Ausgabe 
9.10.1908 Erstes Blatt
 
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Donners rag, den 15. Oktober, abends 8 Uhr,

int Matthäus-

saal: Bibelstriitde (Buch Hiob).

Pfarrer D. Schlosser.

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Gewerbebank zu Giessen e.G.m.u.H

Anläßlich der Jubiläumsfeierlichkeiten unserer Bank bleibt die Kaffe

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Gewerbebank zu Giess®u e. G, m. u. M

wurden von C. K. h. u. a. RegierungLlüi ।abt von Alsfeld, so-

Nachmittags 5 Uhr- Im Anschluß daran

Freitag,

Oktober,

>. der Großherzor cci Lauirrdo.^ icher DMstngetW

Vorntittag' gemeinde.

gemeinde werden Bücher ansgeliehen an jedem abends 67 Uhr.

Wartburg, Kirchstraße 9: Sonntag, deir 11. abends 8 Uhr, Vortrags-Abend.

-sd. Darmstadt, 8. Okt. Wegen MitzhandlungUnter- fl e b c ii er während der Manöver ift der schon im zwölften Jahre dienende Vizewachlmeister Ad. G. von der 5. Eskadron des Trag.- Regts. Nr. 24 angeklagt. Auf Anzeige von Zivilpersonen wird er beschuldigt, in Herborn seine Mannschaften an den Haaren gerissen, an den Schuppenketten gezogen und auf ähnliche Art gepeinigt zlt haben. Dem Angeklagten wird sonst das beste Führungszeugnis ausgestellt. Da die Anzeige sich als sehr übertrieben herausstellt, wird G. vom Kriegsgericht zu fünf Tagen gelinden Arrest ver­urteilt.

rtcitag. Ter jia vorgesehene national« ier nächsten Sonntage abg. Dc. Osann, bei vernommen hotte, he? der Tagung nicht teil-

Samstag den 10. Oktober er. von vormittags 10 Uhr ab

geschlossen.

Pfarrer Ausield.

Pfarrer B c ch t o l s h e i m e r. feierliche Eröffnung des Konfirmanden-

3n der Iohanneskirche.

Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer A u s f e l d.

Im Anschluß daran: feierliche Eröffnung des Konfirmanden- unterrichts für die Johannesgemeindc.

Univerfttäts-Aachrr^ten.

Eifenbahnfachwissenschaftliche Vorlesung eit sind für das Wintersemester 1907/08 an der Berliner Universität angekündigt. Es werden lesen: Geh. Oberregierungsrat Dr. jur. v. d. LeyenNationalökonomie der Eisenbahnen, insbesondere das Tarifwesen" (dreistündig), Geh. Oberregierungsrat Krömg, Vor­tragender Rat im Ministerium der öffentlichen Arbeiten,Ver­waltung der Preußischen Staatseisenbahnen" (dreistündig); Geh. Reg.-Rat Dr. Wichelhaus, Professor und Direktor des Technologischen Instituts an der Jriedrich-Wilhelms-Universität,Chemische Tech­nologie" (zweistündig).

In Ai ünchen ist am 6. d. M. der ordentliche Professor für Ohrenheilkunde und Vorstand der Ohrentllnik an der Universität, Hofrat Dr. med. Friedrich Bezold, im Alter von 66 Jahren gestorben. Sein Haiipwerdrenst bilden seine wichtigen Untersuchungen der Taubstuninien mittels der kontinuierlichen Tonreiche, die er seil 1892 durchführte. Straßburgs. Els. Seinen 70. Geburtstag feiert am 11. Oktober der ordentliche Professor der Pharmakologie an der Universität Straßburg Dr. med. Oswald Schmiedeberg.

Die Vereinigung der k o n f i r m i e r t e n männ­lichen Jugend der Ai a r k u s g e m e i it d e beginnt Sonntag, den 18. Oktober, abends 8 Uhr; die Vereinigung der konfirmierten Aiädchen der Eiarklisgenteinde Dienstag, den 27. Okiober, abends 8 Uhr. Nebst den Neukonsirniierlen werden auch die Mitglieder früherer Jahrgänge eingeladen.

Die Verjamnilungen des F r a u e n - M i s s i o n s v e r e i ii s werden Dienstag, den 20. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Aialthäussaal beginnen. Die Aiitglieder werden dazu herzlich ein­geladen. Neue Aiitglieder sind sehr willkonimen und werden ge­beten, sich im Vereinslokal anmelden zu tvollen.

Ans der G e m e i n d e °B i b l i o t h e k der Markus-

trter Aepfel und stellt an Karl und Wilhelm die Frage: Wieviel bekommt jeder von euch, wenn ich die Aepfel unter euch teile ?' Während Wilhelm in tiefes Nachdenken versank, richtete Karlchen seine Blicke begierig nach den rotbackigen Äepfeln und antwortete:Herr Lihrer, däi kann aich jo elan eaße."

** Fahrrad marder. Am verflossenen Sonntag entwen­dete ein Arbeiter hier aus einer Hofreite ein Fahrrad, fuhr damit nach Wißmar und verkaufte, als er abends zurückkam, das Rad an einen hiesigen Wirt für 40 Mark, wovon der Wirt gleich 20 Mark ausbezahlte. Tas Rad wurde beschlagnahmt uni) dem Bestohlenen zurückgegeben.

Tödlicher Unfall. Am 5. l. Mts. stürzten, wie be- I richtet, im Valentinschen Steinbruch an der Sjarbt die Arbeiter I Karl Wagner und Heinrich 5t' o d) aus Krofdorf bei der Arbeit von einer 6 Meter hohen Felswand in die Tiefe und wurden beide erheblich verletzt. Gestern ist nun Wagner, der einen Schädel­bruch erlitten hatte, in der Klinik an der Verletzung gestorben. Wie festgestellt ist, Tutten beide mit einem Brecheisen Gestein losbrechen wollen, das Eisen war ausgerutscht und beide stürzten mit dem Eisen in den Händen ab.

Ein Meteor ging gestern abend etwa x/27 Uhr bei Atzbach in der Nähe der Lahn nieder.

-s- Rödgen, 8. Okt. Nachdem Bürgermeister Stein lie entgültige Erklärung abgegeben hat, daß er auch weiter­bin bereit sei, das Amt der Bürgermeisterei zu führen, gilt 1 Lessen Wahl als gesichert.

---Daubringen, 8. Okt. Voraussichtlich das letzte Fest, daZ in diesem Jahre im Freien stattsindet, ist das Fahnenweihfest, das der hiesige Kegelklub »Alle [ j neun" am nächsten Sonntag in Verbindung mit dem fünf- ährigen Stiftungsfest feiern wird.

e Hirzenhain, 8. Okt. Hier war am Dienstag eine Frau in der Küche mit Waschen beschäftigt, ihre beiden | Kinder in der Stube zurücklaffend. Plötzlich fing das jüngere der Kinder an zu schreien, das ältere hatte nämlich den Kinderwagen angezündet. Der erschrockenen Mutter gelang es fast nur schwer, das arme Geschöpf auL dem brennenden Wagen herauszuholen. Schwer verbrannt liegt nun das Kind darnieder.

sd. Darmstadt, 8. Okt. Ist der heutigen Sitzung I ber Stadtverordneten wurde ein Antrag eingebracht, eine Straße nach dem jüngst verstorbenen Stadtv. Dr. Osann frit benennen. Der Stadtv.^Lindt bringt zur Sprache, daß hei der letzten Herbstmesse Schattstellungen gezeigt wurden, -} bie wider den guten Geschmack verstoßen. Das Polizeiamt soll ersucht werden, in Zukunft bei der Zulassung solcher Buden vorsichtiger zu sein. (Sin von dem Polizeiamt vor­gelegter neuer Entwurf betr. die Beaufsichtigung der Hunde ivird angenommen und schließlich die Erhöhung der Hunde­steuer von 15 auf 20 Mk. beschlossen.

s. Marburg, 8. Okt. In der Nähe der Hauptpost wurde 'm Schulknabe von einem Automobil überrannt und !ebensgefährlich verletzt. -- Hier starb ein Schulmädchen, aas ein kleines Geschwür im Gesicht hatte, an hinzugetretener Blutvergiftung. Ein Landwirt aus Ockershausen fand I ut seinem Acker eine talergroße Münze mit der Jahreszahl 758 und der Inschrift Rom.

11 Uhr: Kürderkirche für die Johannes-

Aörehttche Nachrichten«

Evangelische Gemeinde.

Am 17. Sonntag u a ch Trinitatis, den 11. Okt.:

Erntedankfest.

Kollekte zum Besten der evangelischen Bewegung in Oesterreich. Gottesdienst.

In der Liadtkirche.

Vormittags 9 Uhr: Piarrer D. Schlosser.

Im Anschluß daran: feierliche Eröffnung des Konsirmanden- unterrichts der Kinder aus der MatthäuSgemeinde.

Vormittags 11'/« Uhr: Kinderkirche (ürdie Malthäusgemeinde.

Pfarrer D. Schlosser.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Im Anschluß daran: feierliche Eröffnung des Konfirmanden­unterrichts der Sxinbev aus der Markus- und Militärgemeinde.

Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der At a 11 h ä u s g e m e i n d e, wozu auch die Neukonfirmierten ciugeladen werden.

Stleinc TageschronH.

In Köln versaaste eure 28 jui)tige Studentin einen Selbstmord, indem sie sich mehrere Kugeln in den Leib jagte. Die lcbensgesichclich Verletzte Braut eines Kölner Offiziers, verweigert jede Aussage.

Der Sekretär des liberalen Wahlvereins in Lübeck, Kuhn, ist mit der Vereinskasse flüchtig geworden.

Die drei Direkwren der Bombastuswerke, einer Fabrik für kosmetische Mittel, in Potschapel, Sachsen, wurden unter dem dringenden Verdacht des Betruges verhaftet.

In Hausen bei Colmar zerstörte ein Gro ßfeuer eine Anzahl Gebäude. 15 Familien sind schwer geschädigt. Der Ge­samtschaden beläuft sich auf etwa 150 000 Mark. Das Feuer soll auf Brandstiftung zurückzuführen fein.

Die Cholera statt st ik verzeichnet in Petersburg' 74 Neu­erkrankungen und 57 "Todesfälle. Die Zahl der Kranken beträgt 1440. Tas Familien-Grabgewölbe der Herzöge von Oldenburg in Petersburg wurde erbrochen und edelsteinbesetzte Hei­ligenbilder sowie Juwelen und kostoare Grabdecken geraubt.

Bei einer Explosion in einem Getreide-Elevator in Richford (Vermont- wurden 13 Menschen getötet.

Bei Mailand entgleiste der Schnellzug Tremona-Man- tuo. Lokomotive, Tender und Gepäckwagen stürzten um. Zwei Zugbeamte und vier italienische Reisende wurden schwer verletzt.

als Zusatz zur Milch eine leient verdauliche Kindernahrung. Seit Jahren bestens bewährt zur Her­stellung von Puddings und feinen Backwaren.

| Nähre mitKnorr.

Unterrichts für die Lukasgememde.

Zu sämtlichen Gottesdiensten werden besonders die Eltern, Paten und Angehörigen der Kinder eingeladen.

Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Versammlung und Bibelbefprechung.

Montag, den 12. Oktober, abends 8 Uhr, im Konfirmanden- saal: B i b e l st u n d e Pfarrer A u s f e l d.

Die Versammlungen des S o n n t a g s v e r e i n s für M ä d - ch e n beginnen Sonntag, den 18. Oktober in der Kleinkinderschule, Diezstr. 15.

Die Vereinigung der konfirmierten weiblichen Ju­gend der Ltlkasgemeindc beginnt Freitag, den 16. Ok­tober, abends von 1(2G bis 728 Uhr, die der männlichen Jugend Sonntag den 18. Okober, abends von 1 -8 bis 1/S1Q Uhr im Lukassaal.

Die Vereinigung der konfirmierten weib­lichen Jugend der I o h a n n e s g e m e in d e beginnt Freitag, den 16. Oktober, abends oon . V-.ö bis l/.»8 Uhr, die der

2. K. H. bet Groß- c höheren BürgnW i Oberlehrer an b« ernannt.

N. derGroßherzo- ock zu Benshem m ständigen techn. yup- & des MmstemB Wberl zu Damital. £ bet »

Herr Otto Krndl, erzöge zu dessen W 11 Wie die ,Damsi< nach den Vorschriften bet die Änderung» e Mitglieder itum§ neu gewählt F-Ä?

retung bet de '^denpandelskawwert

t" uird ov- /»fijnxnifi die beheb ic Hf bU» i* jrt des »Z ic bnd « N werd» sSSr M

männlichen Jugend Sonntag, den 18. Oktober, abends von '/,8 bis h',10 Uhr int Johannessaal.

Die Versammlungen des F ra u e n -M i sf i o n s v e r e ins der LukaSgemeinde werden Freitag, 16. Oktober, nach­mittags 4 Uhr, im Lukassaal begmnen. Tie Mitglieder werden dazu herzlich eingeladen. Neue Aiitglieder sind sehr willkommen und werden gebeten, sich int Vereinslokale anmelden zu wollen.

Israelitische Keligions^emcinöc.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).

Samstag den 10. und Sonntag den 11. Oktober 1908: Laubhüttcnfest.

1. Tag: Vorabend 5.30. Morgens 8.30. Predigt. Nachmittag 4.00.

2. Tag: Vorabend 0.30. Morgens 8.30. Nachmittag 4.00. Abends 6.30.

Märkte.

Gießen, 8. Okt. Viehntarkt. Bei dem am 6. und 7. ds. Alls, abgehaltenen Markte waren ausgelrieben 1045 Stück Rindvieh und 638 Schweine. Der nächste Markt findet am 27. und 28. Oktober statt, am letzten Tage and) Krämermarkt.

ke. Frankfurt a. M., 8. Okt. Der Aepfel markt ist stark beschickt. Besonders kommen zahlreiche Arrsuhren aus Ober- Hessen und der Hanauer Gegend. Ten hiesigen Wiegestellen mußten zur Bewältigung der Arbeit Hülssarbeiler beigegebcn werdeit. Tas Maller Aepfel wurde bezahlt heule mit 6.50 Mk^ für hochfeine Sorten 7 Mk.

tc. Frankfurt a. Ai., 9. Oft. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 12 Wagen Heu und 3 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Hell Aik. 3.303.70, für Stroh Mk. 2.40 - 2.50. Zutzthren kamen aus Oberhessen, Hessen, Nassau, Starkenburg, Geschäst gut. Tendenz <cft

[] Marburg, 8. Okt. Auf dem heutigett Schweine- markt betrug die Zustihr 880 Stück. Man bezahlte für das Paar Ferkel 2040 Aik., für Lanier 5060 Aik. und für Einlege- schweine 100140 Aik. Ter

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R.-B. Darmstadt, 8.Okl. Unter der Anklage der Nahrungs- niitlelfalschung nach § 10 des Nahrungsmittelgesetzes hatte sich frer Marnreladenfabrikaitt Will). Gustav Schröder von Sprend- 1 tilgen (Kreis Offenbach) vor der hiesigen Strafkammer zu ver- niitroorten. Der Angeklagte war beschuldigt, wissentlich aus ver- lwrbenem Material Latwerge hergestellt und unter Verschweigung ickcscS Umstandes in Handel gebracht zu haben. Die Anzeige ging von einem entlassenen Arbeiter des Angeklagten aus, und war nun der Gewerkschaft der Konditorarbeiter in Frankfurt veranlaßt worden, nachdem Schröder sich geweigert hatte, den entlassenen Arbeiter wieder einzustellen. Der Vorstand d:s Nahrungsmittel- Vrüftlnasamtes in in Frankfurt, Dr. Uhl, stattete ein Gutachten Hits, daß sich in. den Prvben ein dicker gelber Belag vorfand, der .ins Milben, Maden und anbereu Uiireinlichkeiten gebildet wür­den sei und sich in Gährung befand. Die Latwerge sei ver- 4 derben gewesen und es fei mit Maden und Würmern behaftetes 'Material verarbeitet worden. Die verdorbene Ware sei gesund- hcilsschädlich gewesen, weil sie ekelerregend wirkte. Der zweite 1 >Sachverständige, ein Fabrikant aus Büdingen, beni allerdings an- j i)<re Warenproben zur Prüfung übergeben waren, kam zum gegen» iciligen Ergebnis, indem er erklärte, daß für die Herstellung billiger ')Sarc auch minderwertige getrocknete Früchte verwendet werden tz inüßten und dabei sei nicht zu vermeiden, daß auch Würmer mit pnneinEämeu. Der Angeklagte führte aus, er fühle sich völlig , 1 schuld frei; er habe stets für möglichste Reinigung der Früchte Sorge getragen und einwandsfreie Ware geliefert. Der Staats- - mnwalt beantragte weaen toissentlick)er sltahrungsmittelsälschung eine (Öefbftrafe von 400 Mk. Das Gericht erkannte jedoch auf Frei- ' orechung und legte die Kosten des Verfahrens der Staats­kasse auf, da sich der Angeklagte weder fahrlässig noch wissent- lidj gegen das Nahruiigsmittelgesetz vergangen habe.

KB. Darmstadt, 8. Okt. Unter der Anklage der Körper-- Verletzung mit totlichem Ausgang stand heute der Kaufmann Berthold Atainzer aus Z w i n g e n b e r g vor tom Schwurgericht. Der 34jährige Angeklagte war mit dem Straßenkehrer Christian Machleid, einem 66 jährigen, dem Trünke ergebenen Manne, in Streit gekonunen. Machleid schlug zuerst j drm Mainzer mit der umgekehrten Schippe auf den Arm und j beirauf traf Mainzer seinen Angreiser nut einem Schrubber auf beit Kopf. Der Schlag war so heftig, daß er die Schädeldecke zer- s triimmerte und der Getroffene bewußtlos umsank. Der Angeklagte 3 irlte einen Arzt herbei, der einen Verband anlegte, und am J ii achsten Tage wurde Machleid nach Darmstadt geschafft, >vo er am 121 August starb. Die Untersuchung ergab, _ba§ die Schädel-Zer- iplitterung einen Bluterguß ins Hirn zur Folge hatte, und der Tod unter Hinzutritt einer Lungenentzündung erfolgte. Der Saatsanwalt hält nach dem Gutachten der Sachverständigen Dr. Schulz- Auerbach, Dr. W t ß m a n n und Dr. S ch m au - Darmstadt die Anklage aufrecht, empfiehlt aber die Bewilligung n Adernder Umstände, während der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Lender für Freisprechung plaidierte. Nachdem die Geschworenen 5 d ie Schuldsragen verneint halten, mürbe der Angeklagte oon ! Strafe und Kosten f r c i g e f p r o d) e n.

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des . Ruhegehaltes, des die Hohe der EinlnttS. W-, weiterhin ist das chrgeiehiichenßiwalideii.

sind aus Grund der idlungin eingehende Er- Itanbnis bes iLeletzes uni m werben.

r ßürjorgekasse ist z. Zh Wahlen bes Aiitglieder- , Mer Aoraussichl nach s 1969 ins Leben treten h alsbald mit den Vor-

Paris, 9. Okt. Der Minister des Aenßern, Pichon, erklärte einem Redakteur desPetit Parisien", daß die Idee einer internationalen Konferenz keineswegs auf- gegeben sei. Es sei jedoch nötig, daß vorher das Programm der Konferenz geprüft werde. Es sei natürlich, daß in dieser Hinsicht bisher rroch keine Entschlüsse gefaßt seien, solange der russische Minister des Aeußern, Iswolski, nicht in London gewesen sei. Mait erwarte keine anderen Komplikationen als! höchstens diejenigen, die durch die a u t i - ö st e rr e i ch i schen Kundgebungen in Serbien und den Ehr­geiz Bulgariens hervorgerufen werden könnten. E§ beständen allerdings in dieser Hinsicht ernste Gefahren und die Großmächte seien bemüht, diese Bewcgungeil einzudäm- meit und zu stillen. Fratikreich wirke in dieser Hinsicht, fo1 viel es könne, in Sofia und Belgrad auf die Regierung ein., Rußland, England und die übrigen Regiertingen arbeiteten} gleichfalls in diesem Sinne. Man habe nur derr einen Zweck, nämlich den Frieden zu erhalten, aber einen Frie­den, der auf deut Rechte beruht. Tie Türkei besitze die Sympathien ganz Europas und Frankreich werde ihr nach wie vor Schutz angedeihen lassen.

Paris, 9. Oft. Dem Petit Parisicn zufolge hatte Pichvnl gestern eine längere Unterredung mit beni deutschen Geschäftsträger Baron von Lancken über die Verhandlungen, die augenblickliche im Gange sind. Der Minister wies u. a. darauf hin, daß Frank­reich im Orient ausschließlich friedliche Zwecke verfolge und daß, keiner seiner Schritte Befürchtung unter den Mächten hervor-! rufen könne. Deutschland werde zweifellos um so ieidyter dem Projekt einer Kvnferctiz beitreten können, als sein Verbün­deter, Oesterreich-Uugam die Konferenz nicht mehr bekämpfe. WaZs Italien anlange, so stehe dessen Zustimmung außer Zweifel.

Sofia, 8. Okt. (Wiener Korr.-Bureau.) Die Zahlung der gestern fälligen, an die Dette Publique zu entrichtendert Septemberrate des TributesfürOftrumelien wurde auf Verfügung des Finanzministeriums sistiert. Bei vier gestern verhafteten Individuen, die einen Anschlag gegen das Pulverdepot bei Sochlar versucht Hattens wurde Dynamit gefunden. Drei der Verhafteten gestanden,^ daß sie das Depot in die Stift zu sprengen beabsichtigten, und daß sie noch andere Attentate geplant hätten. Ferner gaben sie zu, daß sie mit serbischen offiziellen Persönlich^ keilen Beziehungen unterhalten hätten.

Konstantinopel, 9. Okt. 9 BatterienSchnellfcuer- g e s ch ü tz e, die eben a n s D e u t s ch l a n d eingetroffen waren, sind in aller Eile nach Abrianopel transportiert worden.

Athen, 9. Okt. Aus Kania wird gemeldet, daß dies griechischen Zollämter beginnen, die griechischen .Sätze^ anzuwenden. Das Exekutivkomitee hat dem Kronprinzeti,, der gegenwärtig die Regierungsgeschäfte leitet, und dem augenblicklich in Kopenhagen weilenden König die Mit­teilung von dem Älnschluß Kretas gemacht und sie gebeten, die Souveränität zu übernehmen und den Treueid entgegen­zunehmen.