Ausgabe 
30.12.1907 Zweites Blatt
 
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Nr. 305

Zweites Blatt

Montag 30. Dezember 1907

Gießener Anzeiger

Erlcdetni tk-Nch mtt Ausnahme des SonnuHgs.

General-Anzeiger für Gberheffen

157. Jahrgang

DtotohonSbrurf und ©erlag Oft BrübNche» UnlverftlätS - Buch- und BteinbrudeteL R. Lange. Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei» ftratze 7. Expedition und Verlag 6L

Äti)aflu>n:e^ll3. Tel.-Ade» AnzeigerGießen.

Die ^Giesiener $amtllenbl8tterw werden dem .Anzeiger^ oterma! wöchentlich beigelegt, das Mrtlsblefi fflt öen Kriii Gießen" zweimal wöchentlich. Der ..hessische Landwirt' erscheutt monatlich einmal.

................................ pelitivct>c Sagc»id>au.

Die Reichssteuerprojekte

sind den Bundesratsmitgliedern nunmehr zugegangen. Das Plenum des Bundesrats wird sich damit in der ersten Sitzung nach Neujahr beschäftigen. An der Spiritus­monopolvorlage (Entwurf über den Zwischenhandel mit Branntwein) sind nach einer parlamentarischen Kor­respondenz in letzter Stunde noch Aenderungen vorge- nommen worden, so daß der Plan, diese Vorlage noch vor Weihnachten zu erledigen, umgestoßen werden mußte. Die Zigarrenbanderolesteuer liegt ebenfalls den Bundesratsmitgliedern vor, doch scheint es, als ob die Regierung gewillt sei, diese Vorlage zu Gunsten einer Steuer aus bessere Sorten, die finanziell ergiebiger sein würde, zurückzuziehen. Nach Neujahr wird dem Bundes­rat auch die Vorlage über eine anderweitige Erhebung der Matri^ularbeiträge zugehen.

Vom Flottenverein.

Der Bayerische Sanocsvcrbauo des deutschen Flotten­oereins hat am 29. Dez. in München eine Delegierten­versammlung abgehalten und nach einer sehr ausgedehn­ten Diskussion einstimmig beschlossen, daß der Landesverband Vertreter zur Tagung des Flottenvereins nach Kassel schicken solle. Die Vertreter sollen dahin wirket!, daß an den^ Beschlüssen der letzten Tagung des Flotten­vereins in Köln, wo Friede zwischen der Zentratteitung und d<nn bayerischen Landesverband geschlossen lvurde, s e st g e h a l t e n werde, und das; Keim j e i n Ä m t als geschäftsführender Vorsitzender niederlege Nach der Kasseler Tagung soll eine neue Delegiectenver- sammlung des bayerischen Landesverbandes einberusen luer- den. Als Delegierte des Landesverbandes wurden Reichs- rat Frhc. v. Wuertzburg, Hochschulpiofesivr Gras du Mvu- lin nnb Negicrungscat v. Braun gewählt. Versamm­lungen von Ausschüssen des Deutschen Ftotten- Vereins in Franks urt a. S2)L und Dortmund haben inzwischen dem Präsidium ihr Vertrauen ausge­sprochen. DerFrkf. Ztg." wird aus Württemberg berichtet: Der Vorstand oer Sektion Leutkirch des Deutschen Flottenvereins, Rechtsanwalt Dr. Gut, hat jein Amt nieder gelegt und ist aus dem Verein ausgetreten. Unter den Vereinsmugtiedern zirkuliert eine Liste, durch die die Mitglieder zum Austritt aus dem Verein aujgesordert werden.

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Uebergrtffe der Polizei

Zwei besonders krasse Fälle lassen wieder einmal Klagen über die Polizei laut werden. In dem einen Falle, der sich in den Wechnachtstagen in München zugetragen hat, war bekanntlich ein Student von einem Schutzmann erschossen worden. Der angeheiterte Student war mll einem Tannen- bäumchen in der Hand singend durch die Straßen gezogen. Schutzleute wollten ihm das Singen verbieten und es kam zu lebhaften Auseinanderjetzungen, in deren Verlaus der eine Schutzmann den unbewaffneten Studenten aus nächster Nähe durch eine Kugel niederstreckte. Der zweite Fall hat sich in Berlin ereignet Dort erschienen ein früherer und ein jetziger Referendar auf einem Polizeirevier, um einen Mischer seftstellen zu lassen, der sie falsch gefahren hatte. Sie wurden gröblich an- gesahren, nach der Wache verbracht und dort der eine von ihnen aufs brutalste mißhandelt Trotzdem wurde ein Ver­fahren gegen die Schutzleute von der Staatsanwaltschaft abgelehnt, dagegen ein Verfahren gegen die Mißhandelten eingeleitet wegen Beleidigung der Schutzleute, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Hausfriedensbruchs. Erst eine Beschwerde hatte den Erfolg, daß aus Anweisung des Ober­staatsanwalts die Anllage auch gegen die Schutzleute wegen Beleidigung, Mißhandlung und Freiheitsberaubung erhoben wurde. Jetzt ist der hauptsächlich schuldige Schutzmann zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, der Referendar da­gegen freigesprochen worden. Es sind zwei typische Fälle dafür, wie falsch manche Polizeiorgane ihre Ausgabe auf- sassen. Sie vergessen nur gar zu häufig, daß sie zum Schutze und nicht zu Angrissen auf das Publikum da sind. In Hessen und speziell bei uns in Gießen haben wir in dieser Beziehung zu Klagen erfreulicherweise keinen Anlaß, um so bedauerlicher sind dann allerdings die Zu­stande im übrigen Reiche. Mit Recht klagt dieMünch. Allg. Ztg." darüber, daß die Staatsanwaltschaft es dort für ihre Pflicht halte,sich zunächst unbedingt auf den Standpunkt der Polizeiorgane zu stellen. Nun wird man ohne weiteres zugeben, daß der Dienst der Schutzmann- schäften ungewöhnlich schwer ist, und daß er nur dann zur Befriedigung erledigt werden kann, wenn die Ord­nungsorgane in kritischen Fallen aus den Beistand des Publikums oder wenigstens seines verständigen und ge­bildeten Teiles rechnen können. Das ist leider nicht immer der Fall; aber daß es nicht immer der Fall ist, das hat seinen Grund wieder nicht etwa nur in einem gewissen demokratisch-oppositionellen Instinkt, dessen extremste und akuteste Erscheinungsform man in Berlin alsBlaukoller" bezeichnet, sondern leider auch in jener grundsätzlich fal­schen Auffassung der Polizei, die manchmal den Eindruck macht, als betrachte sie sich als Selbstzweck und das Publikum als ihr Erziehungsobjekt, mit dem nach den pädagogischen Prinzipien der Kasernenhöfe verfahren wer­den dürfe." Der oben erwähnte Münchener Vorfall wird übrigens von den Liberalen demnächst zum Gegenstände einer Interpellation in der bayerischen Kammer gemacht werden.

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Eine Vergewaltigung von Deutschen in der Türkei.

In den in Der Nähe von der Hedjas-Bahn gelegenen JDxten Detlahm und klmmelamed, wo deutsche Kolo­

nisten von Haifa Landkomplexe gekauft haben, ver­weigerten die türkischen Behörden die Auslassung der Grund­stücke. Dieses Verhalten ist für Ummelamed formell ge­rechtfertigt, wo Veräußerungsbeschränk".ngen für Grundbesitz längs der Ledja-Bcrhn, sowohl für Ottomanen wie für Fremde, erlassen worden sind. In B^tlahm sind die Kolo­nisten bis jetzt nicht gestört worden; der hier gekaufte Grund und Boden wurde stets als deutsches Eigentum behandelt. In Ummelamed aber hat aus Befehl der Pforte der Walt von Beirut zunächst die ottomanischen Land­arbeiter der deutschen Erwerber an der Land­bestellung verhindern und j-tzt auch den Deut­schen selbst die Bebauung verbieten lassen. Auf die ocutschen Vorstellungen bat sich die Pforte bis jetzt ab­lehnend verhalten. Der oeutfche Generalkonsul in Beirut, Schroeder, ist baßer angewiesen, sich sofort zur Wahneh- nmng der deutschen Interessen nach Ummelamed zu be­geben und reift morgen dorthin ab.

Gin Honal von Genua biß zum Bodensee.

Römische Blätter melden, daß der Wasserbauingenieur Camiuada den Plan der Erbauung eines großen Kanals ausgearbeimt hat, der die Alpen durch­schneiden und Genua mit dem Bodensee ver­binden soll. Der Kanal soll eine Länge von 591 Kilo­meter haben, wovon 260 Kilometer aus bereits vorhandene Wasserläuse entfallen. Es sollen Schiffsladungen bis zu 600 Tonnen befördert werden können. Der jährlich Durch­gangsverkehr wird aus 15 Millionen Tonnen geschätzt.

Chinesische Kriegsschiffe und Calzschmnggler.

Vor einigen Tagen hui iich ein e e u) i zwischen der gesamten Flottille der chinesischen Ka­nonenboote, 19 an der Zahl, und Salzjchmugg- lern, die mit ihren Dfchouleu dem Schmuggel oblagen abgespielt. Das Gefecht fantz int A^ugise-Fluise statt und begann durch ein Treuen mit 5 Kanonenbooten, die den Ftuß inspizierten. Diese mußten aber den Rückzug an­treten, um kurze Zeit daraus mit Verstärkung wieder gegen die Salzschmugglcr vorzugehcn. Die Salzschmuggler ver­fügten über 2a Dschonken mit kriegsmäßiger Bewaffnung. Es kam zu einem erbitterten Kampfe. Die Bau- diten richteten ein so energisches Feuer gegen die Kanonen­boote, daß diese sämtlich in ihre Hände fielen. Es gelang nur einigen Offizieren und Ma­trosen, sich zu retten.

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Aus Sta-t und Lund.

Gießen, öu. Dez. 1907.

* Kriegerverein. Eine freudige Weiynachts- llimmung herrschte bei den äußerst zahlreich erschienenen Angehörigen deS hiesigen Kriegervereins, die sich am letzten Sonntag um den strahlenden Tannenbaum im Kolosseum vcr- lammelt hatten. Die eigentliche Feier wurde durch das Lied: .Jauchzet ihr Hirten", von einem Knabenchore sehr exakt oorgetragen, eingeleitet Die nun folgenden zwölf Weih­nachtsbilder ließen so recht die gnadenbringende Weihnachts­zeit erkennen. Alle Darsteller ernteten den lebhaftesten Beifall. Eine weitere Probe seines Könnens zeigte der Knabenchor in den beiden nun folgenden Weihnachlstiedern, die ebenfalls sehr beifällig aufgenommen wurden. Die Direktion des Kolosseunrs bot tn liebenswürdigster Weise einige tmemato* graphische Vorführungen, die in das sonst etwas ernste Pro­gramm eine heitere Abwechselung brachten. Die nunmehr anschließende Verlosung erzeugte besonders bei den glücklichen Gewinnern eine fröhliche Stimmung, die and) die tanzfrohe Jugend noch lange zusammeuhielt Mit Stolz darf der Kriegerverein aus die so hübsch verlaufene Feier zlirückblicken.

** Die Prüfung für die mittleren Stellen im Finanzfach beginnt am 6. April k. Js. zu Darmstadt. Meldungen dazu sind bei der Prüfungskommission bis 1. Fe- bruar einzureichen.

** Das Salz wird teurer. Nachdem bereits im Saufe des Sommers die Preise für Salz eine kleine Er­höhung erfuhren, haben die vereinigten Salinen am 28. Dezember einen abermaligen, bedeutenden Ausschlag eintreten lassen. Er beträgt jetzt ca. 1 Mark füclOO Kilo. Die Großhändler sind infolgedessen gezwungen, diesen No­tierungen Rechnung zu tragen. Auch der Letaillift wird sich auf einen neuen Verkaufspreis einrichten müssen. Es macht sich auch bei diesem Ereignis wieder fühlbar, daß die treibende Kraft hierzu in der allgemeinen wirtsck>aft- lichen Lage zu suchen ist

** Kirchengesangverein. Wie nws mitgeteilt wird, ist es unferem Ev. Lirchengesangverem gelungen, das weltberühmte LeipzigerQuartettfürKirchen- musik zu einer Musikaujsührung am 29. Januar zu ge­winnen. So schwer es auch in Gießen fein mag, sich unter der Fülle dessen, was hier immerlos" ist, M^chlnng zu verschaffen, jo wird der ui «wei Wellrellm woyl Legrmi^

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bete Ruf dieser ganz ernzigari.ige'N Kunliicc yo.leullich auch hier seine Anziehungskraft bewähren. Dazu soll der Rein­ertrag dem Ällgemeii'ien Verein für Armen- und Kranken­pflege zufallen, dem damit vor allem Badekuren für arme Kinder in erhöhtem Maße ermöglicht werden sollen. Ak­tiven und inaktiven Mitgliedern des KirchengesangvereinS werden ermäßigte Preise gewährt werden.

**AuS dem Bureau des StadttheaterS. ES fri daraus hin gewiesen, daß dieVe r schwe n de r"-Vorstclluna am Neujahrstage zu gewöhnlichen Preisen stattfindet und nicht wie im Spielplan mitgeteilt, zu kleinen Preisen. Für die Vov- skellung von Charlcys Tante sowohl als für die von Berichwender" weiden ausnahmsweise Gutscheine angenommen, was der Beachtung empfohlen wird, daVerschwender" bestimmt im Abonnement nicht gegeben wird. Alle Freunde unseres be­liebten Regisseurs und Komikers Herrn Bruno Schlegel werden cs mit Freuden vernehmen, daß dieser am 1. Januar als Valentin nach längerem Krankenlager die Bühne wieder betreten wird.

** Omnibus-Verkehr. Von der Omnibus-Gesell­schaft wird uns mitgeteilt, daß wegen deS hohen Dchnee- salls folgende Fahrten ausfallen: 10.40, 11.11, 11.25, 4.35, 5.05, 9.30 und 10 Uhr.

Verlauf von FeuerwerkSkörpern. Das Neu- lahrssest gibt dem Groß!). Polizeiamt Veranlassung, in heu­tiger Stummer die betreffenden gesetzlichen Bestimmungen zu oeröffenttlchen, worauf wir alle, die es angeht, hunveiien.

Turnerisches. Eine kürzlich abgehattene Sitzung der Vertreter der beiden Rlarburger, der deutschen Turner- ichast angehürenden Vereine, Turnverein und Turngemeinde, Hatte das Ergebnis, daß beim nächiien Gaulurntag tn (Siegen die Abhaltung bid Gaulurnfe lies des Gaues Hessen im Jahre 19u9 für Maiburg beantragt werden soll. Auch der aladenufche Turnverein hat feine Zustimmung zu dem Be- ichlusie gegeben.

** Gänsediebe. Im Lause dieses Monats wurden, zu Leun bei Braunfels zweimal nachts lebende Gänse iein mal zwei und das anverernal drei Stück) gestohlen. Sie Spuren sühnen nach Gießen und es gelang auch der Kriminalpolizei, die beiden Täier in einem hier beschäftig­ten Bäckergesellen und einem Hausburscyen zu ermitteln. Die Täter hatten zwei der Gänse hier verkauft und zwei davon ihren Angehörigen zugeschickt, während iie eine davon selbst verzehrten.

^Roheit In der Nacht auf den 28. L MjL. wurde an einem Kanfmannsladen am Kreuzplatz dseErker- scheibe von roher Hand zertrümmert Da bert artige Roheiten in letzter Zeit mehrfach vorgekommen sind, emptiehlt es sich doch, die Rolladen nachts herunter zu lassen.

** E i n b r u ch. In der Nacht vom 28. auf 29. L MtS. wurde bei einem Metzger in der Sicher Straße ein­gebrochen und eine Anzahl Würste gestohlen. Der Dieb untersuchte auch die unverschlossene Sadenkasse, fand aber das gewünschte Geld darin nicht, der Metzger hntte vorsorglich abends die Kasse geleert gehabt

** Woher sind die Kohlen? In der Nacht vom 28. auf 29. L Mts. betraf eine Schutzmannspatrouille an der Rodheimer Straße zwei Arbeiter, jeder mit eii^m ^ack Kohlen; da sich die Leute über den Erwerb nicht aus« weijen konnten, wurden sie in Polizeihaft genommen, nach ihrer polizeilichen Vernehmung am andern Morgen aber wieder entlassen.

** Verhaftung. Nm Sonntag nachmittag ver­haftete ein hiesiger Gendarm auf dem Landgraf-Mlipp- Platz einen jungen Menschen, anscheinend wegen Betteln. Als er ihn nach der Gendaremeriestation verbrir^en wollte, ergriff dieser die Flucht durch die Senckenberg» siraße; der Gendarm konnte aber besser laufen als der Verhaftete, denn es dauerte nicht lange, so kamen beide zurück und zwar der Gefangene gefesselt Nach kurzem Verhör wurde er in Polizeigewahrjam verbracht

! Mainzlar, 30. Dez. Ära 1. Weihnacytsseiertag abends gegen 11 Uhr brach in der hiesigen Mühle Feuer auf ungeklärte Weise aus. Es war nach langen Jahren das erste Mal, daß es hier brannte, aber es ist xeyt Waj;er- leitung da, so daß das Feuer rascher als sonst gelöscht werden konnte. Auch die Staufenberger Feuerwehr mußte mit eingreifen.

*m. Dorna ssenheim, 29. Dez. Hier verunglückte ern Einwohner dadurch, daß er in einen 90 Meter tiefen Ziehbrunnen stürzte. Der Brunnen wird momentan repariert, und in dem Augenblick des Unglücks war ein Arbeiter in dem Brunnen, der wie ein Wunder ohne Verletzung davonkam. Der Abgestürzte beugte sich über den Rand des Brunnen, und bekam das Uebergewicht; er wurde mit zerschmetterten Gliedern tot herausgezogen

-r. Büdingen, 27. Dez. Heute vormittag gegen 11 Uhr trafen JI. KK HH. Großherzog Ernst Lud­wig und Großherzogin Eleonore nebst Gefolge im Automobil hier zum Besuche des Fürsten Wolfgang von Büdingen ein. Nachmittags gegen 3 Uhr erfolgte die Weiterreise nach Meer Holz. Auch dort flatteren Die Herrschaften der gräflich Jsenburgischen Familie einen Be­such ab, woraus die Fahrt nach Darmstadt fortgesetzt wurde.

O Ode^n Hausen a. b Lahn, 29. Dez. Der kürzlich frei gegründete Turnverein bot durch eine gut arrangierte nachtsserer tz»m zrveiten Feiertag int Kiiukelschcn Saale sc inen Mitgliedern einige vergnügte Stunden. Tie turnerischen Hebungen, geleite: von dem Turnwart Ludwig Ecklmrdt ' aus Staufenberg, sanden lebhaften Beifall.

(sc.) Wetzlar, 28. Dez. In Bonbaden kam am -werten Feiertage der in den 60 er Jahren stehende Land- wirt Johann Strack betrunken nach Hause. Hier geriet er seinem Schwiegersohn, dem Bergmann Hein, rich S t r a u ß, in Streit, in dessen Verlause Strack seinem Schwiegsrjohne einen MelisrtziH in den Hals und