wilden Mann*; er sol
Aus Cron berg wird
Abhandlung -um
Seebad K a l be rg ijt der clubent Stoll v*
Tr Phil- in Berlin promoviert worden.
Oleine TagcochroniL.
pielte nach seiner Verhaftung den tatsächlich mente captus fein.
Frankfurt a. M., 6. Ang.
gemeldet: Em Automobil-Taxameter der Adler-Fahr- radwcrke verbrannte gestern abend gegen 9 Uhr in der Nähe von Schloß FricdrichShof durch Heißlanfen vollständig. Verletzt wurde niemand. Der Chauffeur konnte rechtzeitig ab- pringcn.
** Kleine Mitteilungen aus Dessen und den Nachbar st aale n. Ter Landrat deS Kreise» Honwerg, von Gehren, hat bestimmt, um die Pflege gesunder Leibesübungen der Jugend zu fordern und die Möglichkeit zu schaffen, das; m den Lladl- und Landgemeinden de» Kreises Turn- und Jugendspicle VolkSsillo werde», einen Kursus zur Ausbildung von Leitern von Jugendspielen emzurichten. Der Kursus wird in Homberg unter Leitung eines SeminarlehrerS statlsinden und am 22. August beginnen. — Tie beiden etiva Jahr alten Zwillingskinder des Philivp Kistner in Pfasfen-Lchivabenheim erkrankten plötzlich dieser Tage schwer und starben gestern, ohne daß man di« Ursache der Krankheit feslsteUen konnte. Das »/. Jahre alte Kind de» Christian RuderShausen auS demselben Cnc ist unter ähnlichen Erscheinungen gleichfalls erkrankt. Nach Aussage deS ve- handelnden Arztes hat derselbe sestgesteUt, daß diese Erkrankungen aus Reblaub, das mit Kupfervitriol und Schivefel bespritzt unö dadurch vergiftet ist, zurückzutzihren sind. Tiefes vergiflele Reblaub wurde ohne iveuete Behandlung den Kühen vorgeworsen und halte eine Vergilt ung der Milch zur Folge.— Tie 17jährige Tochter der Philipp Schuhmann Eheleute in Weinheim suchte in dem Schrank ihres unlängst verstorbenen Onkels Kochendörfer »ach einem Gegenstand unb fand zufällig ein verschnürtes Paket. Beim Versuch die Schnur zu lose» krachte ein Schn». Das Geschoß drang dem Mädchen in die Br»'t und verletzte die Ltingc. Tie Unter- fuchlmg ergab, daß der Verstorbene in dem Pakel eme geladene Pistole aufbewahrt hatte. Tie Verletzungen des Mädchens sind schwer.
hinausgewagt.
In Ludwigshafen steht em großes, mit Naphtalin beladenes Schiss 100 Meter vom Iber in Flammen. HauSb.'4 fchlagen die Feuergarben in d,e Höhe. Rhemschiffe versuchen mH ihren Spritzen den Braud zu loschen
Vei einem fchweren Gewitter, da» über Verden und fr1«* Umgebung uiedcrging, wurden zwei Ardener, die bei einem 8re* nereidesitzcr bedienstet sind, beim Vespeni in der Scheune ooa Blitz erschlagen.
Juli kehrten in der Herberge zur Heimat ein 1582 Gäste, von denen 713 Herberge und Verpflegung gegen Arbeitsleistung in Anspruch nahmen, während der Rest Selbstzahlcr waren. — Im gleichen Monat waren bei dec Herberge 126 offene Stellen angemeldct, von denen 121 besetzt wurden. Aon den untergekonnnenen Leuten waren 74 gelernte Arbeiter (Handwerker), 4 davon traten als solche in landwirtschast- liche Betriebe ein, 47 ivaren ungelernte Arbeiter.
△ Friedberg, 5. August. Nach langen Verhandlungen seitens der hiesigen Stadtverwaltung, soivie des Direktors der Gewerbeakadcmie Schmidt, würben dieselben gestern abend in später Stunde beendigt. Tie Stadt erwarb die Gewerbcakademie für den Preis von 42 000 Mk. einschließlich dec nicht unbedeutenden Lehrmittelsammlung. Herr Direktor hatte 70000 Mk. gefordert. Man begrüßt den Abschluß mit allgemeiner Freude.
fo. Heddernheim, 6. Aug. Ter 12jährige Sohn des Arbeiters Klos dahier ivurde gestern derart mißhandelt, daß er an einer Gehirnerschütterung schwer dacniedecliegt und daS Bewußtsein bis jetzt nicht wieder erlangt hat. Es ist noch nicht festgestellt, wer die barbarische Tat verübt hat.
X. Offenbach a. M., 6. Aug. Eine nahezu zweistündige Debatte erbrachte in der heutigen Stadtvcrord- n e t c n s i tz u n g die beantragte Einführung einer städtischen Besitz wcchfe lab gäbe, also der Erhebung eines Zu schlagS von 50 'yroz. auf den staatlichen Besitztvecbsclstempel Nach der von der städtischen Verwaltung gegebenen Darlegung ist das Ergebnis bc5 staatlichen Besitzwechselstempels für Offenbach auf 170000 Mk. zu veranschlagen, so daß der Stadt Offenbach bei 50 Proz. lahrlich 8.5 000 Mk. aus dieser Steuer zuftießen könnten. Tie bürgerlichen Stadtverordneten erklärten sich gegen die Einführung dieser Steuer, die nicht die Spekulanlen, sondern den Mittelstand, die Minderbemittelten, treffe und schließlich auf die Mieter abgeivälzt werde. Die «teuer fei unsozial. Der Führer der Sozialdemokraten, Stadtv. Ulrich, trat lebhaft für die Steuer ein, die schließlich von der bürgerlichen Mehrheit a b gelehnt wurde. — Ein Antrag des Vereins derkauf- m ä n n i s ch e n und technischen A n g e st e l l t c n, zu dem Vorgehen der bayrischen Metallindustriellen (Koalitionsverbot) im Sinne verschiedener anderer Stadtverwaltungen Stellung zu nehmen, wurde vorerst dem Ausschuß für Ardciterangelegenheiten überwiesen.
L. Darmstadt, 5. Aug. Da3 1. Kurhefsische In- fanterle-Regunent Nr. 81 verläßt am 7. August den Truppen- Übungsplatz bei Darmstadt, wo es seit dem 26. Juli geübt, nimmt am selben Tage teil an einer großen Felddrenstübung im Gelände nördlich von Darmstadt und bezieht am Abend Biwack in der Gegend von Langen. Am d. August wird im Bnvark Vieh geschlachtet — em sog. „Ochsenfest* ver-
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Königsberg denn Baden ertrunken. Er hatte sich zu iveu
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Darmstadt, 6. Aug. Kr iegSyericht der 25.Divi- s io n Ter Gardist Eugen Huß aus WingerSheim bei Straßburg von der 5. Komp, des Jnfonicric-RegtS. Nr. 115 geriet auf der slafnrnenftube mit einem Kameraden in Streit, in dessen Verlauf Huß den Gegner mit dem Bajonett» rgewehr schlug und tbm auch mit dem Kochgeschirr einen Schlag ins Gesicht versetzte, glücklicherweise ohne schwere Verletzung. Der Angellagtc wurde wegen Körperverletzung mittelst gejährlichen Werkzeugs zu sechs Tagen Gefängnis verurteilt. — Der Musketier Philipp Jau - ntonn aus Griesheim a. M. von der 8. Slump, des Jns'antrrie- Regts Nr. 117 bitte im Urlaub mit einem jungen Mann Streit bekomme», der in eine Schlägerei ausartete. Er lies dem jungen Mann mit gezogenem Säbel nach und bedrohte auch seine Stu fine mit demselben Tas Standgericht Mainz harte den Angeklagten wegen Bedrobung und Ärißbrauch der Waffe au 5 Tagen Gefängnis verurteilt, wogegen der Gericht Sperr Berufung cmlegtt. Die heutige ScrlwtiHunj vor dem Kriegstzrricht ergab jedoch im wesentlichen dasselbe Resultat, und eS wurde deshalb die eingelegte Berufung venoonen — Dec MuSfatiev Cttoner Strauß aus SSniiiad) von der 2. Kvmv- des Jnfaiu:rlc-Regts. Nr. 118 batte sich einen Revolver gefault, ihn geladen uno Dann in seinen Schrank gelegt. . ls der Vczeseldivedel bei txr N Vision btc i3afje fand, erklärte Strauß, er habe den Revolver in einem Eiünbahn- tupee gesunden ln*jiUa.jt£ bat sich dann von seinem T nippen- teil unerlaubter Weise entfernt und nach Sulzbach begeben, nv
er sich verborgen Dielt. «orc.r oane er aoer nnn aiuw « Sberbach. deren Sc da bei bmelben Kompagnie ist. unter dem Soraebat, ihr -obr. bra.:ch- < elb. 3 Mark . abgeschwmdelt und für iuö verbraucht Nach angeorimeter SnentK-rre rrurbe durch Br feiner Braut enmuell. daß hd) brr flüchtige m ^u'.zdach au'btcU, h bann auch die ScrfcaftuM erpigtt. ©traufc nmix wMi Fad' n'lui:. Ung eben am. B.lugen eines «orge- serten und -rru v - ,u 10 52onaten -^-'angniS und «kne^ntg m Chc «neue xiaÜ; Soldaten,tand.s verurteilt. — irr ::t H-inn Kuleiie von der 7. Kom^168- ^antme-Regts oU von seinem xienlt.inlntl un Jahre 190b g.mein crattliw mi| einem Freund einen anderen verdauen Ijaben. mobei er ein«n Ätorf verner-.c^i? Ti. heutige pauptverhanblunj ergab bie f lichtigkrit D r AnNage, iraraut Kal esse wegen gcmeimdxmiidxi. teilweise muhlü g. ikrlict v. Werkzeugs begangener storptroa» Icnuri? zu einer 22<>d.: G.'angnis verurteilt ivurDc.
Essen a. d. R n h r, 6. Aug. Ter HandlmigLiei'ende Heninch Kronen, tu dinch Tiohdrie'e, i» denen er Bei.idc-iamchlage in Aussicht 'teilte, von De» Großnidu'tricUen Krupp unb Thyssen |t 10050 Mk. zu erpresse» versuchte, wurde von der bnrger Slrafkanimer zu zwei Jahren und Drei Monate» Gefängnis verurteilt.
— AuS einem Stadtparlament. Am 19. Juli b. I. kam eS in Oschersleben in. der Prov. Sachsen zu einem „n- hebiamen Vorgänge, rote er in der Geschichte unserer irdbtudXÄ unb staatlichen Parlamente wohl überhaupt noch nicht zu verzeichne» war. Seit längerer Zeit besteht zwischen dem Bürger- meister von Oschersleben, Becker, und dem jetzt «Uidbngci Stadtverordneten Bankier Friedrich Veine em gespanntes Verhältnis An ^dem genannten Tage verhandelte Die Waiierkornmission der Stadtverordnetenversammlung übet Di: Errichtung einer Wasserleitung, wobei die beide» Widerfackxr erneut unammengmeten. Wahrend der Rede exnei Stadtverordneten soll sich Heme in dessen Äeußerungen bmeingc- mischt haben, weshalb ibm vom Bürgermeister Das Wort entzöge» wurde. Er geriet Darüber in Erregung, und als der Schlug der Sitzung gekommen war. verließ er das Zimmer, indem er sich bereits innerhalb des Raumes den Hut aufsetzte. Darüber hm cs zu einem Streit mit dem Bürgermeister, in dessen Verlauf Heine diesem mit den Worten: „Sie sind e,n fiumpj" einen SchlaginSGesicht versetzt haben soll, wodurch eine Schwellung hervorgernsen wurde. Tie Staatsanwaltschaft erbeb hieraw .Inklage gegen Heine und verwies die Sache vor das Landgericht Halberstadt. Ter als Zeuge geladene Bürgermeister Becker )tcUte Die Szene ebenso har, rote sie die Anklage schilderte. Die Verteidig« d:S seine behauvten, daß Becker kein ciiuvawdSfreier Zeuge jn. Stadlbaumeister Harbert will den Ausdruck „£uuu>" gehört haben, auch habe ihm der Bürgermeister den von dem Schlage berrübrnu den blauen Fleck gezeigt. Ter Gerichtshof zog die Erreguna des Angeklagten in Rechnung und nahm Nicht an, datz wirklich geschlagen wordcn sei. Der Angeklagte sei daher nicht weae» tätlicher, sondern nur wegen roörtlidrtr Beleidigung zu bestrafen. Das Urteil lautete gegen Heine auf 300 Mk. Geldstrafe. Bankier Heine hat gegen das Urteil Berusung eingelegt.
rin, StaSt und Land.
Gießen, 7. August 1908.
* Dom Großh Hofe. Ter Großherzog und bi: lArostherzogin begaben sich gestern vorm. 0.20 Uhr im Auio nach Frankfurt a. M., von wo aus mit Zug 7.W Uhr die Reise nach Bayreuth angetretcn wurde. Die Rückkehr wird voraussichtlich am Sonntag, den 9. d. M., abends nach Jagdschloß Wolfsgarten erfolgen. _ .
• • Bom Großherzog empfangen. Ter <5>to\v Herzog empfing am 5. August den Pfarrer Jäger von Romrod, den Oberbaurat Schobert von Mainz, den Re- gierungsrat von Kienitz, den Oberlehrer Münch von Gießen, den Lberfinanzaffefsor Ulrich, den Korn- merzicnrat Langenbach, den Polizeiwachtmeister i. P. Gronau von Offenbach, den Professor Wickop von der Großh. Technischen Hochichule; zum Vortrag den Finanz- Minister Tr. Gnauth, den Minister des Innern Tr. Braun, den Geheimen Staatsrat Skrug v. Nidda, den Kabinettsfekretär Tr. Wehner.
* • Bestätigung. Der Großherzog hat am 5. August d. 3. der am 21. Juli durch Die Stadtverordnetenversammlung zu Alzey vollzogenen Wiederwahl der Beigeordneten start Friederich und Karl Gärtner in Alzey zu Beigeordneten der Strcisstadt Alzey bestätigt.
•* Beim Jubiläums-Schützenfest gaben auf den Musterfcheiben die folgenden Schützen Die besten Schüsse ab. Die Zahlen bedeuten Die erreichte Puntizahl. I. Meisterscheibe 300 Pieter: 1. F. Tickorö Gießen 55, 2. Roth Frankfurt a. M. 55, 3. Völker Neu-Jscnburg 54, 4. Rast Darmstadt 54, 5. Dierbach Darmstadt 50, 6. Bandhaus Bockenheim oO, 7. Ziegler Butzbach 50, 8. Stier Vilbel 50, 9. Jllich Frankfurt 48, 10. Vogel Butzbach 47. II. Standmeisterscheibe 175 Meter : 1. Roth Frankfurt 58, 2. Völker Neu Isenburg 54, 3. Franz Fechenl-eiin 53, 4. Bendl-cint Oppenheim 53, 5. Jllich Franksurt 52, 6. Haltmeier Butzbach 52, 7. Aug. Mlbrnger Gießen 51, 8. Thonrann Offenbach 50, 9. Reftaurateur Schniidt Gießen, 10. A. Tickorv Gießen, je 49. III. 100 Meter Auflag e - M e i ft e r s ch e i b e : 1. Seide Kassel 36, 2 Jllich isrank- surt 35, 3. G. Appel Gießen 34, 4. Möhl Gießen 34, 5. Rast Darmstadt 84, 6. Wenzel Darmstadt 31, 7. streutet Gtünberg, 8. Jost Laubach, 9. Enders Laubach, 10. A. Dickoro Gießen, \t 33. Tabellen-Prämien erhielten: Auf 300 Meter: Roth Frankfurt 224, Stier Vilbel 207 und Aug. Kilbinger Gießen 203; aus 17 5 Meter : Franz Fechenheim 242, Rotb Frankfurt a. M. 231 unD A. Dickoro Gießen 229: auf 100 Meter : Jllich Frankfurt 164, Tricke KÄssel 159, G. Appel Gießen.
** Zu unserer gestrigen Notiz bezügl. des Verlaufs eines Herrenzimmers (Oberhesf. Ausstellungsbaus Darmstadt) fügen wir auf Wunsch Der Firma Th. Brück bei, daß nicht das ausgestellte Modell verkauft ist, sondern nach diesem genau nachgebildet eine den gegebenen Raumver hältnisseil entsprechende Neubearbeitung und Lieferung vor Schluß der Ausstellung slattzufindcn hat.
• • Von den Wandernden. Im abgelauseuen Moua
anstaltet — und von den Mannschaften daS • frische Fleisch sofort zubereitet. Am Nachmittage deS 8. August rückt daS Regiment in seine Garnison Frankfurt a. M. wieder cin.^
. Wetzlar, 6. Auq nreiS-Ledrer .onferen: Lehrerschaft des Kreises Weilar war bei Per heutigen Gcne- rol-Lehrerkonferenz zum enten Male um den neu ernann- len Regierung-- unö Schulrat Röhricht auv Koblenz v«r- ammelL Ter fleine Saal des „Scoutzengar'ens mußten »eidcn angren-enden Räumen reichten kaum aus, alle Teilnehmer aufzunehmcn, zumal auch sie meisten Getsiliche» >cs Bezirks, sowie viele Semiuarlehrer erschienen waren. Nachdem bie Konferenz mit fang und Gebet eronnet war, wgrußte slreisscl.ulinjpeltor Antboni -Werdorr Die er* * chienenen liläftc. Leider war Herr Lanorat verhindert und an dessen Stelle Regierungsa>>'s'or Zcidlcr anwc|:nd. Zm Mittelpunkt der Tagesordnung stand das von Königlicher Regierung gestellte Thema: „Welchen Einsluo kann die Volksschule auf die Beruf-tv-.ihl der Schüler haben?", denen :Bearbeitung diesmal der Inspektion Greisen|teiii (2.1U ob- ag. Tie Lehrer Kraus-AbrDl und Franz-Taudhausen hatten »erde in erschöpfender Weise das Thema behandelt und anben ihre Arbeiten den vollen Beifall der Konferenz». Tic Diskussion wurde sehr lebhaft geführt und bie Leit- äye des Referenten kamen bi- auf einige kleine Abänderungen zur Annahme. Tie Kouftrcnz war der Ansicht, daß der-Schule die Pflicht obliegt, im Interesse der Kinder bei der 1 Berufswahl mitzuwirlen. Ja, der rechte Lehrer hat ein ?erz für seine Schüler unb wirb daher schon aus ehrlichem ?Ritgefühl seine Millvirkung nicht versagen. Auf Anregung >es Herrn Landrats sprach sodann Herr Kreiskasfendirektor Schlabach über „bic Einsührung von JugenDiparkassen". Obgleich die ersten derartigen Einrichtungen (Apolda und Goßlar- demnächst auf ein 10 jähriges Bestehen zurückblickcn können, fehlen Dieselben im hiesigen Streife noch gänilich. Ihre Zahl beträgt aber im deutschen Reiche etwa 4000, Darunter etwa 2100 in Preußen. Bahnbrechend auf dem Gebiet der Schulsparkasfcn ist Lehrer Jos. Reiitirkens-Essen geworden, dessen 5d)riftd)cn (»Praklisck-e Jugendfürsorge" zur Berteililng kam. Herr Kreisschulinfpekivr Geibel de- richtete zum Schlüsse kurz üb:r den Stand der Kreislehrer- bibliothek. Tie Jahresrechnung ergab 399 Mark in Ein- nahmen und 137 Mark in Ausgaben, so datz ein Bestand von 262 Mark verbleibt. Es soll daher diesmal von der Erhebung eines Jahresbeitrags abgesehen werden. An dem gemciiischastlichen Mittagessen beteiligten sich wohl 200 Tarnen unb Herren. Unter Der trefflichen Leitung des Herrn Kantor Schmidt trug der Lehrerchor der Inspektion Wetzlar zwei Lieder vor, die lebhaften Beifall fanden.
[[ Marburg, 6. Aug. Zu dem zweiten diesjährigen Marburger FerienkursuS, der heute seinen Anfang genommen, sind weit über 100 Teilnehmer auS aller Herren Länder, besonders auS England, Schweben unb Frankreich hinzugekoinmen. In den Sladtsäken sand gestern abenb eine große Begrüßungsfeier statt, bei der deutsche, französische unb englische Gelehrte Ansprachen hielten.
X Gladenbach, 6. Aug. In Diedenshausen machte ein 4ojnf)riger Mann feinem Leben durch Erhängen em Ende.
fc. Der Sparkassen-Verb and für die Provinz Hessen-Nassau unb das Fürstentum Waldeck hält in Schmalkalden vom 27.—29. August b. I. feine 13. HauptversamlN- lnng ab. 11. a. werben LandeSbankrat Ileiifch-Wiesbaden und Rendant Nieinecke-Fraulfurt. a. M. über Scheckverkehr bezw. über .Neue Einrichtungen zur Förderung des Spar- Verkehrs^ referieren.
io. Frankfurt 0. M., 6. Aug. Hier wurde ein Einwohner von Offenbach, der sich an der Goetheruh an Ntädchen sittlich vergangen hatte, verhaftet. Der Unmensch
' Eine bedauerliche Unfall Meldung liegt uns heute a»iS Vertin vor. Prolessor Johannes Troja», der b<- famite weiistrohe Poet und humorvolle Redakteur des .Kladderadatsch", wurde am b. Augiist auf dem Bahuhole Storkow beim Einfieige» in einen Zug überfahren und schwer verletzt. Nach Anlegung eines SlotoerbandeS wnrde er nach Berlin verbracht, wo m der EharitS ein Teil deS linke» Fuße« amputiert werde» mußte. Troja» hat die Operation put überstanden und wird erfreiilicherweile 1» einigen Wochen wieder hergeftellt sei». Ein gleicher IhifaU passierte dem Vertreter des beurlaubten IlnterftaaiSfekrelärs in der Reichskanzlei Geh. Regternngsr« W n h » s ch a l s e. Er wnrde in Beil,» au» einer Droschke, die mit der Straßenbahn kollidierte, gefchleiiderl. Tie Trofchke ging feil- weise 111 Triimmer. Wahnfchaste erlitt nur unbcDenlcnbc Vev letznngen und legte den Weg nach bem NeichSkanzleramte zu Fch ziirück.
* Schiffs Unfälle. Jn der 92a(fit zum 6. b. M. ill >er englische Dampfet „Kit klvall". Der nut SDuphr er; nach Hamburg bestimmt ivar, mit einem unbcfanntni schilt auf der Steuerbvrdfrite im Maschinenraum gerammt. Et sank innerhalb einer Viertelstunde. Der Stcucnimnn Thomas Jones und der Bootsuuulil John Scellakis hatten sich mit dem jnxnten Ingenieur und drei Hotzetn auf Planken gerettet, doch mutztcn die vier letzteren nach einiger Zeit u>cgcn_ großer Erschöpfung loSlasien: sic ertranken. JomS und Scellakis inirben vvn Dem Hamburger Sck-leppet „Winson" aufgesischt und »lach 6uj« baaeii verbracht, wo sie im Krankenhaus: Ausnahme saiiden. L« ivirt> angenommen, daß der Kapitän und die übrige Besatzung ertrunken ist. Ta man von der Bark keine gefunden hat, vermutet man, daß auch diese mit der gesamt« Besatzung untergegangen ist. — Der aus seiner zweiten diesjährigen 92vtdlandsahrt begriffene Dampfer „O cc an a“ bei Hamvurg-Amerika Linie berührte bei bet Einfahrt nach Leus den Grund. Das Scknsf soll zur näheren Ilntetfuchung nach 92d» Castle gebockt ivetben. Um den hierdurch verursachten Auicnt- Ixilt für die Reifenden ad-ntürzen, sendet die Hamburg.Amenka- i.inic ihren Dampfer „Fürst Bismarck" nach Lcub. der dort die Passagiere der „Dceana" an Bord nimmt und aissann pro- grammaßig Die 92orDlandsreise sortsetzt. — Bei einer Regatr« in Cowos in England kollidierten di: Jachten „L'Cl'pvranct und „Bloodhound". Letztere ging unter, ihre Besatzung nnitbc gerettet
* Prinzen alS Doktoren. Tie am 29- Juli an btt Straßburger Unu-erjität erfolgte P^motion d.s Prinzen Au«ui Wilhelm von Preußen zum Doktor der Staats.oiffenfchast-n sie« im preußischen König-Shause ohne Vorgänger di. Die Würde eures Ehrendoktors ist fretluf) schsn Dcrfd>iebenen preußisch.n Prines verliehen roorben. So ist Prinz Heinrich Dr- mj bon. c. b- tcdmudrcn Hochschule in Berlin und Ehrendokurr der Rechte der Universität varvorb. Indessen fuhrt schon eine Reihe von anbrt« Prinzen regierender deutscher Fürstenhäuser Den .
Den ehrenhalber verliehenen, sondern den Durch eine Diiicrnuvs und die Ablegung emcS mündlichen EramenS erworbenen. 1:1 '-N Max von Baden ist Dr. jur-, zwei Mitglieder^ deS bayerifckM Königshauses sind Tokwre» der Medizin, dcr in Schloß VivmrtX» bürg bei Müiu1>cn residierende Prinz Ludivig Ferdinand, dr einige deuttäre Ehrenchirurg der spanischen 'Jtfab.mnc, unb kc
! .'?<.r>,og :'ur[ ib evr in ??.: :rn. Der « _ k'B Tegernsee prafnMflt ein Milglied des sacl.sischeu Königshauses ist sogar Toppeldottn. Prinz Max von Sachsen, der jüngst: Bruder deS regierend« Er ui l’roiiu'or iur kanonisdirs Recht und Liturgie in Frcwurg in der Schweiz. Doktor dcrRe«: ist auch Prinz Julius Ernst zur Lipoe, an jüngerer Bruder des kzr stund bis vor kurzem i»
deutsche» Botschaft in Rom. Der deutschen Boi chait in Pans ist oj15 Attachö der Dr. phil- Heinrich XXX1I1 Prinz 9i«| jüngerer Linie zu Reuiz, Der vorher mehrere Fslltt
dem 2. Grcnabicrregimcnt uw Offizier angehörte, ist Der »weite Sohn des oerftorb. Daher» in Wi i Ji
Heinrich VII. und seiner GcniahUn, geb Prinzessin von Sacdst» Wennar. Er ist vor einigen Jahren mit einer naltonalökonomisL«
Die Regierung von Honduras hat <8 a:y ;v. dem • r ZVt : n S :.m n ■ —• un?
rurhme des ErequalurS v:s cmrr.f’nitfen konfuld unb 1b in Geeba zu wiDerru'en.
angegeben, die Koniularbeomten hatten iitb in die inner-: Politik Hondura-s eingemn'cht, gfintiniu.n mit Den Pi ekonsvln »rrar.f» crichs unb Jicrrcegend, unD o:r Stadt (Skiba Den Rat erteilt, sich den Revolutionären auSzuliefern. _
Tie nichtempfangenen Prinzen. Der ul:an sandte gestern den Minister Dc3 leußern unö c-:n Lber; monimmaucr zu den griechijchen Prinzen, Die dem Sultan einen De,uw ab statten wollten, er bedauert iehr, sie infolge dec KabinertsttiuS nicht enurangen zu können Er freue sich aber ein anc».-rmal aus ihren Besuch — D e griechifchen Punzen sind h üte cbgernfl- — Bei den EiDesleistungen m C<n et reinen A: rn.-it fanden de- jeifterte Berbr^oerungen mit een Ehriften statt, die auch sonst oom jungtürfifdjm Slum tret angestrebt werden
Zu Dem beabsichtigten Besuch veS cngl i s ch e n Königspaare- m Berlin idjjfibt die über bte Reuevläne des Hofes gewotmlich gut unterrichtete -^ochenichnu „Tnxtb man erwarte. Daß der Besuch in der zweüen Hältte des Monats Januar ftatiiinDen werde: das genauere xatum werde wahrscheinlich erst am nächsten Dienstag fcftgeiest werden, rcenn der König mit Dem Kaiicc m :i.- Dor -fm..- j'irc":.


