Ausgabe 
5.12.1908 Drittes Blatt
 
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Nr. 287

Drittes Blatt

158. Jahrgang

Erscheint ILgNch mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Gberhessen

Tie Stehener Zamilien^latter" werden dem Anzeiger* viermal wöchen lief) beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschastllchen Seit* fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Nedaksion, Expedition und Dnickerei: Grdul- strave 7. Ervedilion und Berlag: 5L

Redaktion:e-qA l 12. Tel.-2ldru AnzeigerWieben»

Samstag 5. Dezember 1908

ye. a Rotationsdruck und Vertag der vrsibllchen k'/'7 Universums - Buch- und Steindruckereu

ö R. Lange. Gießen.

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Auj dem Wege zum internationalen Linheitrporto.

ak- Aus dein Reichspostamt kommt die überraschende Meldung, daß das Deutsche Reich mit den Bereinigten Staaten ein Äb- foninnai getronen Ijaue, nach welchem vvm 1. Januar 1U09 ab das Porto für frankierte Briefe im Verkehr beider Länder, wenn fie auf dem direkten Seewege befördert werden, nur 10 Pfg. für jede 20 Granrm ^refp. 2 ccntß für eine Unze) betragen soll, für unfrankierte Briefe das Doppelte dieser Saye. Diese amtlich bcfhingic ^iaä>richl ist K>^rsrculich. Richt nur, tocil eine juld/c Vv<u>cinM&ißuiu] unserem Verkehr mit den Bereinigten Staoien aiberordenliich förderlich sein wird, sondern auch, weil die bcui)d)c P. stoeni'altung damit zu -eigen scheint, dast sie der allmöhlcdxm C.n|iil/iung eures immun tonalen EinhiüspoctoS rcineswcgs ab- hold ist.

I ceilich. so wie $n Zeiten eines Stephan, dem wir die Grün­dung des Mllp.stvci.emS verdanken, gehl Deutschland längst nicht mchc auf ixjfhiGfdjem Gebiet allen Rationen voran. Wohl hat es in Soiibcradmachuugen mit Ocsterreich-Unganr und Lnzemvurg die $>< mb je bmig des Portos auf die Höhe der JnlandStarife der- eiiilxirt, ivobl gilt der inländische Poctotaris and) für die beut» sclxn Kolonien. Aber abgesehen davon, daß auch Belgien mit Lolland, Portugal mit'Spanien, die drei slandmavifd-cn Reiche unteremanixr und die Vereinigten Staaten mit den fübameri- kairischen ühnlict-e Sonderverträge abgeschlossen haben, und daß (higlanb, I ran kreid), Holland und Dänemark il/rvn Kolonien gleich, falls die JnlandStarife einräumen, war es gerade Deutschland, an dessen Widerstund eine Vereinheitlichung und Eriwistigung dcS WeltporloS bisher gescheuert ist. So vor allem auf dem lebten Wellpvstöongreü in biöm im Jahre 1906, wo es fiel) weder nut dem Antrag auf Einführung eine» allgemeinen Penn^Portos, iwch mit dem Vorsclstage Japans, das W.ltpvrw -niuühst einmal quil» allgemein auf 16 Pfg. Herad-useheu, befreunden konnte, ioitbcrn nut für eine Erhöhung der GewichlSgi.nz« von aus 20 G.amm -u haben toar. Die deursd-e Oicici/st^stvccwaltung c.tannte »war dir ivirtfd)aitlid)e und Cmtut.lle Bedeutung der an- b<un Piastnabmen an, machte aber, odnwhl damals von einem Siuitgang der cheidBlvsUi.iinhmen iwch nicht die Rede setn konnte, fiskalisch« Rücksid-ten dagegen gellend.

Äitders England und die Vereinigten Staaten, die nun ihrer- feilt) stl. ständig wrgingnt und im Sommer dieses Jahres ein Soiiderabchmmen trafen, demzufolge sie bad Porto für ihren gcgvii]eiligen Aricsvcrüchc Dum 1. Oktober d. Js. ab auf einen Pennh (= 2 Cenis = 8l/i Pfennig) ermäßigten und Frankreiu, bai Beitritt »u dieser Aereinvarung offen liesten. Die tKutidx Presse. zadlreidM wtrtsctxifllichc Kvr.poral.onen und fast die gc- snmke bricfid)reibcnh Oessenllichkit legten damals unserer Reichs p stoerwallung nahe, ebenfalls, wenn nidst mit ^>oliand, der Schwei-, England und Jiankreich, so doch zum mindesten mii den Bereinigten Staaten eine ähnliche Abmachung -u treffen.

ba das enge wirtschaftliche Verhältnis, sowie die Zahlreichen per­sönlichen Beziehungen zwischen Deutschland uitb der Union eine solche gebieterisch forderten. Aber der Staats sc kre uir des Steide IQ/lhamls, Kvüike, und der Neid?Sid)admeist-er Sydoick wollten nod) immer nichts von einer Portvermässtaung wissen; sie wiesen auf die traurige st-nmnzlagc des 9leidr?8 y.n, bei der die Ueberschüsse auS dem Psstöctricbe nicht zu entbehren seien.

Und doch bulle, die einfache Berechnung, wie sie im August Arved Jürgen,uhn in denMitteilungen des Hande.soertrags vereinS" aiifmaujte, sie belehren können, das; eine Ermäßigung d.s Portos nach den yercinigicn Staaten bei den 10 Millionen deutscher Briefe 6una,d)ft tvohl einen AuSsacl von einer Million Mark bringen würde, dast aber infolge der Steigerung dcS Ver­kehrs (gentufj den mit Ccflp-rrcid)*Ungarn und Luxemburg gc- mad,tcn Erfahrungen) fid) dieser Aus>all sd-on nad) dem vrfkn Jahr auf 6YuO UUO Mark verminderte und sich nach drei Jahren vocansiichtliclr schon in e.ne belrtichtlid-e Me-hreiniuihme um* wandelte. Wollte daS 8leicl)S Postamt damals diesen Tatlegungen nidst glauben, so konnte cs sich doch jedt dem beifp.cllosen Erfolg, den England und die ßcreimglcn S.aaten mit der Ermäßigung ihres Briefportos hatten, nickst verschliefen. £>abcn sich doch nicht einmal die Befürchtungen, die sogar b.e obiQt Darlegung für einen Rückgang der Pc.st..inaistncn iut ersten Jahre äustenc, erfüllt. Die Anzahl der in England nach den Vereinigten Staaten auf ge­gebenen Briese flieg schon im Diomtt £ Louer um wöchentlich 3050 000 Stück, doa> jebenfaUS ein Zeich.it dafür, dach ivenn auch natürliä) die weitere Entwickelung noch abgeioartet werden mi'ch die iiiuuiiieUe Sck>.digung der Pocloecinachgung zum min­desten übcrid>iipt worden ist.

Diese Taisadu' ist cs wahrscheinlich geivefcn, die neben dem Truck der öffentlichen Meinung int deutschen Reid)sPestuuU den Ausschlag dafür gegeben Hal, daS Zehnpfennigporto nach den Bereilttgcen Staaten einzufuhren. , D.elleicpt aber wirkte aud) der Umstand dazu mit, dast die Vereinigten Staaten jept nod) mit weiteren e-i.op. .s.^- n Slauten in g.e.ch.'auu iu-e Vcthandlungcn eutgetreten sind. Tenn das kann feinem Zweifel unterliegen: Sxitien die öerren Lllrülke und Sydow je bl nidji in eine Ev- mägigung dos Pottes riiM Ai'..erila gewilligt, so wären die deut­schen Scsckst>stsin.ercffen durch die anderweitige eurvpäiscktz.' Kun* turreni aufs argsd.- gcfcxibigl worben, und $)crr Stji/ow hätte wohl >m tiieiii^tage unhr zu hi-ten bckominen, a.s ihm ui Anbelrad/r iciner Reichsiinanzteichrm heu gewesen wäre.

So wird er und namcttAi^ auu? ^nr Krätke bei der De- grüitbung seines Eials voin Reichstag nid)t die 9L)te3iuu- Ibaito.g und fiskalisch" et hallen kömtcn. Er würde aber den uccidjStag völlig auf feine Seite brinjen, wenn er ihm dciMilbigen fomitc, dost ähnliche Berhatrblungen auch mit England, volland, i>cc Schweiz und FranLeich im V'Xinge feien, und dast d.e deutsä-c Posfoertvaltung gefonnin sei, ans d.m W-elipostkongrcK im Jahre 1011 für ein einheitliches und ermäßigtes öeityoiLo cinjuircten.

Ucbiig?n5 sind nicht nur für den Briesverkehr, sondern aud)

für den Paketverkehr zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika Erlcidstcrungen getroffen worben. Es werden nämiid), wie der KvnfcfiuDiiar mitteilt, icbt auch Pakete von nidpt meh. als 5 Kilo Gctvidst Don einem Lande zum anderen mit der Post befördert.

Zühnchen ohne Schmerzen."

Augsburg, PinckkNlltaite 0, L, den 2d. Chober ll)u7.

»Tleinem von Ecburi an fchiuächtichen, jetjt 2jäl)rigen Söhn­chen Wilhelm habe ich auf verschiedene Amaumgeit hin Ihr Ptü* pacat Scolis Enuilfiolt ucrabiolgt >md la>ut Ihnen heute zu meiner grosten Freude iniitcilen, bag mich der Eciolg änderst 4111 rieben geslelll Hal. Ter Kleine ist prächtig gediel>eit, hat mehrere Zähn­chen ohne Schtvierigkeilen bekommeit, tuns trüber nie der Fall war, ißt mit grobem Appeiit, unb er, bet ruhigste von meinen Ktnbern, der immer ganz still filjen blieb, hat sich zu entern rechten Wilb- faitfl entwickelt. Sein Aussehen ist vorliesslich. Wundetbar ist, >vic gern das Kinb die Emulsion nimmt. Wenn er hort, jel^l gibt cs Emulsion, länt er immer mit einem Freudenschrei zur Flasche und tami es nicht erwarten, bis er (einen Uöl'fel y voll belommt." (gez.) Frau Vina Häring.

Die zur Bildung tveiyer, gesunder und starker /ff fsrluAt Zahne erforderlichen mineralischen Bestandtcihe 11 sind in Scotts Emulston enthalten und werden

6 7m in einer nicht nur schmackhaften, sondern auch /t Z (leicht verdai.lichen ^orm geboten, ein Häupter- /1folg des altbewährten Scottschen Herstellungß- verfahrens. Um in der Zaimzeit die gefiirch- ieten schlaslosen Nächte zu verhüten, gibt eS $4nns. für 'Ditiilct und Kind kein besseres iDhttcl als lrt)jn bei Scott. L , ... "

ich« L.ciatzittuil LCotts EutulslON.

fccore vimulfion wird uon une uuflid)lteßU<6 ttnrotzen eerfaurt und zwar ntr lote nach ü>ewid>t oöti Dlau lonbcnt nut in oerficgeticn Drtflinulflafitjen m Rai ton mti unieici Lchuymaite fii'tbet mu de tu Doc|ch> Lcoit u. Bowue. Ü>. m. v 0 > ftTonfmrt a tut

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