Ausgabe 
11.7.1908 Erstes Blatt
 
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1908 Mar 2,8 2,6

2,1

2,6 2,3 2,3 2,5

Für Politik in Vertretung verantwortlich; P. Wi11ko

Handel

Italien. Bente .

4-»

3%

87.80

159.20

54.00

2acherlin

die

aber nur in Ataschen, rvo 'AtaKaie aushängen.

?luf

heutigem Wochen

biseulabn .. .. . Gotthard bahn Lombard. .Eisenbahn . . Uesterr. ätaaUDabn . . . i'nuce-Henri-Eiaeubahn .

. 211.70

. 108.20

Itiirae, 11. Juli, 1.15 Uhr.

91.901 Elekuu. Lahmeyer .

82.90

91.90

82.85

90.50

90.00

98 60

99.00

93.40

Berliner Haudelsgea. Daimdtädter Bank . BuutscUü bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskouto-Koin inaudit. Dresdner Bank . . Kreditaktieu . . . Baltimore- und Ohio-

114.25 103.80 192.00 188.20 107L5

197.00

204.20

92.00

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121.00

idjnuil.

1893 bis

April

2,5

62.50

63 10

95 90 89.80

149 00 51.20 86.95 65.90 97.10

3^°/.

3-L

Harpener Bergwerk. .

Laurahütte . . .

Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . lürkeidose

1907 Juni 2,9 2,4

2,4 2,7

2,3

Canada E. B. . . .

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. « Dresdner Bank . . .

Tendenz; schwach.

Elcktnz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte ..... >ordd. Lloyd . . . . . Ubeiachles. Eisen-Industrie

Frnnklurter Reichsanleihe . . do. . .

Konsols .... do. .... Hessen Oberbesseu . . .

3% 3^7, WU

Juni

2,1

2,5

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1,8

2,1

Winterrveizen

Sommerweizen

Wmlerspelz tauch mit Beimischung von Roggen oder Weizen. . .

Winlerroggen Sommerrogen Sommergerste Haier Katofieln ........ Klee (auch mit Beimischung von

Ükäfcrn) ........

Luzerne , . . . | BewäsferungSwiesen

Andere Wiesen.......

2,6

3,0

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2,2

1907 Juni 2,5 2,5

2,3

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2,6

. 159.00

. 122.60 . 229 75 . 184.00 . 170.80 . 136.20 . 194.10

4 j^e/e rusd.Staatsanl. IUOj 4)aL,0 japan Staatsanleihe 4 yd Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Aul. . 49, äussere Argentinier . ö°/e Mexikaner . . . 4>i7e Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss Buderus E. W

197.10

20330

22.70

92.00

149.00

GerictztsfaaU

sd. Darmstadt, 9. Juli. Ter mehrsach vorbestrafte Gardist Hch. Friel e aus Gelnhausen von der 4. Komp. Jns.-Regt. 115 ivar wegen Urlaubs-Ueberschreltung bestraft und ver­lies; deßhalb die Kaserne, weil er angeblich von Kameraden gc- hänselt wurde. Gr ging zu Fuß von Tarmsladt über Gießen, machte unterwegs eme Zechprellerei und wurde in perruhag bei einem Schweizer festgenommen. Gr wird wegen u n c r l a ub t e r G n r s e r n u n g über 7 Tage, Belriig re. zu 3 Monaten 14 ^agen

Telefonische Kursoericnte

des Giessener Anzeigers, initgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

OriginaL-Drahtincldungen.

(Wad) .-i-diliiB der Redaktion emgelrossen.)

Darmstadt, 11. Juli. Ter Generalabjutant deS Groß- Herzogs, Generalleutnant v. Wachter, Exzellenz, ist soeben im Alter von ca. 60 Zähren nach längerem Kranksein gestorben.

modle kostete: Butter vv. Pjd. 1.101.20 Dlk., Hühnereier 1 3t. 78 Big., Käse pr. 3i. 68 Ps., Kasematte 2 3t. 56 Psg. Grbsen p. Bio. 1824 Psg., Linsen p. Pfd. 2540 Psg.. Tauben pr. Pr. 0,801,00 Alk., Hühner pr. 3t. 1,001,60 2)11., üähne pr. Stück 0,801,80 WIL, Gänse vr. Psd. 0000, Guten pr. Stück 1,80 bis 2,20 2)tt, Lchsenfleisch pr. Psd. 7886 Pig^ Kuh-

4-v Uesterr Goldrentc. .

% Uesterr. Süberreute 4?0 Ungar Goldrente . .

Märkte.

Gießen, 11. Juli. Marktbericht.

Die nach- A 7 f p Hind Sonntag. 12. Juli, nur von stehenden aV I L l C 12 Uhr mittags bis 12 l hr nachte hir dringende Fälle sicher anzutrellen: , iD/r

l>r. Geyer, Seltersweg 64. Dr. Klein, Ost-Anlage 37.

l)r. Zin**er, Goethestr. 10.

XI.

Zunächst wird heute Lv.rlaudesgcrichtsral Fehle- München vernommen. Alsdann werden vernommen die Kriminalkommissäre v. Treskow und Tr. Mopp, Medizinal- rat Tr. Magnus Hirschfeld Eharlotienburg, Masseur Po- dehn, sowie einige junge Diener llnd Handlungsgehilfen,! die angeblich Podeyn dem Mrstcn zwecks Verkehrs noch dis in die jüngste Zeit zugefüyrt haben soll.

Zehlc soll über die Glaubwürdigkeit und den Cha­rakter des Riedel, sowie über Gerüchte, die über den Verkehr Riedels und Ernsts mit Eulenburg in München herrschten, Pekuitdungen gemacht haben. Riedel sei ein exzessiver Mensch, streitsüchtig und g r tv a I l t ä t i g, der mit der Zunge immer vorweg sei. Er sei dagegen niemals unehrlich gewesen und mache, wenn er nicht aufgeregt sei, einen vernünftigen und vertrauenerweckenden Ein­druck. Auf Befragen soll der Zeuge weiter ausgesagt haben, daß in den Achtziger Zehren mancherlei über die sexuellen spiritistischen Reigungen Eulenburgs gesprochen ivordcn sei, insbesondere fei erzählt worden, daß Kürst Eulenburg den Ernst verführt habe.

Dann wurde Landgerichlsral Schmidt vernommen, der die Voruntersucl>ung in dieser Streitsache geführt hat. Er hat Riedel und Ernst wiederholt vernoinmen. Er, soll |

gekündet haben: Er habe den Eindruck gewonnen, daß cv | Riedel ganz gleich sei. ob er etwas bekunden müsse, was, zu seiner Schande gereiche oder nicht. Er sage alles frei heraus, und sei von ihm wiederholt in eindringlichster Weise vor einer salschcn Aussage verwarnt worden. Zn Liebenberg sei Riedel dem Fürsten gegcnubergeftellt wor den, und da hat sich dann die Szene abgespielt, wo der Fürst den Riedel Lügner titulierte und dieser dem Fürsten wieder- holt gutmütig zuredctc, doch die Wahrheit zu sagen. Von Ernst habe er den Eindruck, als ob dieser noch mehr wisse, als er sage.

Auf dem Zeugeutisch befindet sich eine Anzahl von Photographien und Skizzen von denjenigen Ortschaften des Starnberger Sees, über die Riedel und Ernst bei ihren Aussagen gesprochen haben.

Amtsvorsteher Dabemann aus Liebenberg, ber nbon bett dem Vater de- Angeklagten in Ttenslen sestanden hat sagte au», daß schon zu Lebzeiten des Vaters des Angeklagten etn alter Förster chm erzählt habt, der junge Grat Nehe inuntau cren Berichungcn zu einem Daldroärter namens Äcde Cm wiener habe ihm ähnliches angedeutet. Kerle soll ermittelt werden.

Ter Angeklagte suchte diese Erzählung aut ^-7°® zurückzusühren, das die ganze, Sache ,ehr famlaa entpetnen ließ. Er wies daraus hm, daß schon damals ein ^"ger Iwe Abend zum schloß bestellt worden wäre, um etwaige -ötfepic für eine abzuhaltende Jagd entgegenzunehmen. Alles uvrtge seien haltlose Vermutungen und Klatschereien.

Tarauf wird K.aoicr r.g.r N p mul idommfr au.

München in den Saal gerufen. Tiefer hatte in der Vor­untersuchung die belastende Aussage gemacht, dag er vor etn-a 10 Fahren im Hotel zur Post in Muruau durch das Schlüsselloch eines Zimmers gesehen habe, wie Eulenburg mit einem jungen Burschen in nicht wiederzugebender «seife l Verkehr gepflogen habe. Er will sich der Perwnlichkelt des Fürsten noch genau entsinnen, und bleibt auch heute bei seiner damaligen Aussage.

Weiterhin wird als Zeuge Fabrikdirektor ^chuntgi ausgcrufen. Er soll früher in der Rahe von Lien an,aijig gewesen sein und soll darüber Auskunft geben, daß der Angeklagte mehrfach mit jungen Leuten in einem »au|c zusammcngekommen ist, in dessen Rühe der Zeuge wohnte.

Um 4 Uhr wurden die Verhandlungen aus Montag vertagL

Ernst hatte behauptet, daß vor seiner Vernehmung im Prozeß I gegen Eulenburg Lwfral Kistler aus München wiederholt bei ihm gewesen sei und ihm auch geschrieben habe, Ernst solle, wenn er nach Berlin geladen werde, von Schmutzereien nichts sagen, ^ute nun verlautet, sind Vorerhebungen gegen Kistler wegen angeblicher V e r l e i t u n g des Ernst zu der Aussage, da» zwuchen ihni und Eulenburg nichts vorgesallen sei, eingeleitet worden. Es ist nun festgestellt worden, daß Kistler nach dem varden- Stödele-Prozeß von Eulenburg nach Schloß Liebenberg zur -öc- richterstattung berufen wurde.

Tie P i e r s o n - A s f ä r e gibt jefct zu einer Zeitungssehde An- laß. Eine Rcandantin des Rechtsanwalts und cheiässtagsabgeow-1 neten Avnr. Haußmann, eine Fnau Bach, die schwagerm des berühmten einstigen Berliner Hosschauspielers 4.H. -Loring, ist in Diese Geich ich« verwickelt wvrdcn. Fm Gegensatz zu vautz- inann.d er in derF-rkf. Ztg." dazu das Wort ergriffen ha , beljaupien jetzt dieTtesd. R. Rack>r.", die die ganze Anare aus- I gerollt haben, Frau Bach habe erklärt, niemals nachteilig über Die Gesck-aßsiührung des Berliner Hoftl-eatenmendanzrates Pier- soii etwas gesagt zu haben und es roico als Verleumdung be­zeichnet, wenn ihr so etwas nachgesagt würdc.^ Gras »ochberg, I Der Fran Bach zum zmeitenmale wegen der vom Fürsten Eulenburg und von der vreuBilden £bcrrcd>nung£mmnier als Verleumdung

I anerkannten Gerüu^e über die Geichäitsiuhrung P:r xheatcr stellte, werde bezeugen, daß Frau Vach die zweite Erklärung abgab, auch über die Geschäftuhrung des Grafen Höchberg nie etwas Ungünstiges geäußert zu haben, werd? bezeugen, daß Frau Bach auch diesen V-erdackst mit Entrüstung als eine Verleumdung von sich aeu-iesen Zzabe.

3?6 Portugiesen Serie 1 .

Portugiesen 111

ihrer Wifsenschast zur Sache konnte sinnlose Trunkenheit nichtur | vorliegend erachtet werden, es wurden ihr aber mit Rücksicht au' I ihre Trunkenheit mildernde Umitänbe zugebllligt und trotz ihrer L Vorstrafen nur auf 6 Monate GciängniS erkannL

Keine Notwehr.

In einer Wirtschaft zu Schwalheim kam es zwilchen dein Zimmermann v. W. und einem Taglöhner zu euient Awriwechiel, tn dessen Verlaus W. feinem Gegner mit einem Bierglas mehrere i Wunden am Kopie beibrachte. Tas Schöffengericht nahm an, daß I W. den Streit provoziert hat und erfanutc unter Versagung mildernder Umstande auf 2 'Monate Gefängnis. Ter Angeklagte erhob Berufung I und sorderte Freisprechung, da er >n viotwehr gehandelt habe. I Seine Angaben sanden aber birrd) dre Zettgen keine Be'iangnng, I voch wurden ihm nut Rücksicht nui feine Angetrunkeitheit mildernde I Umstände zugebilligt und Die Strafe auf eine Woche herabgesetzt.

Ein wandernder Geselle.

Ter Schneider I. W. ans Wabern kam aus seiner Wander- schast durch Buybad). Gr iah m einer Gartenhütte einen Rock I hängen und konnte als riickialliger Tteb der Versiichung nid)t nüber-1 stehen. Er nahm den Rock, den der Besitzer des Gartens beim I 'Arbeiten ausgezogen hatte und m dem sich ein Zigarrenetui und I verschiedenes andere befand, nut und suchte Die machen in Kirch-1 Göns zu verlausen. Gr hatte aber wenig Glück, Denn als Der Diebstahl bemerkt wurde, nahm man seine Verfolgung aus und I veranlaßte seine Festnahme. Trotz seiner 15 Vorstrafen bekam er I nut Rücksicht auf seine Rotlage mildernde Umstande zugebllligt, doch wurde die Strase in Höhe von acht Monaten G e s ä n g -1 n i S bemessen.

Diebstahls- und Betrugsversuch.

Um Pfingsten kam der Taglöhner L.R. von Taubringen I zum Bürgermeister in Mainzlar und gab an, sein Vater habe diel Anzahlung für eine angefaufte Wiese zu leisten und es lehlten ihm I noch 50 Mark: der Bürgermeister möge ihm das Geld vorschiesien. I Dem Bürgermeister kam die Sache verdächtig vor und er erklärte, I er habe kein Geld. R. suchte nun von Dem Postagemen ui 1 Mainzlar 25 Mark zu bekommen, indem er angab, sein Vater habe I Frachtgut am Bahnhof liegen und das Geld reiche ihm nicht. I Auch dieser gab ihm kein Geld. Um die nämliche Zeit kamen einem Verwandten deS R. aus einer Kommode 37 Marl abhanden; man hatte zwar R. in Verback)!, da er um die Zett des Diebstahls unter verdächtigen Umständen in der Rähe des Tatorts einen Zaun I Übersteigend gesehen wurde und er auch zngestandenermaven um I die nämliche Zeit seinem Vater und seiuein Schwager Geld gc-1 stöhlen hat. Der Verdacht, den Diebstahl ausgeiührt zu haben, verstärkte sich aber, als kurz daraus Die jjrau des Be|tohleueu R. I in ihrer Wohnung vor einem Schrank stehend antraf, Den er gc-1 ivaltsam geöffnet hatte, trotzdem die Fran wußte, daß sie Die Hans- türe verschlossen hatte. Wegen der Diebstähle zum vcachteil seines Vaters und seines Schwagers konnte mangels Straiautrags An­klage nicht erhoben werden; dagegen wurde er wegen Der zwei BetrugSversuche und der Diebstähle angeklagt. Gr behauptete, er sei iiicht in diebischer illbsicht in das Haus gekoinmen; auch sei Der Schrank, vor dem er stand, nicht von ihm geöffnet worden, -ta der Angeklagte durch sein Vorleben gezeigt hat, daß er fremdem Eigentum geiahrlich ist und alle Anzeichen für seuie Schuld sprachen, hielt das Gericht alle unter Anklage gestellten Fälle für erwiesen. ES setzte für den Diebstahl der 37 Wart 9 Monate, für Den -lieb- stahlsversuch 6 und für jeben BetrugSversuch 2 'lUonate Gefängnis an und reduzierte diese Strafe auf eine Gesamtstrafe von 1 I a h 2 Monate Gefängnis.

Die Scheu vor dem Arbeitshaus.

Auf eine wohl selten vorkommende Anzahl Strafen hat es der Taglöhner Eng. Br. aus Oberfeld gebracht. Gr ist ui Vilbel betroffen wordeir und daS Schöffengericht erkannte, nachdem es fcftge|te(lt hatte, daß der Angeklagte wegen Betielns, Arbeitsfcheu, Obdachlosigkeit unb verfchiebener anderer Straftaten 113 mal b e ft r a f t ist, auf die Alaximalstrafe von 6 Wochen Haft, nach deren Verbüßung er der Landespoli^eibehörde uberiüiejeu werden sollte, damit er, wie in zahlreichen früheren Fällen mit dem Ar­beitshaus Bekanntschaft mache. Gr behauptete, die Ueberweifung sei zu Unrecht ergangen unb eine so hohe Strafe sei uufyt ange­zeigt, ba er tu bet letzten Zeit zu Hanse gearbeitet hätte. -La alle Voraussetzungen, wie in keinem anberu Falle vorlagen, würbe ivcDer die Strafe nod) die Ueberweisimg beanstaiidet, was die Ur- tcilfibcftätiguug zur Folge hatte.

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Der Lulenburg-Prozetz.

^d. Berlin, 10. Juli.

Oberstaatsanwalt Tr. I s c n b i e 1 beantragt, den Arnis- anwalt und beide Schöffen zu laden, die in dem Münchener Städcle Prozeß niitgeivirkt haben. Auch sie sollen dariiber befragt werden, welchen Eindruck sie von dem ganzen Prozeß erhalten haben, und ob sic es für möglich halten, daß Ernst oder Riedel von irgend einer Sette beeinflußt, vielleicht doch nicht bei der Wahrheit geblieben seien. Wad) | kurzer Beratung beschließt der Gerichtshof, diesem An­trag st a l t z u g e b e n. Tie drei Zeugen sollen am Montag vernommen werden.

Weiter beantragten Die Verteidiger die Vernehmung eines atallfdtiuciACio namens Müller aus Starnberg und cmes ge- wissen Rcibedanz aus Berlin. Rcibedanz will in einem Eaw gebbrt baden, wie Riedel äußerte, wenn er ordentlich Geld bekommen hatte, dann hatte er ganz anbei s ausgcso gt Ter Ger ich Echos gab den Anträgen Folge. Ate Zengenliste ist somit um vier '.Hamen bereichert.

Sonntag, 1*2. Juli, von nachm. Phül/ü

4 Uhr bis 9 Uhr abend» nur geöffnet: LllüCld JUUIU5U

Giessen, den 11. Juli 1908. O r

GruNNh. Polizelamt. Reinhart. B /»

Wenn Sie Ihr Kind

flcfunb, munter unb geistia frisch sich entwickel* icben wollen, io neben Sie ihm Tr. ^»ommel'l Haeinatogen. Passen Sie üdi jeboch keine der Die len Rachabmunnen aufreben'

Belllldil üandes'Husfftllund Carm[Fädt 1908

5m OberheifKdien Üurltellungrkaule:

Husftellung der ITlöbelFabrik TH. BRÜSK

o crobherccgUdi ßeliltter ßorlleierant <*

[Runkiaion und ßerrenzimmer

o-o-o (entwürfe von Protelfor 3. m Otbrtdi) o-oo SdÜQiZlmmer (tivurf Kfl SrAHtW Brand)

Für beu Saatenstaiib in Teuijchlanb Mitte Juni sind nach der Zusammenstellung bes Kaiserlichen Statistischen Amts, bic für .. einzelnen Staaten und Lanbesteile imRetchsanzeiger" uet- östentlicht wirb, Die Sloten folgenb: 9tr. 1 bebentet sehr gut, 2 gut. 3 mittel lburchschnittlick)); die Zwischensiuseii sind durch Tezinialeti bezeichnet; Turch-

Tendeuz: geschäftslos.

Berliner Börse, 11. Juli. Anfangakune.

unb Rindfleisch pr. Pfund 74-76 Mg-, . SchweineflE vr. Pfund 606 Pfo... «chwemetlestch. gesalzen pr. P d. 80 Pf<! Kaldrleiich yr. Psd. 7080 Pig., pamuielstelsch vr. Pfd. L-ÄPfg Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00-7.00 Alk. Zwiebeln vr. 3Ir. 8,0010,00 ML, Milch per Liter 20 P,g., Wewkra.it per Stück 6-00 Big., per Zentner Alk. 0.00-0 00., - Aeptel per Zw. 00_qo Mk Bin.en per Ztr. 0000 SDIL -tilge 100 <stud oO 00

T'fg., per Ztr. 000 Mk. Kirschen per Pfd. 0^00,30 Rlk. S'larktzeit 00,1 fc^r^ntf urt a. SW., 11. Juli, ven- unb Stroh markt Man notierte öeu (altes' 3,00-3^0 Ms, Heu tneueS) 2oO-2,<o - Mr., Stroh 2,60 Mk. 'Alles per 50 kg. -tenbenj: noimal. \

Auszug o. ö. Stanöesamtsregiftern öer Staöl Sieben.

Aufgebote. . ,

Juli 4. Johannes Hedbena), Hiüsheizer dahier, mit Baoette Benerlem ui Ipsheim. - 10. Dr. phil. Max WlüUer, Ghemiker ui | Le ipzig-LniDenan, nut EUfabetha Metßniger Dahier.

Ehefchlietzungen.

Juli 4. August Krüger, Elfendreyer, mit ElnabeU)e Klmkel, beibe bahier. Bail Greb, Bureaugehiue in Friedberg t. p., mit Gnuna üamer dahier. Ferbmand Gven, Eiienbahngehilfe, mit GUiavelhe George, beibe dahier. - Erich Beyer, Uhrmacher, nut Anna Ttchh, beibe dahier. 8. Richard Glagow, Biuljdrncker, mit Lma Faber, beide dahier. - Julius Setigmann, «chneider, I mit Auguste Windheil, beide dahier.

Geborene.

Juni 27. Dem Gerichtsauestor Wilhelm Jöckel ein eoptt, Heinrich Ludwig Friedrich Wilhelm. Tem Schiihmacher Jakob Faun eine Tochter, Berta. - 30. Tem Flaschenbierhandlcr Peter Birken- stock eine Tochter. - Inti 1. Dem Glaser Karl Kalbsleüch eine Tochter, Henriette. Dem Postschaffner Rudolf Eisenacher eme Tochter, Alargarete Emilie. 2. Tem cd) lall er Oianz Weinhardt ein Lohn, Franz Cito Karl. - Dem Psta|terer K«l Gerhard-) -Zwillinge, Alana und Aianha. Dem Lchuymami onebrich Her- mann Krause eiu Lohn, Walter Erich Hermann. 3. -tem Kauf­mann ifoms Liebmann eme Tochter, 'Margareta Ida. o. xenr Oberlehrer Professor Heinrich Ernst Liictus eme Bodner, Karoluie Agawe 'Mathilde 'Margarete. Dem Retfendeii Jakob AlthauS em Lohn. 7. Tem 'Metzgermeister Jakob Kimz eine Pachter, Frieda Rosine Elisabeth. - Dem städt. Taglöhner Hemnch Borschel eine Tochter. , , t

Sestordene.

Juli 6. Katharine Huhn, geb. Löchel, 63 Jahre all, Eonnen- I ftr. 5. 8. Elise Muth, geb. Melchior, 81 Jahre alt, Wilhelmstr. 11. Heinrich Klmgelhöier, Lokomotivführer, 52 Jahre alt, Bletchstr. »<. - Karl Jakob Mäurer, Kutscher, 37 Jahre alt, Weferstr. 19.

Gefängnis verurteilt. I

Köln, 9. Juli. Von der hiesigen Strafkammer wurde gestern der K r i m i u a l s ch utz ma n u Dahms w e g e >r wider­rechtlicher F e st n a h m e u n b Mißhandlung i m Amtel zu 3 Monaten und -I Tagen Gefängnis verurteilt. Tahins halte den Bäckermeister Hetzer int ^chöffengerichtsgebäude nrehr-1 fach angerempelt und schlteßlid), als dieser sich beschwerdefiihrenb an das Polizeipräsidium wandte, eigemnädjtig die Verhafumg des I Bäckermeisters vorgenommen, ohne einem feiner Vorgesetzten davon Kenntnis zu geben. DahmS hatte bann beit Bäckermeister mit Fäusten bearbeitet. |

vermischtes.

Ochsen ü bunge u." Bei allen preußischen, sächsischen, würltembergischen und bayrischen Truppenteilen werden nach der K. Vztg." "feit kurzem in Verbindung mit größeren Felbdienst' Übungen Viehschlachluugen geübt. Ter Armeeivitz hat bafür Den schönen DlameiiOchienüdungeu" geprägt. Ein Stück Rindvieh, für kleinere Einheiten ent Hammel, wirb der ausrückenben Truppe auf beni Huf nachgeführt, beim Emrücken in bas Biwak geschlachtet unb soson unter Anweubtmg von verschiebeueit seitens ber Ver-! pflegungdobteilung des Kriegsministeruims in Berlin ausgegebeuen Rezepten, die zum Teil aus Afrika stammen (Buren-Steaks in Asche gebratener Ochsenkopi usiv.), zubereitet unb verspeist. Tas Schlachten geschieht zumeist durch einen 'Metzgermeister Des nächsten Stanbor- les, der bic gelernten Schlächter Der Truppe anleitet. Vor kurzem hatte bei einer Magbeburger Garnisonübung der Reichstagsabge- orbnetc (unb Fleischenneister) Hobelt bas Amt übernommen.

ttleine Tageschronik.

Ans dem Haiiptdahnhofe in Nürnberg kam am Mittwoch ein ans Aiünchen emgetroffenes, 1000 Fahrkarten für die Strecke I Riirnberg-Lubwigshafen-Alannheim enthaltenes Packet auf rätzel- I haste Weise abhanden. Der Verlust wurde erst heute bemerkt, als I viele Schulkinder in einen Vororte zahlreiche Fahrkarten unter I einander verkauften.

Landwirtschaft.

Saateustand in Deutschland Mitte Juni 1908.

NESTLE5

KINDERMEHL

f allbewährLsiels zuverlässig.