n. 5»nt Streitigkeiten mit Dans Delbrück, Otto Erich Hartleben, Franz Mehring, Dans Leus; ufro., alles Namen von gutem Klang. Ich habe die Entwickelung der „Zukunft" verfolgt. Darben hat sich Kenntnisse erworben, er besitzt eine beneidenswerte Dialektik einen außerordentlichen Scharfsinn. Er hat einen eigentümlichen Stil, der noch keine - Nachahmung gefunden hat. Er ist in manchen Sachen ein Genie und, wenn man ihn vor sich sieht, eine faszinierende Persönlichkeit. Aber diesen glänzenden Eigenschaften stehen leider sehr häßliche Mängel gegenüber, nicht Mängel des Charakters, aber Mängel der Kampses- ort. Er hat eine brutale Rücksichtslosigkeit bei der Verfolgung der eigenen Zwecke, eine Rücksichtslosigkeit, die schonungslos über Leichen hinweggeht, ohne bedenklich in der Wahl der Mittel w sein. Diese Eigenschaften haben sich in dem Kampfe gegen den Grafen Moltke gezeigt und bringen ihn nun auch zum schweren Fall. Sind wir Deutsche nicht mehr in der Lage, mit offenem Visier zu fechten? Sind wir nicht mehr gewöhnt, den Ehrenmann zu achten. Derr Harden hat das nicht getan. Er verließ sich auf das Zeugnis einer krauten Frau. Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede, man muß sie hören alle beide. Einer Frau Rede ist auch keine, besonders nicht, wenn sie krank ist. Sie ist hysterisch, aber eine vornehme, mit 40 Jahren noch sehr schöne, liebreizende, verführerische Frau, die sehr kluge Männer zu täuschen verstand. Graf Moltke hat sich gegen seine frühere Frau stets äußerst taktvoll beklommen. Wenn eine Ehe zusammenbricht, so soll sie lautlos zusammcnbrechen. So hat Graf Moltke gehandelt, Frau von Elbe aber nicht. Sie suchte eine Stütze, obgleich sie leine brauchte. Sie fand Herrn Harden, der ihren Ehescheidungsprozeß ausbeutete. Wenn er das leirgnet, so ist das Wortakrobatik. Es handelt sich dabei um Vorgänge aus dem Ehelebcn, die jeder gebildete Mensch respektiert. Herr Bernstein war beim ersten Prozeß sehr scharf. Er erklärte, wenn man eine Tür öffne und „Päderast" rufe, so melde sich Graf Moltke. Auch Herr Harden hat eine Tür geöffnet, eine verbotene Tür, die Tür zum Ehezimmer des gräflich Moltkeschen Paares. In bem Dunkel dieses Ehegemachs glaubte er einige Fetzen zu ergreifen, mit denen er einem Ehrenmann das Aussehen eines Lotterbuben geben wollte. Das ist unverantwortlich, unsühnbar. Herr Harden fand die Kosenamen abnorm. Nun hat er selbst in einem Briefe die Ueberschrift gewählt: „Mein Herz!" Trotzdem macke ich ihm nicht den Vorwurf der Homosexualität. Aus was fyit sich Herr Harden denn noch gestützt? Das Zeugnis der Frau von Elbe ist nichtig. Der Frau v. Heyden glaube ich kein Wort. Sie hat nur wiedererzählt, was sie von ihrer Tochter wußte. Sein ganzes Gebäude ist elend zusammengestürzt. Wir haben den Schmutz hinweggefegt. Jeder muß einmal den schweren Weg gehen, den jeder Staubgeborene schreiten muß. Aber Feiner wird nach diesem qualvollen Prozeß froher diesen Weg gehen, als dieser kranke, gebeugte Mann, der dort neben seinem trefflichen Vertreter sitzt, Graf Moltke. Nicht ein Stäubchen Unrat ist auf seinem stolzen Namen haften geblieben. Mit der Gebärde des Ekels und des Abscheus kann er den Unrat, der auf ihn geschleudert worden ist, von sich wälzen. Mit erhobenem Haupte kann er diesen Saal verlassen, ein wahrer Edelmann nach dem Adel der Gesinnung. Noch einer wird heute erleichtert aufatuien, der von einem Verdacht befreit wird, der Jahrzehntelang auf ihm lastete, Fürst Philipp Eulenburg. Der kranke, vielgeqnälte Mann gehöxt zu den Persönlichkeiten, die man lieben muß, wenn man sie sieht. Der Alte vom Sachsenwalde prägte im Unmut das Wort von der „Kamarilla der Kynäden", vielleicht ohne sich über den Sinn klar zu sein. Tiefes Samenkorn ist zu der Niesenpflanze geworden, die,dem Fürsten Eulenburg das Leben verbitterte. Diese Quelle muß jetzt, nachdem die Sache richtig gestellt ist, versiegen. In eigener Sache noch ein paar Worte. Man hat cs mir feit Juni ds. Js. verübelt, daß ich nicht gleich die öffentliche Anklage erhob. Der Kaiser wird sicherlich mit dem Grafen Moltke über die Sache gesprochen haben. Ich weiß nicht was, denn Graf Moltke ist diskret. Aber ich denke mir, der Kaiser Nnrd gesagt haben: „Gehen Sie, jetzt haben Sie Ellbogenfreiheit, treten Sie das Otterngezücht zu Boden, schaffcm Sie sich einen reinen Namen, dann wollen wir roeiter sehen!" Wenn das richtig ist, so war cs zweckmäßig, daß Graf Vkoltke zunächst selbst versuchte, sein Recht zu finden. War er homosexuell, so lag kein öffentliches Interesse vor. War er es nicht, so mußte es ihm leicht sein, den Vorwurf zu widerlegen. Bis dahin lag fein öffentliches Interesse vor. Das öffentliche Interesse hat sich erst im Laufe des Prozesses ergeben und war ich sofort zur Stelle. Die höheren Instanzen haben mein Vorgehen gebilligt. Nun zum Zweck der Artikel Hardcns. Er wollte, wie er sagte, seinem Vaterlande einen Dienst erweisen. Ich glaube ihm, daß er keinen anderen Nebenzweck hatte.
Er hat seinem Vaterlande aber einen schlechten Dienst erwiesen. Er hat es vor dem Auslande diskreditiert. Er weiß es ganz gut, daß das Ausland aufjubelte, als cs hieß, um unseren starken Kaiser schnüre ein Grüppchen perverser Männer feine geheimen Fäden. Herr Harden glaubte nach der Sonne der Majestät zu fliegen. Er ist mit seinen schwachen Kräften in ein Meer von Lüge und Entstellung gestürzt. Ikaros stürzte von der Sonnenglut vernichtet ins Meer, das nach ihm benannt wurde. Auch Herr Harden ist ins Meer gestürzt. Man wird aber nicht vom Harden'schen Meer sprechen, sondern öon der Harden'scheu Mär, von der lvahnwitzigen Mär, daß am deutschen Kaiserhose eine Gruppe perverser Männer sich breit gemacht habe. Ter § 193 von der Wahrnehmung berechtigter Interessen kann nicht in Betracht kommen. Das wäre ein uferloser Schutz. Man kann nicht auf Kosten der Ehre anderer sich betätigen. Auch die Form der Artikel ist beleidigend, sodaß immer twch der § 185 heranzuziehen wäre. Ich habe lange geschwankt, ob ich Geld- ober Gefängnisstrafe beantragen solle. Ich habe mich für eine F-reiheitsstrafe entschieden, denn Herr Darben hat zu unsägliches Unglück angerichtet, gegenüber dem Grafen Moltke, den Fürsten Eulenburg,
der Oeffcntlichkeit und dem Staate. Ich beantrage Mer gegen Harden eine Gefängnisstrafe von D ter Mo n ate n. Ferner beantrage ich Publikationsbefugnis und Herrn Harden alle Kosten, auch die des ersten Prozesses aufzuerlegen. Noch em Wort. Herr Harden hat begeisterte Anhänger, die bereit sind, für ihn m den Tod zu gehen. Ich habe einen Brief erhalten, in dem ich mit dem Tode bedroht werde, wenn Herr Harden verurteilt wird. Ich tue nur nach bestem Gewissen meine Pflicht.
Zum Allensteiner Offiziersmorde.
Nach dem bisherigen Stairde der Untersuchung soll angeblich festgestellt sein, daß v. Gäben in der Mordnacht im Hause des erschossenen Majors v. Schönebeck sich aufgehalten hat, und zwar nicht in der Uniform des Offiziers, sondern in Zivilkleidung. Eine Reihe von Soldaten, die von dem Untersuchungsrichter vernommen wurden, glaubten wenigstens, Hauptmann v. Gäben, als er in später Nachtstunde das Haus des Majors betrat, mit Sicherheit erkannt zu haben. Auch ist das Gerücht in Allenstein verbreitet, baß v. Gäben ber Frau des erschossenen Majors noch nach dem Funde der Leiche eine Mitteilung habe zugehen lassen, in der er ihr Verhaltungsmaßregeln gegeben haben soll. — Am 31. Dezember legte angesichts des von dem Kriegsgericht der 37. Division gesammelten Beweismaterials Hauptmann v. Gäben ein umfassendes Geständnis der Tat ab. Er hat auch zugegeben, w i e d er h o l t d e s Nachts im Hanse des Majors v. Schönebeck geweilt zu haben. „Sicherheitshalber" habe er für alle Fälle stets einen Revolver bei sich getragen. In der Mordnacht nun habe das versuchte Oeffnen der Flurtür ein Geräusch verursacht. Der Major sei erwacht und habe ihn, den Hauptmann, überrascht, der bann den Major niedergestreckt habe. Frau v. Schönebeck mürbe wegen AnstiftungzurErmorbunaihresGatten verhaftet und in bas Gefängnis e ingelieferck Unmittelbar nach dem Geständnis des Hauptmanns wuroe sie, die getrennt von ihren Kindern in einem Allensteiner Hotel Aufenthalt genommen hatte, zu einer Vernehmung nach dem Gerichte in Al.enstein abgeholt. Tas Verhör erstreckte sich ans ihre Beziehungen zu bem Hauptmann. Die Aussagen ber Vernommenen im Verein mit bem Geständnis v. Göbens ließen keinen Zweifel daran übrig, baß Frau v. Schönebeck sich in ihrer Ehe tiefunglücklich gefühlt hat, und baß sie in v. Gäben einen „rettenden Freund" suchte und fand. Es scheint, baß beibe keinen anderen Ausweg wußten, als über die Leiche des Majors hiiiwegzugehen. Tic Anklage gegen Hauptmann v. Gäben wirb auf Mord lauten, lieber die in Bezug auf eheliche Pflichten sehr freien Anschauungen der Frau v. Schönebeck, die eine geb. Lüders ist und aus Berlin stammt, kursierten schon feit längerer Zeit in A. die seltsamsten Gerüchte, die nun mit der Verhaftung ihre Bestätigung gefunden haben. — In.Allenstein ist die Nachricht verbreitet, daß die Verhaftung eines zweiten Offiziers unmittelbar bevorstänbe. Er soll geäußert haben, er wurde dem Major eine Kugel durch ben Kopf jagen, wenn er feine Gattin noch einmal schlecht behanble. — Ein absurbcs Gerücht geht dahin, daß gar kein Mord vorliege, sonbern baß ein Duell zwilchen Hauptmann v. Gäben unb Major v. Schönebeck ftattgefunbeu habe.
(Serktyt»$aaL
Breslau, 31. Dez. Vor dein l)ie lägen Schöfiengericht I wurden gestern zwei A r v e l l e r namens Haeusler und Weber zu je neun Monaten Gefängnis. verurteilt. 9iad) ber Verurteilung stürzte, tute ucr „Breslauer Generalanzeiger" meldet, Haeusler aiii den Staatsanwalt unb würgte thn am Halse. In der baraui sollenden allgemeinen Auflegung flüchtete Weber. Durch energisches Zugreisen tumbe Haeusler überwältigt. Weber wurde bmcl) Herren aus bem Zuschauerraum verfolgt und auf der Straße leftgcnonnncn.
Dcnm$d)tes.
* Rüstige Greife.^ In Wülfel bei Hantwver, einem Orte mit kaum 2400 Einwohnern, befindet sich eine große Anzahl alter Leute, bie sich durchweg einer guten Gesundheit und Mstigkeit erfreuen. In dem ältesten Hause des Ortes wohnt der 91 Jahre alte Rentier Cordes, der noch wöchentlich nach Hannover geht uni) alle feine Einkäufe selbst besorgt. Eine Neunzigjulwige, Frau Selter, geht bei jedem Wetter hinaus, um im Freien Feuerungsmaterial zu sammeln. Der frühere Gemeindevorsteher Fritz Bock ist 88 Jahre alt; er geht jeden Montag auf Jagd und hat in den letzten Wochen nod) 3 Hasen und 18 Kaninchen geschossen. Eine reckenhafte Gestalt ist Franz Jäger, ein ehemaliger Garde-du-Korps-Unteroffizier, ber 85 Jahre alt ist. Der frühere Lehrer Sanbrnann, ein sehr rüstiger Herr, ist 84 Jahre alt. Als „knorrigste Eiche" im Orte gilt der 83 Jahre alte Bohn, ber noch alle Arbeiten im Hause verrichtet und täglich mehrere Spaziergänge durch den Ort unternimmt. Der 87 Jahre alte Hofbesitzer Heinrich Wnlwekopf macht täglich im Winter unb Sommer einen großen Spaziergang burd) die Feldmark, um nach den Feldern und Früchten zu sehen. Eine 87 Jahre alte Frau Da in mann verrichtet noch ihre ganze Garten- arbeit selbst. Sehr rüstig ist auch der 85 Jahre alte Herr Koch. Die sämtlichen genannten Personen erfreuen sich ber besten geistigen fische. Außer ben Genannten befinben sich noch 30 Personen un Alter zwischen 70 und 80 Jahrerr in bem kleinen Orte, bie sämtlich auch gesund und rüstig fiitb.
* Das Korsett bei ben lirvölkern. Tie Bororo- Jnblaner, ein seltsames Urvolk Brasiliens kennen, auch schon das Korsett. Der Forschungsreisenbe W. A. Kück gibt darüber fol- genuen Bericht: ,/x>m jugendlichen Alter tragen die Frauen eine ■litt Korsett, das aus der Rinde eines Baumes verfertigt wird
und den Leib einschnürt. Erst von einem solchen engen Gurt umspannt, erscheint bie Bororofrau ganz angezogen und nur bie älteren Frauen legen es ab, weil sie die Unbequemlichkeit dieses Kleidungsstückes bei ihren schweren Arbeiten nicht mehr ertragen wollen. Auch die übrige Kleidung ist erwähnenswert. Viele junge Leute und Mädchen kleben sich an Schultern und auch am ganzen Leibe weiße Federn an, so dicht, baß die eigene Haut ganz darunter verborgen wirb.
Kleine Tageschronik.
Infolge unvorsichtigen Hantierens mit einem Jagbgewehr erschoß der Winzer Frank in Birkweiler (Pfalz) den Tienst- knecht Emmrich. Der Täter ist festgenommen toorbeiL
In Zwickau wurde ein am dortigen Technikum studierender russischer M ar ine len tnant von einem Freunde und Landsmann mit seinem Flovett versehentlich erstochen. Ter Täter stellte sich bem1 Gericht.
In Chemnitz zündete, ivährend eine Schuhmachersfrau ihre Hinber in ber Wohnung kurze Zeit sich selbst überlassen hatte, bas ältojk Kind eine We i hn achtskerze an. Hierbei wurden die Kleiber des Knaben in Branb gesetzt. Er erlitt schwere 93ranbiuunb?n, bie seinen Tod zur Folge hatten.
Auf bem Jeschkenborfer See in Schlesien, der zum £cil zugefroren ist, brachen brei Knaben ein; zwei, bie im Alter von 9 unb 12 Jahren standen, ertranken, der dritte konnte gerettet werden.
Auf einem Teich in der Nähe von Eichstätt in Mittel- frank n brachen 14 Schulmädchen aus dem Eise ein. Der Hilfslehrer Jung rett.t? alle 14 Kinder vom si eren T de. Schließlich geriet er selbst in Lebensgefahr, tonnte aber unter großer Anstrengung von einer dritten Person gerettet werden.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 2. Jan. iTelegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.'Z. 9111111. Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 42 Ochsen, 7 aus Oesterreich, 2 Bullen, 00 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 72 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinder, 0 aus Dänemark, 974 Kälber, 191 Schafe und Hammel, 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 1281 Schweine. Bezahlt wurde üir 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 80—82 Mk.. 2. Qual 7_-74 Mk., 3. Qual. <>2—64Pik.; Bullen 1. Qual. 67 bis 69 Nlk., 2. Qual. 63-65 ühf.; Kühe 1. Qual. 70—72 'Ult, 2. Qual. 64—66 'Ulf., 3. Qual. 48- 52 Mk, 4. Qual. 00-00 Alk., 5. Qual. 00—0011IL Kälber: 1. L-.ual.92— 95 Psg., pebendgewicht54—57 Pf^ 2. Qual. 82—92 Pfg., Lebendgewicht 48—54 Pfg., Schtacht- gewicht 68 - 73 Pfg. Schafe: 1. Qual. 78—00, 2. Qual. 60—64 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 64-00 Pfg., Lebdgew. 50,0—00.00 Pfg., 2. Qu. 62 00 Pfg., Lebendgew. 49,05—0,0 Pfg., 3. Qual. 56—59 Pfg. Lebendgew. 00 Pig. Geschäft gut, Markt ansver tauft.
Liurbura a. d.L.,31.Tez. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Aotcr Wetzen (nass.) 17,85 Mk., weißer Weizen 00,00 Mk., Korn 14,80 Mk., Gerste 11,25 Mk., Haier 8.00 Pik., Erbsen 0,00 MQ Karlossellt 4,8u Mk.
() Marburg, 1. Jan. Für dos Jahr 1908 sind folgende Märkte sestg-esetzt: 3. Februar, 25. März, 11. Mai, 2. Juli. 29. Sept e mbcr, 19. November unb 31. Dezember Kram markte; 20. Februar, 12. März, 30. April, 21. 9)cai, 11. Juni 9. Juli 13. August, 3. September, 8. Otto der unb 26. Tcobeinucr Schwei- nemürfte; 19. März unb 10. September Pferbemärkte.______
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung »ur Hegen am Freitag den 2. Januar 1908: Fortbauer des Frostwetlers. Heiter und trocke n Scharfe östliche Winde.____________________
Uricffajkii Ovt ueoahion.
(Anonyme Anfragen blech en nut-crnan«ytigt.l
Herrn Rechtsanwalt Fritz Fächer. Ste möchten tticht als „mit wernden Federn sich schmückend" dastehen und uon uns nut- geteilt wißen, daß von „einem noch bedeutenderen 'Manne Ihres Namens" der in unserer Sylvesternummer nutgetcilte Weisheits- jpruch von der gesund erhaltenden Bosheit Anderer stamme. Das lei hiermit gern geichehen.
Origälreri-DraL-NneLöungen.
Berlin, 2. Jan. Prozeß Harden. Der Angeklagte ist heute nicht erfu.ienen. Nach einem Gutachten seines Hausarztes hat sich sein Zustand so verschlimmert, baß er beim bloßen Lichausticlnen schon Ohnmachisansätle bekommt. Boni Gericht wurden Sannäisrat Dr. Hoßmann und Professor Dr. Eulenburg beauftragt, ihn in seiner Wohnung zu untersuchen, ob und bis wann er verhandlungs ähig sei.
Paris, 2. Jan. Die Regierung ließ die in ber marokkanischen Angelegenheit beteiligten Mächte mündlich von dem bevorstehenden FeldzuginsJnnerevonMarokko verständigen. Trotz des von amtlicher Seite zur Schau getragenen Optimismus herrscht hier große Befürchtung wegen des Ausganges des Feldzuges, da man ben Ansbruch eines fanatischen Relig ionskrieges befürchtet.
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Großh. Amtsgericht. 1
Meu !! 2
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Senner und,Frau. 113. Tierarzt Dr. Köhler. h« ft -Aödner. 115. Dr. med. Laubenheimer und Frau. 116. ö-rau Rentner Schwimr 11/. Gerichtsassesior Föcrel und Frau, ^aumumn Anedrich Seibel. 119. Hermann ZÜlch und ,j-rau jZ- L, Fuhr und Frau. 121. Heinrich Ädami und 8raü'
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