Ausgabe 
10.3.1908 Erstes Blatt
 
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Kreisrats für die Ersatzansprüche der Stadt eine Hypothek auf das Hau? des Bürgermeisters erwirkt.

** Bortraysabend bet Frl. Minna Körn er. Arofessor Krantz, Leiter des Dresdener Konservatoriunts, schreibt in einem seiner Berichte folgendes:Eures möchte ich aber gerne ^erreichen. Und das ist, daß das Publikum mehr zur Klarheit dar- ßfcr käme, von welch' ernster Wichtigkeit gerade der grundlegende Unterricht sei, mit welch' kritischer Genauigkeit gerade Leistlingen auf dem Grundfchulstandpnnkte beurteilt werden müßten. ... Mir den Anfang soll alles gut genug sein; der schlechte Lehrer, das schlechte Instrument, die schlechte Literatur. Weggewoneues Geld, verlorene Zeit, vergeudete Kraft, Unlust und Unfähigkeit zu höheren Studien, verdorbener Kunstgeschmack sind aber die Erzeugnisse des schlechten Unterrichts." So klagt ein erfahrener Musikpädagoge, und er hat recht, so bitter dies Zugeständnis auch feilt mag, um so mehr als der resultierendeverdorbene Kunstgeschmack" solcher beklagenswerten Opfer musikalischer Kurz­sichtigkeit für deren Mitmenschen leider nur allzuoft eine tägliche Quelle der Qual wird. Wie oft must man in weihevoller Abend­stunde hören, wie Cbopin'sche Petunien uni) Walzer bei womöglich offenem Fenster mißhandelt werden, wie die vergewaltigte Bcet- hoven'sche eis-moll-Sonate um Hilfe und Rache schreit. Und nur zu wabir ist es, daß das heutige Berstäitdnis für wahrhaft künstlerisches, durchgeistigtes Klavterspiel so sehr zurückgegangen ist, daß sich niemarrd findet, der den jammernden GeisteSkrudern unserer großen disteister zu Hilfe kommt. Professor Krantz bezeichnet dieses musikalische Sieckstum ganz richtig als Folge des schlechten Anfangsunterrichtes. Er erreicht nichts und verdirbt alles. Wie Krankheiten verhüten leichter ist als solche heilen, so ist es auch viel leichter, einem noch unwissenden Menschenkinde richtiges Klavier- fpielen beizubringen, als die durch anderer Unverstand ange- wöhnten Fehler wieder gutzuma.ch.en, wenn letzteres nicht gar un­möglich ist. Fräulein Minna Korner beschloß die Reihe der Vortragsabende für das Unterrichtsjahr April^l907 bis April 1908 verflossenen Samstag mit einem Vorspiel der Schüler der Anfänger­und Mittelklasse. Alle die zumeist noch ziemlich jungen Spiele­rinnen zeigten eine durchaus künstlerische Auffassung der ihnen gestellten Aufgabe. Manche spielten sogar auswendig und das mit einer rhythmischen und dynamischen Sorgfältigkeit, daß man seine Helle Freude daran haben mußte. Auch im Spiel zu 4 Händen und im Ensemblespiel mit der Violine zeigten sie sich äußerst ge­wandt und sicher. Daß alle Schüler der Schule inbezug auf tech­nische Schulung nur Vorzügliches leisten, wurde schon gelegentlich der im vergangenen Jahre gehaltenen Bach- und Beethovenabende der Oberklasse hervorgehoben, und von den kleinen Künstlerinnen vergangenen SamStag auf's Reue bestätigt. Daß eine solche Schu­lung nur künstlerisch ausgebildete (nicht eingebildete!) Klavier­spieler hervorbringt, liegt klar auf der Hand und wollen wir der .Schule für höheres Klavierspiel von Frl. M. Körner für die kommenden Jahre recht strebsame Schüler wünschen, denn üt unserer heutigen geschmacklosen Zeit fehlt es sehr an musnälischen Klavierspielern.

Lollar, 9. März. Gestern fand hier eine sehr stark besuchte Versammlung der Nationalliberalen statt, in der Professor Dr. Bierm er-Gießen über die gegenwärtige Reichs- Politik, über Vereinsrecht, Polenfrage, Blockpolitik, Wahlrecht und andere politische Zeitfragen sprach. Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden der nationalliberalen Ortsgruppe Lollar, Hüttenbeanüen Bartholomae geleitet. Prof. Dr. Biermer erntete lebhaften Beifall für seine Ausführungen.

, x Grün berg, 8. März. Bürgermeister Stöpler von "Lauterbach hielt heute nachmittag im GasthausZum Hirsch" hier dor zahlreicher Versammlung aus Grünberg und Umgegend einen Vortrag über die Vorteile dec elektrischen Beleuchtung und Kraftanlagen, sowie lüb.r die geplante elektrische L i ch t - u n d Kraftanlage in Lißberg. In klarer Weise machte der jVvrtragende seine Ausführungen und erläuterte sie mit zahlreichen Beispielen aus seinen Erfahrungen und Kenntnissen vom Lauter­bacher Elektrizitätswerk. Oberingenieur Müller erklärte an Hand einer Karte in kurzer übersichtlicher Weise die Anlagen und die Ausdehnung, die das Werk von Lißberg aus über die Provinz nehmen soll. Auf Befragen des Gemeinderats S e h r t-Grünberg, ob die Gemeinden, die sich dem Werke in Lißberg anschließen, zu einem eventuellen Verluste beitragen müßten, gab Provinzial­direktor Geheimerat Dc. Breid ort dahin Auskunft, oaß jedes Risiko,für die Gemeinden ausgeschlossen sei. Falls das Werk in der ersten Zeit Zuschüsse bedürfe, was uw hl nicht ausgeschlossen ist, so würden dazu die lleberschüsse verwendet werben, die der Pro- chmz mit .Sicherheit aus dem geplanten Wasserwerk bei Inheiden tzufließen werden, nachdem mit der Stadt Frankfurt a. M. ein Vertrag über Wasserabnahme geschlossen sei. Ge- mteinberat Sehrc, Borsitzerrder der Beleuck.lungskommission in Grünberg, gab seiner Freude Ausdruck über die von Geheimerat Tr. Breiderr gegebene Zusicherung, daß für event. Ausfälle die Gemeinden, die sich dem Werte in Lißberg anschließen, nicht das Risiko tragen und sicherte unter diesen^Umständen nicht nur mit ziemlicher Sicherheit den Beitritt der etabt Grünberg zum Liß- berger Weke zu, sonrdern erklärte auch noch, tzaß von Grüitberg aus in der Umgebung noch möglichst Propaganda für die Beteiligung am Lißberger Werke gemacht werden solle. Geheimerat Tr. Brewert und Bürgermeister Stöpler ernteten für ihre interejianten und klaren Ausführungen den ungeteilten Beifall der zahlreickien Ver­sammlung und cs ist wohl als sicher zu betrachten, daß Grünberg sich der geplanten elektrischen Licht- und itcaitaniage in Lißberg sofort anschließt.

+ 2ich, 9. März. Ein lange gehegter Wunsch vieler unserer Gemeindeglieder geht nun seiner Verwirklichung ent­gegen. In diesen Tagen hat der Gcmeinderat den Entwur der Statuten einer Ortskrankenkasse für Lich und Umgegend beraten und angenommen. Am kommenden Sonntag, 15. d. M., soll die Kasse in öffentlicher Versammlung begründet werden. Es ist zu hoffen, daß sich dazu recht viele Interessenten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, einfinden,

um diese so sehnlich herbeigewünschte Wohlfahrtseinrichtung | ins Leben zu rufen. Hoffentlich wird daS Institut am 1. April d. I. endlich in Kraft treten.

4- Unter-Schmitten, 8. Marz. Eme gut besuchte nationalliberale Versammlnlung fand hier heute nachmittag bei Gastwirt Seiler statt. Prof. Luley aus Gießen sprach überPolitik im Reiche und m Hessen". Er erörterte die wichtigsten politischen Fragen und kennzeichnete die Stellung seiner Partei dazu. Nach diesem beifällig auf­genommenen Vortrage hielt Herr Riedel noch eine kurze patriotische Ansprache und schloß mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland die Versammlung.

Q Nie der-Gemünd en, 9. März. Gestern ist nach kurzer Krankheit unser Bürgermeister Friedrich Berg ge- torben, der ein Alter von 67 Jahren erreichte.

Ober-Mockstadt, 9. März. In der Angelegen­heit des zusammengebrochenen Vorschuß- und Kr^edlt- vereins Obcr-Mockstadt nahm heute der Ober-Staats- amualt aus Gießen hier und in den umliegenden Dörfern Vernehmungen vor. In einer außerordentlichen General­versammlung des Vorschuß- und Kreditvereins Ober-Mockstadt wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich aus folgenden Herren zusammensetzt: Bürgermeister Birkenstock in Ranstadt (Direktor), Pächter Schuch auf Hof Schleifeld und Philipp Schult in Staden. Weiter wurde der Aufsichtsrat nominiert.

Mainz, 9. März. Als gestern vormittag die hier be­dienstete 25 Jahre alte Berta Schäfer ans Gießen nicht aus ihrer A ansarde herabkam, ging die Frau hinauf, erhielt aber auf ihr Klopfen die Antivort, daß sich das Mädchen unwohl fühle. und am Vormittag im Bett bleiben wolle. Doch auch am Nachmittag kam es nicht herunter und gab auch keine Antivort mehr auf das Klopfen. Man öffnete deshalb gewaltsam und sand das Mädchen mit einer S ch u ß- wunde im Kopf, die es sich aus Liebeskummer beigebracht hatte. Schwer verletzt brachte man die Unglückliche in das Spital.

x Dutenhofen, 9. März. Von zwei 'Handwerks- 6 ursch en, die gestern in unterem1 Torfe bettelten, hatte einer im benachbarten Aliendorf a. d. Lahn in einem Hause einen neuen Hut gestohlen. 2er Eigentümer, der die Spur der bÄden Diebe verfolgte, erwischte sie mit Hilfe der hiesigen Polizei (in unserem Orte. Auf die Aufforderung des Polizeidieners för­derte der eine der beiden Gesellen mit verdutztem Gesichte den Hut aus dem Verstecke, seinem Rucksacke. Hierauf wurden beide beim hiesigen Vorsteher vernommen, wo sie sich tapfer herauslügen wollten und erzählten, daß eingewisser Dritter" den Hut ent­wendet, ihnen zugesteckt und sich dann entfernt habe. Tann wurden beide von einem telephonisch herbeigerufenen Gendarm aus Wetzlar in das dortige Arresthaus gefesselt übergeführt.

Schwurgericht.

tb. Gießen, 10. März. Kindestötung.

Gestern vormittag eröffnete Landgerichtsrat H ol z a p f e l die Tagung des Schwurgerichts für das 1. Quartal, m der nur ein Fall und zwar gegen das 24 Jahre alte Dienstmädchen Margarete Gottuiaun ans Friedberg wegen Kindestötung zur Verhand­lung stand.

Die Anklage vertrat Staatsanwalt Tr. Brill, die Ver- teibigung führte Rechtsanwalt Raab. Es waren nur wenige Zeugen zu hören, darmtter die Mlilter und der Bruder der An­geklagten. Medizinalral Dr. Becker-Friedberg war als Sach­verständiger tätig. . .

Ter Angeklagten wurde zur Last gelegt, daß sie ihr uneheliche geborenes Kind während oder gleich nach der Geburt vorsätzlich gelötet hat. Tie Gottmann hatte früher schon einem Kinde das Leben gegeben, das die Eltern erziehen.

Tie Verhandlung fand unter Aiisschluß der Oesfentlichkeit statt. Die Gcsthworcnen bejahten die Frage wegen Kindestötung, aber auch die aus Antrag des Verteidigers gestellte Frage, ob die Tötung fahrlässig begangen sei, und billigten der Angeklagten mildernde Umstände zu.

Tas Urteil lautete auf 9 Monate Gefängnis, wovon 1 Monat Untersuchungshaft in Anrechnung kommen. Der Staats­anwalt hatte 1 Jahr beantragt.

Noch eine Schultragödie.

Durch thüringische Blätter ging dieser Tage folgende Notiz aus Oldisleben (dies ist eine weimarische Enklave zwischen Frpnkenhausen und Heldriingen an der Eisenbahn­strecke SangerhausenErfurt):

Seit Dienstag voriger Woche hat der Schulknabe Nikolai das Elternhaus verlassen und ist bis jetzt noch nicht zurückgekehrl. Sein Aufenthalt war bisher noch nicht zu ermitteln. Wohlver­diente Strafen seitens der Schule wie der bedauerns- iDcrten Eltern dürften den leichtsinnigen Jungen zu diesem Schritte veranlaßt haben.

Eine spätere Notiz aus Oldisleben lautete:

Der vierzehnjährige Schullstabe Hans Nikolai, der sich vor aifjit Tagen heimlich aus dem Elternhause entfernt hatte, wurde am 4. März zufällig in der zur hiesigen Pfarre gehörigen Scheune sterbend aufgesunden. Der schnell herbei­geholte Arzt konnte nicht Helsen. Der Knabe war dem selbst­gewählten Hungertode inzwischen verfallen. Ter Ver­storbene, der am Palmsonntag 'tonfirmiert werden sollte, war das einzige Kind seiner Eltern.

Und warum der selbstgewählte Hungertod? Darüber sagt die dritte Preffeuotiz:

Hans Nicolai ist ami Mittwoch, genau acht Tage Vach einemi Verschwinden, in der zur Pfarrei gehörigen Scheune ge> Ünden worden. Eine 'halbe Stunde banad? verstarb er. Er war verhungert. Der Junge ist durch Verkettung verschiedener Ursachen in beit Tod getrieben worden. Er hatte in der Schule wahrend des Unterrichts mit feinem Nachbar ge- 'p rochen und erhielt dafür Karzer. In denn dazu be- 'timmten Raume muß laut Vorschrift Geschirr vorhanden ein, da die zur Karzer verurteilten Kinder während der Ver­büßung ihrer Strafe eingeschlossen werden. Als der Junge an diesem Tage eingesperrt worden war, ist das Geschirr aber nicht vorhanden gewesen, und er war genötigt, seine Notdurft in dem Karzer zu verrichten, da trotz wiedcrhollen Klopfens, eine Klingel äst, auch nicht vorhanden, niemand kam. Die Strafe, J?ie er sich da­durch zügezogen und die er zu Unrecht erleiden mußte, hat sich der Junge so zu Herzen genommen, daß er den Entschluß saßte, zu sterben; er hat diesen Entschluß zum großen Leidwesen feiner Angehörigen, er war das einzige Kind, ausgeführt.

Niau wird adzuwarteu haben, ob diese letzte Darstellung, die uns doch gar sehr unwahrscheinlich klingt, den Tatsachen entspricht. Eine Aufklärung dieses tragischen Falles von zu- tändiger Stelle kann ja nicht ausbleibön.

Märkte.

ke. Frankfurt a. M., 10. März. Heu- und Strohmarkt. (Ora.-Tel d. Gieß. Anz.) Angefahren waren 7 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für'Heu Mk. 9.500.00, für Stroh Mk. 2.502.60, Mafchinen-Langstroh Alk. 2.002.10. Alles für 50 kg. Tendenz flau.

Tttrehttche Nachrichten.

Loangeusche Gemeinde.

In der Iohanneskirche.

Mittwoch den 11. März, abends 6 Uhr: 2. Passions-Andacht Pfarrer Ausfeld.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 11. März 1908: Abnehmende Bewölkung. Regenschauer. Etwas kälter. Westliche Winde.

OrögLsraL-DrahrmeLdLrnse».

Rom, 10. März. Tribuna dementiert die Meldung der Nowoje Wremja über eine bevor st ehende Rom fahrt des Zaren.

London, 10. März. Die heutigen Morgeitblätter kom­mentieren die gestrige Debatte im Unter Hause. Morning Star besteht weiter auf der Forderung, man möge beide Völker über den Inhalt der Korrespondenz aufllären durch Ver­öffentlichung des Brieses mit Genehmigung des deutschen Kaisers und zwar gleichzeitig in Deutschland und England. Daily Expreß nimmt mit Befriedigung davon Kenittnis, daß die Korrespondenz zwischen Kaiser Wilhelm und Lord Tweed« mouth sofort dem Minister des Aeußern, Sir Eduard Grey, unterbreitet worden ist. Dieser genieße das 23 er trauen des englischen Volles. Gleichwohl spricht das Blatt die Hoffnung aus, daß fortan alle Korrespondenzen zwischen hohen eng­lischen Beamten und fremden Staatsoberhäuptern auf dem üb­lichen diplomatischen Wege durch Vermittelung der Ministerien des Aeußern erfolgen möchte.

London, 10. März. Die Nachricht über eine Zusam­menkunft zwischen dem König von England und König Viktor Emanuel ist unzutreffend. König Eduard wird keine Kreuzfahrt im Mittelmeer unter ne Hirnen, flonbern direkt aus Biarritz nach Paris zurückkehren, wo er einige Tage Aufenthalt nehmen wird. Tort wird ihn Königin Alexandra abholen, worauf das englische Kömgspaar die Reise nach Kopenhagen antritt. Tie Rück« kehr nach London erfolgt am 2. Mai.

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Bekanntmachung,

die Reinigung der Schornsteine betreffend.

Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß vom 1. April 1908 bis dahin 1909 Der südöstlich der Straße von Frank furt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Keil und der nordwestlich bicfcr Straße gelegene Stadteil dem Kaminfeger Zweick zugeteilt worden ist.

Gießen, den 5. März 1908. B10/g

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

________________Meeu m.____________ ____

Holzverstei^erurrg.

Es werden versteigert:

1) Niontag den 16. März d. Fs. bei Herrn Wirt Mar Becker in Beltershain aus den Diilnkten Beltershainer Wald, Junge Buchen und Lange Buchen der Forüwarlei Reinhardshain Scheiter rm: 804 Buche, 1 Hainbuche, 39 Eiche: Knüppel rm: 183 Buche, 17 Elche, 2 sichte; gewöhnliches Reisig rm: '493 Buche, 47 Eiche; Stöcke rm: 147 Buche (hierunter 8 rm brenn klein), 14 Eiche, 1 Kiefer.

2) Dienstag, den 17. März d. Js. bei Herrn Wirt Heinrich Schepp V. in Saaten aus den Distrikten Bettenwald, Koppe, Gramoinkel, Breiteloh, Zuhaag, Mrummstrauch, P'affenloch und Hinkelberg, der Forstwartei Harbach Scheiter rm: 288 Buche, HO Eiche, 102 Kiefer, 42 Fichte- Knüppel rm: 100 Buche, 220 Eiche, 2 Linde, 112 Kiefer, 34 Fichte - Mnüpödreijig rm; 29 Buche, 34 Eiche, 20 Kiefer, 4 Fichie- gewöhnliches Reisig rm: 166 Buche, 412 Elche, 8 Mieter; Stöcke rm: 50 Buche (hierunter 6 rm brennklein), 79 Eiche, 44 Kiefer, 76 Fichte. Zum Schluß wird d as m verschiedenen Distrikten zerstreut liegende Reisig versteigert.

Beginn der Versteigerimgen jedesmal vormittags neun Uhr. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes su'd blau unterstrichen.

Grünberg, 6. Mürz 1908. Bto/S

Großherzogliche Oberförsterei Grünberg.

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Sortnabend, de» 14. März er., abends 8% Uhr, im Cafe Ebel:

Oefteotl. Vortrag des Herrn Ingenieur A. Hüller aus Frankfurt a. Al. über:

Dis öle Bewegang wA die änista Prival AngestellleT

nachfolgend: Freie Aussprache.

Alle Interessenten, insbesondere sämtliche technischen Privatbeamten, als Architekten, Chemiker, Ingenieure, Techniker 2C. find hierzu crgebenst eingeladen. 1603

Bund der Lechuifch-mduffriclleu Beamten. _____________________Ortsgruppe Gießen._____ Sängerscst in Gießen

Sonntag, den 15. März, nachmittags V23 Uhr feiert die Mittkldeütslijc llnriniBimg ist s -tzrißlichen SäiigrtliraiifS Dmtschcr Zunge in der Turnhalle in Gießen ihr Jahrcsfcst.

Es werden mihviifen ein Posaunenchor, eine Anzahl gemischter und Männerchöre, sowie die Solisten Prof. Br. Bucher, Frantturi, (Banron) und Frau Nickel, Frankfurt, (Sopran). .<

Programme sind im Vorverkauf zu haben in der Schrcw' warenhandlung von Ottmar Köhler, Ltndenplatz. Die 'Pro­gramme lösten im Vorverkauf 30 Pfg. und an der Kasse 40 Pig- i,n0 berechtigen zum Eintritt. ,

2lm Abend 8'/. Uhr findet im gleichen Lokal eine NE ferer statt. D10/«