.Balgdrehcr abhängig sind, sondern jederzeit durch den Zug an einem Lebet den Motor in Bewegung setzen und für sich gebrauchsfertig machen können. Nicht minder sinnreich ist die Einrichtung der 'Läutemaschine. Auf der von dem Motor gedrehten Welle sitzen acht Scheiben, je eine von Stahl und eine von Holz dicht zusammen. Die stählerne ist mit der Welle fest, verbunden, die hölzerne bewegt sich frei um die Welle. Auf den hölzernen Scheiben rollen sich die starken stählernen Glockenseile auf. Durch eine besondere Vorrichtung werden beide Scheiben, wenn die Welle ansängt sich zu drehen, fest miteinander verbunden, so daß sie sich miteinander drehen. Dadurch wird das Seil angezogen, und die Glocke zum Schwingen gebracht. Lat sie die bestimmte Löhe erreicht, so löst sich die Verbindung beider Scheiben, die Glocke fällt, teils durch ihr Eigengewicht, teils durch Gegengewichte, zurück und dreht dadurch die Lolz-- scheibe in umgekehrter Richtung so lange, bis wieder der Exzenter eingreift, die beiden Scheiben wieder zusammenpreßt, und dadurch die Holzscheibe zwingt, wieder mit der Welle zu drehen. So wickelt sich das Seil beständig abwechselnd auf der Holzschcchc auf und ab und erhält dadurch die Glocken in Schwung. Die Kosten der neuen Anlage belaufen sich für die Glocken aus rund 10 000 Mk., für die Orgeln auf rund 2500 Mk. Ter Verbrauch an elektrischer Kraft ist sehr geringfügig. ES ist dazu trotz Verzinsung und Amortisation des aufgewandten Kapitals auf eine wesentliche Ersparung an Betriebskosten zu rechnen.
** Evang. Bund. Ter I amitienabend des Evang. Bundes am Sonntag nahm einen durchaus befriedigenden Verlauf, waren doch beide Redner des Abends ihrer Aufgaben^ in -jeder Beziehung gewachsen. Als erster Redner gab uns Seemannspastor Pilgram von Antwerpen ein ungemein fesselndes Bild seiner segensreichen Tätigkeit in der Seemanns- Mission: Ter belgische Lasen Antwerpen, in dem jährlich 60—70 000 deutsche Seeleute verkehren, ist voll von den Versuchungen der Seestadt. Darum haben die in Antwerpen lebenden Deutschen schon seit 25 Jahren viel für die deutschen Seeleute getan und mit Unterstützung des Reiches und des Komitees für deutsche evang. Seemanns-Mission in Berlin ein großes Werk geschaffen, das sich in drei Baulichkeiten, Heim, Heuerstelle (Stellenvermittlung für 43 dcutjche Rhedereien) und allgemeinem Versammlungshaus (Lese- und Spielräume, Post- und Bibliotheksdienst, Fest- und Betsaal) darstellt. Segelschiffen, die von langer Fahrt kommen, fährt man in Begleitung eines Konsulatssekrctärs und unter dem Schutz der Reichsdienstflagge stnndcnwnt entgegen, um den zahlreichen Ausbeutern, die mit Schnaps und anderen Mitteln in den Besitz der großen Guthaben der Leute (100—1000 Mk. der Mann) zu kommen suchen, das Geschäft vorweg zu nehmen. Im letzten Jahr hat die Antwerpener Seemannssürsorge 108 288.27 Fres. in ihre Hände gebracht und größtenteils an Anverwandte der Leute versandt oder auf Sparkassen belegt. Dadurch ist nicht nur viel Geld, sondern auch viel Kummer gespart worden. Die Leute werden, wenn sic im Heim wohnen, von den Versuchungen durch das frische, fröhliche Leben im Hause sowie durch Ausflüge, Führung in die Museen, gute Literatur sowie Veranstaltung der regelmäßigen Unterhaltungsabende von den Versuchungen der Hafenstadt abgehalten. lleberhaupt ist es wichtig, den Leuten an Land nach der cntbchruugsrcichcn Seefahrt recht viel echte Freude zu machen. An den Unterhaltungsabenden nehmen meist Damen der deutschen Kolonie, an ihrer Spitze die Gemahlin des Generalkonsuls, teil, um durch Servieren des Tees und der holländischen Kalkvfeifen, durch Musik und Unterhaltung mir den Leuten der patriotischen und wahrhaft humanen Sache zu dienen. Der Seemannspastor erzählt in Form einer wissenschaftlichen Plauderei mit möglichst viel Humor vom Radium und den lenkbaren Luftschiffen, von der Belagerung Antwerpens nach Schiller oder dem Leben im deutschen Kaiferhause oder auch aus Fritz Reuter und anderen Humoristen. Auch die Seeleute tragen fleißig mit vor, machen Zauberkunststücke, oder erzählen von schauriger Seenot, singen und führen Negertänze auf — Ernstes und Heiteres bietet ein solcher Abend in reicher Abwechslung. Zuletzt nimmt der Seemannspastor noch einmal das Wort, um an der Hand eines Gleichnisses oder eines Märchens mit Darlegung einer allgemeinen Lebenswahrheit den Abend zu beschließen, an dem regelmäßig 60—150 Seeleute teilnehmen. Der Redner erzählt weiter, wie es manchmal gelingt, einen verlorenen und schon totgeglaubten Sohn seiner Familie wieder zuzuführen, oder eine Ehescheiöling, die schon im Gange ist, überflüssig zu machen, ferner in welch umfangreichem Matze die Schiffe mit Lesestoff versehen werden. 25 337 gute politische Tagesblätter sind int vergangenen Jahr durch Antwerpener Seemannsfürsorge durch die Schiffe vermittelt worden. Den Höhepunkt des Lebens in den Eeemannsheimen bildet das Wechnachtsfest, das mit einem Tannenbaum aus Norwegen, den die Seeteure mitgebracht hatten, gefeiert wurde. 595 Mann tourbc beschert. Vor allem wurden auch die Hospitäler, in denen 22 deutsche Seeleute lagen, nicht vergessen. Der Redner las weiter aus dem Tagebuch eines Matrosen vor und erzählte schließlich von dem Besuch, den ihm ein brauner, aus dem Himalaya gebürtiger, aber aus der Höhe europäischer Bildung stehender indischer Schifssarzt machte. Seit sieben Jahren erst Christ, war dieser hochgebildete Mann der lleber- zeugung, daß nur die Christianisierung seinem in Elend verkommenden Volke Helsen tönnc und gab dem See'.nannspastor Geld, um ihn zu verpflichten, das neue Testament unter den Indern auf deutsck-en Schiffen zu verbreiten. Ter Besuch der kurzen anschaulichen Gottesdienste nimmt derartig zu, öatz der Betsaal vielfach zu Hein ist, indem über 100 Mann, d. i. bis zu 30 Prozent der im Hafen liegenden dienstfreien Mannschaft, sich einfindeu. Der Redner bittet zum Schluß, zu helfen, daß auch an anderen Plätzen in gleicher Weise für die deutschen seefahrenden Brüder gesorgt wird. Um diese Bitte in Gießen auszusprechen, sei er von dem Berliner Komitee für deutich- Eoang. Seemannsmission entlaubt. Lauter Beisall lohnte die mit lwher Begeisterung vorgetragenen Worte und eine Teller- sammlung ergab die Summe von nahezu 45 Mk. für das deutsche Seemannsheim. — Nach kurzer Pause schloß sich der Vortrag des Pfarrers Fritsch-Ruppertsburg an. Der Redner stellte die Bedeutung und Aufgabe des Evang. Bundes dar iWtb zwar im Blick auf das Lut h erde n kmal z u W o r m s , an dem bei der letzten Generalversammlung des Bundes erhebende Feiern abgehalten worden waren. Das Denkmal selbst beweist durch sein Zustandekommen, daß nur durch Einigkeit Aller, die unseren evang. Glauben lieben, er zu seiner gebührenden Geltung gebracht und seinen hohen "Ausgaben gerecht werdeii kann. Die Statuen Friedrichs des Weisen und Philipps des Großmütigen lehren, wie das Evangelium die Fürsten zu treuen Landesvätern macht und die Treue der Untertanen stärkt. Die Städtebilder an dem Tenkmal sagen uns, daß ba_> Evangelium auch das äußere Wohl des Volkes fordert. Die Gestalten der Vorreformatoren erinnern daran, daß erst die Reformation Gewissensfreiheit brachte. Luthers Gestalt im Mittelpunkt des Denkmals, mit der Hand auf der Bibel, zeigr, daß erst der-Glaube an Gott unsere Seele beglückt und uns stark macht. — Mit einem warmen Appell, Gaben und die eigen: Person für unseren Glauben einzusetzen, und jo evangelisches Bewußtsein zu zeigen, ,chlvß der Redner. Auch ihm wurde lebhafter Beifall zuteil. — Nachdem noch der Vorsitzende des hiesigen Marinevereins, Herr Schwarz, einige Worte 'über die Matrosensürsorge auf deutschen Kriegsschiffen gesprochen Tjatte, mürbe der Albend durch den Vorsitzenden mit einigen gcjchäft- lidicn Mitteilungen geschlossen. Ten musikalischen Teil des Abends hatten in dankenswerter Weise Musiklehrer Gernhardt und Rentamtmann Schäfer übernommen und ihre Aufgabe aufs beste gelöst.
. = Wltciiborf a. d. Lahn, 8. Febr. Gestern abend hielt Lehrer Keil von Klein-Linden int recht gut besetzten Saale des Gastlvirts Luh einen lehrreichen Vortrag über: „Eine Reise nach Simnburg, Kiel und Helgoland." Der zahlreich erschienene Kr i e g e r v ee i n hat. auch die übrigen Vereine unseres Orte.' dazu eingelaoci.. Tcr Vortrag wurde beifällig auigenommen.
(W.) Allertshausen, 8. Febr" Bei der diesmolrgeu Verpachtung unserer Gemeindejagd zeigte such für die Gemeinde ein glänzendes Resultat. — Ter seitherige Jagd-- pächter, Oberst Freiherr v. Röder zu Diersburg, der bisher für das Revier jährlich 360 Mark Pacht zahlte, bot als Bestbietendcr für die kommenden 6 Jahre jährlich 855 Mark für unsere Jagd.
() Rockenberg, 9. Febr. Bezüglich des Bahn- 5a u s durch s W et te r ta l nach Ba d -N a uh eim fanden wiederum von s t Firma Lenz u. Co. Vermessungen statt. Das Projekt fo: eine Veränderung erfahren, wodurch die Bahnlinie. bedeut, nd kürzer, billiger und rentabler würde. Sie soll von Griedel abzweigen, über Rockenberg, Oppershofen, Steinfurth und von hier in den Bahnhof Bad-Nauheim führen. Rödgett und Wisselsheim, die ohnehin nicht weit vom Bahnhof Lad-Nauheim liegen, sollen nicht berührt werden.
ch Steinfurth, 9. Febr. Einen mächtigen Aufschwung wird mit Beginn des Frühjahrs die^ hiesige Rosenzucht nehmen. Drei Pachthöfe find aufgelöst worden, das Gelände, das bisher für landwirtschaftliche Kulturen diente, haben die vereinigten Rosenzüchter gegen bedeutend höhere Pacht als bisher übernommen, um darauf Rosenkultur zu treiben. Nur ein Pachthvf, der des Herrn Reis, bleibt noch bestehen. Die Pachthöfe gehören den Freiherren v. Löw. Mit der Gelärtdeübernahme ist auch die Feldbereinigung zum größten Teil fertiggestellt. Tie Rosenzüchter haben bereits bedeutenden Wohlstand in das Dorf gebracht. Durch den Neuerwerb vou Gelände sind sie in den Stand gesetzt, auch ferner konkurrenzfähig zu bleiben.
Bevbands-Ausstellung oberhefsischer GeMgelzüchtervereiue.
th. Gießen, 11. Februar.
Am Samstag nachmittag wurde int oberen Saal des Wind- Hofs die Geflügel-Ausstellung des Verbandes oberhessischer Gc- slügelzuchtvereine von Kreisamtmann Dr. Langcrmanik offiziell in Gegenwart des Landwirtschaftslehrvrs Schwartz-Alsfeld, des Vertreters der Landwirtschastskaminer, des Landtagsabgeordneten Korcll, der Preisrichter Marten von Lehrte und Oswald Hepke- Gütersloh, sowie der Vorstandsmitglieder des Gießener Geflügel- nni> Vogelzuchtvereins, eröffnet. Auch zahlreiche Aussteller hatten sich eingefunden. 'Nach dem Urteil der Preisrichter, deren Rus als Autt risten auf dem Gebiete der Geflügelzucht in ganz Deutschland anerkannt ist, haben die obcrhessischen Geflügelzüchter, was Nutzgeflügel angeht, auß.'rvrdentlichre Leistungen geboten. Herr Marten jen. erklärte, er sei erstaunt darüber, welch ideal schöne Tiere man hier züchte und wie massenhaft einzelne 9cutz-Rassen in buT Provinz sich eingebürgert Haven. Herr Hepke äußerte sich ganz besonders anerkennend über die brillanten Zuchtresultate bit Emdener Gans. Das Resultat der Prämiierung ist:
Hühner. Brama: Tr. meb. Pinko-Kirtorf Ehrenpreis. Spratts Pak. bg. 4. Preis. Plymouth Rocks: 28. Wahn- Gedern 1. Pr., H. Euler-Ober-Breidenbach 2 Pr., H. Krömmel- 6 ein IV.-Lauterboch 3. und 4. .Pr., Tr. Hoffmann-Heu chcl hc im 4. Pr. Sang öl) an: Peter Berg-Gießen Ehrenpreis des Ge- flügelzuchtvernns Lich, H. Bindiug Vckl.-Echzell 2. Pr., Georg H. Keil-Sttedendorf und Petec Berg-Gießen je 2 3. Pr., H. W. Biel- Lollar 4. Pr. Or ping ton: Apotheker Welcker-Allendorf a. d. Lda. 2. 1. Pr., B. Jung I.-Obcrmörlcn 3. Pr. Wy andrstes weiß: Will). Seipp Ill.-Gießen und Ernst Kömpf-Elpenrod je 1 Ehrenpreis ter Landwirt,ckwftZkammer. Kärl Stork-Krofdorf Ehrenpreis des Geflügelzuchtvercins Schotten. Karl Rcujing- Gießen 1. Pr., Gustav Wulter-Bauernyiüm und Louis Chrift- Ncumühle bei Grünvcrg je einen 2. Pr., Lehrer Lackmann-Busen- vorii, Tr. Hofmann-Heuchelheim, Kart Wenzei-Zell bei Als seid, K. Albach--Lich, Lehrer Schildwächter-Hopfgarten, Th. Stein-Grün- berg je einen 3. Pr., Ph: ^>omei>!-cchpei.-^mMtoeil, Konrad Rüv- lamen-Gietzen, Lebrer Sajildwächter-Hopfgarten, Ang. Gustav Wal- tir-Bauernheim, Lehrer Lanmann-Buieuvom, Heinrich Högy-Lau- tzach erhielten 4. Preise. Wyandottes, andere Farbenschlage: ,triebr. reeaer-Gw^n uoreii+na£, E. Schiemangl-^ollar Ehrenpreis des Gestlügelzuchrvereins jungen, Friede. Becker-Gießen 2 1. je einen 3. unb 4. Pr., Lehrer Joectel-Erainfeld, Konr. 9iüli- ,amen-Gletzen, Ernst Kömp,-Etpenroo, Py. Södler-Nieder-Gemün^ ben, Ph. Oskheim-Eujzcll, H. Btum Il.-Lauteroaa) je einen 2. Pr., Lehrer Jmuei-EraiuFü), With. Mayer-Gietzen, G. H. Keil-Stre- bentjri je em:en 3. Pr., Wich. Maper-Gicten, P. Spies-Ätten- üurg, Peter ^erg-Gießen und .y. Btum ll.-Lauterbach je einen 4. Pr. Mechelner: E. Rübsamcn-Gicßen 1. Pr., Oetonomierat Hoimmntl-.>_>o<guu je 3. unb 4. ^r, W. Hamacc-Zett und A. Krömmelbcin-Lauterbach 4. Pr. Andalusier: H. Rahn-Zcilbach 3. Pr. wi i n o r t a , schwarz: E. Ruvjamen-Gieizeii Ehrenpreis der Laiidwirlichaitskaininer, Louis Eyrist-Neuniühle bei Grilnverg 1. und 4. Pr., Cito uolm-Vadenrod 2. Pr., G. H. Keil-Strevendori 3. Pr., H. Ph. Bmdmg-Echzell, H. Kreuber-Vadenrod nnö Xiouis -rroß-Gleyen je einen 4. Pr. Italiener, schwarz: I. Frank- iZoUac 2. Pr., R. Radetzky-Lich 2. Pr., Will). Deeyert-Gleßen und I. Frank-LoUar je einen 4. Pr. Italiener, gelb: (S. Rübjamen- Giepen 3. unb 4. Pr. Italiener, rebhuhistarbig: H. Aterfchrod-- Zeildach, A. G. Walter-Bauernheim und PH. Södlcr-Nieder- Gemünden je em Ehrenpreis der ^andivirtfcyaflstaminer, PH. Mobs- Echzell 1. Pr., H. Emmel-Relchelsheim i. d. W., Rud. Ulrich- Woliersheinr und G. Kohlheyer-Hungen je 2. Pr., H. Zuumer- Zellbach, H. Aterfchrod-Zeilvach, E. Schiemangk-Lollar, Mehrer Oinl-Zell b. Alsfeld, Joh. Lsterle-Strebendorf, H. Enler-Ober- -treidenbach, Louis Troß-Gießen und E. Erdinanu jr. m Dollar je 3. Pr., H. Dörr-Lehnheun, (Sari Wenzel-Zell bei Alsfeld, Joh. Merte-Strebeudorß H. Euler-Ober-Breidenbach, G. H. Keil-Streben- darf, Ctto Hahn-Vadenrod und Fürstl. Guisverwallung Lich je 4. Pr. Italiener, gejperbert: Ehr. Weber-Mainzlar 1. Pr., H. Frank V., Lollar, 4. P. Jta l ieiier, silberhalfig: ^>. Kalet,ch- Lollar 4. Pr. Hamburger, jchivarz : (£. Rohn-Ruppert en rod 3. Pr. Hamburger, Goldlack: E. Bury 11., Ruppertenrod, 1. Pr. Hamburger, Silberlack: Joh. Engest Birklar Ehrenpreis Der ^andwiriichaftslainmer, R. Radetzky-SNch 2. Pr., G. Keminer- Zeilbach 3. Pr. Hamburger, Goldiprcnkel: H. Alans 11., Rupperienrod und H. Högy-Laribach 3. Pr., Lehrer Fmk-Zell bei Alsfeld und W. Frant-Lollar 4. Pr. so a Ni b u r g c v, Sllber- jprenkel: Ph. Södler-9lieder-Geniiindeil 2. Pr. Rhode I s- lands: Jngenieuo Koch-Giepen 2. Pr. Z w e r g t ä m p f er : I. Bill-Niederweisel 2. Pr., Jji. med. Prislo-Kirtors 4. Preis. Bantam, schwarz: I. Lotz-Nieder-^reidenbach unb Aug. Jelstng- Gießen, 3. Pr., Will). Alayer-Gießen 4. Pr. Bantam, Goldjebright:
R. Biehl-Collar 3. Pr. Bantam, Silberfebright: Ludwig Deißler V, Lollar, 4. Pr. Zwerg huhu er, Anlle Fleurs: Friedr. Jockel I, Grünberg 1. Pr. Truthühner, bronzefarb: Juliiis Zunmer-Bingmühle, Ehrenpreis des Gestügelzuchtverems Vauierbach.
Wassergeflügel. Enten. Peking. Lndw. Hanau Gießen 2. Preis, Dr. Hoffmann Heuchelheim 3. Pr., Ernst Jug- hard, Lollar, Brauerei yeUer, Lich, 4. Preise. R ouen. Jul. Zimmer Bingmühle Ehrenpreis des Wetterauer Geflügelzuchtvereins und einen dritten Preis. Aylesbury. Joh. Merte Strebendorf 3. Preis. L a u f c n t e. Eonrad Rübsamen Gießen Ehrenpreis des Lollarer Geflügelzuchtvereins und einen zweiten Preis, Lehrer Helfenstein Burggemünden 3. Pr., Louis Christ Neumühle b. Gründberg 3. Preis. Kaiser-Ente. L. Dittert- Wetzlar 3. Preis. Kajuga-Eute. W. Seipp III. .Gießen 3. Preis.
Gänse: E m b c it e r. Konr. Rübsamen Gießen Ehrenpreis der Landwirtschaftskamiiier und zwei 2. Preise, Julius Zimmer Biugmühle Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer. L. Diltert Wetzlar 1. Pr., I. Merle Strebendors 2. Pr., G. H. Keil Streben- dors 3. Pr I. Merle Strebendorf und Ludw. Jock)em Gießen 4 Preise. T o u l o u s e r. Dr. meb. Pinto, Kirtorf, Ehrenpreis des 3^-' unb Dogelzuchtvererns Gießen, Louis Troß-Gießen
klonen, je ein Hahn und drei Hennen, er- weiteu 4>rciie: Italiener red Huhns, H, Merschrod Zeil-
kocS Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer und einen zwetteif Preis, G. H. Keil Strcbeiidorf 2. Pr., H. Zimmer Zeitbach 3. Preis und Louis Troß-Gießen 4. Preis. Wyandottes: Conrad Rübsamen zwei dritte Preise, Wilh. Seipp III. Gießen a. Pr., Gg. Kemmer Zeilback 4. Preis. Hamburger lchwarz: C. Rohn, Ruppertenrod, 4. Pr., Goldsprenkel: Hch. Maus II., Ruppertenrod 2. Preis. J
Tauben: Römer. Th. Fladung Okaroen 2. Pr., cut dritter und zwei vierte Preise; Joh. Knopp Holzhansen v. d.H. 3 Preis. Luchstauben. A. G. Walter, Bauernheun, 3. Pr. Gtraßcr. A. G. Walter, Bauernbeim, Ehrenpreis, gestiftet von Apotheker Schwieder, Gießen, sowie je einen 2. und 4. Pr., Lehrer Helsenstein Burggemünden, Aug. Holler Lauterbach dritte Preise, der Letztere und I. Koller Bad-Nauheiin 4. Preise. Baodetten, Nürnberger. I. Knövp, Hol'bauscn v. d. H., 4. Preis F r a n z ö s i s ch e B a g d e 11 e n. I. Kolter. Bod Nauheim, 1. Preis. Dragon. Balth. Jung I., Ober-Mörlen, 2. und 4. Pr., Joh. Knövp, Holzhausen v. d. H., 3. und 4. Preis. Kröpfer, deutsche. H. Merschrod Zeilbach und Carl Ludw. Schäfer- Lich 3. und 4. Pr.. B. Langsdorf V. Bad-Nauheim, C. Rahn II. Altenbain und C. Högy III., Ruppertsburg, 4. Preise. Kröpfer, Brünner. H. Keller, Asfenheim, Ehrenpreis, 1. unb 4. Pr., I. Kolter, Bad-Nauheim, 3. Pr., Aug. Schwan, Gießen, 4. Preis. Pfau taub en. Th. Schwiedcr, Gießen, Ehrenpreis des Kommerzienrats Will). Gail, 2. Pr. und zwei 4. Preise, Rud., Ritter, Lai'bach, 4. Preis. Perrücken. Th. Schnneder, Gießen, 1., 2. und vier 4. Preise. Mohrenköpfc. I. Knöpp, Holz-- haiisen v. d.H., 2. Preis. Tummler. G. Fvrbach, Gießen, 2. Pr und drei 4. Proise, I. Kalter, Bad-Nauheim, 3. Pr., Wilh. Mayer, Gießen, 4. Preis. Schwalben. I. Knopp, Holzhausen v. d. H., 4. Preis. Schnippen. I. Knopp, Holz- hanseil v. d. H., 2. Preis. W e i ß s ch w ä n z e. I. Engel, Birklar, 3. Preis. Lerchen. C. Rübsamen, Gießen, 1. und 3. Pr., H. Kreuder, Vadenrod, 3. Pr., Jean Kolter, Bad-Nauheim 4. Pr. Türken. O. Hahn, Vadenrod, 4. Preis. Pfaffeu. Phil. Södler, Nicder-Gemünden, 3. Preis. Brieftauben. K. Neuling, Gießen, 2. Pr., Ad. Gciße jun., Gießen, Joh. Knapp, Holzhausen v. d. H., 3. Pr., C. Schiemangk, Lollar, H. Kreuder, Vadenrod, Ad. Gciße jun., Gießen, F. Rosenbaum, Gießen, E. Eliseth, Nieder-Wöllstadt, 4. Prci''". Schautau ben. PH. Ossenheim, Echzell, 3. Preis.
Eine wunderschöne Kollektion heimischer Waldvögel, sowie Exoten hatte Aug. Felsing, Gießen, ausgestellt, während Edgar Borrmami, Gießen, auf der Ausstellung Vogelkäfige unb praktische Geräte für Haltung und Pflege von Singvögeln vorfuhrtc.
Der Besuch belief sich am gestrigen Sonntag auf etwa 1000 Personen. Die Verkaufs-Kommission war am Vormittag stark beschäftigt. Besonders Nutzkicrc wurden gut abgesetzt. Tic Ausstellung wurde Montag abend um 7 Uhr geschlossen. .
VerrKischSss»
* 2er König von Württemberg und die Presse. Am Freitag besichtigte der König von Württemberg in Stuttgart den Betrieb des dortigen „Neuen Tagblatts". Ter König weilte über eine halbe Stunde in der Redaktion und den Druckereiräumen des Blattes und bekundete lebhaftes Interesse au den maschinellen Einrichtungen des Betriebs. Er äußerte sich anerkennend über das Gesehene und betonte wiederholt die kulturelle Bedeutung der Presse im Gespräch mit den Redakteuren des Blattes.
Kleine Tagcschronik.
In Reggio in Calabrien fand ein Säbclduell zwischen Baron Neszio und General Bompiani statt. Neszio wurde im Gesicht und an der Schulter, Bomiani gefährlich an der Seite verwundet.
Ein Richter "des amxrifan. Obergerichts, Hargis, ist von seinem eigenen Sohne ermordet worden. Es handelt sich um eine furchtbare Familieu-Vcndctta, romantischer und grausamer als Alles, was je in Sizilien oder Corfica. vorge-- Tonnnen ist. Während der letzten fünf Jahre hat diese Vendetta schon manchen Viord verursacht. Tie Familie hat bereits 800 000 Mk. für die Verteidiger der Mördcr verausgabt.
Eine Bande Bewaffneter legte in der Nahe von Adams im Staate Kentucky Feuer cm zwei Tabakdepots, welche 20 000 Pid. Tabak enthielten. Sie verletzten durch Gewehrschüsse mehrere Tabakpflanzer, welche den Tabakpflauzerverbande nicht an- gehörteu. Ein Neger wurde zu Tode gepeitscht.
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank llir Hande) und Industrie. Giessen.
Frankfurter Mörse, 11. Februar. 1.15 ülir.
3^% Beichsanleihe . . 92.10 3»L do. . . 82.80
°/0 Kousols .... 93.25
"6% do.....82.00
d^°/0 Hessen . .... 9220 o>5°/0 überliessen . . . 92.U0 4% Uesterr. Goldrente. . 99 40 41/6 % Uesterr. Silberrente 99.90 4% Ungar. Goldrente . . 94 75 4% Italien. Bente . . . —.— 3% Portugiesen Serie I 61.80 3% Portugiesen „ III 62.30 4^°/0 russ.Staatsaul. l‘JUo 94 50 4>üc/0 japan. Staatsanleihe 88.50 4% Uouv. Türken vou 1903 66.00
Türkenlose......145-bO
1% Grieeh. Monopol-Anl. . 50.00
4% äussere Argentinier . 86.10 ö70 Mexikaner .... 65.80 4>ä7o Chinesen .... 96.30
Aktien:
Bochum Guss.....197.60
Buderus E. W.....—.—
Tendenz: schwach.
Berliner Börse, 11
Cauada E. B......141.70
Darmstädter Bank . . . 125.50
Deutsche Bank .... 235.10
Dortmunder-Union 6. . . 57.10
Dresdner Bank .... 137.00 Tendenz: schwach.
Elektnz. Lahmeyer . . . I20.5C Elektriz. Schuckert . . . 106.60 Eschweiler Bergwerk . . 205 50 Gelsenkirchen Bergwerk . 184.00 Hamburg-Amerik. Paket!. 119.00 Harpener Bergwerk. . . 198.50 Laurahütte......216.00
Nordd. Lloyd.....106.00
Obeischles. Eisen-Industrie 95.20 Berliner Handelsges. . . 159.00 Darmstädter Bank . . . 125.75 Deutsche Bauk .... 23o.60 Deutsch-Asiat. Bank . . 142.00 Diskonto-Kommandit « . 174.90 Dresdner Bank .... 137.75 Krecutaktien..... 203.90
Baltimore- und Ohio-
Eisenlahu.....80.70
Gottuardbahn.....—
Lombard. Eisenbahn . . 2610 Uesterr. Staats bahn . . . 145.00 Pnuce-Henn-Eisenbahu . 116.00
. Februar. Anfangskurse.
1 Harpeuer Bergwerk. . . 198.00 Laurabiltte.....216.00
uombarden E. B. ... 2590 Nordd. Lloyd.....105.40
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Ader gesterrr war der Direktor in Attest! Die neue Oper sollte sein, das Haus war am Morgen schon aueuertauft und am Mittag sagt plötzlich der Heldepterior ab! Helfer —kein Ton in der Kehle! Der Theaterarzt schreibt em Attest: 8 Tage Schonung. Ta stürzt der Direktor ut das cr|tc beste enncylagtge Geichäst und taust eine Schüwlel Q-ays Sodcrier Mineral-Paittllcn, ciltbamu zum Brülli^rsti uiio vtttet u. bettelt bis der ein paar Pastillen in Deiner AHlch nimmt und nachher noch em paar im Awnd zergehen su"i)rer bann am Abend gesungen? Gläilzend. Und das haben nur Fays echte Sodener getan — ! Man Laurt fte für 80 Psennig die Schachtel in allen Apothet4Ü Drogerien und üllineralwasjerhandlungen. lhv"-4/i2|


