Donnerstag 11. Jimi 1908
158. Jahrgang
Zweites Blatt
Nr. 135
Gießener Anzeiger
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Gberheffen
Tie ..Lietzener ZamMenblStter" werden dem ciger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Zeit- (ragen4* erscheinen monatlich zweimal.
Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schsn Universiläts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießeir.
Redaktion, Expedition und Dnickerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion: Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
Gießener Strafkamnicr.
Wegen zrveier Bettler, die ans Furcht vor dein Arbeitsbaus
Handel
Hamburg-Amerik. PaketL 108.70
96.85
Anlangskurse.
Berliner Börse, 11. Juni.
Canada E. B.
Tendenz: ruhig.
b10/8
Börse, 11. Juni, 1.1a Uhr. 91.701 Elektriz. Lahmeyer .
Elektnz. Schlickert . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk
Nordd. Lloyd . i’ürkenlose . .
. 118.00
. 106.50
. 200.00
. 185.00
3^6/< 3% 'Wie 3 96 WA 3^°A
Harpencr Bergwerk. . . Laurahntte Nordd. Lloyd . . . .
Obcischles. Eisen-Industrie Berliner llandelsges. . . Darmstädter Bank. . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommaiidit. . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn Gotthardbahn Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Slaatsbabn . . . I'nnce-Benri-Eisenbahn .
82.95 91.85
83.00
90.90
92.00
99.00
99.10
93.65
194.30
203.40
93.20
97.00
160.10
123.60
229.50
134.50
172.90
137.15
196.90
87.70
25.75
148.00
118.00
Kaiserkrone trägt, währi stützt. Dieser rechte Arm
Dir (7. Iahrerversammluug drs Deutschen Gymnasialverein?.
Mexikaner
4;, °/e Chinesen . .
Aktien
Bochum Guss . . .
Buderus E. W. . .
Tendenz: ruhig.
4?6 Uesterr. Goldreute.
41/6 °o Uesterr. Silberrente 4 Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . .
. 203.40
. 25.50
. 92.40
. 149.10
)( Gießen, 10. Juni.
Tie Furcht vor dem Arbeitshaus.
6 LOO 64 45 95 10 89.00 95.50 149.00
51.30
87.00
. 156.10 . 123.60 . 229.20
. 56.40
137.00
Deutscher Lehrertag.
S. u. H. Dortmund, den 9 Juni.
Unter zahlreicher Beteiligung trat heute hier im „Frcden- baum" der Deutsche Lehrertag zu wichtigen Beratungen zusammen.
Es hatten sich mehr als 5000 Delegierte der Deutschen Lehrer- Vereine eingesunden. Auch zahlreiche Lehrerinnen sind erschienen, ebenso eine Reihe offizieller Vertreter deutscher Städte.
Nniversitätsprofessor Dr. Natrop (Marburg) hielt den Fest- vorlrag über: Volk und Schule Preußens vor 100 Jahren und
Tellef©msch-3 ^ursbea’flc.-sie des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Aleines Feuilleton.
— Nock einmal Prof. Leopold Sch int d. Im Alt- schlusse an den gestrigen Artikels des Geheimrats Pro,. ^r. Herrn. Hailpt über Leopold Schmid schreibt lins Dr. R. Gaguoin ans
Frankfurter
Reichsanleihe . . do. . .
Konsols ....
do. ....
Hessen
Oberhessen . . .
. 207 50
. 110.20
356 Portugiesen „ III 4Bt°/0 russ. Staatsaul. 1905 4jSo,0 japan. Staatsanleihe 4?o Conv. Türken von 1903 I’ürkenlose 4?6 Griech. Monopol-Aul. .
496 äussere Argentinier .
heute. i
Reichstagsabg. Sommer (Burg bei Magdeburg' sprach über Notwendigkeit und Wirkungskreis einer Reichs - schulbehörde für Volksbildung und Volks schul- w esen. Der Redner führte etwa aus: Der Gedanke einer Reichs- : schulbebörde ist keineswegs neu. Männer wie Zahn, Georg Hirth, Dörpfeld, Berger, Gallee, Scheel und Haben sind wiederholt dafür cingelrcten und nicht weniger denn vier deutsche Lehrerversamm- lungen haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Die Notwendigkeit einer Reichsschulbehördc ergibt sich schon aus der Verwirklichung des Reichsgedankens sowie aus der säst beispiellosen wirtschaftlichen Entwickelung Deutschlands und seiner daraus entspringenden bevorzugien Stellung auf dem Weltmärkte. Deutschland ist jetzt vorzugsweise ein Industriestaat und wir stehen noch immer zu unserm Glücke im Zeichen des .Hammers, diesen als Symbol volkswirtschaftlicher Energien und Tätigkeit gefaßt. Es ist deshalb mehr denii je unsere Pflicht, daß spezifisch das Deutsche in unserem Wesen, Wirken, Streben und Schaffen zum Ausdruck zu bringen ohne krankhafte Ueberspannung des Jndioidnalitätsprinzips, um tüchtige und gesunde Jndividualitätswerte zu sckiaffen, mittels deren wir unsere bevorzugte Weltstellung allein zu behaupten vermögen Von diesem Gesichtspunkte betrachtet, bedan die gesamte deutsche Volksbildung dringend der Reform: „Wir brauchen eine deutsch Pädagogik, d. h. ein ganz ausschließlich auf das deutsche Volkstum gegründetes, unwandelbares pädagogisches Lystem. Unsere bisherige Bildungsarbeit ist in Rücksicht auf unsere wirtschaftliche und nationale Stellung vielfach unzulänglich und unhaltbar. Der Redner erinnert an die Engueten des preußischen Handelsministers unb des Deutschen Verbandes für das kaufmännische Unterrichtswesen aus dem Jahre 1906 sowie an den gleichlautenden, von freisinniger, nationalliberaler und ireikon-. lervativer Seite gemeinsam im Preußischen Abgeordnetenhause Angebrachten Antrag und an die üblen Wirkungen „des Lehrermangels. Rcoch herrschen in der Bildung der Massen viel zu stark einseitige Einflüsse vor, die Interesse und Mäste des Volkes von vornherein zersplittern unb schwächen aus Kosten und zum Schaden eines starken, einheitlichen Nationalbewußtseins, -m: Volksbildung muß von der Volks- bis zur Hochschule em geschlossenes organisches Ganzes darstellen. Das führt uns zu der oft vertretenen Forderung der allgemeinen simultanen IZolks- schule. Heimatssinn und Gemeingefühl bedürfen als starke stutzen und Quellen echten Bürgersinns der anfmerksamen Pflege: jebe Splitterung unb Klitterung der Kraft wirkt hierbei unheilvoll. Im Interesse einer ruhigen unb kräftigen Konzentration ist eme reichsgesetzliche Regelung vonnöten: dadurch soll aber das H- stehen selbständiger bundesstaatlicher Unterrichtsverwaltungen nicht überflüssig gemacht werden. Diese Reichsschulbehörde soll auch die Entwicklung des ausländischen Schulwesens fortgesetzt verfolgen und beobachten: denn es muß unser Bestreben blecken, die beste Volksschule und die beste Volksbildung zu besitzen. — Ter Möglichkeit eines solchen Reichsschulamts stehen keine vev- safsungsrechtlichen Bedenken entgegen. Schwierigkeiten entsAnden nur, wollte man die Volksbildung lediglich reichsgesetzlich au einmal regeln; alsdann würden starke Widerstände ausgelost, da gerade die Volksschule tief in der bundesstaatlichen Eigenart wurzelt. Dem Einzelstaate darf das seine nicht geschmälert werden, anderseits soll aber auch das Reich und dessen Interessen nicht lecken. Zudem Hai die bundesstaatliche. Mannigfaltigkeit,auf diesem Gebiete nicht blos historischen Wert; sie ist auch stets von erheblichem Einfluß aus die Entwicklung unb Förderung des deutschen Schulwesens geblieben. Tie Angst vor der Prussisizterung darf bei der Lösung dieser Frage nicht mitsprechen. Die Retchsschul^ behörde soll keine Zentralinstanz mit gesetzgeberischer Kraft und mit besonderen Aufsichtsrechten, sondern nur eine Vermittlungsstelle und eine Beobachtungsstätte sein: es dürfen von ihr nur die Momente herausgezogen werden, welche die rm Daseinsinteresse Der Gesamtnation, ihrer Kultur und ihrer Volks- und Weltwirt-l essen an. ichaft liegende und dringend notwendige einheitlichere Anders- den Lehr^rmangel^sprechem
schaffen in die Gesetzmäßigkeit geistiger Vorgänge sowie in die Schranken dieser Gesetzmäßigkeit unb zu verständiger Erfassung des modernen Entwicklungsbegriffs zu fuhren. Deni von häufigem/ lebhaften Beifall imterbrocheneii Vortrag folgte eine eingehende Diskussion, die in allem wesentliche Zustimmung zeigte unb zu einer Resolution führte, in der besoickers auch die Notwendigkeit der Hebungen in der Anwendung der klassischen Sprachen betont wurde. Am Schluß brachte Pros. Uhlig von Heidelberg die Frage der Coedueation zur Sprache unb befürwortete nach Mitteilungen ber bis jetzt in verschiebenen Ländern gemachten Erfahrungen entschieden die fakultative Zulassung der Mäbchen auch in h ö h e r e K n a b e n s ch u l e n, aber sprach sich zugleich durchaus gegen allgemeine, o b l i g a i v r >. s ch e Miterz iehung aus. In beibent pflichtete ihm die Versammlung bei. Zum Ort der nächsten Jahresversammlung wurde Graz oder Wien im Anschluß an die nächste Philologenversammlung
Wiesbaden en Jubilar nicht Abschied nehmen, ohne
seiner treuen Gefährtin zu gedenken, Toni G e s s n e r, bie ihm in Freud unb Leib zur Seite stand, ihn aus feinen Spaziergangen unb Reifen begleitete und tatkräftig unterstützte m werktätiger -.lebe jeglicher 91ot gegenüber. Sie begleitete ihn auch häufig au> die G i e ß e n e r K l u b b ä l l e, auf denen Schmid gern eine Stunde zubrachte, um seinen vielen Freunden unb Freunblnnen feinen Anteil an ihrer Freude kund zu tun. Wenn es '"'S a"ch auffall, daß die moderne Reiormbewegung Schund vergeßen zu Haven scheint, so sind wir doch der sicheren Hoffnung, dafj seme Lirk- iamkeit unb seine Arbeit in absehbarer Zeit wieder zii gebuh° renber Anerkennung kommen unb etwaigen ^utzleisungen beö Modernismus gegenüber das Feld behaupten wirb. .
— Ein zweiter erbärmlicher B u b e i Jt r c i rt) lei im Anschluß aii die himmelschreiende 9tichtsivurbigkeit, die ini Gebäude für freie Kunst auf ber Darmstädter ^isstellung an einem ^ernschen Gemälde verübt ivurde, nutgeteilt. /^^sbadener Blätter haben seltsameriveise bisher nichts davoii ^nch et- J'i bei Woche vor Pfingsten wollte ein Kurgast eine photographische Au, nahm- »oii ben? Sdjitreobentmal -nach-», das sich » Wiesbaden vor dem Hoftheater erhebt, -tabei "wchte er entsetzt die Beobachtung, baß die Ltirii des matmotnen Dichter bildes einen klaffenden Riß zeigt. Die ruchlose Tat mutz in ber Nacht von Vandalenhanb mit einem scharfen Jiistrument verübt worcken sein und .st um |oj»en«9« XÖÄ
Well und allen Gesinnungen gleich verehrten Großen ber Ub
Gestalt, ein schönes Antlitz, aus denr ausdrucksvolle Augen hervo [»nuteten em sonores, schmieg' und biegsames Lrgmi, vioiuicne Lw°g!mg°i. ' m? ">°ü All», d°v du-» I-.N- °m kmisi. lerisches und - historisches Interesse gewonnen hat. Jederman kennt die große, gewaltige Geitalt^der Germania aus dem 91 i e b e r io a l b, bie qi “
bestimmt.
NnLvev§itäts-NLrchrschtett.
— Dem berühmten Philosophen, Professor au ber Berliner Universität, Friebrich Paulsen, wurde der Mronenorben 2. Klasse verliehen.
I Ilarpener Bergwerk | Laurahütte . . | Lombarden E. B.
ringe wesiaii utu yaeftorben. — In der letzten Sitzung oer i--tac>tveroro°
ins ber Hand des rechten t* WpiÄsfdiroert neten zu Mainz wurde mit 23 gegen 19 Stimmen der Umbau! aemeinbefinben bemerkbar, '“^«»etniantaicine®rf*ic6tej%rof- d-- äIadtth-a I °rs beteloffen u. da,n Mk. 7SVM0 bewillig,.lÄooiheken und Trogerien.
gestaltung bedingt: die einzelstaatliche Eigenart und das Eigen- recht bleiben hiervon unberührt. — Insbesondere wird es Ausgabe der Reichsschnlbehörde sein, die durch das andauernde Durch- cinanderschieben der Bevölkerung besonders kraß auffallende Per- fdliebcnbeit der Schulpflicht »u besAigen die Schulentl-ifung „ aculcl, „lv ....... VU1 vllll
einheitlicher zu regeln, desgleichen die Zustandigkett zur. ttuS-CVlinnqCnen Grfennfnine, soweit sie damit der klandes- tellung von Schulentlafsungszeugnmen, ferner und bie Fragen I Polizeibehörde übenuiejen würben, angefochten haben, trat die der zulässigen Höchftbesetzung einer stlasie, der <schulorganiiatton,! Strafkammer zusammen. Am 1. Mai wurde der Bür sle'.imacker des Fortbildungsschulwesens, ber Lehrerbildung, des Schulrechts, ^h. M. ans Bischoiswerder in Groß-Narben wegen Bettelns ver- ber Schulaufsicht und Schulverwaltung und des Lehrerprufungs- hastet, nachdem er tags zuvor aus dem fflrbeitshaus zu Dieburg, wesens gleichmäßiger denn bisher zu lösen. Die hier Vorherr-1 er ll)eAeu Bettelns eine einjährige korrekliouelle Rach Hail ncr- chende Buntscheckigkeit ist der gefunden Fortentwickelung der beut» I h^ßt hatte, entlassen worben war. Nach seinen Angaben hat er cheu Bildung wenig heilsam unb förderlich. Auch mußte das 11,55 Mk. Arbeitsverdienst ausbezahlt erhalten; er war bei Reichsschulamt dafür Sorge tragen, daß den Lehrern an Volks- ceiuer Verhaftung noch im Besitze von 1 Mk. Er will sich sofort schulen arte staatsbürgerlichen Rechte ungefckmalert zuteil werden bie Suche nach Arbeit begeben haben, doch konnte er solche können. — In zweiter Linie soll dme Reichsichulbehorde eine erhalten, weshalb er ans Not gebettelt habe. Mit 9iücksicht statistische Sammelstelle für das gesamte Bilbungswesen darstellen, |cinc zahllosen Vorstrafen, wie sich bas Schöffengericht ans- welche Einrichtung andere Staaten wie Lesterreich und die Schweiz drückte, hielt es das illrbeitShaus für ben gewerbsmäßigen Bettler seit langem besitzen. Regelmäßig unb in Nicht zu langen zeitlichen ^n geeignetsten Ort, weshalb es außer ber Hasistraie von Abstänben sollen gleichartige, gleichzeitige unb gleichmäßige Gr-1 - Wachen auch auf bie Ucberroeilung an die Lanbespolizeibehörde Hebungen vorgenommen werden. Aus dieie Weise wirb die er-1 erfnnntCi Tie Strafkammer hielt das Rechtsmittel nicht für bc- ’lrebte Verinnerlichung und Vereinheitlichung ber Volksbildung I qVX"in&ct; von Not konnte keine Rede sein, da in Groß-lkarben sich sicherer sich vollziehen. Ihr hilfreich zur ^tte sollen alliahrlrch l ^^Eiiralverpflegungsstation befindet, wo er sich hätte hinmenben einzuberufende freie Schulkongresse stehen. Jrif diese Weste l^urbe l fynlten# vnb er am Tage zuvor einen verhältnismäßig großen Geld- Ir er Bureaukratismus ferngehalten unb etn steter gesunber Fort- ausbezahlt erhalten hat, über dessen Verwendimg nichts festschritt gesichert werden. Zu diesem Kongresie sollen nicht nur AoNeu war. Somit mußte das Urteil b e st ä t i g t werden.
Schulmänner aller Arten und Grade, sondern auch namhafte Po- Auch der 62 j ä h r i g e K e s s c l f chm i e d W. G. aus Kessel rttifer, Vertreter ber Frauenwünsche und Eltern seder Religwns- schief, wurde in Vilbel wegen Bettelns sestgenommen, und da aufsassung berufen werden. — Die Reichsschulbehorde soll auch den wegen Bettelns 22mal vorbestraft ist, zu 4 Wochen Haft, nach deutschen Schulen im Auslande sowie dem Schulwesen in unseren l Verbüßung er ber Lanbespolsteibehorbe überwiesen werden Schutzgebieten ihr stetes Augenmerk zuteil^werden lassen: wenden f^e, verurteilt. Man hatte es auch hier mit einem gewerbs- wir doch für ersteres seit 1908 erst 8.0OOOO Mk. säyrlich aut, m^tgcn Bettler zu tun, ber ber ehrlichen Arbeit aus dem Wege während das bei weitem ärmere und weniger kulturell bedeutungs- jL. gjcnn e§ sjch cmch um einen alten gebrechlichen Mann han- volle Italien 1 148 000 Mk. alljährlich hierfür bereltstertt Schließ- so sah die Strafkammer von der durch das Schöffengericht lich müßte mit der Reichsschulbehörde ein Reichsschulmuseum ver-1 .^iroffenen Maßnahme ber Uebcriueibinq nicht ab; er soll vielmehr bunden werden, dessen übersichtliche georbnete Sammlungen em nQfI) Strafe der Lanbespolizeibehörde zugesührt werden,
treffendes Bild von ber Entwickelung unb dem gegenwärtigen l t,anu Gelegenheit hat, ihn nach seiner Heimat zu verschuben, Stande des gesamten Bildungswesens abgeben und bie pädagogische Ieiue Aufnahme in das Arbeitshaus nicht mehr möglich ist.
Forschung sowie die Kenntnis des Schulwesens überhaupt fordern.1 ---
— So soll die Reichsschulbehövde gewissermaßen dem Janus gleichen, „zum Sehen geboren, zum Schauen beftertt" unb dieser Gottheit gleich ein goldenes Zeitalter für unser Volk vorbereiten, uns tätiger und tüchtiger, innerlich gesunder unb einiger und
damit erfolgreicher unb kulturkräftiger machen, anbahnend em Am 9. Juni fand, wie man uns schreibt, m Zwickau die Zeitalter blühender deutscher Welt-- und Külturwirtschast! 17. Jahresversammlung des Deutschen Gymnastalverems unter
, Ein Schritt aus dem Gewohnten ist es wohl. Idem Vorsitz des Gi)mnasialdirektors Dr. Aly von Atarburg llatt.
Es zieht unhalstam hin auf neue Bahnen, Dieser erinnerte in einleitender Ansprache an den Tod Eduard
Nur vorwärts führt das Leben, rückwärts nie!" IZellers, Wilh. Schraders, Kuno Fischers und Albrecht Dietrichs m
(Lebboster Beifall) IHeidelberg. Nach Begrüßung durch ben Rektor des Zwickauer
Ter
ffÄTÄÄ minder We D^mrl-r fdgU der b e,,
an der Weltwirtschaft beteiligt. Die I griechischeii unb lateinischen Unterricht. Ter Rebner verfocht big
: Förderung bmer bevorzugten Ste^ aeckmttr? Notwenbigkeit dieses Unterrichts als unentbehrlicher Grundlage für
Regelung unb innigere organische Verbindung des genaues, selbständiges Verständnis der Autoren unb hält ihn zu«
. dungsw eiens dringend ^L^ndigerf^nem Als nächste Ma^-1 gen^ s,^ ,^deinen Sprachwissenschaft für
: Mathern — 9 a Ver- geeignet, ben Geist der Schüler (weit entfernt von obem Formalis-
■ M tolmu») Hefinitetlte X« bild-n, l,m..°nlllch w°rw°ll°,Ell'bllck° $v
, Reichsschulamt einen möglichst gleichmäßigen Stand der Volckbil- , düng anstreben. Das soll geschehen durch Vereinheitlichung der : Bestimmungen über Schulpflicht, Schulorganisation und Schulrecht für das Volks- und Fortbildungsschulwesen, sowie über die Bildung bet Lehrer und deren amtliche und staatsbürgerliche Stellung.
; _ 2b Als Beobachtungs- unb Beratungsstelle fort bas Reichs^ schulamt die Zentrale für schulstatistische Untersuchungen bitten;
' es soll die Erfahrungen des Auslandes für die heimischen Verhältnisse nutzbar machen; es soll die beustchen Schulen im Auslande unb in den Schutzgebieten fördern unb endlich die wissenschaftlich-pädagogische Arbeit unb Forschung durch bie Einrichtung eines Schulmuseums beleben.
Bei der Abstimmung wurden die Leitsätze des Referenten unverändert mit großer Mehrheit angen 0 mrn en.
Der nächste Selyrertag soll in Straßburg i. Els. ftatt- finden. An bie geschäftlichen Verhandlungen schloß sich em Fest- — Morgen wird Generalsekretär Tews (Berlin) über
Schilling, ber Schöpfer des Niederwalbbenkmals, hatte lange vergeblich nach einem Mobell für ben Arm gesucht, ber bestimmt war, bie Krone zu tragen. Unzählige Damen hatten bereits vor bem Meister ihre Arme entblößt unb auf ihre DenkmalSfahigkett prüfen lassen. Doch Schilling hatte stets verneinenb ben Kopf geschüttelt, beim immer unb immer imeber hatte er an fast schon halb geeigneten Armniobellen „Lücken" geiunben, bie ihn bestimmten, weiter zu suchen. Eines Abenbs besuchte er das Dresbener Hoftheater, rvo gcrabe Anna Haberland als Thusnelba gastierte. Kaum hatte einmal bie Künstlerin ihren rechten Arm zu einer hoheitsoollen Bewegung erhoben, ba stürzte Schilling mit einem halbunterbruckten Aufschrei aus feiner Loge aus bie Bühne, und als ber Vorhang gefallen war, trat der'Meister auf Fräulein Haberland 31t unb teilte ihr glück- unb freudestrahlend mit, daß er in ihrem Arm endlich bie lange gesuchte Trägerin ber delitjcken Kaiserkrone an bem Germania-Denkmal gesunden habe. Frl. Haberland, die sich sehr geschmeichelt fühlte, willigte ein, ihren rechten Arm vom Pro- essor modellieren zu lassen. .
— Kleine Chronik aus Kunst und WiN ensch aft. Der K 0 n g r e ß b e r d e u t s ch e n d e rm a t 0 l 0 g l s ch e n G e - s e l s ck a f t trat in Frankfurt a. M. zusannnen. Nach Begrüßung burch ben Präsidenten Professor Pick-Prag übernahm Professor Herxheinier den Vorsitz. Bon heroorragenber Bedeutung war der Vortrag Geheimrat Ehrlichs über moderne Chemotherapie. Ehrlich hat sich in den letzten Jahren mit ber Schlafkrankheit be- schästigt; seine Trypanosoinen-Verstiche hatten bei ben -nere» einen qroöen Heisirfolg; zwar sind, wie Ehrlich meint, diese nut Acoti)- iarsanilsaure angestellteii Versuche nicht ohne weiteres am die nienschliche Therapie zu übertragen, aber es ist wenigstens em 9«ea ge'imden, bei dessen Beschreiten man 511m Ziel gelangen fonn — Hans Wolf von W 0 l z 0 g e n, Ernst voii Wolzogens Sohn, ist an das v>edbel - Theater zu Berlin engagiert worden. — In der in Aiar Hesses Volksbücherei erscheinenden Biographien- Sammliing „Al 0 d er ne Lyriker", die bereits wertvolle kritische Einführuiigen in bie Kunst unb ba§ Leben Richarb Aehmels u. a. -------— -
gebracht hat, unb deren ganj bejonberer Wert m ber Aufnahme I Darmstädter Bauk . zahlreicher charakteristischer Gedichtproben besteht, ist soeben eine Deutsche Bank . . einqebenbe, liebevolle Würdigung des künstlerischen L-chaffens 45rui3 Dortmunder-Union C. G m i l von Schoenaich-Carolaths au§_ der Feder xr. I Dresdner Bank . Lorenz Krapps erschienen. — Die M 0 z a r t-S t i ft u n^g zu 7- - --
Frankfurt a. M., welche dieUnterstiitzung musikalischervalente ...
zum Zwecke der Slilsbildung in der Komposilionslehre bezielt be- a a ^<5 a a
abfidjtigt 51111t 1. September 1909 em Stipendium zu vergeben, /
dessen Dauer der Ausschuß von Jahr zu Jahr bestimmt, jebod) J f
darf dieselbe vier Jahre nicht übersteigen. Ter Stipendiat erhalt VUWVvffv? 9
iür den Zcuraum c,e^St'p^nb'l|n^- ^lo'^mii "der^ ständige Fühlen Sie sich matt, elend, in übe, ;ü Apvetittnangel vorhanden uiro., Konfervator.iim. - 3» “’.s,, , ’ /* ' 5(i ? k«« trinken Sie anstatt >ranee, Tee uüu. eine .ieittang Bloton,
Sekretär der 2lfabenue, ber Geschlcht-.iorscher Oastoii 0 t s s ter 1 ße-te un^ bliiterseuaenbc Krättiimugsmittel. Cit idion
— In ber letzten eigung ber totaotverorb« nfl(^ roeniqCn ^agen inachi iirn die wohttauge Wirkung im 21(1« *- Erhältlich bas halbe Milo 3 Mark ip
326 Portugiesen Serie I


