Ausgabe 
9.11.1908 Zweites Blatt
 
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Nr. 864 Zweites Blatt

158. Jahrgang

Montag 9. November 1908

Erscheint tSgNch mit Ausnahme veS Sonntags.

DieSiebener Famlttendlätter" werden dem ,Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Kretsblatl für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhefien

Rotationsdruck und Verlag der DrubNch« UnwersilälS - Buch- und Gtetnö ruderet R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 61.

Redaktlon:e-^ 113. Tell-2ldru AnzeigerGießen.

politifctye Lagrs?d)a«

für die Hebe r

r-.c dcl ,jmair,D3anu. n jicuTjOtaß und das oem>ä)e Voll felbft schuld, ,ic ^ucflcrjü^ultn tojica I auswärtige Politik zu wenig gekümmert hätten.

Je größer bic

).;n wettgehendsle Sclostverwalr. ug der Ge- -altung der Lrtsgerichle. 25cue Ct .ncr traten ) m e der persönlichen Lasten sür das c n auf den Staat ein.

iment nicht schimpfen, daß es da ist, daran feien nur der

:'.ag unb Las deutsche Volk selbst schuld, die sich um die

Ter Süadenbock.

Deutscher rreichstag.

156. Sitzung am 7. November 11 Uhr.

kucsierr. Neben der Bczeickstiung des Weines tom'rne dann nament­lich die Zuckerungsfrage in dem Entwurf in Betracht. Die Zuckerung sei berechtigt, im Interesse der Erzeugnisse geringwertiger Jahrgänge. Aber einem Uebermaß der Zuckerung müsse vor- aebeugt werden. In 8 3 habe die Negierung eine geeignete Formel zu finden geglaubt Nun die Buchsührnngsvorschriften. Auch sie sind angefochten worden. Aber ohne eine gewisse Kon­trolle geht es nun einmal nicht ab. Das gleiche gelte von der Ketterkontrolle. Möge dieses Gesetz einem unlauteren Wettbewerb

den Staat etwa 80 000 Mk., die anderen höheren Schulen rund eine Million, toter iinb die Schulen der 5 großen Städte Darm- labt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen überfüllt, während andere höheren Schulen i. B. Laubach sehr schwach be­ucht seien. Die Schüler sollten aufs Land gehen, dann würde >cr Staat sparen. Die Schulgelder der höheren Schulen müssen um etwa 10 Prozent erhöht werden, toessen hat aus den ttotf der Bevölkerung gerechnet die meisten höheren Lehranstalten. Ge­genüber preußischen Verhältnissen hätten wir mit .einer Ober­realschule genug. Die Universität Gießen kostet jährlich eine Million, davon entfallen aus die Kliniken 400000 Dir., auf den Kops eines Studenten (bei rund 1000) etwa 1000 Mk. Die tech­nische toochschule zu Darmstadt hat 2000 Studierende, sie erhält einen Zuschuß von 300 00U Mk. toessen marschiert in kultureller Hinsicht voran. Dies erfordere sehr große Opser. Kohler meist daraus hin, wie ungleich die Schulkläffen verteilt seien. So müßten die Orte um die Kndusrrieorte um Gießen herum z. B. Watzenborn-Steinberg, Wieseck, Klein-Linden bei einer stark wachsenden Bevölkerung, durch fortgesetzten Zuzug fremder veranlaßt, dauernd Schulhäu,er bauen und neue Schulstellen er­richten. Die Lasten bei manchen Gemeinden seien schier un­erschwinglich. Bezüglich des G r u n d b u ch w e s e n s verlangte er unter Beifall, daß ein Kauf von Immobilien bis zu 5000 Mark aus dem Ortsgericht abgeschlossen werden könne. Das Ortsgerichtswesen soll auf ein Gesetz gestellt werden. Er fordert ferner, Schisfahrtsabgaben auf Flüssen und Kanälen ein> zusühren und hierin mit den anderen Bundesstaaten toand in toand zu gehen. Köhler befaßte sich dann mit bemJH u8bau des Bahnnetzes und forderte, daß jedes Dors He,>ens Bahn­anschluß erhalten soll. (Beifall.) Auch der Landwirt deS Doaels- bergs wolle Anschluß an den Verkehr haben, auch er müfje ja in Zeiten der 9iot für das Vaterland einstehen, ja, die kräftige Bauernbevölkerung noch mehr als die verweichlichten Städter. Die Wasserkräfte und die Schätze des Bergbaues muffe die Regierung kaufen und für den Staat nutzbringend gestalten. Wäre daS Deutsche Reich im Besitze des Bergbaues, so wurden die neuen Steuervorlagen nicht nötig sein. Köhler saßt sernc verschiedenen Forderungen in Resolutionen zusammen. Beide Referenten faßen in bezug auf das Wahlrecht eme gemeinsame

Rejolution, die einstimmige Aufnahme findet. Die übrigen die* solutionen Köhlers nimmt die Versammlung zur Kenntnis, und es soll in diesem Sinne gewirkt werden. Der Landtagsabg. Lutz (Elpenrod) sprach über das Reicks-Viehseucljengesetz, es müsse geändert werden. Dr. v. Helmolt (Friedberg) referierte über die Finanzresorm und die Nachlaßsteuer. Erst um Vs« Uhr schloß der Vorsitzende Korell (Angenrod) die anregend verlause« Versammlung.

Eingegangen ist die Besoldungsvorlage. Aus der Tagcsord-- ftung steht die erste Lesung des Weingesetz-Entwurfs. Staats­sekretär von B e t h m a n n - to o l l w e s führt aus: Die Regierung t,abe sich nicht auf eine Novelle beschränkt, sanden ein ganz neues Gesetz vorgelegt. Was zunächst den Namen anlange, so sei ja bekannt, daß am Rhein und Mosel nicht so viel Wein wächst, als in bet Welt unter ben Nctmen Rhein- und Moselwein

V o l ks s chnliv., - -. -... - -

Abg. Bra u r r führt ans: Die Bol.sschulen kosten den Staat 2V*> '.*!('' ".neu, ctiv.i ebensoviel die Gemci.iben, also 5 Millionen. 2'lc C huNg dec Lehr - in die Kategorie der Finanzbeamc.-n crjorbci. iDicbcrum etwa 3 Millionen. 2

wcNwirischaft nnd Seemacht.

Ueber dieses sprach am Freitag abend in einer gut besuchten Versammlung des Alldeutschen Bervandes und des Flotten-Vereino im Cafs Ebel Herr Kapitänleutnant a. D. Graf E. zuRe- ventlow. Es sind jetzt 13 Jahre her, so etwa führte der Redner aus, daß bet deutsche Kaiser in Berlin eine Rcke hielt, worin er darauf hinwies, daß Deutschland jetzt ein WeUrelch sei und darum W-ntvolitik treiven müsse. Man hat in Deutsch­land vielfach, aber irrtümlicherweise, geglaubt, daß von btejenr Zeitpunkte an der Beginn der deutschen, Weltpolitik zu rechnen ici. Redner legte sehr eingehend die Entstehung des Begriffs Weltwirtschaft dar und zeigte, daß ein Staat genötigt fei, Welt- Politik zu treiben, wenn er eine Weltwirtschaft habe, einen inter­nationalen Güteraustausch. Ein wirtschaftliches. 2lusstreben des Deutschen Reiches zeigte sich sehr bald nach feiner ^undunm Ter Grund hierfür war: Die erhöhte politische Sicherheit nach Außen. Die beispiellose Zunahme des beutfajen überseeifchen Ver­kehrs hat zwei Ursachen: Die Zunahme der Beburfniffe der Gesamtoevötkerung aus ihrer Zahl und aus der allgemeinen. Lebenshaltung. Wenn der letzte Rückhalt für Zndustcieund Handel immer der Jnlandsmarke bleibt, so ist doch wohl zu aoachten, daß bei. uns etwa lu1< wriliwnen Menschen von lleberseehandel leben. Redner wies dann darauf hm, daß das deutsae Volk auch auf Einful;-r von vielen Waren angeroieien fei, die cd nicht selcht produziere: Kaffee, Tee, Baumwolle ujro. Aus bet notwenvigen überseeischen Betätigung des deutschen Reiches ergibt sich die Frage des Schutzes der ungeheuren Werte, die dabei in Betracht kommen. Die Gegner Deutschlands, bspw. England, sagen, Deutschland brauche feine große Kriegsflotte, weil es nur eine minimale Küstenentwicklung hat. Aber aus die Größe der Küsten kommt es nicht an, sondern darauf, wie viel Werte durch sie aus- und eingehen. Wenn wir einen Sttteg mit England bekämen, dann würden, so meinte der Redner, die Engländer nicht daran denken, uns ihre Flotte vor öelgoLaiib vor die Nase zu legen. Sie würden die Nordsee nur für uns vom Ozean abschließen, unsere Handelsschiffe aufbringen oder vernichten. Im Kriegsfälle mit England ist Deutschlands Ham)cl innerhalb 24 Stunden lahmgelcgt. Das Anwachsen des deutschen überseeischen toandels und der Ausbau der Flotte sind ine Ursachen der englischen Feindschaft gegen uns. Die ganze Freundsajafts- aktion für England, die Besuche von Bürgermeistern, Pastoren, Journalisten usw. haben an dieser Feindschaft nichts geändert, sie haben nur unheilvolle Illusion bei uns genährt. Veröffent­lichungen, wie die allerneuesten, die das deutsche Volk un tunten erregen, schaden nur und erregen in England Spott und toohn. In englischen Blättern heißt es: Wir glauben dem deutschen Kaiser nicht. Eine Englandfeindschaft der großen Masse des deutschen Volkes existiert nicht, trotz der Aufwallung wahrend des Burenkrieges, die Redner für schädlich gehalten hat. Das Gefühl müsse aus der Politik ausgefchaltet bleiben. Den All­deutschen werfe man immer, wie Bülow gesagt bat, vor, datz fie warme Herzen aber unklare Köpfe hätten. .Hat sich aber in unserer auswärtigen Polftik, so fragt Redner, wahrend dec letzten 20 Jahre auch nur ein klarer Kopf gezeigt. Jede aus­wärtige Politik, die große Staaten heute treiben, geht immer von der Wirtschaftspolitik aus und aus sie zurück. Man macht heute keine Eroberungszüge mehr und begnügt sich mit bet wirt­schaftlichen Durchdringung. Redner streifte dann die Kolonien, ihre Bedeutung und ihren Schutz. Wichtig für uns sei, das; unsere Flotte so stark werde, daß Eiigland, wenn es auch die Ueberlegenheft zur See behalte, doch vor den Verlusten zurück- schrecke, die ihm ein Krieg mit uns brächte. England tiürfe wegen seiner mannigfachen Interessen in der übrigen Welt, seine Flotte nie der Gefahr übergroßer Verluste ansfetzen. Aber mit dem Bauen einer starken deutschen Flotte allein ist es nickt getan, es bedarf aum einer guten auswärtigen Politik. Tie auswärtige Politik bey deutschen Reiches hat aber in den letzten Jahrzehnten nicht erfolgreich gearbeitet. Dem neuen Kurse ist i es glücklich gelungen, alle unsere Feinde zusammenzubringen, : während es der Staatskunst Bismarcks gelungen war, sie immer 1 auseinander zu halten. Dülow habe vor einiger Zeit gesagt, : die Ententenpolitik Englands sei fteudig zu begrüßen, denn sie i vermindere die Reibungsflächen nnd fichere den Frieden. In : Wirklichkeit seien wir Deutsche jetzt die Reibungssläckje. Je stärker : wir zur See seien, um so erfolgreichere Bündnispolitik würden l wir machen können. Redner rät, in Zukunft sich auch mehr ; mit auswärtiger Politik zu befassen, es müsse ein Gegengewicht der Regierung gegenüber geschaffen werden, um Einflüße von t anderer Stelle einzufchränken Man solle auf das persönliche

D>e Kaisersamilie in Koifu. __

ÄÄhÄXtffSl Oerf^ntiüng öeT Bundes der Landwirte.

n °U zu einem zweimonatlichen Aufenthalte nach Kvrsu Ä Gießen, 9. November.

falls mit dem Kronprinzen nach Kvrsu a-.reirn. lagSabg Morell- Angenrod wies auf die wichtigsten wictjchast-

lichrn und politischen Fragen innerhalb des Großherzogtums und

Die Casaolancasrage. I - -- - < - -----

Die Nervosität, die durch angeblich neue F-orderungen Deutschlands wegen der Mißhandlung eine» deutschen Kon- fulatsbeamten und Verhaftung deutscher Deserteure in Pari.' hervorgerusen worden war, hat sich allmählich völlig gelegt. An den Ausbruch eines Krieges gt-aubt man jetzt nicht mehr. Der Ton aller Zeitungen ist maßvoll- Jeder Ausfall gegen Deutschland wird vermieden. Alle ernsten Blatter raten iur Geduld und Vertrauen. Sogar dasEcho de paris , das gewiß nicht deutschfreundlich ist, weist bte^atberne Sen- fatiousmeloung eines Blattes über deutsche ^^^nsamm- lungen an der Grenze mit Schärfe zurück. Die Geschichte ist stark übertrieben, schreibt derPetit Parisienne , in Wahrheit ist sie höchst unbedeutend und verdient nicht die Ehre einer so langen Auscinanderseyung. Tie Zeryauo- lunaen der beiderseitigen Regierungen dauern noch fort. Wie übrigens dieNeue Freie Presse" wissen will, sol. bei der letzten Zusammenkunft unseres Kaisers mit^bem Kaiser Franz Josef, Kaiser Wilhelm gesagt seien

Sie ohne Sorgen, alles wird beigelegt werden. Es mit Bestimmtheit, Kaiser Franz Josei habe auf den deut- scheu Kai er eingewirlt, damit Der Zwischenfall von Saia- blanca eine friedliche und baldige Losung erfahre.

Als der Beamte, dem die Aeußerungen des Kaisers zur Prüfung überwiesen worden waren, wird derKöln. Ztg." der Wirkliche Geheime Legaiwnsrat Klc hm et genannt, dem in der Tat durch den Unterstaalssekretär Stcmrich der Bericht zur Prüsung übergeben worden ist. toerr Klehmet hat das Schrift­stück denn auch aufs genaueste durchgesehen, hat auf Tatsäch­lichkeiten bezügliche Aenderungen daran vorgenommen und es bann auf dem Dienstwege zurückgeben lasten. Es ist unter solchen llrnständ.m als ausgeschlossen anzusehen, daß toerr Klehmet in derjenigen Stellung bleiben wird, die er bisher im Auswärtigen Amt einnahm, wo er Referent für Frankreich war und die marolkani-ch- Angelegenheit bearbeitete. Ec ist aus der Konsulais­karriere Ijcröorgcgangen, gehört wohl schon seit 15 Iah r e n dem Auswärtigen Amte an und hat seit 10 Jahren in der politischen Abteilung wichtige Referate, in deren Be­arbeitung er stets eine bis in alte Einzelljeiten gehende Geivstsen- hastigkcit, unermüdliche Arbeitskraft und großen junstlschen Scharf- zt« Isinn bewies. Ec wurde auf diese Weise eins der nützliMflen

auf die,em Gebiete abhelfen. Mitglieder des Auswärtigen Amtes. Jetzt trifft ibn die Ver-

Abg. Baumann, Zentrum, ferne Parteifreunde bedauern antwortlichkit für die Sünden anderer. Weiter wird berichtet, vor allem, baß ihr berechtigter Wunich. nach Tekiarationszwang bcr beutf£l> im Haag v. Müller, der dem Fürsten

für Vcrfchnittwein zum Schutz des deutschen Rotfoembaucs nicht I ailj Nordeine j beigeg be i w r, ;ug ei b, mit dem Wir l. erfüllt sei. Auch gegen den § 3 haben seine o«unde Bedenom.1^ LegationSiat dem aktiven Dienst scheiden rocioe.

Ein großer Teil meine, der Jucker^stcr-Zusatz dürfe h^ckstens cu n Unterftaatäsekretäc Sternrich im Dienste bleiben. i/6 des Mostes statt Vs betragen. Aber feine Freunde wurden 1 «

dem Gesetze wegen dec weitergehenden Bcstimnuing keine Schivierig-1 rg Dt:«nt

teilen bereiten. Die Vorschriften über die Bezeichnung des Weins FntTrtnrik.rn i' i. am Samstaa bei der

fltngen zu weit, man scljädige dadurch nur uitferen Wemoau, I J'n der oulgarisc>)en >_vora..s- i,r cs am um.^tag oe o vesonders unseren Absatz nach dem Auslande. Ohne Lage-Namrn I Adrcgdebatte zu einer sehr jchar,en Kritik dec Politik d sei der Wein unverkäuflich Der allerwichtigstc Punkt in bei I bulgarischen Regierung und der uiize.igtmageu Prollamu- Vortage sei die Keltcrkvntwlle und die Frage der Sack-verst.in- cung der Unabhängigkeit g.ioinmcn. Die Regierung wurde bigen, und dieser Punkt sei in tev Vorlage etwas stiefmütterlich oou verfchiedelieu Seiten angegriffen. Der Führer der behandelt. Der Sackje würde sehr gedient werden, wenn wii Agrariergruppe warf der Regierung vor, ein Verbrechen eine Reichs-Kontrolle hätten, die darüber wacht, daß die bcflauaen zu buben, inbem sic dem Fürstcu Ferdinand die

lüntrollc »virllich ihres Atm les sackjvcrsiüiid.g wallet. KiniiaSlroue aufcieiCkt habe. Tie Regierung müsse nun . Abg. Rösicked. L.) crtchvt ^Klls, batz nur twn I^^oiie^au^eßt ^biteu .Staatsstreich durchs ernmrtet^ werden könne. Eine Reichsaufsicht über die Durch- Zähren und die Lettung der ^^lgarjschen äußeren PoUtii fübrung dieses Gesetzes sei alfo unerläßlicy, sonst werde auch ven unverantwortliUsen Hunden des bulg<.ri!chen Königs dieses Gesetz wieder nur auf dem Papier stehen. entreißen. Tie Regierungspartei proiejiiccte lebhaft g gen

Abg. Blankenhorn (ntl.) bemevkc, wie im allgeineinen \ Aeußerung. Tie B^rhundluugcn zwisujeu der -LUCiei der Entwurf annehmbar fei, so treffe er wohl auch in ber I dnb «Suigacien drohen Übrigens trotz der Vermittelung dcs Zuckerungsftage eine annehmbare mittlere Linie. Die Bcstellung ,i,'men Botschafters zu scheitern, da Bulgarien immer

von kontrollierenden Sachverständigen »n 5)auptamte müsse ganz ^-orderunaeu itelit. Im Anschluß hieran verdient

allgemein und nicht nur für die am 233 uw au und ^b^nljandet I ,u werden daß sich neuervings eine größere An-

wesenltich beteiligten" Gegenden und Ortt aus.gefpwchen sein. ^1)^ B u d

Mg. David, Soz., äußert sich ebenfalls im allgemeinen > uaherung Mischen Cerüicn uno oet oeigr.

beifällig über die Vorlage, die hauptsächlich auch den kleinen ~' --- . . .

Winzern zu dienen bestimmt sei. Auch int Interesse des soliden I Zit KP«

.Handels liegt die Tcnoenz dieses Gesetzes. In der Kommission Ter 2lnSschiiß des BuudesralS für auswärtige 2In- werde natürlich zu prüfen sein, ob die Bortage nicht auch unnötige I ^^euhenell wivö am WliUiuod.) oder To»il,ersiag zusauinien- Schwierigkeiten bereitet . | treten.

Abg. toormann, fveis. Volksp.,: Die Stellung seiner Staatssekretär v. Schoen hat am Sainstag abend

Freunde ist bedingt durch die Aufnahme, die der Entwurf bei I cjnc Ettjolungsielfe nach den, Süden angeucicn. Zur die Tauer

den kleinen Produzenten und den kleinen Händlern ge- öicfe§ Uvlaubs hak dec denlsche Gefandle ui Bukarest, v. Sliberlen- funben hat. Und biese 2lufnahme war eine durchaus ablehnende. Lächler, die Veitimg des Auswärnge» Ami es überuonuneii. Dec Entwurf mag den Großen zu gute kommen, die Kleinen Pom Reichskanzler Für st B ü l o iv ilt demReichs-

schädigt er aber. So narnenttich auch durch die Vorschriften über I auhschilß für das ärzillche t$oilbi(i)ungeioeien" die uachsteljenve

die Zuckerung. Er schäldigf uns vor allem auch gegenüber dem Mlicituii^ zugegangcn: .Es gereicht mir zur belondere>i Fieude, Anstande in Bezug auf unseren Export. Rueicv Hochwohlgeboren nulte,len zu können, daß Seme Rlafcfläl

Abg. Hoesfel, Sieich-sp., tritt lebhaft für den Entwurf em, öer Soifer geruht tzabeu, dem Reichsausjchuß für das aiultche ebenso Abg. Stauffer (B. d.L.) Abg. v. Naumann (fts. ^ortdildungsweseu eiue einmalige Bechwe von zehntausend Vgg.) sckfließt sich der .herben Kritik des Abg., Hormann mit yt a r ( ans dem Allerhöchsten Disposition ssonds einer großen Zahl seiner Freunde nicht an. Es ist nicht ein I ,u be,rillige,,.* Entwurf für die großen, sondern gerade für die Ei einen Win^r. färben« ,3 u tun ft* ist wegen eines Artikels über den Nur die komplizierten Bestimmungen über die Durchführung eignen ^ai'er in ber letzten Nummer aus den Bahnbo'en konfisziert worden, jicks nicht für die kleinen Winzer. Die Weinsteuer hat der ybrbttt jev Peikans der Zeitschrift »st künftighin verboten, erfunden, um ben Silben zu. drücken. Die Zuckerung ist für ----------=-^--- ---

mand'e Gebiete eine Notwendigkeit, dann aber müsse man auch I dem gezuckerten Wein die normalen Rechte Weines zunkennen. Zusammenstv ne in Prag zwischen Zschechen

sehrBi ®tC L°w bfr MÄtaXta 4 'M

haftcsten ^uMung uber dle ^nomngu^g de^ ^ {X^ ^eubc in Siont von niaßgebender Steile im Vallkan an alle

Abg. to eylv Herrnsheim, rmtll. feiner tyreuw Eommenben Instanzen ein aufkiEudes Lchrewen er­höbe er gehört, daß die hessische rwegierung ur. viocin es der Papst als eine ihm perfonnch und der

Bundesrat gegen die Weinstcuer gestimmt «jugejügte Beleidigung erklärt, wenn ein kalholisclsts Staats-

Unsere hessischen Weinbauern fordern mtt Recht, obechaup? ober bet Stellvertreter eines solchen einen Befuch im

bestens den DeNarationszwang für die Verschnittwelne emrubren sj?oni IIla<1yn wollte. Diese Kunvgeoung ist insofern be­mässe. Dieser Frage wird die Kommission hoffentlich ihre Aus- als kürzlich behauptet rouroe, der Papst habe sich

mertfamteü zuwenden toter auf Vertagung. .. tzsegmsatz zu seinen Vorgängern aus dem Stuhle Petri eine

Präsident Stolberg teilt mit, er werde -m Freitag die I ^^Auflassung dieser Besucl-sscage zu eigen gemacht. Arbeitslosen-Jnterpellatwnen Gras Hompesch und Albrecht aus D r e i b u n d kn n d ge b u n g. Aus zuvortassiger

die Tagesordnung fetzen. Montag 1 Uhr: Fortfetzung der Wern Quelle wird berichtet, daß für die nächste Zeit seftens Italiens gesetzdebatte. Vorlage betr. Marttpteis-Notizen für Schlachtvieh. bevorstehe, der dessen unerschütterliches Festhalten am

Vorlage betr. Einwirkung von Armenunterstutzungen aus öffent- .-^^^unde vor aller Welt et'latant bariun werde.

liehe Rechte. Schluß nach 4 Uhr. Weltwechselrecht. Tie Suratsbommifsion für inter­

nationales Privahveclst hat es übernommen, eine internatio­nale Konserenz im toaag vovznbereiten, um em Welt­wechselrecht zn entwerfen

bes deutichen Reiches hin und gedachte befonders ber. zahlreichen Aufgaben, die dem l-essischen Landtage b-vorstehen. Das In­teresse der Landwirtschaft fordere dringend em einheulicheS Vor­gehen ihrer Vertreter im Landtage. Um dieses anzubahnen, l)abe man die heutige Tagung eiubecusen. Ueber die FrageWeläse Aufgaben erwachsen den bündlerifchen Abgeordneten im 34. he,,. Landtage" referierten die Landtagsabgg. Bra u er-Ober-Osleiden und hl er -Langsdorf in ausführlicher Weise. Beide fordern bezüglich der Wahlrechtsvoilage, daß die städtischen Mandate nicht vermehrt werden. Tie Wahl solle direkt und geheim fern. (Sine dahingehende Resolution wurde einstimmig angeiwrnmen. Bezüglich der Jagdgesetze verlangen sie einen besseren Schutz der Landwirtickaft gegen Wildschaden durch besseres Abschießen dcs Wildes Ter Landwirtschaft nnd dem Mittelstand müffe die Regierung mehr Rechnung tragen, denn Großkapital einerseits und Arbeiterschaft andererseits fc...i die Steine, zwisckcn denen der Mittelstand nu'gerieben werde. Das neue Verwallungsgefetz müifc verhüten, baß die Städte aus den Kceisvecbänden aus- sch eiben. Wir i m.inbcn unb Bei