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Auf Teiisatang kaidt sau reell, M und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Piocksirasse 1445.
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Weizen 100 Stg. 21.50-00.00 'Uif.
Roggen 100 Stg. 19.75—00.00 9)if.
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Weißbrot 2 Kg. 62 Ptg.
Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pfg.
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Tie Di arttpreife für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 6. April 1908.
Mrehttche Nachrichten.
<-.vangetifchr Gemeinte.
In der Iohanneslirche.
Mittwoch den 8. April, abends 6 Uhr: 7. PassionS-Andacht, Pfarrassistent Becker.
Gießener Wetterdienst.
VoranS,ichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 8. April: Fortdauernd trüb. Regenfälle. Kühl. Stürmische nördliche Winde.
Vandlungsgeynuen zu Leipzig fm tforjaurc uagezn toxw Pr,tift Stellen zur Besetzung anfgeqcbcn und in diesem Jahre sind bereits gegen 4000 Besetzungsauüräge auS allen Teilen des Reichs aus dein LiuSlandc und von Uebcrscc eingelauscn. In ähnlichem'Verhältnisse liegen Angebote von Hüliskrästen aus allen Geschäils- zweigen vor. Tie Stettenvermiltlung des Verbandes Teuischer HandlungSgehülien zu Leipzig bietet deinnach den Prinzipalen 'und siellensuchei'den Gchülien gute Gelegenheit zur Befriedigung ihrer Wünsche. Eltern und Erziehern, die ihre Söhne und Pflege- befohlenen zu Ostern in kaufmännische Geschäfte bringen wollen werden durch die Verbandsvermiltelung offene Lehrstellen nach- gewiesen.
FarnMen-Nachrichten.
Verlobte: Fräulein Katharine Seinmler in Oberndorf mit Herrn Otto Hofmann in Heimertshausen. — Fräulein Emmy Soldan in Kirchhain mit Herrn Pfarrer Koch in Ockershansen.
G e st o r b c n e: Herr Ehrisloph Schwertzell in Bad-Rauhcim. — Fräulein Käthe Renner in Friedberg. — Fräulein Hedwig Adler in Friedberg. — Fräulein Marie Voß in Grünberg. — Herr Karl Bauer in Lauterbach. — Herr Joh. Hrch. Wilh. Älöller in Bruchenbrücken. — Herr Johs. Schlitt V. in Leusel. — Frau Mathilde Greim geb. Heddäus in Darmstadt.
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HanSet imaö verkehr, voLksuiirLtzchaft.
— Der kaufmännische Stell en markt hat im letzten halben Jahre etwas abgeflaut. Das hängt mit der Geschäftslage, die sich nicht mehr so günstig darstcllt als vor einem Jahre, eng ztlsammen. Trotzdenr wurden bei dem Verbarid Deutscher
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aufgcfundcnen Goldader drang wie ein Lauffeuer durch Hazen und in wenigen Tagen war das kleine Städtchen fast entvölkert. Denn neun Zehntel der Einwohnerschaft eilte sofort in die Berge, um in der Nähe der 'Ader die traditionellen vier Pfolten in die Erde zu schlagen, die das Gesetz vorschreibt, um sich das Vorrecht an der betreffenden Stelle zu sichern.
* St a n o n c n | dj i c j3 ü b it u g c n i nt .3 i ni m c r scheinen zunächst recht gefährlich zu sein und dürften auch von der Polizei nicht ^gelassen werden; allein cs handelt sich nur um einen geistreichen Apparat, der es den Offizieren ermöglichen soll, ohne daß oazu teures Schießmaterial und ein gewaltiger Schießplatz nötig ist, das richtige Zielen und das Abschätzen von Entfernungen zu erlernen. Die Erfindung stammt, wie Dr. Georges Ditoux in der „Nature" angillt, von dem französischen Ärtillcrieleutnant Le Masne. Sie besteht im wesentlichen aus einer gemalten Landschaft, die aus einer Entfernung von etwa 5 Metern gesehen dem Beschauer ebenso erscheint, wie die wirkliche Landschaft ans 5 Kilometer Entfernung. Vor dem eigentlichen .Hintergrund sind in verschiedenen Abständen noch andere, näher liegende Teile der Landwirtschaft dargestellt. Die „Kanonen" sind davor angebracht und wirken so, daß vermittels einer sinnreichen Uebertragung an der Stelle, aus die gezielt worden ist, eine kleine, an einem Faden befindliche Kugel erscheint. Der Apparat ist überdies mit einer Einrichtung versehen, die es gestattet, auch verdeckte Ziele zu „beschießen", die an irgendeiner Stelle der tünstlichen Landschaft aus kurze Zeit zum Erscheinen gebracht werden können. Ter Apparat soll sich sehr gut bewährt haben und auch schon bei einigen Artillerieregimentern in Gebrauch sein, ebenso benutzt ihn die „Societo du tir au canon de Paris" erfolgreich.
Kleine Tageschronik.
In BreLlau gerieten einige Volksschullehrer in einem Restaurant mit Studenten in einen erregten Streit über das P a u k w e f e n. In früher Morgenstunde verließ eine Gruppe der Streitenden, bestehend aus zwei Lehrern und einem Sudenten das Lokal, und auf der Straße wurde der heftige Streit fortgesetzt. Hierbei schlug der Student den einen Lehrer mit einem Stock zu Boden und stürzte sich daraus aus den Zweiten. Dieser aber empfing den Studenten nut einem offenen Taschenmesser, das dem Gegner m die Brust drang. 9tad) dem Krankenhanse ge= bracht ft a rb der Student alsbald. Sein Name ist Wilhelm Hähnich. Der Lehrer, der den Studenten erstach, wurde verhaftet.
In Ai a n nhei m erschoß sich vor den Augen ihres 2ieb- Habers, emes Postassistenten, dieKassiererinLuise Beßler aus Queichheim (Pfalz, als er au’ die Frage, ob er sie heiraten wolle, eine ausweichende Anwort gegeben hatte.
In Liegnitz taub ein Herr aus dem Wilhelmsplatz ein Paket Zeitungspapier, mit drei menschlichen Fingern, die dem Anscheine nach erst frisch vom Körper getrennt waren. Welche Bewandtnis es mit dem Funde hat, ist noch unbekannt.
Der in Wilmersdorf bei Benin wohnhafte Oberstabsarzt a. D. Dr. Paul.Gielen stürzte sich aus dem Fenster seiner in der 2. Etage bclcgencn Wohnung und blieb mit zerschmetterten Gliedern auf dem Pflaster liegen. Passanten pachten den Lebensmüden nad) seiner Behausung. Trotz der Bemühungen des herbeigerufenen Arztes erlag Dr. Gielen alsbald fernen schweren Verletzungen. Heber das Motiv der Tat ist vorläufig nichts bekannt.
In der Nähe von Warschau wurden der* Staatsanwalt HeuSzozew aus Laneza und der Untersuchungsrichter Kostenecki von drei mit Revolvern bewaffneten Banditen überfallen und beraubt. Die Räuber flüchteten in den Wald und es fehlt von ihnen iede Spur.
Bei der Automobilwettsahrt Padua-Bono- lento fuhr der vom Grasen de Torso gesteuerte Jtalawagen in die Zuschauermenge. Ein lojähriger Junge wurde getötet, ein Junge tötlich, fünf weitere Personen wurden schwer verletzt.
In N e w - P or k wurde ein B o m ben at e n t a t auf die neue Landungsbrücke der White Star Line versucht. Zwei auf der Brücke versteckte Bomben explodierten, richteten aber wenig Schaden an. Man glaubt, daß es sich um einen privaten Racheakt von Streikenden handelt.
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Märkte.
Gießen, 7. April. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- mailte kostete: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Alk., Hühnereier 1 Et. 6—7 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte 2 St. ö—6 Ps/ Erbsen p. Pid. 18—24 Pfg., Linsen p. Psd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse pr. Psd. 00—00, Enten pr. Stück 1 80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch vr. Psd. 76—84 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfo" 70—84 Psg. Kartosfelu pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebeln pr" Ztr. 5,00—6,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0—00 Pfg., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepsel per 3tr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Alk. Nüsse 100 Stück 40—OC Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Marktzeit von 8—2 Uhr.
fc. Frankfurt a. M., 7. April. Heu- und Strohmarkt. (Org.-Tel. d. Gieß. Anz.) Angefahren waren 5 Wagen Hen, 0 Wagen" Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.20—3.60, für Stroh Mk. 0.00—0.00, Maschinen-Langstroh Alk. 0.00—0.00. Alles für 50 kg, Tendenz fest.
Arbeiterbewegung.
Karlsruhe, 6. April. Nachdem die T a r i f v e r Handlungen im Ni a l c r g e io c r b c Süddeutschlands daran gescheitert sind, daß die sozialdemokratische Organisation die Verhandlungen mit den Hirsch-Dunckerschen ablehnt und die Ehristtich- Organisierten nur bedingungsweise zulassen will und nachdem schließlich das Organ der sozialdemokratischen Malergehilfenorganisation zur Sperre aufgeforöert hat, haben die Arbeitgeber die Entlassung der zur Hamburger Organisation gehörigen Maler- gehilfen beschlossen.
M ü it d) e n , 6. April. Die gestern hier geführten Tarif- Verhandlungen im deutschen Baugewerbe haben auch in der Lohnfrage zu einer prinzipiellen Einigung geführt.
VerMischt-rs»
• H5usereinsiurz in London. In der Nähe von Oxford-Street in West-London stürzten zwei Wohnhäuser ein. Man schreibt den Einsturz der fortwährenden Erschütterung durch die Zuge der Elektrischen Untergrundbahn zu. Andererseits wird die Katastrophe auf eine Gasexplosion zurückgeführt. Diejenigen Leute, die in den oberen Stockwerken geschlafen hatten, etwa 15 Personen, konnten sich meist mit unerheblichen Verletzungen aus den Trümmern retten. Bald stieß man aber auf Schwerverletzte und Tote. Bisher wurden 9 Tote geborgen, 27 wurden schwer verletzt in ein Lazarett geschafft. Von den Häusern blieb fein Stein auf dem andern, sie waren alt und sollten abgerissen werden. Unter den Toten befinden sich die im Porkhotel angestellten deutschen Kellner Georg Albrecht, Llösch und Friedrich Fleischhauer. — Noch ein zweites schweres Unglück hat sich am Montag in London zugetragen. In der Upper Thames Street stürzte ein Baugerüst unter dem Gewichte von 30 Mann zusammen, das 15 bis 20 Fuß hoch mar. Die Arbeiter kehrten gerade vom Mittagessen zurück und befanden sich alle gleichzeitig auf der Laufbahn der ersten Etage. 20 Mann stürzten in die Tiefe, von denen 12 mehr oder weniger schwer verletzt wurden.
'Eine A u t o m o b i I f e r n f a b r t Frankfurt«. M.— Indien, die vor einigen Tagen der Schriftsteller Rudolf Zabel antrat, hat ein jähes Ende gefunden. Auf der Straße Ingolstadt- Pfaffenhofen wollte das Automobil Zabels einem Fuhrwerk ausweichen. Es fuhr jedoch gegen einen Baum und wurde total unbrauchbar gemacht. Der Frau Zabel wurde die Kinnlade zersetz meitert, dem Chauffeur der rechte Arm gebrochen und baß Schulterblatt verletzt. Der Besitzer, der das Automobil eigens Hit eine Reife nach Indien hatte bauen lassen, kam mit dem Schrecken davon. Das zweite Gepäckautomobil blieb unbeschädigt.
* Der „Saubengel" auf der Bühne. Während einer Aufführung der Heubergerfchen Operette „Der Opernball" im Stadttheater in Würzburg erklärte der Komiker Gilzingcr, der den Onkel personifizierte, bei der Kontroverse mit feinem Neffen, dem „Seekadetten": „Ich will Dir sagen, was Du bist — ich suche einen parlamentarischen Ausdruck — ein Saubengel." Der Nesse protestierte, aber der „Onkel" fuhr fort: „Wenn Du grob wirst, werde ich noch gröber!"
• Hinrichtung eines Studenten. Im Juli 1906 wurde an dem Ufer eines SeeS in den Adirondack-Bergcn (Amerika) die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Der Verdacht des Mordes fiel auf einen reichen jungen Studenten, namens Gillette, der mit dem Mädchen ein Verhältnis gehabt hatte. Es wurde festgestellt, daß Gillette mit dem Mädchen eine Bootfahrt auf den See unternommen hatte, von der das Mädchen nicht zurückkehrte. Das Eanoe, das von ben Beiden benutzt worden war, zeigte Spuren eines heftigen Kampfes. Gillette verwickelte sich nach seiner Verhaftung in Widersprüche, war aber schließlich geständig und wurde, trotz aller Versuche seiner Mutter, eine Begnadigung zu erwirken, am Montag in dem Gefängnisse Sing Sing im elektrischen Stuhle hingerichtet. Gillette nahm vollständig ruhig in dem Stuhle Platz, wurde angeschnallt und war bereits nach 63 Sekunden eine Leiche. Diese Hinrichtung wird als willkommener Beweis dafür aufgefaßt, daß Geld in Amerika nicht immer Mörder ihrem gerechten Schiksale zu entziehen vermag. Der Hingerichtete war der Sohn eines sehr reichen Fabrikanten, der große Fabriken boi Cortlandt im Staate New-Pork besaß.
• Die Entdeckung einer Goldader in Newada, die nur einem seltsamen Zufall zu verdanken ist, wird in dea „Nature" mitgeteilt: Drei Eisenbahnarbeiter aus Hazen in Newada waren am 25. Februar von der Station aufgebrochen, um an der Strecke Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen. Ein furchtbarer Blizzard unterbrach ihre Tätigkeit, und sie flüchteten und suchten nach einer Unterkunft. Dabei verloren sie den Weg und irrten 24 Stunden lang durch die Berge. Aber ihr Abeuteuer hatten sie nicht zu bereuen, denn während ihrer Irrfahrt entdeckten sie eine Goldader von außerordentlichem Reichtum. Ohne ihre Arbeit an der Strecke wieder aiifzunehmen, beeilten sie sich, da§ betreffende Landstück zu erwerben und alle Formalitäten zu erfüllen. Die Nachricht von der neu
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de. Braunschweig. Der a. o. Professor für technische Mechanik an der Technischen Hochschule zu Braunschweig Dr. phil. Wilh. Schlink, dem erst kürzlich das bisher von Prof. K Körner vertretene Lehrfach der graphischen Statik mit übertragen wurde, ist zum ordentlichen Professor ernannt worden. Dr. Schlink (geb. 1875 zu Offenbach a. 9)i.) bestand 1897 das Examen als Äegierungsbauführer im Bauingenieurfach und erwarb 1901 an der Münchener Universität den philosophischen Doktorgrad. Seit dem Herbst 1900 war er Assistent an der Technischen Hochschule zu Darmstadt und seit Michaelis 1901 Lehrer an der Großh. Landesgewerdeschule. Im Februar desselben Jahres erhielt er die venia legendi sür Mechanik an der Darmstädter Technischen Hochschule und siedelte am 1. Oktober 1907 als Dozent mit dem Titel a. o. Professor an die Technische Hochschule in Braunschweig an Stelle von Prof. Dr. K. Wieghardt über.
— Frauen an den deutschen Hochschulen. Deutschland hat zurzeit acht Universitäten, die Frauen auf Grund des Reifezeugnisses einer höheren Lehranstalt zum ordnungsmäßigen Studium unter Verleihung des akademischen Bürgerrechtes zulassen. Die Gesamtzahl dieser Studentinnen betrug nach den Veröffentlichungen dieser Hochschulen für das letzte Wintersemester 320 gegenüber 302 im letzten Sommer, 264 im Winter des Vorjahres und 140 ein Jahr früher. Die Zahl der Hörerinnen sämtlicher deutscher Universitäten (unter diesen auch eine Reihe von Damen mit einem Reifezeugnis an solchen Universitäten, die nur Hospitantinnen zulassen) betrug im letzten Semester 2504 gegenüber 2105 im Vorjahre und 1769 vor zwe^Jahren. Es hatten Berlin 771, Breslau 250, Straßburg 243, Bonn 217, Göttingen 149, Königsberg 141, Leipzig 102, München 90, Jena 80, Halle 75, Kiel 70, Tübingen 60, Greifswald 46, Rostock 45, Freiburg 38, Heidelberg 62, Würzburg 30, Marburg 28, G i e ß e n 2 3 , 2)tünftcr 9 und Erlangen 5 Damen als Hörerinnen.
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— Ein K a in ps um R ie Äsche vor Gert ch t. Man schreibt uns aus Weimars In einem viel Staub aufwirbelnden Prozeß. dcS Schriftstellers Peter Gast (Heinrich Kösclitz) gegen den Bertagsbuchhündler Eugen Tiederichs in Jena wurde am 6. ds. Mts. zu Weimar das Urteil gesprochen. Es handelt sich um ben Einspruch Peter Gast s gegen das Erscheinen des von Diederichs verlegten 2. Bandes des Bemoullischen Buches „Overbeck u. Nietzsche", der von dem Antragsteller damit begründet wurde, daß in dem Buche Briefe von Peter Gast abgedruckt erscheinen, die persönlicher sJtatur sind. Peter Gast hatte durch Gerichtsbeschluß eine einstweilige Verfügung erhalten, durch die die Veröffentlichung des 2. Bandes von „Overbeck und Nietzsche" einstweilen untersagt mar. Auf den Einspruch des Verlegers Diederichs verhandelte die 2. Zivilkammer des Landgerichts Weimar am 30. v. M. einen ganzen Tag in dieser Angelegenheit und bcrtiuibctc nun folgendes Urteil: Die Berufung des Verlegers Diederickis in Jena und des Schrist- stettcrs Bemoulli wird kostenpflichtig abgemiefen. Die Sperre liber Band 2 des Bemoullischen Werkes „Overbeck u. Rietzsck)e" bleibt bestehen.
OrigLnal-DrahtttrelHungen.
R o m, 7. April. Tie K ö n ig i n -M u 11 e r von Italien begibt sich in den nächsten Tagen nach Bari, ivo sie eine Begegnung mit dem deutschen Kaiser paare haben wird. — Wie aus Treviso berichtet ivird, treffen die türkischen Behörden umfangreiche Vorbereitungen für den Ausflug, den %a iser Wilhelm nach Janina zu machen gedenkt.
R o m, 7. April. Ter amerikanische Milliardär 9)1 o r gan wurde gestern mit seiner Tochter vom P a p ft c in Audienz empfangen, der sich mit Morgan längere Zeit in seiner Bibliothek unterhielt.
Rom, 7. April. Tribuna bestätigt, daß die Anwesen« hert des F ü r st e n Nikolaus von Montenegro den Zweck hatte, eine Reise des Zaren nach Rom vo» zubereiten. Ter Zar soll seit längerer Zeit den lebhaften Wunsch geäußert haben, dem König Littor Emanuel seinen Besuch zu erwidern, den er dem König seit drei Jahren schuldet. Tie Reise ist ausschließlich aus dem Grunde verschoben worden, weil politische Schwierigkeiten sich ihr entgegenstellten. Die Zarin soll ihren Gemahl nicht begleiten, da dieser den Seeweg gewählt hat und die Kaiserin den Seeweg nicht vertragen kann.
Mailand, 7. April. Mc aus San Domingo bc- richtet wird, sollen dort e r n st e Unruhen iiin.gcbtochen sein. Es heißt, 10 Personen seien getötet, viele verwundet worden. Diese Nachricht bedarf aber noch der Bestätigung.
Mailand, 7. April. Bor einigen Tagen waren _ die italienischen Behörden von der Anwesenheit eines vcrdäcb' Ligen Fremden, der sich als österreichischer Deserteur aue- gab, an der Ostgrenze in Kernttnis gesetzt worden und lleffen ihn streng überwachen. Dabei stellte sich heraus, daß der Fremde sich lebhaft für die italienischen Verteidig nngswerke interessierte. Gestern wurde er in Tercentc bei Udine siberrascht. Er Versuchte, sich schwimmend ans andere User zu retten, wurde aber bod) verhaftet. Bnm Verhör gab er an, Theodor Reumann zu heißen und vor sechs Monaten aus der österreichischen Armee desertiert zu sein.
Peterwardein,7.April. Unbekannte Tater haben gestern nacht die Kasse des hiesigen F est u n g s- A r t i l t e r ic- Bataillons erbrochen und die darin befindliche große Geld- Summe foroie auch eine Anzahl wichtiger, die Verteidigungswerk« betreffender Dokumente gestohlen.
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Höchste Schlachtviehpreise in F r a n f f u r t a. 9JL
Fleischpreise in Dießen
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50 Kg. Schlachtgewicht 80-82 Mk.
Kg.Schlachtgew. 92—94 Pf.
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'/. Kg. 76-84 Pfg.
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Getreidepreise in Mannheim
Arotpreise in Gießen


