Ausgabe 
10.3.1908 Zweites Blatt
 
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Handel

92.351 Elektriz. Lahmeyer

Italien. Rente .

4%

356 Portugiesen Serie I .

356 Portugiesen

III

82.90

Berliner Börse, 10. MäJz. Anfangskurse.

145.50

so

cutf", Messer und Handtuch allein

für inländisches

Getreide am

Haser

Roggen

(+

finb uner-

(+

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210 (H- 10)

4)

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(+ 21 /,)

206

Mai

209.25 ( 5.00),

Eine er­ber Schule Katastrophe

Mannheim Straßburg Stuttgart München

(- (- (-

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(+ 2) (+ 5)

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junt Rasieren leicht, schnell Sekunde und

. 196.10

. 210.40

. 27.20

. 101.20

. 151.40

(- (

4% Uesterr. Goldrente. . 475 56 Oesterr. Silberrente 45o Ungar. Goldrente . .

4)

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)

1)

Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: fest.

Harpener Bergwerk Laurahütte . .

Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . . l'ürkenlose . . .

1)

1)

)

1)

. 199.75

. 112.50

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3-

82.85

92.45

82.85

91.50

92.00

99 30

100.00

94 30

Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . .

Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. Staats bahn . . Prnice-Henri-Eisenbahu

Bochum Guss . .

Buderus E. W. .

Tendenz: fest.

. 238.60

. 57.50 . 138.20

Königsberg Tanz,g Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Hamburg Hannover Braunschweig Düsseldors Köln

61.00

61.'20

93.80

87.60

94.90

151.00

49.70

85.50

65.80

96.25

217 ( '/,)

226 (+ 1)

215 (4-2'/,)

225 (- ) 235 (+ 2)

Weizen 215 ( 220 (4- 214 (4- 218 (+ 219 (+ 208 ( 207 (+ 205 (+ 212 (-p 210 (4- 210 (-f 207 (-f-

4ya °/0 russ.Staatsanl. 1905 4/6uy0 japau. Staatsanleihe 456 Uonv. Türken von 19U3 Türkenlose......

4% Griech. Mouopol-Anl. . A% äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . . 4>sl7o Chinesen . . . .

Aktien:

Reichsanleihe do.

Konsols . . do.

Hessen . .

Oberhessen

356 3>-°/< 356 3><°A 356° /<

119.20

103.90

206.90

185.30

113.20

196.20

209.50

101.10

96.25

159.00 124.90

238.60

139.00

. 27 20

. 144.20

. 118.50

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206 207*/,

(- 2)

14- 5)

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(-27,)

(- )

150 160

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Vernrßtzeh-es.

* (Liu Fa st n a chts n a ch s pi c l. Aus Regensburg wird uns gefdjnebcn: Merk.rürdige Aschermitlwochsgebräuche herr­schen in der hiesigen Gegend. So ist es ein alter Aschermittwochs- brauch, daß in Gesellschaft jedem Anwesenden ein Brett auf den Rücken gelegt wird, auf das dann ein Anderer mit dem Hammer losschlügt. Jeder, an dem diese Prozedur ausgesührt wird, hat 20 Pfg. an den zu bezahlen, der die Harnmerschläge vollzieht. Zn diesem Zahne entstand in Hohenfels ein Streit, da verschiedene Personen sich weigerten, die Prozedur an sich vollziehen zu lassen und die 20 Pfg. zu bezahlen. Der Streit setzte sich von dem Lokal aus nach der Straße iort und zwischen Hoyenfels und Parsberg entstand nachts eine blutige M e s s e r s ch l a ch t, bei welcher der 19 jährige Arbeiter Paulus e r st o ch e n, der Bürgermei­ster Zeitner von Reitcnbuch, der Landmamt Seitz von Pillmanns- richt und der Maurer Kellermann von Hohenfels schwer ver­letzt wurden. Paulus war sofort tot, Seitz, ein seit kurzem ver­heirateter 30 Jahre alter Bauer liegt schwer krank danieder und

genügt.

Weil man unabhängig im Hausgebrauch sich und angenehm rasieren kann.

Weil Wasser entbehrlich ist und in jeder

Kartoffelmarkt-Bericht vom 9. März 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.20-2.50, Magnuin bonum 2.50-2.70, weiße runde 2.202.30, Gelbfleischige, weiße, 2.70 bis 2.80. Frankfurt a. M.: Rote Sorte Mk. 2.200.00, Magnum bonum 2.50-0.00, iveiße runde 2.25 bis 0.00, Gelbfleischige, rote, 2.50, weiße 3.25. Wiesbaden: Maguum bonum 2.803.00, weiße runde 2.50. Mannhei in: Maguum bonum Mk. 2.652.75, Gelbfleischige, blaue 3.754.00, lote 4.35 bis 4.50. Köln: Rote Daber Mk. 0.000.00, andere rote Sorten 0.00, Magnum bonum 2.80 bis 3.30, weiße runde 2.45-2.50, Gelbfleischige blaue 0.00 - 0.00, rote 2.600.00, weiße 3.25 bis 3.50. Dortmund: Magnum bonum Mk. 3.10, weiße runde 2.80, Gelbfleischige, blaue 0.00, rote 3.00, weiße 3.70. 9)1 ün ft c r : Magnum bonum 2.60-2.75, Gelbfleischige rote 3.00 bis 3.10, weiße 3.754.00. Hagen: Note Sorte Mk. 0.00, Magnum bonum 3.100.00, Gelbfleischige weiße 0.00. Willich b. Krefeld: Note Sorte 0.00, Maguum bonum 2.803.00, Gelbfleischige rote 2.80 bis '3.00, weiße 2.702.90. Saffig-Plaidt: Role Sorten 2.50, Magniun bonum 2.80. Saarlouis: Role Sorte 2.60, Magnum bonum Pik. 0.00, weiße runde Mk. 2.60. Frankenthal: Rote Sorten 2.50, Magnum bonum 2.50, weiße runde 2.35, Gelbfleischige blaue 3.25, rote 3.00, weiße 3.25. ('Alles per 50 Kilogr.).

Getreide-Wochenbericht

der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 3. bis 9. März 1908.

Zm Anschluß an feste Berichte aus dem Auslande machte sich zu Beginn der Berichtswoche auch im Julande stärkere Unter­nehmungslust bemerkbar, so daß sich das Geschäft bei anziehenden Preisen bedeutend über den seit Wochen gewohnten Umfang zu erheben vermochte. Besonderem Interesse begegneten Angebote von ausländischem Weizen, auf welchen gleichzeitig auch die aus­ländischen Märkte in stärkerem Maße reflektierten. Auch von den nur mäßig erhöhten russischen Roggen-Offerten wurde in ausgiebigem Maße Gebrauch gemacht. 9Jtit der Erhöhung der ausländischen Forderungen flieg aber auch die Kauflust für in­ländische Ware, die von den Mühlen gleichfalls zu höheren Preisen aus dem Markte genommen wurde. Im Lieserungsgeschaft gab der rege Begehr nach Ware Anlaß zu Deckungen, die in Ver­bindung mit stärkeren Kaufordres bei Weizen und Roggen zu einer Preiserhöhung von 2 bis 3 Mk. führten. Die Festigkeit war jedoch auch diesmal nur von kurzer Tauer. Bereits Mitte der Woche ermattete die Haltung, als gegen die Warenanfchaffungen seitens der Importeure Lieferungsabgaben erfolgten, während int weiteren Verlaufe die wieder sehr umfangreichen Abladungen Argentiniens wesentlich dazu beitrugen, den Markt zu verstimmen. Inzwischen hatte.Argentinien seine Forderungen um 3 bis 4 Mk. ermäßigt und auch die russischen Roggenoffcrten lauteten heute etwas entgegenkommender. Infolgedessen kam hier stärkeres Liefc- rungsangebot heraus, welches bei allgemeiner Zurückhaltung nur zu werklich niedrigeren Preisen Aufnahme finden konnte, so daß die Woche mit einem Verlust von ca. 5 Mk. für Weizen und 37? Mk. für Roggen schließt. Auf den inländischen Märkten bleiben indes trotz der auch dort wieder, schwächer gewordenen Haltung mehr oder minder größere Wertbesserungen bestehen. Das Hafergeschäft wurde von der zeitweisen Befestigung der Ge- samtlage nur wenig berührt, da der Absatz nach wie vor Schwierig- feiten bereitet. Auch der Umstand, daß sich auf gründ der gesunkenen Preise manche Exportabschlüsse bewerkstelligen ließen vermochte den Artikel in keiner Weise zu beeinflussen und ein weiteres, wenn auch nur mäßiges, Zurückweichen der Preise nicht zu verhindern. Ten zeitweise um 2 Mk. erhöhten Forderungen für russische Gerste wurde nur geringes Interesse entgegengebracht, während für Mais bei mäßigen Umsätzen höhere Preise bewilligt werden mußten.

kannt entCommen.

C. K. Der Heroismus einer Mutter.

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Meteorologische Beotmchrmrgen

der Station Gießen.

Kleine Tageschronik.

In Freiburg i. B. gab der 30jährige Reitknecht Mori auf dem Schloßberg 10 Schüsse auf mehrere Personen ab Em Dienstmädchen wurde getötet, ein das Mädchen begleiten­der Soldat und ein 73jähriger Steinklopser erheblich verletzt.

Aus Essen (Ruhr) nnrb gemeldet: Auf Schacht 6 der Ge­werkschaftDeutscher Kaiser" wurden beim Losgehen eines Spreng- schusses drei Arbeiter lebensgefährlich verletzt. _ Auf ZecheRo­land" stürzte ein Bergmann in den Schachtsumpf und mürbe getötet. Auf ZecheConcordia'' wurde ein Bergmann zwischen Förderkorb und Schachtwand totgequetscht. Alle bret Zechen liegen im Mülheimer Revier.

Am 8. März sind vier als Geisteskranke internierte Verbrecher aus ber Irrenanstalt Herzberge bei Berlin ausgebrochen. Als in den Nachmittagsstunden die Mehrzahl ber Internierten spazieren geführt wurde, und sich nur noch wenige in dem Hause befanden, überfielen die Verbrecher den allein anwesenden Wärter, schlugen ihn nieder, knebelten ihn und nahmen ihm die Schlüssel ab, mit denen sie sich dann den Weg ins Freie öffneten. Durch hinzukommende Wärter wurde der Ueberfallene aus feiner lebensgefährlichen Lage befreit. Bis jetzt hat man keine Spur von dem Flüchtigen.

In Duisburg stürzte sich wegen nichtbestandenen Exa­mens ein Hüttenschüler aus dem 2. Stockwerke herab und erlitt schwere Verletzungen. In Winkhausen bei T. wurde ein Bergmann von seinem Halbbruder beim Streite wegen einer Kostgeldschuld mit einer Mistgabel erstoche n.

In Schnaid in ber Rheinpfalz erscho ß sich der Konigl. Forstmeister Hopfner, nachdem eine wegen Kind es Mordes verhaftete Dienstmagd in Hagenbach ihn als Anstifter zu dem Morde angegeben hatte.

In einem Hotel im Bodetale (Harz) erschien in erschöpftem Zustande und in stark beschädigier Kleidung ein Fremder und erzählte, er fei nach dem Verlassen des Hexeutanzplatzes von zwei Menschen überfallen, beraubt und in die Bode ge­worfen worden. Er habe sich unter unsäglichen Anstrengungen gerettet und weiter geschleppt. Er bezeichnete sich dem Wirte gegenüber als Magdeburger Oberlehrer. Untersuchung ist eingeleitet.

Ter Hamburger FischdampserFritz" ist während des letzten Sturmes beim Fischen in der Nordsee mit 10 Mann Besatzung untergegangen.

In Görlitz haben sich die Frau und die Stieftochter des Malers Adler durch Leuchtgas vergiftet. Ta sich die Leute in guten Vermögensverhältnisfen befinden, ist Schwermut als Grund zur Tat anzunehmen.

Am 8. März ereignete sich auf der Straße Gernsbach- Obertsroth (Baden) ein schweres Automobilunglück. Sechs junge Leute fuhren von Hilpertsau nach Gaggenau. Ter Führer des Wagens verlor die Gewalt über den Wagen, so daß das Automobil die Straßenböschung hinabfuhr und umstürzte. Tie Insassen wurden mit Ausnahme eines sämtlich schwer ver­letzt. Gegen den Führer, der selbst schtver verletzt ist, ist eine Untersuchung eingelcitct.

2127» (4- 67») Frankfurt a.M.

Situation, auf der Eisenbahn, ans Land- oder Seereisen, im Gebirge, Manöver sofort gcbrauct)yfcrtig das Rasieren zum Vergnügen wird.

Weil die Messer länger scharf bleiben als beim Seifen­verbrauch.

Weil bet rauhester Witterung, nach dem Rasieren die Gesichts- Haut weich, geschmeidig vleibt und das fortrasierte Natur- fett sofort ersetzt wird.

,,Wach auf" bietet wahrlich soviel Vorteile, daß es Kennern unverständlich ist, wie noch immer die häßtickfen, al- kalienreichen, stark ätzenden Rasicrseifen Anwendung finden.

Entwöhnen Sie sich doch der längst veralteten un- bortcilfjafien Rasiermethode mit Seifenschaum und schützen Sie Ihr Gesicht durch das neue Rasieren mitWach auf".

Se. Majestät der Kaiser und Honig gebrauchen täglich und ausschließlich ,,Wach ax\V' und haben Aller­höchst derselbe die Gnade gepaot, sich fehr lobend über die guten Eigenschaften desWach auf" beim Rasieren aus­zusprechen. In Militär-, Marine- und ärztlichen Kreisen, wo bekannt, vor teber Seifenart bevorzugt, zahllose Anerkennungen Überall. Auch in den großen Herren-Salons meines Welt- etablilfementy, Mittelstr. 78 sind fämtlidje Rasicrnapfe kassiert und wird jeder Herr nur mitWach ans' rasiert. Für jeden Zweifler gewiß der untrüglichste Beweis für die Vorzüglichkeit desWach auf".

Auch Damen gebrauche»Wach aus" täglich als Ersatz für Gesichlsjeiien, gegen zu starke Gesichtsröte, rote Nasen, Lommersprosse» mit kaum geahnten Erfolgen; schon nach kurzer Zeit wird man beobachten, wie auffallend rem und weiß der Teint wird, nur dürfen die ätzenden säure- und atalienreichen Gesichlsseifen nicht dazwischen gebraucht werden.

Erfahrene Künstlerinnen gebrauchen überhaupt teilte Gesichts- seifen.

Wach ans" ist im In- und Auslande in allen em» schlägigen Geschäften erhältlich. Preise für Deutschland: In sehr großen Zinntuben Ad 1.50, in verschraubt). Metall« dosen, fast doppelter Tubeninhalt, daher vorteilhafter, ebenfalls nur Mk. 1,50. Direkte Zusendung nur gegen Baareinsendung (keine Marken) 1 Tube als Muster Mk. l,tÖ, Metallbose als Paket Ai. 2.-. Ausland: 1 Tube als Muster M. 1.80,

Metalldose als Palet laut Posttarif.

Francois ilaby, K. Königlicher Hoflieferant und Hoi' friseur Ar, 2)iaje|iut des Kaisers und Honigs, Berl.n MW. .< pur Mittelstraße 7/L, keine Filiale.

Märkte.

Gießen, 10. fDlärg. 9)1 n i nu er td)t. Auf heutigem Wochen­markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.001.15 Att., Hühnereier 1 St. 67 Pfg., Käse pr. St. 68 Ps., Käsematte 2 St. 56 Pfg., Erbsen p. Pfd. 1824 Pfg., Linsen p. Pfd. 2540 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 9)lt, Hühner pr. St. 1,001,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Ml., Gänse pr. Pfd. 0000, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Pfd. 8088 Pfg., Knh» nnd Rindfleisch pr. Pfund 8082 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 6680 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7076 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6484 Psg. Kartosfein pr. 100 Kg. 6.007.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,006,00 9)11., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per itüd 000 'Big., per Rentner Mk. 0.000.00. Aepfel per Ztr. 1025 Mk., Birnen per Ztr. 1025 Mk. Nüsse 100 Stück 4000 Pfg., per Ztr. 000 Mk. Marktzeii von 82 Uhr.

dürfte kaum mit dem Leden davonkommen. Eine Anzahl anderer ^Personen, die sich an der Messerschlacht beteiligten,

Es stellten sich die Preise letzten Markttage:

V/2) )

sahen, brach bekanntlich ^eine Panik unter ihnen aus, sie drängten alle zur Tür, die unglücklicherweise nach innen aurging und infolgedessen nicht mehr geöffnet werden konnte. Alle Bemühungen blieben fruchtlos, die entfette Schar preßte gegen die Tür und draußen stand die Menge und mußte das Gräßliche mit ansehen, ohne helfen zu können. Frau John Phillis, die in der Nähe ber Schule wohnte, war sofort herbei- geeilt und unter der Schar der unglücklichen Kleinen, die hinter der Tür zusammengepreßt war, gewahrte sie das Gesicht ihrer 15 jährigen Tochter Fennie. Vor der Tür hatten .Freiwillige eine Postenkette gebildet, allein die verzweifelte Mutter bahnte sich einen Weg und stürzte in den Torgang.Komm Jennie, komm!"Jck> tarnt nicht, Mutter, o Helf "mir doch." Turch die schmalen Glassüllungen streckte die Mutter ihre Hand hinein, es gelang ihr, btc Arme der Tochter zu erfassen. Aber umsonst, es war unmöglich, bas Kind aus der eng zusammengeleilten Masse herauszuziehen. Tie iUtutter bat um Beistand, ein Mann half ihr, aber alles war vergebens.Es geht nicht, Mutter", sagte das iUtabdjen,ich soll sterben". Tie Mutter hielt die Hand der Tochter und einige Minuten lang sprachen iie noch miteinander. Tann schlugen die Flammen über die Köpfe der Kinder herüber und hüllten alles in Rauch und Lohe. Tas Haar des Mädchens ging in Flaminen auf. Tie Mutter streckte die Hand in die Flammen und wehrte die Glut von dem Haupte ihres Lieblings, solange sie tonnte.O baute, Mutter", flüsterte das swrbende Kind. Tas waren seine letzten Worte. Man riß die Mutter Knrück von den Flammen. Zhre Hand wac bis aus die Knochen verbrannt und lallende Glasicheiben halten ihr cm. Äder durch schnitten. Plan mußte sic forrtragen und die Aerzte nahmen sich ihrer an.

schärfsten Ausrasieren keine Schmerzen mehr auf" jede Unsauberkeit und Ansteckungsgefahr macht.

TeSefomscSw

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

Frankfurter SfÖrsc, 10. März, 1.15 Uhr.

schütteriide Episode von dem furchtbaren Brande in in Cleveland schildert ein Augenzeuge der in der New Yorker World. Als die Kinder die Flammen

'_r^ ein-Linden, 10. März. Schon seit einigen Jahren wird hier an der Errichtung eines Ziegenversi cherungs- Wereins gearbeitet, aber immer ohne Erfolg. Es ist kaum zu glauben, unter welch schwierigen Verhältnissen in unserer Ge­meinde etwas zustande zu bringen ist. Ich möchte behaupten, weil die Parteilichkeit zu viel vorherrscht, aber dabei denkt jeder Nicht on sein eigenes Interesse, das er als Biehhatter in erster Linie wahren müßte. Am 6. März d. I. wurde abermals eine Versammlung zwecks Gründung eines Ziegenversicherungs-Borems anberaumt, es waren zwar nur wenige Teilnehmer erschienen, aber trotzdem wurde der Verein ins Leben gerufen, es bebari nur noch der Wähl eines Vorstandes und Aenderung einiger Para­graphen der Vereinssatzungen. Zu diesem Zweck wurde die Ver­sammlung auf den 21. März d. I. vertagt. Wer die Abstchi hat, Mitglied zu werden, sollte vor dem ersten April d. noch beitreten, da bis dahin das ermäßigte Eintrittsgeld von einer Mark angerechnet wird, während bei späterem Beitritt zwei Mark gezahlt werden müssen.

-t- Reichelsheim i. W., 9. März. Tie Offenlegung eines neuen Grundbuchs für die hiesige Gemarkung wird soeben bekannt gegeben. Gemeint ist damit ein Grundbuch nach dem Hessischen Jngrossationsgesetz von 1852 und aufgestellt nach stattgehabter Feldbereinigung. Damit verschwindet jün eonber* gebilde im Recktsgebiet, nämlich das alt-nassauische ^tockbuch, das sich für hiesigen Platz (und außerdem im Großher^ogtum noch in den Orten Dorn-Assenheim und Harheims aus ber Zeit erhalten hat, als in 1863 ehemals nafsauische Gebietsteile unb damit auch die genannten One unter teilweiser Beibehaltung nassauischer Rechtsnormen dem Großherzogtum Hessen emveneibt wurden. Vor­aussichtlich wird nun alsbald nach Fertigstellung jenes Gruiid- buchs mit der Anlegung des Grundbuck)s iiach Reichsrecht begonnen werden. Dabei ist es ein seltsamer Zufall, daß damit dasselbe System der Grundbucheinrichtung wieberkehrt, das schon.für das hier geführte Stoabuch cingeführt gewesen war. Während nämlich das Hessische Gruiwbuch Vervuchung nach der topographischen Reihenfolge der Erundstücke uns in besonders geführten Hypotheken­büchern hatte, erfolgte die Wahrung der Eigeniums- und Besttzrechte in dem (feit 1853 bestehenden) Stockbuck- auf für jeden Eigentümer besonders eingerichteten Blattern, mit gleichzeitiger, Verzeichnung der Brlastungen bet jedem einzelnen Grundstück. Gleiches ist der Fall bei dem Grundbuch nach Reichsrecht. Daß sich in dieser Weise ein Altes wiederholt, erklärt sich daraus, daß beiden: bem allen Swckbuchrecht wie der neuen Reichs-Grunbbuchordnulig ein und dasselbe Vorbilo gedient hat, nämlich die preußische Grundbuch­ordnung.

? Wetzlar, 9. März. Am Samstag sand die Ent­lassung ber Schulamts fand ibaten am hiesigen Kgl. Seminar statt, nachdem die schriftlichen Arbeitcil vom 26. bis 28. Februar angefertigt waren. Es waren 37 Zöglinge zur Prüfung zugelassen, die sämtlich bestanden, unb zwar von I u. :Fritz Arendi, Braunau (Waldeck-; Osk. Böhme, Elberfeld: Gg. Enters, Elberfeld; Hch. Fischer, Wellen (Waldeck); August Georg, Rittershaufen (Dillkreis); Arth. Hannseck, Krey; Friedrich Hinte, Essen; Karl Hübencr, Lerge-Borbeck; Ehrist. Jaeger, Klein- Linden; Fviedr. Keller, Nauborn; Karl Küster, Werborf; Gustav Mick>el, Rheinböllen; Emil Krieg, Rheinböllen; Hch. Millings- l)aus, Duisburg; Otto Regenbogen, Essen; August Setzer, Karten­berg; Anton Bach, Dornholzhausen; Jak. Bach I., Niederbiel: Jak. Bach II., Steindorf; Will). Braun, Dornholzhausen; Karl Dern, Reiskirchen; Hellniiuth Dolberg, Wetzlar; Will). Drescher, Krofdorf; Wilh. Emmerich, Brandoberndorf; Alb. Geismar, Alien­dorf; Karl Grießel, Wetzlar; Herrn. Hahn, Ehringshauseii; Julius Hahn, Oehlsberg; Aug. Herbst, Burgsolms; Rud. Keller, Wetz­lar; Rich. Kühl, Anzenbach; Joh. Hau Oer, Nieder wetz; Hch. Luft, Wetzlar; Otto Rehm, Wetzlar; Wilh. Stock, BraunfelS; Karl Uhl, Neutirchen; Hch. Weber, Bonbaden. Auf Grund lehr guter Er­gebnisse in der schriftlichen Prüfung waren fünf Prüflinge von Det mündlichen befreit.

fc. Kassel, 8. März. Der zum General der Infanterie beförderte und zum kommandierenden General des 11. Armee­korps ernannte seitherige ftontimanbeur der 2. Gardedivision Freiherr v. S chc f fcr - Bo y a d e l blickt auf eine ungewöhn­lich glänzende Karriere zurück. Er wurde am 28. März 1851 als Sohn des kurhessischen Oberregierungsrats Scheffer in Hanau, cüies Vetters des bekamiten Ministers Scheffer, geboren. Am 22. Juli 1870, kurz nach der Kriegserklärung Frankreichs, trat er beim 83. Infanterieregiment Ijier ein. Im Jahre 1884 wurde er zum ötabe des 11. Armeekorps, 1886 zu dem der 21. Division Eommanbiert. Im Jahre 1890 wurde er in den Jreiherrnstaiid erhoben. 9iachdem er das Kaiser Alexander- Garderegiment und die 2. Gardeinfanteriebrigade kommandiert hatte, wurde er im vorigen Jahre zum Slommanbcur der zweiten Garde-Tiivision ernannt, um schon nach kurzer Ze^t zum kom­mandierenden General aufzurüclen. Freiherr v. Scheffer ent­stammt der Schule Schlotheims, der seine glänzenden Fähigkeiten schon frühzeitig erkannte.

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin

Budapest April 209.90 (- 4,35). Pans Apnt 182.80 ( 3.65)'. Liverpool A!ni 159,45 ( 3.80). Chicago Mai 148.90 ( 4.65). Roggen: Berlin Mai 201.25 ( 3.50). Hafer: Berlin Alai 165.00 ( 2.00) Alk.

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März 1908

Barometer auf 0° reduziert

Tempera lin­der Lust

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