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Freitag 1. Mai 1908
Erstes Blatt
158. Jahrgang
Nr. 102
Der Siegener Anzeiger erscheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich StetzenerZamMenblatter; Kjetmal wöchentl.Areis-
attfürdenNreisGiehen (Dlenstag undFreuaq); zweimal monatl- Land- wtrtlchastltche Settfragen Ferniprecd - Anschlüsse: tot dir Redaktion 112, Vertag u. ExvedUion 51 ßldrelte lüx Depeschenr «nzetger (Sieben.
»nnayme von Anzeigen für die Tagesnummer ml vormittags 10 Uhr.
A -matT -ST» Bezugspreis:
monatlich75Ps.,viertel- ।
wir Ijlr ll'lrl' AVIl jVIW V jäfr mw Lecanlroörtlich
vVr * * ** sgr den politischen Teil:
General-Anzeiger für Gberheffen MU
Hotationsbrud und Verlag der SrühNchen Unw.-Vuch- und Steindruckeret. R. Lauge. Redattion, Expedition und vruderek: Zchulstrahe 7. ^e;fleniefi:B^%beCcfn.
Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.
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ob deö seitherigen langjährigen Bürgermeisters
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ein Attentat plante.
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Nenwahl eines OrtS-
oberhanptes statt. Beigeordneter L
□ Orten berg, 30. April. Ein hiesiger Gärtner war bei einer Gartenanlage auf einem Rasenplatz beschäftigt. Als er sich duckte, fühlte er plötzlich am Kopfe einen stechenden Schmerz — es sag ihm eine Flobertkugel im Kopfe fest. (Lin junger Mann war in der Nähe beschäftigt mit Spatzen- schießen und hatte aus Unbedaehtsamkeit das Unglück an- gerichtet. Die Kugel stack in der Schädeldecke fest und mußte herausgemeißelt werden; sie war plattgeschtagen. Der Schuß hatte leicht dem Gärtner das Leben geloflet, wenn die Kugel an einer anderen Kopf stelle eingegangen wäre.
"April. Heute fand die
2hi$ Stadt und Land.
Gießen, 1. Mai 1908.
•• Tageskalender für Freitag, den 1. Mai: Programmwechsel im Kolossen m.
•* Studentische Unterrid)t§furie für Arbeiter unb Unterbeamte. Die Kurse, über deren Vorbereitung wir bereits mehrfach berichtet haben, werden nächste Woche ihren Anfang nehmen. Der Senat der Universität hat m entgegenfomnienber Weise Hörsäle zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer werden in 8 Klassen verteilt, von denen 4 (2 Ober- und 2 Unterklassen) auf den Unterricht im Deutschen, 2 auf den im Rechnen und je 1 Klasse auf den Unterricht in Länder- und Pflanzenkunde fallen. Der Unterricht im Deutschen wird Montags und Dienstags, der im Rechnen Mittwochs, der in Länder- unb Pflanzenkunde Freitags abgehalten. Dienstag Abend findet die erste Zusanunen- funft aller Teilnehmer in der Universität statt und wird da u. a. die Klasseneinteilung öorgenommen und die Wahl der Vertrauensleute für den geschäftlichen Ausschuß, der dem Leiicr des Unternehmens zur Seite treten soll. An demselben Abend werden von Vs9 Uhr ab noch Anmeldungen entgegengenommen, jedoch nur noch in beschränkter Anzahl, da die verschiedenen Abteilungen — mit Ausnahme der für Pflanzenkunde — schon nahezu ihre volle Zahl erreicht haben. Anfragen und Mitteilungen sind zu richten an Prioatdozent Dr. Vogt, Weserstraße 3.
*» W ichern-Feier. Auf vielfältige Anfragen teilen wir mit, daß zu dem morgen, Samstag, abends 8 Uhr, in der neuen Aula der Universität stattfindenden Vortrag von Prof. DrewS über Johann Hinrich Michern selbstverständlich jedermann freien Zutritt hat.
« Gewerben ereien. Nächsten Sonntag, 3. Mai, norm.
einigte alle abgegebenen Stimmen auf sich; er erhielt 88 Stimmen. 32 Prozent der Wahlberechtigten heckten sich der Stimme enthalten. Die Gegenpartei, die erst in den letzten Tagen einen eigenen Kandidaten aufslellte, halte noch in letzter Stunde Wahlenthaltung proklamiert. Wie d c Agitation nur in der größten Stille, aber doch energisch, betrieben wurde, so verlief auch die Wahl selbst sehr ruhig. Möge die Wahl der Gemeinde zum Segen werden.
r. Storndors, Kr. Alsfeld, 30. April, '-bi: Molkereigenossenschaft ,.S torndorf - Vaden r ; b" hat int lebten Jahve bei 52 876 Mk. Aktiva und 49 499 Mk. Passiva einen Reingewinn von 3377 Mark erzielt. (Line luciiere ansehnliche Summe, die jedoch schon als „Nachzahlung für gelieferte Milch" in der Passiva enthalten ist, muß eoenfalls ais zum Reingewinn gehörig betrachtet werden. Diese Nachzahlung betrug diesmal 7 o/o bet Lieferung. Jedes Mitglied crljaU 25 Mark vom Reingewinn als Dividende für seinen Geschüftsanüil, während' der Liest dem Reservefonds zufließt. Die Mitgliederzahl flieg int abgelaufenen Geschäftsjahre von 112 auf 121. Das Eintrittsgeld ist gegenwärtig aus 250 Marl (inkl. 100 Mk. GeschästSgut- habcn) festgesetzt. Die künftigen Jahresabschlüsse, welche die Ge- iwssenschaft schon seit Beginn des Unternehmens zu verzeichnen hat, Derbanit sie einesteils der Güte unb Prcchwürbigkeit ihrer Produkte, entern teils der Billigkeit des Betriebes. Die Molkerei ist nämlich vor etwa 20 Jahren durch Ankauf und Umbau der an der Schwalm gelegenen Hoos'schen Papierfabrik entstanden und wird größtenteils durch Wasserkraft betrieben.
4- Wallenrod, 28. April. Zum Nachfolger des nach Großkarben versetzten Lehrers Rieißner wurde Schulverwalter Friedrich Jockel aus Darmstadt bestellt.
0 Steinfurt (Kr. Lauterbach), 30. 2(pri(. Der seitherige Beigeordnete unserer Gemeinde mürbe als solcher zum drittenmal einstimmig wiedergewählt.
RB. Darmstadt, 30. April. Die Siadtver ordne t e n v e r s a m m l u n g beschäftigte sich heute Nachmittag mit der Frage der Errichtung des neuen Liebig-Denkmals und bewilligte, dem Antrag des Ausschusses gemäß, einen Beitrag von 3000 Mk. dafür. Das Denkmal, das auf Veranlassung der chemischen Fabriken vom hiesigen Bildhauer Jobst ausgeführt wird und einen Kostenaufwand von 37 000 Mk. erfordert, ist bereits int Modell fertiggestellt und kommt auf dem Luisenplatz inmitten gärtnerischer Anlagen zur Auf- stellung, unmittelbar gegenüber der Merck'schen Apotheke.
0 Marburg, 1. Mai. Auch diesmal nahm die Maifeier der Marburger Studentenschaft einen grandiosen Verlauf. In sämtlichen studentischen Vereins- Häusern ging es bei zahlreicher Beteiligung der jungen unb alten Musensöhne lustig her. Als die Dunkelheit eintrat, bemerkte man auf den Bergen die Lampionzüge der Stubentcn, hier und da wurden Feuerwerkskörper abgebrannt und mehrere schöne Punkte der Umgebung erstrahlten in bengalischer Beleuchtung. Um 12 Uhr trafen die „Nassoven* in langem Gänsemarsche auf dem Marktplatze ein, sie fangen mit Musikbegleitung daS Mailied, leerten ihre Gläser und zogen dann wieder in ihre Kneipe zurück. Bis spät m die Stacht hinein war der Straßenverkehr ein sehr lebhafter. — Die Fleischerinnung hat die Fleischpreise vom 1. Mai ab um ö bis 10 Pfennige für daS Pfund erhöht.
Deutsches Reich.
Aus Magdeburg. Die Sladiverordneten nahmen die Magistratsvorlage über die W e r t z u w a ch s st e u er an.
Ter Bundesrat genehmigte die »»widerrufliche» Gehalls- zulage» für die Neichsbeamien In den Ostmarken.
Zur zweiten Beratung des Ai ü n z g e s e tz e s beantragen die Abgg. Dr. Weber, Tr. Arendt, Derlei und Genossen, den Reichskanzler zu ersuchen, für die Folge eine anderweitige Ausprägung der p ü n s m a r k st u ck e in einer gegenüber der jetzigen handlicheren Form eintreten zu lassen. Abg. Raab beantragt Wiedereinführung o es T r e ün a r f ft ü cl e s.
Apolitische Tagesscl^au.
Schuldentilgung.
Die Budgetkommissioii des Reichstags trat zusammen, um für bte wichtige Frage der Schuldentilgung ’efte Grundsätze aufzustellen. Zu Grunde lag der Beratung eine Uedersicht über die voraussichtliche Belastung der Anleihe für die 6 Jahre 1909 bis 1913, auf Grund der beim außerordentlichen Etat bereits bewilligten Maßnahmen. In der Hauptsache handelt es sich um A u § g a b e n für Heer und Mann e. Es ergibt sich daraus, daß sich der gegenwärtige Schuldenetat von 4 Milliarden in diesem Zeitraum um eine weitere Milliarde ft eig crn wird. Staatssekretär Sydow bemerkte, er fei darüber erschreckt gewesen und dem gleichen Gefühl fei er auf seiner Nundreife begegnet. Es liegt nun für die Schuldentilgung folgender Antrag Tr. Paasche (ntl.), Erzberger (Ztr.) vor: Auf den außerordentlichen Etat, also auf Anleihe, sind zu nehmen, erstens: Ausgaben für solche Anlagen werbender Art, bic voraussichtlich die Zinsen und Tilgungsraten des Anlagekapitals erbringen werden; diese Ausgaben sind com siebenten Jahre ab nach Bewilligung der letzten Rate jährlich mit 2 Prozent des ursprünglichen 'Nennbetrages zu tilgen. Zweitens: sonstige einmalige Ausgaben, die durch ihre Höhe das Gleick)- gewicht des Etatsjahres erheblich stören würden; diese Ausgaben sind von dein auf dte Bewilligung der letzten Rate folgenden Jahre ab mit jährlich 3 J/s Proz. des ursprünglichen Nennbetrages zu tilgen. Die bisher aufgenommenen Attleihen sind vom 1. April 1911 ab mit 1 Pwz. des Nennbetrages jährlich zu tilgen. Diese R e s o l u t i o n wurde schließlich mit allen gegen eine Stimme angenommen. Die eingehende Aussprache ergab daher, daß man auf keiner Seite sich in Wirklichkeit einen erheblichen Erfolg von diesem Beschlüsse verspricht, fonbem ihn tn der Hauptsache nur als Dekoration ansieht. Tenn naturgemäß ist die Tilguitg der Schufen nur möglich, wenn die Mittel dafür im Lrdinarium vorhanden sind und die Tilgungsbeträge bedeuten eine sehr erhebliche Verstärkung der fteuedidjen Anforderungen an die Finanzreform.
10^ Uhr findet in der Turnhalle der Mädchenschule in der Schillerslraße die Ausstellung der gefertigten Gesellen-Prüfungs- arbeiten statt. Ihre Besichtigung bildet einen Anziehungspunkt für einen immer größeren Kreis des Publikums und für die Interessenten im Bezirksverband der Gewerbevereine.
•• Hessische Landesausstellung 1908. Die Frage der Versicherung der Ausstellungsgegenstände gegen Feuersgeiadr ist im Interesse der Aussteller derart von der Geschästslettung gelöst worden, daß sie mit sämtliche» in Hessen zugelassenen deutsche» Lersicherungsgesellschasten eine Generalpolice über mehrere Millionen Mark genommen Hai. Auf diese Generalpolice kann jeder Aussteller sich in einfacher Weise dadurch versichern, daß er de» Wert der Ausstellungsgegenstände anmeldet. Bei de» niedrige» Prämiensätzen wird wohl jeder Aussteller von dieser günstigen Gelegenheit der Versicherung Gebrauch machen, umsomehr, als die Kosten besonderer Policon dem Aussteller erspart bleiben.
•* Schadenfeuer. A» dem Neubau einer Halle in der Süd-Anlage hatten gestern Dachdecker das Zementdach mit Teer überzogen. Hierbei geriet der Teer beim Kochen in Brand und das Feuer teilte sich blitzschnell dem ganze» Dach mit. Der brennende Teer floß vom Dach in die Tachkandeln und schmolz ^ges-I diese zusammen, sodaß ei» nicht unerheblicher Schaden entstand.
Stimmungsbild ans dem Reichstage.
Berlin, 30. April.
Wir leben in der Aera der Provisorien und der Sparsamkeit. Erstem wMd° im «-reich« d-s Paten'recht, scharfen Widerstand, weil matt daS Milliardendeftztt des Rerchcs nicht Üoäj um'eine lveitere halbe Millwn w^ltchwtll und der Ablauf des Vertrages tn einigen ^^n die gcuto. oentionssrage ja ohnedies ausrollcn werde. Tie Unlust, aus «Tnn- n ahmen xu verzichten, war sodann wohl wirksamer, al» die vom Schatzfeiretär ausgeführte Schwierigkeit der Kontrolle, 'die die Rc- aicrmia zur Ablehnung des Wunsches veranlaßt, d-n ag e§=-; uu» S verkebr der Kraftwagen von der Geblchrenerhebung brennenbe T ganä zu befreien. Und als man beim dritten Punkte der ^ages-1 diese zusamni
Im österreichischen vt b g e or d n e t e n h a u s e begann gestern die erste Sitzung nach Ostern. Die Minister wurden bei ihrem Erscheinen von den Deutsch nationalen mit P s u ll rufen empfangen: „Pfui Fiedler", .„Pfui Poswertschecher", „Pfui Klein". Die Demonstration ging rasch vorüber. Die Deutsch- radikalen verlangen als Demonstration gegen die Sprachenvorgänge bic wörtliche Verlesung des Einlauscs, was lange Zett beansprucht. Uebrigens war für gestern noch kein Eingehen tn die Verhandlungen beabsichtigt.
Der Großherzog von Hessen verlieh dem beutln Botschaft er Grafen Pourtales das Großkreuz des Ludwigs-Ordens und dein Gerteral v. I a ko b i das Komthurkrenz 1. Kl. des Verdienstordens Philipp des Großmütigen.
In London wird das Erscheinen einer Broschüre angefmtöigt, betitelt „Der Friedenstag". Tie Broschüre, die von Mttgltcdern der anglikanischen Kirche herausgegeben wird, macht praktische Vorschläge für die Wiederherstellung der-'Etnhett der gesamten E hr i ste n h e i t. Der Papst würde an dte Spitze dieser Bewegung treten.
Reiseplätte König Eduards. Das Blatt „Truth" bestätigt, daß König Edtwrd anläßlich seiner Ret,e nach Martenbad in der zweiten Augusth'Wc dem Kaiser ^ranz Joseph in ^ld)l einen Besuch ab statten wird.
Niedermetzelung einer tranz.^ruppenabtet- l u n g in Afrika. Eine Abteilung franz. Trup^n, bestehend aus 30 bewaffneten Kaiurelr. itern, geführt von 2 OffisierS-Stellver- tretern und zwei Sergeanten g<nieten zwilchen Akiucyt und dem Hauptquartier der Mauren in einen Hinterhalt, xem grauenvollen Gemetzel entging als einziger der Franzosen nur einer der beiden Ofsizier^Ltelloertteter. Die Mauren zogen mit den 33 aufgespießten Köpfen der Gefallenen, den Waffen und der Kasse mit 7090 Franks nach Nuakschott. vwr- zu erfährt der Temps, daß die bisher tranzosenfreundltchen Stämme Mauretaniens in vollem Aufruhr smd.
Unruhen auf Martinique. In Fort de France, dem Hauptort der Insel Martinique, sind Unruhen ausgebrochen Fn Varis traf die Meldung em, da8 Sabot, der Stell Vertre ter deö Bürgernieisttrs, an der Spitze von , einigen hundert Schwarzeii in das Stadthaus emgebrungen sei und diesen ermordet habe. Auch zahlreiche andere Personen seien gefallen, bevor das Militär einschreiten konnte.
Wie nachträglich bekannt wird, rvurde wahrend der Trauerfeier in der Hyrouimuskirche zu Lissabon ein Kann verhaftet, der, als König Manuel und die Konigin- M u tter die Kirche betrat, sich vorzudrangeu versuchte. Bei euer Turchsuclnmg fand man einen geladenen Revolver m feinem Besitz! Es steht noch nicht lest, ob der Verhaftete
v;e 93e» --Bad-Nauheim, 30. Avril. Bis zum 28. April wurden e nur eine Stimme 1 3 7 4 Fremde angemeldet, davon waren am genannten )ie nochmalige Ber- Tage noch 756 anwesend; Bäder wurden bis zum 26. Aprft 7527, daMuter 1058 Freibäder, gefertigt. — Unterhaltungen vom 1. bis 9. Mai 1908. Freitag, 1. Mai, nachmittags von 3i/n_51/» Uhr auf der KurhauS-Terrasse Großes Salson-Eröfs- nungskonzert der Kurtapelle (Winderstein-Orclsester Leipzig- unter Seitung von Hans Windevstein. Bei geeigneter Witterung täglich Fvühronzcrt am Kürbrunnen (vorläufig 8*/2 Uhr.). Samstag, 2. Mai, nachniittags von 3y2—u1/» lUw rwnzect ber iturlafjelie auf der Kürhaus-Derrasse. Sonntag, 3. Mai, nachmittags von 31/2—6 Uhr, abends von 7—9 Uhr auf der Kurhaus-Terrasse Konzert des Musikkorps de§ Infanterie. Regiments Maifer Wilhelnr (2. Gwßh. Hess.) Nr. 116 aus Gießen. (Kleine Kurkarten ungültig). Abends 8 Uhr im Kürhaussaale „Ricliard Aaguer-Kon- zert" der Kürkapelle unter Leitung von Hans Winderstein. (50 Pfg. Zuschlag auf Küv-, Tauer- unb Tageskarten.) Montag, 4. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9 Ubr auf der Kurhaus-Terrasse Konzert der Kurkapellc. Dienstag, 5. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9 Uhr auf der Kurhaus-Terrasse Konzert ber Kurkapelle. Mittwoch, 6. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9 Uhr auf der Kurhaus-Terrasse Konzert der Kurtapelle. Nachmittags anläßlich des Geburtstages des Kwnprinzen Festkonzert unter Leitung von Hans Winderftciil. Abends bei gutem Werter Lainpirmbeleum- tüng auf der Terrasse. Do n n e cstag, 7.. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9 Uhr am der Kurhaus-Terrasse Konzert der Kurkapelle. Freitag, 8. Mai, naasmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9 Uhr aus ber Kurhaus-Terrasse Kvn- ,-fert der Kurkapelle. Samstag, Mai, nachmittags von 31/2—6 Uhr, abends von 7V-—9h> Uhr auf der Kurhaus-Terrasse 5lvnzert des Trompeterlorps de-l, Großh. Less. Leibdragoner-JIe-- giments aus Darmstadt. ..Kleine .Viiirmitcn ungültig.) Vorläufige Anz-eigen: Sonntag, 10 Mai, Militärtonzert auf der Kurhaus-Terrasse. Freitag, 15. Aai, Konzert acr Brftish- Northuinberland Militartt Band aus Aesvcastlc-oit-Thne.
orbnung sich über die Teuerungszulagen für dte f amten unterhielt, ba gab es im ganzen Haufe ,
über die Knauserei der Regierung und über die rwchrualtge Vertagung der Besoldungsverbesserung, anstatt deren man die Beamtenschaft wieder mit einer einmaligen und noch dazu als uwzulänglich befundenen Zuwendung abspeist.
Nach einem internationalen Höflichkcitsanstausch zwischen dem deutschen Reichsparlament und der Kammer der Helenen, trat man in die Beratung der ersten der erwähnten Gesetzentwürfe. Dank der seit nunmehr zwei Jahrzehnten getriebenen Subventionspolitik, hat die deutsche Schiffahrt auf dem großen Ozean einen erfreulichen Aufschwung genommen. 9lber einzelne Nebenlinien bedeuten für den diorddeutschen Llohd einen Leidensweg, den die allgemeine Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse des Slbeebereibetriebe§ mit dem bedeutenden DividendeN- turz dieses JalwcS nicht erfreulich gestaltet. Die Rücksicht hieraus und das Bedürfnis eines weiteren Aufschlusses unseres Schutzgebietes Neuguinea durch Erleichterung des Verkehrs mit Australien und Japan hat zu einer weiteren Subventionsforderung geführt, die bis zum Jahre 1914, dem Zeitpunkte des Ablaufs ber allgemeinen Subventionsvevträge dem Reiche im ganzen eine Mehrausgabe von 3 Millionen Mark auf» erlegen würde. Die sachverständigen ?(u3jiil)rungen des freisinnigen Vertreters von Bremen, dem Sitze des ftorddeutschen Lwyds, wurden ergänzt durch die zustimmenden Erklärungen des Dr. Semler, der so, obgleich er als Hamburger der konkurrierenden Hamburg-Amerika-Linie nahesteht, die allgemeinen Interessen der .^ansastädte zum Ausdruck brachte. Sie fanden die Gegnerschaft der durch den Grafen Kanitz vertretenen Kon- scroativen im Bunde mit Zentrum und Sozialdemokraten, deren 'Ausführungen nicht grabe im Zeichen des Verkehrs standen. Der Wortführer der Reichspartei Herr v. Dirksen zeigte, em größeres Verständnis für wirtm>astliche Notwendigkeiten, unb die würdige Antwort des Mg. Hormann auf die Anzapfungen Erzbergers bekundeten von neuem den vealpolitischen Geist, in dem die linksliberale Fraktioilsgemeinschaft ihre Aufgabe aufsaßt. Die Verweisung an die Vudgetkommission bedeutet wohl eine Vertagung der Angelegenheit über den Sommer hinaus.
Tas H a s t P f l i ch t g e s e tz für den K r a f t w a g e n v e r- kehr ruht im Schoße des Bundesrats. Auch hier güt es, noch kurz vor Toresschluß einen besonders drückenden Mißstand zu beseitigen ober zu mildern. Ter Sommer mit dem Reiseverkehr steht vor der Tür unb aus den Ortschaften am Rhein, der Sächsischen Schweiz und sonst in den Grenzbeftrken des Tonristenveriehrs sind Notschreie an Reichstag und Regierung gelangt über die Plakercien im Gefolge der Automobilsteuer, die die ausländischen Automobilreisenden vom Ueberfdjreiten ber deutsck>en Grenze abhalten. Ein Mitgesetz gibt bem Bundesrat gewisse Vollmachten für Erleichterungen beim Grcnzverkehr und wurde in erster und breiter Lesung erledigt. Tie Erprierimg gab .Anlaß zu. einer Kritik ter llutomobüstechtt, dte betonter* von den Vertretern der sozialdemokratischen Partei mit großer Schärfe geführt wurde.
In später Stunde begann man bann die Verhandlung über die Teuerungszulagen. Der Schatzselretär Sydow stellte die Parteien von vornherein durch ein Ultimatum vor die Zwangslage, entweder sich mit dem von ber Regierung den mittleren und unteren Beamten Gebotenen zu begnügen, oder durch den Versuch, ein Meyr zu erreichen, alles in Frage zu stellen.


