Aus Stadt und Land.
Gießen, 1. Oktober 1908.
Ein militärisches Jubiläum.
Heute, mn 1. Okt., feiert in Nidda der Kgl. Oberst a. D. Weimer den Tag, an dem er vor 40 Jahren in unser hiesiges Regiment eintrat. Oberst Weimer ist wohl eine der bekanntesten Persönlichkeiten in der ganzen Armee, denn seine jahrelange Tätigkeit als Inspizient der Waffen bei r>en Truppen hat ihn mit sämtlichen Truppenteilen der Armee in Berührung gebracht. Sein jugendfrisches, von isonnigem Humor beherrschtes Wesen hat ihm einen weiten Freundeskreis erworben. Ganz besonders innig und treu Haber: sich aber die Beziehungen zu feinem alten Regiment erhalten; kein militärisches Fest von Bedeutung geht vorüber, ohne daß er nicht die Gelegenheit ergreift, seine ehemaligen Kameraden aufzusuchen, verkörpert er doch ein gutes Stück Regimentsgeschichte und sein Name ist eng verknüpft mit den ruhmreichen Kcunpfen bei Viouville, Gravelotte, Noisfeville, Orleans und Briare. Unsere Wünsche für den heutigen Tag gehen dahin, daß dem in Krieg und Frieden hochbewährten Offizier ein recht froher, ungetrübter Lebensabend beschieden jein möge. Diesem Wunsche hat unser Regiment in einem längeren herzlichen Telegramm an den Jubilar Ausdruck gegeben. — August Weimer wurde am 5. Oktober 1849 in Nidda geboren. Am 1. Oktober 1868 trat er als Einjährig-Freiwilliger in das damalige 2. Infanterie-Regiment ^Groyherzog) ein, nachdem er feine Schulbildung aus dem Gymnasium in Büdingen erhalten und sich kurze Zeit dem Studium der Rechte auf der Universität Gießen gewidmet hatte. Er wurde 1869 zum Portepeefähnrich befördert, und rückte als solcher mit dem Regiment in den Feldzug. Er nahm ehrenvollen Anteil an den Schlachten bei Bionville und Mars la Tour, bei Gravelotte und St. Privat. Während der Einschließung von Metz, wurde er am 25. August 1870 zum Setondeleutnant befördert. Als solcher nahm er teil an den Schlachten bei Noisse- ville und Orleans sowie in den Ianuartagen des Jahres 1871 an den Kämpfen um Briare und am 14. Januar am .Gefecht bei Briare. In diesen letzten Kämpfen zeichnete er sich besonders aus und es wurde ihm für das Gefecht bei Briare am 12. Juni 1871 das eiserne Kreuz 2. Klasie verliehen; er war in diesem Gefecht durch einen Schuß in den rechten Oberschenkel verwundet worden. Er avan- zierte im Regiment bis zum überzähligen Major, zu welcher Charge er am 2 s. Januar 1895, nachdem er also dem Regiment fast 27 Jahre angehört hatte, befördert wurde. Als Bataillonvtommanoeur gehörte er dem Füsilier-Regiment Graf Roon 'Jir. 33 an und wurde dann Inspizient der Waffen bei den Truppen, in welcher Stellung er zum Oberst befördert wurde. Am 19. Ottober 1905 wurde er in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt unter Erteilung der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Infanterie-Regiments Kaiser Wil- heln: Nr. 116 und unter Verleihung des Roten Adlerordens 3. Klasse nm der Schleife. — In einem reizenden Landhause in seinem S^eimatsörte Nidda lebt Ober«: Weimer im wohlverdienten '«Ruhestand; er widmet seine nngeschwächte Kraft dem Gemeindewohl und entfaltet eine besonders segensreiche Tätigkeit im Kriegervereinswesen.
** Die Staatsschuld des Gr o ß herz o g t u m s. Nach der im letzten Regierungsblatt veröffentlichten Bekanntmachung betrug die gesamte Staatsschuld des Groß- herzogtums nach dem Abschluß des Jahres 1905 381315 698 Mk. 10 Psg. Davon waren unverzinslich 66 369 . Mark 48 Psg., verzinslich zu 3 Prozent 243184837 Mk. 19 Psg., zu 3i/2 Proz. 114 849 220 Mk., zu 4 Proz. 23 215 271 Mark 43 Psg. Der Staatsschuld standen an staatlichen Aktivkapitalien 16 853 000 Mk. 37 Psg. gegenüber, so daß ein Mehrbestand an Passiven von 364 528 397 Mk. 98 Psg. Lu verzeichnen war.
" Lehrerpersonalien. Uebertvagen würden den Lehrern Karl Eisenhauer zu Mörfelden und Joh. Müller zu Kirtorf Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Griesheim; der Schulverwalterin Sophie Möll zu Griesheim eine .Lehrerinslelle an der Gemeindeschule dortselbst; dem Lehrer Hch. Hassinger zu Partenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wörrstadt, und dem Lehrer Phil. Jost zu Armsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kostheim; ferner dem Schulamtsaspiranten Hch. Hebelt zu Fleschenbach die Lehrerstelle an der Gememdeschule daselbst. — In den Ruhestand versetzt wurde der Oberlehrer an der Gemeindeschule zu Höchst (Kr. Erbach) Wilh. Wolf auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen '.reuen Dienste und unter Verleihung des Titels „Rektor".
** Der Steu?raufseheraspirant Militäranwärter Friedr. Knö ß aus Utphe wurde zum Steueraufseher ernannt.
"Gelände-Enteignungen für Bahnzwecke. Der Eisenbahndirektion Frankfurt wurde das Recht eingeräumt, das zur Erweiterung des Bahnhofs Bad- Nauheim in den Gemarkungen Bad-Nauheim und Schwalheim erforderliche Gelände, so weit nötig, im Wege der Enteignung zu erwerben. Weiter wurde die Frankfurter Lokal- bahn-Aktlengesellschast ermächtigt, das zur Erbauung einer Nebenbahn von Heddernheim nach Homburg v. d. H. erforderliche Gelände in den Gemarkungen Obereschbach und Niedereschbach nötigenfalls durch Enteignung zu eriverben. Die Fristen zur Antragsstellung wurden auf ein Jahr, bezw. 6 Monate festgesetzt.
"Die Zahl der Personenpostverbindungen im Großherzogtum Hessen ist, n. d. „Darmst. Ztg.", infolge des immer dichter iverdenden Eisenbahnnetzes minmehr auf 111 gesunken. Die Mehrzahl (64) entfällt auf Oberhessen, während Rheinhessen nur noch 13 aufroeift. Wohl die ausgedehntesten Verbindungen (bis zu Entfernungen von 27 Kilometer) hat die Stadt Alsfeld.
** Pflug schleisenverbot. Nachdem vor etwa zwei Jahren das Großh. KreiSanlt Schotten den Gebrauch der Pslugschleisen auf den Kreisstraßen verboten hat, ist nun auch das Kreisamt Büdingen dieser Maßnahme gefolgt.
" Quentin - Mahlaus grauer Taschensahrplan für Winter 1908/9 ist im Berlage von Mahlan u. Waldschmidt, Frankfurt a. 2!., Gr. Gallusstr. 3, in der bekannten reichhaltigen und gebiegeucu Ausstattung erschienen.
** In Amerika verstorbene Hessen. Frau Apollonia Naumann, geb. Scherrer, aus Gimbsheim, 79 Jahre alt, zu Syraense, N. 9). — Karl Bingenheimer aus Oppenheim, 74 Jahre alt, zu Le Mars, Ja. — Karl Schneider aus Dillenburg, 72 Jahre alt, zu Eudora, Kan.
---H v l z h e i m, 3<-. Sip.. <. i .; n - > '
Mm, der feit einem Jahre an hiesig- > Schule wie - , wird
Ruhigster Schlaf auf neuesten, absolut geräuschlosen [bI0/e patent - Matratzen von Westphal 8c Reinhold, Berlin. Beuchte Stempel! — l'eberall erhältlich lletallbettstcllen in jeder Preislage.
am 1. Oktober als Einjährig-Freiwilliger beim Infanterie- Regiment 97r. 116 eintreten. Trotz seiner nur kurzen Wirksamkeit am hiesigen Platze hak sich xvrr Gorr die Liebe und Achtung der Gemeinde in hohem Maße erworben, so daß fein Weggang allgemein bedauert wird. Besonders hat er sich auch um die Gründung und das rasche und kräftige Emporblühen des der deutschen Turnerschast angehörenden Turnvereins verdient gemacht, dessen Turnwart er war. Ter Turnverein ließ es sich darum auch nicht nehmen, seinem Förderer am Samstag abend in der Gastwirtschaft Sames eine Abschiedsfeier zu veranstalten. Hierbei feierte der Vereinsvorsitzende den Scheidenden und seine Verdienste um den Turnverein und sprach die Hoffnung aus, daß Herr Gorr später wieder zu uns zurücktehren löcrbc. In schönster, gemütlichster Weise verlies die Feier.
§ Vom oberen Vogelsberg, 29. Sept. Die Erntearbeiten, die sich infolge des Regenwetters sehr in die Länge zogen, sind nun ziemlich beendigt und mit dem Einheimfen der Herbstfrüchte konnte begonnen werden. Die Korn- und Weizenernte hat durch die Nässe sehr gelitten, fast alle Aehren sind durchweg gewachsen; der Körner- ertrag ist von geringer Qualität. Bessere Erträge lieferten die spätgesäten Gersten- und Haferfelder. Die Knollen der Kartoffeln sind meist angefault und dürfte dieser llmstand nicht ohne Einwirkung auf die Preislage bleiben.
5 Homburg v. d. H., 28. Sept. Zu einer interessanten Tagung vereinigten sich der geschäfts- führende und T u r n a u s s ch u ß des Mittelrhein- kreis es mit den Gauturnwarten am Samstag und Sonntag hier. Der Auswahl der Hebungen nach physiologischen Grundsätzen, einer in der Neuzeit viel behandelten Frage, von der jedoch gesagt werden muß, daß sie die verständnisvollen Turnlehrer vor mehr denn 30 Jahren schon durch zweckentsprechende Hebungen in die Wirklichkeit um gesetzt haben, galt ein Vortrag von Turninspektor Poller-Mal- ftatt. Eine Gruppe solcher Hebungen, die zur Erzielung einer schönen Haltung dienen, und der ein Vortrag über den Bau des menschlichen Körpers vorausging, wurde mit den Gauturnwarten eingeübt. — Den praktischen Teil bestritten weiter Musterriegen der beiden Turnvereine in Homburg, sowie die Frauenabteilung des Turnvereins, letztere mit Stab- und Keulenübungen, die wiederum bewiesen, wie nützlich das Frauenturnen ist, sodann noch Ordnungsübungen — Reihungen an Ort, im Marsch und Lauf — Gruppen an Ringen (Meller) und Reck: Hangkehre und Durchfchwung in drei Schwierigkeitsstufen (Frey). Den Beschluß machte eine Gruppe Keulenübungen, die volkstümliche Hebung des Ringens (Gräser) und ein Spiel.
Einladung zum Bezug de§ Gießener Anzeigers für dar letzte Vierteljahr M8.
Die langen Winterabende stehen vor der Tür, und mit ihnen mehrt sich naturgemäß das Lesebedürfnis. Von besonderem Interesse wird es da wohl für jedermann fein, über die neuesten Ereignisse in der Nähe und in der weiten Ferne rasch und zuverlässig unterrichtet zu werden. In der Politik unserer engeren hessischen Heimat und des Reiches stehen für diesen Herbst wichtige Entscheidungen bevor. In Hessen sind es die Landtagswahlen, im Reiche die Finanzreform, die unserem politischen und öffentlichen Leben auf lange hinaus ihr Gepräge geben werden. Vom Ausfall der hessischen Landtagswahlen, über die der Gießener Anzeiger ausführlich berichten wird, hängt es vor allem ab, wie sich unser hessisches Wahlrecht in Zukunft gestalten wird. Auch über die auswärtige Politik wird der Leser des Gießener Anzeigers in ausreichendem Maße unterrichtet werden. Wie bisher, so wird der Leser auch in Zukunft von allen irgendwie bemerkenswerten Vorgängen in Stadt und Land, insbesondere aus Oberhessen, ausführliche und zuverlässige Kenntnis erhalten. Ebenso ist auch für das Hnterhaltungsbedürfnis unserer Leser bestens gesorgt. Ein großer Stab von Mitarbeitern aus allen Gesellschaftsklassen gibt dem Gießener Anzeiger die Möglichkeit, über alles Wissenswerte schnell und erschöpfend zu berichten und — so weit es möglich ist — allen Interessen Rechnung zu tragen.
Bestellungen auf den „Gießener Anzeiger" werden ent- gegengcnoninien: in Gießen pon der Geschäftsstelle, Schulstraße 7, von den Austrägerinnen und den Filialstellen; auswärts von den Postämtern, Briefträgern und Zweigstelleninhabern.
Sandwirtfcbaft
* O b st b a u m d c z u g durch d i c L a n d w i r t s ch a f l s - f a m m c r. Den Angehörigen der Landwirtschaftskammer bietet sich Gelegenheit, diesen Herbst gesunde sortenechte Obstbäume zu mäßigem Preis zu beziehen. Die Bäume werden in nur als solid bekannten Baumschulen durch besonders beauftragte Fachleute einzeln ausgesucht und zum Selbstkostenpreis den Abnehmern berechnet. Außerdem gewähren die Kammerausschüsse der einzelnen Provinzen noch einen Nachlaß von diesem Einkaufswert bis zu 20 Prozent. Bestellungen aus Bäume müssen jedoch spätestens bis zum 7. Oktober bei der Geschäftsstelle des Landwirtschasts- kanrmerausschusses der betreffenden Provinz erfolgt sein.
Unrverjitäts-Nachrickten.
Marburg. Ernannt wurde Privatdozent Dr. phil. Hans Köppe zum außerord. Professor der Staatswissenschasten an der hiesigen Universität als Nachfolger von Prof. H. Sieveking.
— Bon der Akademie zu Frankfurt a. M. Die neu gegründeten ordentl. Lehrstühle für Experimentalphysik resp. Elekrotechnik und andere Gebiete der angewandten Physik sind durch Berusung der Dozenten am Physikalischen Verein, Prof. Tr. Wachsmuth und Pros. Dr. Döguisne besetzt worden. — Der Privatdozent an Der Akademie, Dr. phil. et jur Rich. P a s s o w erhielt einen Ruf als Professor Der Privat- und Volkswirtschaftslehre an die Techn. Hochschule in Aachen. Er wird dem Rufe Folge leisten und zu Beginn des Wintersemesters seine Lehrtätigkeit in Aachen beginnen.
M ü n ch e n. Der Direktionsrat im Kgl. bayr. Staatsmini- ftcriuni sür Verkehrsangelegenheiten, Karl Hager (ein geborener M q i n ö c r), wurde zum ordentl. Professor für Jngenienrwissen- schäften an Der Bauingenieurabteilung Der hiesigen Techn. Hochschule beruf tu.
Airehe rind Schule.
** Die Hessische Missionskonferenz gedenkt ihre Jahresversammlung Mittwoch. 7. Okt. in Darmstadt zu halten. Das erste Referat wird der Berliner Missionsinspektor Sup. D. Merensky über „Tie Bedeutung der en. Mission für die kulturelle Hebung der Eingeborenen Afrikas" erstatten. Heber „Tie Eheverhältnisse in Indien und die moderne Frauenbewegung" wird Missionar Ruhland-Traisa reden. Tie mit dem Jahresfest verbundene allgemeine Miifionsversammlung wird abends 8 Ufyr gehalten werden. Pfarrer Lic. D. Diehl hat sich bereit erklärt. Die Eröffnungsansprache zu halten. Er wird reden über „Die Darmstädter Missionskreise Der ersten. Hälfte des 18. Jahrhunderts". Auch D. Merensky und Ruhland haben ^Ansprachen zugesagt. Tie Geistlichen des Landes sind gebeten, Sonntag, 4. Okt. von der Kanzel auf Den Tarmstädter Mifsionstag aufmerksam zu machen und zu zahlreicher Teilnahme einzuladen.
vermißtes.
* In die Erde versunken. Die schon seit zwei Jahren wahrnehmbaren Erdsenkmigen in Aknaßlatina (Hn- garit) haben sich, wie die „Allg. Fl. Ztg." erfährt, wiederholt. Der Aklaßlatinaer Einwohner Samuel Weiß hatte an diesem Tage auf der Wiese nächst dem Salzbade Pavel seine Kuh geweidet. Auf einmal verschwand das Tier vor seinen Augen; es wurde von einer plötzlich sich öffnenden Erdspalte verschlungen. Weiß konnte sich noch rechtzeitig retten. Die frische Erdsenkung ist 15 Meter lang und 8 Meter breit. Auch auf den Wiesen längs der Landstraße kamen kleinere Erdsenkungen vor.
* Elefant und Röntgenstrahlen. In Cincinnati verschlang ein Elefant mit feinem Futter einen Diamantring, der in dasselbe hineingefallen war. Drei Operateure mit X-Strahlen und vier Wärter waren den ganzen Tag damit beschäftigt, das Innere des Dickhäuters nach der Mahlzeit zu photographieren, und es gelang, genau die Stelle zu markieren, woselbst sich der Ring in den Eingeweiden festgesetzt hatte. Der Elefant wurde betäubt, der Operateur machte den Einschnitt und es gelang auch wirklich, den Ring wieder ans Tageslicht zu bringen. Der Elefant hat sich von der Prozedur wieder erholt.
* Einen verzweifelten Kampf mit einem Tintenfisch hat nach Berichten amerikanischer Blätter ein Taucher im Hafen von San Francisco zu bestehen gehabt. Ein Taucher, der in Den Jnnenraum eines untergegangenen Schiffes gestiegen war, stieß Dort auf einen ungeheueren Tintenfisch, Der einen seiner fünf Zoll Dielen Fühler um Das Bein Des Tauchers unterhalb DeS Knies schlang; gleich Darauf wickelte sich ein zweiter Arm Des Meerungeheuers um feine Hüfte. Der Taucher hackte entsetzt mit seinem Messer auf Die Fühler unD signalisierte heftig zum Auszug. Zwei weitere Arme streckten sich aus Der Dunkelheit hervor, von Denen einer Den Taucher um Den Hals griff. Da Die Leute an Der Oberfläche ihn zugleich hochzogen, Drohte Der Fühler Den Helm, abzureißen, und der Taucher mußte zum Einhalten signalisieren. Der Mann hatte nun nur noch feine linke Hand frei, mit Der er wie ein Wahnsinniger kämpfte; er hackte auf Die Fühler ein, bis Das Untier halb tot war; es zog Den Taucher mit einer letzten Kraftanstrengung nach feinem Mund, doch der Mann stieß ihm sein Messer wiederholt in Den Kopf, bis Der Polyp verendete. Der Taucher wurde halb ohnmächtig an die Oberfläche gebracht. Der Polyp wurde dann emporgehoben und öffentlich zur Schau gestellt.
Rändel.
Frankfurter G a s g e s e l 1 s ch a f t, F r ankfurt a. M. Bei einem Reingewinn von 418 974 Mk. (450 028 Mk.) werden wieder 10 Prozent Dividende verteilt. Der Rohgewinn bat 1 389 703 gegen 1 378 002 Mk. int Vorjahre betragen.
Essen (Ruhr, 20. Sept. Während noch in jüngster Zeit Meldungen über Den für Die Firma Krupp angeblich fchlechten Stand des Prozesses Ehrhardt-Krupp in Der Presse im Umlauf waren, wird jetzt mitgeteilt, daß in Wirklichkeit schon die beiden ersten Instanzen Die Klage Ehrhardt gegen Krupp wegen Verletzung Des EhrharDtschen Patentes Nr. 95 336 abgewiesen hatten unD Daß heute Das Reichsgericht die Entscheidungen der Vor- instanzen bestätigt hat.
Teie^onische {Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteik von der Bank für Handel und Industrie. Giessen.
l'iriiiiktiirter Börse» 1. Oktober. 1.15 Lhr.
3>2% Beiehsanleihe . . 92.10 3% do. . . 84.10 3^°/o Konsois .... 92.30 356 do 84.10
3>$u/0 Hessen 90.75 3>3°/o Oberliessen . . . 90.10 4>0 Uesterr Goldrente. . 9820 4l/6 56 Oesterr. Silberrente 99.00 4y0 Ungar Goldrente . . 93 40 4%' Italien. Heute . . . —.— 356 Portugiesen Serie I . 60.60 3% Portugiesen „ III — 4>6°/0 russ.Staatsaul. lUOo 96.80 4>6% japan. Staatsanleihe 99.20 4% Couv. Türken von 1903 93.90 Türkeulose 143.80 456 Griech. Monopol-Aul. . 51.80 456 äussere Argentinier . 85.00 3u/0 Mexikaner . . . —.— 4 ya v/0 Chinesen .... 97.75
Aktien:
Bochum Guss 226.80 Buderus E. W —.— Tendenz: fest.
Elektriz. Lahineyer . . . 123.70
Elektriz. Schlickert . . . 123.10
Eschweiler Bergwerk . . —.— Gelsenkirchen Bergwerk . 192.80 Hamburg-Amerik. Paket!. 107.60 Harpener Bergwerk. . . 206.75 Laurahütte 212.00 Eordd. Lloyd . ... 86.00
Obeischles. Eisen-Industrie 100.25 Berliner Handelsges. . . 169.50 Darmstädter Bank . . . 128.80 Deutsche Bank .... 242.60 Deutsch-Asiat Bank . . 139.50 Diskouto-Kommandit . . 180.90 Dresdner Bank .... 149.50 Kreditaktien 203.50 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn 98.90 Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 23.90
Uesterr. Staatsbahu . . . 149 80
Priuce-Heuri-Eiseubahu . 127.00
Berliner Börse, 1. Oktober. Aulaugskurse.
Cauada E. B 176.401 Harpener Bergwerk. . . —.— Darmstädter Bank . . . 129.001 Laurahütte 212.10 Deutsche Bank .... 242.60 > Lombarden E. B. ... 23.00 Dortmunder-Union C. . . —I Nordd. Lloyd 87.30 Dresdner Bank . . . 149.701 lückenlose ..... 143.70
Tendenz: ruhig.
4 Paar Schuhe für I Pfennig zu wunderbar lackartigem Glanz zu bringen, dabei drei Minuten Arbeit und eine Woche Haltbarkeit des Glanzes, ohne neuauftragen zu müssen--ist das nicht das
Ideal für eine sparsame Hausfrau? — Benutzen Sie Erdal, wir garantiren Ihnen dabei diesen Erfolg. Hber ausdrücklich Erdal verlangen!
General-Vertreter: Fritz Julimann, Bahnhofstraße 59.


