann auch schön ge- pstasterten Straßen.
MerSchtstzaat.
- [1 Marburg, 10. Nov. Auch heule handelte e§ sich bei dem Schwurgericht um eine Anklage wegen Meineids. An° gettagt war eine junge Frau namens Anna Wicken ans Zwesten bei Sulfid, die beschiltdigl wurde, in einem Beleldigiingsvrozeß des $laufmann§ Vtnfer gegen den Schlosser Heidelbach, beide m Zwesten der dem Schöfsengenchl in Jesberg und bei der Maiburger Straß kammer die Unwahrheit beschworen zu haben. Die Geschworenen hielten die Angeklagte nur des 'ahrlässigen Jalscheids für schuldig und das Gericht ei kannte auf 1 Monat Gesängms.
Dresden, 10. Nov. Das Sira'verfahren gegen den Pastor (i aspari aus Bautzen, der im Sommer in der Dresdener Ausstellung Lunslgegenslände entwendete, wtirde wegen Geistesgestörtheit des Angetlagten e i n g e st e l l t.
r a3, 10. Nov. Der KaffeesMäuler G oelles, der seine ® a 111 n iu eg e n Untreue erschossen hatte, wurde gestern vom Schwurgericht einstimmig von der Anklage des Galrenmordes
vermischtes.
* lieber die Fahrt des „P a r s e v a l" am letzten Bitt' wvÄ hat Haupmiann v. Kehler seiner Behörde folgenden amt licken
Telegramm!
Schlssfische, Kaöliau u. Schossen.
Verlaufe morgen auf dem Filchmartt in Gießen eine große Partie IcbcnbfrtidKu boll. Augclichcllfifch, ftablian, Schollen und grunc varurgc. Astes prima tebenDirische Ware. Ausnahiiis- weife bistig. 0576
Klees, Elberfeld.
und
Der Vorstand.
Giessener Eisverein E.V.
Eintrittsgeld M. 1.-, Jahresbeitrag M.3 —
Der Vereinsdiener Adolf Schwan wird in den nächsten Tagen die Mitgliedskarten zu- Uesten und den Jbciirag erheben.
Die für Familienangehörige benötigenden Beitarlen zum Vorzugovreiie von 50 Psg. wolle man von dem iberemßbiener gleichzeitig entnehmen. ’Kadj (Eröffnung der Bahn bezogene Beitarten kosten Mk. 1.—.
Beirarteu können nur für die Hausstands-
.. Mitglieder der engeren Familie verlangt luerDen
„ 'Ulu uiait übertragbar. Miizbräuchliche Benutzung dieser Liarten astuachst Den soiortigen Auoschlutz aus dem Verein nach sich und wird ncnebeneiifaUö gerichllich verfolgt.
J/euanmeiDuiigen tonnen beim Vereinsdiener oder auch bei Herrn Ern p Votier, ck'tüusburg enolgen.
Gießen, 10. November 1Ö08.
Bericht enlattct: „Kaum war der „Parse'-al" aufgestiegen, al? ich von undurchdringlicher Finsternis umgeben war. Ich konnte nichts sehen, vielweniger mici> orientieren. In erster Linie war ich bestrebt, aus dem Umkreis Berlins herauszukommen, um irgendwo im Freien zu landen. Wiederlwlt machte ich Landungsversuchc, stieß aber immer wieder auf Hindernisse. Endlich noch cinftündigcr Irrfahrt landete ich glatt in Schöneiche." Da eine Rückfahrt: nicht möglich war, entleerte er den Ballon, indem er die Reiß- bahn öffnete. Am abend wurde der „Parscval" mit Wogen wieder noch Tegel gebracht. Mitte nächsttr Woche hofft man die Schnelligkeitsprüfung vornehmen zu können, womit denn die dem „Parsevol" vorgeschriebcnen Bedingungen beendet sind.
* Trinker-Psychologie: „Wenn i überleg', ob i no oans ttink'n soll, bann woaß i ganz bestimmt, daß i no oans trinf’!"
Kleine Tasteschronik.
Bei dichtem Nebel wurde immcit Halle ein Streckenarbeiter überfahren und getötet, ein anderer schwer verletzt.
In Brussel sind infolge der K a l t e schon mehrere Todesfälle vorgekonunen.
Bei 6 barlerot) in Belgien wurden fünf Arbeiter von einem Zuge erfaßt und über'ahren. Drei wurden g e ■ t ö_t et, zwei schwer verletzt.
In Nashville im Staate Tennessee erschoß der Obeist Eooper den Senator Earmack während einer politischen AuseinandersetztUig.
Märkte.
fc. Frankfurt a. ö?, 4. Nov. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß Anz.) Zum Berkonie standen 1269 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 71—72 P'g., Lebendgewicht 56,5 bis 57 Pfg.; 2. Qualität 70—00 Pig., Lebendgewicht 56,0—00 Pfg., 3. Qiiol. « 4—66 P>'g. Geschäft gut, Uebersloud uiihedenkeud.________
Kird)ltd)e Nachrichten.
tLoa-lgc»tlche tpemLUloe.
Donnerstag beit 12. November, abends 8 Uhr, im MatthonS- saal: Bibel stunde. (Buch pwb, das Buch vom^Aienschheilsteld.) Pfarrer I). S ch l o j \ e r.
Gießener Wetterdienst.
BorauSsichtlichc Ltztttcruug für i?eüen am Donnerstag den, 12. November: Frost, nebelig, trocken. Westliche, später süollche Winde.
GrigittaL-Drahtlneldungen.
s. Darmstadt, 11. sJäoD. Der Gro ßherzog und Prinz Heinrich von Preußen begaben sich heute vormittag 8 Uhr mittelst Sonderzug zur Jagd nach HerrnsheüL, Tie Rückkehr erfolgt heute abend 10 Uhr.
Berlin, 11. Nov. Die gestrige Rede des Fürsten Bülow hat bei den mehr rechts stehenden Blättern im großen und ganzen Befriedigung heroorgerusen, indem man allseitig der Erwartung Ausdruck gibt, daß Fürst Bülow dafür eintreten werde, daß der Kaiser sich künftig größere Zurückhaltung auferlegen werde. Auch glaubt man, daß die gestrigen Verhandlungen einen tiefen Eindruck auf den Kaiser gemacht haben. Hier und da, wie beispielsweise in der Staatsbürger Zeitung, machen sich in dieser Hinsicht Zweifel geltend. Auch die Nalional-Ztg. meint, Bülow würde gehen, wenn er den Zeitpunkt für gekommen halte. Die Germania meint, man habe gewußt, daß die Verhandlungen ausgehen würden, wie das Hornberger Schießen. Auch auf der Linken ist man überwiegend wenig befriedigt. Bülow erscheint fertig. Seine Antwort bringe keine Lösung der Kaiser- und Kanzler-Frage. 9htr die Bosnische Zeitung meint, daß die gestrige Debatte einen wichtigen Markstein in der politischen! Geschichte des deutschen Volkes bedeute.
Paris, 11. Nov. Der Petit Parisien schreibt: Das! Kompromiß, das zwischen Frankreich und Deutschland zustande gekommen sei, bedeutet eineninoralischenSieg für Frankreich. Tie Uebereinstimmung der Ansichten; die sich söwohl im Parlament als in der Presse und der Oessentlichkeit kundgibt, hat hierzu beigetragen. Zur gestrigen Reichstags-Debatte bemerkt das Blatt: In Deutschland hat die öffentliche Meinung einen Sieg davongetragen, indem sie ihren Willen kundgegeben und durchgefetzt hat, in Zukunft einen größeren Anteil an den Staatsgeschäften zu nehmen. Die übrigen Blätter sind einstimmig der Ansicht, daß Bülow sowohl sich als auch den Kaiser nur schwach verteidigt habe. Sie drücken die Ansicht aus, daß der Reichskanzler nach Erledigung der laufenden Geschäfte doch zurücktreten werde.
Smnstag den 14. November d. I.
findet ein
Verksiifstag
Z. K. §. der Achherzogin im RciÄciiz-LihIlis Surmjiaiit 5U Gunsten armer Lungenkranken und tuberkulöser Personen des Großherzogtums statt.
Beginn: 3 Uhr rmchm. Ende: 9 Uhr abends.
Eintritt 1 Mark. n11/
Restaurant „Cafe Ebe8u ““'SÄ
ferner Mästtagstisch
ZBT" in und außer Abonnement, reichhaltige Abendkarte.
LZlere aus der Uuioubraucrei u. Augustinerbrau.
5^“ feinste Weine.
Willi. Janz.
NB- fÄönes Verciuszimmer noch zu vergeben. (61(6
Ochsten Dank.
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W. Decher! und Fran. A
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Tafel-Oöst
M-----_____Ho fgut Londor f_b^ ® le Ren.
. .......u,‘ieier siioernen ixoenzeit zllgegangen sind, sagen wir hiermit unseren herz- 7v
Sdjöuc ital. Zucht- n. Habe noch 6—8 Zemner Lcactzubucr liefert seit -—
30 dafiren gut u. billig. ---------
Wcidlmau-lGoldparmänc u. föraurcnctic)
Für die zahlreichen Glückwünsche und Geschenke, XK bie uns anläßlich unserer Silbernen Hochzeit la.


