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11.7.1908 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

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Vermögen oder AusM c?en möglichit mit Sill 5 zurnckgesandt nm* man unter VW bei icr Anzeiger meoerieg-

politische Lcrgesscl^a«.

Die empörten Universitäts-Professoren Italiens.

Die italienische Kammer hat einen Gesetzentwurf be­treffend Aufbesserung der Professorengehälter abgelehnt. DaS hat natürlich in den betroffenen Kreisen böses Blut gemacht, und diese haben nicht gezögert, ihrem Unwillen öffentlich Lnft zu machen. Dem italienischen Kultusminister wirb- nicht ganz mit Unrecht in von Professoren verfaßten Pceßartikeln vorgeworfen, daß er das Korps der Universitäts­lehrer nicht genügend gegen die Vorwürfe der Abgeordneten in Schutz genommen habe. ..Noch weniger nehmen die­jenigen Professoren ein Blatt vor den Mund, die ihre Philippiken direkt an die Volksvertreter richten. Es wird als Beweis von Unkenntnis, Leichtfertigkeit und Böswillig­keit hingestellt, daß manche Redner den Universitätslehrern in Bausch und Bogen geringes Pflichtgefühl, unzureichende Arbeitsamkeit, Neigung zur Bequemlichkeit und dergleichen vorgeworfen haben. Die Professoren haben ferner Ver­sammlungen abgchalten und den Zeitungen mitgeteilte Be­schlüsse gefaßt, die scharfe Proteste gegen die Abtehnung des Gesetzentwurfs, gegen die Opposition im Parlament und zum Teil gegen den Unterrichtsminister enthalten. Einige Rek­toren sind enger mit einander in Verbindung getreten, um die Frage eines Kollektiv-Rücktritts zu erwägen, man ist davon aber rasch zurückgekommen; und von Fakultäts­dekanen sind Rücktrittserklärungen abgegeben worden. Am leidenschaftlichsten treten wie gewöhnlich die Sizilianer aus. In Palermo haben die Unioersitätsbehörden erklärt, zurück- zutreten und keine Neuwahl anzunehmen,bis sie Genug- tttung erhalten haben". Doch wenn sie ausbleibt, was dann?

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D i e Tätigkeit der Frankfurter Oper während der beendeten Spielzeit erläutert nachstehende Auf-

Gicßcncr Strafkammer.

)( (Sieben, 10. Juli.

Eine teure Uhr.

Die inFriedberg bedienstete Ehefrau des Taglöhners 9)1. ans Fronhausen hatte anläßlich des Besuches durch ihren SDlann j» Fauerbach eine Nacht durchgezecht, dlachdern ihr Alaun total betrunken tvar, veranlaßte sie einen Steinhauer, gegen Morgen mit ihr nach einer Steinbrecherbude zu gehet». Bei dieser Gclcgeu- heit scheint sie tvahrgenominen zu haben, daß sich in einem in der Bude befindlichen Kleidungsstück eine Uhr befand. Nachdem fie nm Vormittag noch sieben GlaS Bier getrunken hatte, ging sie wieder zttrück in die Bude imb holte die Uhr. Als der Bestohlene dieses merkte, veranlaßte er einen Gendarmen, die Diebin zu ver-- folgcn. Sie gestand den Diebstahl zu, tvill aber jo betrunken ge­wesen sein, daß sie nicht tnehr wisse, was sie getan habe, da ihr auch noch Brautttwein in das Bier geschüttet worden sei. Nach eingerissenen oben, kahlen, eindruckslosen, dabei meistens teureren. In welcher Weise man zweckmäßig, geschmackvoll, billig bauen kann, lehrt eine Anzahl Bilder von Bauten hervorragender Architekten. Möchten die trefflichen Schluß­worte des Verfassers:Wir stehen vor der furchtbaren Gefahr, unsere Heimat zu verlieren und und, in ein trostloses internationales Allerwelts- schema zu verwandeln, das an Lede gewissen kalten, nüch­ternen Abstraktionen eines Gleichheitszukunftsstaats nicht nachsteht. Allen denen, die sich der Größe der Gefahr be­wußt sind, muß es klar werden, daß sie sich nicht weiter beteiligen dürfen an der Vernichtung unseres größten Schatzes: unserer deutschen Heimat."

Kleine Chronik aus Kunst und Wissen­schaft. Der Münchener Ingenieur Fritz Gehre will einen neuen, nur 36 bis 60 Pfg. pro Kilogramm kosten­den Sprengstoff erfunden haben, der bei einer La­dung von 60 Gramm eine Kruppsche 7.5 Schnellseuergranate zersprengt und vorschriftsmäßig zerstreut. Ein Verein impsgegneri sch e r Aerz r e hat sich unter dem Vor­sitze deS Sanitätsrats Dr. Bilfinger in Eisenach gebildet. Dem Vorstände gehören ferner au Tr. Böhm in Friedrich­roda, Dr. Winkler in Stettin, Tr. Winsch in Halensee bei Berlin und Dr. Ziegelroth in Zehlendorf bei Berlin. Zu­nächst ist eine Petition an den Reichskanzler zur Einbe­rufung einer unparteiischen Kommission zur Untersuchung der Jmpffrage in Aussicht genommen. Am Schauspic l- hause in Frankfurt a. M. wurden der düstere Ein­akterParia" von August Strindberg und das drei- aktige LustspielTer S ch r i t l m a ch e r" von dem Tschechen Iwan Ve titsch to zum ersten Male aufgeführt.Paria" sand in der vorzüglichen Tarstellung dura) Bauer und'Pfeil, großen Erfolg; das Lustspiel wurde mit freundlichem Wohl­wollen ausgenommen. Von Max Klingers, des großen Leipziger Bildhauers WerteBadender" gibt cs nur 4 für den Handel bestimmte Bronzeabgüsse. Von diesen sind bis jetzt 3 verkauft/der eine an Kunstfreunde der Stadt Posen, wo er im Park vor dem Theater -ufgestellt werden wird, ein anderes Exemplar befindet sich in London und das dritte in der städtischen Galerie in Veneoig. Tas letzte^ Exemplar ist zurzeit im Kunstverein 11 Frankfurt a. M.- ausgestellt. Ein weiterer Abguß ist durch Vertrag ausge- sch.lojien. - ' -

1UII3V V-C -VX . öunb nb in gute Wbc. ciflliche Angel-, unter M i jlieisener Ammer^. '(wenige, ber/uuSonnt;:

hr Jungen die TaichcnM nücte, wird düngender!^ je josortzurulllug. AnA LAMM

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erringen, ist dadurch um seine Reputation gekommen und nicht wenigen ist dabei die Existenz ruiniert worden. Es ist darum zu begrüßen, daß der bayrische Justizminister den ihm unterstellten Behörden die Anordnung erteilte, in derartigen Dingen möglichst taktvoll zu verfahren. Schade nur, daß es sich um ein Einzelland handelt und daß man nicht von Reichswegen die Regelung dieser Frage ähnlich wie die Abänderung der Bestimmungen im Majestätsbeleidi­gungsprozeß vor der gesamten Prozeßreform vorausgenom- men hat, denn bis die Reform unter Dach und Fach gebracht ist, dürften wohl noch Jahre vergehen. Jedenfalls hat der Erlaß des bayrischen Ministers die halboffiziöse Erklärung zur Folge gehabt, daß auch dieser Gegenstand bei der kom­menden Reform Berücksichtigung finden werde.

Gut Ding will Weile haben." So denkt Tr. Meber- ding. Und auch der preuß. Kultusminister 5)olle scheint immer noch die Tendenz dieses Sprichwortes für seine Maß­nahmen beanspruchen zu wollen. Doch die ihm gewährte Schonzeit" hat wahrlich lange genug gedauert. Sein Vor­gehen in dem Fall des Professors Bernhard mußte Kops- schütteln erregen, und durch das Verhalten des Professors gegenüber feinen Berliner Kollegen ist der Minister selber in die Klemme geraten, aus der sich herauszuwinden er immer noch keinen Weg gefunden zu haben scheint. Noch schlimmer aber scheint es mit dem preuß. Kultusministerium inbezug auf die höheren Schulen bestellt zu sein. Denn ein gar verwunderliches Zeichen ist die Verabschiedung eines Berliner Gymnasialdirektors, von der wir gestern Mitteilung machten. Und dabei hat Herr .Holle soeben erst bei der Einweihung eines Tenkmals für seinen Vor­gänger Bosse in Schreiberhau erklärt, er wolle von Bureau- kratismus nichts wissen und dem Einzelnen solle, bei selbst­verständlicher Unterordnung unter die Erfordernisse des Ganzen, die w e i t g e h e n o st e B e w e g u n g s f r e i h e i t zugestanden werden!! Tas sind sehr hübsch klingende Worte, die in die Winde verflüchtet sind, und denen kraß ent­gegengesetzte Handlungsweise auf dem Fuße ge­folgt ist!

Auf dem Gebiete der auswärtigen Politik hält erneut die Maro kko sra ge die Gemüter in Atem. Man wird den Eindruck nicht los, als ob die französische Regierung keine einwandfreie Politik treibt. Tie Desavouierung des Gene­rals d'Amade ist zwar prompt erfolgt, aber während dem General die volle Mißbilligung der französischen Re­gierung ausgesprochen wird, erhält er zugleich auch ein Lob. Die ganze Art und Meise, wie die Angelegenheit in der französischen Kammer behandelt worden ist, war eine Farce, eine abgekartete Komödie. Allerdings mag bei der Art der Erledigung des Zwischenfalls die Besorgnis mitgespielt haben, daß eine längere Debatte Komplikationen hätte herausbeschwören können. Jedenfalls zeigt die Affäre, daß man Grund hat, die Franzosen in Marokko mit scharfer Aufmerksamkeit zu verfolgen.

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M. Timon, Lollar.

politische Wochenschau.

Gießen, 11. Juli 1908.

Die Evangelische Landessynode des Groß­herzogtums ist nun auch in die Ferien gegangen und Sommerfriede waltet in allen Parlamenten. Nicht ganz friedlich aber gings in der Kirchenversammlunß zu. Der Schlitzer Oberamtsrichter Wahl hatte zwei Anträge gestellt, die so etwas wie ein Mißtrauen gegen die Gießener theol. Fakultät bedeuteten und darin gipfelten, den Einfluß der modernen Richtung zu verringern. Und es ist nicht zu leugnen, daß Herr Wahl einen gewissen, wenn auch eigent­lich mehr äußeren Erfolg davougetragen hat. Bei durchaus objektivem, von sachlicher Zurückhaltung nicht abweichendem Verhalten des Oberkonsistoriums erklärte sich die Svnode in ihrer Mehrheit für einen Antrag des Darmstädter Land­gerichtsdirektors D o r n s e i f f, der den Wahlschen Antrag nur wenig einschränkt und darauf ausgeht, daß der posi­tiven Richtung ein etwa vakant werdendes Gießener Ordi­nariat eingeräumt werde. Vergebens betonten mehrere Synodalen, daß die sehr wertvolle Einheitlichkeit der Gießener Theologenfakultät dadurch gestört würde; ver­gebens war der große, auch von gegnerischer Seite aner­kannte Aufwand glänzender Beredsamkeit durch den Ver­treter der Fakultät in der Synode, Prof. D. Eck. Die positive, bezw. dievermittelnde", scheinbar paritätische Richtung gelangte zum Siege. Sehr erfreulich war das an den Berliner Fall Bernhard ein wenig erinnernde mann­haft stolze Wort des Prof. Eck, daß die Gießener Theo­logenfakultät sich die Freiheit ihrer Entschließungen nie­mals werde nehmen lassen, und ebenso schön die würde­volle Selbstbcschräiikung des Oberkonsistoriums. Ter Wahlsche Wunsch nach Gesetzesänderung geht nicht in Er­füllung; es bleibt auch bei der bisherigen Dienstpragmatik. Oberkonsistorium und Synode aber hoffen vereint auf die Berufung eines positiven Theologen in die Gießener Uni­versität .bei nächster Gelegenheit. Die Fakultät jedoch wird auch in Zukunft nach eigenem Ermessen sich zu ergänzen wissen.

Das Drama, das sich augenblicklich mit politischem Hintergründe im Moabiter Justizpalaste zu Berlin abspielt, hat aufs neue die Notwendigkeit der Reform unseres Prozeßwesens ins Bordertreffen gerückt, und allgemein ist das Empfinden vorherrschend, daß es die höchste Zeit ist, nun endlich die Dinge auf das schleunigste in die Wege zu leiten; es heißt zwar, daß der Entwurf im Reichs- jusfizamte fast vollständig fertig fei und über kurz ober lang dem Bundesrate überwiesen würde; nach den bisherigen Erfahrungen, welche man in dieser .Hinsicht gemacht hat, ist Skepsis am Platze. V orallem dürften bei dcr Reform auch die Bestimmungen über die Oeffentlichkeit der Ver­handlungen eine Revision erfahren, denn die Art und Weift, wie trotz des Ausschlusses der Oeftentlichkeit im Eulen­burg-Prozeß ziemlich eingehende Mitteilungen über den Verlauf der Verhandlungen durchsickern, ist ein h ö ch st un­würdiger Zustand, zumal dadurch ein wirklich objektives Bild des Prozeßganges nicht gewonnen werden kann. Ein weiterer Mißstand, der seit Jahren auf das lebhafteste be­klagt wird, ist die Erwähnung der Vorstrafen von An­geklagten, wie namentlich von Zeugen, die meist ohne ihr Zutun in eine Affäre hineingezogen und bisweilen gezwungen werden, über längst vergangene Delikte aller Oeffentlichkeit Mitteilung zu machen; gar mancher, dem es im Lauft der Jahre gelungen war, sich eine geachtete Stellung zu

tehen die Deutschen in dieser Hinsicht von niemand erreicht )a; englische Versuche vollends find kläglich gescheitert und es bietet sich vorläufig feine Aussicht, Deutschland auf diesem Wege nachzukommen.

In P e r f i c u herrscht nach wie vor wüstes Chaos, wenn es auch dem Schay gelungen sein mag, mittelst Kanonen und Flinten und Niedermetzelung von Parlamentariern die Ruhe teilweise wieder herzustellen. Umsomehr gärt es im geheimen, und es dürfte wohl nicht lange Zeil vergehen, bis die Reaktion in Gestalt einer großen Revolution kommt. Mas den größten Unwillen der Bevöllerung erregt, das ist die Anlehnung an Rußland und die russischen Ratgeber, wodurch die Befürchtung verstärkt wird, daß Rußland sich zum Herrn über Persien aufwerfen will, ob auch Rußland solches schamhaft leugnet. Tie nationale Bewegung dürfte daher bald hohe Mellen schlagen.

Dcr glückliche Journalist im Sommer 1908.

Welche Not in früh'ren Jahren Hat der Journalist erfahren, Wenn ihn Hundstaghitze quälte Und es ihm nm Stoffe fehlte! Ach, dann kratzte gramverloren Er sich hinter seinen Ohren, Wußte aus den Fingern saugen Sich Berichte, die nichts taugen. Daun in ihren: Elemente Plätscherte die Zeitungs-Ente, Und der Leser mußte grauen­voll die Wasserschlange schauen!

Welch ein Leben, welch ein frisches, Welch ein embarras de richesae Gibts dagegen heutzutage, Fortgewifcht sind Not und Plage, Und die emz'ge Not des Blattes Ist, daß kaum noch Platz mehr hat es, Alles das in seinen Spalten, Was geschehen, festzuhalten;

Denn wie milder Frühlingsregen Plätschert nieder reichster Segen:

Jubiläum Kaiser Jranz'l Wahrmund soll nicht auf die Kanzel Streik von Oesterreichs Studenten Persier, die renitenten Zar, Falliöres und König Ede Döberitzer Kaiserrede Eulenburg Ballon des Grasen Zeppelin in Friedrichshafen In Marokko die Krakeele Dernbura und die Negerseele Mexikanische Rebellen Steuerpflicht für Junggesellen Sozialisten auf der Leiter Höchster Ehren--u. s. w.

Siehst du, lieber Journaliste, Mächtig zu beneiden biste, Denn du leidest keinen Stängel, Wirf nur munter aus bte Angel, Und du hast sofort beim Wickel Stofs für viel zu viel Artikel.

Nr. 161 Erstes Blatt ' 158. Jahrgang Samstag 11. Juli 1908

Der Lietzener Anzeige, miiiii A BezugSpretSr

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" General-Anzeiger für Oberhefsen rssse

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to vEMaI'i'oM)? RotaftonsdruS und Verlag derBrühNchen Univ.-Vuch- und Steindruckeret. R. Lange. RedaMon, Expedition und vruckeret: Schulstrahe 7. Lnietgentell:'H. Beck!

Unseren Betten: jenseits des Kanals ist augenblicklich nicht angenehm zumute: die Zwistigkeiten inner­halb derengl. Admiralität sind nicht geeignet, das Ansehen der englischen Marine zu erhöhen. Dazu kommt die mehr als merkwürdige Vertuschungspolitik des Mini­steriums im Parlament. Tas Ministerium weiß, wie es täglich im Unterhause erklärt, von der ganzen Geschichte nichts! Obendrein hat der phänomenale Erfolg Zeppe­lins mit seinem Luftschiff jenseits des Kanals schwere Beklemmungen hervorgerufen, weil man sich sagt, daß die stärkste und beste 5iriegsflotte nichts nützt, wenn es nicht möglich ist, die Rekognoszierung mittelst lenkbarer Ballons oder gar Invasion mittelst solcher zu verhindern. Bisher stellung. Es fanden in der Zeit vom 14. Juli 1907 bis ein­schließlich 2. Juli 1908 insgesamt 324 Abend-, 44 Nach­mittagsvorstellungen und 6 Konzerte statt. Bei ermäßig­ten Preisen wurde 43 mal gespielt. Zur Aufführung ge­langten 78 verschiedene Werke. Wagner erschien mit 9 Wer ken 48 mal, Mozart mit 4 Werken Imal, Verdi mit 5 Werken 14 mal. Zum ersten Male wurden folgende 11 Merke gegeben:Ter Tämon" von Rubinstein,Die rote Gred" von I. Bittner (Uraufführung),Ritter Olaf" von R. Langer,Schön-Edelrot" von Max Möller,Madame Butterfly" von G. Puccini,Ein Walzertraum" von Oscar Straus,Der Wanderer" von Enrico Bossi,Ter fidele Dauer" von Leo Fall und die BalletsRokoko" von Fritz Baselt,Vor der Vorstellung" von Josef Bayer,Rübezahl" von Franz Köhler. Neu einstudiert gingen in Szene:Eu- ryanthe" von Weber,Fidelio" von Beethoven (in neuer Inszenierung und Ausstattung),Martha" von Flotow, Fortunios Lied" von Offenbach,Tie Puppe" von Audran, Die Fledermaus" von Johann Strauß,Tjamileh" von Georges Bizet,Feuersnot" von Richard Strauß,Hans Heiling" von Marschner.

Eine vom Bund Heimatschutz herausgegebene kleine Schrift des Bundesvorsitzenden Pros. Schultze-Naum­burg über dieEntstellung unseres Landes" ver­dient allzeitige Beachtung. Sie verfolgt den guten Zweck, allem Bauelend entgegenzuwirken und alle in dieser Hinsicht ergangenen behörlichen Ä^aßnahmen zu unter­stützen. Sie wird von vielen Behörden angelegentlich emp­fohlen. 11. a. haben die preußischen Minister des Innern und der öffentlichen Arbeiten in einem besonderen Erlaß an die Oberpräfidenten auf die Schrift hin gewiesen, weiter Hal z. B. das Württemvergische'Ministerium des Kirchen- unb Schulwesens in einem Konsistprialerlaß ihre Anschaf­fung den Pfarrern und Lehrern empfohlen, neuerdings auch das öfterr. Kultusminifterium. 9hir durch eine möglichst weite Verbreitung der Schrift möglichst unter allen Bau- gewerksmeistern, vor allem aber auch unter wei­testen Kreisen von Laien, insbesondere unter allen Behörden, Pfarrern, Lehrern und älteren Schülern kann sie den Einfluß erlangen, der notwendig ist, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll. In charakteristiscycn Beispielen und Gegen­beispielen zeig: der Verfasser Die frühere schlichte, heimat­liche, Habe: b itlige.-jöautoetfe gegenüber der leider jo jxa.rk