Ausgabe 
10.11.1908 Erstes Blatt
 
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Heuern möchten, damit der noch fehlende Teil der Bausumme in möglichst kurzer Zeit aufgebracht sei. Lehrer Ritter, der Vertreter des Frankfurter Zweigvercins, teilte daraus mit, datz <rc in der angenehmen Lage sei, schon heute von seinem Verein als erste Rate 500 Mk. zu überliefern, was mit großem 'SciraU cntgegcngenommen wurde. Zuletzt sprach Professor H e d d e r ich , der Vorsitzende der Sektion Gießen des Deutschen und Oester- reichischen Alvenvereins, die zu den Kosten ebenfalls schon einen Betrag beigesteuert hat, dem V. H.-C. in launigen Worten seinen Glückwunsch zu dem gelungenen Werk aus. Das Fest, das von herrlichem Wetter unterstützt war die Spitzen des Feldbergs und Altkönigs, über eine Nebelwand in den klaren Himmel hineinragend, orüßtcn vom Taunus herüber und boten einen wunderbaren Anblick, und so den Teilnehmern auch die Ge­legenheit zu schönen Ausflügen in die Umgebung bot, verlies in ungetrübtester Heiterkeit und hat sicher allseits die angenehmsten Eindrücke hinterlassen. *

" Erledigt ist die Stelle des Forsiwarts der Forst- roartei Seiden buch, Cberföcftcrci Lindenfels.

*' Lebensretter. Der Küfer Lorenz Haenlein in Mainz hat am 27. Mai ein Mädchen vom Tode des Er­trinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von S. K. H. dem Großherzog die Rettungsmedaille ver­liehen worden.

Einfrieren der Hauswasserleitungen. Wir machen die Hausbesitzer, bezw. deren Stellvertreter, auf die in heutiger Nummer dieses Blattes enthaltene Bekannt­machung des städtischen Gas- und Wasserwerks, betr.Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Hauswasserleitungen" aufmerksam. Es empfiehlt sich, diese Bekanntmachung auszubewahren und geeigneten Ortes anzubringen. Der bezügl. Abdruck wird in unserem Blatte einigemal erfolgen, damit alle mit der Bedienung der Hanswasierleitung betrauten Personen nut ihm versehen werden können.

-Legt Klebegürtel um Eure SD b ft b ä itjn e 1 In jetziger Zeit entwickelt sich der Frostspanner zum Schmetter­ling und das Weibchen legt die Eier an die Knospen der Bäume. Da die Weibchen keine Flügel besitzen, müssen sie zur Eierablage oit dem Stamm der Bäume bis zur Krone berauikriecheu. Um sie hierbei abzulangen, werden Teer- oder Leimringe angelegt. Man nimmt einen Streiken Packpapier, legt ihn in bequemer Höhe nm den Baum, beteiligt ihn oben und unten mit Bmd'aden und bestreicht diesen Streifen mit Teer. Während der Wintermonate sind die Ringe klebend zu halten, um auch Nachzügler abzuhalten. Nach Beendigung der Flugzeit, etwa Ende Januar, untersucht man die Schutzgürtel und verbrennt sie. Man wird in den meisten Fällen auch anderes Ungezieter vorsinden, z. B. die Gespinnste der Obstmade. Wie Schreiber dieser Zeilen beobachten konnte, statten qcrabc die emsigen Meisen mit Vorliebe diesen Schutzringen einen Besuch ab, zumal für sie daran schon manche Beute festge- klebt hing.

XX. Greifenstein, 9. Nov. In zweijähriger Tätig- il'cit sind unter Leitung des fürstlichen Baumeisters Seiler- Braunfels die Aufräumungs- bezw. Erneuerungsarbeiten in unserer Burgruine tüchtig vorangeschritten. Vorerst galt es, ibie Schuttmassen zwischen den Resten der Feste zu beteiligen und sodann einzelne Mauerteile vor weiterem Verfall zu sichern. Dabei wurden mächtige Gewölbe und Gänge frei- gelegt. Eine alte, unterirdische Rößmühle gibt noch Zeugnis von ihrer einstigen Stärke. Die bisher viel besuchte Schloß- Kirche, erbaut von dem Grafen Wilhelin von 1683 bis 1694, bedarf der Erneuerung nicht. Sie zeigt wundervolle Stukka- turarbeitep au ihrer Holzdecke, an Bühnen und Kanzel, aus- geführt von dem italienischen Sliinftler Pacrini. Hoffentlich gelingt cs, den Greifenstein noch lange als Anziehungspunkt unseres schönen Tilltales zu erhalten. Von der Haltestelle Edingen (Strecke GießenKöln) ist der Greifenstein bequem in einer kurzen Stunde zu erreichen.

X Hanau, 8. Nov. Das in den ersten Tagen des i^Monats September dahier abgehaltene, in glänzender Weise verlaufene landw. Fest (Bezirkstierschau, Generalversamm­lung der Landwirtschaftskammer, landwirtschaftliche Aus­stellung ?c.) hat auch finanziell in befriedigender Weise ab­geschlossen. Tic Einnahmen betrugen 68 727.69 Mk., die Ausgaben 67 313.84 Mk., mithin wurde ein Ueberschuß von 1413.85 Mk. erzielt. Für den Massenbesuch des Festes spricht die Tatsache, daß an Eintrittsgeld 19 417 Mk. ein= gingen.______________________________________

Landerkonserenz der Sozialdemokraten Hessens.

kussion drehte sich um die BestätigüngSfrage, Grenzsiveitigkeiten der Parteipresse usw., es sprachen Raab-Pfungstadt, Kr umm - Gießen, Zahg-Mühlheim, Rink, Engelmann, Eißnert, Graeger. Jung-Rüsselsheim u. a. Schließlich wurde der Antrag ange­nommen: Ter Bericht des Landeskomitees ist frühzeitig an die Kreisvorsitzenden zu versenden, die den Bericht in mindestens zwe» Exemplaren an die einzelnen Organisationen weitergeben f ollen.

In der Sonntagssitzung referierte zunächst Aog. R a a b e über die Tätigkeit der Landtagsfraktion und die L an d - tagswabl. Tie Zusammensetzung des Landtags verhinderte, das; die Tätigkeit der Fraktion eine besonders produktive fein konnte. Tie Partei müsse nach wie vor eine Revision des GemeiNschafts- vertrags mit Preußen fördern, nicht allein roegen ber minimalen Rechte für Hessen, sondern vornehmlich wegen der finanziellen Benachteiligung. Mit der Zuziehung von Arbeitern zur Gewerbe- inspektion ist endlich der Änsang gemacht. Auch m ber _p-rage landesgesetzlichen Vauarbeiterschutzes sind wir einen Lrchntt vorwärts gekommen. Hinsichtlich ber Bubgetfr a g e war die bekannte Erklärung ber 66 am Platze; denn bie LanbeSpartet muß allein entschiiden bürfen. Die letzten Wahl e n können die Partei nicht befriedigen. Tas indirekte Wahlsystem tragt daran die Hauptschuld. Tie WahlparoleGegen Verfchachcrung der Volksrechte" hat beim Bürgertum versagt. Tie Gegner haben kein Anlaß, zu triumphieren, denn bie Verschiebung in ber Zu- ammensetzung des neuen Landtags ist nicht nennenswert.

In der Tiskussion kritisierte B u s o l d - Friedberg den Be­uch parlamentarischer Abende durch Landtagsabgeordnete der Par­tei. Das sei ein Fehler. Tie Erklärung ber 66 in ber Budget frage bedeute eine Versündigung an der alten Tradition des Sich- ügcns unter Mehrheitsbeschlüsse, an der Disziplin. A.lerbmgs müsse er zugeben, daß ber Parteitagsbeschluß in Nürnberg für absehbare Zeit nicht aufrechtzuerhalten ist. Graeger -Mainz tadelte das Abkommen mit den Freisinnigen bei der verflostenen Landtagswahl. Tie Handvoll Freisinnigen haben sich doch als unsichere Kantonisten erwiesen. I u n g - Arheilgen verflicht zu erklären, wie es tarn, daß Wixhausen verloren ging, und da­durch bträ Landtagsmandar Griesheim nicht errungen werden konnte. Fr öhd er-Bretzenheim forderte, die Fraktion müsse die Ueber- nahme bet Armenlasten mindestens auf die Provinz energischer betreiben. Des Weiteren behandelte RednerIrrungen" der Par­tei in Mainz und Umaegcnb Daschmann - Kostheim mochte die Erklärung der 66 in Nürnberg nicht so tragisch nehmen. Krumm-Gießen wäre im großen ganzen mit der Haltung der Land tags fr alt io n einverstanden, aber auch Busold und. Gröger hätten ihm in mancher Beziehung aus dem Herzen gesprochen. Wenn er gewußt hätte, daß Mainz außerhalb des^Abkommcns mit den Freisinnigen lag, hätte er eine andere Stellung für Oberhessen eingenommen. Dr. O. uessel <- Darmstadt rechtfertigte cü5 taktische Abkommen mit den Darmstädter Freisinnigen. Da­durch konnte man wenigstens die Stimmen zählen. Die Bubget- rage darf nur als eine taktische betrachtet werden. Die Tat­sachen des Lebens sind so wenig vorauszusehen, daß man sich nicht binden darf. Es gibt Situationen, in denen gerade das Wohl der Partei zwingt, gelegentlich Parteitagsbeschlüsse um- zuwersen. H a a r e r--Offenbach: Wahlabkommen, wie bas mit den Freisinnigen, seien bei dem indirekten Wahlsystem nicht zu vermeiden: Äog. Ulrich: Beim Abkommen mit den Frei­sinnigen war nicht mehr zu erreichen. Die Erklärung^ der 66 in Nürnberg war im Interesse ber Partei nötig, da eine Spaltung drohte, infolge bet Haltung ber Berliner. Es ist ein Skanbal, wenn Busold fegt, ich feizum Großherzog gegangen". Wir waren nur auf Ltem parlamentarischen Abend. Riek - Urberach befürwortet den Antrag, das Landeskvmitee solle Sorge tragen, daß bei wichtigen parlamentarischen Arbeiten im Hessischen Land­tage die Bevölkerung über die Verhandlungen in zweckentsprechen­der Weise unterrichtet wird. Müller-Berlin, Vertreter des Zentralvorstandes, betrachtete die Vudgetfrage als eine prinzi­pielle. Nach einem Schlußantrag wurden verschiedene Anträge an bie Landtagsfraktion als Material überwiesen.

Vertreten waren insgesamt 80 Orte durch 99 Delegierte. Angenommen wurde am Nachmittag ber Antrag: Der Lanbes- corftnnb wirb beauftragt, sich mit bent Provinzialvorstand von Hessen-Nassau in Verbindung zu setzen, um gemeinsam für beide Landesteile, Hessen und Nassau' bie Bildungsfrage zu regeln. Ebenfalls folgende Resolution: Angesichts ber bereits vorhan­denen unb für den Winter in noch ftärfcrem Maße zu erwarten­den allgemeinen Arbeitslosigkeit fordert die Landes-Kon­ferenz alle parteigenössischen Stadtverordneten und Gemeinderäte bezw. die örtlichen Parteivorstände des Landes auf, ungesäumt Anträge an die Gemeindeverwaltungen zu stellen, in denen 1. schleunige Maßnahmen zur Milderung der Arbeitslosigkeit und ihrer Folgen und 2. eine Verständigung mit sämtlichen Ge­meindeverwaltungen des Großherzogtums über solche Maßnahmen gefordert werden. Ein weiter angenommener Antrag betrifft bie Grenzstreitigkeiten" der Parteizeitungen. Eine fünfgliedrige Kom­mission soll ein neues Organisationsstatrit entwerfen. Die bis­herige Zusammensetzung des Landeskpmitees wurde durch Abstim­mung beftkitigt. Tie nächstjährige Landeskonferenz, soll in Da r m- ftabt stattsinoen.

Tic Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broiprcise

am 9 November 1908.

4- Mainz, 8. Novernb.

Arn Samstag abend wurde hier die Landeskonferenz der hessischen Sozialdemokraten durch den Vorsitzenden Abg. Ulrich eröffnet. Tie Landtagsabgeorbneten ber Partei waren anwesend. Der Reichstagsabg. Dr. Tavid war verhindert, weil er im Reichs­tage zum Reichsweingesetzentwurs zu sprechen hatte. Den Tätig- keitsbericht erstattete Abg. Ulrich. In der Frage der Nicht­bestätigung sozialdemokratischer Beigeordneter muß die Mühlheimer Angelegenheit pr Sache des Landes ge­macht werden und eine Entscheidung der ofcrften Instanzen an­gestrebt werden. Ter Aktion des Ministeriums muß von der Partei die Aktion entgegengesetzt werden, daß die sozialdemokratisch. Gemeinderäte zwar in bie Ratsversammlungen gehen sollen, um dort aber nur negative Beschlüsse zu fassen, bis mit bem Gewalt­streich einer Bestrafung gebrochen ist. Die Situation bei ben verstossenen Lanbtagswahlen würbe geschaffen durch die Haltung der reaktionären Parteien am 20. Juni in der Frage der W a h l r c ch t s v o r l a g e. Dadurch war bie Partei ge­zwungen, mit ben Freisinnigen, bie in biefer Frage festgeblieben waren, zu einer Verständigung für die Wahlen zu kommen. Das Resultat der Mainzer Wahl ist keine Niederlage, Denn die Geg­ner haben unter Hintgnstellung ihrer Prinzipien sich vereinigen müssen. Jin ganzen Lande zeigt sich ein Stimmetizuwachs: na­mentlich auch haben sich besondere Fortschritte aus dem platten Lande gezeigt. Von den Freisinnigen wurde offen gehalten, was vereinbart, wenigstens, soweit es die Führung betrifft. Für eine Zweidrittelmehrheit bei der Verschlechterung der Versassungs- artitei wird es auch jetzt wohl nicht langen. Anschließend an das mit starkem Beifall angenommene Referat sprach Abg. Orb, der den Geschäfts- und Kassenbericht vortrug. Bei den G e m e i n d e w a h l e n übersteigen bedeutend die Erfolge die Ver­luste. Ortsvereine bestehen 206, die Mitgliederzahl hat sich von 16 707 aus 18 394 erhöht, darunter sind 1091 weibliche Mit­glieder. Das Vermögen der Kreise (mit Ausschluß von Gießen- Grünberg' beträgt 9535 Mk. bar und 910 Mk. in Marken. Sclstlldcn haben zwei Kreise (517 Mk.). Mitglieder der Gewerk­schaften sind 46 345; auf die hessische Parteipresse sind abonniert 26 512. Von den 77 092 Reichstagswählern sind 23,86 Prozent politisch organisierte Mitglieder. Tie wirlschastliche Krise macht sich start bemerkbar im Rückgang des Martenverdrauchs. In der Diskussion wandte sich Redakteur S ch i l d b a ch - Offenbach gegen die A r t des Abkommens mit den Freisinnigen, das die Wahl in Mainz ganz außerbetracht ließ. Tas letztere war ein Fehler. Tas Abkommen hätte man den betreffenden Lokalvrgani jarioncn er ft vorher vorlegen sollen. Bezüglich Mombach-Ingel- heim bedeutete das Abkommen auch eine Verschlechterung gegen den früheren Zustand. Gegen die Watziv, ci-i;dilcäjteruno sollte eine Kundgebung iüi das ganie Land ranstan, t werden. Aller­dings brauchte Ulridj nid t vorher beim V eoüber.iog dasür um t£ut Wetter zu bitten, (Heiterkeit.) Der weitere Gang der Dis-

Höchste Schlachtviehpreise m Frankfurt a. M.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 7880 Mk.

' , Kg.Schlachtgero. 9295 PI.

l/, 71-72 ,

V, Kg. 78-86 Psg.

V, , 76-80 , 68 - 84 ,

Getrcibepreise in Ai a n n h e i m

Brotpreise in Gieße n

Weizen 100 Kg. 21.50-2. .75 Mk.

Roggen 100 Kg. 17.5000.00 'Mk.

Weißbrot 2 Kg. 62 P'g.

Schwarzbrot 2 Kg. :>8 Plfl.

Getreide-Wochenbericht

der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 3. bis 9. November 1908.

Infolge der atuS Argentinien gemeldeten Frostschäden, deren Umfang von amtlicher Seite ans ungefähr 10 Prozent geschätzt wird, und der damit zusammenhängenden Erhöhung der argen­tinischen Forderungen machte sich allgemein eine festere Stim­mung im Getreidehandel beinerkoar. Einen weiteren Anlaß zu der bis 5um Schluß der Berichtswoche andauernden Festigkeit gab die winterlich gewordene Witterung, unb zwar insofern, als bei bereit Eintritt noch ein großer Teil der Wei-enaussaat unerledigt toar, während die im Loden befindliche Saat nicht kräftig genug entwickelt ist, um den Gefahren eines frühen uno strengen Winters Widerstand leisten zu können. Dazu kommt noch, daß sich die Schiffahrtsverhältniise weiter verschlechtert haben, so daß die Mög­lichkeit einer gänzlich en Unterbrechung der Warenzufuhr auf dem Wasserwege wieder näher gerückt erscheint. Alle diese Umstände erlidreii es, daß den erhöhten Forderungen etwas mehr In­teresse entgegeugebracht wurde, zumal auch das Ausland fort­gesetzt mit Ansprüchen an Den deutschen Markt herantritt. Nament- lich für Weizen bot sich wiederholt Gelegenheit zu Exportverkäufen nach Belgien unb Sübeuropa, aber auch für Roggen bestaub neuerbings Nachfrage seitens Skanvinavicns, adgefehen davon, paß die Erledigung früherer Abschlüsse immer wieder Ware nach Der Küste aolentt. Ter bedeutende Preisunterschied zwischen in- unb ausländischem Probukt, sowie die eingeschränkte Leistungs­fähigkeit Rußlands hinsichtlich Roggens fichern dem deutscyen Getreide auch weiterhin die ))Nöglichkeit, auf bem Weltmärkte in Wetibewero zu treten. Hafer war zu unveränderten Preisen von Pommern und Mecklenourg genügend angeboten, während hohe Wasserfrachten^den Bezug von Schlesien nahezu unmöglich eria;cinen lanen. Im Lraugersteiigesctchft herrscht Ruhe, da der Bedari vorläufig^ gedeckt t jein scheint. Interesse erwecken nur Die schwach ang . leiten n Qualiuiten, deren Preise sich im folgedessen gut behaupte, haben, wahrend Mittelware billiget zu kaufen war. Müßig erhöhte Forderungen, fiir rusfische Gerste

führten mehtfacb zu Umsätzen. Auch für Mais zeigte sich infolge unzulänglicher Versorgung und aus Furcht vor Unterbrechung der Scknffahrt mehr Kauflust.

Es stellten sich die Preise {nr inländische? (Betreibe am letzten Markttage in Mark pro 1000 k? je nach Qualität, wobei bas Mehr ( + ) bezw. Weniger () gegenüber ber Vorwoche in Klammern () beigefügt ist, rote folgt:

Weizen 207 (4- 1)

Roggen

Haier

Königsberg

1667

:(-

)

156 (4- 1)

Danzig

206 ( 4 4)

165

(-

3)

162 (4- 2)

Stettin

199 (4 2)

169

(4

2)

160 (- )

Polen

200 ( 1)

163

(

2)

158 ( 1)

Breslau

205 l 1)

172

(+

1)

l<i0 t )

Berlin

206 (4- 3)

173

(4-

3)

175 i- )

Ätagbeburg

201 (4- 1)

172

(

)

173 '4- 1)

Halle

202 (4- 2)

177

(-

)

170 ( )

Leipzig

203 ( )

176

(-

1)

168 (4 2)

Brannschroeig

201 ( )

171

(-

1)

176 (- )

Rostock

194 (- )

164

(+

1)

155 ( )

Hamburg

201 (+ 3)

169

(+

1)

170 (- )

Haimooer

203 ( )

170

(-

1)

175 ( )

Düsseldorf

212 (4- 2)

175

(+

1)

164 (- 1)

Frank'urt a.M

205 ( + 21 ,)

180

(-

)

U5 (- )

Rtannheim

233'/, (4-4'/,) 2227, (-2* ,)

187

( +

1)

1717, (>/.)

Stuttgart

185

(

)

175 (- )

München

216 ( 3)

175

(-

2)

171 ( 1)

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin

Dez. 208.00 (4 3.25),

Mai 213.75 (4- 4.25). Bubapest

Avril

214.60 <4- 3 05). Paris

Nov. 185.60 (-s-

1 65). Liverpool März 174.40 (-+- 2.35). Chicago

Dez. 156.'0 i-4-

2 30). Roggen:

Ber

in D

ei.

176.25 (4 2.50),

Mai 185.50 (4-

3.75). Hafer: Berlin Tez. 164.50 ( O.), 'jJtat

167^0 (4- 0.50) Dlk.

FLNntteen-Nacbrickten.

Vermählte: Herr C-bristian Steuernagel in Bab Nauheim mit Fräulein Elisabeth Kofler in Homburg v. b. H.

Gestorbene: Frau Ernst Koch Wuive, geb. Enders, Frau Maria Diehl, beide in Alsteld. Frau Ehristme Döring in Frisch- borii. Frau Katharine Slreuber in Ortenberg. Frau Emma (SltB, geb. Winter, in Schlachtensee. Herr Heinrich Muller in IrieOberg. Frau Amalie Eckhard Witroe, geb. Decher, in Darm­stadt. Herr Heinrich Tietz, Herr Wilhelm Gerlach, beide in Wetzlar. Herr Peter Lotz in Laudork. Heir Jakob Daniel in Albshausen. Frau Alina Goldstein Witroe, geb. Sprickmann, in Wetzlar-Kupserdreb.

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Aktien:

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10. November. 1.15 Uhr.

Elektnz. Lahmeyer . . . 116 50 Elektriz. Schlickert . . 118.60

Escbweiler Bergwerk . . 191 70 Gelsenkirchen Bergwerk . 188 90 Hamburg-Amerik. PaketL 111.90 Harpeuer Bergwerk. . . 194.40 Laurahtttte 194.00 Nordd. Lloyd .... 88.50 Übeischles. Eisen-Industrie 98.25 Berliner Handelsges. . . 166.90 Darmstädter Bauk . . . 125.40 Deutsche Bauk .... 240.20 Deutsch-Asiat Bauk . . 133 00 Diskonto-KomuiaudiL . . 178.60 Dresdner Bauk .... 146 90 Kreditaktieu 199.70

Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn 106.25 Gottbardbahn Lombard. Eisenbahn . . 22.20 Oesterr. Staaisbuhu . . . 146 80 Priuce-Heuri-Eiseubahu . 123.00

Tendenz: fest.

Berliner Börse. 10 November.

Anfangskurse.

Canada E. B. . . .

Darmstädter Bauk . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz fest.

. 174.90 . 126 90 . 240.00 . 58.2 . 146 60

Harpeuer Bergwerk. Laurahtttte . . . Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . . .

Türkenlose . . . .

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