gebracht werden. — Unter dem Vorsitz de- Gouverneurs v. Goßler hat sich eine Ortsgruppe Mainz-WieSbaden des mittelrheinischen Vereins für Lustschiffahrt gebildet. TaS erste auf den Namen .Mainz-WieSbaden' zu tausende Lustschiss der Ortsgruppe soll noch im September fertiggesiellt werden.
FC. Dortelweil, 4. Sept. Unsere Gemeinde hat mit ihren Polizeidienern fein Glück. Nachdem vor co. zwei Jahren der Polizeidiener Feuerbach sein Amt wegen Unregelmäßigkeiten hat niederlegen muffen, schwebt zur Zeil ein Verfahren gegen den Polizeidiener und Milchhändler Schäfer hierselbsi. Bei Schäfer hat nämlich die Staatsanwaltschaft in Gießen Milchkannen beschlagnahmen lassen, die dem Oekonom Philippi in Wohnbach gehören und in Frankfurt a. M. abhanden gekommen sind. Vernehmungen .laben bereits stattgefunden und besonders ist ein hiesiger Spengler gehört worden.
-sd. Götzenhain, 4. Sept. Gin hiesiges 20 Jahre altes Mädchen wurde vorige Woche gelegentlich des Holzsammeln« im Walde von einem Unbekannten überfallen, in roher Weise vergewaltigt und mit einem offenen Messer bedroht. Ten Bemühungen deS Darmstädter Krmnnal- ommiffärS Repp ist eS nun gelungen, den Täter in der Person deS Gärtners Heinrich Pfaff aus Neu-Isenburg zu ermitteln und festzunehmen. Pfaff soll verheiratet und Vater mehrerer Kinder fein.
w. Wetzlar, 4. Sept. Mit wenigen Ausnahmen sind alle älteren Häuser unserer Stadt in Fachwerk erbaut. Aber nur die wenigsten haben ihr ursprüngllcheS Aeußere beibehalten, viele sind übertüncht und gar manche wertvolle Schnitzereien, manche kennzeichnende Inschrift ver- schwanden unter der Tünche. Nunmehr ist aber auch hier der Sinn für solche alte Fachwerkhäuser lebendig geworden. Schön steht jetzt daS Haus »Zur Münze' am Elfenmarkt da, das vor einiger Zeit von feinem Besitzer abgebrochen werden sollte. DaS im Jahre 1599 erbaute HauS wird mit seinem Wappen, seinen Inschriften und Schnitzereien nach seiner Erneuerung von Einheimischen und Fremden lebhaft bewundert. Ebenso interessant ist daS Eckhaus an der Hofstatt. Auch die Krämer- und Eilhöferstraße würden cm reizvolles Straßenbild abgeben, wenn man an ihren Häusern daS Fachwerk freilegte.
W. Eronberg, 4. Sept. Die Prinzen Georg und Alexander von Griechenland sind heute nachmittag von Schloß Jriedrichshof über Frankfurt-Basel nach Athen abgereist.
Landwirtschaft.
FC. Hanau, 4. September. Heute ivurde die Bezirks- kierschau für den Regierungsbezirk Gaffel, verbunden mit einer landwirtschastlichen Au 8 fte11 ung in Gegenwart de- Oberpräsidenten Hengstenberg, de- Fürsten zu Hfenburg-Birsteln, deS Grasen Gustav zu yfenburg und Büdingen-Meerholz, des Re- gierungspräsidcnten Grasen v. Bcrnstoeff und deS Vorsitzenden der L'onbroirt|d)a!t6fammcr v. Stockhausen eröffnet. Zahlreiche Land- luirte auS den Kreisen Hanau, Gelnhausen, Höchst, Usingen, Ober- iaunuS, Offenbach a. M., Darmstadt, der Frankfurter Gegend, b c- sonders aber auS Oberhessen, woher laut Statistik rund eintausend Besucher gekommen waren, trotz der Ungunst der Witterung erschienen. Tie Tierschau ist reich beschickt, und zeugt von dem Hochstande der Viehzucht im Bezirk, die Wbieihmqcn der Schweine sind reich beschickt, vorwiegend nut deutschen veredelten Landschweinen. Es folgt die Rindvieh-Abteilung. Hier sind ver- lreten Simmertaler Hoch- und Remzucht, prächtiges Waldecker rotes Höhenvieh, Vieh auü dem Vogelsberg und Westerwald, sowie schöne Exemplare von sränkischem gelben Höhenvieh und schwarz-weiße- RiederungSoieh. Hieran schließt sich die Pserde-Abteilung, warm- und kaltblütige, prächtige Exemplare darunter, die in der Hanauer Gegend gezüchtet sind. Tie Zicgenabteilnng, die nur Schweizerziegen auswcist, beschließt die Schau, daneben breitet sich die Maschinen-AuSslcllimg aus. Von den bedeutensten Maschinen- sabriken ist sie beschickt. Ausgestellt haben die Fabriken: Heinrich stanz-Mannheim, R. Wols-Magdcburq-Buckau, GeorgSchieser- it e i n - 2 i d), A. I. T rö st c r - B u tz b a ch, M. R o s e n t b a l - Dießen, Wi 1 heZm H ä uf e r - F r i c d b e r g i. H., A. Hcimiger & Eo.-Darmstadt, S. B. Oppenheimer-Heldeubcrgcit, Manry & E o.» Cfienbad) a. M. An die Masdimcnausstellung schließt sid; auf der oberen rechten Seite die Geflügel- und KcnnnchenauLstellung, die am 5. September eröffnet wird. In einer Halle ist die Gartenbauausstellung untergcbvad)t, die sehr reichhaltig ist. In einer Seitenabteilung der Gartenbauausstellung befindet sich die Obstausstellung, in einer anderen die sehr mtresiante Schaustellung von Gegen ständen aufi dem Gebiete der Tierschutzbestrebungen. Hier hat Karl Schädel-Hanau eine tranöportabcle Vorstellkrlppe (an Stelle de- FuttersackS), die Herkule-werke Oberkanfungen Pierde-Ltriegel, die statt der Zähne Spiralfedern haben, die jede Hautverlchunc, auSschueßen, ausgestellt. Mittags 12 Uhr wurden an 37 lanbiv. Dienstbosteu Ehrenurkunden und Geldprämien durch den Vorsitzenden v. Stockhausen und Landrat von Beckerath verliehen. Von diesen feien erivähnl: Bernhard Bergmann, der 42 Jahre m Groß- Krotzenburg bei ein und demselben Tienslhcrrn dient und Johann Heun in Bischofsheim, 43 Jahre, Anna Barbara Schäler 4u Jahre m Niederdorfelden, Georg Wilhelm, 41 Jahre m Eichen, Katharina Hofmann, 36 Jahre in Hochstadt.
4icrid>t>faaL
Stuttgart, 3. September. Em Taglöhner sollte gewaltsam au- seiner Wohnung entfernt werden; da er noch feine andere Wohnung für seine Familie gesunden hatte, luchte er Aufschub zu erlangen und habet gab eS schließlich mit den Hausgenossen Streitigkeiten, die m Rauferei au-arielen; er prügelte sich mit der Frau eines Nachbar-; die ziemlich kräftige Frau kam schließlich auf den Tagelöhner zu liegen und dieser b i ß dann der Fran die Unterlippe glatt ab, so daß der ganze Unterfieier bloß lag. Tie Lippe wurde angenäht und heilte ivteder an. Es ivurde gegen den Tagelöhner Anklage erhoben an- § 224 St.-G.-B. 'Körperverletzung mit nachfolgender dauernder Ensiellung,, der eine Mmdeststrale von einem Jahr Gefängnis vorsieht. TaS Gericht konnte sich sedoch angesichts deS glatten Hciivcrlau»- nicht da- >on überzeugen, daß die Fran dauernd entstellt sei und oevurteilte ,>en Angeklagten wegen ciiilacher Körperverletzung zu 4 M o n a t e n Gefängnis.
Zeppelin.
Die Sammlung de- Gießener Anzeiger-:
Br-her quittiert 28öu,60 Mk., vom Kmdergartemest 2,50, Erich ^dafferschleben 100,00, Ät. 5,00, zusammen 393N,10 Mk.
Donaueschingen.
D i e Sammlung de- Gictzencr Anzeiger-:
Bi-her quittiert 638,33 Mk., vom Kindergarteme!! 2,öO, zu |Aminen 040,82 Mk.
Vcrmifcbtcs.
• Bon Mädchcnhändlern t r । chleppt In Trier erfchicn vor nrtbrrreu Tagen ein vr em bet in einer Familie, der sich al- Redusamvalt au-gab uns l ebauptnr, die 19 jäbri >• Tochter sei al- Hehlerin an ein e utbtud beuih ;i sic muffe purt 600 Mark bezahlen, dann i.-.x* die i tt?; n. Famitt. . ?.i einer Anzeige ab. od»r zur güiltdsn Regelung der tiigei.genheit mit nach Köln reifen. Man hatte gegen den Fremden, : i b. •; bc-
ftttmnt erftrat, kein Mißcrvuen, uimal sich in :einer Begleitung eine alte Frau, angeblich feine Mutt.-r. befand Ta- Mädchen beteuerte feine Unschuld, reifre aber schließlich rrit .'Nachträglich wurde t'i den Angehörigen klar, daß :&r Kind in die Hände eine Mädchenhändlers geiallen h TaS Mädchen wurde wieder - tefimben, als es ün '.Tu»trage seines Ent uhrer?. der es »oll- äändr i in feiner Gewalt hatte, auf dem lostamre in jtgln nach einer Geldsendunr fragte, die rjn den Ängcböriarn geschickt werden sollte. Ter vor ixm Posbi:n:_- stehende Spitzl^uoc bemerkte, daß die *rinrincltx>Ii|n beuachnchnat ttct. und ergriff die Flucht. Die alte Frau enwuppte uch J »erf.n'xtrt Helfershelfer. Tas Mädch-en wurde seinen Eltern wieder zugejührt.
• EineMahnung für allzu fparfameEiiiartier- geber bebeutet in der letziaen Manöver'eit da- heitere Ge- chichtchen, daS die »Straßd. Post' cr^äblt: Ta Gefolge des fein- mandierenden General- deS UV. Armeekorps Frhrn. r*. Hcinmgen, genannt Huene, war ri±t wenig erstaunt, un »Zentralbotel', dem erften Gaschofe Mülhause n S, auch einen gewöhnlichen Unterommer emguartiert zu finden, während hohe Offiziere sich mit viel bescheideneren Ouartreren begnügen mußten. Unbändige Heiterkeit erregte e-, al- man den Grund dieser vermeintlichen Bevorzugung cttuhr. Ter Unteroffizier war nämlich bei einer durch ihre übergroße epatfamfcit bekannten Familie ein- qunrtiert Als er sich beim Familienoderbaupt über die mangelhafte Verpflegung beschwerte, meinte diese- schnippisch: »Wenn Sie mit meiner Verpflegung nicht jufricben sind, wurde ich an Ihr.' stelle in- Zentralhotel gehen, da haben Sie e- gewiß bester.' Unser Unteroffizier, der nicht aui den Kopf gefallen war, ließ sich dies nicht zweimal fagen. Noch an demselben^ Abend bezog er Cuartier in dem genannten Gasthof, wo ihm Speise und Trank vortrefflich mundeten und auch da- Zimmer ganz nach seinem rtteschmock war. Nicht rocnig erstaunt war aber sein bisheriger Herbergsvater, al- der ihm zuqeleitte Unteroffizier zwei Tage nichi mehr bei ihm auf der Bildfläche erschien. Er begab sich baliy nach dem EinquartierungSbureau, um sich nach dem Veibleib seines Manövergastes zu erkundigen. Sein Erstaunen verwandelte ich in einen gewaltigen Schreck, al- er erfuhr, daß der Unteroffizier nur den ihm gewordenen Rat befolgt, und sich auf Kosten eme- bl-herigen Gastgeber- im Zentralhotel emquarhert hatte. Sprachlos vernahm er diese Kunde, und im Geiste zählte er schon die 'choncn Bayen, die ihn diese vermaledeite Geschichte kosten würde. Um xu retten, was noch zu retten war, suchte er sofort seinen Unteroffizier auf. Er bat und flehte ihn an, doch wieder zu ihm -i> fommen; er wolle ihn gut behandeln, versprach er und gcwiB werde er sich nicht mehr über die Verpflegung zu beklagen haben. Endlich ließ sich der Unteroffizier erweichen und begab sich wieder in sein alte- Quartier, über da- er sich letzt nicht mehr ju beklagen hat. Sem Cuartiergcber, der den Schaden hat, braucht für den Spott heute nicht mehr zu sorgen.
* Pferdefleisch-Konsum in Paris. Seil einiger Zeit nimmt der itonhim des Pferdefleisches in Paris in ungewöhnlichem Maße zu. Tie zwei Pariser P'erdeschlachthöse haben im Jahre 1907 mehr als 15 Millionen tfilv Pferde fleisch geliefert. Aus den Pscrüesa-lachthvsen befindet sich außerdem eine permanente Gesundhcitskommisswn, die bloß gesunde Pferde zur Schlachtung zulaßt und im Jahre 1907 von 57 734 zur Schlachtung ein- gebrachten Pferden 2853 zurückgewiesen und dem Aascnmcistrr zur Vernichtung übergeben hat
* Ein tollkühner Streich ein cd zlvölsjährigen Jungen, Richard Guthrie, wird aus Stockport in England berichtet. Gukl-nc Ipicltc bei der Midland Eisenbahnstrecke mit mehreren Kameraden, als ihm einer der Jungen einen halben Penny (4 Psg.) bot, wenn er fid) zwischen die Schienen legen und einen Zug über ich fahren lassen wolle. Ohne sich lange zu besinnen, ging Guthrie daraus ein; kurz vor dem Passieren deS Expreßzuges von sJ)lan- dyeftcr nach dem Süden, legte er sich zwischen die Schienen und ließ den Zug über sich hinwcgdonncrn, dann erhob er fid) unverletzt und strich mit großer Seelenruhe den verfprochenen halben Penny ein. Der erschreckte Lokomotivführer hatte den Jungen ivohl bemerkt, konnte aber den Zug uid-t mehr rechtzeitig hatten lafjen und glaubte natürlich, daß der Junge getötet worden sei. Zu seiner großen Erleichterung erfnijr er jedoch später den wirk hd)cn Sachverhalt. Tie Jungen standen nm Donnerstag wegen unerlaubten Aufenthalts auf den Eisenbahnschienen vor dem Richter. Dieser kanzelte die Missetäter gehörig ab, ließ jedoch bei dem Urteil die gefürchtete Birkenrute aus dem Spiel und per bängte als Strafe nur die Zahlung eines Schillings
SUcinc Tagcschrouik.
In München wurde der frühere Pfarrer £>off man n verhaftet, weil er in dem außerhalb der Stadt bclegcncn Walde an einem neunjährigen Mädchen ein SittlichkitSverbrechen begangen hatte.
Ein neunjährige- Mädd;en aus Rheydt, da- mit einem Dienstmädchen m Tegcln auf Sommerfrifdic weilte, nahm ein Ge wehr von der Wand. Plötzlich ging em Schuß los, der da- Kind m den Kopf traf. Tas Kind war sofort tot.
In der Affäre des Gerneinoered-ner- Joachim in He ddes- beim, der gegen 130 000 Mk. unterschlug, lehnten die Mit glieder einen Berg leid), ivonach die eine Hälfte oes Berlustts von Dem Vorstand und die andere Hälfte von den Mitgliedern getragen werden foll, schlankweg ab.
Der Tirektor der Heurckaweikc in Benrath, Oskar Hähnichen, nurdc wegen Bi-rdadst- der Urkundenfälschung und Unter- 1 d) I a g u n g von über 100 000 Mk verhaftet.
Irin sch:reres Verbrechen ist am Freitag nachmittag im Westen Berlin s verübt norden. In ihrer Wohnung Potsdamcrstray.
? alte R n t i«te Stolt von dem an geblichen ioaSarbciter Blümel überfallen und t ö £> H d> d c r - letzt. Blümel hittic es auf eine Beraubung feines Opfers abgesehen Er wurde aber überrascht und sprang aus dem Fenster, wobei er sich beide Beine brach. Außerdem zog er sich noch andere sctüvere innere Verletzungen zu. Er ivurde als Polizei gefangener nach der Uljaruü gebracht, ivährend sein Opfer m:
Bon drei Helfers Heisern wurde einer leitjenommen.
In Berlin erschoß sich der 36 Jahre alte Gerichtsreferendar a. D. Biklor 'Jlalba aus o-uttbt vor O^isteskrankheit.
Bei M ü n che n- 0> 1 a d b a ch geriet die '• Oiahrige Witwe Lue- iNrrß aus Bonn, oie schtverhong ivar, unter die Lokomotive, wobei ihr der rivpf vom Rumpfe getrennt wurde.
In Gisting. Ctcrrrantcn. Waldbergland, übers iclcn 15 Burschen zivei sriedliche Wanderer aus reinem Ueb.rmut und er-
Jn Regensburg wurde in dem au- M.mchcn anbmmcnben O-Zilg die Lcidxn emev erschossenen Liebe-vaares auf- gefunden, vi banbelt sich um die Güttin des Proscssors Weichtier in Regensburg und den Ober-Beterinär Zöld. auS Ingolstadt.
Aus der Augenkinik in Bao Reichen ha 11 wurden Psand- T i: *atcr, zwe, Arbeiter
Tic Familie de» Fürsten von Furstcnberg zu Toiiaucschiugrn hat bei: .Ibgcltannten angesiichlS tkv großen 'Cottage LU0C4J Mk. überwiesen T e Untersuchungen über die Ursache des Brandes suid ergebnislos verlaufen.
Ällv I n ii s b r u ci wird gemeldet:^Dr Siegmund Werner aus vambuiy ist bei einer Tour au’ die Samoas^rvitze einen steilen Abhang abgcftur&t- Er erlitt «chwere HUP'venrBungen und eine Gehirnerschünrrung
Ter au» Lachsen stammende Student der Medizui Zimmermann, der in Großmoyeuore (Lothringen) vier Woche>» lang einen Arzt vertreten hat, ivurde vor seine Abreise verbotet, well er verschiedene Personen um 40 000 Mk. betrogen bat.
Auf dem B a s e l e r B a h n h o f e o e r u ii g 1 ü ck t e der amerikanische Multimillionär Emanuel 'Mandel au- Edicaqo, indem er beim Einsteigen stürzte, ein Bein brach und eine Gehirnerschütterung erlitt, iivolge deren ei im Krankenhause verschied.
Ter Sohu einer der vornehmsten und reichsten Familien von Avignon, bei Graf Tu oerrp, wurde von seiner Getiedten. einer Halbweltlenn, im Streite durch einen Messerstich getötet.
Wilbur L'right unter nahm am Freitag in i’.c 21'^ an» einen Flugrcr uch. d.r .. i Minuten ! ■> Sekunden dauerte und Irotz bei
Im Buh.il. e rou x a p f o v a r (Ungarn ; Jet: g i’tvrn ein
großer Brand Mehrere Darren Magazine i:nb eine •■»necM beladener Güterwagen wurden vernichtet. Bei den Lö'charbettNt wurde-i mebrcrc Personen verletzt.
Man meldet au6 Rom: Ta- Tiplom de- Raffer» Friedrich Barbarossa, dauert au- Lod, vom Jabre 1163, in welchem er daü Klost-r eau Pietn in Perngia de- katsertichen Schutze- verrufen imb da:- vornrsilich erhalten war. ist an- dem Moster. da- jetzt eine landw nschastliche Schule beherbergt, gestohlen worden.
Au- Boston kommt die Kunde von einer schauerlichen Familientragöbie, deren Op'er die L3jährige Gattin de» Schauspielers Eb. Jordan geworden ist. Jordan, der 29 Jahre alt ist und zuletzt a.: einem Borftadttbeater engagiert ivar, bat leihe Frau, die aleichfalls an der Bühne auftr.n, in 'einer Wohnung in Sommerfield. wie au- feinen Angaben geschloffen werden kau», im Streite erschlagen. Er schnitt der Ermordeten die Betve und den Kopf ab und steckte biefe Körperteile m einen C<en, e» sie vollständig ;n Asche verbrannten. Hierauf packte er den Nest m einen ReliefoHer, nm damit nach New-Port -u fahren, irs er sich iebenfalls de- Gepäckstückes nut dem gräßlichen Inhalt m unauffälliger Weise entledigen wollte.
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Handel «n- Verkehr, volkswirHchafl.
Budapest. 4 Sept. Ter amtliche 6aatenffanb|. Bericht vom 1. d. M. gibt folgende Ziffern des mutmaßlichen Ertrage-: Mais 38.91, Kartoffeln 36.14 Millionen Meterzentner (u ffors. Mais 39^2, Kartoffeln 48.48 Millionen Meterzentner de« wirklichen Ertrage»). Zuckerrübe krättigte sich infolge bei aus- gicbihen Anguslregen- und des darauf folgenden prächtigen Wetter-; mSdefandere vermehrte sich der Zuckergehalt. Zur w<> teren irntioidlung der Pstanze wäre neuer Regen Erwünscht. Di, Ernte versprid)t nach Menge und Güte eme gute Mittelernte zu werden. Tie Feldstobe beschädigten die Saat nur stellen weste. Tie Zuckerrübe wird in den südlichen Gegenden schon emgedracht.
voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag den 6. September: Wolkig. Geringer Regen. Kühl. Nördliche, später westliche Wmde.
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Griginal-Drahtittel^ttttgen.
Paris, 6. Sept. Der Sultan Abdul Asil wird heute in Casablanca erwartet.
Pari-, b. Sept. »Echo de Paris* meldet aus London, Sir Eduard Grey habe erklärt, daß England keine Schritte zur Anerkennung Muley Hafid» unternehme, so lange man keine Kenntnis von den französisch- spanischen Vorschlägen besitzt.
Paris, 6. Sept. Der .Matin* meldet auv London: In hiesigen diplomatischen Kreisen erklärt man, daß der Besuch deS englischen KönigSpaareS in Berlin in der letzten Woche deS Januar sialtfinden werde. Ter Besuch soll 3 biS 4 Tage dauern. Die Ankunft in Berlin wird voraussichtlich am 26. Januar erfolgen.
London, ö. Sept. Ter Pariser Korrespondent des „Daily Chronicle" teilt über seine Unterredung mit dem deutsd)en Gesd-aftsträger noch folgendes mit. Ter deutsch« Vertreter erklärte, Deutschland habe große Interessen in Marokko, und die dortigen deutschen Staatsangehörigen verlangten eine möglichst schnelle Äse- derherstellung der Ordnung. Eine foldje fei aber nur möglich durch die Proklamierung eines tatsächlichen starken Oberhauptes. Die deutsd-e Regierung habe sich bei dem Borschlage der Anerkennung Mulep HafidS durd) dieselben Beweggründe leiten lassen, wie Frankreicki. Teuttchlänb ivolle nur im Interesse des allgemeinen Wohls eine Beschleunigung der Verhandlungen.
Sofia, ö. Sept. Die Mitglieder dcS jungkurtischen Komitees in Konstantinopel haben für Ende dieses Monat» ihren korporativen Besuch in Sofia ungesagt. — . . । . — ■ ■ '
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Betreffend: Tic -iabbiuer Tr. Lcvi-Ltisiung.
AuS obiger Ettstung sind am 1. Oktober d. I- Jahreszinsen pro 19O7/U8 mit 156 Mk. zu einem TrrNc. an zwei Arme der israelitischen ReligionSgememde Gießen zu einem Dottel an zivei arme Israeliten dec Proo »z Obes Hessen, zu einem Drittel an zwei christliche Arme der €108 Gießen zu verteilen und wollen sich Betverdee um dtesrldee biS zum 26. d. MlS. 'christlich hierher wenden. V•
Gießen, den 5. September 1908.
Ter Vorstand der i-raelttischrn RcligionSge>nemde Gießo» C. Heichelheim.


