Ausgabe 
1.9.1908 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

gut besucht. Für bie Prämiierung der Pferde stehen über 2000 Mk. zur Verfügung. Die Prämilerungskommtsston be­steht auS Lekonomierat Müller-Neuhof bei Gießen, Vorsitzender deS LandeSpfecdezuchtoereinS, Lekonomierot Hoffmann-Ho Güll, GutSpächtcr Bene-Hof-Altenberg der Wetzlar, ItretS- oeterinärarzt Tr. Knell-Gießen, Schlachthofdirekioc Moddc- Gießen und Lberslleutnant Schmidt-Gießen. An,Preisen sind die folgenden vorgesehen: I. Abteilung: Reitpferde: 30 und 40 Mk. II. Abteilung: Wagenschläge (paarweise): 80, 60, 40 und SO Mk.) III. Abteilung: ArbeitSschläge (paarweise ») schwere: 80, 60, 40 und 30 Mk, b; leichte: 60, 40, 30 und 20 Mk. IV. Abteilung: ArbeitSschlägc (einzeln): a) schwere: 40, 30, 20 und 15 Mk., b) leichte: 40, 30, 25, 20, 15 und 10 Mk. V. Abteilung: Arbeitsschläge: (Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate tm Besitz von Land­wirten sein, dre Mitglied deS Hessischen LandeSpscrdezucht- vereinS oder eines landwirtschaftlichen BezrrkSvercu S sind.) a) einzelne Pferde: 40, 30, 25, 20, 15 und 10 Mk., b) paarweise: 50, 30, 20 und 15 Mk. VI. Abteilung: Dreijährige Fohlen (geb. 1905) a) Wagcnschläge: 40, 80, 20 und 10 Mk. b) Arbeitsschläge: 40, SO, 20 und 10 Mk. VII. Abteilung: Zweijährige Fohlen (geb. 1906) a) Wagen- Ichläge: SO, 20, 20 und 10 Mk., d) ArbeitSschlägc: 30, 20, 20 und 10 Mk. VIII. Abteilung: Zuchtstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt. (Prämien für inländische Züchter, welche Mitglied deS LandeSpfcrdezuchtvereinS sind.) a) Wagen- schlüge: 60, 50, 40, 30, 25, 20,15 und 10 Mk. d) ArbeitS» «chläge: 60, 50, 40, 30, 25, 20, 15 und 10 Mk. Zn dcn Abteilungen L bis IV. werden für im Prwatbesitz befindliche Pferde, die nicht um Geldpreise konktirieren, Ehrenpreise gegeben. In den Abteilungen II. III. und IV. werden nur Pferde im Besitz von Händlern zugelasien. Der PrämiierungSplan, welcher die näheren Bedingungen enthält, wird von Herrn Wcinhändler August Schwan zu Gießen auf Wunsch übersandt. Mit dem Pfecdcmarkt ist crne Verlosung von Pferden, Wagen, Fahrrädern, Nähmaschinen, HauS- haltungS- und Gebrauchsgegenständen verbunden, zu der Lose ä 1 Mk. bei Herrn Richard Buchacker und den Verkaufs­stellen zu haben sind.

"Billertshausen in der Landesausstellung. Daß es möglich ist, auch m der Einrichtung eines SchulsaaleS die Kunst zur Geltung kommen zu lassen, zeigt die Gemeinde Billertshausen im Kreise Alsfeld. Ter von ihr ausgestellte Schulsaal ist der Raum 29 in dem Ge­bäude für angewandte Kunst. Der »Hessische Schulbote* schreibt hierüber: Wir wollen hier auf Einzelheiten nicht eingehen; wer am 25. August in Darmstadt war, der konnte selbst sehen, wie ungezwungen das Schulzimmer sich in das Ganze einfügt. Wir kennen aber manchen städtischen Schul- saal, der künftig hinter dem von Billertshausen weit zurück­stehen wird. Die Ausstellung des Saales wird die Ocffcnt- lichkeit zweifellos immer mehr an dcn Gedanken gewöhnen, bei der Ausstattung von Volküschulsälen dieselbe Sorgfalt und Freigebigkeit walten zu lassen, wie sic bisher meist nur höheren Schulen zuteil rourbc. Zur Verbreitung dieses Ge­dankens beigetragen zu haben, gereicht dem oberhessischen Dörfchen nur zur Ehre.

X Lich, 31. Aug. Seit vergangenen Donnerstag ist bie Tochter des Kellermeisters Andreas Konrad ver- schivunden. Rian nimmt an, daß sic sich ein Leid an­getan hat und in die Wetter gegangen ist, denn seit einigen Tagen hat die Vermißte schwermütige Gedanken gehabt. Man konnte dieselbe bisher trotz Nachsuchens nicht ausfindig machen; die Eltern und Bräutigam befinden sich in größter Aufregung. Gendarmerie und die ältesten Schulknaben durch­streiften die naheliegenden Wälder, ohne etwas auszufinden.

Q Laubach, 31. Aug. Daü gestern projektierte Jahre«fest dcS ZmcigvereinS dcS Evang. Bundes auf dem Ramüberg mußte der ungünstigen Witterung wegen im Saale des »Solmser Hof abgchalten werden. Der Be­such war recht zahlreich. Prof. Dr. Schöll vom Predigec- seminar Friedberg sprach über die Frage: »WoS hat der Protestantismus seit Luther neues gelernt ?* In der Beant­wortung wies er hauptsächlich auf daS Wachsen der äußeren wie inneren Mission hin. Darauf redete Pastor Lehmann

der Äünigin erfuhr davon und veranlaßte ihre Tochter, sofort ihren Gemahl zu verlassen. TamalS ging bimb die Blätter, eine von Spanien auS orrlrceiiete offizielle Aacdricht, daß oaS Hoiproiokoll verlangt, daß entweder der Erbe bee- i'ljwne«, ober der Miinvj im Land,' verbleiben müsse, iveshali Alfons, um seiner Cknialjlut, nicht bie Freude an d-r Mitnahme bet beib.n kruder zu stören, sich bau Hofzcremomell gebeugt habe, und wdirenb bet Reise der Königin muh Loitdon unb nach bet Insel Wight in Spanten verblieben sei. Lalfachlich war dieS aber nur eine Verschleierung der Tatsache' Müiüg Allons entsanblc aber sofort einen Hoskuner .-.t seiner othvregcnrairtvr, der mit der Mission betraut war, ben iKflirten Frieden iinebrr betjufttllen, und reifte bald daraus Ieiner vtattin nach. Es ivähctc aber einige Tage, bevor jid; die tlimvjiu mit ibrent o'attvn aitssöhnte. Ta-i ^hälmis vwifchtn Alfons luib feiner ^l^viegerntutter ist noch beute sehr gciiiinnt, und man cr-.ablt sich, daß sic ihren Schwiegersohn aus Schritt und Intt iibenvadjcji lasst.

Kleine E l) r o n i k auv .< u n ü und Wissenschasl. Vor einigen Tagen sprach eine auS 16 Alitgliedeen bestehende Ab­ordnung von Esperantisten, unter denen last alle Rationen vertreten waren, beim Kultusminister volle vor. Ter Hultu-Smmtfter, bet bie Deputation in äußerst liebens wüvbiger Weise einvsing, war sehr erstaunt, daß die ESpercnttensprachc eine derartige Verbreitung habe und ersuchte die Kommission, ihm doch einen eingehenderen Vertcht über da» Wesen und die titele des v vperanto zu unterbreiten, da er unter derartigen Umständen dein Esperanto erhöhtes Interesse entgegenbruigr. Tie Esperantisten sind mm mit dem Entwurf einet Tenkschrist beschäftigt, bie nach 'sierttastellung dem Kultusminister überreicht werden soll. Die Association Ltttöraire et Arttstigue International wird uont 27. September bie- »um 1. Oktober in Mainz einen Kvngrcß abhaltcn. ber al» Vorläufer bet Berliner stousereirz zur Re- Vision ber Berner Honvciuton gedacht ist. Tie Eltccn Swen Hebias erhielten von dem 'VrivatsekretLr des Vrzukönigo von Indien ein ielcgramm aus Simka, nach den Stven yeoin bei guter Gesundheit ist. Seine Ankunft m SimUi werde Anfang September erfolgen. Gestern abend sand tn der Sradt- Halle zu veidelbcrg die erste zivangslose Suianuncithtnri der Teilnehmer am Philosophischen Kongreß statt. Ter Präsident Geheimrat Pros. Tr. S^inbdbtinb begrüsue die Ber­fa imnelten, unter denen sich auch Staatsminister Frech, v. Mat- ,.t>ill und Oberbürgermeister Tr. Bilden» bemnben. Tie Südpolar-Erpedition C b a r c o t ist an Bord des Tatm - jcrSPontgnot in Cherbourg etngettofjcn. Ta8 Schift

wird Madeira Anlaufen. (Ct bei sich also öod> entschlossen, feilte Reue tai achlich anzut elen, nachdem er vor einigen Tagen unter große in Spott der Bevölkerung wegen des heftigen Sre- gangS wieder umgekehrt war. T. Red >

au8 Halle über bie Notwendigkeit brf Evang. Bundes. Au; seinen reichen Erfahrungen in Böhmen wußte er interessante Details über die Gegendestrebungen der dortigen Katholiken ,u berichten. Ter 1.Vorsitzende, Pfarrer Dolp hier, mahnte zum festen Zusammenhalten gegenüber den ultramontanen Ttnrlüfien. Ter hiesige Musikverein, sowie der Kirchenchor verschönten durch reichttche Vorträge die Feier, die erst nach dret Stunden ihr Ende erreichte.

FC. Mainz, 31. Aug. Lor zucka jrou Soeben wurce die Butoe öagnet in ixt Löwenho»strafte wohndan. als sie ernent Auto auAc-: oben wollte, von einen: Radfahrer üder- ahren unb erheblich vtrV.y Ten er halten Berlesungen ist die Teran gestern erlegen. Ter Radfahrer konnte nicht errmrtrlt werden.

FC. Frankfurt a M., 31. Aug G.strrn früh stietz ein Auto aut der Moin-er Landstraße, van einem £i ijrcr ge­lenkt nmrde, gegen oaJ Fuhrwerk deS Mev-^ermetsters Merkel von Rmndach. oefjen Sohn unb Bursche aus dem Lagen gr- schleudert nmrten und erhebliche 23crlq>ung:n erlitten, wahrend tte Znsassen des Äuros, zwei Linzrete unb bni Tarnen, tot auch durch ben Anprall berausgeschleuv.ri imicoen, mu oem Schrecktn barun kamen. Ter Unfall ereignete sich durch Versaget der Bremse.

Fulda, 30. Aug. Ter Verband deutscher Tou- ristcnvereine hielt gestern hier die 2 5. fca u pt ne r f a m m- lung ab. ikiumciHi-r Wegener-Fulda führte in die Verhenolungen ein, nachdem er seftftrllcn hatte lassen, daß 34 Bevcme beim Bcr- bandsiag offiziell vertreten unb unb 27 auf Sitz unbStimme ner- zichtcr hoben. Zur Begrüßung nefjm das Vanbrat Spring» rum-Fulda, 53aurat Schirnreyer al-J Vertreter des Feststadt, ®. Scholl-Fra nkfiir: als '.'Jiubegrünbcr deS Verbandes unb Dr G schneidet-Fulda namens des lokalen FestauLfchutfeS. Tiefen Grußipendcn folgte der Vortrag über Wegebezeichnung, gehalten von Ingenieur Kolb- Lagen. AuS dem Z a h r e s. bericht erfuhr man, daß der Verband jt& 63 Vereine mu 184 OOu Mitgliedern unrjaBt Im Oktober b. I wird aut dem jtnüll bas Denkmal für ben Oberaulaer CberiorftmciitCT Borgmann enthüllt. Xie Versands: aste hatte cm 1 Januar 1908 einen -Öcftxmo von 1833,70 Mk. Ter hauptsächlich vom oeutschen Mmclstano getragene Verband hat in den Jahren seines Best hms rund 3860 000 Mk. eingenommen unb auSgcgebcn runb 3 604 000 Mk. lür 'Segebauien, W?gcoe zeichn un gen, AuS- lichtvtürme, Sck>ubl-äuser unb -öiltten, Grunberwetb, Vereins- schrisicn, Murten, w.ss-nschastliche Erforschungen, Sck)ulerherberg:n usio. 2er VerkehrSauSschuß in Frankfur: a. M. hat es nicht fehlen lassen an Versuch:n w Äetkehrseileüi. .mngen auf der Eisenbahn und hat auch Erfolge zu verteichne.i Beliebt machte er sich durch den 'JZadjrjci» billiger Soinmerfriscl)en unb bie Be- rcidicrung bet Bücherei. Der 26. beutsche Touristentag finde: 1909 in x im bürg a. b. Lahn statt. Auf Antrag des Schwch bischen ÄlbvereinS anber.c ber Verband seinen Namen um in: Verband bcutschet Gebirge unb Wanberveteine". Weitete An .rüge wurden teils übersprungen, teil- der Leitung -ut Erledigung überwiesen. Angenommen wurde ber etzgebirgische Borschbig, dem Begründer der Stiidenten- uno Scl)illethetb<rg<n, Guido Jiotter in vohenelbe, am 6. Sept, eine Anerkennungsurkunde für seine Verbiensde seiet!ichst zu überreichen. Die 200000 unnit- geltlidjen Uebcmad^ungai hiitten ein Cpjer von 150000 Mk. ßcurbcrt. Der iieftenixilbische Antrag auf Anstellung eines VctbandSsekretärs sur Erleicksterung der Burbe des i)auptau->- chusseS wird wohl noch mehrere Tagungen besänftigen. Man war einig barin, baß die BerbandSleitung eine weit.te Arbeitskraft nötig l-abe, aber tvic unb von wem sie bejafjlt werden, b. h. wo das ('-.'»el-alt von -ährlick- 6000 Mk. bcrlommcn soll, darüber war man sehr uneinig. Der Bet tretet deS ThüringcrivalbveteinS warnte vor einer Erhöhimg der VerbandÄöcitrüge, waS mandfcn Verein zuut Austritt v2oaiilassen dürfte. Ferner s.>ll an leiten ort Stell c eine mittelbeutidn* Stadt au-Jjiibig gemacht werden, die geneigt wäre, ein staubiges touristisches Mufemn -u unterhalten und zu beaufsichtigen.

Sport und Spiel.

Rudersport. Bei der am Sonntag abgehaltencn Ruderregatta m ll a i n z gelang ec. der Senioiniann>cha't de- R ii d e r k l u b LH a s s i a (ä i e ö e n, Den ersten SeuiotpreiS in chönem Stil sicher z»i erringen. Tee Iuniorvierei ivurde von dem Verein glänzend gewonnen, blieb jedoch wegen eingelegten Protestes vorläufig unentschieden.

= Fußball. Vergangenen Sonntag hatte ber Gießener Fußballilub von 1000 bie erste Mannschaft beS Fried­berger Fußballklubs zu Gast. Beide Maiinschaften lieferten sich auf bem Trieb ein Wetttpiel, baS die hiesige Mannschaft mit 7:3 Toren für sich entschcib-.-n konnte. Gießen stellte eine stark kombiilicrte Maunichan, |o baß ein seltnes Zusammenspiel schwer IxtauSkonnnen konnte Zu eru ahnen ist die jungt T<dung& Mannschaft, die sich sehr gut hielt. Friedberg lcg.e sich größten­teils aut bie Berteibiguug imb zeigte auch hier wirklich gute Leistungen. Leider mußte daS Spiel infolge ocs eintretenoen Gewitters zcittveise unterbrochen n*erbcn_ und wurde nachher durch oen aufgetreichlen '<k»ben stark beeinflußt. Jur die fjimncnbc LLiUteriaison ist ber Gießener Fußballklub von 1000 bem 8. Be­zirk deS Wcstoeuts6)en Spielverl'andeS »ugeteilt unb nnrb ftch baseldst an ben Meistersä-aftSspielen der 1. Masse beteiligen.

Lustschjssahrlwesen.

Gras Zeppelin ist von. seiner Schweizerreise über Romanshorn zurückgckehrt.

Daö p renß. Militär-Luftschiii wird bei guter Witterung heule (Dienstag) seine llebimg»1abrtcn m Berlin sortsetzen.

Bei ber Probe be5 Motoiü kurz vor dem beabsichtigten Auistieg Orvil Wrights m Washington brach eine Trans- miiiiondirclle, sodaß er seinen ersten Jlng in Washington au<o neue verschieben muß.

Hrbcitcrbeioegung.

St. Gallen, 31. August. Durch Vermittlung der Regierun , ivurde der *26 Wochen lang dauernde Konstiki zmi ckien bei Stitfeteifirma Ardon unb ihiei Arbeiterschaft durch gcgen- iettige Ronjeiüonen beigelegL 80u Arbeiter waren ansgelchiof'en. Sic ivurdcn heute ivieder autgenommen.

Paris, 31. August. Der hier tagende Kottgreß ber Staatöarbetter beschasitgie sich in seiner Sitzung mit ber Frage ber Einschränkung ber A r b e i 14 ft n n d e n. Tie Delegierten erörierten natheuianber folgende Vorschläge dahm- gehcnd: JlrbeitflcinfteQmm lucgen ber großen Hitze, leix.ngcrun.i der 'Jlrbcilflftunben i>nd Aoichaßung ber Aachtardeu. Ein Beschlu routbc feboch nicht gefaßt. X ic aineitkamschen unb belgischen De­legierten hatten sich von ber Morgensitznng ferngebalten. Die Sitzung würbe tm Lause bes Rachnnttags ivicbcr auf genommen. Es wurde eine TageSordmmg angenommen, worin Einspruch er­hoben wird gegen die '2tiebennetzeli>ng von Arbeitern m Ville- nfuvc uiid. Diese TageSoibnitng war von französischen DelegieNen vorgeschlagen ivoiden.

Toulon, 31. August. Ter hiesige Blichbinberei-Ar- beiteiDcrbanb nahm mit großer Mehrheit den Vorschlag de» allgemeinen Arbeiterverbande» betreffend den General- streik an.

Brüssel, 31. August. Ter Regionalkongreß ber Grubenarbeiter, ber in V o in u intammcngctreteu war, nahm eine Xagetoibming an bahingehenv, einen 14tägigen S treik zur Verminderung der Kohlenvorrate zn uenügen. Die Delegierten beschlossen, bie Frage eine» General­streik.- auf dem internationalen Kongreß zu lösen. Ter Kongreß nahm ferner einen Vorschlag an dahingehend, eine Kundgebung bei Grubenarbeiter zu veranstalt

DcrtR* Tffec.

Tie wahre Uria ..cDpelinicbcn Un­falls »Tu riebe , lrgui. fckich-religwc Forschung,

hcrauogegelxn von Frauj Schu. ^.rlm äl. do, i)u,Lftr. 51,

Gartenbau^. 2 Trettcv finß, förcibt in ihrer Nummer 16; Ta3 Unglück mit bem .ievvelinschen I'uindnff am 5. Aug. 1906. 3dj, fragte urtur.2 den Jehova FesaS wegen bei Un-

glüd-5. daS daS ^u'n'chtsf bo Zeppelin traf Gr sagte mir: ,^Zch habe x-> i-ernidüet, denn der svchmu! ist allcntbalbai o groß/bcü cx alle GreuHen übcrikigt, alles preist den Grtxmft, der nur cm Wet5<ug in meiner vand ist. an Mich, den Master, brr 3d« ui c>r Brust cuik- ;<bcn Menschen wohne, denken tue Menfchen aber nicht- Mtjju sollen sie uni-en, daß Ich ber iXrr, ber Vater der Men chen und Gott deS Weltall» bin." (A>h. 1, 5, 20. loch sagte nur der Vater ZesuS aniang», ich solle dttccigen. ,jrtil bie Menschen, statt sich vor Mir. Goll, tu beugen und >u erkennen, bas Zch der xxrx unb Meister bin, bem alle Ehre. Hob und r-reis gcvubrt, wenn Fck, ciroa» vn:. Jen. er« »uiben ober kunstvoll zustande bringen la-v. werden sie Mir ix ihrer Blind Ix ttfluchen" Doch sage Ich c.r, nxnn bie Mensche» auch ferner bcil.-n vxxdcxi. sie können ohne Mich die Lnsrschist« aber iufianbebruigm, so rjerben sie bin und wieder gor schreck­liche Erfahrungen mackzen." 2. '-»achher kam mir ein Brief tvn dem Eeistesbruber S.Ilxlm L»ß ai:4 Aeufse» in Württemberg, der mir also idtr.rb:Eo :r .untt mir vom 10. au 11. Juli folgendes: 3<b sah das Zcppelmschc r!uf:schif'f tn der Lust. Run ich in der Mitte z.vijchen der Erde unb berg Luftschi's die «gestalt eineg Engels, von tvelchem rin Heller Schein au- dasselbe hin­strahlte, woraus cs i.-.cder sank Tann IKirte ich eine Stimme, die iag:e: Der erste Führer sic schwer verlebt und ^raf Zeppelin i't tot, irvoaui eine andere Ethnme sagte: Er ist nicht tot. Als ich em-achte, hal.e ich den Eindruck, jihe rotnr. ber Ballon verbrannt wäre." Am d. '.tuguft ging der Traum in Erfüllung. 3. Rua bat ich, Schumi, wieder den Baker IesuS, Er wolle mir erlauben, die Mcnsc.'en .'arüder m Umr.niK u seven, daß Er'Gott, Baler und verr des 'J.\fnidvnid;iaiale ist, unb daß Die wrenschen nur Ihn loben und preisen solleit, worauf Er es mir erlaubte, dieses tunr- ^ugeben. Denn ich ivunberte mid«, daß bte Luftschiifadtt ovch zu- tanbe kontml, obNDhl Er mir schon vor längerer ,ku bitticu l-a: unb ich eS tn meinen Schrittm verofstntticht habe, daß b.e ^uiNchifsahrt, ohne Gott allein die Ehre ju geben, nicht au* führ bar ist. da Er der £xrr ber Elemente ist." Fn den psychia'.rischen Älmifrn, sagt baju treffend bie Itvln. Ztg, gibd eine Abteilung für Sranf;, du- an relitiöfen 2^ahnvorftrllunoeU leiden, vier könnte dem Herrn Schumi vielleicht noch geholfen rterben

Die Frau in Männerkleibern. Ein Original ist dieser Tage in Wolsenbuttel im 'alter von fast 70 Jahren ver­storben : 2jvJf genannt i/fttdolj Schwalenberg Länger al» 50 Fahre hat sic Lcännerkleidung getragen unb sich auch bi ihrem fonihgen Tun wie cm Mann gebärdet. Wer alJ Fremder die rauchende Tarne, die vor einem Olafe Bier ebenfalls nicht zu- rückschrrckte, durch die Stadt gdy.n sah, ahnte nicht, bau ein locib- lichc4 Wesen unter der BerkteiOung verborgen war. Da-5 Leben bat ihr wcchselooH mitgespieU. AuS ärmlichen Berhältnissin stammend, war sie schon von Fugend an au; ein rege» Schaffen und Arbeiten angcio'.esen. Aach dem Besuch der Mädchenschule ivechselte sie im Alter von etroa 16 ^aIrren ,hr Kleid, um, wie sie selbst angau, sch besser durchs Leben idnagen >u können. Jeden­falls hat j_ic einen regen Unternet)mungsgcist und eine an-uer- kennendc Tatkraft. F.n Bureau eines RechtScimvaltS al- Ärte unb Schreiber beschäftigt, finden wir T^ris Schwalenberg sputrr als Gehitfen bei bem, Sommertheater täng. Fhre Arbeit war, Zc.tcl für die 5.\nlk; Lungen uii'.Urju tragen und an »u kl eben. Später arbeitete sie c.» Gärtnergehilfe. Ein entscheidender Zeit­punkt im Leven dcS Wolfenbüttcler Drqiiiuü» war ber Tob des BaterS. Als rnimlich Dons, genannt 'Jtitulf Schwalenberg, bie Leiche -um Grabe geleiten toolttt, wurde ihr dieseo nur unter der Bedingung gestartet, daß sie einen ft'leibuiiflLS?.cibfel vurnähme Da das nicht geschah, mußt: sie auf das 1 e.olge verzichten. Um aber für bie Ferne vor ähnlichen Vpriallen bavahrt zu bleibe», wandic fick» Tor... Schcoal-iber^ an das Ministerium, von diese« die Erlaubn:S erbittend, ihr bad Tragen von .'.Kannerfleämug ;u gestatten, bti sie als Frau nicht imstande sei. sich bunlw Lebe» ;u bringen. Aoch zu verzog Wilhelms Lebzeiten wurde ihr bie GcnehrniMtng liier;u etteilt. unb so ist denn Rudolf r<1)nntoi- bery, wic sie sich mit Vorliebe nannte, auch als Monn dieser lagt verftorben.

lieber b ic unerhörten Verbrochen des Bürgermeister.' Dr Agostina Tonofa y TortaS von Alarcon (.m der spanischen Provinz Euencu) haben 6nt schon kurz bcriclstet. Man hat fetzt fchon festgestetlt, daß der Bürgermeister mindesteno neun Btvrdtaten begangen hat. In der ganzen Provinz Euenca erüihlt man sich von diesem vertierten Menschen (Schaudergeschichten, die man beinahe nicht für lvahr halten möchte und die doch bii ins einzelne wahr sein sollen. Ein Schwager und die Schwiegermutter des Bürgermeisters erlitten vor längerer Zett den Erstickungstod. Run iiirb mit Bestimmtheit be­hauptet, daß ber Bürgermeister selbst ihren Tod herbei- gcfiihrt habe: er soll sie nach dem Essen eingesperrt und in das Zimmer, in dem sie sich befanden, giftige ttzase ge­leitet haben. Eine junge hüb)d>c Modistin, bie in einet amtlichen Angelegenheit zu ihm tarn, vergewaltigte er, nach­dem er sie chloroformiert hatte. Aus Furcht, daß da- Ver­brechen anS reicht kommen könnte, fchliyte er ihr bann brr Leib auf unb warf den zerstückelten Leichnam in einen Fluß Seinen Hauswirt räumte er au» anbere Weife aus bem Wege. Er war mit ihm in Streit geraten und lud ihn, indem er vorgab, baß er sich wieder mit ihm versöhnen wolle, zu einer Besprechung ein. Während dieser Besprechung versetzte er ihn aber mittel- eines Schlafmittels in eine Art Lethargie unb stieß »hm, während er sich in biefea Zustande befand, eine Nadel ins Gehirn. Andere Per» giftiger

genau fo wie er es mit feinem Schivagcr und mit seiner Schwiegermutter getan hatte. Ter Doktor war eben ein wahrer Bampir, ein Manu, der auch rein äußerlich einen abschreckenbeii Eindruck machte. Tie Bevölkerung von Alarcon fürchtete ibn so, daß, als gegen ihn ein Beriahre» wegen Grabschändung eingclciut wurde, sich in der gan-ei Stadt kein Mensch sand, ocr gegen ihn aut.znsagen wagte Die Berichte über die Untaten diefed Ungeheuers haben ii ganz Spanien eine große Aufregung lfcrvorgerusen.

Scherzfrage: Warum bat, im Gegensatz zu andere» Sprachen, in cxr d> utschcn Sprache die Sonne roeibtube> und der Mond rnännllcheo ivefchlecht? Weil die Teutjchen |e anständig sind, um eine Sonne nachts allein gehen zu lasse» Lustige Woche."

Kleine Tagetzchronik.

Tie Fleischvergiitungen im Lirchow-Krankea- Hause zu Berlin haben einen weiteren bedrohlichen llmta»| aiigciwnmicn. E» sind fetzt 80 Schwestern erkrankt, davon liege» 3v an hohem Fieder darnieder. Zn der 2 a u d ft u m m e n Anstatt z u Aattdor sind 6 Knaben an Fleucht» ergifnmg er krankt. Drei sind bereit» gestorben.

Ein Automobil dce Kommerzienrats Bvrsig stieß ii Berlin mu einem Straßenbahnwagen zusammen, wobei zwei m dem Automobil befindliche Zngemeure sowie der übauWeur mehr oder minder fchwer verletzt wurden.

Ter l7fähr UbrviacherlchiUng Fritz FreiSleben in Berlin der vor einiger Zett aus Rache auf den Medizin iliat Tr. Lei» aus Eharlottendurg geschossen Hai und ihn schwer verletzte, nmrde zu einem Jahr okiangni» verurteilt.

Der Lbfödrige 3tgan-.'n;abn!am Härtel in .'runersdorl durchfchnitt ieiner 22fähngen Frau und sich selbst den Hals mit ein an Rasiermesser Ter i^runo zu der lat haben -mchanens finanzielle Schwierigkeiten .n-bilt>a.

Der itzeineindeia: m Gera (Renß) beschloß die Errichtung eines städtischen Krematorium 1

Rach Unterschlagung von etwa 10000 Mk. zum teil der Spar- und Darlehnskaffe ia Traucnbcrg .'Lheui-