Ausgabe 
31.12.1907 Erstes Blatt
 
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Dienstag 31. Dezemder 1907

Nr. 306

Erstes Blatt

157. Jahrgang

monatlich 7b Vs.,oienel- jährlich M. 2.30 durch Äbdole- u. Awergstellen monatlich 65 151.. durch die Post DlL *L meriel* jährt «uSichl. BesteUg. 3nlenjprei6: lokal Ift'ßt, ousioärtfl ZG Plennig,

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Die yeutige Kummer umfaßt 12 Seiten.

Zum Iaßrcswcchlel.

E. A. Gießen, ben 31. Dez. 1907.

Wieder ist ein Jahr dahin, ein inhaltschweres Stück Lebmvlchickfal für den einzelnen Menschen, ein kurzer, sehr kurzer Zeitabschnitt in der Geschichte eines Volkes und einer Kultur und beinahe ein Nichts im Hinblick auf die Ewigkeit. Mag man einem solchen Zeitabschnitte im philosophischen Sinne auch die absolute Realität und Wirklichkeit absprechen und mag man das Jahr selbst für ein künstliches Produkt und eine mehr oder weniger will­kürliche Zeiteinteilung erklären, für uns behält der Jahres­wechsel doch eine tiefere Bedeutung. Wen stimmt es nicht wehmütig und doch auch wieder froh zugleich, wenn die Silvesterglocken den Schluß des alten und den Anbruch des neuen Jahres verkünden? Was uns das alte Jahr an Freude unb Leid gebracht hat, wissen wir, und in dieser letzten Stunde des Jahres zieht dieses alles noch einmal an unserem geistigen Auge vorüber. Was uns das neue Jahr dringen wird, wissen wir nicht. Wird es uns Glück bringen oder Unglück? Wer vermag es uns zu sagen, ob dieses neue Jahr nicht das letzte unseres Lebens sein wird?

Mit Mehmut begraben wir das alte Jahr unb mit tzosst nung begrüßen wir das neue, unb es ist eine schöne Sitte, daß man beim Jahreswechsel seinen Lieben, seinen Freunden unb seinen Bekannten Glück wünscht, also Erfüllung der schönsten unb besten Hoffnungen. Wenn man sich auch sagen muß, daß wahrscheinlich doch wohl nicht alle Hoffnungen unb Wünsche Erfüllung finden werden, ja vielleicht keine einzige, so hat man doch das tröstende Bewußtsein, nicht allein zu stehen in der Welt. Man sieht sich von mit­fühlenden Menschen umgeben, von Menschen, die wie wir -selbst leben und streben, bangen und hoffen. Bei allem Widerstreit der Interessen, der geistigen sowohl wie der wirtschaftlichen, der politischen sowohl wie der sozialen und nationalen gibt es doch des Einigenden unb des Gemein­samen so viel, daß das Gefühl der Zusammengehörigkeit in uns nie ganz getötet werden kann. Je besser wir dieses einigenbc erkennen und unser Wirken unb Schassen im Cebfzi daraus richten, um so besser werden wir bann auch uns selbst unb unseren Mitmenschen nützen.

Nach Glück streben wir alle, aber daß ein Glück auf Kosten anderer kein wahres Glück sein kann, sagt uns alles edlere Empfinden in uns, sagt uns allein schon eine flüchtige Ueberlegung. Dieser Gedanke ist der heutigen Generation bereits längst in Fleisch und Blut übergegangen, und mag man unsere Sozialpolitik in gewissen Kreisen unseres Volkes jetzt auch noch jo sehr herabsetzen, sie ist doch eine nicht wegzuleugnende Betätiguüg jenes Gedankens der Zu­sammengehörigkeit und Gemeinsamkeit aller Bevölkerungs- jchichten. Tie bitteren Lehren, die wir einstmals, in der Zeit der politischen Zersplitterung unseres deutschen Volkes gezogen haben, sie Huben uns auch den neuen Weg unserer Starke gezeigt. Vieles haben wir auf diesem Wege schon erreicht, aber außerordentlich viel müssen wir noch er­reichen. Aeußerlich ist das deutsche Reich zwar geeint und wohl keine Macht der Welt wird es jemals wieder aus- einanderreißen, aber im Innern ist doch noch viel Zer­rissenheit und Uneinigkeit. Hier bleibt dem wahren Bater- landsfreunde noch viel zu £un übrig, denn es tut not, daß wir auch im Innern fest zusammenhalten, uns immer besser verstehen lernen und unter gegenseitiger Achtung her Meinungen und Ueberzeugungen einig bleiben in der Liebe zu unserem gemeinsamen Vaterlande. Als ein politisch starkes, nach außen und innen geeintes und ge­festigtes .Volk sind wir aber erst in der Sage, auch für die übrige Menschheit zu wirken und neue Ewigkeitswerte zu schaffen.

Wenn uns jetzt beim Beginn des neuen Jahres aller­orten ein frohes Prosit Neujahr entgegengerufen wird, so dürfen wir es froh erwidern, denn jeder dieser Neujahrs­grüße erinnert uns daran, daß wir Menschen eines Ortes, eines Landes und vor allem einer Zeit sind, und daß diese Zeit das stärkste aller Bande, uns Menschen der Gegenwart allen anderen Zeiten gegenüber in Leid unb Freud zusammengeschmiedet hat zu gemeinsamer Arbeit. Damit sie uns gelinge und damit unser Leben uns nicht nutzlos dahinflietze, rufen wir uns zu:

Ein glückliches neues Jahr!

politische Tage»scha».

Völlige Sonntagsruhe.

Reichstagsabg. Köhler-Langsdorf schreibt uns: Es gereicht auch mir zu ganz besonderer Freude, aus Ihrem Blatte (Nr. 303 vom Freitag d. 27. Dez. 1907, 1. Bl.) zu ersehen, daß auch Sie der völligen Sonntags­ruhe im Handelsgewerbe Ihre Hilfe leihen. Denn die fortschreitende allgemeine Erkenntnis, daß die völlige Sonntagsruhe eine Vorbedingung sei ich gebrauche die eigenen Worte Ihres Leitartikelszur Hebung der materiellen und sittlichen Wohlfahrt der Völker", bedeutet einen eminenten Fortschritt der Kultur.

Wir sollen diesen Fortschritt fördern und pflegen mit allen unseren Kräften, unb nichts sollte uns abhalten, zu versuchen, den Widerstand derer zu überwinden, die aus Gründen des Egoismus und um ihres vermeintlichen

eigenen Vorteils willen irgend eine Gegnerschaft gegen die völlige Sonntagsruhe überhaupt in die Er­scheinung treten lassen.

Besonders auch halte ich dafür, daß den Angestellten und Bediensteten des Gastwirtsgewerbes eine weiter- gehende Sonntagsruhe, als die sie jetzt besitzen (ja, die sie eigentlich nicht besitzen) gesetzlich zu gewährleisten sei. Ich halte es dazu für unbedingt erforderlich, daß der össentlicheVerkehrderPost, der Telegraphie und auchderEisenbahnenan den Sonn- und Feier­tagen auf das allernotwendigste einzuschränken sei.

Denn nicht ein Sauftag soll der Sonntag sein, nicht ein Anlaß dazu, um wie besessen auf der Eisenbahn und aus anderen Vehikeln mie toll im Lande herumzufuhr­werken, sondern ich meine, der Sonntag sei einzig und allein-) azu gemacht, auf daßMensch und Vieh aus­ruhen von all ihrer Arbeit" und neue Kräfte sammeln. Der jüdische Sabbat und der eng­lisch eSonn tag, f i e feien unser Ideal! Niemand wird sagen können, daß Juden und Engländer durch ihre strenge Sonntagsruhe und -Heiligung ärmer geworden wären; im Gegenteil, beide sind die reichsten Völker der Erde und wahre Weltherrscher geworden.Trotz­dem" oderweil", wer entscheidet die Frage?

Möchte uns das neue Jahr auf dem Gebiete der Er- ftrebung völliger Sonntagsruhe für alle Stände einen tüchtigen unb handgreiflichen Fortschritt erbringen! Das ist's u. a., was ich unjereut deutschen Volke ganz besonders noch wünschen möchte zum neuen Jahre!"-

Zum Tode HinzpeterS.

Bei den Hinterbliebenen des verewigten Geheimrates Hinzpeter sind Beileidstelegramme eingegangen vom Kaiser; der Kaiserin, dem Prinzen Hein­rich unb der Großherzogin 2uise von Baden. Das Telegramm des Kaisers ist an den Schwiegersohn des Verblichenen, v. Dittfurth, gerichtet und lautet: Ihnen uno Ihrer lieben Frau spreche ich zu dem großen Verluste, die Sw mit mir erlitten haben, inniges, tiefgefühltes Mitleid aus. Was mir bei: Verstorbene gewesen ist, werde ich für alle Zeit in bau£6arer .Cclnncrung bewahren. Sind mir doch die Eindrücke, die ich in jungen Jahren von seiner starken und edlen Persönlichkeit empfangen habe, im späteren Leben für mich in mehr als einer Richtung bedeutungsvoll gewesen. Es ist mir heute eine wehmütige Freude, daß ich den Heimgegangenen vor wenigen Monaten noch ein­mal habe" begruben unb habet in gewohnter Weise manches Kluge unb Gute yabe vernehmen können. Möge sein An­denken gesegnet sein!

2<us Stadr und Land.

Q)Legcii, ui. Dez. 1907.

Unser Wandkalender für 1908 wird gegen­wärtig den Abonnenten m der Stadt zugestellt. Der Ent­wurf deL in tünstlerijchem Farbendruck ansgesühcten Kalendern stammt von bem Hialcr Heinrich Vogeler, dem sJ)iitgüei)e der berühmten Malerkolome Worpswede bei Bremen, bekanntlich einem der ausgezeichnetsten Künstler der Gegen­wart. Hoffentlich verkündigt der Kalender allen Lesern und Freunden des ,Gietzener Anzeigers" nur frohe und glückliche Tage. Den Abonnenten auf dem Lande geht der Kalender m den nächsten Tagen zu.

.** Ein Unfall desGroßherzogs. II. KK. HH. der Großherzog und die Großherzogin lehrten gestern nach­mittag mit Gefolge im Auto von Lich wieder ins Neue Palais nach Darmstadt zurück. Auf der Fahrt ereignete sich nach.der Tarmsll Ztg. dadurch ein leichter Unfall, daß der Wagenführer über einen durch den Schnee bedeckten Stein fuhr. Der Gro,Herzog, der mit der Großher­zogin ajtf ben Hinter, ^en des Autos Platz genommen hatte, stieß durch den Anprall mit dem Kopfe gegen die Decke des Wagens unb zog sich eine unb ebeutenb Wunde am vorderen Teile des Kopses zu. Nach Ansicht des Arztes wirb die Verletzung in einigen Tagen geheilt sein und keinerlei weitere Folgen Hadem

* Gehcimerat Dr. $ reihert ist in Urlaub ge­reist und wwd während seiner Abwesenheit durch Negierungs- ral Welcker vertreten.

* Eine Sitzung der Stadtverordneten- Verfammlung findet am Donnerstag, 2. Jam, nachm. 5 Uhr, statt. Auf der Tagesordnung steht nur die Ein­führung der neu und wiedergewählten Stadtverordneten.

** Krankenfürsorge. Die staatliche Betriebs- krankenkasse für bas Grohherzogtum Hessen, welche alle hessischen Staatsarbeiter umfaßt, hat bei 3V2prozentiger Beitragshöhe unb bei freier Arztwahl mit Einzelhonorie- rung vom 1. Januar 1908 ab die Krankenunterstützung auf Kinder der Kassenmitglieder bis zum vollendeten 6. Lebensjahre ausgedehnt. Die Erweiterung der Kranken- unterfiübung auf die Frauen der Kassenmitglieder war bereits bei der Errichtung der Kasse am 1. April 1900 erfolgt.

** Knnstv erein. Die Gemäldeausstellung am Brand bleibt am Neujahrstag geschlossen. Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, daß ein Teil der gegenwärtig ausgestellten Bilder nur noch Donnerstag unb Freitag ausgestellt bleibt. Bon Sonntag ab gelangt auf kurze Zeit eine interessante Schwarz-weiß-Gollettion der Künstler-GruppeBrücke" a. d. Daagaster Moor bei Barel (Oldenburg) zur Ausstellung.

** Frl. Sylva ist, wie sie uns mittei£t, nach erfolg­reichem Gastspiel imDieb" an das Hoftheater zu Ko- bürg von H^bst 1908 engagiert worden. 2we sehr talentvolle und viel verheizende, obendrein mit ungewöhn­lich glänzenden äußeren Mitteln ausgestattete junge Dar­stellerin hat sich trotz der bedauerl'chen Kürze ihrer hiesigen Wirksamkeit zahlreiche aujriä)tige ?yreunbe unb Bewunoerer ihrer Kunst erworben, die ihren bevorstehenden Fortgang im Untere ne des Austtrevens un.eres Sra^Uyeaiers ,chme«.z- lich empfinden werdem

* Das Bureau des Stadttheaters bittet uns mit­zuteilen : stn der worgiaen , e r i d) tu e n ö e r " Vorstellung ge­langen Gesangs- und Tanz-Einlagen von Krl. Sinter und Frl. owlluu m dem Geiellichailsblld aut FwUlvells Schl08 zur Vornwrung. Wegen neu etlicher Lt r a n t h e »l s ' ä l l e nuiBie Die Premiere uon Sudermanns Dl o j e u " aut nächsten Dienstag verschoben werden; am Freitag gelangt al5 10. Abonnememvornellung , K a t ch e u von H e t i b r o n u " 311t Ausführung. Tie Abonneiuen werden drmgend ersucht, die noch ausslehendan Abonnemems abzuholen.

** Gießener Ruder- O c s c l l s ch a f t. Noch ist die Reihe von Feptagen n:chr ganz vorüber, und schon ru|i£i man sich Tür die nun begntnenoe Ballsaison. Den Reigen der größeren Veranstaltungen wird dieG^e^erier Ruder-Geiellsa>aft 1877" eröffnen, die bereits am 11. Januar in den Sälen von Su'.t's Gerten ihr 31. S t i s t u n g s s e st in gewohnt glanzender Weise leiert. Waren die ltPjühc^en Vermistmtuugen Srrandfeste, so luerj.n wir diesmal dweck in bad feuchte Element hmeingesührt. Doch fie brauchen nicht zu erschrecken, schöne Leserin, es ist vvlltommen gei'ai,r_§, und nicht einmal ein nasses Füßchen werden Sie sich dabei holen; auch werden Sie finden, baß esdort unten" ober gar nicht so sürchterllch ist, wie der tuudjenbe Knappe erzählt. Kühüövrn unb Uacknne lassen, uns einen Blick in ihr Walwerreich werfen, wo sich reizeiwe Nstchen und Nympl)en tummeln.Im Rerche des Wassers"' so lautet Der Titel des Feft- spieli.s, der,aßt von der westfutcfchen Dichterin Johanna Baltz, welches zur Aufführung fonuuL Prächtige Dekorationen werden dem ganzen einen glanzvollen Rahmen geben und dazu bei* tragen, daß es wieder ein Z^est gibt, das sich feinen Vorgängern würdig zur Seite stellen kann.

** Lehrerpersonalien, lieber trag eit mürbe bem Lehrer Hch. Kurz zu Treis a. Lda. eine Leyrerstelle an der Gemeinoeschule zu Mainzlar. Bestätigt wurde der von dem Freiherrn v. Leonhardt zu Groß-Karben auf die 1. Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu äckem-Karben präsentierte Lehrep Wilh. Söbler zu Groß-Karbem

** lieber die Anlage einer Automobil-» renn bahn im Taunus fand im Magistratssaale des Frankfurter Rathauses eine vom Regierungspräsi­denten von Meister ein berufene Konferenz zwischen Ver­tretern des Bezirksverbandes der Stäbte Frankfurt unb Homburg sowie der Nachbarlreise, ferner der Delegierten des K. A. E. und des Vereins deutscher Motorfahrzeugs- tnbuftrieller statt. In der Sitzung wurden die Vorteile, die der Stadt Frankfurt und der Taunusgegenb dadurch zufallen würden, die technischen und finanziellen Gesichts­punkte gewürdigt und hervorgehoben. Definitive Ab­machungen konnten nach Lage der Sache nicht getroffen werden. Jedenfalls besteht aber kein Zweifel, daß die Taunusprojekte durchaus geeignet sind, gegenüber denen für die Eifelgegend bestehenden in engere Wahl zu treten. Vom Berliner Kaiserlichen A.-C. waren anwesend Graf Sierstorpf und Geheimrat Dr. v. Friedländer.

** Bei der gegenwärtigen Witterung sollten Zugtiere niemals länger als unbedingt erforderlich und nie­mals unbedeckt im Freren stehen gela,sen werben. (Liehe poliz-ei- liche Bekanntmachung im heutigen Blatt.)

** Die Eigentümer der an den Straßen lie­genden G r u n d st ü tt e sind verpflichtet, die F u ß st e i g e von Schnee und Eis zu reinigen und evtl, streuen zu lassen.

= Großen-Bus eck, 30. Lez. Bei der am 29. l. M. abgehaltenen Generalversammlung des Turnvereins wurde einstimmig beschlossen, von einer diesjährigen Winter- sestllchkeit abzusehen und dafür im Juni ober Juli nächsten Jahres daL 9jährige Stiftungsfest, verbunden mit Fahnen­weihe, zu feiern.

4- Watzenborn, 30. Dez. Neben dem bereits be­stehenden Konsum-Verein wurde hier noch ein neuer Kon- sum-Verein m. b. H. gegründet. Bei der am Sams­tag abgehaltenen Versammlung wurden in den Vor­stand bie Herren Balth. Happet IV., Vorsitzender, Georg Jung IV., Rechner, und Joh. Fett V., Kontrolleur, der Schreinermeister Balth. Burk, Lagerhalter; in den Auf- sicytsrat wurden die Herren Ludwig Jung, 5tarl Gilbert, 'Jakob Reitschmidt, Joh. Junker, Karl Weiß LL und Karl Burk, ferner ais Stellvertreter: die Herren Christoph Hav- pel und Karl Dietz gewählt. Bis jetzt yählt der Verein schon ca. 30 Mitglieder; es ist zu erwarten, daß er sich unter der erfahrenen Leitung recht gut entwickelt.

ch Friedberg, 30. Dez. Im abßelaufeuen Jahre ist zur W eitere ntwicklungunsererStadt manches geschehen und außerdem sind mehrere neue Projekte aus­gearbeitet worden. So hat die Stadtverwaltung beträcht- Itche Gelänbemassen an fast allen Stellen, die für die Stadt ein Interesse haben, erworben; es wurden Pläne zur Herstellung neuer Spaziergänge um die Stadt und am Burgberg hergestellt und genehmigt, das Rathaus umgebaut und ein neuer Rathaussaal eingerichtet, ferner das Gewerbe- gerecht, eine neue Friedhossordnung, städtische Straßen- reinigung usw. eingesührt. Endlich schloß sich auch die Stadt an das staatliche Gruppenwasserwerk Lauter an. Von besonders großem Einfluß auf die Fortentwicklung der Stadt wird aber die für 1908 bevorstehende Aus­führung der folgenden Projekte sein: Volksbad, Waszer- und Ausjichtsturm, Turn- unb Festhalle und Kanalisation.

chVomVogelsberg,30. Dez. Nachdem es mehrere Tage ununterbrochen hintereinander geschneit hat, liegt