angenommen und wird mit dem Ende des laufenden Semesters seine Lehrtätigkeit hier aufgeben.
♦♦ Kreisvermessungswesen. S. K. H. der Großherzog haben den Geometer 1. Kl. Franz Sax aus Viernheim zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Homberg a. d. Ohm ernannt.
** Kreisamtspersonalien. S. K. H. der Großherzog haben den mit Wahrnehmung des Dienstes eines Kreisamtmanns bei dem Kreisamt Darmstadt beauftragten Kreisamtmann Reg.-Rat Dr. Mk. Reinhart, den mit Wahrnehmung des Dienstes eines Kreisamtmannes bei dem Kreisamt Mainz beauftragten Kreisamtmann Mart. E m - merling und den mit Wahrnehmung des Dienstes eines Kreisamtmanns bei dem Kreisamt Lauterbach beauftragten Polizeiamtmann Hch. Herberg zu Kreisamtmännern ernannt. ,
** Landwirtschaftliche Zeit frag en". Diesen veränderten Haupttitel führt mit Beginn des neuen Jahres unsere landwirtschaftliche Halbmonatsbeilage, deren erste Nummer unserem heutigen Blatte beigesügt ist. Wie aus dem einleitenden Artikel des Redakteurs Privatdozent Dr. Kleeberger hervorgeht, beabsichtigt dieser in erster Linie solche Zeitsragen zu behandeln, die speziell für unsere ober- hessische Landbevölkerung von außerordentlichem Interesse sind. Es wird sich deshalb empfehlen, die einzelnen Nummern aufzubewahren, da wir am Ende des Jahres, wie von den Familienblattern, auch hierzu ein Inhaltsverzeichnis herausgeben werden. Wir bitten, von der eingerichteten Frageecke ausgiebigen Gebrauch zu machen.
** Landwirtsch. Unterrichtswesen. S. K. H der Großherzog haben den Direktor der Obstbau- und landwirtschaftlichen Winterschule zu Friedberg Dr. Hans v. Peter zum Vorsteher der landwirtsch. Winterschule zu Heppenheim und den Vorsteher der landwirtsch. Winterschule zu Heppenheim Oekonomierat Karl Spieß zum Direktor der Obstbau- und landwirtsch. Winterschule zu Friedberg ernannt.
♦* Ruhestandsversetzungen. S. K. H. der Großherzog haben die Bahnmeister Melchior Viel- w e r t h zu Friedberg und Phil. W a s s e m zu Großen-Busecl wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand versetzt und ihnen aus diesem Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Berdienfwrdens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Die Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins unternimmt am Sonntag, 12. Januar, eine Tour Dünsberg-Bubenrod-Bieber.
** Kun st verein. Wegen vollständigen Wechsels der Gemälde bleibt die Ausstellung von morgen ab vier Tage geschlossen. Bei der nächsten Ausstellung, die wieder sehr interessant zu werden verspricht, befinden sich unter anderen Mllektionen von Dr. H. I. Wagner in München-Rom, Prof. A.Hoerter -Karlsruhe und Prof. W.Hammacher Berlin.
** Oberhessischer Geschichtsverein und Hessische Vereinigung für Volkskunde. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich ist, bieten die beiden Vereine ihren Mitgliedern und Gästen am nächsten und übernächsten Montag zwei .Vorträge, welche außergewöhnlichem Interesse begegnen dürften. Professor Walbe, zurzeit Rektor der Darmstädter Hochschule, wird über den Fachwerkbau und das Bauernhaus in Oberhessen sprechen. Schon vor zwei Jahren hat Prof. Walbe in einer Sitzung des Komitees, das das erste Butzbacher Trachtenfest vorbereitete, einen hochinteressanten Vortrag über diesen Gegenstand gehalten und wer damals dort anwesend war, wird sich auch gerne daran noch erinnern, welche Fülle schöner, zum Teil durchaus künstlerischer, photographischer Aufnahmen Redner damals bereits vorführen konnte; inzwischen hat sich seine Sammlung noch bedeutend erweitert. Man wird kaum wieder Gelegenheit ftnden, einen so berufenen Interpreten eines so vollendeten Anschau- nngsmaterials zu hören. Möge niemand diese Gelegenheit versäumen! Auch Nichtmitglieder sind als Gäste willkommen geheißen.
""Geschlossene Eisenbahnschranken. Offenbar um zu sparen, beabsichtigt die Königl. Preuß. Eisenbahndirektion Frankfurt, eine größere Anzahl Schranken geschloffen zu halten, da die betr. Feldwege nachts nicht befahren oder begangen werden. Es handelt sich nach einem Ausschrciben des Kreisamts im heutigen Amtsblatt im Kreis Gießen um drei Uebergänge an der Strecke Gießen—Gelnhausen (in den Gemarkungen Inheiden und Steinheim) und 13 Uebergänge an der Strecke Gießen—Fulda (in den Gemarkungen Gießen [km 5,5], Rödgen, Großen-Buseck, Reiskirchen, Saasen, Göbelnrod und Grünberg). Die Schranken würden jeweils im Sommer von 10 Uhr abends bis 4 Uhr morgens und im Winter von 6 Uhr abends bis 8 Uhr morgens geschloffen gehalten werden. Interessenten seien darauf aufmerksam ge- inacht, daß Einwendungen gegen diese Absicht bis zum 20. d. Mts. bei der zuständigen Bürgermeisterei oorgebracht werden müssen.
** Diebstähle. Aus dem Flur der Realschule wurden vor einigen Tagen von unbekanntem Täter em Hebe c» zieher und ein Cape gestohlen. Ein altes Cape ließ der Dieb am Tatorte zurück. — Auf dem Hamm wurden in der Nacht vom 8. auf den 9. l. Nils, aus einem Hühner-- stalle sechs Hühner gestohlen. Täter sind unbekannt.
""Verhaftet. Ein hiesiger junger Mensch, der schon zweimal wegen Diebstahls vorbestraft ist, wurde wegen Verübung eines Gelddiebstahls verhaftet.
Iaw "Der frühere langjährige Landtagsabg. des Wahlbezirks Hungen-Lich, Forstmeister Hermann Theobald, ist gestern hier nach kurzem Kranksein gestorben. Ter Bersior-- bene war lange Jahre als Oberförster hier tätig und wurde 18/2 ut den Landtag gewählt, in dem cr sich der natwnalliberaten Zarter anichloy und alsbald eine sehr einflußreiche Position eumahm. Auch^ 1878 wurde er wiedergewählt, trotzdem er in- zwiichen nach ^uge>rheim a. b.- Bergstraße versetzt worden war, öberrw 1884 und 1890. Anfangs gehörte er dem Gcsetzgebuvigs'- auschuß mw spater dem Finanzausschuß an und lange Jahre Machte er sich als Vorsitzender oes Letzteren um die finanzielle Ärtwickelung Heftens verdient, bis er 1893 wegen seines Alters — er Mar damals 73 Jahre alt — sein Mandat niederlegte. In der Ersatzwahl wurde der letzige Abg. Köhler-Langsdorf gewählt Nach icincr Pensionierung verzog H.^ Forstmeister Jy.obald pvn Jugenheim, das ihn zum Ehrenbürger ernannte, nach Darmstadt. Das Andenken unseres früheren verdnuten Ober
försters und Abgeordneten wird hier allezeit in G;,
Hoherodskopf, 9. Jan. Seit heute nacht bedeckt eine ziemlich hohe Schneedecke bad Gebirge Tritt Frost ein, dann gibt es die beste Gelegenheit zum Ski- und Rodelvergnügen.
R. B. D a r m st a d t, 9. Jan. In der heutigen Satzung der Stadtverordneten erfolgte zunächst die Einführung der Neugewählten 10 und der wiedergewählten 11 Stadtverordneten. Die Versammlung beschloß die Einführung einer Berufsvormundschaft, worüber Bürgermeister Dr. Glässing Bericht erstattete und die Einführung eines diesbezüglichen Statuts beantragte. Bisher war die Aufsicht über die Vormünder der Stadt den Ortsgerichten unterstellt. Da es für diese aber außer dem Bereiche der Möglichkeit lag, eine erfolgreiche erzieherische Oberaufsicht auszuführen und die Interessen der Mündel nach jeder Richtung hin und besonders der Alimentations- sragen zu wahren, so wird durch Ortsstatut bestimmt, daß für unter Vormundschaft stehende Minderjährige der Vorsteher des städtischen Pflegeamts alle Rechte unb Pflichten eines Vormundes übernimmt.
Mainz, 8. Jan. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung teilte Oberbürgermeister Dr. Göttelmann nut, daß eine Frau Witwe Lauben- tzeimer der Stadt Mainz eine Summe von Mk. 10000 zum Geschenk gemacht habe. Tie Zinsen dieses Kapitals lüden alljährlich an die städtischen Armen zur Verteilung gelangen.
x Dorlar, 9. Jan. Die für gestern abend bei Gastwirt Sohns anb-eraumte Tabakarbeiterversammlung führte zu keinem Ergebnis. Es war eben von hie- sigen Zigarrenarbeitern überhaupt niemand erschienen, uno so mußte der Redner aus Gießen unverrichteter Sache wieder abziehen. Man will hier vom Anschluß an den Verband nichts wissen und gibt sich mit den Lohnver- hältnisscn unserer neu begründeten Zigarrenfabrik einstweilen zufrieden.
() Marburg, 9. Jan. Kürzlich traf bei der großen Kälte in dem an der Biedenkopfer Kreisgrenze liegenden Dorfe W e i t e r s h a u s e n ein Trupp Zigeuner ein, unter denen sich auch ein junges Weib befand, das seiner Niederkunst entgegensah. Ein Zimmer lehnten die Nomaden ab, in derselben Nacht jedoch erblickte in einem Stalle ein kräftiger Zigeunerknabe das Licht der Welt. Am andern Tage sand die Taufe durch den Ortspfarrer statt und auch die junge Mutter zeigte sich schon wieder im Hofe.
X. Hanau, 9. Jan. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde der Magistrat darüber interpelliert, ob sich das Gerücht von der Verlegung des hiesigen Infanterieregiments Hessen-Homburg 166 bewahrheite und ob der Magistrat deshalb Sck)ritte zu unternehmen gedenke. Oberbürgermeister Dr. G e b e s ch u s entgegnete, daß tatsächlich die Verlegung des Regiments nach Bitsch beabsichtigt werde und als Ersatz ein Bataillon der 88 er aus Mainz nach Hanau verlangt werden solle. Er werde beim Kriegsminister «Vorschläge unterbreiten, um ein Verbleiben der 166 er in Hanau zu ermöglichen.
Kassel, 9. Jan. Gestern wurde der Prozeß Liebermanns von Sonnenberg gegen den Redakteur Wilke zu Ende geführt. Der letztere hacke in der inzwischen ein gegangenen „Hessischen Rundschau" von Liebermann behauptet, dieser habe über seine Wühler gesagt: „Meine Schwülmer Bauern sind treu wie die Hunde, aber dreckig wie die Schweine". Inder gestrigen Verhandiung sagten die tioch geladenen Zeugen aus, daß sie den Ausspruch meist von dritter Seite gehört Hütten. Wilke betonte, in der Abwehr gehandelt zu haben, da Liebermann ihn und seine Freunde in der Staatsbürgerzeitung „ein halbes Du.tzenb politischer Hausknechte" genannt habe. Nach fünfstündiger Verhandlung wurde der Angeklagte Witke zu 150 Mk. Geldstrafe oder 15 Tage Gefängnis und Tragung der Kosten in einem Falle verurteilt. Ferner wurde dem Nebenkläger Herrn Liebermann Publilationsbesugnis zugesprochen. Ter Mitangeklagte Heck wird fveigesprochen unb seine Zwsten fallen der Staatskasse zur Last.
Innsbruck, 9. Jan. Am 20. Januar wird in Rove- redo die Verhandlung gegen 42 Personen stattfinden, die wegen der Vorfälle in den Ortschaften Versen und Calliano angeklagt sind. Aus diesem Anlaß ist laut einer Meldung des „Alte Adige" unter der italienischen Bevölkerung eine Agitation im Gange, daß deutsche Zeugen, die gegen die Angeklagten auf- txeter., in keinem Gasthause Speise, Trank oder Umterlünft erhalten sollen. Die Advokalenkammer von Roveredo habe ösfenb- lich bekannt gemacht, daß sie allen Angeklagten unentgeltliche Vertretung zusichere.
Wilhelm Busch f.
Im 76. Lebensjahre ist am Donnerstag, wie uns gestern mittag ein Telegramm meldete, Wilhelm Busch, der Meister des zeichnerischen Humors, der unvergleichliche Maler-Poet, in Mechlshauien bei Seefen im Harz gestorben. Eine unserer populärsten und eigenartigsten Erscheinungen verschivmdel mit Wilhelm Busch aus der Kunst- und Lueratnrmelt. Wie viel heilere Anregungen, wie viel köstlich-frohe Stunden hat er uns beschert, wie viel geflügelte Worte und landläusige Redensarten hat ihm die Sprache zu danken. Seine mit keckem Uebermut illustrierten Dichtungen, man kann ebenso sagen: seine von den drolligsten Versen begleiteten Zeichnungen Haven sich eine ganze Welt erobert Seme Max- und Montz-Sueiche sind in England und Frankreich letzt sogar auch in Japan, so beliebt wie bei uns. Seine Knopp- Trüogre, sein „JippS der Affe" und .Plijch und Plnm", mehr noch -Maler stieret" und „Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter" sind so recht Voltsbesitz geworden. (Beine „Fromme Helene" Hai 'Adalbert v. Goldschmidt sogar auf die Opernbühne gebracht Tie „Mimchener Bilderbogen", mit denen der gleichsam in zwei sprachen, m Zeichnung und Vers, sich äußernde Humorist zuerst lerne Erfolge errang, leben neuerdings in Amerika wieder aui Neben diesen köstlichen heiteren Gaben und den Beiträgen mit denen sein unerschöpflicher Humor die „Fliegenden Blätter" bedachte, hat Wilhelm Busch uns auch ernste Gedtchle, Blüten einer gedankenschweren und empfindungswarmen Lyrik beschert Aus der ländlichen Stille und Einsamkeit, in die er sich lurüdacAoaen hatte, sandte Busch auch in den letzten Jahren noch manches heuere Lebenszetcheu in die Welt. Von einer ernsten Erkrankung Wilhelm Buschs verlautete nichts — um so schmerzlicher trifft uns tmb unvorbereitet d>e Stunde von seinem plötzlichen Heimgang. Ter äußere Lebensgang Buschs war still und gerade. Am 15. April 1832 zu Wiedewahl m Hannover geboren (ivir veröffentlichten am 15 Avril 1902, zu jemern 70. Geburtstage, einen größeren Gedeiikartikel über ihn m unseren Familienblättern. D. Red.), besuchte er die Hoch- schule in Hcumover, dann die Malerakademien m Tüsseldors und München. Früh führte ihn seine ausgeprägte Begabung auf das Gebiet des versvegleiteten zeichnerischen Humors, und in München m de||en Kunstkerkreije er eine bedeutende Rolle spielte, fand er den rechten Boden hir fern Wirten. Bor einer Reihe von Jahren zoa er ich in die hannoversche Heimat zurück, in der er nun die lekte Ruhe stndet. In unseren Fumilienvlättem vom nächsten Lamstaa tftftft CJ! ? Jemhek tuJie Autobiographie »Was mich betrifft", die 1886 entstand, abdrucken. - Zum Tode Wilhelm Buschs wird noch
lemelbet: Am 8. d. MtS. machte er noch einen (Spaziergang, klagte aber nach seiner Rückkehr über Schmerzen in der Seite. Sein Zustand verschlimmerte sich während der Nacht derart, daß er fast gar nicht schlafen konnte. Als Todesursache wird Bl i n d d armen t z ü n d u n g in Verbindung mit Brustfellentzündung angenommen.
Handel.
** Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des Fabrikanten PhilippJakob Voegler in Maiz-M o m b a ch, Jnl-aber der Firma Peter Voeglcr II., Stuck- und Bildhauer-Geschäft wurde am 3. Tezentber das Konkursverfahren eröffnet Rechtsanwalt Dr. Leopold M a y e r in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. Jan. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber den Nachlaß des Feldschützen Jakob Höfler III. zu Gensin gen tourte am 30. Dez. das Konkursverfahren eröffnet. Notariatsgehilfe Anton R e u t t e r in Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 22. Jan. bei dem Amtsgericht Bingen, anzumelden. — lieber das Vermögen des Peter Blüm- [er, Koloniaiwarenhändler in Mainz wurde am 4. Jan. ba3 Konkursverfahren eröffnet. Geschäftsmann Wcndelm Rehm in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt Könkurssörderungen l'ino bis zum 1. Februar bei dem Amtsgericht Mainz anzw- melden.
— Preußische Finanzen. Aus dem Etat der preußischen Staatsschuldenverwaltung ist zu erwähiren, daß für die Verzinsung der Anleihen etc. ein Betrag von 275 628195 Mk. vorgesehen ist gegen 264 281 623 Alk. im Etat pro 1907. Für die Verzinsung neu aufzunehmender Anleiheberräge sind 4 200 000 Mk. nut enthalten.
— Stuttgart, 9. Jan. Tte Zeichnung auf die neue 4°/0ige würllembergijche Staatsanleihe von 30 Millionen Nit, unkündbar bis zmn Jahre 1915, findet am 17. dieses Monats statt. Der Subskriptionspreis ist nunmehr definitiv aus 99,7ö°/0 lestgesetzt
— Lissabon, 9. Jan. D i e Bank von Portugal er- hohle den Diskont von 51/,0/0 auf 6°/0.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 10. Jan. Heu- unb Strohmarkt (Org.-Tel d. Gieß. Anz.) Angefahren waren 5 Wagen Heu, 4 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Alk. 3.50—3.70, für Stroh Mk. 2.60-2.80. Maschmen-Langstroh Nit. 2.20—0.00. Alles für 50 kg. Geschä't statt.
IClrdylidye Hadyridytm»
Evangelische Gemeinde.
1. Sonntag nach Epiphanias, den 12. Januar 1 908: Landesmissionsfest.
Kollekte für öie Heidenrnifsion. Hottesdienli.
In der Stadtkirche.
Vormittags 9V3 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Pfarrer Schwabe.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Adolph.
Abends 8 Uhr: Vereiiiigung der konfirmierten männlichen Jugend der Aiatihäusgemeiiide.
Dienstag den 1$. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Matthäus- saal: Fraitenmifsionsverein.
Donnerstag den 16. Januar, abends 8 Uhr, im MarkuS- saal: Bibelstunde. (1. Petri-Brief, Kap. 3.)
Pfarrer Schwabe.
In der Johanneskirche.
Voniiittags 91/, Uhr: Emiührung des iieilernanuten Pfarrers der Lilkasgemeilide, Pfarrer Bechtolsheim e r, durch Herrn Superinteildenlen v. Petersen.
Vormittags 11 Uhr: Kindertirche für die Lukasgemeinde. Piarrer Bechtolsheimer.
Abetlds 5 Uhr: Pfarrer Ausield.
Montag den 13. Januar, äbends 8 Uhr, im Lukassaale; B i b e l st u n d e. V'arrer Bechtolsheimer.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag den 11. Januar 1908: Meist heiter und trocken. Frost. Noch etwas kälter. Sch wache nördliche W mbe.
Köln, 10. Jan. Zwei M ar i n e so lda tc n und ein Tag- löhner über fielen in ter Nacht eine Frau und deren Tochter. Sie schleppten beide in das Haus des Taglöhners, knebelten und vergewaltigten Mutter und Tochter. Auf bie Hilferufe der beiden drangen Passaicken in das Haus ein uni übergaben die Unholde der Polizei, die die Soldaten an bu Militärbehörde ablieferte. Die beiden Frauen sind nicht unbedeutend verletzt.
Halle a. S., 10. Jan. Der von einer Reise Heimkehrente Sohn ter Witwe Rein in Allstedt fand im verschlossenen Hause, das er gewaltsam öffnete, seine Mutter unb ein Kind al§ verkohlte Leichen vor. Die Ursache des Branduw glückes ist unbekannt.
Wien, 10. Jan. Infolge des Rückganges der Auf. träge haben die ö ft erreich ischenAutomobilfabrikeo beschlossen, eine größere Anzahl von Arbeitern zu ent* lassen.
Rom, 10. Jan. „Tribuna" glaubt, daß ter abessy- nische Zwischenfall keine weiteren Verwiclelungen zur Folge haben werde. Tas Blatt meint, es handle sich um einen Abschnitt in der Kvlonüilgeschichte, ter ohne Besorgnis getrachtet werben dürje. Auch ber Manti drückt sich in diesem Sinne: aus und hofft, daß der Zwischenfall zu feinen militärischen Ausgaben führen werde. Giornale d'Jtalia hofft, daß ter Einspruch der italienischen Regierung vom Negus berücksichtigt werde.
Petersburg, 10. Jan. Infolge einer cmonhmen Anzeige gelang es der Polizei, ein mit Pyrvxilin gefülltes Automobil zu beschlagnahmen, das dazu bestimmt war, gegen das Palais Stolypins zu rennen und es in die Luft zu sprengen. Im Zusammenhang mit dieser Entdeckung wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen.
N e w y o r k, 10. Jan. Sun veröffentlicht ein Telegramm aus Tokio, worin mitgeteilt wird, daß der a m e r i k a n i s ch e Botschafter in Tokio Japan ersuchen wird, ein Abkommen öu unterzeichnen,, das die japanische Einwanderung nach den Vereinigten Staaten ein schränkt und ein Maximum für die Einwairderung festsetzt. Tie japanische Re- gterung soll sich sehr wenig geneigt zeigen, den Voricytag an* zunehmen und betrachtet ledes diesbezügliche Schriftstück als fein« Würde verletzend.___
BCotosseasm (liessen
Walltorstr. 36-38 (früher Casc Leib) Telefon 446 Spezialitäten-Tßeater I. Ranges.
Feinst.Fainilien-VergBiügnngs-Etablisseiiieiit Xäölith große Vorstellung. Riesen Weltstadt-Programm. Vom
Besten das Beste.
. , Extra gewähltes Familien-Brogramm, u. a. Stuf» n von Ferdinand Mesquetz in seinen Original-Dressuren mit Pferd ncn. der kluge wano und Hund, der Hund als Jockei- S Elektrischer AuOskattnngSatt mit Hunden.
Truppe Wallendn, Parterre-Acrobaten. The Delfons Tanzapr» dtsten.Fmn»aui»dFa«ine»»onElettrv-iNusikal.-Pantomimerc.rr
^amcktag den 18. Januar:
1. Dße ImtnlWk ÄMtWu W&a
UeHnS Ä Ä2 Gastspiel des gcfamtcn Künstlcv
-verfonalo tu Lieh, S^tem ö ^aalbau.
ES ladet ergebenit em Direktion Albert Rappmamu


