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den Zweck verfolgt, seine Antwort im Reichstage vorzu- bereiten. Die andere Griippe, von der „Figaro" und ,C<mlois" genannt feien, nimmt die Erklärung der „Nordd. Ällgem. Ztg." vollinhaltlich an und knüpft daran Aeuße- rungen, die noch viel peinlicher find als die Erörterungen über das impulsive Handeln des Kaisers. Der „Gaulois" findet, daß die neue Version die Verantwortung des ftaiferS einigermaßen verringere, dafür aber den Kanzler um so schwerer belaste. Er beschuldigt den ersten Beamten des Reiches einer unglaublich enLeichtsertigkeit. Das „Journal" sagt, Bülow habe erst nach mehreren Tagen nach der Veröffentlichung des Interviews die Scl)were feines Irrtums erkannt. Jetzt bringe er Europa zum Lachen, nachdem man es erst in Unruhe versetzt habe.
Aber es sei fraglich, ob Europa es leicht vergessen könne. „Eclair" erinnert an das erste Entlassungsgesuch des Kanzlers vom Dezember 1907 und sagt, Bülow wolle wenigstens mehr Respekt vor der Verfassung erkennen lassen, als fein Kaiser und Herr. „Debats" und „Temps" finden keine Entschuldigung für den Kanzler.
London, 2. 4rov. Tie hiesigen offiziellen Kreise beurteilen das Rücktrittsgesuch Bülows als eine natürliche Folge der Veröffentlichung des Kaiser-Interviews. Man ist lediglich darüber erstaunt, daß der Reichskanzler sich bestimmen ließ, im Amte zu bleiben. Als Verfasser des Interviews wird nunmehr Sidney Whitman, der kürzlich den Reichskanzler in Norderney interviewte, genannt Sidney Whitman erklärte aber einem
Mitarbeiter der „Daily Mail", daß er nichr der Verfasser des Interviews sei.
Die Kraft des BIOSON
ES fl kann jeder mit 20 Psg. täglich beobachten und sich über- tg M neunen, das? cS nicht nötig ist, viel Geld für andere fog. m h Nähr-, Krastigungs- und Eisenmittel auszugeben. Er- H 8 hältlich V2 Milo, für einige Wochen ausreichend 3 Mk. in zj Q Apotheken, Drogerien ufro. bl!/w
Die Bekömmlichkeit der Milch
wird wesentlich erhöht durch Vnsatz eines kleinen Quantums Tee« Ertraktes. Ein Teelöffel Ertrakt nach dem Rezept, das die bek. Teeimportfirma Messmer ^Frankfurt a. 5)1.1 ihren Teepackungen bcüüflt, macht Milch wohlschmeckend und leichter verdaulich.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
Georg Gerhard, Zeichenlehrer.
im 68. Lebensjahre,
Heute morgen IO1 /3 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unsere gute Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante
Giessen (Ludwigstrasse 8), Kirch-Brombach, Mainz, Wiesbaden, den 1. November 1908.
Die Beerdigung findet statt: Mittwoch nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes. "
E!fc® AraioM Witwe
geb. Krämer
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Für die überaus zahlreiche Teilnahme bei dem Hin scheiden unseres unvergesslichen Gatten, Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels ___ e
Hobart Muller
Bankbeamter sagen Allen auf diesem Wege herzlichsten Dank.
Ln Namen der Hinterbliebenen:
Familie Wiäh. Müller, 6410 Königl. Oberbahnassistent.
Roth in Giessen.
Verlag von Emil
Freund u. Helfer
[mit der Schutzmarke:
Hund u. Katze.|
lieber das Vermögen des Kaufmanns Albert Scheel, Inhaber der Firma Gebr.Schecl zu Gießen, wird heute am 30. Oktober 1908, nachmittags V-jß Uhr, das Konkursverfahren eröffnet.
Der Kaufmann Louis Althoff zu Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen sind bis zum 1. Dezember 1908 bei dem Gerichte anzumclden.
Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verivaltcrs, sowie über die Bestellung eines Gläubigcr- ausschusses und eintrelenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — auf Montag, den 16. November 1908, nachmittags 4 Uhr — ZimmerNr.l8 — und zur Prüfung der ange- meldetcn Forderungen auf Mittwoch, den 9. Dezember 1908, vormittags V29 Uhr — Zimmer Nr. 6 — vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur - Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig stnd, wird aufgegeben, nichts an den Gcmeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auf» erlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. Dezember 1908 Anzeige zu machen. B’/u
Großherzogl. Amtsgericht Gießen.
besiegt werden!" A
Angesügt ist eine sorgsame Stärkeberechnung nut Verlust- angabe. Sie reden eine deutliche Sprache. « - - >1
Das Buch «st eine bedeutende Erscheinung und wird allseits Interesse erregen. ^jmumnucl.
Die Schlacht bei Wörth.
Ein F-üürer über das Schlachtfeld. Von Rudolf Mohr
Major Beim Stabe des Infanterie-Regiments 9tr. 116.
Mit einer Karte und 8 Pläueu.
Preis: brosch. Mk. 1.20, geb. Mk. 1.60.
Krlrannlmachung.
Betr.: Feldbereuligung in der G-markung Feldherm;
hier die Ordnung der Rechtsverhältnisse. >
Das topographische Gü t e r v e r z e i ch n i s sowie bas Verzeichnis ber neuen Unterp fänder, d. h. derjenigen Grundftüde, welche infolge der Feldbereinigung an Stelle der verpfändeten alten Grundstücke getreten sind, liegt werktags zur Einsicht der Beteiligten offen:
1. auf Großh. Bürgermeisterei Utphe vorn 3. bts einschließlich 7. November 1908,
2. aus Großh. Bürgermeisterei Trais-Horloff vorn 9. bis einschließlich 13. November 1908,
3. auf Großh. Bürgermeisterei Inheiden vom 14. bis einschließlich 19. November 1908.
Einwendungen hiergegen sind bei Meidung späteren Ausschlusses innerhalb der obengenannten Ofsenlegungs- fristen bei Gr. Bürgermeisterei Inheiden schriftlich eilt»
Die Arbeiten einschl. Materiallieferung zur Herstellung einer Wegübersllhrung in Äm. 145,545 der Strecke Köln—Gießen sollen ungeteilt vergeben werden. Seidjninigen und Angebotsmuster liegen hier zur Einsicht auS und können für 2 Mk. iPosianweisung) aus- schlievl. der Bcichnunaen bezogen werden. — Die Angebote werden am 14. November d. Js., nachmittags 4 Uhr, geöffnet. — ZuschlagS- frift 3 Wochen.
Welzlar, 29. Oktober 1908. D’/h
Königl. Eisenbahn-Betriebsinspektion.______
Ortsgewerbeverein.
General ■ Versammlung
Donnerstag, den 5. November, abends 8l/a Uhr im Gewerbehaus.
Tages-Ordnung:
1. Jahresbericht.
2. Rechnungsablage.
3. Vorstandswahl.
4. Wahl der Mitglieder zum BezirkS-Ausschusse.
5. Verschiedenes.
Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein _________Der Vorstand.
Bekanntmachung.
Vetr.: Feldbereiutgung in der Gemarkung Inheiden: hier' die Ordnung der Rechtsverhältnisse.
In der Zeit vom 4. bis einschließlich 19. November 1908 liegen werktags auf dem Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Jnherden folgende Akten zur Einsicht der beteilig» ten offen: , . y ,
1. Das topographische Güterverzetchnts,
2. das Verzeichnis der neuen Unterpfänder, d. h. derjenigen Grundstücke, weiche infolge der Feldbereinigung an Stelle der verpfändeten alten Grundstücke getreten sind.
Einlvendungen hiergegen sind bei Meldung späteren ^Ausschlusses ittnerhalb der Ossenlegungssrist bei Großh. Bürgermeisterei Inheiden schriftlich einzureichen.
Friedberg, den 29. Oktober 1908.
Der Großherzogliche Feldbereinigungskommiffär:
S di n i 11 i V a l) n , Kreisamtmanu._________________
zureichen.
Friedberg, den 29. Oktober 1908.
Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär:
Schnittspahn, Krcisamtmanu._____
Militär-iritcratur Zeitung, Beilage zum Miltär Wochenblatt. 1908. Nr. 10. Oktober: Tas kleine Buch nennt sich bescheiden nur einen Führer über das Schlachtfeld. In Wirklichkeit aber finden wir bier eine mit klarem Urteil und treffender Kritik zusammengestellte Schilderung der Schlacht, die uns die Hauptäügc des großen Ringens lichtvoll vortührt. Dht Recht betont der Verfasser im Eingang seiner Arbeit, die gelegentlic!» einer taktischen Uebungsreise im Frühjahr 1907 auf dem Schlachtfeld selbst als Bonrag gehalten wurde, daß es trotz des ungemein umfangreichen literarischen Itaterials bisher noch immer leine abschließende Schilderung gab, die ein Gesamtbild schaffte und die Wahrheit nach allen Seiten hin klarstellte. Unser Generalstabswerk ist so früh (1872) erschienen, daß eine Benutzung Franääsischer Quellen ausgeschlossen bleiben mutzte. Die großen Französischen Werke des Generals Bonn al und des Generalitabes sind in bedauerlicher Weise so tendenziös und parteiisch geschrieben, daß sie ein völlig verzerrtes Bild liefern. Die tlanifdjcn Einäelschriften des leider zu früh Heimgegangenen 'Rajors Kunz find es gewesen, die an der Hand haarschaner Studien und Nachforschungen die Vorgänge ins rechte Licht gestellt und, unter voller Anerkennung der Lapserkeit unterer damaligen Gegner, dem Sieger den ihm gebührenden Ruhmes- kränz surückgegeven haben. An diese vortrefilichen DarNellungen, _ die wir als muüergüluge kriegsgeschichtlich-kritische Arbeiten be- fl zeichnen dürfen, knüpft Verfasser eng an und baut mit ihrer Hilfe, wie an der Hand der Französischen Quellen, die er trenend kennzeichnet, eine kurze Schilderung der Schlacht.au\
In den treffenden Schlußworten gibt Vertaner lemcr Ansicht wie folgt Ausdruck: „Gerechtigkeit un Urteil und nicht Urteil un Haß. Unsere Fehler haben wir selbst erkannt und freimütig zugestanden, daß die Schlacht von Würth eine schlacht der Einzelangriffe, des Durchgehens von vorne war, eine Swlacht, die gegen den Willen des Oberkommandos entstanden, von den Unterführern durch- und vom Oberkouimando nicht zu Ende geführt worden ist. Wenn uns aber trotzdem der Sieg geblieben ist, trotz aller herrlichen Eigenschaften der Französischen Armee, so sollte das den Franzosen doch zu denken geben. Roch niemals hat die Verkleinerung eines siegreichen Gegners der benegten Armee zum Rulime gedient'. Groge können nur durch Grotzere
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und bei der Beerdigung unseres lieben Gnt- schlasenen
liftm Gerhard Miehm
sagen wir unfern besten Dank. Besonders danken wir dem Krieger- und Eisenbahner-Verein für ihre rege, Beteiligung, sowie dein Herrn Vsarrer Gutzrnann für ictnc trostreichen Worte am Grabe des Entschlafenen.
Dollar, den 1. November 1908. ’«14
Die trauernden Hinterbliebenen
I. d. N.: Heinrich Kiehm.
NaLurwissenschastiicye Vorträge
tut Winter 1908/09
veranstaltet in der alten Aula der Universität von der naturwisien- schaitlichen Abteilung der oberhesnschen Gesell,chast für Natur- und ^Am"12.^'Novcmber Prof. König über die Verflüssigung der Gase Am W^Ä'enibcr'Prof. Kassel über koloniale Bestrebungen und medizinische Forschung. .... .. .. x
Am 14. Januar Prof. Frornme über den gegenwärtigen Stand unserer Kennmifie von der Sonne.
Am 11. Februar Geb. Hofrat Svengel über Darwm (zur Seiet von Darwins 100. Geburtstage».
Sämtliche Vorträge beginnen abends 8V< Uhr pünktlich.
Das Abvnnement auf die 4 Vorträge betragt: Für entert Einzelnen 3 Mk.: für eine Familie 4 ML.: für Studierende 2 Mk. Starten für Einzelvorträge 1 Mk., für Studierende 0,«o Mk. Mit- glieder haben für sich und ihre Angehörigen rreicn Butritt Kartenverkauf bei Otto Schaaf, Seilersweg 39, in den Buchhandlungen von Ricker, Ferber und Frees und beim Hausverwalter des Kollegiengebäudes rllitter.
Versteigerung.
Dienstag den 3. November ds- Js-, nachmittags 2 Uhr versteigere ich Skemtuüt öö dahier gegen Barzahlung: [6398
1. 1 Schreibtisch, 1 Kochherd, 1 EtagLre, 1 Dezimalwage und Bucker waren.
2. 2 Pferde, IPianino, 1 Grammophon, 48 L'orbeeibäumc, 1 BadeeiltrichMng, Bürsten, Kehr- und Handbesen, Schuhwaren, Pröbel jeder Art, 3 Broschen, darunter 1 goldene, 1 Wcinbowle, 1 Trinkhorn u. 1 Rauchseroice.
Versteigerung zu 1 findet be stimmt, zu 2 teilweise statt.
Born, Gertchtsvollzieher.
Mittwoch, den 1. Nov. d. Fs., nachmittags 2 Uhr, 6418 werden im Bieker'schen Saale (Neustadt 55) dahier, versteigert:
Sofas, Kommoden, Kleider- schränke,Tische, 1 Sekretär, zwei Vernkows, 1 Schreibtisch, ein Ausziehtisch, 1 Waschtisch, zwei Buffetts, 2 vollständige Betten, 2 neue Bettladen, 1 Lexikon, 1 Nähmaschine, 2 Sessel, ein Klavier, 1 Kasjenschrank, Bilder, Wirtstische u. -Stuhle, 1 Buffett mit Bierlettung, 1 Partie Schuhwaren, 1 Partie Sattlerwaren, 3 Pferdegeschirre, 2 Pierde, 1 Kassenschrank, 1 Kanne Fuß- bodenlack, 1 Faß Bleiweiß^ eine Staune Sechters Japan, 6 ^>täbc guten Staol <261 Kilo) u. a. m. Geißler, Gerichtsvollzieher.
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