roirt Georg Häuser XIV. in Steinberg. Freiwillig ouSge- schieden: Poilgehilfe Adolf Stauffer in Laubach und Postagent .Schäfer in Steinberg.
•• Der zweite Bezirkstag de? Hassia-BezirkL Dießen wurde gestern nachmittag 3* t Uhr im Lenz ichen Felsenkeller, wobei 37 Vereine vertreten waren, vom 2. Vorsitzenden, Bürgermeister u. LandtagSabgcordnetcn Leun aus Großcn-Llnden mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser eröffnet. Eiu Antrag des NriegervcrcinS Leihgestern, den zweiten Bezirkstag alljährlich abwechselnd in den verschiedenen Sorten abzuhalten, wird abgclehnt. Das nächstjährige Bezirksfest findet int nächsten Jahre in Treis a. d. Lda. statt. '.Als erster Vorsitzender wird Lehrer Taab zu Lollar, als zweiter der seitherige (Leun), als Rechner Volkmann zu Heuchelheim, als Schriftführer KrciSamtö - Bureauvorftcher Cchiffnie hier und Lehrer Klein zu Klein-Linden gewählt. Bet der Berichterstattung über die Mitgliederversammlung deS Hassia-Verbandes zu Lrtenberg wird allgemein bedauert, daß jetzt der grobe Bezirk Wieben nicht mehr im Präsidium vertreten ist. Dabei entivickelte sich eine längere Debatte über das Vorgehen des Präsidiums, die durch eine dem Präsidium zu übermittelnde Resolution beendigt tvurde. Mit einem Hoch auf den Landesherrn wurde die Versammlung geschloffen.
"Der VerbandStag deS Mitteldeutschen Steno- zraphenbundeS Stolzc-Schrcy fand am Samstag und Sonntag hier bei ungewöhnlich zahlreicher Beteiligung statt und nahm einen sehr guten Verlauf. Im Mittelpunkt dec Tagung stand das allgemeine Wettschreiben, an dem 232 Damen und Herren teilnahmen und ein Festoortrag des BundcSvorsitzendcn Bäck l er-Berlin über die stenographischen Einigung-- bestrcbungen. (Näh. Bericht folgt.)
" Oesleutliche Lesehalle. Im August wurde» 1 9 2 4 Bände auSgelichen. Tnoon fommcit ans: Erzählende Literatur 988, Zeitschriften 268, Jngendschrülcn 202, VerS- dichlnngcn 48, Literaturgeschichte 6, Länder- und Völkerkunde 61, Kulturgeschichte 18, Wcjd);d)ie mtb Biographien 100, Kunstgeschichte 18, Naturwissenschast und Technoloaie 92, Heer- nnd Seeivescit 14, HauS- und Laubivirtschalt 17, Gesiinbheitülehre 11, Religion nnd Philosophie 26, Staalünnsscnschasl 16, Cprachiviffcn- schall 18, Fremdsprachliches 41 Bände. Nach auswärts kanten 64 Bände.
" 9)1 n ti (- undKlaueuscnche ist ferner auSgebrochcn im Kreise Zabcrn 1 am 3. September.
iS.) Kesselbach, 6. 2ept. Wenn auch der Himmel schon wochenlang ein trübes Gesicht machte, so hatte er doch am heutigen Sonntag Einsehen und schickte seine sonnigen Strahlen hernieder, als es galt, unsere neucroaute Schule und Wasserleitung ihrer Bestimmung zu übergeben. Eine große Menschenmenge hatte sich in unserem Orte ein- gefunden. Um halb zwei Uhr tvuroe an der alten Schule Aufstellung genommen, wo die Kinder einen schönen Ehoral „Harre meine Secl^, sangen, worauf Lehrer Ziegler in ergreifenden Worten Abschied von der allen Schule nahm, tvoreus schon so manche gute Lehre mitgenommen worden sei. Darauf sangen die Schüler „Unfern Ausgang segne Gott". Dann bewegte sich der Zug unter Borantritt einer Musikkapelle nach dem neuen Schulgebäude. Hier sang der Gesangverein das Lied „Jehova, Dich rühmen wir", worauf !der Geistliche, Kirchenrat Weber, das Wort ergriff. An- knüpfcnd an das Wort des Psalmisten „Wie schön und lieblich sind Deine Wohnungen", betonte er, daß nicht der äußere und innere Schmuck allein die Schule schön und lieblich mache, sondern die guten Lehren, die die Kinder der Gemeinde von hier mit auf den Lebensweg bekommen, mache die Schule zu einer herrlichen und liebliujcn Wohnung. Mit dem Wunsche, daß diese Schule eine Stätte der Gottesfurcht, der Liebe und des Segens der Gemeinde Kesselbach werden möge, übergab er sie seiner Bestimmung. Dann nahm der Vertreter der Großh. Baubcl)vrde, Baumeister Kalbfleisch, das Wort >ind stattete den Meistern nnd Gesellen, die an diesem Werke gearbeitet haben, herzlichen Dank ab. Insbesondere aber gelte sein Tank den Vertretern der Gemeinde Kesselbach, die die Mittel zu dieser Schule bewilligt hätten und dadurch zwar cm großes Opfer gebracht, aber sich und der Gemeinde ein dancrndes Denkmal gemeinnütziger Opferwilligkeit gefetzt hätten. Er übergab den
Lüge ist flciviö ein veilrmieiiSmöibei sicher Hang und nach Sträncn tu bekämpfen, aber doch auch, tvoram einsichtige Pädagogen, bc- lonbcvv solche, die auch Väter tunren, ost hmge.viesen haben, beim Schüler olt nur eine Waffe dem Stärkeren (Lehrer) gegenüber, eine 16ivnffe .m Stande derPtottvehr, von beten Unwürdig- (eit er cm dninpicS Gciulsi, von deren seit'steniehrende n»d beleidigendem Wesen er aber nicht immer das volle Bewnßtsein hat. Darum wirb der human denkende Lehrer nicht gleich von einem ucvjrueifeltcn rrasuS, einem iyOo; dpoJptjt und angehenden Zuchthäusler sprechen. Man gehe der Sache — wen» nicht etwa eine fliinbcn- oder gar tagelange Untersuchuna in Aussicht steht - - auf den Grund und suche den Lügner zu überführen: Tic Beschämung ist bei einem Jungen, bei dem noch nicht Hopsen und 'Malz verloren ist, eine empfindliche Strafe. Es tut mir nicht leid um das Opfer, das ich m solchen Fallen zu briugeu pflege: Ziisicheruug der Sira'- .■. t Jim je merkt zuerst gar nidjt, das; ich ihn in Wahrheit überrumple, er ist vor allem froh, baßjihin der Buckel nicht jucki. Und dann: nicht alles an die grobe Glocke hängen und nicht Nachträgen! Nicht mit jeder Kleinigkeit, jedem m end um vor die Konferenz, nicht noch dcnr Abiturtenten eine lückenlose Liste seiner Kinderk»a>>kheitcn vorhalten — ivcshalb ich mich für die nn inancheii Anstalten emgeführteu, mit mehr als doppelter Buchführnng basierenden Koiiduilen-Altenstncke durchaus nicht erwärmen kann. Bringen wir endlich bei einem atmen oeraitgstigteii Schelm entsagungsvoll auch die bedingte Begnadigung in Anioendung, bringen wir »hm tapfer neues Zutrauen entgegen und helfen wir ihm und und mit Humor über den peuriicheu Handel hinweg."
— Tolstoi. In Petersburg wie in den nteistcn Orten Rußlands ist die öffentliche Feier des Jubiläums TolstorS amtlich verboten worden!?! Ter Erlaß des Heiligsten Synvds betreffend Tolstoi bildet das Hauptthema der gesamten russischen Presse. Die „Rowoje Wremfa" sagt: Tic Ehrung gilt nicht der theologischen Tätigkeit TolstorS, sondern der PersöMichkeit deS großen ManneS und feinen gewaltigen künstlerischen Schöpfungen. Alle Russen, auch die eifrigsten Orthodoxen, können mrt ganzer Seele den Festtag der russischen Literatur feiern. Der oHobristische „GoloS Pravdv" schreibt: Ein Verzicht auf die Feier Tolstois wäre nationaler Selbstmord. Der „Rietsch" meint: Der Svnodal- crlaß wird einen tiefschmerzlichen Widerhall bei allen finden, dcneii der Ruhm und die Würde Rußlands teuer »st. Der „Storno" schreibt: Ter Synod verletzte das russische Na- nonalgesühl. Tic Folge des Erlasses tverden zahlreiche Austritte aus der Kirche sein. - „Ruß" sagt eine neue Spaltung innerhalb der russischen Kirche voraus. — „Sow- remneunoje Sloivo" schreibt. Dec Synod sagte sich von der russischen Kultur los und trennte sich dadurch vom Baler- lande. — Tic cLtremrechte „Rtlßkoie Snamja glletn billt^t
Schlüssel an Bürgermeister S t c t n, der ibn in kurzen Worten an Krcisschulinspektor Llrinschmidt weitergab. In markigen, derrlicbcn Worten sprach er seine Freude über diesen schönen Bau aus unb gratulierte der Gemeinde namens der Kreisschultommtisio!: recht herzlich zu diesem prachtvollen Schulhaus. Tann ub.rgab er den i^Iüfjel dem Vertreter Großh. Kreisamts. Regierungsrat Selker, welcher ebenfalls in markigen Worten namens Großh. Kreis amts der Gemeinde herzliche Glückwünsche darbrachte, betonend, daß sich dieses Schulgebäude ebenbürtig an die Reihe der vielen schönen Schulbauten im Kreise Gießen stellen könne. Tann öffnete er die Türe der Schule zur allgemeinen Besichtigung Kur c Zeit darauf ging es zur Eröffnung der Wasserleitung, die unter einigen Erläuterungen des Bauführers und entfvrechenden Worten des Vertreters des Großh. Kreisamts ihrer Bestimmung übergeben wurde. So mögen denn beide Reueinrichtnngen zum Wohle und Segen unserer r meindc dienen -und möge diese hierin den schönsten Lohn ihrer großen Opfer, die sie gebracht, finden.
— Renzendorf, 6. Sepk. Tie 14jährige Lina K ö hler von hier hat am 5. April d. IS. einen Knaben vom Tode deS Ertrinkens gerettet. Die mit Mut und Entschloffenheit auSgeführte RettungStat veranlaßte das Großh. Ministerium zur AuSsprechung einer öffentlichen Belobigung.
Q Laubach, 5. Sept. Wie bei vielen sonstigen Jagd- veepachtiingen so wurde auch bei der hiesigen der doppelte PrelS erzielt. Statt seither 1300 Mk. wurden für die nächsten scch2 Jahre 26o0 Mk. geboten. Pächter ist seither Fabrikant Könen sOdenkirchen) nunmehr dieser vereint mit Rentner AlberS (Hamburg). Die FundamentatiSgrabungen zu dem Alumnat Sbau tverden durch das fortivährende Regenwetter beeinträchtigt und letzteres vernichtet die Hoffnung auf Errichtung deS Mauerwerkes noch in diesem Herbst. Der Ban ivird nordöstlich von dem oberen Schloßgarten 10 Meter von dem Gombachweg errichtet, 220 Cuabratinder groß und dem Vernehmen nach dreistöckig.
R. D. Darmstadt, G. Sept Anläßlich des vom Montag bis Donnerstag hier staUfnidenden Deutschen Aootheker- t a g e s kam der im vorigen Jahre begründete „Verein zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen deutsche rApo- t befer ju seiner zweiten .Hanvtvcrsammlung zusammen. Der Vorsitzende des Vereins, Apotheker Kühtzc-Urf begrüßte die erschienenen Mitglieder und gab einen kurzen Rückblick auf das vcrfloffenc erste Veremsiadr. Tic Begründung des Vereins sei angefichis der unhaltbaren tvirtidxn'iiidKn Zustände dringend notwendig gewesen und habe die Errichtung einer Organisation^- zentrale und eines besonderen Vereinsorgans Folge gehabt. Wie stark sich gleich im ersten Jahr die Arbeitslast gestaltet habe, zeige die Tatsache, daß der Vorstand 28 000 Ein- und AuSgänge zu bearbeiten batte. Redner beklagt dann daS mangelnde Ent- gegcnkonuncn der Fabrikanten und ter 'chemischen Fabriken dem Verband gegenüber, und konslanert, daß sich über 2000 Mitglieder angeschloss.'n ljaben. Apotheker W o l s referierte darauf über die Frage: „Welckren Ruhen bringt die Zugehörigkeit zum W. V. T. A. ?" Der Redner legte dar, daß der Zusammenschluß notwendig wurde nanientlich gegenüber den immer hoher gehenden Ansorderungcn der Krankenkassen. Einer genauen Prüfung bedürfe die Frage der Spezialitäten, trobei eine gründliche Ausklärung des Publikums erforderlich fei. Sehr wesentlich sei auch, auf genossenschaftlichem Wege auf eine möglichste Entlastung der £>npo- tl ekcnscl uld der Arochekeii hinzuarbeiten. Apoiheker Felot^ Medebach sprach dann über die Acndccuna des $ 23 der deutsch, n Arznei taxe und beantragte, daß an den ^tachmiltagen der Sonn- und Feiertage eine Schuvgebuhr ertobeu werden darf. Tie Versammlung nahm einen dahingehenden Antrag mit großer Mehr- leit an. lieber die Stellungnahme um >tun nscher
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auch daß der Geselentwurs völlig un'ulänglich fci und ui vielen Punkten d.i Verbesserui
tvuri im allgemeinen zuznstimmen, jedoch die von der rheinischen Äpothekerkainmer gewünschten Abänderungcii zur Annahme zu ciiLVfcbkn ililnr besonderer Betonung, daß dos Sclbstoispenfaliono- recht der Heillundigen nicht geftatiet sein solle. Tie Versammlung stimmte dem Antrag cüu dir Stellungnahme
ii Reform des Kran ken kaffen-Versicher
crftattetc ^bpotl-cker H o l tz - Lieberiivvlkwiv Bericht und die Ver. fammlung nalM dar^ruf cinä Resolution an, uack der im wcsentlickwn erung der Art. 6 unb 26a gefordert wird, daß den Mit
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fchranknng auserlegt wird. Auch soll kein ^iwang mehr darauf ausgeübi werden, daß .chrankcnkassenmitglieder Heilmitiel be ziehen müssen, die nicht in einer Apotheke -als > Drogerie :c. । Her
den Erlaß und nennt Tolstoi den Abgott der Anarchisten, der die Verachtung aller echt russischen Leute verdiene. — lieber den Gesundheitszustand Tolstois sind aus Jaßnaja Poljana wenig günstige Rachrichten eingetroffen. Tie Venenentzündung bat nachgelassen Die Temperatur ist normal, Tolstoi leidet aber an Appetitlosigkeit und klagt über Magenschinerzen und Gedächtnisschwäche.
— Napoleon unb b i c Musi f. Während seines Aus- enthalleS in Paris sagte Reicharbt, bei srühere KapeUinciftcr Friedrichs bcS Großen, m einem Vergleich ziviichen diesem und Napoleon, Friedrich der Große habe die Musik bis in-S 21 Her hinein liebevoll gepflegt, ivährend der er-ste Konsul gegen die Musik eine ganz besondeie Abneigung zu haben schien. Tao hier gefällte Urteil stimmt mit der allgemein herZchenben Ansicht überein. Tau c3 aber nicht den Tanachen emspricht, snchk jeyt Eamille Bellaigue zu beiveisen. Napoleons Zeilgrnoisen haben verschiedene Urteile über sein musikalisches Verständnis gelallt, (konstant behauptete, Viapolcoii liebe die Alusik leidenschaftlich, ivahrend Ar- uaiilt, der geiviffermaßen Napoleons Holpoct war, nn Gegenteil anführte, Napoleon empsäiide Musik al4 ,n «angenehmes Geranf ch'. Sie kihelte »vohl sein Ohr, sagte er, ohne >edoch zu feiner Seele zu sprechen. Die Unterlnchungen BellaigneS scheinen tedoch zn zeigen, daß daS Musikoerftändnis Napoleons im selben Grade angeivachsen ist wie seine Macht, sodaß er zuletzt tatsächlich em g a ii j guter M nfikkenner geworden war.
-7 Kleine Chronik auv Kunst und Wissen- schaft. Ter Musik- und Äunsllnliler an der Lctvzigcr „Abendzeitung" Tr. Karl Weichardt übernimmt am 1. Oktober die Feuilletonredaktiott der „Frankfurter Zc> tung". — Ter Romanschriftsteller Tlieodor D uimchen hat sich in Berlin erschossen. Durch Intrigen, die von Amerika auS gegen ibn gesponnen worden seien, soll er sein Vermögen verloren haben, waS ihn in den Tod trieb. — AuS Stuttgart schreibt man: Unter Vorbehalt sei daS Gerücht erwähnt, Hoftheaterintendant Baron zu P u t l i tz fei 5um künftigen Leiter der t Schauspiele in Berlin vorgemerft. Herr v. Hülsen werde wegen KränNichkeit in einigen Monaten von feinem Posten zurücktreten. Baron Putlitz wird für die Nachfolge HülscnS deshalb besonders geeignet erachtet, weil er mit den Berliner Verhältnissen auS der srüheren Zeit seines dortigen Äufentl-alls gut ver- ige Erfahrung in der Theater- Verwaltung besitzt. Für die hiesige Bühne turnen zum Ersatz für Putlitz ein hiesiger kunstbegeisterter und kunstverständiger Hofdeatnter und der gegenwärtige Mannheimer Intendant Tr. Hagemann in Betracht. Mit letzterem sollen schon Unterhandlungen im Gange sein. $on Mannheim aus ' Wird das indxs in Abrede gestellt,
c?ileHt sind — Cs '.'kgt darauf eine Eraänzun>S7rabl deS V.r wnde- und tu Brickluß'assung über die 12 und 23 txr Sapurge« M^ryen rormi tag werde« die B.'rütnngen foNgeie^.
5. Marburg, 6. Sept. TaS Hotel -nm Ritter (Inhaber Brüne) ging für 290 OuO Mk. in den Besitz brf ReslaurateurS Paul John auS Wiesbaden über.
8. Biedenkopf, 6. Sept. Tie kürzlich in dem nahen Buchenau baktcriotogifch festgestellte TnphnS-Epidemie ist als erloschen zu betrachten. Tie sämtlich nur leicht S:, krankten sind wieder hergestellt.
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GcricHtssaal.
S e n t t n, 5. Sept. Ter «rühere P ost i ll o n Mrezek, de» einer Zru 17 OUO Slart o:i< einem Postwagen em wendete, n?utät bmte zu zweiIahren Sefäng n i S verurteilt, wovon bre Monate durch die Unledud)ung4bdh für verbüßk erklärt wurde» Riehrere HetferShelfer ert)reiten em bis sechs Monaie Gr'änzniS.
2Cird>c und Sdjulc.
Tie Cemeioschaftebeweznag in Kurhefie« uab die Seiftliche« xMa rburg,6. Sept. Unter der Leitung des Pastors Krawietitzki in Bandsburg Vestpreußen, der seinen Sohn- itz in Marburg nehmen wird, soll vom 1. November ab hier unter dem Warnen „Hebron" ein Diakonissen- Mutterhaus für entschiedenes Christentum eingerichtet werden. ES soll, wie daS „xorrespondcnzbtatt" des Tiakonisseiihauscs zu BandSburg schreibt, aufcer dem Vandsbnrger TiakonissenhauS, daS über 200 Schwestern zähle, ein neuer Ausgangspunkt für die Gemeinschaft-- Bewegung in Heffen geschaffen werden und dazu sei Mar- bürg, wo schon 13 Schwestern an den Mädchen und Ämtern des VersorgungShaufeS arbeiteten, der gegebene CrL Mit dem 1. November soll auch ein eigenes Berichtsblatt, „Tie Hebronblätter" gegründet werden. Tie Hebrow-Schwestem ollen in erster Linie für Seelengcw Innung und Seelen pflege erzogen werden und dürfen deshalb nur bekehrte Mädchen aufgenommen werden TaS vorn Pfarrverein herausgegebene „PaftoralDlatt für Kurheffen' fchreibt dazu u. a.: „Wie rücksichtslos die im Versorgung >- bau- stationierten Bandsburaer Schwestern in der Erfüllung ihrer ersten Aufgabe, Seelengewinnerinnen und Pflegerinnen zu sein, oorgeden, davon wissen die verschiedenen Gemeinden in Oberhessen zu reden. Tie Schwestern futb Missionarinnen, welche die Aufgabe haben, die tielt und hauptsächlich Heffen, zu misfionieren. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie diese Tätigkeit, unter welcher auch btt Gemeinschastsleiter zu leiden gehabt haben, jetzt in verstärktem Maße sortsepen. Pastor Krawietitzki, ein Mann ansangs der 40 er, steht hier in Hessen nicht als landeskirck- licher Geistlicher an der Spitze des neuen Tiakonissenhausee, sondern als freikirchlicher Scann. Darüber kann wohl lern Zweifel fein, daß sich in Marburg ein Mittelpunkt gebildet hat, um welchen sich die tirchenfeindlicken Clemente (am- mein werden unb von wo aus eine ziel bewußte Agitation gegen die Kirche unter dem Schild: „Wir wollen das Weich Gottes bauen", getrieben werden wird. TaS Blatt forben am Schlüsse seiner Betrachtungen auf, sich endlich auszu- machen, um, getreu ihrer Dienstverpflichtung, die Ninbe zu schützen und die Agitation abzitwehren. Es handle su- unt einen geistlichen Kampf, um verschiedene Auffassungen göttlicher Wahrheiten, und der müsse geistlich geführt werden. Dazu bedürfe es einer Organisation, der Neuschaffung von Einrichtungen zum Schutz der ftirdjc wider die Angnfst zu neuen Richtungen.
Vermißtes.
Umgestaltungen in Der Westminsier-Aatei der Grabstätte berühmter Engländer in Lau bei. Vor vier Jahren hatte der Dcchant der Westminster . btd tiat turd jtfi'’cncc Restauration l'tc alt n Krypta in Angriff nehme« lassen, die iiu Osten des großen Kwsters Uegt unb aus der . i Eduard deS Bekenners stammen soll. Sein Plan ging da!nn. daö jevt nur wenig bekannte, herrlich.' Gewölbe mit seinen prächtigen Pscilcrii uiid Bogen in alter Schönheit wieder erstehen u lassen unb damit den großen M ud-, dir
‘Jlblct 'irrche selbst kein Ebrao mehr linden könnten, eme würdigr Begräbnisstätte zu sckrasscn Tie Arbeiten in der alten normen- it Krypta finb nun vollendet Die < kiuulbe, bic völ wahrlvst warcn und nur alte- Gcr imoel enthalten bauen, sind t einer Arr von Museum iimgcslaltet norden und Kunsts -.r- nigsachcr Art, lote fic von Zeit zu Zeit in der Wt mgebung gefunden iverden, Haven hier Auist.llunß . !> ist völlig erneuert und tief
angelegt. Ten vielen Besuch-ern der chnoürbigen Abtei »st s." mit einer ihrer ulufien unb tu
rben, ein prächtiges c al:-
romannisä cr ArchilekNir, dessen schön ge/cichnete Bogc» unb r.-id) ornamentierte Lseilcr den würdigen Rahme»
für bic botin untcrgebracht.n Knnstgegenüanbe bieten Cb freilich als Grab" Ute benutzt werben wird, ftcht »sch nicht fest TaS bürste wohl auch nicht ausschlaggebend sein.
• Die Berner Strohwitwen iehernen die Vibn-qenbeU ihrer Ehemänner nicht allzu schwer »u rnufmben Am leichteM« scheinen bic Strohwitwen des Törschens Oberhosen ihr Schicksal zu nehmen, wenn man folgender Annonce, bic im Feuillc b’ltui m Bern erschien, Beachtung schenken will: „Hotel de- Vign.rens Oberhofen: Gesucht iverben für Sonntag den 30. August m.-frrm gute Tänzer, womöglich au- d:r Stabt Bern. Tie Oberhof« Strohwitwen."
• Bigamie in der Hypnose. Aus Newyork tmrb berichtet: Ein» interessanter Prozeß wird demnächst cic amerikanischen Gerichte beschäftigen: Mrs. Madelon Locker aus Broollyn, die unter der Anklage der Bigamie vor Gericht sich ,u verantworten hat, beruft sich daraus, baft fic bei Mdschluß ihrer zweiten Ehe mit dem Pfarrer William Coburn aus Wakefield unter hDvnonfcher Einwirkung gestanden habe, bic ihren freien Willen und ihr ivedächtnis ausfchloß. Sie ist von ihrem ersten Gatten nicht getrennt heiratete aber int September 1907 den Geistlichen, der fu angeblich zur Eheschließung hypnotisierte, so daß sie völlig unter feinem Einfluß stand Erst eine Woche nach de: Heirat kehrte ihre Erinnerung zurück, und sic begriff dai Geschehnis. Ter Rev. William Coburn war Witwer ujü beschäftigte sich früher neben seinem geistlichen Amt mu dem Vertrieb von Patcntmedizinen, die »hm ein ansehnliches Vermögen eingetragen haben. Der Gouverneur Floyd vor New Hamvshire hegt zwar über die Behauptung der An- geklagten Zweifel, hat aber den vorgebrachten LrrtcidigungS- gründ als schwerwiegend genug erachtet, um eine wetten Untersuchung einzuletten.
• Kellner, eine Portion Kamel! Tief« Ruf wrü binnen kurzem in den eleganten Restaurant- der Betnstr AouÜ» vards gchön werden. Eine Revolution der Speisekarte üt« be vor: da- Kamcl'teükti wird auf dem Pariser Markt eingr'-du Erne große Variier Nahrungemittclfirma ist mir zwei algerffcho Pächtern in Verbindung getreten, die ,hr einen größeren Iktn dieses Flenches liefern sollen. Eine besonder,: Lecker.-i swht tui den Pariser itzourmeto bevor, denn das nützliche Tier oct Sl» iciftc: nicht nur »m Leben treue Timftt, sondern es liefert <nid .roch un Tode eine ausge^uhnetc Mahlzeit. Das Acnch abret im GeuNmack dem des Rindes, aber c6 ist zcrner uns kräftig« Dte arotz:e xchlatcffe tß bet Höcker, und tx$ Kops fchcmckt in Elsig «nadeak


