Ausgabe 
11.1.1908 Erstes Blatt
 
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V

1860'

Nur echt

fernem Nachbar Bethmann-Hollweg. Herr Träger sprach lange, und als er geendet, erhob sich Fürst Bülow. Mit mono­toner Stimme verlas er eine kurze, fefrr kurze Regierungs­erklärung, und mit allen Zeichen der Verblüffung folgte chm das Haus. Man hatte eine kleine Verbeugung vor der Linken, eines jener diplomatischen Pronuneiameiltos erwartet, die hinter wohlgesetzten Worten nichts versprechen und nichts versagen, und in denen Fürst Bülow bekanntlich Meister ist. Nichts von alledem: Ein rundes, klares Nein war Bülows Antwort auf die freisinnige Wahlrechtsforderung. Kein gleiches, kein geheimes Wahlrecht will die Regierung bewilligen; nur das Pluralwahlrecht nach belgischem Vorbild erscheint ihm allenfalls diskutabel. Aber auch diefe Frage will sie nicht vor der nächsten Legislaturperiode zur Debatte stellen. Und bis dahin kann noch mancherlei sich zutragen, was ihr diese Absicht wieder leid werden läßt.

Mit lebhaftem Beifall nahm die Rechte, mit nachdrücklichem Zischen die Linke die Regierungserklärung auf. Dann gings an die Erörterung des Antrags, eie brachte nichts wesentliches: Rechte und Nationalliberale bllligten mehr oder minder vor­behaltlos die Haltung der Regierung, Zentrum und Linke be­kämpften sie. 9tod) einmal nahm der Ministerpräsident das Wort: Um zu versichern, die Regierung werde sich ebensowenig wie nach seiner Ueberzeugung auch das Haus pon den sozial­demokratischen Wahlrechtsdemonstralionen beeinflussen lassen, eine Erklärung, die auch die Linke mit dem gleichen Beisall be­gleitete, wie die weitere Versicherung Bülows, die Negierung werde nach wie vor sich von jeglicher Wahlbeeinflussung fern» halten. Ein Schlußantrag machte der Debatte ein Ende, und die Abstimmung ergab die Ablehnung des freisinnigen Antrags gegen die Stimmen der Linken, des Zentrums und der Polen. Für die Acitterung der Wahl­kreiseinteilung stimmten mit der Minderheit auch ein Teil der Nationalliberalen.

So ist denn diese mit Spannung erwartete Aktion vorüber. Aber noch ruht im Zeitenschoße die Wirkung, die diese Absage des Ministerpräsidenten Büll)w an den Landtagssreisinn aus die Blockpolitik des Kanzlers Bülow üben wird.

parlamentarisches aus Hessen.

R.B. Darmstadt, 1U. Jan. zer Ft.tu tt zaus­schuß der 2. Kammer setzte heute seine Etatsbe­ratungen bei Kap. 48, Denkmalspflege, fort. Für dieses Kapitel wird ein Betrag von 25 500 Mk. angefordert. Es wurden Klagen darüber laut, daß sich die Behörden so häufig bei der Anlaeg von Bauplänen für neue Stadt­viertel einmischten und damit in die Befugnisse der Stadt eingriffen und mitunter wichtige Verkehrsinteressen schä­digten. Die Kap. 49, Römisch-germanisches Zentralmuseum zu Mainz, Beitrag des Staats 8400 Mk. und als zweite Rate zu den aus 15 000 Mk. berechneten Kosten für die neuen Schauschränke 7500 Mk., Kap. 50, Historischer Verein 1000 Mk., Kap. 50 a, Historische Kommission 2000 Mk., Kap. 51, Zentralstelle für Landesstatistik, 52 898 Mk., Kap. 52, Geologische Landesanstalt, 43 023 Mk., und Geologischer Landesdienst, 4100 Mk., wurden genehmigt. Bei Kap. 31, Gendarmerie, 588524 Mk., wurde beanstandet, daß für die Ausbildung Stenographiekurse eingerichtet würden; dos ginge denn doch zu weit. Bei Kap. 36, Landesuniver- sität, wurde eine Klage vorgebracht gegen Assistenzärzte in der chirurgischen Klinik.

Ueber die Kap. 7175 a, Landeskreditkasse, 856 866 Mk., Landwirtschaftlicher Dispositionsfonds, 3000 Mk., Landwirt­schaftliches Unterrichts- und Versuchswesen, Einnahme 84 210 Mk., Ausgabe 247 776 Mk., Bodenmeliorations- und Wasserversorgungswesen, Einnahme 212 700 Mk., Ausgabe 453158 Mk. usw. wurde vom Abg. Hirsche! referiert.

- Die Fortsetzung der Beratung erfolgt Mittwoch den; 15. Januar nachmittags.

Der 4. Ausschuß der 2. Kammer beschäftigte sich heute vormittag in Gegenwart des Staats- und Justiz-, Ministers Ewald mit dem Antrag Ulrich, die Regierung zu ersuchen, für Offenbach die Errichtung einer Strafkammer in Erwägung zu ziehen. Die 2. Kammer hatte sich früher einmal zu einem solchen Ersuchen zustim­mend ausgesprochen, worauf die Regierung aber nicht ein­ging. Es wurde ausgesührt, daß durch die Novelle vom 5. Juni 1905 die Strafkammern entlastet und den Schöffen­gerichten mehr Arbeit zugewiesen wurde. Wenn jetzt dem Antrag Folge gegeben und auch in Offenbach eine Straf­kammer errichtet würde, so würde die Strafkammer II zu Darmstadt, der jetzt die meisten der Offenbacher Sachen zufallen, zwar nicht übermäßig, aber doch sehr entlastet werden, daß andere Anordnungen getroffen werden müßten. Staats Minister Ewald führte aus, die Regierung sei keineswegs der Meinung, daß die Frage der Errichtung einer Strafkammer in Offenbach für alle Zukunft erledigt sein solle. Es ständen aber noch zwei Reformen im Justiz­wesen bevor, und bevor man ihre Wirkung noch nicht über- schen könne, dürfe man nicht durch die Errichtung der neuen Kammer weitere Verschiebungen veranlassen. Der Aus- ichuß schloß sich im allgemeinen den Gründen der Re­gierung an und glaubt, daß vorläufig wenigstens von der Errichtung einer Strafkammer in Offenbach abgesehen werden müsse. Die Beratung über die Vorstellung des Gemeindevorstandes zu Seligen st adt wegen Beseitigung der konfessionellen Schulen daselbst erfolgte in Gegenwart des Ministers des Innern Braun und des Vertreters der Schulabteilung, Geheimerat Dr. Eisen- Huth. Die Regierung stellt sich auf den Standpunkt, daß es sich in Seligenstadt nach Art. 10 des Volksschulgesetzes mn die Errichtung einer neuen Schule handelt. Die Ge­nehmigung der früheren konfessionellen sei erfolgt unter bestimmten Bedingungen (Zuschuß des Gustav Adolf-Ver­eins). Diese seien jetzt weggefallen und deshalb habe die Regierung auch das Recht, nach den Vorschriften des Gesetzes die Errichtung der neuen Schule zu verlangen. Von anderer Sette wurde dagegen betont, daß Art. 5 des Schulgesetzes den Gemeinden ausdrücklich das Recht gebe, darüber zu bestimmen, ob sie eine konfessionelle oder eine gemeinschaft­liche Schule einrichten wollten oder nicht; wenn der Stand­punkt der Regierung richtig wäre, so würde ja Art. 5 eigentlich gar keinen Sinn haben. Die Vertreter der Re­gierung betonten dagegen wiederholt den Standpunkt, daß die Regierung durchaus im Sinne des Volksschulgesetzes gehandelt habe; es würden sich auch schultechnisch bei dem einklassigen Eharakter der Schule manche Schmierigkeiten ergeben haben. Der Ausschuß schloß sich mit sechs gegen eine stimme den Darlegungen der Regierung an Tas Referat darüber erstattet Abg. Adelung.

Ter 2. Kammer ist eine Vorstellung der vereinigten Arbeitgeber-Verbände der Bau Handwerker Hessens«

wegen des Bauarbekterschutzes zugegangmi. In ihr richten die Petenten an die Kammer die Bitte, den Antrag der Zentralkommission für die Bauarbeiter Hessens, Bau­kontrolleure aus dem Arbeiterstand anzustellen und mit weitgehendsten Befugnissen auszurüsten, abzulehneu und bei der Großh. Regierung dahin vorstellig zu werden, alle Vorkehrungen zu treffen, die die weitgehendsten Garan­tien für einen wirksamen Schutz der Bauarbeiter bieten. Der Vorstellung ist eine eingehende Begründung bei­gegeben. ______________________

Gießener Strafkammer.

Rückfallßdicbstahl.

)( Gießen, 10. Jan. Ter 2b jährige, wegen Diebstahl mehrjach bestrafte Taglöhner P. K. aus Schönau, der nach S ö o e l vcrl-eiratet ist, zechte in einer Wirtschaft zu Friedberg mtD nahm bei seinem Weggange zwei dem W.rt gehörige Fahr- vaopetelle mit. Dem mit der Ermittelung beauftragten Pollzei- Dtcnvr gegenüber leugnete er anfumgUch den Diebstahl, gestand ihn aber Dann ein, als ihm in Auch icht gestellt wurde, daß die ^ache noch auf gütlichem Wege ihre isileDigung finden könne und l-olte das Gestohlene aus ern-ent Versteck hervor. Bei der Verhand­lung Der .er er sich auf sinnlose Trunkenheit und behauptete. Die Pedlne seien wertlos gewesen. Da diese Angaben nicht richtig l'Jna und er sich im Rückfall befindet, wurden o Monate Ge­fängnis als entsprechende Sühne für ixe Tat erachtet.

Peitschenschlag.

Ein Landwirt von D o r l) e i m, der auf der Straße Bad- NauhewlFriedberg fuhr, wurde von dem Kutscher Hermann Wmller von Btll)--Nauhe».m üoerholt. Beim Vorüoer fahren schlug bei Kutscher mit semer Peitsche nach dem Landwirt unD traf ihn an beiden Hatiten. Es erging Anllage wegen Körperverletzung und ter Kutscher gab an, er habe b.e Pferde des Landwirts, nicht aber ihn fernst treuen wollen. Das Schöffengericht nahm des- ijrub nur fahrlässige Körperverletzung an und er­kannte auf eine Gewürze von 25 Mark. Tie von bim Angeklagten erhobene Berufung wurde verworfen.

Anonyme Briefe.

Ein Urteil des Schö^eitijerich.s routzbach, nach dem der Landw.rt K. B. von Pohl-Göns auf Privatilage des Johannes Eullr wegen Beleidigung zu einer Ge.dsttase von 5 Mark ver- urtcilt worden ist, fand ferne Bestätigung. Nach diesem Urteil i*unD Pohl-Göns im Laufe d.s letzten Jahves unter dem Zeichen Der anonymen Briefe. Äußerungen über die mutmaßtiche Herkunft Dieier Briese, die beleidig enden Jnhat.s waren, führten zu Klagen wegen Bewegung. Tie L^rwifec vezw. Schreiber der Briese konnten nickst ermittelt werden, weshalb jeder, dem man Die Urvvberiujiait nachsagle, klagend öorging. Der Angeklagte B. I,litte mci/rere solcher Briefe erhalten, unD auch die Frau des Klägirs E. hatte einen solchen an oen Angektagien adressierten geiuitucn und zwar vor dem Fenster seines Hauses. Dieser enthielt Behauptungen uniattichen Verkehrs unD sonstige Verleumdungen und Beleid.gungen. Frau E. gab den Brief nicht heraus, sondern äußerte Wueteriwit ter Wahrheit zuwider, sie hatte ihn verbrannt. Sie wnroe deshalb von B. wegen Verletzung des Briefgeheim­nisses angezeigt, aoer Die Sache enteie mit Einstellung des Ver- i«l/ri.ns. D« J-einoschast der beiden wurde jetzt noch erbitterter uno cu5 B. erfuhr, daß Frau E. sich in bcieibigenuer Weise über ihn ausgelassen halle^ Leg er sie zum SuhneveJuch vor den Bürger­meister tauen. Statt ihrer kam ihr Mann und brachte den ge- l'unoenen Br.ef mit, wooei er B. Vorhalt wegen Der Anzeige bei Der Staaisanwaltfchast machte. Es emipann sich ein Wortwechsel, bei. welcher Gelegenheit B. Den E. fragte, ob er denn nicht wisse. Daß seine Frau zugegen war, als b^e Briese geschrieben wurden. W.gen D.e,er Aeußerung, in der ein Vorwurf Der Mitwirkung bei 'Abteilung Der beleidigenden Briefe erbtiut wurde, erhob E. namens seiner Frau^Klage, worauf das Schöffengericht gegen B. Die oben erwähnte Stvaie aus.prach Er focist das Urteil an und machte gelieuo, tr haoe der Frau Den Vorwurf Der Mittäterschaft Nicht gemacht, da er ja doch nur gefragt habe. Nach der Auf- iL|,ung Der Anwesenden war ater kein Zweifel, daß der Frau mit der Frage der Vorwurf Der Mittäterschaft gemacht werten sollte. Unter diefen Umstanden mußte Das Urteil bestätigt werden.

Universitäts-Nachrichten.

Tcr bisherige Vertreter der neutestamenlliclien Theologie an Der Berliner Universität Wirkt. Gey. Rat Professor D. Bern­hard Weiß gedenkt nut Rüafickst auijeüi hohes Alter zurück­zutreten. Ter Gelehrte bat vor einigen ÄWnaten fein 80. Lebcus- jatjr vollcnaet. Zu femem Rachsoiger ist, wie es heißt, Professor u. Adolf Deißmann in dcibetterg ausersehen, einer der tucli- tigüen Fonchcr aus Dem Geoieie der Bioelkrllik unD Exegese und Der neuieitamentlicuLn Philologie. Teißmunn ist 1866 zu langen» Icheid in Heßen-Aussan gevoren, besuchte d.e Realschule in Ecoach uhd das Gymnasium in Wttsoaten urfb ftuDiCtie in Tübingen nno Berlin sowie am theologischen Seminar in H e r b o r n. 1890 wuroe er Pmcrveriveser in Tausenau, widmete sich feit 1891 er­neuten UniOuriitcu§rtuüien in Marburg, wo er 1892 Repetent wuroe und Die Lizenlialenwürte erwarb. Im gleichen Jahn habilttierte er sich daseloft chs Pnvaidozem, vertauschte 1895 Die)e Tätigkeit mit der eines Pfarrers und Leprers am theologischen oenunar zu Herborn und folgte 189 Z einem Rufe als oitenll. Professor der neuteftamentlichen Exegese nach Heidelberg. In demieloen Jahre wurde er von der Universität Marburg zum Ehrmaoktor der Geologie ernannt. Auch die fchottische Univerfitut Aberteen verlieh. ihm Die Tvkwrwürde honoris causa.

Einführung von Klausurarbeiten für das

preußifche Gerichts -Reserendarexamen ist im Prin­zip beschlosfen Worten. Tiefe Klausurarbeiten sollen nicht an die etellc Der wiNen.a-aftlichen Arbeiten, sondern neben Dieie treten, ba es fich als wunichenswert herausgestellt hat, daß die Exami­nanden auch aus ihre Fümgiett hin geprüft werten, Arbeiten' mniroalb weniger stunden anzusertigen. Im ganzen wirb da- Dura) eine Ueme Erschwerung d.s Examens heroorgerufen.

GingesanSt.

(Für Form und Inhalt uiui Rubrik stehenden Artikel übernimmt die JieoaftLon Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Vor einigen Tagen las Unteräeidyneter in Ihrer sehr ge- schatzten Zeitung, Daß eine T-ame nach Ausgabe eines 'N- skassenscheines über 10 Mk. in einem hiesigen Laden- ö«l^lt retvgmsäiert Woroen sei. Es ist wirklich ein trauriges Zeidfen Der öeit, daß unicre sicheren, kunstvoll ausgeführton teemntU|(fjeine bum 6. Oktober 1906 noch immer so wenig bielcd roci9ert möglichst Zahlungen in Dagegen, ivenn möglich, aite Zahlungen in Reichsla,sen,cheineli uno bceichsbantnoten und zahlt grunDsätzlich nur in Reickjs-Paviergeld unD doch Fets em gern gesehener Ga,t seiner , Wurde Itter Privall- und Gefd-iislsmann diesem o wäre umer ReichspaplergetD dem Publikum di.n Angestelllen der betr. Lutengeichäfte hier sehr bald oekannt, keine Tarne wuroe bann mehr dort bei Verausgabung eines oieichsca,,en>cheines rekognosziert und vor allen Dingen würbe unuwe heutige, allgemeine Geldknappheit, unter ter Arm unG> uno erst recht ter Mittelstano ganz unermeßlich leibet, gehoben oder tech wenigstens ,ehr gemildert werten. Tas Geld würbe dann schnell in die Zteid-shaupttassen zurückfliesten und Die ungünstigen Ausweise ter ReichSvank mit ihren 7i/s o;o Diskont lebt bald günstigeren Platz madjen. Sdpon zur Beseitigung oder ^inoerung ter Geldknappheit ersckMe deshalb, wie es die Oberen Regierungsbehörden idwn längst an die unteren getan haben der Örn :vivant seguentes" d. h. .frei übersetzt: ,,Publikum bediene

Spiesplan ves Meuen Kliener Kiadltyealers.

Sonntag, den 12. Januar, nachmittags 37, Uhr, bei kleinen Preisen:Die Rabensteinerin." Ende gegen 6 Uhr. Abends 7H, Uhr, bei kleinen Preisen: Unter Mitwirkung der Kapelle des Insant.-Neglinents:Ter Verschwender." Ende gegen 11 Uhc. Dienstag, abends 8 Uhr: 12. Dienstag-Abonneinents-Vorslellung: T e r Andere." Schauspiel in 4 Aufzügen von Paul Lindau. Ente gegen 10'/, Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 12. Mittwoch- Abonnements-Vorstellung:Ter Herr Senator." Ende gegen 9 Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: 12. Freiiag-Abounenientts-Vorstellung 7 Rosen" von Sudermann. Ende 10'/4 Uhr.

lCird?lid?s nactfdc^tcni truattgetifche (»ieiiiciiioe.

Sonntag den 12. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung bei konfirmierten männlichen Jugend Der Mntthäusgemeuite. Vortrag Des Herrn Lic. Glane.

Katholische Gemeinde.

Samstag Den 11. Januar:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hell. Beichte.

Sonntag den 12. Januar.

1. Sonntag n a ch Epiphanie.

Fest der heil, drei Könige.

Vormittags von 6% Uhr an: Gelegenheit zur heill Beichte.

, um 7 Uhr. Tie erste heil. 'Diene.

, um 8 Uhr: Tie zivelte heilige Messe.

um 9*, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um o /, Uhr: ^riftenlebre; daraus Vesper mit Segen.

rillSjUtz bUß otu ^luuersaiiiißrrtiipnu tzkl Alüvi Aufgebote.

Jaiuiar. 3. Anton Oppeimimn, Tienslknecht in Lehnheim, mit Magdalene Gerlach dahier. 4. Eeorg Schock, Kau'mann dahier, mit Anna Mana graulen in Trier. 6. Philipp Lmneftruth, vilisheizer dahier, mit Elisaveiha Becker in Treis a. D. XtDa. 9. Karl Krocker, Eisenbahnbedienfteter, mit Elise Wedel, beide dahier.

Eheschlictzungen.

Januar. 4. Johannes Geist, Hau mann in Hersfeld, mit Emilie Bruchhäufer dahier. 6. Ludivig Bechthold, Alaurer, mit Elisabeth Krug, geb. Kreiling, beide dahier.

(geborene.

Dezember. 31. Dem Wirt Johann Georg Krall eine Tochter, Helene Annemarie. Januar. 2. Lern Prwalfelretär Hemiich Rothe eine Tochter, Justine. 3. Dem Groi-H. Hochbauau'seher Georg Maringer eine Tochter, Emma Luise Diargareie. 4. Lern In­genieur Peter Thome eine ^Tochter, Elisabeth Hedwig, ö. Tem Küfer Bruno Schneider em Lohn, Bruno Karl Hetiirlch. 5. Tem ijormev August Wilhelm Stahl eine Tochter, Erna Wilhelmine, ö. Dem Kaunnann Siegmund Herzberger eine Tochter, Eva. 6. Dem Großh. Gewerbeaiiisichtsgehttten Friedrich Ludwig Alelcher eine Tochter.

Gestorbene.

Januar. 4. Luise Schmut, geb. Schwan, 65 Jahre alt, Neuen Baue 11. ö. Al art in Bttchberger, 4 Jahre alt, Am Rtegelpfaü 38. ö. Lma Weigel, 21 Jahre alt, Reuen Baue. o. Heimann üiemirowski, 7 Jahre alt, Stetnslraße 78. 5. Margarete Möbtis, 3 Jahre alt, 9leustadt 31. 7. Karoline Lauer, geb. Schalch,

ö5 Jahre all, Alitteliveg 8. 7. Franziska Mmoprto, geb. Schmidt, "4 Jahre all, Wetzlletngasfe 43. 9. 'Mathilde Becker, geb. Amend, 64 Jahre alt, Selterstveg 14. 9. Louis Repp, Privatier, 75 Jahre alt, Lahnstratze 10. 9. Katharine Uhl, geb Zöger, 75 Jahre alt, Fianilurier Straße 5. 10. Elisabeth Sack, 2 Jahre alt, Grosti Mnhlgasfe 21.

Merrozolvgissche Veooz,lyru»>gen der Station Gießen.

Januar

1908

10. 2

10. 9st

11. 7«

Wetter

2 -o

O X o °

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751,3

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1,6

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2

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Höchsie Temperatur am 9.10. Januar = + 0,4 6 C.

Rtedilgste , , 9.10. 8,8 " C.

TeietoBiascii© i^isrsberiCdste

des Giessenei Anzeigers, nntgeteilc von der Bank für Hande) und Industrie, Giessen.

Frankfurter Börse, H. Januar. 1.15 Uhr.

3/4°/0 Reichsanleihe . . 94.00 do. . . 82.70

Konsols .... 94.10 do 82.; 0 ü%°l0 Hessen.....92

°/0 Oberüeaeeu . . . 92.00 t zo Uesterr. Goidrente. 97 70 Uesterr. tiilberrente 9910

4 y» Ungar Goldrente . . 93 60 4% Italien. Keute . . . 103.35 Jzo Portugiesen Serie I 63.50 6% Portugiesen III 64.25 i>a0/0 russ.Staatsani. 190a 94 bU 4>5U,O Japan. Staatsanleihe 88.80 t % Cunv. Türken von 19u3 94.95 l ürkeuluse 144 4u i % Griech. Ilonopol-Aul. . 50.30 i% äussere Argentinier . 85.75 uu/0 Mexikaner .... 62.45 4//*(o Chinesen 95.70

Aktie»:

Bochum Guss 201 00

Buoerue E. W 114 50 Tendenz.; lest.

iiernuer Börse, 11

Canada E. B 156.40 Darmstädter Bank ..., Deutsche Bank .... 231*70 Dortmunder-Union C. . . Dresdner Bank ... * 140*b0

^Tendenz: unentschieden.

EJektnz. Lahmeyer . . . 125.25 Blektnz. tichuckert . . . 107.90 Bselnveiler Bergwerk . . 212 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 1ö9.75 liauiüurg-Amerik. Paket». 121.90 barpener Bergwerk. . . 201.50 Laurab ritte 219.00 Aurdd. Lloyd 109.00 Ubeischles. Eisen-Industrie 100.00 Berliner riandelsges. . . 157.90 Daiuistadter Baut . . . 127.60 Deutsche Bank .... 231.70 Deutsch-Asiat. Bank . , 134 00 Diakuntu-Komuiauuit. . . 173.10 bresuuer Bauk .... 140 90 Kieuitaktien 201.80 baitiuiure- uud Ohio-

Liseutaun .... 86.50 GoitbardUahu. Lombard. Eisenbahn . . 28 20 uesterr. titaaisuuim . . . 145.10 i'nuce-Heiin-Biseuuahu . 1^2.40

Januar. Anfangskurse.

Hurpener Bergwerk. . . Lauranütle ..umbaraen E. B. ... 28.30 Nordd. Lloyd 108.00 i ürkeiüose 144.50