Ausgabe 
9.1.1908 Zweites Blatt
 
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: Gemeinde, die und innerhalb mrd am 1. Mil L. K. der eslimmt und an T Landessynode

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* 'Pfarramts, Rassisten, Wohnsitz in J iu 'Lieder, tefu m Groß. ^iuLich zum 3at Döll zu n; Pfarramts- ^Verwalter in teilt Löriß. ^assistenten in Phasen zum ter Glock zu 5: Pfarrvikar kalter daselbst; rw zum Psarr« !9 im Novem- ffenbach a. M., lingelhöf. n, Jos. Stad- u t m a n n von dmann von lun von Tan- roeiben ausge- ichheim; die Mainz.

. Lehrer zu be« e zu Kirtorf. 'ieu-Ulrich- Arbeüs- beziv. Miger als 40 i Maurer, sechs c)cr, Schneider, Ne, Anstreicher, ßbinder, je ein racher, Friseur, binder, Lergol- 2er Zugang inn. Entlassen ngen butd) die tet, 2 wurden n Arbeitsscheu Seit Bestehen mommen. essen. Frau ii e alt, zu Ro* aus Bensheim, heim, zu Mon, Jahre alt, zu iesige Heimat« abend 81/, Uhr ngsabend mit u'ilalischen Dar«

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i. Gonterskirchen, 7. Jan. Eine hiesige Frau wollte auf dem Scheunengerüste Stroh holen. Sie glitt ab und fiel in die Tenne, wo sie bewußtlos liegen blieb. Es war ein Glück, daß zufällig ein Nachbarsmann in das Ge­höfte kam, sonst hätte die Frau bei der damaligen strengen Kälte erfrieren können. Durch den Sturz hat die Frau eine Gehirnerschütterung erlitten.

S e e h e i m, 8. Jan. Der hiesige Bürgerverein hatte die Oberpoftdirektion Darmstadt gebeten, den NamenS e e - heim (Hesse n)" inS e e h e i m (B e r g ft r a ß e)" z u ändern, weil ein großer Teil der hierher bestimmten Briefe infolge des unzweckmäßigen Zusatzes zum Orts­namen einen höchst überflüssigen Umweg über Leeheim (Hessen) nimmt. Die Oberpoftdirektion genehmigte das Gesuch unter der Bedingung, daß der Bürgerverein die Kosten des neuen Stempels trüge. Aber noch viel weiser ist die Entscheidung des Reichspostamts, an das sich der Bürgerverein nunmehr wendete. Diese Behörde teilte dem Bürgerverein mit, daß die betreffende Zusatzbezeichnung abgeändert wird,----sobald die Erneuerung des Brief­

aufgabestempels erforderlich wird. Da ein solches metall- . nes Werkzeug eine ziemlich lange Lebensdauer hat, so können wir hoffen, daß die für uns bestimmten Briese im 21. Jahrhundert uns auf geradem Wege erreichen werden.

UnZverjitiits-NaehrichreLT.

Für das Fach der praktischen Theologie habilitierte sich in der Marburgs r theologischen Fakultät der Sladtpiarrer a. D., Dekan Lic. theol. Rudoli G ünther mit einer Vorlesung über ,Tas deuljche Ehristenlled des 19. Jahrhunderts."

Zuin Nachfolger des mit Ende dieses Semesters in den Ruhestand tretenden ord. Professors der Botanik und Direktors des botanischen Instituts an der Unwersilät Straßburg i. Els. Dr. Hermann Graf zu S o l in s - L a u b a ch ist der etats­mäßige Professor an der landwirlschastlichen Akademie B o n n - Pippelsdorf Dr. Ludwig I o st ausersehen.

VerrnStzchte».

* Berlin, 7. Jan. Schon miebcr ist eine Blutt at zu verzeichnen. Auf dem Tempelhofer Felde wurde eine Frauensperson unter Umständen tot aufgefunden, die auf einen Lustmord schließen lassen. Es handelt sich um eine 40jährige Landstreicherin namens Glässer. Am Halse zeigten sich Würgspilren, während ihr in den Mund em Tuch ge­waltsam hmemgestopst war. Jacket und Blouse war auf- zerissen. An der Brust zeigten sich Stichwunden, was auf »inen Sadisten als Täter schließen läßt. Mit dem Tode ;ines Ehepaares endete eine Familientragödie, die sich heute im Osten der Stadt abgespielt hat. In der Voigt- slraße wurde die 40jährige, von ihrem SDlanne getrennt lebende Frau Pauline Frick von diesem erschossen. Nach Verübung der Tat tötete sich Frick selbst durch einen Schuß. In der Angelegenheit der Ermordung der kleinen Miehlke sind heute wiederum drei Verhaftungen vorgenommen worden. Die verhafteten Personen ivurden den Zeugen gegenübergestellt.

* 9? an en, 7. Jan. Die große Telef unken st ation in Nauen begann die diesjährigen Fernoersuehe nach An­bringung wichtiger Verbesserungen und erreichte ein ganz außerordentlich gutes Resultat. Telegramme Nauens wurden vor einigen Wochen von einer kleinen transportablen Militär- slation in Kornenburg bei Wien ausgenommen. Zu gleicher Zeit trat der DampferCap Blaroo" die Ausreise von Ham- ourg nach Biienos Aires an. Ec erhielt täglich telegraphische Nachrichten von Nauen. Tas letzte Telegramm rouibe m Santa-Cruz auf Teneriffa ausgenommen, nachdem der Dampfer acht Tagereisen von Hamburg entfernt war. Die Entfernung bis Teneriffa beträgt ungefähr 3 70 0 Kilo­meter, das heißt, eine größere Entfernung als die Marconi- slation bei Rekordversuchen über den Ozean erreichte.

* S e L h e l d e n. Sieben Ueberlebende des norwegischen SegelschiffesGermania" wurden bon, einem englischen Dampfer mitten im Atlantischen Ozean aufgesunden und nach Amerika gebracht. Tie sieben kamen mehr tot als lebendig an, doch' waren sie nut Unterbrechungen^ imstande, ihre furchtbare Geschichte zu erzählen. Tas SegelschiffGer­mania" war bon einem harten Windstoß getrosten worden und sank fast plötzlich irährend eines heftigen Sturmes. Die Mannschaft halte gerade noch Zeil, die beiden Boote auszu- s^en. Das eine Boot verschwand sofort und wurde nicht mehr gesehen. Der Kapitän ging mit dem Schiff unter, ohne den Berjuch zu machen, sich zu retten.

"Wien Z w e i m i l l i o n e n - S t a d t. In der statistischen Abteilung des Wiener Magistrats ivurde ausgerechnet, daß nach der bisherigen Bevölteriingszunahme Wien Ende De­zember 1 999 912 Einwohner hatte, daß also am 1. Januar 1908 die ziveile Million überschritten wurde. Damit rücke Wien an die sechste Stelle der Großstädte bezüglich der Em- ivohnerzahl.

* 11 in eine Ohrfeige erm ordet. In einer Fa­milie Piaoenzas spielte sich am Neujahrstage ein fürchter- liches Drama ab. Der siebzehnjährige Stuoeut Jtalo Re- mondini versetzte, wie von uort berichtet wird, seiner acht­zehnjährigen Schwester Julia iu,olge eines Wortwechsels eine Oi,r,eige. Das Mädchen holte darauf aus dem Neben­zimmer einen Revolver ihres Vaters und zerschmettere' dem Bruder ourch einen wohlgezielten Schuß den Schädel.

Kleine Tageschrouik.

Bci einer Weihnachtsfeier für arme Kinder in der Billa des Bankiers Richard Ladenburg in M annheiin fing eine Gardine in der Nähe des brennenden Christbaumes Feuer, i>as rasch verbreitete. Der Hausherr und feine Frau erlitten Brandwunden im Gesicht und an den Armen und >nußten das öcinrici) LanzTlrantenhaus aufsuchen. Die Kinder blieben unver­letzt Sechs immer find teilweise gänzlich vernichtet, darunter .-kunstwerte von numensem Wert. Die Berufsfeuerwehr rettete Jen oberen Stock.

In SX önigs h ü tt e verb r a n n t c bic p-rau des Berg- irbeilers WefsoU) bei lebendigem Leibe, -sie war am Ofen einge- chlafen, MS i.n öiuucn u. - ce.ib Ofen ow Kleider nt Brand |Ci5tC Mim 7. Januar besichiigle der König von Italien in Nom )as seit etwa 2 5 I a h r e n i m B a u v e ar mene De n k - ui a l feines Balers, dessen Bau alle paar Atonale aus Mangel Lii 'Jllatcual unleibrochen wird. So ist auch diesmal wieder cme Anzahl sonn am Denkmal bejchäitigler Slemmetzen arbeilslov. Die Leute begrüßten den Sionifl mit dein Nw :»c a j e st a t >v l r »vollen Brot ". Polizei und Carabinieri umringten daraui die Steinmetzen, von öenen etwa 60 verhaltet wiirden. Da aber die verha'leten ertlärten, sie hätten den König nur au, ihre traurige Lage aufmerksam machen wollen, wurden sie wieder sreigelaijen.

Kandel.

** Neue 4%ige Württembergische Staatsanleihe Die Bank für Handel u. Industrie (Darmstädter Bank) Hal mit anderen Minken gemeinsam die neue 4°/oige Württembergische Staats-Anleihe im Betrage von 30 Millionen Mark, von der gestern berichtet wurde, übernommen, und wird sie am 17. Januar zum Eourse von 100% zur Zeichnung auflegen. Die hiesige Nieder­lassung der Bank nimmt, wie wir hören, bereits jetzt An­meldungen entgegen.

Von der Reichsbank. Nach einer Meldung aus Berlin ist der Status der Bank für die erste Januarwoche noch nicht zu übersehen. In den, ersten Tagen erfolgten wie immer iwch große Ansprüche. Dann waren aber die Rückzahlungen bedeutend. Besonders auf Lombardkonw wurde stark -urück- gezahlt und zwar wird der zurückgezahlte Betrag auf etwa 2/3. aller Lombards geschätzt. Auch die Wechseleingänge sind bedeutend, da viel kurze Wechsel zum Diskont begeben waren. Die Frage einer Diskontermäßigung gilt noch nicht als spruch­reif. Schon wegen der Höhe der Devisenkurse, so daß man voraussichtlich auch noch den Ausweis vom 15. Januar ab­warten wird.

Deutsche Emmissionen im Jahre 1907. Die bekannte Emmisfionsstatistik des Deutschen Oekonomist ist wieder erschienen. Laut dieser ist der Rückgang der Emimissionstätig- feit, Der schon für das 1. Halbjahr 1907 zu konstatieren war, im 2. Halbjahr recht stark zum Ausdruck gelammen. Tie Gesamt­summe ber in 1907 in Deutschland emitierten in- und aus­ländischen Börsenpapiere beziffert sich auf nominal 1943 Mill Mk. mit einem Kurswert von 2136 Mill. Mk. gegen nominal 2353 Mill. Mk. und einem Kurswert von 2741 Mill. Mk. im Jahre 1906. Auf deutsche Papiere entfallen nominal 1800 Mill. Mk. mit einem Kurswert von 1983 Mill. Mk. (i. V. 2158 Mill. Mk. bezw. 2521 Mill. Mk.). Deutsche Staatsanleihen wurden emitiert im Kurswerte von 546 Mill. Mk. (i. V. 638 Mill. Mk.), Kom- munalanleihen 425 Mill. Mk. (347 Mill. Mk.), Pfandbriefe 250 Mill. Mk. (405), Jndustrie-Obligatwnen 173 Mill. Mk. (183), Bankaktien 152 Mill. Mk. (282), Industrie-Aktien 431 Mill. Mk. (654).

Gotthardbahn. Zu den am 15. Januar d. Js. be­ginnenden Verhandlungen über die Höhe der Rückkaufsumme der Gotthardbahn erfährt ein Berner Korrespondent der F. Z., daß die Differenzen zwischen der Gesellschaft und dem Bundesrat über die Reinertragsrechnung gering sind, so daß diese Frage in 1 bis 2 Sitzungen erledigt werden dürfte. Bedeutend da- gegen sind die Differenzens über die sog. Minderwerte, die hauptsächlich die angeblich zu geringe Ausdehnung einiger Bahn­höfe, beispw. des Bahnhofs von Ehiasso, betreffen, lieber die Frage, wem der 13.5 Mill. Franks enthaltende Erneuerungsfonos zufällt, sowie über die Frage der Herstellung des zweiten Gleises Giubiaseo-Chiasso für 10 Mill. Fr. bestehen ebenfalls erhebliche Meinungsverschiedenheiten.

Berlin, 7. Jan. Tie Betriebseinnahmen der Shantung-Eisenbahn-Gesellschaft betrugen im De­zember 220 000 mexikanische Dollars gegen 210 000 mexckan. Dollars im gleichen Monat des Vorjahres, mithin ergibt sich ein Mehr von 10 000 mex. Dollars. Danach stellt sich die Gesamteinnahme von 1907 auf 2 345 966 mex. Dollars gegen 2133 783 mex. Dollars für 1906, was ein Mehr von 212183 mex. Tollars ober 9,94 Prozent gegen das Vorjahr bedeutet.

Amerikanische Ban knoten-Reform. Senator AldrichS Gesetzentwurf betreff, die Banknolenresorm wird in den nächsten Tagen emgebrachl werden. In ihm ist die Elearinghouse- Garantie wieder aufgegebeii worden. Im Bedarfsfälle sollen 250 Mill. Doll. Noten emittiert werden, wobei als Sicherheit Staats-, Genietnde- und Eisenbahn-Bonds dienen können. Tie Steuer dieser Stolen beträgt 6%. Eme nochmalige Aenderung dieses EiitlvurfS dürfte unwahrscheinlich fein. Daß damit wirklich etwas ivtrksames erreicht wird, wenn der Antrag zum Gesetz er­hoben wird, ist sehr zu bezweifeln.

Kleine F i n a n z ch ro n i k. 5 Mill. Mk. 4°/o ige Offen­bacher Stadtanleihe von 1907 sind nunmehr auf Antrag der Filiale der Bank für Handel uni) Industrie an der Frankfurter Börse zugelassen worden. Aus Newyork kommt bie Meldung, daß vier große Tiamantenfirmen Fränkel u. Company, Gattie u. Concpany, Gattie, Ettinger, sowie Fränkel anb (Lons insolvent sind. Die Verbindlichkeiten betragen 4Vs Mill. Dollar.

Die Umschan, Wochenschrift für Wissenschaft und Tech­nik sowie ihre Beziehungen zur Literatur und Kunst (Frank­furt a M., Bechholds Verlag; Preis vierteliährsich 3.80 Mk.) Die Umschau ist als die beste populär-wissenschaftliche Wochen­schrift anerkannt. Sie unterrichtet ihre Leser schnell und um­fassend über alle Neuerfindungen und Entdeckungen in Wmen- schaft uni) Technik. Ihre Darstellungsweise ist allgernemver- ständlich und mit Hilfe von Illustrationen weiß fte die schwie­rigsten Fragen dem Verständnis zu erschließen. Instruktive Aussätze, von ersten Fachmännern verfaßt, fetzen die Leser in den Stand, unsere modernen Fortschritte in der Entwicklungs­und Urgeschichte, Aslroiwmie, Botanik, Chemie, Elektrotechnik, Geo­graphie und Geologie, Heerwesen, Hygiene, Land- und Forftwirt- schast, Lustschissahrt, Medizin, Physik, Psychologie, See- und Ver­kehrswesen, Völkerkunde, Zoologie nsw. mühelos zu verfolgen. So finden wir in der künstlerisch ausgestatteten ersten Nummer des neuen Jahrgangs eine Reihe wichtigster Fragen behandelt, aus deren Fülle wir nur die AbhandlungEntwicklung und Renaissanee" von Geheimrat Prof. Dr. W. Ostwald und bie AufsätzeDer Panamakanal" von Dr. Fr. Lampe,Die Rolle des Kali int Pflanzenorganismus" (mit Farbentasel) von Dr. Vageler,Das Radium in der Heilkunde" von Dr. Löwenthal herausgreifen. Für die folgenden Nummern werden u.a. an­gekündigt:Der Ursprung der Juden" von Dr. Gg. Bufchan. ,Die krebsartigen Erkrankungen und ihre Bekämpfung" von Prof Dr. V. Czerny, Wirkl. Geh.-Rat, Exzellenz.Christus" von Pros. Dr. Delitzsch.Weibliche Ingenieure" von In­genieur Karl Drews.Tie elektrische Eisen- und Stahls tninnung von Ingenieur V. Engelhardt.Was hoffen und was fürchten wir von der sexuellen Aufklärung der Jugend" von Geh Med.-Nat, Prof. Dr. Eulenburg.Unsere schwarzen Brüder" von H. de Frötures.Die Natur ber Materie im Lichte ber Elektronentheorie" von Prof. Dr. Graetz.Genügt unsere Schulbildiing beit Ansorberungen des Lebens?" von Prof L. Gurlitt.Schreibmedien und Geisterschrift" von Dr. R. Henning.Tie hygienische Bedeutung des Winter­sports" von Prof. Tr. Hueppe.Luftdünger" von Tr. Huudthausen.Nervosität und moderne Kultur" von Samtats- rat Tr. Laquer.Tie Frau in der Literatur der Gegenwart" von Dr Lory.Gemeinsame Erziehung" von Stadtschulrat Dr Längen.Ist das Nackte unsittlich?" von Bildhauer Harro Magnussen.Versuchsschulen und pädagogische Versuche der dieuzeir" von Pros. Tr. Rein.Ter gegenwärtige Stand der Esperantobewegung" von Reinhardt Schmidt. .':^/reform von Adele Schreiber, uni) viele andere brennende wissenschastlrche und technische Fragen.

Hcrinilien-Nachrichten.

Geboren: Herrn Julius Engel unb Frau Thekla, geb. Rothschild in Friedberg ein Sohn. Herrn Prof. Schaum und Frau Ella, geb. Winter in Marburg ein Sohn.

Verlobt: Frl. Emmy Rosenthal in Lanaenschwalbach mit Herrn Karl Haas in Atarburg. Frl. Marie Mörschel nut Herrn Friedrich Steitz in Friedberg. Frl. Hedwig Löb tn Hungen mit Venn Hermann Goldenberg in Storndori. .

Gestorben: Herr Wilhelm Leo Vogt tn Reichelsheim t. d. W. Herr Ludwig Unverzagt in Biedenkopf. Frau Katharine Kiehm, geb. Bloch in Schütz. Frau Liesbeth Ehrlich m Fried­berg. Frau Eüse Momberger in Frie' vg. Frau Katharina Römer, geb. Schmidt in Kirchham. V" Ferdinand Kuhlmann in Wetzls

Märkte. n

Limbura a. d.L.,8.5Zcm. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen (iiaff.) 17,95 Mk., weißer Weizen 00,00 Mk., Korn 14,93 Mk., Gerste 11,18 Mk., Haier 8.00 Mk., Erbsen 0,00 Mk. Kartoffeln 4,80 M?.

UötzkutliLeziedttM der Todesfälle mLerSIM ü-ietze« 51. Woche. Vom 15.21. Dezember 1907.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 (intl. 1600 Mann Militär.^ Sterbüchkeltszifser: 19,06 °/06, nach Abzug von 5 Ortsiremden: 10,40 °/oo.

Kinder

Anm.: Tie ut Silanmient gesetzletl Zifserrt geben an, wie viel ber Todesfälle in der belrefjenden Krankheit auf von auswärts nach Greßeti gebrachte Kranke komiiren.

Es starben an:

Zusammen:

Erwachsene 1.

im vom

Lebensjahr: 2.16. Jahr

Typhus

KD

1(1)

Tuberkulose

3(1)

3(1)

Krebs

1

1

Wochenbettsieber

Kl)

KD

Schlagfluß

1

1

'JJlaiern

1

1

Verunglückung

2(2)

2(2)

**

unbekannten Ursachen 1

1

Summa: 11 (o)

9(5)

2

Meteorologische Veovt-chtu»igen der (Station Gießen.

Januar

1908

Barometer auf 0° rebuziert

Temperatur ber Lust

Abfoliite Feuchtigkeit

dlelatiue Feuchtigken

Windrichtung

Windstärke

A«tter

8. 2"

728,1

3,8

5,2

87

S

4

Sonnenschein

8. 9

724,0

1,5

4,7

93

WSW

6

Regen

9. 736

726,0

1,0

4,7

96

w

2

Schneefall

Höchst

Temp

cvatur

am

f.8.

Januar

= 4

- 4,1 * C.

Niedrigste

7.-8.

- 1,1 ° c.

des Giesseuei Anzeigers, mitgeteilt von der Bank tür Handel und Industrie, (>iessen.

Franklurter Itörae, 9. Januar, 1 Jo Ubr.

Reichsanleihe . . 93. 6% do. . . 82.35 d>6°/0 Konsols .... 94.0a 6% do 82.25

Hessen 93 00 3>j0/0 Oberhessen . . . 92.00 4 % Oesterr. Goldrente. 97 40

4l/6 % Oesterr. t>übetreute 98.40 4% Ungar. Goldrente . . 93 35 4% Italien. Bente . . . 103.45 3% Portugiesen Serie I 63.50 3% Portugiesen III 64.25 4>i°/0 russ.Siaatsanl. 1905 94 20 4>ju/0 japan. Staatsanleihe 88.50

Uonv.Türken von iyu3 94.40 Türkenlose 144.00 1% Griecb. Monopol-Anl. . 50.40 i% äussere Argentinier . 86.50 u% Mexikaner .... 62.50 4>s°/0 Chinesen .... 95.50

Aktien:

Bochum Guss 196.20

Buderus E. W 113.

Tendenz: behauptet.

Berliner Börse, 9.

Canada E. B 155.20 Darmstädter Bank . . .. Deutscne Bank .... 231.00 Dortmunder-Union C. . . 58.10 Dresdner Bank . . . 139.60

Tendenz: schwächer.

Elektnz. Lahmeyer . . . 124.25

Elektnz. Schuckert . . . 105.20 Eschweiler Bergwerk . . 209.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 188.00 Hamburg-Amerik. PaketL 117.90 Harpener Bergwerk. . . 200.25 Laurahütte 218.00 Bordd. Lloyd 106.30 Ubeischles. Eisen-Iudustrie 97.00 Berliner Haudelsges. . . 156.60 Darmstädter Bank . . . 127.00 Deutsche Bank .... 230.90

Deutsch-Asiat Bank . . 133.00 Diskonto-Kommandit . . 172.10 Dresdner Bank .... 140.00 Kreditaktien 200L0 Baltimore- und Ohio- /

Eisenbahn 83.70

Gotthardbahn ..... Lomuard. Eisenbahn . . 2810 Oesterr. Staatsmann . . . 145L0 Frince-Henri-Eisenbahn . 121.71t

Januar. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 199.40

Laurahütte 217.70 i.umbarden E. B. .... Nordd. Lloyd 105.90 i ürkenlose 144.60

Mellen bei Zossen. (Der gey^rnnisvolie FahrradbiebstahL> Ein Faljrrabbiebstahl, welcher einzig in seiner Art dastehen dürfte, hat nach nunrneyr Jahren die Bewohner bes Dorfes Ätellen bei Zossen wieoer in leohaste Erregung versetzt. Im Juli 1906 kaufte ber Dampfschneidemüylenvesitzer Wilhelm Pofselt in Speren- berg an ber Zossener dNckckärbahn von bem Fahrradhändler Arthur Heutig in Zossen ein Brennaoorrad Nr. 433196. Kürze Zeit daraus wurde es ü)m eines Abends gegen Vs 11 Uhr in dem Lokal Zur Seeschente" gestohlen. Tas spurwse Verschwinden des Fahr-, rades war damals den Beteiligten geradezu ein Rätsel, zumal der Dieb in den belebten Straßen lucht gesehen wurde, also un­möglich auf dem Rade das Weite gesucht haben konnte. Es wurde daher die Vermutung laut, daß der DlCv, um der Entdeckung zu entgehen, das Fahrrad in den. Mellener See versenkt hatte, rccldje Annahme in diesen Tagen ihre Bestätigung fanb._ Die Fischer des Mellener Sees bemerkten bei einem großen Fischzuge in ihren Netzen einen schweren Gegenstand, welcher vor Schlamm, Muscheln und Schlingpflanzen nicht zu ernennen p)ar. Nach Vieler Mühe gelang es ihnen, den 13 Meter tief unter dem Wasserspiegel liegenden Gegenstand an die Oberfläche zu befördern. ^)?achbem der rätselhafte F-und von den Seegeloächfen befreit war, kam zur nicht!gerlügen Ueberrafchung ber Fischer ein noch gut er­haltenes Fahrrab zum Vorschein. Die Kunde dieses eigenartigen Fundes Derureitete sich rasch und gelangte auch zu Ohren bes Herrn Posselt, welckier sich sofort feines aus so eigenartige Weise verschwundenen Fahrrades erinnerte. Zu feiner Freude konnte er bei Besichtigung des Fundstückes dieses als sein geswhlenes Rad reflamieren. Die Konstruktion des Fahrrades hatte trotz der langen Lagerung im Wasser nicht im geringsten gelitten.. Auäntel und Schläuche, welche aus bestem Material bestanden, sowie die gegen Schmutz und Wasser 'vorzüglich abgedichteten Lager und Naben waren völlig intakt, so daß Herr Posselt nur die Reisen aufpumpte und hierauf nach Hause fuhr, als wäre nichts mit dem Rade geschehen. Dabei muß iwch in^Betracht gezogen werden, daß im vergangenen Winter, der ganze See ein halbes Jahr lang vollständig zugesroren war. Auch die ausgezeichnet vernickelten Teile des Fahrrades waren absolut unbeschädigt geblieben und nickst verrostet, sondern nur mit einer Schlammschicht überzogen, roeldjc mit Soda- und Seisenwasscr sehr schnell entfernt wurde, so daß der alte Metallglanz wieder zum Vorschein kam. Der Besitzer des Rades dürste alle Ur lache haben, mit seiner Maschine zufrieden zu fein, die auf so sonderbare Weise ihre ©olibität bewiesen hat. (.Vorstehender Bericht stammt aus ab­solut sicherer Quelle, so daß an der Richtigkeit obiger Angaben keinerlei Zweifel bestehen. Die Red.) Die Vertretung der Brenna- bor-Rädcr am hiesigen Platze und Umgegend liegt in den Händen des Herrn Peter Kronen berg, Sud-Anlage 7. (a9/i

Kgl.Preuss,Klasseniotterie

Ziehung ber 1. Klasse 10. Januar.

Lose sind zu haben bei 67

Fritz FBimm

Kgl. Preußischer Lotterie-Einnehmer.

Walltorstraße 63, --- Fernsprecher 337!