Ausgabe 
5.6.1907 Erstes Blatt
 
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längstens 10. b. Mts. melden bei Großh. Ministerium des Innern.

Der engere Ausschuß 511c Veranstaltung deS Ostafrika-Basars trat gestern abend um 10 Uhr noch einmal zusammen. Unter dem erschütternden Eindrücke i des jähen TodeS des Stadto. Kirch, des unermüdlichen Mit- j arbeiters an dem gemeinnützig- patriotischen Unternehmen, hatte man sich gestern mittag entschlossen, den Beginn des Basars von Samstag auf Sonntag zu verlegen in der Vor­aussetzung, daß am Freitag hier die Beerdigung stattfinden -würde. In einem Briefe an den Vorsitzenden des Aus­schusses aber wiederholte die Witwe noch einmal den Wunsch des Verstorbenen, den Basar unter allen Um­ständen in der einmal festgesetzten Weise statt­finden zu lassen, ihn unter keinen Umständen zu ver- ^schieben. Dieser letzten Bitte glaubte der Ausschuß um so eher willfahren zu sollen, als nach den Entschließungen der Hinterbliebenen bereits morgen die Totenfeier hier stattfindct. Der Basar wird also in der ursprünglich vorgesehenen Weise am Samstag, Sonntag und Montag vor sich gehen.

* Das Tuberkulose-Museum in der Turnhalle der Stadtknabenschule erfreut sich fortgesetzt eines sehr zahl­reichen Besuches. Die Zahl der Besucher istfheute bereits auf über 4000 gestiegen. Zahlreiche Besichtigungen von Schulen und Vereinen stehen noch bevor. Auch die Lehrer des KreiseL 1 Gießen werden in ihren Konfcrcnzbezicken in den nächsten l Tagen die Ausstellung unter ärztlicher Führung besichtigen.

** 6 i n c Sitzung der Stadtverordneten-Ber- Sammlung sollte am nächsten Donnerstag stallsiuden. Infolge 1 des plötzlichen Todes des Stadlv. Kirch ist sie ober aus Dienstag vertagt worden. Sie hat solgeiide Tagesordnung erhallen: 1. Mit­teilungen. 2. Baugesuch des Friedrich 9loll für den Weg nach dem Friedhof am Rodtberg. 3. Tesgl. des Karl Nikolaus für den Schiffenberger Weg. 4. Desgl. des Professor Dr. Kossel für die Ludwigstraße. 5. Tesgl. des H. W. Rinn für die Plockstraße. 6. Desgl. des Fr. Wilhelm Schmidt für Bahnhofstraße 77. 7. DeSgl. des Ziegenzuchtvereins für den Auneröüer Weg. 8. Berkalls von Grundstücken. 9. Beseitigung eines Schuppens aiis bem Gelände der srüheren Attienbrauerei. 10. Umbau des früher Feidel'schen Hauses. 11. Erweiterung des Rohrnetzes des Gas- nnö Wasser­werks. 12. Erweiterung des Kabelnctzes des Elektrizitätswerks. 13. Erweiterung des Gaswerks. 14. Maßnahmen deutscher Städte gegen § J3 des Zolltarifgefctzes. 15. Lohne der städtischen Ar­beiter. 16. Bergürung bar Zähler bei der Berufs- und Betriebs­zählung ani 12. Ium. 17. Gesuch des Anton Koch nm Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirlschaft auf dem Grundstück Plock­straße 3. 18. Desgl. des August Montanus für Bahnhostrraße 52a.

* Evang. Arbeiterverein Gießen. Das »Wald- fest^ am vorigen Sonntag mußte leider wegen Ungunst der Witterung im Saale gefeiert werden. Aber frisches Leben, , recht freudige Frühlingsstimmung herrschten auch da von An­fang bis zu Ende. AuLziig mit Musik, ernste und heitere Gesänge des Gemischten Chores, Kinderlieder und -Spiele, alles klappte vorzüglich und fand dankbare Allfnahme. Das Echo-Lied der KinderWie lieblich schallt" rc. mußte wiedcr- holt werden. Außer allgemeiner Anerkennung ernteten die i Kleinen auch noch einen Berg von Bretzeln, hübsche Sträußchen | u. dergl. mehr, so daß die Freude am Kindersang und -Spiel auch sichtbaren Ausdruck fand. Dem Leiter der Kinderschar, Vereinsdirigent Gernhardt, wurde von einem Mädchen ein mit sinnigen Worten begleiteter Blumenstrauß überreicht. Der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Euler, sprach bei der i Begrüßung in frischer und fesselnder Weise über die deutsch-.' Heimat. Der 2. Vorsitzende, Straßenwärter Weller, hatte ! die Anordnung des Ganzen recht geschickt geleitet.

' 1. Ulfa, 4. Juni. Bei der Gemeinderatswahl

wurden die seitherigen Gemeinderatsmitglicder Karl Ludw. Jäger und Phil. Fleischer wieder-, Gg. Ludwig I. neu* \ gewählt.

a. Blitzenrod, 4. Juni. Ter Zimmermann Just. Rinn- insland Don Lauterbach stürzte gestern beim Ausschlagen eines Neubaues in die Tiefe und verletzte sich so schwer, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird.

(sd.) D a r m st a d t, 4. Juni. Das neue Wahlgesetz wird nunmehr durch den Senioren-Konvent der zweiten K a m m e r am nächsten S a m s r a g einer gründlichen Prüfung unterzogen werden, ehe es seinem weiteren Schicksal entgegengeht. Die Führer der Fraktionen sind ersucht worden, je ein weiteres Parteimitglied zu der Besprechung mitzubringen, auch die beiden Vorsitzenden des Gesetzgebungsausschusses sind zu dieser wichtigen Besprechung geladen. Es scheint bei der Mehrheit der Mitglieder des Gesetz­gebungsausschusses sowohl, wie bei der Mehrheit der Kammer- mitglieder überhaupt die Meinung vorzuherrschen, daß auch der Gesetzgebnngsausschuß verfassungsgemäß das Recht und die Pflicht habe, sich mit der Materie zu beschäftigen. Der Finanz­ausschuß der zweiten Kammer tagte heute unter beni Vorsitz des Abg. Reinhart in Anwesenheit des Geh. Baurats Hvssmann. Es wurde in der Hauptsache über den Antrag des Freih. v. veyl betr. die Freilegung des Wormser Domes verhandelt. Eine Verständigung wurde aber zunächst nicht erzielt; es soll weiteres Material beschafft werden. Die Fortsetzung der Be­ratungen findet nächsten Dienstag statt. Dem Vernehmen nach ift der Munster des Innern Brau n seit einigen Tagen Reicht erkrankt, sodaß er das Zimmer hüten muß.

Wetzlar, 5. Juni. In der jüngsten Hauptver­sammlung des Landwirtschaftlichen Vereins für den Kreis Wetzlar erwähnte der Vorsitzende die Tatsache, daß jedes Jahr vom Mai bis zum Oktober die Schweinepreise in die Höhe gingen. Dies hänge damit zusammen, daß im Mai die Kartoffelvorräte zu Ende gingen und die Land­leute vorher die Schweine, die überdies auch gerade fett seien, verkauften, um sie los zu werden. Hierzu trat noch der Umstand, daß die Bauern im Sommer verschiedener zu befürchtender Gefahren wegen, z. B. der event. Seuche wegen, nicht gern Schweine halten. Da das Angebot sehr stark sei, sinke dann in der Jetztzeit der Preis für Schweine, er­ginge aber in der Zeit von Juli bis September wieder in die Höhe, weil dann die Nachfrage das Angebot wieder übertreffe. Zu einem Preisausgleich, der sehr zu wünschen wäre, würde es nur dann kommen, wenn ein Futterstoff gefunden würde, der an Stelle der zu gewissen Zeiten fehlenden Kartoffel treten könne. Auffallender Weise sind jetzt die Schafe kolossal teuer. So erzielte gestern ein Landmann unseres Kreises für 5 eben zur Herde gekommenen junge Hämmcl 105 M. In unferm 22 395 Hektar großen Wald, der auch schone, junge Eichenbestände aufznweiscn hat, ist man gegenwärtig eifrig mit Lohschälen beschäftigt. Noch vor wenigen Jahren erzielten viele Gemeinden für ihre L 0 hernte ein hübsches Sümmchen für den Gemeinbesäckel. Der Preis per Zentner betrug nämlich 810 M. und heute, da man einen Erfatzgerbesloff in Sübamerika entdeckt hat, berechnet sich ein Zentner Loh mit 4 M.; dabei sind die Tagelöhne ganz gewaltig in die Höhe gegangen.

[] Marburg, 4. Juni. Die hier in Stelle befindliche Dienslmagd Helmrich aus Densberg im Kreise Ziegenhain trank gestern Vitriol und starb heute früh nach entsetz­lichen Qualen. Wie man hört, soll das 26jährige Mädchen aus Liebeskummer so gehandelt haben.

Wiesbaden, 4. Juni. Ein Herr, heilt vor einiger Zeit 10 0 Mark gest 0 hlen wurden, erhielt vor kurzem folgenden Brief:Sehr geehrter Herr! Ich habe Ihnen Ihr Geld ge­stohlen. Nun kriege ich's aus einmal mit Gewissensbissen zu tun und schicke Ihnen einliegend 20 Mark. Sowie ich wieder Gewistensbisse kriege, erhalten Sie mehr!"

LaudwirLfchastsLammer gegen Handwerkskammer.

Tie Handwerlslämmer hat in ihrer letzten Tagung bekanntlich auf Antrag der Metzgerinnungen eine Resolution gegen die Be­schlüsse der Landwirtschaftslammer gefaßt, die die Regierung er­suchen wollte, Erhebungen über das tatsächliche Verhält­nis zwischen F l e i f ch - und S ch w e t n e p r e i s e n anzu- stellen. DieHess, lanow. Zeitschr." nimmt nunmehr in ihrer neuesten Nummer Stellung gegen diese Resolution, sowie ins­besondere gegen die betr. Ausführungen des Obermeisters Lautz aus Tarmstadt. Sie erhebt scharfen Protest gegen die dort aus­gesprochene Behauptung, die Landwirtschaft arbeite mit willkürlich zusammengcstellten Zahlen undstelle die nieoersten Groß-Ein t'ausspreise für Schweine den Detailverläufspreisen für die aus­gesucht feineren Stücke entgegen". Tie genannte Zeitschrift bemerk, dazu, daß diese Behauptung in allen ihren Teilen vollstäudü grundlos sei. Sie habe ausschließlich die Zahlen der amtlichen Dotierungen und zwar gerade im Gegensatz zu der erwähnten Be­hauptung absichtlich stets nur die Preise für allererste Qualitäten, also die höchsrcn Dotierungen für Schweine ihren Ausführuugei zu Grunde gelegt. Ebenso seien als Fleischpreise stets die von den Metzgern der Polizei für gewöhnliches Schweinefleisch mi Beigabe selbst mitgeteilten amtlichen Zahlen benützt worden. Ee ,ci deshalb zu bedauern, daß sich die Handwerkskammer durch ein Ichlecht fundiertes, den Tatsachen vollständig wid.riprechendes Re ferat zu der Beschuldigung habe hinreißen lassen. Es mag ja für die Metzger unangenehm sein, daß die von ihnen selbst aufgerolln Fleischnotsrage zur Aufklärung des Publikums über das ungesund. Verhältnis der hohen Fleischpreise zu den niedrigen Schweinepreisei, in einigen Städten und zu einem allmählichen heule nicht mehr zu verkennendem Umschwung des Urteils des Publikums übe; die Ursachen der hohen Fleischpreise geführt haben.

PcrmilWes.

* Die Prämie von 3 00 0 0 0 Mark der preu­ßischen Klassen-Lotteric fiel bei der Schlußziehung auf bic Nr. 131355.

* B ö s e S t r e i ch e ru ss i s ch e r N e v 0 l ti t i 0 n ä r e. In Zürich drangen in vorvergangener Nacht vier mit Revolvern bewaffnete Nüssen in die Wachtstnbe des dortigen Untersuchungsgefängnisses und gaben auf die Wachmann­schaft scharfe Schüsse ab, ohne jedoch jemand zu treffen. Der Wachtmeister alarmierte sofort das ganze Personal, worauf die Russen in der Dunkelheit entkamen. Offenbar handelt es sich um einen Versuch, den dort imtergebrachten russischen Revolutionären Klitaschicki, der in Warschau den Eisenbahndirektor Damidow ermordet hat, mit bewaffneter Hand zu befreien. Nach dem Ueberfall erfolgte im Laufe des gestrigen Vormittags bei den russischeu Flüchtlingen zahl­reiche Haussuchungen und Verhaftungen. Gestern Abend fließen drei Kinder auf offener Straße auf eine Bombe, bie mit einer 2 Meter langen Zündschnur versehen war. Die Bombe explodierte und alle drei Kinder waren ziemlich

fcywer verletzt. Wegen dieser Vorgänge herrscht unter der Bevölkerung Zürichs starke Erregung.

* Kleine Tageschronik. Ans Rheydt werben über 70 Typhusfälle gemelbet. Vielfach werden die Erkrankungen verheimlichl. Tie Seuche tritt jetzt auch in Häusern auf, die keine Wasserleitung haben. In P i n z i g (Schlesien) s ch 0 ß aus offener Straße der Schlosser Dudeck seine Geliebte nieder, und verüble bann Selbstmorb. Das Mädchen ist lebensgefährlich verletzt. Tas Motiv zu der Tat dürfte Eifersucht fein. In Berlin erschoß der Pferdehändler Becker seine Fran und versuchte sich bann selbst burch einen Schuß zu töten. Als der gewünschte Erfolg aiisblieb, schnitt er sich die Pulsabern burch. Becker ist nach bem Krankenhaufe als Polizeigefangener transpotirt ivorben. Es >vird angenommen, baß ser bet in letzter Zeit große Geschäftsverluste erlitten hat, int Einverstäubnis mit seiner Frau gehanbelt hat. In Breslau würbe bei ber Besichtigung int Paarexerzieren bes Trainbatlaillons Nr. 5 der Ei'mährig- Freiwillige Ritter, von einer Platzpatrone so unglücklich ge­troffen, baß er sofort tot zusammenstürztc. Bei einem ge­meinsamen Ausflug von Unteroffizieren wollte ber Unteroffizier Eckart aus U 1 m auf ber Fahrt von Pfronten nach Kempten bei iXu Station Salzbrnnn feine auf bas Ttittbrett gefallene Mütze aufheben. Er geriet babei unter ben Zug uijb es würbe ihm ber Kopf abgefahren. In Siebe nroerba stieß ber Hilfsarbeiter Winne seine Geliebte tu ben Mühlgraben, wo sie ertrank. Der Mörder erhängte sich in seiner Wohnung, wurde aber rechtzeitig abgeschnitten und verhaftet. ft

München,!. Juni. FelixMottl versprach für den Fall, daß er als Direktor der Hofoper nach Wien berufen werde, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. Frau Mottl dagegen erklärte, daß sie nie darin willigen werde, do man ihr außer Schuldenmachen kein anderes Verschulden nach, weisen könne. Indes hat bisher Mottl kein Entlassungsgesuch eingereicht. Die Blätternachrichten, daß ihm von der Inten­danz der Adel, Zuschüsse und 15 LOO Mark Pension angeboten wurden,, weun^er in München bleibe, sind Erfindungen.

~ ALveitcrbewegulrg.

Lauterbach, 4. Juni. Bis jetzt sind hier nut die fogtal- b c m 0 f r a t tf ehe n Di aurcr in ben Aus st anb getreten, während bic christ l.-s oz. tu eiterar beite n. Tie Forderungen tarnen auf lOflünbige Arbeitszeit, bet 40 Pfg. Stuubenlohn. Ge- iverkschaflsfekretär Hüttrnattn aus Frankfurt leitet ben Streik. Die etretfenben verhalten sich ruhig.

Karlsruhe, 5. Ium. Tie Uh re nsabri kanten beS Schivarztvalbes beschlossen, am 22. b. Mts. alle ihre Arbeiter, etwa ll 000, auszusperren, tuenn bie bestehenben Differenzen bis bahnt nicht ausgeglichen toerben.

Mülier'schc Badeanstalt.

Wasserwärme am 5. Juni: 13 ° R.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 6. Juni: Meist trüb, Regenfälle. Temperatur wie heute, west- ltche Winde.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 5. Juni. lOrig.-Telegr. deSGieß. An;.") V i e h in a r k t. Zutn Verkarste standen 00 Kälber, 00 Schate u. Hammel, 1800 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 56*00 Pf., Lebendgewicht 44.0000 Pf., 2. Qual. 5500 Pf., Lebendgewicht 13.50-00 Pfg., 3. Qual. 47-49 Pfg. Kalber 1. Qual. 00-00 Pf. Lebendgewicht 00 - 00 Pfg., 2. Qual. 0000 Pfg., Lebendgewicht lO00 Pfg., Schlachtgewicht 0000 Pfg. Schafe 1. Qualität 0000 Pfg., 2. Qualität 0000 Pfg, Geschäft bei Schweinen: >edrückt, llcbefftnnb bedeutend. Während des Marktes liefen noch mehrere Waggons mit 192 Schweinen ein.

II Kirchham, 4. Juni. Auf dem heute hier abgehaltenen R i u d 0 1 e h ut a r k r ivaren 600 Stück Rindvieh, darunter über 100 Kälber, aufgestellt. Bet guten Pretsen wurde flott verkauft. 21 uf dem Schivemeinarkt betrug bie Zufuhr etwas über 60j Stück. Für kleine Ferkel bezahlte man 2025 Mk., für Läufer 3540 Mk. per Paar. Ter Hanbel blieb flau.

Griginal-Vrahtmel-unge«.

Sd. T arm sta b t, 5. Juni. Ter Gr oft Herzogs em­pfing heute den österreichischen Gesandten von Eallen» bergin besonderer Audienz-und zog ihn zu der im Residenz-- schlosse stattfindenden Hoftafel. Es wurden 39 Gedecke auf- gelegt. Tas Groftherzogl. P a a r fuhr gestern mit oen Llcher Herrschaften nach Beendigung der Rheinfahrt von Eoblenz mit dem Automobil durch den Taunus über Wiesbaden nach Frankfurt und besuchte abends den Zirkus Schumann.

Frankfurt a. M., 5. Juni. Heute traten die Eng­länder die Heimfahrt durch das Rheinland an.

London, 5. Juni. Das dänische KöuigSpaar trifft am Samstag hier ein. Der Aufenthalt ist auf fünf Tage bemessen. Das Festprogramm umfaßt eine Truppen­schau, Gala-Vorstellung in der Oper, sowie Diner beim König und beim Prinzen von Wales. Von England begibt sich das Köiiigspaar an Bord der englischen KönigsyachtViktoria and Albert" nach Cherbviirg, ivo am Freitag der Empfang diirch den Präsidenten Fallreres erfolgte.

" Verleibauftalt

drchte Sundheimer&StFiipp

________pro flm und Woche 10 Pf. Frankfurta.M.ldv«/.

Aufruf!

$<15 WokMtigkeitSfest zum Besten der Hinlcrblicbenen unserer in Südwest-Afrika gefallenen und gestorbenen, tapferen Kämpfer soll nunmehr endaültia am 8 9 und 10 «uni d. IS. auf der L.cb.gshöh- st-it,finden. Verirrter der Behörden, der Stadt, der Unioerfilät, des Regiments Kaiser Wilhelm, der Militärvereme foww weit^Kreste der Bürger. '^ Unterstützung Aber an alle Einwohner Gi-tzcus ergeht hiermit der-Aufruf, das Fest diirch regen Besuch und freiwillige Gaben roirffam z» unkr.

H mögen fid) vereinigen, uni dem geplanten vaterländischen Unterneyiiien zu einem vollen Erfolg zu verhelfen! Ser am 2. und 3 Tag des Festes nicdriaer bemeliene

Eintrittspreis soll auch weiteren Kreisen Gelegenheit geben, das Fest besuchen zu können. 9 ö 1 meoriger oemepene

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Einwohner Giessens

$=$ ?yrau A. Hanscn, Hebstrctt, Lorsitzendcr des Marine-Bercins, ilonuiierücnrat .vcidiclbcim Frau VI Acidicihfim (rnmmrriirnrnt '^anJc*' Vorsitzender des Vcrcms ehemaliger Pioniere,

Leutnant Heßler, Frau F. Heuer, Frau E. Heuser, Frau 3ocdd, 5rciOCr. B Dmt £.1 P°-'zeianumann Herberg, Frau H. Herberg,

Dr- Orau H^ocppc, Frau A. Körte, Frau R. Kranße, LandgerichtSpräsident ItullmQiiii? Buchdruclercibc'sitzer Lan^ Frau' G Lanoermann Ln Ätn/,, Foch, Hauptmann Koeltschau, Prwat-

L. McngcS, Maior Mohr, ytau Mohr, Kaufmann Mettenheimer, Kommerzicurat Mueller, Geheimer Hosral Dr Netto Frau A' Noll Frau '1? Nücker' U^llrhi ITT °'s\ Oberleutnant Menges, Frau

strel, Frau K. Ploch, Frau P. Poppert, Frau R. Prätorius. Geheimer Schulrat Dr. Rausch, Frau H Reuß SiedHSantvalt^Dr^ Ersitzender deS Vcterancn-Verc-ns, Frau I. Pfannen-

staedt, Postdireklor Schäfer, Frau F. Schln-phake, Kommerzienrat Schirmer. Hauptmann Sdirccber, Fr?u A Schrocücr Oberleutnant Schwend? ^nmumnm.9'£hnn0^d,QQsu $^lnmer3lcnrat Schaffstaedt, Frau Schaff- vr. Stoericko, Frau A Stoencko Frau H. Strahl, Frau M. L. Strack, Oberstaaisanwait Theobald,^^Frau^ & Salö £rau Scffor @om,ncr' ®VflU Soctbeer, Direktor

ffinfr, Sorf^ter des Frau it. Wiener, 8u K. W°,s. M°j°r von Wunsch, SrL «. °°n

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