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Bank . . ler-Uuion C.
Bank . , lustlos.
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. 148.40
122.50
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. 206 90
92.00
99 45
100 10
95 40
94 50
89.80
96.20
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Reichsanleihe do.
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Buderus E. W. . . . lenden/.: schwächer.
. 148 00
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Februar. Anfangskuree. Harpeuer Bergwerk. . Laurab litte .... ..ombarden E. B. . . Nordtl Lloyd ....
4>4’,O russ äiaatsanl. 190a 4^" 0 japan. Staatsanleihe 1 % Couv. Türken von 1UO3
. 147.50
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. 236 70
186.60 11.».00 202.00 218.50
106.90
98.00
160.00 127.25 236 70 142.50 17.1.60 139 60 201.80
ausreichend beantwortet. .
X Ruppertenrod, 5. Febr. Unter den hiesigen Kindern tritt die Diphtheritis auf, anfangs bei zwei Schülern, jetzt aber auch unter kleineren Kindern. Ein dreijähriges Kind, an dem noch eine Luftröhrenoperation vor- genommen wurde, ist der Seuche erlegen.
Ulrichstein, 5. Febr. Die gleichmäßige, fast fußhohe Schneedecke gibt eine vortreffliche Schlittenbahn auf allen Straßen und Wegen. Tas Schlittengeläute erklingt denn auch bis in die Nachtstunden hinein. Auf der Postfrerbindungslinie Ulrichstein—Ruppertenrod—Mücke fährt ein großer, achtsitziger Postschlitten, der von Erfurt hierhcrbeordert wurde. Der Schlitten hat Omnibusform und wird mit Glühstoffröhren geheizt. Die hohe Schneedecke bringt unsere Vögel in große Not. Das zeigen die Schwarzamseln, die auf die ££0freiten, ja vor die Fenster kommen. Dem Wild wird ebenfalls die Nahrung knapp; denn der Fuchs schleicht nachts in den Dörfern umher und sucht die Miststätten ab. Ein Glück ist's für die Lerchen, die sonst um diese Zeit schon zurückgekehrt, daß sie noch nicht cingetroffen sind. , .
tz We iters Hain, 4. Febr. Es ist leider wenig Aussicht vorhanden, daß wir eine Eisenbahn bekommen, da, wie man bestimmt hörte, das Bahnprojekt Dreihausen —Mücke vom Kreistag in Marburg wegen seiner Unrentabilität ab» aelehnt worden ist. Die schlechten Erfahrungen mit der Kreisbahn Marburg—Dreihausen waren ausschlaggebend. Hier hat man die feste Hoffnung gehabt, daß die Bahn gebaut würde und deshalb schon bei der vorjährigen Feldbereinigung bei Zuteilung des Geländes darauf Rücksicht genommen.
-j- Aus dem Vogelsberg, 4. Febr. Mit Riesenschritten schreiten die Gemeinden des Vogelsbergs zur Anlage von Wasserleitungen und tragen gern die für die kleinen Gemeinden erheblichen Opfer dafür. Zurzeit liegen allein im Kreise Lauterbach wieder sechs Projekte vor für die Gemeinden Freiensteinau, Radmühl, Heisters, Landenhausen, Wallenrvd und Wernges. Die Leitungen haben fast sämtlich natürliches Gefälle.
4- Raunheim, 5. Febr. In unseren Tagen, wo die Ostmarkenfrage und ihre Besiedelung so lebhaft erörtert wird, dürfte es von Interesse sein, zu erfahren, daß in alter Zeit auch von hier und dem benachbarten Waldgirmes etwa achtzig Personen nach Litauen verzogen sind, um dort eine neue Heimat zu gründen. Auch nach Nordamerika ist um die Nickte des vorigen Jahrhunderts ein erheblicher Teil unserer Bevölkerung ausgewandert, so z. B. in den Jahren 1847 bis 1857 allein aus Raunheim 106 Personen. Offenbar waren um diese Zeit selbst unsere jetzt gut situierten Orte nicht in der Lage, alle ihre Bewohner angemessen zu versorgen. Wie ganz anders haben sich hierzulande die Bec- hältnisse gebessert.
△ Albs Hausen, 5. Febr. Unser Lahndorf wird am 21. Juni em Gesangsfest für die Vereine des Solmser Landes feiern. Der Solmser Sängerverband steht unter dem Protektorat deS Prinzen Friedrich zu Solms-Braunfels. Reben Dem festgesetzten Chor „Es liegt ein Weiler fern im Grund" von I. Hermes wird wiederum von jedem Bundesverein em selbstgewähltes Lied zum Vortrag kommen. Dem Preisrichter- Kollegium gehören u. a. Seminar-Musiklehrer Theis und Dom- kantor Schmidt von Wetzlar an.
Landwirtschaftskammer hat ihre Unterstützung zu der Veraw- taltung nickt versagt, sondern ihr Interesse an der Geflügelzucht dadurch betätigt, daß sie für die Ausstellung 10 Ehrenpreise von je 25 Mk. bar für die besten Stämme Nutzgeflügel tiftete. Weitere zahlreiche Ehrenpreise von den beteiligten Vereinen, sowie sonstigen Gönnern stehen zur Verfügung, die Leitung der Ausstellung selbst liegt in den Händen des Vorlandes des Geflügelzucktvereins Gießen und Umgegend 1897, iew-ährte Preisrichter haben die Prämiierung übernommen, und 0 ist zu hoffen, daß die Ausstellung, zu der im Ganzen 400 Nummern mit ca. 1000 Tieren gemeldet sind, sich ihren Vorgängern würdig anreihen wird und den besten Verlauf nimmt. Für günstige Verbindung zwischen Stadt und Ausstellungslokal ’orgt die Biebertalbahn, so daß es jedem Freund der Geflügelzucht bequem gemacht ist, die Ausstellung zu besuck)en. Auch versäume man nicht, sich noch ein Los zur Ausstellungslotterie zu sichern, dieselben sollen, wie wir erfahren, bereits fast alle verkauft sein.
** Ter Schützen verein feiert am 22. Februar ds. Js. in den Räumen von Steins Garten fein Winterfest. Ein großer Maskenball, der erste seit Bestehen des Vereins, soll die. Mitglieder und Freunde zum fröhlichen Treiben zusammen- sühren. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und Prinz Carneval hat in eigener Person sein Erscheinen zugesagt.
4? Heuchelheim, 4. Febr. Eine der ä lt e sten F a h n en unter den hessischen Kr-egervereinen besitz! wohl ohne Zweifel der hiesige Str ie gerb et ein. Es ist eine alte Landwelw- Fahne aus dem Anfang des 30 jährigen Krieges mit der Jahreszahl 1622. Sie befand sich in früheren Jahren im Rathaus und wurde gelegentlich der Gründung des Krieger- Vereins diesem von der Bürgermeisterei überwiesen. Nun hat der Bereut beschlossen, noch eine neue Fahne anzuschaffen und mit der Herstellung die Firma Hißgen-Lich betraut: die Fahnenweihe findet im Sommer statt.
8N-"der-Gemünden, 4. Febr. Der Bauernbund agitiert sehr lebhaft in unserer Gegend für seine Interessen. Ihr Wanderredner, Landwirt Häuser von Nieder-Weisel, hält in unserer Gegend Vorträge über Zwecke und Ziele dieses Bundes und sucht Ortsgruppen zu bilden. Tie Vorträge find sachlich uitb klar und ganz besonders dadurch ansprechend, daß der Redner sehr vorsichtig ist und die Parteipolitik so gut wie gar nicht berührt. Fragen hierüber werden von ihm
Baini.-ürt'- Amerik Faket!, darpener Bergwerk.
Laurab litte......
5ordd. Lloyd . . . .
Ubeischles. Eiseu-Iudustrie Bei "hier Haudelsges. . . Darmstädter Bauk . . . Deutsche Bauk . . . . Deutsch-Asiat. Bauk Diskuutu-KommandiL .
Dresauer Bauk . . . . Kreditaktieu ...
Baltimore- und Ohio-
JLiseulahu.....
Gotiuarduabii.....
Lomuiird Eisenbahn . . Uesterr. ^laatsuann . . .
Aus srasr uiiO LornL.
Gießen, 6. Februar 1908.
•• 3um Regierungsassessor wurde der Referendar Rud. Petry zu Darmstadt ernannt.
"Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem seitherigen Gememdecatsmitglied Peter Lampe 111. zu Kettenheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnjchrifi „Für langjährige treue Dienste" verliehen.
»» -Sei Gießener Z i eg e n°Z u ch t v e r e in hielt am Sonntag seine Hauptversammlung in der^Lladt Eassel ab Sie war gut besucht, lebhait wurde von allen Leuen debattier, unb mit Genugtuung konnte konstatiert werden, daß ein irischer! oerlrauenseiweckender Zug durch die Versammlnng ging, ver-, anlaßt durch den günstigen Jahresabschluß und durch das Vertrauen, das man allseüs dem Vorstand entgegen brachte. Man kann cm solches Zusammenwirken nur mit Freude begrüßen, da dadurch der gute Ziveck, den der Verein vertolgt, geordert wiro. Leichlossen wurde, in diesem Jahre einen Ziege nm a r ft mit Prämiierung zu veranstalten, und sofort mit den Vorarbeiten zu beginnen. Auch soll voii setzt ab eine öftere Reviston der Lkalle vorgenommen werden. v
** Geflügelausstellung. Am 8., 9. und 10. d. M. findet auf dem „Windhoj" die diesjährige Ausstellinig des Verbandes bei O b e r h e s s i s ch e n G e f l Ü g e l- Z u ch t - vereine statt. Demselben haben sich die Geslügelzuchlvereine von Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Schotten, Büdingen, Nidda, Hungen, Lich, Grün berg, Eckizell, Bad-i)tauheim, Friedberg, Vilbel und Lollar angeschlossen, so baß sich seine Tätigkeit über unsere ganze Provinz erstreckt, unb die Ausstellung, zu der nur Mitglieder der Verbandsvereine znge lassen sind, ein schönes Bild von dem Stand der Geflügelzucht in der Provinz Oberhessen geben wird. Auch die. .Hessische
4l/6 % Uesterr. bil betreute Ungar Goldrente . .
1. Sitzung Grotzherzoglicher Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
(Schluß.)
4. Die Reform der Branntweinsteuer (Branntweinmonopol).
Der Verein der Spiritus-Jnterenenten pat an die vandels- tanmicr das Ersuchen gerichtet, im Interesse der Spiritus verarbeitenden Industrien des Handelskammerbezirts Schritte zu tun, um eine weitere Belastung dieser Gewerbe, wie sie durch die geplante BranntiveinsteuererhölTung bezw. das Branntweinnwnopol von selten der Reichsregierung in Aussicht genommen i)t, zu verhüten — Die Handelskammer beschließt, sich gegen die Einführung eines Branntlveinnwnopols auszusprechen, weil dasselbe eine seits die Spiritus verarbeitenden Industrien sowie das Ae- stillationsgewerbe schwer sckKdigen und andersetts dem Reiche doch nicht die Mehreinnahme in der erforderlichen Hohe bringen würde. Hingegen befürwortet die Handelskammer eine durck)- greifende Reform der Branntweinfteuergesetzgebuitg, die m erster Linie eine Beseitigung der Liebesgabe zum Ziele haben muß. Die Kammer wird die Großh. Regierung bitten, in diesem Sinne im Bundesräte zu wirken.
5. Aenderung der Fernsprech-Gebührenord- n u n g.
Tie Reichs-Postverwaltung Plant die Aufhebung des Parsch- gebührensystems und da,ur eine allgemeine Einführung der Grund-- und .Gesprächsgebühren. Diese Absicht begrüo das
geführt:
Die Zahl der Anwärter für den höheren Staats- forftdienst in Hessen deckt den Bedarf puf mehr als ein Vierteljahrhundert. Für 100 Stellen sind nahezu 100 Anwärter vorhanden Das durchschnittliche Anstellungsaller des Oberförsters wird vom 40. Lebensjahr auf das 55. bis 60. im Laufe der Zeit hinaufrücken. Tie Anstellung des Beamten wird alsdann in einem Lebensalter ungefähr erfolgen in dem nach den Grundsätzen der Staatsverwaltung der Höckstt- gehalt un Durchschnitt erreicht werden soll! Daß diese Entwicklung für den ganzen höheren Forftdienft, insbesondere aber für den höheren forstlichen Unterricht von einschneidender Wirkung sein muß, bedarf keiner näheren Darlegung. Die benachbarten Bundesstaaten stehen zum Teil vor ähnlichen Schwierigkeiten. Die Organisation des höheren forsllichen Unterrichts hat aus der Veriamml- ng des deutschen Forstvereins in Straub..rg im Herbst 130/ eine eingehend Erörterung erfahren und die Gemeinsamkeit der Interessen einiger süddeutscher Bundesstaaten dargetan. Tie Bahn für eventl. zukünftige Organisationsande- rungen frei zu halten, ist der Zweck des vorliegenden Antrags.
Der Beidano ocr mutieren Verwuimngsdeamten dev Grvßherzoqtums ersucht in einer Eingabe an die 2. Kammer die Vergütung der Bureaugehllien bei den Prvbm- zialdirektionen unb Kreis am ter n, abgesehen von den Sta- tionszulagen, im 1. Jahre auf 1500 Mk., im 2. auf 1600, im 3. aus 1700, im 4. und 5. auf 1850 und im 6. auf 2000 Mark zu bemessen.___________________
rosteneutschädigung betragen im Durchschnitt der letzten Jahre etwa 7000 Mk. Würden Freifahrkarten während der Sitzungstagc einschließlich 3 Tage vorher und 14 Tage nachher von dem Wohnort aus, nach Darmsljadt gewährt werden, so würden nach einer Mitteilung des Finanzministers von der Eiseiibahngemeinschaft 11OQO Mk. gefordert. Bei freier Fahrt nnerhakb des Großherzogtums würde die Summe ungefähr 30 000 r". betragen. Die
Neuregelung dieser Angelegenheit soll essen verschoben werden, bis die Frage auch in Preuße geregelt ist, was demnächst in Aussicht steht. Tic Kap. 14—22, die den Etat des Staatsmini st criu ms betreffen und über die Abg. Reinhart daS Referat erstattete, fanden chne wesentliche Debatte Annah'.nc. Tie Kapitel betreffen: Ministerium 87 918 Mk., Auswärtige und Bundesverhäll 'sse 36 000 Mk., Kabinettsdircktion 13 380 Mk., Obcr-Rechn .Zskammer 266 252 Mk., Verwaltungsgerichtshof 7310 Mk., Haus- und Staatsarchiv 17 CL2 Mit, Rbeinjchifsahrt 3750 Mk., Sterbequartale 1500 Mk. und Porto, Telegraphen- und Fernsprechgebühren 3800 Mk., in Summa 436 922 Mk. — Es fand darauf eine längere und animierte Generaldebatte über den Justizetat statt, der dieKapitel 88 bis 97 umfaßt und eine Gesamtausgabe von 5182 792 Mark erfordert. Ausschußb- ichterstatter dafür ist Abg. Dr. Gutfleisch. Die Debatte drehte sich über verschiedene allgemeine juristische Fragen, über Oberlandesgericht, die Tätigkeit der. Amtsgerichte ?c. Auf die vom Abg. Dr. Osann angeregte Frage, ob nicht die Anstellung der Ge- richtsassessoren als Amtsanwälte :c. zu ermöglichen wäre, erklärte sich Staatsminister Ewald sehr sympathisch zu diesem Gedanken, während Finanzminister Gnauth ernste Bedenken dagegen aus finanziellen^ Gründen erhob und auf die geradezu unberechenbaren Konsequenzen für den Staatssäckel hinwies, da alsdann auch in den vielen Ressorts der Staatsverwaltung ähnliche Forderungen erhoben werden würden. Die Justizetatsberatung wird morgen fortgesetzt.
Eine längere Zeit nahm die vom Abg. M 0 l t h a n vor- getragene Angelegenheit des im Gefängnis in Butzbach gestorbenen Rietzgermeisters Engel in Nierstein in Anspruch. Nach eingehender Erläuterung des Falles durch den Justizminister gewinnt die Mehrheit des Ausschusses den Eindruck, daß die Behörden eine Schuld an dem vorzeitigen Tode des Mannes nicht treffen kann.
Der vierte (Petitions-) Ausschuß der zweiten Kammer sollte sich heute mit der Vorstellung der Mitglieder der Großh. Hoskapelle inbetreff. ihrer Ge- haltsverhältnifse beschäftigen. Da aber der Referent der Regierung am Erscheinen verhindert war, kam der Antrag Ulrich, betr. die Bedürfnisse der Religionsgemeinschaften, zur Beratung, der lautet: „Die Regierung zu ersuchen, den Landständen alsbald eine Vorlage zu machen, wonach die religiösen Gemeinschaften zur Deckung ihrer Bedürfnisse lediglich auf die Beiträge ihrer Mitglieder angewiesen werden und jeder Zuschuß aus staatlichen Mitteln in Wegfall kommt." Nach einem eingehenden Bericht des Abg. Sennfelder,^ dessen Kernpunkt der Nachweis 'der Regierung bildete, daß auf Grund historischer Rechte die Kirchen Anspruch auf die jetzt gewährten Staatszuschüsse haben, beschloß der Ausschuß die Ablehnung des Antrags Ulrich.
*
Eine H unde st euer- G esetzn 0 vell e. Aus Veranlassung der zahlreichen Hundesteuer-Reklamationen und der dann« verbundenen Landtagsdebatten hat sich die Regierung entschlossen, der Kammer eine Novelle vorzulegen, nach der außer .Hirtenhunden alle übrigen 5?nnde steuerpflichtig sind.
Ein Antrag des Abg. Dr. Weber geht dahin, die Stelle eines außerordentlichen Professors der Forstwissenschaft an der Landesuniversität nur auf den Inhaber zu bewilligen. In der Begründung wird aus-
Arrchleche Nachrichten.
JsraeLitifche Neligionsgemelltve.
Hottesdienll in der Synagoge (Lüdautage).
Samstag den 8. Februar 1908:
Vorabend 5.15 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr. SchristerkLäruug.
Sabbatausgang 6.20 Uhr.
Israelitische Religionsgefetlfchaft.
Gottesdienst.
Sabbat^eier am 8. Februar 1908:
Freitag abend 5.05 Ul;r.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat°2lusgang 6.20 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr.
Reichs-Postamt tu einer Denkschrift damit, _ daß im Laufe der Zeit eine sehr starke Ueberlaftuug der Pauschgebührenanschlüsse 'tattgefiinden habe und die jetzige ungleiche Verteilung der Gebühren besonders in den Netzen mit geringer Teilnehmerzahl als drückend und ungerecht empfunden werde. Mitbestimmgud ur die Haltung des Reicks-Postamts bei Ausarbeitung der Tenk- chrift sei ferner ein früher gefaßter Beschluß des Reichstags gewesen, wonack das Fernsprechnetz auf dem flachen Sanbc auszubauen und die Mittel durch gerechtere Verteilung der Gebühren in den Großstädten aufzubringen seien. — Die Handelskammer kann sich mit der Aufhebung der Pauschgebühren nur unter der Bedingung einverstanden erklären, daß eine gerechtere Abstufung der Grund-- und Gesprächsgebühren, insbesondere für kleinere Plätze stattfindet. Tie Grundgebühr von 50 Mk. in Netzen von 1—1000 Anschlüssen sei gegenüber der Grundgebichr von 90 Mk. in Netzen von 20 000 bis 70 000 Anschlüssen viel zu hock bemessen. Ebensowenig gerechtfertigt sei die einheilliche Festsetzung der Gesprächsgebühr von 5 Pfg. Für Netze mit 1 bis 5Ö0 Anschlüssen sei eilte Grundgebühr von 20 Mk. und eine Gesprächsgebühr von 3 Pfg,, in Netzen mit 1 bis 1000 Anschlüssen eine Grundgebühr von 30 Mk. unb eine Gesprächsgebühr von 4 Pfg. völlig ausreichend.
6. Die Schädigung des ansässigen DetailhaN' dels durck die Wanderlager.
Das Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe hat die Handelskammer zu einem Bericht über folgende zur Behebung des dem Detailhandel durch die Wanderlager zugesügten Schadens vorgefchlagenen Maßnalr- men aufgefordert: 1. eine wesentliche Erhöhung der Wander- lagersteuer: 2. eine Begrenzung der Verkaufsdauer im Wanderlagerbetriebe bis höchstens 3 Wochen; 3. die Einführung eiltet Vorschrift in die Gewerbeordnung, wonach zum Wanderlager-- betrieb eine Erlaubnis der Verwaltungsbehörde erforderlich sein soll, deren Erteilung von dem Vorhandensein eines Bedürfnisses abhängig gemacht wird.
Nach Anhörung der beteiligten Kreise beschließt die. Handelskammer, für eine wesentliche Erhöhung der Wanderlagersteuer, für eine Beschränkung der Verkaufsdauer auf eine Woche, bei längerer Dauer für Erhöhung der Steuer, sowie für Prüfung der Bedürfnisfrage unter Mitwirkung der Handelskammer einzutreten.
7. Eingänge.
Nach einer der Handelskammer zugegangenen Mlltetlunc hat das Großh. Ministerium der Finanzen im Interesse her Förderung des Scheckverkehrs die Großh. Bezirkskassen Gießen I und II ermächtigt, für die Folge außer roten und weißen Schecks auf die Reichsbank auck Schecks auf mit der Reichs- bank im Giroverkehre stehende Bankgeschäfte in der Stadt Gießen zur Entricktung von Staatsgefällen innerhalb der Fälligkeitstermine derselben anzunehmen.
In den Schecks auf diese Bankgeschäfte muß als Zahlungs-- empfanget die betreffende Bezirkskasse, an welche die Zahlung zu leisten ist (Großh. Bczirkskasse Gießen I bezw. Gießen II), angegeben sein. Die Zahlungen werden erst als geleistet angesehen, nachdem der betreffende Scheck von dem bezogenen Bank' geschäfte provisionssrei eingelöst ober ein Betrag auf Ersuchen ber Großh. Bezirkskasse Gießen I bezw. Gießen II deren Girokonto bei der Reichsbank überwiesen worden ist.
Weiter hat das Großh. Ministerium angeordnel, daß durch Bankgeschäfte die Steuerzahlungen an bic Bezirkskässen für mehrere Auftraggeber innerhalb der Fälligkeitstermine auf Grund von zielweise aufzustellenden Verzeichniffen, in welchen die Namen der Steuerpflichtigen, Gemeinde der Besteuerung, Hebregister Nr., Ziel unb Steuerbetrug der einzelnen Schuldner angegeben sind, besorgt werden können, ohne daß es der Beifügung der Steuer- zettel bedarf. Nach Ucbericnbung eines Verzeichnisses und des Gesamtbetrages desselben in bar ober Schecks usw. an bic Bezirks fallen haben letztere besten Prüfung votzunehmen und nach Rick>- tigbefunb die Buchung zu vollziehen, sowie auf dem Verzeichnisse zu bescheinigen, daß bic Buchung der einzelnen Steuerzahlungen erfolgt und der Gesamtbetrag von ihnen in Empfang genommen worden sei. Findet die Zahlung durch Scheck statt, so ist dies in der BescheiniMng auf dem Verzeichnisse mitanzugeben und anzufügen, daß erst nach Einlösung des Schecks die einzelnen Steuerzahlungen als erfolgt angesehen werden. Hierauf ist dos Verzeichnis dem betreffenden Bankgeschäfte zurückzugeben.
Von unterrichteter Seite liegen noch Mitteilungen vor über zweifelhafte Firmen int Aus lande, internationale Ausstellung für Hhgiene usw. in Madrid, internationale Briefvvrfo-Antwort - scheine/Verdingungen ber Kolonialverwaltung, worüber Interessenten Näheres auf dem Bureau der Handelskammer erfahren können.
Die Handelskammer richtet an die Firmen ihres Bezirks die dringende Bitte, die Fragebogen zum Jahresbericht für 1907, soweit die- selben noch unbeantwortet gebli eben sind, möglichst umgehend einzusenden.
Telefonisch® &Ciars£>es*äC«te
des Giessener Anzeigermitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. < ?ssen.
Frankfurter 6. Februar, 1.15 Uhr.


