von 120 Mk. ergoß sich auf die Straße.
X DreiZbach bet Ehringshausen, 5. Juli. Der
Einsendungen zum Tabakarbeiterstreik.
Es hat übrigens in bent genannten Betrieb zu in grüßten Teil
Frankfurter Körse, 5. Jnli, 1.15 Uhr.
Reichsanleihe
Hamburg - Amerik. Paket!. 133.00
198.20
118.30
Obeischles. Eisen-Industrie 106.00
Berliner Handelsges
. 95.50 i
218.00
198.60
70.30
21/, Uhr wurden unsere Leute plötzlich aus die Stratze und
uuu 1111 oiufc mm erteil intere|)ieuten ---------1111 ...... ■ ■
Fg-t-wren tunjtlid) aus de» Punkt ßcnietien sind, von dem es jur Lür diLMMle Redakljon verantwortliL ju ^e.rtr, gtfiü
eines Spediteurs nahmen mit dem beladenen Rollwagen Reißaus und brachten dabei ein gefülltes Oelfaß zu Fall,
27.60
140.00
133.60
Elektriz. Lahmeyer . , Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk
Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn
84.60
63.25
96.20
Harpener Bergwerk. . Laurahtitte Nordd. Lloyd . .
94.10
84.00
94.40
84.10
92.80
94.00
98.50
98.70
93.70
103 35 65.80
66.80
91.25
93.45
95.00
142.80
27.70
118.90
142.20
. 154.00
130.40 z
Börse, . 173.20 . 130.00
do. Konsols do. Hessen Oberhessen
. 121.50
. 106.00
. 215.50
. 194.90
Wenn das den Leuten nicht paßte, so hätten sie mit Einhaltung der gesetzlichen 14 tägigen Frist 'kundigen sollen, statt kontraktbrüchig zu werden. Tie 14 Tage machten's doch gewiß nicht aus. Auch wird es als gar harmlos hingeslellt, daß nur etwa 50 Wickelmacherinnen die Arbeit niedergelegt hätten und verschwiegen, daß dadurch eine viel größere Anzahl Deckblatt- roller arbeitslos wurde.
Klingen kreuzt.
Zwar bestreitet er in einem gleichzeitigen Artikel in der Oberh. Volkszeitung die Neirtralität des Gieß. Anz. —- merkwürdigerweise gerade in dem Augenblick, als er von ihr Gebrauch macht. (!)"
Aus Fabrikantenkreisen schreibt man uns:
Der Wolf im Schafskleid. Unser freimütiger Appell im vorigen Eingesandt hat den Erfolg gehabt, daß der Gegner nunmehr zum erstenmal auf neutralem Boden mit uns die
3% 3>i7, 3%
3^7o
Dann kam dec Antrag Mainz zur Besprechung, nach welchem an den im nächsten Jahre in Hannover tagenden Deutschen Äerbandstage eine Eingabe beschlossen werden soll, daß unter Preisgabe des jetzigen Hess. Jnnungs-VerbandeS ein Germania- Zweigverband gegründet werden soll. Der geschästsführende Vorstand wird mit den Vorarbeiten beauftragt.
Darmstadt, 4. Juli. Prinzessin Ludwig von Battenberg ist gestern nachmittag, von Peterhof kommend, in Darmstadt eingetroffen und mit Automobil nach Schloß Heiligenberg gefahren. Prinz und Prinzessin Andreas von ,Griechenland kamen aus London zu Besuch auf Schloß Heiligenberg an.
immer wieder jedem neu zu Gesicht gekommenen Luftschiff die der Boden brach aus und der Inhalt des Fasses im Wertei alte Aufmerksamkeit geschenkt.
sehen verhelfen, daß man vor den unerfüllbaren Forderungen zurückwich und die stark zwei Drittel der Gesamtzahl betragenden, treu gebliebenen Arbeiter preisgab? Ein so schwächliches Verhalten ... „ .T .. ------ ~~ 0r,.‘Es galt vielmehr dem Schlag
Genossenjchaftsdtrektor P a e ch - Darmstadt, worauf er an Hand äuvorzukommen. Und das i)t geschehen und wird geschehen, solange
„Weshalb verschweigt der Herr Einsender," daß in der betr. Wiesecker $abrif- ein Besitzwechsel stattgefunden hatte, und daß der neue Besitzer selbstverständlich seine eigenen Fassons und Qualitäten unfertigen ließ, welche in anderen Filialen seit langen Jahren gearbeitet werden und doch unmöglich an die, ganz anderen Verhältnissen dienende Methode seines verstorbenen Vorgängers gebunden sein konnte."
Oesterr. Staats bahn . . .
Prince-Henri-Eiseubahu .
ins Feld getrieben: Ein mit zwei Personen bemannter Luftballon schwebte nämlich in geringer Höhe in der Richtung von Westen nach Osten. An dem Auswerfen von Sand merkte man schon in den vorher passierten Ortschaften, daß dem Fahrzeug der Atem bald ausgehe, und zahlreiche Bauersleute folgten ihm deshalb. Am Seil zog man dann hier den Ballon nieder. Es entstiegen ihm zwei in Zivil gekleidete Offiziere vom Jnf.-Reg. 39 aus Düsseldorf, die um 12 Uhr in Köln aufgestiegen waren und die beabsichtigten, nach Fulda zu segeln. Der entstandene Flurschaden wurde von ihnen sofort ersetzt. Zu Wagen brachte inan dann das Fahrzeug nach Station Bischoffen, von wo aus es mit der Bahn nach Köln befördert wurde. Das war nun schon der dritte Luftballon, den wir dieses Jahr sahen; doch wird
m Assenhe im, 5. Juli. (Tel.). In der Nidda ivurde 18jährige Hüttenarbeiter Heinrich Kloos von hier hantierte die Leiche eines aus Friedbergstammenden jungen Mannes am letzten Sonntag mit einer geladenen Schußwaffe. Der gefunden, der offenbar in der Dunkelheit in den Fluß geraten im gleichen Alter stehende Arbeiter Benner wurde das Iist. Jedenfalls liegt ein Unglücksfall vor, zumal ein größerer Opfer dieser Fahrlässigkeit. Eine Kugel ging ihm
(ßcrt^bfaal.
Gießen, 4. Juli. Standgericht. In der alten Kaserne > verhandelte am Mittwoch das Standgericht gegen den Ersatz- j Reservisten Tienstknecht Naus 0 x aus Alsfeld wegen Versäumnis l der Kontrollverfammlungen in zehn Fällen. Richter waren Major > Heuer, Vorsitz., Hauptmann Soldan und Oberleutnant Schwendy ! Beisitzer. Leutnant v. Pentz verttat die Anklage. Ter 1869 geb.; I Angeklagte war einige Jahre in der Schweiz abwesend und ist I vom Schöffengericht Lörrach wegen llebertretung der militärischen §! Kvntrollvorschriften für im Aus lande sich aushaltende Wehrpflicht J tige bestraft, ohne daß davon der Militärbehörde durch das Amts- ü gericht Mitteilung zuging. Nur dadurch ertlärte es sich, daß der 1 Angeklagte, der 1902 in Alsfeld Wohnung nahm und sich dorr t verheiratete, seit dieser Zeit, da er sich selbst dazu nicht stellte — ‘ wie es seine Pflicht w,ar — zehn Kontrollversammlungen versäumt hat. Ter Angeklagte luar geständig und wurde zu 14 Tagen : sprengen Arrest verurteilt, welches Urteil er sofort anerkannte. ■
Bochum, 2. Juli. Heute wurde vor der Zivilkammer des 1 hiesigen Landgerichts das Urteil in den gegen die Wittener , R 0 b u r 11 g e s e ll s ch a f t sowie gegen die Westfälische Feuer- - sozietät und die Leipziger Feuerversicherung angestrengten Klagen verkündigt. Gegen die RoburittGeseÜfchaft wurde die Verhandlung bis zur Erledigung des schwebenden Strafverfahrens ausgesetzt. Die Klagen gegen die Versicherungs-Gesellschaften wurden kostenpflichtig abgewiesen.
Le ipzig, 4. Juli. Das Reichsgericht hat die Revision des Schuhmachers Karl Naumann verworfen, der wegen Mordes und Raubes an der Markthelfers-- Ehefrau Roßberg zu Leipzig-Gohlis zum Tode verurteilt worden war.
4% Oesterr. Goldreute. . 4r/6% Oesterr. Silberreute 4% Ungar. Goldreute . . 4% Italien. Bente . . . 35o Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ 111
4>^7o russ.Staatsanl. 190s 4>i% Japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl. .
.'eines ausführlichen Zahlenmaterials die Vorteile eines Zu- K clil "Selbjwertrauen in der bedrohten Geschäftswelt sammenschlusses hervorhob und dann zur gemeinsamen Bil-' ° 1 -
düng einer Zentrale aufforderte. In der sich anschließenden Debatte sprach Drißler-Frankfurt gegen die Genossenschaft, während Schneider-Mannheim sehr warm und Seitz-Worms bedingungsweise dafür eintraten. Zum Schluß wurde mit großer Mehrheit eine Resolution angenommen, in tvelcher zur Unterstützung der Genossenschaft aufgefordert wird. Die Bekämpfung des Hefensyndikats und die Gründung eigener Hefenfabriken behandelte Redakteur Hering-Stuttgart. Er fordert auf, wenn auch nicht finanziell, so doch durch Bezug eines Teiles des Bedarfes das Solidaritätsgefühl zum Ausdruck zu bringen. Dann wurde eine Resolution angenommen, in welcher dieser Wunsch zum Ausdruck kommt.
Tie ganze Angelegenheit ist überhaupt, irte jeder Eingeweihte weiß, m enter Sune eine Rechts- und iNachtfrage. Es handelt sich darum, ob in den Fabriken die sozialdemokratische Organi- satwn oder aber die Besitzer schalten und walten sollen. Erst an zweiter Stelle kommt die Lohnfrage. Und hier müssen wir die angebliche Statistik als unvollkommen und tendenziös auf bas Nachdrücklichste zurückweisen. Wer kann es z. B. einer solchen ^ttftif mieten, wie viele Stunden täglich so ein Teckblattroller ?oer Wickelmacher (Mädchen) zur Erreichung eines gewissen Resultats gearbeitet hat. Fleiß und Pünktlichkeit sind sehr verschieden. Ferner geht aus solchen allgemeinen Angaben nicht ^rvor, ob es sich um Bolharbeiter oder Lehrlinge, normale oder minder- erwerbssahige Personen handelt. Ta fast ausschließlich Akkord- arbeit geliefert wird, so bleibt die Zeitausnützung fast allein dem sveien Willen des Arbeiters überlasten, sodaß ein gänzlich falsches iöüö entfteljt, wenn diese „Statistik ' alles über einen Kamm schert.
Tie überaus große Verschiedenheit der Voraussetzungen in den einzelnen Fabriken laßt auch eine summarische Behandlung aller dieser Fragen gar nicht zu, doch kann bestimmt behauptet werden, daß die Lohne in allen Betrieben fortgesetzt beträchtliche Aufbesserungen erfahren haben, sodaß sie wesentlich über dem anderwärts gezahlten^Lurchschuitt stehen. Dabei ist auch das Rohmaterial von Fahr zu Jahr besser geworden, entsprechend dem acfidgeuten Ver- p. Erda (Kreis Wetzlar), 4. Juli. Gestern nachinittaa! Miseren Qualitat'en. - W.r re,.inneren, haß die Ver-
j hältnisse von ehrgeizigen uno an der ^ache materiell interessierten^
Ur da das Wurfgeschoß gegen die Fenster des unteren ^ockwerks und gegen das Haus. Jedenfalls wird die Tapfere wn gehörigen Denkzettel erhalten, daß ihr in Zukunft solche Lrtcn nicht mehr in den Sinn kommen werden.
** Oeffentliche Lesehalle. Jin Juni wurden 2 2 2 9 Bände ansgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1343, Zeitschriften 301 , Jugendschriften 152, Vers- dichNmgen 62, Literaturgesehichte 6, Länder- und Völkerkunde 33, Kulturgeschichte 19, Geschichte und Biographien 106, Kunstgeschichte 19, Naturwissenschaft und Technologie 66, Heer- und Seewesen 10, Haus- und Landwirtschaft 12, Gesundheitslehre 18, Religion und Philosophie 47, Staatswissenschaft 17, Sprachwissenschaft 9, Fremdsprachliches 8 Bände. Nach auswärts kamen 52 Bande.
==■ Butzbach, 4. Juli. Die scheu gewordenen Pferde
Landwirtschaft.
Der Fruchtansatz d e s O b st e s m allen deutschen Landesteilen. Abgeschlossen am 19. Juni. Wichtige allgemeineBeobachtungen. । Frühjahrsnachtfröste: Die Schäden sind bedeutender, als । es vorauszusehen war. Strichweise, besonders in Nord- und Ostdeutschland, ist die Blüte der Erdbeeren, Zwetschen, Pftrsiche, Sauer» , kirschen fast ganz, der Aepfel und Birnen zum großen Teil ver° : uickstet. — Hagel selten. — Schädlinge: Aus allen Teilen des ; Reiches kommen Klagen über ungeheure Mengen von Raupen. > Manche Berichte melden, daß die Bäume ganz kahl gefressen sind, j Ganz besonders leiden u. a. Hessen und Hessen-9iassau durch Apfel-. j gespinstrnotte, Schwamm- und Ringelspmner, Frostnachtschmetterling,' Goldafter, Pflaumensägewespe und Pflaumenbohrer. In geringem Maße kommen auch Wicklerarten, die Stachelbeerblattwespe und । die Birntrauermücke vor. Blattläuse, Blutläuse, Schmalbauch,; , Zweigabstecher und Sauerwurm. — P i lzkra nk h e i te n. Der । Schorf tritt in diesem Jahre zurück. Hessen-Nasiau meldet das | Auftreten von Gnomonia erythrostoma, einer gefährlichen Krankheit der Kirschblätter. — Kalte feuchte Witterung, große | Trockenheit Hintern die Ausbildung des Fruchtansatzes. Gesamtergebnis des Fruchtansatzes 1907 nach den Berichten aller deutschen Obstbezirke: Für Deutschland kann im Durchschnitt eine gute , Mi11elernte erwartet werden! Der Ansatz ist: gut bei Süß» « kirschen, Sauerkirschen, Quitten, Stachelbeeren, Johannisbeeren, , Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren; gut — mittet bei Birnen, t Reineclauden, Weintrauben, Preißelbeeren; mittel bei Aepfeln,> s Pflaumen; mittet — gering bei Pfirsichen, Haselnüssen; gering bot 5 Aprikosen; mittel bei Llepfel; gut — bis mittel bei Birnen. ,!
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers* mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Geldbetrag bei dem Verunglückten gefunden wurde. nämlich in einen Beinknochen und hat bis heute noch nicht
§ A l s f e l d, 4. Juli. Gestern tagte hier im ,,Deutschen entfernt werden können.
5zaus" die Kreislehrerkonfe^renz. Der Vorsitzende, 4- Wächtersbach, 4. Juli. Der mittags aus der
>lretvrat Dr. H ö lzin ger, begrüßte die ^hrerschast in Richtung von Gelnhausen kommende Eil güterzug fuhr warmen, markanten Worten. Kvers chulinspektor E ck teilte J - x
hiernach die statistischen Punkte mit über den Bestand falscher Weichenstellung bet der Einfahrt m den
der Schulen im Kreise und ihrer Lehrerschaft. Dann hielt Bahnhof einem rangierenden Guterzug tn dte
Lehrer Lippert aus Schwarz einen Vortrag über die Flanke. Zwei Wagen des Rangierzuges wurden aus dem neue Zeichenmethode in der Volksschule. An der Geleise geworfen und demoliert, die Maschine des Eilgüter- Hand von Zeichnungen bewies er, wie die neue Methode zuges wurde ebenfalls beschädigt. Der Materialschaden ist Matur, Kunst und Pädagogik berücksichtige und diesem Drei- nicht unerheblich, Menschen wurden nicht verletzt.
gestirn volksschulgemäßem Zeichnen entspräche. Zu diesem X Gelnhausen, 4. Juli. Der bei der Elektrizitäts- Vortrage gab Kveisschulinspektor Eck methodische Winke, Gesellschaft Gelnhausen angestellte Buchhalter Gustav denen die Lehrepchast aufmertfam folgte Nach Schluy Anrecht wurde in Untersuchungshaft gen—n. Er der Verhandlung überreichte Kreisrat Dr. Holzrngeronnnn r. c.
dem in den Ruhestand versetzten Lehrer Schäfer aus Fisch- 25 °0O-—30000 Jlarf unterlagen haben.
bad) das ihm verliehene Silberne Kpeuz des Verdienst- sj Marburg, 0. Juli. Am Hellen Tage statteten ordens Philipps des Großmütigen mit der Krone, wofür gestern zwei fremde Gauner dem Zimmer der Kellner der Dekorierte in bewegter Meise dankte. Bei dem der in einem hiesigen feinen Restaurant einen Besuch ab amtlichen Konferenz folgenden Mittagsmahle brachte Kreis- und stahlen einen Hellen grünlich karrierten Anzug, sowie eine rat Dr. Hölzinger ern zündendes 5)och aus auf S. K.H. Hose. Ihre alten Kleider ließen sie liegen.
den Großherzog. Nach Aufhebung der Tafel begab sich ----—-----
die Lehrerschaft zur Tuberkulose-Ausstellung in die Turnhalle, wo unter der kundigen Führung des Kreisarztes Dr. Mengler ein Rundgang stattfand.
4% äussere Argentinier 3% Mexikaner < 4>i70 Chinesen . . .
Aktien:
Bochum Guss ....
Buderus E. W . . .
Tendenz: fest Berliner
Canada E. B.....
Darmstädter Bank . .
Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .
Tendenz : fest.
5. Juli. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türke:dose .
Darmstadt 4 ^uli 9Ine 9jrnrn6 her I, . Dieselbe Skrupellosigkeit der Wahrheit gegenüber tritt auch
t. ? 2 s? r rt/n.. ; ■ ™ r L, ; n?eC des in den gegnerischen Preßerörterungen zu Tage.
Verbandes der selbständigen Maler, Tüncher, Vergolder, Weiß- Allerdings ist die Taktik im Gieß. Anz. eine ganz andere als binder und Lackierer Süddeutschlands, die vom 18. bis in der Oberh. Volkszeitung, entsprechend dem verschieden gearteten 25. August hier abgehalten wird, veranstaltet die hiesiae Publikum, dessen Beifall erworben werden soll. — Es kommt die M«st-korganis-ti°n em° Fachausstellung S-e soll Haupt- be ^reÄ mit Rücksicht
1 achlich die Leistungsfähigkeit der Malermeister zeigen. Es auf die sozialistischen Leser die saftigsten revolutionären Phrasen dürfte ja richtig sein, daß man sich daran gewöhnt hat, mit!von „kapitalistischer Ausb eutungs w ut, Herrscheiner gewiffen Geringschätzung auf den Malermeister herab- sucht, Proyenhaftigkeit, Roheit, Unver'schärnt- rublicken und alles zurückunneisen inne ! heit, R a u b r i 11 e r t u m und wie die lieblichen Schimpfworte
Jt m Künstlern alle heißen, leistet, zwingt man sich UN Anzeiger zu einer Milderen obec Architekten stammt. Deshalb hat es der Verband der Tonart. Natürlich! Der Zweck ist ja auch ein grundverschiedener. Malermeister Süddeutschlands als seine Pflicht erachtet, alles Hier soll Haß und Fanatismus, dort Mitleid und Rührung dranzusetzen, um in dieser Fachausstellung das ganze Können hervorgebracht werden. Die armen unschuldig verfolgten sozial- und die Selbständigkeit dieses Berufes zu zeigen. So dürfen ""i,b°r M°rtyrerkroue welch rührendes Bild!
unter Gruppe A 1 nur selbständige Origmalentwurfe der Ver-1 Die Wahrheit kommt in beiden Fällen leider zu kurz, bandsmitglieder zur Ausstellung gelangen. Gruppe A 2 zeigt 1 " 1,1 " - . - - ~ •
Kollektivausstellungen selbständiger Originalentwürse von Verbandsmitgliedern aus einzelnen Städten oder Bezirken. Gruppe A 3 bringt photographische Aufnahmen ausgeführter Arbeiten nach eigenen Entwürfen der Verbandsmitglieder und Gruppe A 5 wird die verschiedenartigsten neueren Techniken für Behandlung von Wänden, Türen, Möbel und gebeizte Holzer zur Anschauung bringen. Aber auch in Bezug auf Farben und Materialien wird diese Veranstaltung eine Neuerung in- sofern bringen, als nur solche Farben oder Materialien zu- gelaffen werden, die nach dem Schema zur Bekämpfung der
Färb, und Materialienfälschung zusamn.engestellt sind und „ ------ .... ... .... .... ü.cl.
uon Materialienprufungskommistronen begutachtet sind. Der eine Ausarbeitung der noch vom Vorbesitzer vorhandenen Roh- .Verband will durch die Veranstaltung zeigen, daß die Ver- Eeriatien ftattgefunden, wobei man die interessante Wahrneh- .treter dieses Berufes in der Lage sind, Selbständiaes ru er- i)en a^cn weniger Fabrikat
nnh 2H !• r/ Cl als früher fertig wurde. Daraus war dann mit zwingender Logik
Niden und 8" schaffen und den riesig überhand nehmenden der Schluß zu ziehen, daß man die Grundlagen für einen Streik Warben- und wcaterialsallchungen entgegentreten. vorbereitete. — Ohne jeden Vorwand sind die „bescheidenen
sd. Eberstadt bei Darmstadt, 3. Juli. Der Bäcker- und gutmütigen" Wiesecker auch in einer anderen dortigen Innungs-Verband für Hessen hielt heute seinen 4 Ver- 100 ^Ä^Erung vorgeschützt werden konnte, nach bandstaa ab Der Vorsikend- i * »ni ^^nung einer unerfüllbaren Lohnforderung zur kündigungs-
»n Vorsitzende Ick tadt-Mamz begrüßte losen Arbeitsniederlegung d. h. zum Kontraktbruch geschritten zunächst die Ehrengäste und die Vertreter der bem Verband Was sollten nun die Fabrikanten machen? Sollten sie in nicht angehörenden Innungen Mannheim, Frankfurt, Worms kurzsichtiger Verblendung abwarten bis die „Organisierten" Darmstadt, sowie Gießen, Offenbach 2c. Der VorstKendelBetrieb nach dem anderen lahmgelegt und ihm, gestützt auf st-nte fest daß dem Verein - Q in für partielle L-tteiks wohl einige Zeit genügende Verbandskasse,
Lnn mrJ r B ?;erein.ö* Z- 10 Innungen nut über ihre unerträglichen Bedingungen ausgezwungen hätten? Sollte 400 Mitgliedern angehoren, un ^ause des letzten Jahres hat man den die Agitation als Lebensberus und Erwerbsquelle ans- die Mitgliederzahl um 60 zugenommen. Stärk-Mainz aab übenden fremden Verführern dadurch zu dem iwch fehlenden An- den Kassenbericht, aus dem der günstige Stand der Kassen ’ h'*6 *■“ " "
,t>erf|äüntffe zu ersehen ist. Ueber die Bedeutung des Ge> u ossenschastswesens für das Handwerk referierte hierauf! kam keinen Augenblick in Frage.
. . 225.60 3 . . 142.50 j
. . 170.60 i . . 139.80 v
. . 204.00 1
dw bahnten nm, her Selbsterhaltung willen Tein Zurück gibt,' ÜBirh durch diese ££age eine blühende Jndusttie vernichtet, so mögen sich die Bettoffenen bei den Herren Gauleitern und Agi. tatoren bedanken.
Reichsgerichtsbrief.
Nachdruck verboten.
. 3. 8. Leipzig, 5. Juli.
Hat der Milttärftskus bei Schädigungen durch eine Kaiser- Parade Schadenersatz zu leisten?
Anläßlich der im Herbst 1905 ftattqebabten Kaiserparade be9 18. Armeekorps sind mehrere Grundstücksbesitzen zu Nieder- Eschb ach mfolge der Errichtung einer Zuschauertribüne nebst eteb- und Wageuplätzeu und Anlegung von Zugangs- und Zu- iahrtswegen in ihren Feldirüchten geschädigt worden und klagen sie deshalb gegen den Reichsmilitärfiskus auf Schadloshaltung. Der beklagte Fiskus wendet ein, daß der eingeschlagene Rechtsweg un- Zulässig sei und die Kläger nur nach dem Naturalleistungsgesetze nom 15. Februar 1875 im Verwaltungswege entschädigt werden konnten, was auch mit 400 Mk. geschehen sei.
Tas Landgericht Gießen und das O b e r l a n d e sg e r i ch t A'armftatit wiesen die Kläger auch wegen Unzulässigkeit des Rechtsweges ab. xie Kläger hatten gegen das landgerichtliche Urteil eingewandt, daß der Rechtsweg nur dann ausgeschlossen sein könne, wenn es sich um die Frage handle, ob die Militär-, behiwde überhaupt berechtigt gewesen sei, die fraglichen Grundstücke zu benutzen, während hier eine Entschädigungspflicht bei einer -L-ache in Betracht käme, wo der Fiskus extra durch das Errichten von Tribünen und die Zwischenperson Mietzins erhalte und Geld verdiene. Dias Oberlandesgericht tritt jedoch hierzu den Einwen-^ düngen des beklagten Fiskus^ bei, welcher erklärt, daß die Errichtung der Tribünen in diesen Fällen nur zur Erhaltung der Ordnung geschehe, um dadurch auch größere Schäden zu verhindern.- die sonst stets durch das . überall umhertaufende Publikum entstehen und von der Militärbehörde entschädigt werden müßten. Wenn die Militärbehörde hieraus eine Einnahmequelle erhalte, so sei das nur eine Vergütung für die von ihr an die bett. Grunchtücksbesitzer zu zahlenden Entschädigungen.
Gegen das oberlandesgerichtliche Urteil hatten die Kläger Revision eingelegt und zwar mit dem Erfolge, daß der 6. Zivilsenat des Reichsgerichts das Urteil des Oberlandesgerichts aus hob und den Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten für hie Kläger als zulässig erklärte. Infolgedessen wurde die Sache zur weiteren Entscheidung über die Zulässigkeit und die Höhe der Ansprüche an das Landgericht zurückverwiesen.


