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3000 Mk. als Spende für Zeppelin bewilligt. e. Bürgerschaft wird diesen schnellen Entschluß unserer generösen Stadtväter gewiß billigen.
rldungen.
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Astern begannen iti t der ophthalmolci same Vorträge und Ä m v. Hippel, Löbt's d-Freiburg, Wagemam! : Igersheimer, Schreib«
der Station als donnerähnlicher Knall gehört.
Nach anderer Vermutung riß wahrscheinlich einer vorderen der 18 aus Baumwolle gefertigten Ballonets Aluminiumluftschiffs, das ausströmende Gas verband
• Das Unglück sei auf ein unvorherzusehendcs
________^urückzusührcn. Ter Wert der Leistungen sei dadurch nicht im geringsten vermindert.
Von anderen Ballons.
Zn Pilis in Üngarn landete ein Luftballon mit fünf Professoren aus Breslau ohne einen Unfall. Tie Herren reisten mit der Bahn nach der Heimat zurück. Bei Petrikau südlich von Warschau sind drei Berliner Militär- luftschisfer mit ihrem Ballon gelandet. Tie Offiziere wurden sofort von Gendarmen verhaftet und ihr Jahrzeug wurde von der Polizei beschlagnahmt.
Deutsches Ueich.
Das deutsche Kaiserpaar hat aus der Reise von Stockholm nach Swinemünde Wisby besucht. Nach einer Fahrt durch die Stadt, bei der verschiedene Ruinen, sowie die Domkirchc besichtigt wurden, gingen der deutsche Kaiser und die Kaiserin an Bord der „Hohenzollern", worauf daZ Geschwader um 4 Uhr 45 Min. die Anker lichtete.
Arbeiterbewegung in Stettin. Gin von sämtlichen Arbeiterorganisationen unterzeichnetes Flugblatt mißbilligt das Verhalten der Nieter des ,Vulkan^, und stellt ihnen, wenn sie sich nicht zur Wiederaufnahme der Arbeit erklären, den Fortfall der bisherigen Unterstützung in Aussicht.
Lucanus f. Mittwoch abend sand unter feierlichem Glockengeläute die Ueberführnng der Leiche des Heimgegangenen Chefs des Zivilkabinetts des Kaisers, v. Lucanus, nach der FricdenSkirche statt. In der der Feier entsprechend ausgeschmückten Kirche sand am nachmittag um 4 Uhr eine Trauerfeier statt. In Vertretung des Kaisers war Prinz Eitel Friedrich erschienen; er legte einen Kranz mit den Initialen des Kaisers und der Kaiserin am Katafalk nieder. Der Kronprinz ließ sich durch den Kammerherrn v. Stülp- nagel vertreten, der ebenfalls einen Kranz niederlegte.
msberichte
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Zeppelins Luftschiff Konstanz ab Radolizell Schaffhausen
Basel
Mülhausen Kolmar
Straßburg
Rastatt Mannheim
20
20
145
179
222
288
350
475
Tas sind für das Luftschiff 475 Kilometer in 7s'., Stunden, also 63 Kilometer die Stunde.
Von Worms ab scheint der Motor nicht richtig mehr funktioniert zu haben, denn das Luftschiff war erst 4.30 in dem nur 26 Kilometer entfernten Worms und ging dann gegen 6 Uhr bei Oppenheim nieder.
An der Unfallstelle.
Vom Luftschiff des Grafen Zeppelin ist nur noch ein Haufen verbogenen Aluminiums übrig geblieben. Einige Nonteure und Arbeiter sind beschäftigt, das Gerippe zu- icnnmenzusuchen. Nur noch die beiden Enden des Ballons sind in ihrer Konstruktion erkennbar. Alles'übrige ist ver- wgen und verbrannt; hier und da hängt noch ein schwarzer Zitzen herab. Ein verbogener Schraubenflügel ragt zum Himmel empor. Am Hinteren Ende ist sogar noch ein Steuer erkennbar. Von der Gondel sind die wertvolleren Teile, soweit sie noch irgendwie brauchbar sind, in Sicherheit gebracht. Ein Motor ist geboraen, er liegt auf dem verbrannten Rasen. Gestern früh traf von Friedrichshafen der Geschäftsführer des Grasen, Uhland, ein, der mit einigen Ingenieuren die Leitung der Aufräumungsarbeiten Übernahm. Man hofft, sie morgen zu beenden.
Ein Zeppelin-Denkstein in Heffen.
Die Großh. Hess. Regierung beabsichtigt an der Stelle 2es Rheinufers Oppenheim gegenüber, dem sog. Kom- ffand, der äußersten Spitze der Provinz Starkenburg, zur Erinnerung an die Landung Zeppelins einen Denkstein qu errichten.
Tie Spenden für Zeppelin.
Aus allen Teilen des Reiches laufen fortgesetzt Mel- Lungen ein, nach denen die allenthalben veranstalteten oSammlungen zur Bildung einer Narionalspende für den Sofortigen Bau eines neuen Luftschiffes durch den Grafen Zeppelin reiche Ergebnisse erzielten. Auch bei uns zu Lande lUbcteu sich zahlreiche Komitees zu diesem Zwecke, so z. B. in unserem Nachbarorte Lollar.
Die Gießener Stadtverwaltung hat in ihrer gestrigen Kertreterversammlung sofort die Gelegenheit benutzt und
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Der Brand von Donaueschingen.
Auf dem Bürgermeisteramt der vom Unglück he im gefuchtelt Stadl, das in ta Gewerbeschule provisorisch sein Heim auf- geschlagen hat, ist der Schaden jetzt annäl-crnd taxiert. ES sind 125 Wohngebäude und 168 Nebengebäudc abgebrannt int ungefähren Wert von 1 625 000 Mk. 214 Familien, ungefähr 600 Personen sind obdachlos. Vor der Hand sind sic in allen möglichen Gebäuden untcrgebracht. Ein dringender 4k>t- stand besteht nicht, da von der Umgegend ganze Wagenladungen' Brot und Wurst herbeigeschafft wurden. Im Amtsgebäude wütet das Feuer immer noch int Keller; man befürchtet schließlich den Etnsturz. Militär hat alle gefährlichen Stellen abgcsperrt- In der Sparkasse hat man den Kassenschrank mit vieler Mühe gerettet, der die in Blechkassctten geordneten Zettel mit den Listen der Einleger cntl)ält. In den zu oberft liegenden Kassetten sind die Zettel stark verkohlt, -um Teil sind sie unleserlich geworden.
Im Amtsgebäude sind alle Akten verbrannt. Auch die Grundbucheintragungcn von den Immobilien der Stadtbewohner sind nicht gerettet worden.
Menschen scheinen nicht mngekommen zu seitt, doch werden ein Mann und eine Frau vermißt. Jammervoll ivarcn die Hilse- ruse der Kranken. Tas Feuer griff mit unglaublicher Schnelligkeit um sich. Um 2 Uhr brannte das erste Haus, und in einer halben Stunde brannten 50 Gebäude lichterloh. Erst gegen 12 Uhr konnte daS Feuer aus seinen Herd beschränkt werden, da ein starker Regen den Löschmannschaften zu Hilfe kam. Infolge der starken Rauchentwicklung waren die Löscharbeiten gehemmt, und es herrschte eine ungeheuere Verwirrung. Durch den Sturm entstand Flugfcner, wodurch die große Ausdehnung des Brandes> hcrvorgcrufen wurde. DaS anfangs gerettete Mobiliar verbrannte in den Straßen.
In einem Schuppen begann das Feuer, in dem Heu. lagerte,’’ das sich jedenfalls s e l b st entzündet hat. Tas Feuer hat einzelne Häuser übersprungen, die nun unversehrt aus den Trümmern hervorragen. Nur wenige Familien sind versichert.
Einer Meldung des „Bert. Tgbl" zufolge soll das Groß- seuer in dem Haufe der Witwe Engers dadurch entftauben sein, daß Kinder mit Streichhölzern spielten.
Ter Großherzog und die Großherzogin von Baden haben für die Geschädigten 3000 Mk. bewilligt. Der Minister des Innern Frhr. v- Bodmann hat an Ort und Stelle alle Maßnahmen getroffen, die zu treffen waren. Er sprach in der Zweiten Kammer die Hoffnung au3, daß alle Faktoren Badens zusammenl-elfen, damit Donaueschingen schöner aus der Asche ersteht, als es vor der Zerstörung war. Es wird nötig sein, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zusammen mit der freiwilligen Liebestätigkeit die erforderliche Hilfe zu leisten. Ter Antrag sand einstimmig Annahme.
Dem Fürsten Fürstenbcrg, der in D. residiert, hat der Kaiser aus Stockholm sein Entsetzen über die Lrandkatastrophe ausgo. drückt mit Dem Wunsche, auf dem Laufenden gehalten zu werden. Für Notguartiere stellte der Füpst seine sämtlichen Gebäude zur Verfügung. Die Stadt nahm Die Schulhäuser zur Unterkunft her. Das Fürstenbergsche Schloß mit seiner Umgebung und seinen reichen Sammlungen ist nicht gefährdet.
lg im höchste Glatt an- cfahrene UngM tM" oinger Prefeffom M, .frui: Ein elementar:: afen Zeppelin vmM and aus die Nackirick>l va- rn dem Schmerz um biciti itn, daß die lalkrasl tt. überwinden lverdc. fc ift es, sofort für dia 6c sorgen, gleichviel, ob tt. erfügung stellt oder mit oinint von denen, dle k Jocben zugejubelt mott -s erkannt haben. F' mie die kleinste <W.' alle Redaktionen, dwa -rössentlichcn. SM nett von 1' Profesiou.
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Ausland.
Tas neue türkische Kabinett. Tie Zusammensetzung des neuen von dem Großwesir Kimil Pascha gebildeten Kabinetts ist folgende: Hassan Fehmi Pascha bleibt Iustizminister, Tewfik Pascha wird Minister des Aeußern der Vali von Siwas, Re- schid Pascha wird Minister des Innern, der Vali von Tripolis, Marschal Reschid Pascha wird Kriegsminister, Vizeadmiral Meh- meb Arif Pascha wird Marineminister, Unterstaatssekretär des Großwejirrats, Temfik Pascha wird Präsident des Staatsrats. Halle Bey bleibt Unterrichlsmiuister, der Staatsrat Ehrem Be» Vakufmmefter, Etfendi Nurademgiar wird Minister für Handel und ofteutliche Arbetlen, Staatsrat Navre Cerdate Esfendi, Grieche, Menlster für Ackerbau und Bergbau. Tie neue Ministerliste wurde wsort dem ^ultan zur Sanktion unterbreitet. Tas neue Ministerium scheint einen guten Eindruck zu machen, namentlich die Ernennung Ehrem Beys, der der jungtürkischen Partei ange- hört.
Fürst Nikolaus von Montenegro wird, wie aus Belgrad gemeldet, im Herbst zu Gunsten seines Sohnes Tanilo. abdanten und vorher sämtliche im Bombenprozesse Verurteilten,\ etwa oO Personen, begnadigen.
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mit dem explodierenden Benzin zu einer riesenhaften Feuergarbe. Wahrscheinlich hat das Gas sich an dem zwar stillstehenden, aber doch glühend heißen Benzinmotor entzündet.
Nach übereinstimmenden Aussagen der beiden Ingenieure ist aber der Unfall nicht auf eine Benzin-Explosion rurückzufnhren, sondern auf eine Selbstentzündung de s Gases. Ingenieur Stahl hat sich sofort nach dem Unfall erboten, die Motore an Ort und Stelle in Bewegung zu setzen, um zu belveisen, daß das Benzin noch vollständig vorhanden ist.
Die Ergebniffe der großen Fernfahrt.
Von hoher Stelle im Reichsamte des Innern erhielt einer unserer Berliner Korrespondenten folgende Erklärung: Die Reichsregierung steht auf dem Standpunlte, daß Zeppelin den Beweis für bedeutende Fortschritte in der Luftschisfahrt im vollen Sinne erbracht hat. Er hat bewiesen, daß er sein Luftschiff viele 100 Kilometer in der Luft beliebig lenken sowie Abstiege und Aufftiege unternehmen kann und damit int Prinzips die ihm gestellte Ausgabe gelöst. Daß er die bestimmte Stundenzahl nicht erreichte, ist ein nebensächliches Moment.
Im Etat ist eine Summe von 2150 000 Mk. für den Grafen Zeppelin bestimmt. 1650 000 Mk. sind für den Ankauf der Zeppelinschen Schiffe nach Ableistung der vorgeschriebenen Probe ausgeworfen, 500000 Mk. als Ehrengabe dem Erfinder zugedacht.
Mit diesen 500000 Mk. hat das Reich dem Grafen schon nahezu 1400 000 Ml. zugewendet. Ganz abgesehen von privaten Spenden, hält sich'der Bundesrat für verpflichtet, dem Grafen von Reichswegen unter die Arme zu greifen. Falls sich die Notwendigkeit ergeben sollte, wird dem Reichstag in der nächsten Session neuerlich die Flüssigmachung einer größeren Summe für den Grafen vorgeschlagen werden. Ter Reichstag könnte aber auch die Bestimmungen für die schon bewilligten 1650000 Mk. in dem Sinne ändern, daß sie auch ohne Erfüllung der ursprünglich daran geknüpften Bedingungen zur Auszahlung gelangen.
Tie Geschwindigkeit der letzten Fahrt.
Ter „Worms. Ztg." geht folgens Tabelle zu, die die Geschwindigkeit der letzten großen Fahrt Zeppelins mit einem auf derselben Strecke fahrenden Schnellzug vergleicht:
Bei der Expedition des „Gieß. Anz." gingen bis- her ein:
F. T. 3 Mk., H. u. K. S. 10 Mk., P. Zimmer 10Mk., J&earatc des städtischen Tiefbauamtes 23, Mk., B. Hoffmann 6 Mk., Haubacv Darmstadt 50 Pfg., Kommerzienrat Schaffstaedt 200 Mk., F. E. Henzerling 5 Mk., zusammen 257.80 Mk.
Von Berliner Großbanken sind gestern, ohne daß eine offizielle Zeichnungsliste auslag, bereits 100000 Mk. gestiftet worden.
Die Filiale der Mitteldeutschen Kreditbank in Gießen, die selber einen namhaften Betrag zeichnete, ist bereit, Zahlungen entgegenzunehmen und wird sie der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers zuweisen.
In D a r m st a d t wurden alsbald, wie unser dortiger Redatteur mitteilt, in vielen Lokalen Sammlungen veranstaltet, zu der die meisten Gäste ihr Scherflein beitrugen. In dem Lokal der Brauerei Fay ergab die Sammlung 250 Mark, die sofort an den Grafen gesandt wurde. Beim Tagblatt wäret! bereits in Verlauf von wenigen Stunden über 3000 Mark gezeichnet. Auch die Bank für Handel und Industrie errichtete eine Sammelstelle und versprach weitere Unterstützung.
In Friedrichshafen waren bereits gestern für ein neues Luftschiff außer den 500000 Mark der Reichsregierung 1300000 Mark aus Privcttmitleln, also insgesamt 1800 000 Mark gezeichnet. Auf allen Bodenseedampsern werden Beträge gesammelt.
Der Graf ging gestern schon um 8 Uhr früh mit seiner Tochter spazieren. Er sagte, daß, so sehr er von Dank für die Opsernnlligkeit der Nation erfüllt sei, er die Mittel zum Weiterbau am liebsten vom Reiche akzeptieren würde. Die „Frkf. Ztg." erhielt aber noch gestern durch Vermittlung eines Freundes vom Grafen Zeppelin eine Depesche, worin er erklärt, daß er seinen Widerstand gegen freiivillige Spenden aufgebe und das deutsche Volk in seinem schönen Bemühen, der Nation das Luftschiff wieder herzustellen, nicht hindern möchte. Infolgedessen bringt auch die „Franks. Ztg." einen Auftus. Es waren gestern bereits ca. 20000 Mart bei dem Blatte eingegangen.
Die Stuttgarter Stadtverwaltung beschloß, dem Grasen 20 000 Mark zur Fortführung des Baues eines neuen Luftschiffes zu überweisen. Senator Ppssehl in Lübeck spendete 100 000 Mark. Die „Münch. N. Nachr." eröffneten ihre Spende mit 2000 Ml. Verlag und Redaktion der „Jugend" folgten mit 1000 Mark, die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank und die Bayer. Handelsbank mit je 2000 Mk. und der Bayerische Automobilklub mit 1000 «Mk. Die Stadtverordneten Kölns beschlossen, 10 000 Mark dem Grafen zur Verfügung zu stellen. Die Sammlungen der „Köln. Ztg." erreichten am 6. August abends 33 626.51 Mk. Ter „Bergbauliche Verein" in Essen stiftete 100 000 Mk., die Dortmunder Stadtverwaltung 15 000Mk. Tie Mannheimer Sammlung des Deutschen Lustflottenvereins erbrachte bereits über 100 000 Mk.
Die Motorluftschiffahrts-Gesellschaft in Berlin hat die Ausgabe von künstlerischen Sammelmarken mit dem Bilde des Grasen in Aussicht genommen, die es jedem Deutschen ermöglichen soll, sein Scherflein beizutragen.
Ein amerikflnisches Angebot.
Ter Tägl. Rundschau zufolge hat Graf Zeppelin vor einiger Zeit von Amerika 20 Millionen Mark für sein ganzes Unternehmen als K a u s p r e i s angeboten erhalten. Graf Zeppelin hat aber abgelehnt.
Die Beileidskundgebnngen.
Gras Zeppelin erhält Hunderte Telegramme, die teils Glückwünsche, teils den Ausdrucks des Bedauerns enthalten. Tas Telegraphenamt Friedrichshasen hat gestern etwa 300000 Wörter befördert.
Gestern früh traf beim Grafen Zeppelin folgendes Tele- g r a m m des Kaisers ein (Bereits in unserer gestrigen Stadtauflage mitgeteiü): „Ich höre zu meinem aufrichtigen Bedauern, daß Ihr Ballon vom Gewitter zerstört mürbe und spreche Ihnen bei diesem überaus unglücklichen Mißgeschick meine herzlichste Teilnahme umsomehr aus, als ich und ganz Deutschland allen Anlaß zu haben glaubte, Sie zu dem ruhmvollen Abschluß Ihrer epochemachenden großartigen Lösung beglüdroünföen zu tonnen. Immerhin bleibt der erzielte. Erfolg im höchsten Grade anerkennenswert und muß Sie über das erfahrene Unglück trösten."
Graf Zeppelin sandte darauf an den Kaiser folgende Depesche: „Etv. Majestät Allergnädigster Trostspruch verwandelt Trauer in Freude. Alleruntertänigst bewegten Tank dafür. Mit Begeisterung werde ich mich Ew. Majestät und des deutschen Volkes Austrag zum Weiterbauen unterziehen."
Der König von Württemberg fuhr gestern nachmittag vor dem Hotel „Deutsches Haus" in Friedrichshaseik vor, um dem Grafen persönlich seiner Anteilnahme zu versichern. Er orientierte sich auf das eingehendste über den Hergang des Unglücks und den Verlauf der Fahrt, die ihm Zeppelin ausführlich demonstrierte. Erfreut sprach sich der König über das Telegramm des Kaisers aus, das der Graf rasch herbeiholte und das der König mit Interesse las.
Fürst Bülow richtete nachstehendes Telegramm an Zeppelin: Norderney, 5. Aug. Soeben erreicht mich die Nachricht von der Vernichtung Ihres Lustschisses. Wer sein Leben an eine große Idee setzt, den können solche Schläge nicht entmutigen. Tie Erfahrungen bei diesem Unglück werden Sie Ihrem Ziel nur näher bringen. Ich werde Ihre weiteren Arbeiten mit aller Kraft unterstützen.
Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Mit tiefer Wehmut wird, wo immer deutsche Herzen schlagen, die Kunde von der schweren Schicksalsfügung aufgenommen. In aller Betrübnis über das seinem Werke zugestoßene Mißgeschick wird cs dem kühnen Erfinder eine Genugtuung sein zu sehen, mit welcher Anteilnahme unser Volk der Verwirklichung seiner Entwürfe folgt.
Tas Ausland.
Selbst in Paris ist das Unglück des Grasen das Ereignis des Tages. Die Blätter bringen spaltenlange Berichre von ihren deutsch. Korrespondenten. Man findet nicht die Spur einer Schadenfreude. Im Gegenteil, man spricht dem tapferen Grasen die allergrößte Sympathie aus.
Die englische Presse weist barauf hin, daß jede große wissenschaftliche Grfinbung erst nach wieberholten Enttäuschungen
Die Vernichtung der Zeppelinschen Luftschisfer.
lieber die Ursache der Katastrophe
zerbrechen sich natürlich viele Leute den Kopf. Die königl. württemb. meteorologische Station in Hohenheim, die nur 4 Kilometer von der Unfallstelle entfernt ist, behauptet, daß das Unglück auf den Vorüberzug einer Äewitterboe zurückzuführen ist, deren Bildung im Zusammenhang mit dem ziemlich starken Barometerfall stand, der seit Dienstag
Nr. 184 Erstes Blatt - 158. Jahrgang Freitag 7. August 1908
Der Gtetzener Anzeiger a Bezugspreise
erscheint täglich, außer Ägg» W » Alf W monatlich75Pf.,viertel-
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(Dienstag undFrettag); fÄ M M M, VTT P? w? Öl Ä JB jS W B lähri. au-schl. Vestellg.
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Lnnabmr von Anzeigen V 1 I ff u. Land- und.Gerichts-
vo!mUtaas"i0Uh^ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch. und Ztelndruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnlstraße 7. 8!ueigente?l?^BeL
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abend eingetreten war. Die Station hat für die kritische Zeit eine Sturmgeschwindigkeit von 12,3 Meter pro künde festgestellt. Tie Explosion des Luftschiffes wurde
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