Ausgabe 
8.8.1908 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Kitzung der Stadtverordneten.

_/ ih. Gießen, 7. Aug.

fSdflufc.)

Arbeiler-Aragea.

Die 6tabtt>ewrbntt|*n l:. r den bei dec

Sust>- bdd-.':Li:in tfr. -trm Ur *. ;u - C

3torif<( boruc1.-. ob bi ^flterctnr .rtrt.i b r Urlaub»' ~ :'::

nrbörrn. 5uou 3 b e l nrfldr. da' er als t W*b per Volitijchen Ävmmin'üm bi« für selbsw ritonDltd) hatte . Oberbürgerme i ste r »reist b/irauf h ' ban der rotmuBJwx ßtabtDfrorbnrten do hin < rgirtg n ;ft vaß alle bei der Ltadl ge^en Staat- ober Wochentolm f - l1 n Uri' de n wl>en, zu b'.nni Personen aber gebären b tiatm: nroirttr, btf monat­lich baflbtt rorrben, mehr ES bedürfe babtr eines de,anderen Beschlusses dieser halb, welcher von der Beriammlung dahin qt- faßt wird, dos: die Laternen,'.irrer ebenfalls ,u den llNauks- berechtigten gehören Ten Arbeitern velch^ aus der Anatomie bestatten, wird au-, c ihrem lohn nir i-oen Lasten eine Ertraoergüninq von 2 > l? 1 vro .«ebener brnnlhgr 5tabtD. 2 t nro n wünscht, daß diese B icattungen nicht mehr am dem Äricbbof am Nahrun.»sd<-rn, son» en auf d«n neuen Friedhof stattnnden Der L der bürqer mc i ster bittet sich mit der Erfüllung diese» Wunsch?» noch etwa» zu gedulden und setzt die Gründe bninr auseinander

Der Name der neoeu Irrenanstalt,

Heiche die ßtoblonoronfi ,i m -n/i tourt hoben,

tonnte, wie der Arzt 2t Liebe auf W a l d h o D-Elgersoau'cn ynttnlt, zu unliebsamen Verwechselungen rühren. -s tobte Wi m- menauer schlägt vor. da man nun koch der Anstalt einen andern Namen geben mufe, dieselbe nach dem Distrikt Waldshute Mit Daldshute" zu bezeichnen. Beig Georgi erklärt, es er­innere der oorgeschlagene Aame zu sehr an da.- Biehhüten. er schttat vor, die Anstalt Waldheim b Gießen zu benennen, TOdxyn Vorschlag Annahme fand

Da» Baggern in der Lahn durch die Gebrüder ftabl ruft, obgleich dieser Punkt Jxr Tagesordnung kurzerhand obgesctzt wurde, doch eine lebhatte De­batte hervor, die, soweit dieselbe sachlich die Angelegenheit be­rührte, für die Vertreter der Presse uno ritondlich blieb, ba diesen die Situation, um welche cs sich handelt, nicht bekannt ist. Stadtv. Krumm äußerl f.:n Bewundern, das- es die Polizei t|t, welch? das Baggern in der Lahn erlaubt oder versagt, eine Be­hörde. welch betreffs des Baggeveibetriebes doch gar nicht fach verständig ist. Der Oberbürgermei st e r^bemerkt, beü es das Ministerium seinerzeit abgelehnt hat. der Stabt die Aufsicht über bad '.Baggern zu übertragen. Stadtv- Simon bemerkt, dost die Polizei bei Genehmigung ober Versagung sich ja dach auf bas Gutachlim des Ticfdauamtes stützt. Stabtv- Schlaff- staedt ist der Ansicht baß es am richtigsten ist, n>cnn die Stobt selber das Baggern in der rntm ausfühn 2er 0 be r b ü r g et- mei ft er bemerkt, daß ihm dies ebenfalls am richtigsten zu sein scheine. Beig. Keller erklärt: iyesetzllch sei die Stobt Eigen- tümerin des Lahnbettes Ucbcr die Entnahme von Sand und MieS habe aber nach dem Bachesetz das Krcisaml zu entschiden. Damit wird die Angelegen hei' erlassen.

Verschiedenes.

v Die Stadtverordneten beschließen, daß die Stadt dem Deut­schen Verein für Wohnungsreform in Frankfurt o. M- als Mitglied beitritt. Tie Küsten bet Reinigung einer Klaffe, welch- dein KaufmLnnischen Verein für weibliche An- «eftelltc in ber Roalschßilc seitens der Stobt überlassen ist, zu stbernelmien. lehnt die Versammlung ans prinzipiellen Gründen xrb. Die Stobtt-D. Troß und Simon traten für Bewilligung ein. Der Oberbürgernteifter und Stadtv- Krumm ftnarixm dagegen.

Einer Aenderung des Statuts der Innungs- Krankenkasse der Fleischer wird zugestimmt, da eS sich hierbei um Vorteile für die Versicherten handelt. Für die Kommission zur Aohlmännerwahs für die Landtagsivahl werden olS Mrtalicder die Sladtvv. Helm und Dabenicht bestimmt- Die Stadtverordneten stimmen einstimmig bafür, gegen die Be­steuerung von («a» und Elektrizität, weil diese Steuer sozial- politisch verfehlt ist. beim Reichstag und bei ber Landesregierung sonne beim Deutschen Stöbtetag Einsornch einzulegen.

Auherhalb der Tagesordnung.

Werschindermeist r Aikolaiis wünscht nach Schiffenbergenveg 2 iekektnsch-ö Licht. Er ist bereit, einen 10 pro,wütigen Verbrauch der M garantieren. Die dazu erforderlichen >->>">

Mark werden bewilligt. - Das Tiefbauamt, welches bas Reatzsche Grundstück nm 1. September freigeben muß, kann vor dem 1- Cf loder irühestens erst in das alte Gcwerbeschulhaus am Astcv- |veg nicht einzieheit. Ta m in sei tx . R Math, ist jedoch bamit einverstanden, daß ilym das Grundstück erst . ''.i überlassen wird, da ec dann mt mit d<-m

r.lbriß resp Reubau beginnen will- Für die Instandsetzung des Gewerbe schul Hauses am Asterweg werden 7000 Mk. verlangt und bewillig! Ter CbcrbürgcrmeilhT bemerkt dazu, daß diese <7000 Mk nicht erforderlich sind- Ein Teil des Bauwerks ist i)o baufällig, daß man denselben lieber abreiben solle, ebenso ein daneben liegendes, der Stadt gehörendes kleines Vorderhaus (früher IoelfcheS ^)auS>. Damit mürbe bann vorn Afterweg ein direkter Bugang zur Töchterschule gewonnen

Alte Hauser.

Stadtv. Huhn erklärt, da man jid) doch nun einmal über den ifbrife baufälliger alter Qfcbäube, die ber Stabt gehören, unterhalt, so müsse er auf bad früher Semmlersche vaus in der Walltorftrasn: kommen Wer tun iwtiibergebc, und einen Blick bar auf werfe, dem müsse schlecht werden. Man könne das An­wesen nübt so zimt Skandal flehen lassen und solle es doch nieder- legen. Stadtv. Brück ijt der gleichm Ansicht, doch sei viel- jeidjt müglid), ba# .\xnto irotbürftig zurerich zu macl)en. ba würde sich and) Iemand finden, der wenigstens in den Laden hmein- tzieht. Be,g. Georgi bnnerfl d r Oberbürgermeister habe längst bemerkt, das Vans sehe aus une ein städtisches vaus Leider habe die Stadt mehr solcher Gebäude, die so auSsehen wie daS in der Wallthorstraße: er stelle daher den Antrag, dieselben nieder zu legen. Stadtv Jtrumm weist darauf bin. daß man aber, eite man ein -ans abreibt, sich vergewissern soll, wie eS dahinter misschaut: er erinnere daran, als man die alten Gebäude, an deren Stelle die Engel-Apotheke erbaut ist, abgerissen chatte^ da machte die Geschichte erst recht einen traurigen Eindruck - Stabil» Schass staedt kommt auf den Artikel, der über die nicht angeschlosfenen (Hcböube dieser Tage im Anzeiger veröffent- luiu wurd< S^enn unter den nicht angeschlosfenen 100 Inifern *11 fMbtifrin sich befinden, darunter das Gas- und Wasserwerk, fr müsse man doch sagen, hier müsse Wandel gefebaffen werden Denn die Stobt nid« ansdüießt, könne man es ben Privaten nicht verdenken, wenn aud> diese säumig sich zeigen. Beig Keller erklärt, es sei richtig, was Kollege Schauftacdt au-getühn habe, lalrocifc handle es sich um väufer, die nu-bergelegt werben sollen <Mleub nad) den Ferien würde ber Versammlung über bte ab- »ubrabcnbtn xxhrier, darunter auch das alle X)au» am Wallthor, eine Vorlaae gemache werden. Für ba» Gas- und Wasserwerk fäen tue Pläne zur Kanalisation jetzt ringe reicht. Stodw- i» n b n bemerkt, txiü auch von d<n nicht angrsdilossenen Privai- bäusern ein größerer Teil abgerissen und neu gebaut iverben soll. Damit ist die Tagetforbnung erschöpft Tic Stadtverordneten Skheu nun bis zum September in bie Ferien.

Der Brant von Donaueschingen.

Jetzt übersieht man die Schiverc des Brandunglücks. «0 Pioniere reifeen die Ruinen ein. In den Trümmern juchen die Leute, fonM.it sie wegen der Einsturzgefahr nicht adgesperrt sind, nach den lleberreflcn ,irrer Habe Es ist aber kaum etwas vorhanden Verbrannte Scbtoeine, ge­rostetes Kleinvieh, Katzen und Hühner liegen in Mengen umher. Jin Bürgermeisteramt ifi das meiste gerettet, vor allem die Grundbücher und die Akten Dagegen ist vom fÄotartai »nd vom Amtsgericht auch nicht ein Papier er­

halten, mir rm tiefen Teller finden Ttiä ganz alle Stegfttra- turen. Die Svartaffe hat keine Verluste zu beklagen, ins­besondere sind die Effekten gerettet. Im Bezirksamt sand eine Sitzung der Staats- und städtischen Behörden statt, um über eine umfassende Hilfsaktion zu beraten. Auf eine telegraphische Anfrage der Grofeh. Zivilliste, ob Büsche und Kleider nötig waren, ist bejahend geantwortet worden. ES soll ein Aufruf erlassen werden Die große Menge der Obdachlosen wird zurzeit in Wirts­häusern und im Schlachthaufe gespeist Auch das xarolinen- tift, eine Hebammenschule, in welcher gegenwärtig Femen mb, ist mit Obdachlosen belegt (*enau gezählt sind eS 125 zum größten Teil biS auf das Dach manive Stein­häuser, die vom Dach auS durch Funkenübertragung bis auf den Letter ausgebrannt sind. Die meisten deutschen Städte haben ihre Anteilnahme ausgesprochen und Geld- pen ben laufen von überallher ein.

Zugunsten ber Abgebrannten wird in Mannheim eine Gruppe junger Schauspieler und anderer Künstler am 12. August eine Wohltätigkeitsveranstaltung arrangieren.

Donaueschingen birgt einen besonderen Schatz, eine Fassung deS Nibelungenliedes in der Schloßbibliothek, den Kodex C, der einigen Gelehrten als die ätteste und ur­sprünglichste Fassung gill Eine sehr andersartige Be­rühmtheit weist die Stabt in Gestalt deS weitverbreiteten fürstlich Fürstenbergschen BräuS auf. In dem Museum findet man u. a. eine Reihe trefflicher Gemälde ober­deutscher Meister, besonders von dem sog. Meister von Meßkirch, von dessen eigentümlich weich malerischer und doch scharf charakterisierter Art man hier einen unver­geßlichen Eindruck erhält. Reichhaltig und sehr gut auf- gestellt ist auch die naturhistorische Sammlung des Mu­seums. Die schönen Wälder in ber Umgebung Donau­eschingens bieten eine vorzügliche Iagb; bekannt ist, baß bet Kaiser oft als Gast bes Fürsten dort geweilt hat.

Daß man bei uns in Gießen nicht allein an Zeppelin, sondern auch an die Not der Donaueschinger und deren Linderung denkt, ward heute früh in erfreulichster Weise bewiesen durch eine in unserer Geschäftsstelle abgelieferte sehr beträchtliche Summe. Ein Herr O. v. F. spendete 50 Mk.

Tie Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers ist znr Entgegen- nähme weiterer Beitrage gern bereit und hofft auf die Hilf^ bereitschaft aller Kreise.

Vörscn-Wochenbericht.

Frankfurt a. M-, 7. Aug.

In der letzten Woche hat die günstige Strömung an ber Börse sich weiter verliest. Das Geschäft war an manchen Tagen^etwcis angeregter, vorwiegend ist dics aber dmn Eingreifen der Speku­lation zu bauten gewefen, die breiten Schichten des Kapitals ver­halten sich bagegen noch immer recht zurückhaltend. Die Spekulation warf fid) hauptsächlich auf Bankaktien und Montanpapiere. Es verlautete, daß die Semeftralabfchlüsse ber großen Emissions- Banken befriedigend ausgefallen sein sollen, hauptsächlich des­halb, weil Gelegenheit gcbvten war, viele Effekten mit Nutzen gegen den Bilanzicrungswert abzustoßcn. Die großen Abschrei­bungen, die im vorigen Fahr auf Effektebestände und Kvnsortial- engagements vorzunchmen waren, hatten ja bekanntlich die Jahres- abfdhlüh'c sehr ungünstig beeinflußt, dieses Fahr kommen sie nun in Wegfall und dadurch können Ausfälle an Provisionen und Zinsen leicht ausgeglichen werden. Verschiebungen in den Ge- toinnqucllen der Bankett gibt es ja stets, unb so kamt diesmal das Efsektenkonto die Bilanzen günstig beeinflussen. Heute sich schon in Dividendenschätzungcn zu ergehen, wäre natürlich verfrüht, denn der Rest deS Jahres kann ja nod) manches ändern, aber der Spekulation genügten diese Betrackftungen, um dem Banken­markt ihr Interesse zuznkehreti. Es nnrrden aud) vielfach Baissc- engagemenrs gedeckt und der Effekt dieser Kaufe war eine Zdurs- steigerung von 23 Prozent. Montanpapiere erwiesen größere Avancen aus, sie geben bis zu 10 Proz. Diese Werte wurden vom Rheinland auS stärker gekauft, lieber die weitere Entwickelung der Ätontonindustrie gehen die Meinungen zwar noch weit auseinander, vielsack, glaubt man, daß vor dem nächsten Frühjahr eine tatsächliche Besserung nicht zu erwarten sei, zu­mal auch der englqdtf Eisen- und Üvhlenmarkt noch recht schwach liegt, aber da die Newporter Börse dock, eine gewisse Zähigkeit an den Tag legt, die Metallpreise fest bleiben und auch der Eisen- marft über dem Ozean unverkennbar eine Erholung zeigt, so vertraut man darauf, daß aud) in der deutschen Industrie sich eine Besserung Bahn brechen wird, zumal der Geldmarkt wieder wesentlich günstiger geworden ist. Freilich sind die Ursachen des schroffen Rückganges deS Gcld'.echwertes an der Börse noch nicht recht aufgeklärt. Anfckieinend sind es unbefchäftigte Handels­gelder, bie den Zinsfuß an ber Börse so stark herab drückten, ynpot bet enge Iber find dagegen immer noch ziemlich teuer, ein Beweis, diß der Geldmarkt im Allgemeinen bei und doch noch nicht die Flüssigkeit angenommen hat, wie man nad) dem niedrigen Privatdiskonto schließen sollte. UebrigenS zog letzterer diese Wockrc neuerdings etwas au, auf 27 , Pro; , weil die Landwirtschaft bereüs Änsprürie an den Markt stellt, auch Amerika größere Tratten herüberiendet. Die Zustände in der Türkei üben immer nod) einen gewissen Truck auf die Börse aus, namentlich türkische F-ondS batten darunter zu lechen. Ueberbaupt hegt der Fonds- marft noch nicht sonderlich fest. S ch l f f a h r t s a k t i e n er­holten sich etwas, auf dem Bahnenmarkt waren amerikanische Sorten besser. Induftriepapiere vielfach höher.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller um o» Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Zustande in ber Steinstraße.

Der (rin cf aber von vorgestern hat, bezgl. der Zustande in der Stcinftraße den Rage! auf Den Kopf getroffen Ich suhle mich heute veranlaßt, noch hinzuzufügen, daß diese Zustande nun bereits 15 Jahre unb länger :n der Steliistruße beitel^n. Alles was ftädtisckterseirö bafür geschieht, ist, daß all- Jahre, wenn Die Schlammbäder das Passieren der Straße tror. Wasserstiefel un­möglich ntadkn. b:e au-Metrelenen Stelleri mit Kies b-eftrrut werden. Viele xxiudcigentunter sind gezwungen, die Bürgersteig: auf eigene Reckmung Herstellen zu lassen, damit ihnen die Mieter nicht auS- ziehen. Warum gerade hier die Stadt in einer Der freouentefben Straßen Gießens t» r Verstellung ber Bürgersteige so zu ruck­elt, ist nicht iu verstehen, zunral tN?<h die X>ou6eigtntümer zu ben Äviten heran?ezogen werden. Andere Straßen, die erst 4 bis» Jahre existieren, werden auch, ohne ausrevam zu fein, vollkommen fertig gewlästert oder doch wenigstens so hergerichtet, daß die Annwhner trockenen Fußes ihre Wohnungen erreichen können. Warum werden ipobl die Bewohner ber Stein strafte so tnehnütierlvb bebanbett?

Sinb fie etu-a Burger 2. stlafse ober zahlen sie vielleicht weniger bleuer, als die Bewohner anbervr Stadtteile?

wunsck.enswen wäre es, n<n:t sich bte in Betracht kom wende Bebörbc selbst einmal die Zustände bei Regenwetter an sehen würde.

Ein Hauseigentümer der Eteiustraße.

Ein Not schrei aus Klein-Linden.

Seit bald rwei Fahren kenne ido den Weg von Gießen nach Klein Linden und fbenmlar rr bi trostlosen Zustände der Streße unter-d Viaduk:. die sich natürlich in Dif'er Zeit nick: ge­bessert Haden T.*r Sommer ist nun bald dahin und es bat ben Anschein, da di. Oaswnten auch in di s.m Winter au* annähernd geordnete ^egoerbilinük verzichten sollen.

Es ma i rirlleiO' .'n.g.'gn" werden, daß Die Bauern, was Sch.nutz anbelangt, mdr io emrnind'ich sind, dem möchte ich aber hier entgegen halten, daß >'ve;iell Ul.in-L.ndeii ^von Gießen au- stark freaurnaert wird, und daß daS nudt ber Fall ist. wenn es vorher auch nur wenig geregnet hat. _Ttc Leute kehr » lieber um, als daß fie sich au* Den schlechten Straften smodun bredxu od r ntt Schmu» le Deckt Den Heimweg antreten müssen Ich möchte den Eisenbahn'irkus irngm. ob nicht ein paar Schaufel» KieS ober Sand übrig find, um wenigstens bi* größten Löcher aus- zufütten. denn ,eder Mensch muß emieben. daß es so nicht weucr geben kann.

rollt.- sed. ch die 9bild:: bestehen bie Passanten per Luft­schiff überzuietzen so mödne ich bitten, diese Zeilen zu entschuld.gen. ich nehme sie bann gerne zurück.

Klein-Linden, den 7. Auqust 1908. F B.

____ - .- - -------a

Märkte.

stießen, 8. August. 2 arfiberiehl. ?lid l eiiligem öoebeu- | inaikle kostete Butter vr. TfD. 1.201.25 Mk^ Hühnereier 1 Sl 89 mg«, Räfe pr. St. 6h Ps jtäiematie 2 St. 56 Pig. Erbsen p. Pid. 1824 Plg., Linsen p. Pid. 2540 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 TIL, Vubiier pr. El. 1,001,60 TIL, L*ähne pr. Stück 0^01,80 Mk, blänie vr. Pfb. 0000, Enten pr. Stück 1.80 dis 2,20 Mk., Echsenfleisch pr. Pib. 7886 Psg^ Rub-

unb Rindfleisch pr. Pfund 7476 Vfgw Schweinefleisch

pr. Pfund 6076 Pfa., Echireinefleiscv, gesalzen, pr. Pib. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfb. 7080 Pfq., vannnelfleiid) pr. Plb. 7084 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.008.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,0010,00 Mk* Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 000 Pfg., per Zentner Mk. 0.000.00. Aepfel per Ztr. 00-00 Mk., Birnen per Ztr. 00-00 Mk. Rüffe K>0 Stück 50OC Pfg., per Ztr. 000 Mk. Kirschen per P<b. 0^00,25 Mk. Marktzeit von 71 Uhr.

______1 - --------------------------' "1'1-----------!' ... B

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Verantwortlich fürAus Stabt unb Land" undGerichtSsaal": I. «.: E. Anderson.

August

1908

Barometer aut 0*

-eenipcraiur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Wetter

Windstärke

7.

2"

744.1

21.9

13.6

T.

NE

4

Bew. Himmel

7.

9

745,5

19,1

12,4

75

N

4

8.

7"

749,3

16,0

11,2

83

x

2

Bed. Himmel

L I

Höchste Temperatur

am 7.

biS 8

Angu

st =

4- 23,0 C.

Niedrigste

, 7.

v- 15.1 c.

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgcteilt von der Bank fUr Handel und Industrie, Glessen.

Frankfurter Börse, 8. August, 1.15 Uhr.

3^e/e Reichsanleihe . . 92.25 3% do. . . 83.45 3M7. Konsols .... »2.25 "3% » do.. . . . 83.40

Hessen 90.75 3^e/ Oberhessen . . . 90.00 4)» Gesten Goldrcnte. . 9H35 4i/t% Gestern Silberreute 99.20 4°e Ungar Goldrcnte . . 98.10 41)» Italien. Rente ...--

8?6 Portugiesen Serie I 61.20 3-4 Portugieseu III 63.25 4)4°/, russ. StaatsanI. 1905 95 90 4>40/, japan. Staatsanleihe hU.50 4?6 Conv. Türken von 1903 92.40 Türkenlose 145 00 4 54 Griech. Ilonopol-Anl. . 60.40 4% äussere Argentinier . . 3°/e Mexikaner . . . 65.50 4 >4% Chinesen .... 97.50

Aktien:

Bochum Guss 220 60 Buderus E. W 112.00

Tendenz: behauptet

Berliner Höree, 8

Canada E. B 167.60 Darmstädter Bank . . . 125.60 Deutsche Bank ... Dortmunder-Union C. . . 58.20 Dresdner Bank . . . 140 30

Elektrie. Lahmeyer . . . 118.60 Elcktriz. Scbnckert . . . 10* 40 Eschweiler Bergwerk . . 199.40 Gelsenkirchen Bergwerk . 19350 Hamburg-Amerik PakeU. 110.70 Llarpener Bergwerk. . . 199.71 Laurabntte 213.10 Nordd. Lloyd 95.70 Obeiscblts. Eisen-Industrie 100 50 Berliner llandelsges. . . 162.7c Darmstädter Bank . . . 125.6c Deutsche Bank .... 233 75 Deutsch-Asiat Bank . . 135.40 Diskonto-KommandiL . . 174.75 Dresdner Bank .... 139.90 Kreditaktien 197.26 Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn 93.20 Gotthard bahn. Lombard. Eisenbahn . . 20 40 Gesten. Staatsbahn . . . 147.75 Prince-Henri-Euenbabu 123.00

August. Anlangskurse.

llarpener Bergwerk. . .

Laurahütte 212,70

Lombarden E. B. ...

Nordd. Lloyd

Türkenlose 145.00

Tendenz: behauptet.

Gin Jahr alt und konnte nicht stehen.

Acht Tage später stand fie allein ans."

Ennzendorf a. W., Post Hagendorf >. Schl., 10. Lkt. 1907.

Mein kleines Mädchen Erna war bereits ein Jahr all iwS wollte gar nicht stehen. Wenn sie ansgesiellt wurde, so schrie sie, weil ihr Fuß unb Beingelenk schmerzten, Doch nachbem ihr 8 Tage lang Scotti Emulsion gegeben wurde, fiand sie ganz allem sich unb jetzt nach längerem Gebrauch läirit sie überall herum. Tadei hat sie an Gewicht bedeutend zugenommen, ba» Essen schmeckt ibt an-gezeichnet, und die Verbauung ist immer eine gute. Ecvtck * Emulsion nimmt daS Kind sehr gern; je halb bie Mutter mit der Flasche kommt, beginnt die Kleine vor Freude mit Händen und f Füßen zu zappeln. Lbwohl eigentlich nicht mehr

nötig, werde ich noch eine Zeitlang «orvahrtu dein Kinde Scotts Emulsion zii verabfolgen."

lgez., Berthold Ruschke.

Bei schwachem Knochenbau ist der Gebrauch von Ecolt« Emulsion sehr angezerqt, weil ttjr Gehalt an mineralischen Laizen die Knoche«- bildung fördert, während ihre leicht verdau« - lichen Fettstoffe den Ansatz kräftigen Fleisches begünstigen. Häufig sind gerade diese -um Körperaufbau unerläßlichen Bestandteile in un- genügender Menge vorhanden und müffen ba- her dem LrganiSmuS besonder« zugeführt werden.

Ek,n» (hnulhen wir» Ber tut« ou»'4li<bU4 ne gie6«it t-rfsun wis i*r «H« Isft na4 e»«T Wa%, enbrra sei a ccr -.tlitn

Bitten mit esfertt kchu»m-rk« ANche, eU »m lorlL». Lioii » a. » b. H, rtranflutt «. t?

^«fter.t:f:(c: Rf'.nflrr Ctt»l|i*3l VeUtnee VAO. pnma «leime MA urttTV6ol9bor:V,urfr Äclt IJ. nr<<rp|o»ptenoart» Kairo« 1A. mis XrefSel IA »«nftrr «ta». »aeiei tule. 1A MiJ. toefler l»x eiikedol lia v-r,» area-a:tf*< öeel*len eilt Öeub<i ue» « aulifc<ne»l ir j Xroolre

BilTlöie Landes-SusUellang Carmlladt 1908 9m Oberhelllldien Busitellungshauie: Ausheilung der Möbelfabrik TH. BRÜCK < LrshtierrczUcki Bellltter Boilleierant « HluHkfalon und Benenzlmmer

-«»-> (UhrtT-.t f* PrehCor 3. m OCrr-.di) <«>o

Sdilafzimmer mb&m