Ausgabe 
30.12.1907 Erstes Blatt
 
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sind. Es mftbnt immerhin Fälle Vorkommen, bafi solche Re­ferenzen entweder die Kreditfähigkeit zu Beurteilender in gün­stigem Lichte schildern, um~ selbst nicht zu Schaden zu kommen, tidcr aber, Nir, ne, aus toorge andere Lieferanten möchten ins Geschäft icnnnen, in schwarzen Warben zu malen versucht sind. Es ist somit iiar, b-au die Urteile von Referenzen im Vergleich zu den Auskünften gutgeleiteler berufsmätziger ?s u s k n n f t e i e n nicht immer auf unbedingte Zuverlässigkeit Anspruch erheben können^ rommt es doch sogar vor, das; sich Geschäftsleute dazu hergeben, gegen Bezahlung als Referenzen zn dienen, oft noch dazu für 'PCijoiicn, die ihnen kaum dem Xiamen nach bekannt find' Lat allo die Re^erenzauskunit für den, der sich ihrer bedient, schon einen verhaltii.smastig geringen Wert, so besteht nach jüngst ergangenen hochstmitanzlichen Entscheidungen unter Umständen ge­radezu eine (^ei'taljr für denjenigen, der sie erteilt. Die neuesten Urteile gehen in ihrer Begründung nuelyrfad) so weit, datz man eigentlich jede Auslunslserleilung nn Private wegen der Möglichkeit, hastpflichtig gemacht zu werden, ablehnen sollte Tie Mehrzahl der Reserenzeir jud>t sich zwar vor Rcgretz-An- sprächen zu schützen: es geschieht dies in der Weise, daß die Aus- tünfte mit den Zusätzenohne Verbindlichüdt" oderohne Obligo" ver>ehen werden. Solche Zusätze schützen aber nicht bedingungslos gegen .^astpilicht, da sie keine vertragliche Vereinbarung mit dem Austuultsempsänger darsteilen. Hieraus ergibt sich, daß der um AuSkunst ersuchte Kaufmann vor Abgabe der Auskunft ein Ablommen zu treffen hätte, welches die Haftung ausschließt so­weit dies gesetzlich überhaupt möglich ist ein Vertragsverhaltnis bezüglich der Entbindung von der Haftbarkeit, wie es die Aus- kunfteieu mit ihr n Kunden tätigen, wenn der als Referenz auftretende Kani mann im wrttesten einne gegen die Haltung aus seiner Auskunst geschützt sein soll. Um dies an einem Beispiel zu erläutern, wollen wir auf die Entscheidungsgründe eines Ur­teils des Landgerichts Torgau eingehen, das einen Kaufmann wegen Erteilung enter unzutreffenden Neserenzauslünft zum Schadenermtz verurteilt hatte. Es heißt darin, daß der Aus- lau, tserteiler bct Abgabe seines unzutres,enden llrteits die Sorg­falt eines ordentlichen Kaufmanns verletzt habe, weil er sich nicht hinreichend über die Verhältnisse oes Beurteilten unter- rid-tet habe. Ferner besagt das Urteil, datz die Firma, weld)e die Referenzausrunft erteilt hatte, von der in der Stadt bekannten mißlichen Vermögenslage des zu Beurteilenden gepört haben müsse. Ter Beklagte haste also der Firma, die auf gründ seims Berichtes Kredit gegcoen^ habe, für den erlittenen Schaden als Bürge, ohne daß es einer Vorausklage gegen den ursprünglichen Schuldner be­durfte. Hieraus ergibt sich, daß es nicht genagt, wenn der eine Reserenzaustuutt erteilende Kaufmann die tzrciahrungen mitteilt, die er per,önlich im geschäftlichen Verkehr mit dem zu Beur­teilenden gemacht hat. Er mutz vielmehr, wenn eiwa durch Käedit- gabe aus Grund der AuStnntt Schaden erwach,en ist, den diach- we,s dafür erbringen können, daß er sich über die Verhältnisse des Beurteilten ausreichend unterrichtet hat, wenn e£ vermeiden will, datz er für den verloren gegangenen Betrag hastbar gemacht wird. Wie mancher Lieferant, wie manche Bank, die als Referenz au,gegeben sind, begnügen sich mit der Wiedergabe ihrer eigenen Beobachtungen über den zu Beurteilenden. Zeder Kausmaiin hat wohl schon eine Reserenzanskun,t etwa folgenden Zni-alts erteilt, //-öd) kreditiere dem in Rede Stehenden gerne; seinen Verpflich­tungen bei mir kommt er nach." Selbst wenn diese Angaben aus der eigenen Erfahrung zutteffen, tritt in solchen Fallen eine Haltbarkeit ein, wenn die Referenz etwa ihr bekannte Tatsachen verschwiegen hat, weiche gegen die Kreditfähigkeit des Beurteilten sprechen, ja, die Haftbarkeii ist sogar schon vorhanden, wenn es dem Aus tuns tserteiler nach Lage der Verhältnisse möglich gewesen wäre, sich, durch Erkundigungen ein zutreffendes Bild über die Verpültnifse des Beurteilten zu fchasfen oder wenn er, wie oben aus- gefützrt, über die mißliche Lage des zu Beurteilenden hätte unter- rictztet sein müssen. Vorsichtige Kausieute dürsten daher gut tun, die Erteilung von Referenzaustünften grundsützlid) abzu­lehnen oder sich vor Erteilung der Auskunst die Entbindung von jeder Haftoarteit von dem Ansragenden ausdrüdlid) beftdtigen zu lassen oder aber sich eoensal.s vor Erteilung der Auskunft am Platze andenveitig, vielleicht bei einer als zuverlässig be­kannten Auskunftei zu erkundigen. Im letzteren Zalie mutz es and) rötlich erscheinen, die Belege (erhaltene Austunftausfer- tigungen, Briese ufw.) zn rejewieren, damit im Bedarfsfälle der Nachweis erbracht werden kann, daß die Referenzauskunft nicht nur auf gründ eigener Wahrnehmungen gegeben wurde, sondern daß Erkundigungen bei anderen Stellen ebenfalls stattgefunden haben.

Ein preußischer Major von einem Hauptmann erschossen.

In der oftpr. Regierungshauptstadl Al len stein wurde der Major von Schönebeck vom Trag.-Regiment Nr. 10 mit einer Schußwunde in der Stirn in seinem Schlafzimmer tot anfgesun- bcn. Major von Schönebeck wollte am Morgen des zweiten Weih- nachtsseiertages zur Jagd fahren. Als ihn sein Bursche mor­gens ^vecken wollte, fand er den Major Halo angetleidet tot aus der Schwelle seines Schlaszimmers mit einer Schußwunde in ter Stirn liegend: neben ihm lag sein Revolver. Dieser war aber voll geladen, in der Trommel sehlte feine einzige Pa­trone. Der tödliche Schuß ist unzweifelhaft aus einer kleineren Waffe abgefeuert_worden, und zwar aus der allernächsten Nähe, denn die EinschußsteUe war vom Pulver brandig versärbt. Im Nebenzimmer war ein Fenster geöffnet; von hier aus führten Spuren durch den frischen Schnee. Anscheinend ist also der Täter, nachdem er den Schuß abgegeben hatte, durch das Fenster entflohen. Im Hanse hat niemand etwas von dein Schutz ge­hört; das wird verständlich, wenn man die Verhältnisse in Betracht zieht.. Das von Major von Schönebeck und seiner Familie bewohnte Haus steht völlig frei; ein Schuß, und dazu nod) aus einer so kleinen Waffe, verhallt leicht. Das Haus besteht nur aus einem Erdgeschoß und einem Stockwerk. Wäh­rend der Erschossene zur ebenen Erde schlief, waren die Räume der Familie und der Dienerschaft im ersten Stock. So tarn es, daß auch im Hause niemand den Schutz gehört hat uitb die Tat erst am Morgen entdeckt wurde.

Am 28. Dezember wurde in seiner Wohnung der .H'aupt- mann v o n Go eben vom Masurischen Feldai tillerieregiment .Nr. 73 verhaftet unter dem Verdachte, den M ort) be­gangen zu haben. Er wurde in das Arresthaus der 37. Di­vif ion gebraan: irgend ein Geständnis hat er bis letzt nicht ab­gelegt. Der Hauptmann bestreitet angeblich nicht, in der Mord- nad)t im Haufe des erschossenen Majors gewesen zu sein, lieber den Zweck seines Aufenthaltes in der Villa des Majors gibt er aber keine Auskunft. Einige nähere Aufklärung wurde von der Vernehmung eines Allensieiner Bürgers erwartei, der ge­äußert haben sollte, daß er in der Mordnacht zwischen 12 und 1 tthr im Hanse v. Schönebecks Licht gesehen habe. Vor den Richtern hielt der Vernommene seine Auslage aber nicht auf­recht.

Hauptmann v. Goeben steht in dem Rufe eines vorzüglichen Mensurenschkägers und Pisiolenschützen.

Die Staatsanwaltschaft und das Kriegsgericht der dortigen Division sind unablämg bemüht, Klarheit zu schaffen. Ob die Verhaftung des Hauptmanns wird aufrecht erhalten werden können, ift nacy neueren Meldungen zweifelhaft, da, wie ver­lautet, positive Verdachtsmomente nicht vorliegen. Es heißt, daß die Verhaftung hauptsächlich erfolgt sei, um eine völlige Klärung der angeblich sehr verwickelten Famikienverhältnifse hcr- beizuführen. Daß auf jeden Fall mit der Annahme gerechnet wird, daß nur eine Milttärperson als Täter in Frage kommen kann, wird dadurch bestätigt, daß, unterstützt von der Staats- anwallfchaft, das Kriegsgericht die Untersuchung führt, das aud) für dringend erwünscht erklärt Hal, daß ihm alle zur Aufklärung dcs Tatbestandes dienenden Angaben unverzügtid) Ergehen. Auch sind auf Bitte des Kriegsministers vom Berliner Polizeipräsidium zwei Kriminalkommissare nad) Allensteiu ent­sandt und dem die Untersuchung führenden Kriegsgericht zur Verfügung gestellt worden. Es ist weiterhin bemerkenswert, datz Lie Familienmitglieder nicht zusammengeblieben sind, sondern sich getrennt haben.

Major von Schönebeck wurde am Sonntag nachmittag aus dem katholischen Friedhof beigesetzt, nachdem eine Trauerfeier in der Kapelle des Garnisonlazaretts stattgefunden hatte.

Dermifdytw.

* Eisenbahnunfälle. Aus Falkenberg wird vom 28. Dez. amtlich gemeldet: Gestern abend fuhr der Schnellzug Nr. 104 einem Güterzuge in die Flanke. Vom Zuge 104 entgleiste die Zuglokomotive; vom Güterzuge wurden die letzten vier Wagen erfaßt und umgeworfen. Im Schnellzug befand sich der Groß Herzog von Sachsen- Weimar. Es wurde ermittelt, daß im Salonwagen nur einige Flaschen zerbrochen worden sind. Von den übrigen Reisenden sind einige verletzt, sie setzten aber sämtlich ihre "Reise fort. In Leipzig überfuhr ein Personenzug, der von zwei Lokomotiven gezogen wurde, beim Einlaufen in den Bahnhof einen Prellbock, so daß die F ü h r u n g s l o k o - uiotive die Stirnwand des Bahnhofsgebäudes durchbrach und in das Zimmer eines Wa g e n m e i st e rs ein- drang. Personen wurden nicht verletzt. Die Lokomotive, die die Säulenwände zertrümmerte, ist stark beschädigt.

* Dorf und Stadt. In dem Vierteljahrheft zur Sta­tistik des Deutschen Reichs 1907 IV werden als Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 Nachweise über die. Be­völkerung des Reichs nad) Größenklassen der Gemeinden und über die Bevölkerungsdichte veröfsentkicht. Hiernach wohnten, von den 60 641 2'<8 Einwohnern des Deutschen Reichs 25822481 oder 42,58 vom Hundert in 72 811 Gemeinden mit weniger als 2000 unb 34 818 797 ober 57,42 vorn Hundert in 3580 Ge­meinden mit 2000 und mehr Einwohnern. Beide Gruppen von Gemeinden sind in je vier Größenklassen eingeteilt. Zur ersten Gruppe gehören 15 449 Gemeinden mit weniger als 100 Ein­wohnern unb einer Bevölkerung von 850 231 Seelen; 40 845 Gemeinden mit 100 bis 500 Einwohnern und einer Bevöl­kerung von 10 307 747 Seelen, 11 679 Gemeinden mit 500 bis 1000 Einwohnern und einer Bevölkerung von 8 073 843 Seelen, endlich 4838 Gemeinden mit 1000 bis 2000 Einwohnern und einer Bevölkerung von 6 590 660 Seelen. Zur zweiten Gruppe gehören 2386 Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern unb einer Bevölkerung von 7 158 685 Seelen, 945 Gemeinden mit 5000 bis 20 000 Einwohnern (Kleinstädte) und einer Bevöl­kerung von 8 334 478 Seelen, 208 Gemeinden von 20 000 bis 100 000 Einwohnern (Mittelstädte) und einer Bevölkerung von 7 816 630 Seelen. Endlid) 41 Gemeinden mit mehr als 100 000 Einwohnern (Großstädte) und einer Bevölkerung von 11509 004 Seelen. Unter Zugrundelegung der für das Reich ermittelten Fläche von 540,777,52 Quadratkilometer und der Bevölkerung von 60,641,278 Einwohnern kommen auf einen Quadratkilometer im Durchschnitt 112,14 Einwohner; vor 10 Jahren kamen aus dieselbe Fläche nur 96,70 Einwohner. Ab­gesehen von Berlin unb den Hansestaaten Hamburg und Bremen weisen unter den größeren Verwaltungsbezirken die beträcht­lichsten Dichten auf Regierungsbezirk Düsseldorf mit 546,10 Ein­wohnern auf 1 Quadratkilometer, Kreishauptmannschaft Chem­nitz mit 410,98 Einwohnern, der Hansestaat Lübeck mit 355,57, die Kreishauptmannschaften Leipzig, Zwickau und Dresden mit 321,37, 314,06 und 296,16, die Regierungsbezirke Köln mit 287,09 und Arnsberg mit 274,46, endlich Rheinhessen mit 268,86 und der Neckarkreis mit 243,71 Einwohnern auf 1 Qua­dratkilometer. Tie am geringsten bevölkerten Gebiete sind die Großherzogtümer Mccklenbnrg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin sowie die Regierungsbezirke Köslin, Allenstein und Lüneburg, die alle im Durchschnitt weniger als 50 Einwohner auf einen Quadratkilometer enthalten.

* Eine Panik im The ater. Im Stadttheater zu Döbeln gab es am 1. Weihnachtsseiertag bei ber Aufführung der KomödieDer Dieb" von Bernstein eine Aufregung. Im zweiten Akt, nad) ber pikanten Auskleideszene, rief plötzlich die Souffleuse nach Wasser, da sich unter ber Bühne Rauch hiuzog. Der Vorhang ging nieder, mehrere Feuerwehrleute eilten hinzu unb die Souffleuse rettete sich auf die Bühne. Währendbessen hatte aud) schon ein Zuschauer einen Hydranten auf dem Gang hinter den Logen geöffnet unb badurch sich und den Gang durchnäßt. Ein Teil des Publikums flüchtete in Aufregung aus dem Zu- ]'d)auerraum. Es stellte sich aber glücklicherweise heraus, baß nid)t Rauch, sondern Wasserdamps, der dem Ablaßrohr eines Heizrohrs unter der Bühne entströmte, die Souffleuse geängstigt hatte. Das Publikum beruhigte sich alsbald Mieder, so daß die Vorstellung zu Ende geführt werden konnte.

* Thüringisches. Man schreibt berKöln. Ztg." aus Greiz: Augenblicklich geht man mit dem Plane um, den wei- marischen Anteil an der Stadt Kranichfeld gegen die meiningischen Enklaven Lichtenhain, Vierzehnheiligen unb allenfalls aud) Miloa auszutauschen. Durch die mitten burch bie weimarisch-meinin- gische Stadt Kranichfeld im Zickzack laufende Lanbesgrenze sind nämlid) die merkwürdigsten Zustande geschaffen. In ein unb berselben Straße ist ein Teil der Häuser weimarisch, ein anderer meiningifd), balb läuft bie Grenze burch die Sd)lafstube eines Hauses, balb burch den Viehstall. Für die Gäste desRats- letters" sind bie verwickelten Grenzverhältnisse besvnbers vorteil­haft. Da die Grenze mitten durch das große Gastzimmer läuft, machen sie sid) bei ber Verschcebenheit der Feier ab end stunde n bieses zunutze, um aus einemLanb" in das anbere überzusiedeln und so die Polizeistunde zu umgehen. Außer der Stadt Kranichfelb gibt es übrigens nod) eine ganze Anzahl Ortschaften, dce verschiedenen Staaten angehören, uni) bei denen bie Verhält­nisse ähnlich liegen.

* Ginarmes Mäbchen , aber sehr h ü b s ch", bittet um eine Weihnachtsgabc. Tas originelle Schreiben, in dem dies geschieht, ist an eine Stettiner Firma gelangt, bie es ber Ostsee-Ztg." zur Verfügung stellt. Es lautet unter Weglassung der Namen wörtlich wie folgt:Geehrter Herr . . . Da es jetzt, zu Weihnachten geht und id) soviel Hefe verkaufen mutz. So möd)te id) Sie bitten um ein kleines Weihnachtsgeschenk. Ich bin Verkäuferin bei Herrn Bäckermeister . ... ich verkaufe schon 5 Jahre ihre geehrte Hefe und habe nod) niemals was zu Weih­nachten bekommen vom Herrn . . . Bitte seien Sie auch so gut zu mir und schenken sie mich was zu Weihnachteu ich bin ein armes Mädchen aber sehr hübsch. Die herzlichsten Grüße ver­bleibe id) Ihre Lina .... Jin voraus sage ich Ihnen mein lieber Herr .... mein^aller herzlichsten Dank für das große Weihnachtsgeschenk/' So ber Brief, bem am Schluß ber Sicher­heit halber nod) einmal die ganz genaue Adresse angefügt ist.

^amUieit»Had?rid?teie.

Verlobt: Frl. Minna öhmtcimami nut Herrn Ludwig Kanibeitz in Hungen. Frl. Gretel Ernst mit Herrn Heinz Knoch in Atarburg. Frl. Minna Wagrier in Atarburg mit Herrn Hans Hohnhorst in Berlin. Frl. Tilly Maus in Marburg mit Herrn Franz Renß in Benshausen. Frl. Toni Winkler mit Herrn Georg Schädta in Marburg. Frl. Henny Geidt in Marburg mit Herrn Hugo Drews m Köln a. Rh. Frl. Lotlchen Holl in Stadecken mit Herrn Heinrich Nahrgang in Ruppertenrod. Frl. Sophie Hinket mit Herrn Karl Reinhardt in Schlitz. Frl. Drna Vetter in Engelstadt mit Herrn Heinrich Falk in Butzbach. Frl. Elpe Müller m Alsfeld mit Herrn Konrad Wiegand in Barmen. Frl. Riathilde Lang mit Herrn Wilhelm Kops in Griedel. Frl. Berta Weiß mit Herrn Hermann Hahn in Altenburg. Frl. iZifa Schlitt in Atsseld mit Herrn August Korell in Frankfurt a. M. Frl. Elise Schwalm mit Herrn Konrad Hedderich in Elbenrod. «Zrl. Plane Enders mit Heinrich Richtberg in Romrod. Frl. Wilhelmuw Molw in Wetzlar mit Herrn Wilhelm Veit in Nau­born. Frl. Elisabeth Glaub mit Herrn Hermann Sieten in Reichelsheim. Frl. Frieda Kraft mit Herrn August Kester m Wetzlar.

Geboren: Herrn W. Henkel und Frau Emilie, geb. Möglich in Elberfeld ein Töchterchen. Herrn Pfarrer Ntöller unb Frau Martha, geb. Hübner in Rendel em Töchterchen.

Gestorben: Frau Ottilie Werner, geb. Stein, in Bad- Nauheim. Frau Etisabeihe Daubert in Alfeld. Marie Seeling in Alsfeld. Frau Pfarrer Marie Olberter in Büdingen. Herr Mühlenbesitzer Karl Bainnann in Wirgfolms. Uran Kunigunde Fillmar Wive., geb. Seelig, in Friedberg. /rau Katharine Ritz, geb. Ferch in Pfordt. Herr Schuhmachernici'ier Ruppert Lalifs in Marburg.

Kird>üd>e NachrichteHH,

Vanßdiidje Gemeinde.

Dienstag den 31. Dezember, Silvester: In der Stadtkirche.

Abends 6 Uhr: Pfarrer S di w a b e.

In der Joha»tueoiirche.

Abends 7'/« Uhr: P'arrer A u s f e 1 d.

Mittwoch den 1. Januar, Neujahr: Kollekte für die Armen.

In der Staditirche.

Vormittags 91/, Uyr: Pfarrer Schlaffer.

Abends 5 Uhr: Piarrer Schwabe.

In der Johanneskirchc.

Vormittags 91/, Uhr: Piarrafsistent Becker.

Abends 5 Uhr: Siehe Stadlklrcbe.

ZlathoLl)che Genicrndc.

Dienstag den 31. Dezember:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um b Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Nachmittags um 5% Uhr: Silvester-predigt, daraus Andacht mit Segen und Te De-m

Mittwoch den 1. Januar, Beschneidung des Herrn.

Vormittags von 6Uyr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.

, um 7 Uhr. Tie er|te heil. "Meße, vor unö m derselben Austeilung der heil. Mommuiuon.

um 8 Uhr: Tie zweiie heilige "Messe Mdilärgotlesdieiift mit Predigt.

um 91 $ Uhr. Hochamt mit Previgl.

Nachmittags um 5 /, Uhr: Feitandacht nut Segen.

MeternOt0jzrjcUe öetib:ut)iitngen der Station Gießen.

Tezember

Wette:

1907

2 <2 Z-ß

Höchste Temperattlr am 29.30. Dezember 3,1 * C.

Niedrigste 29.30. 5,5 6 C.

29.

2,&

743,7

-5,3

3,0

98

ENE

4

Schneefall

29.

924

745,8

5,2

2,6

85

E

4

30.

747,8

4,8

2,7

86

E

-

Bed. Himmel

Teiefomsche Kursberichte

des Giessend Anzeigers, mitge

und Indiibti

Frankfurter ßörsie.

Beichsanleihe . . 93.30 do. . . 82.9'J 3>$°/0 Konsois .... 93.75 do 82.90 ö>^0/0 Hessen 92 20 3>$0/0 Oberhessen . . . 92.00 Ob Uesterr. Goldrente. . 97 30 4l/6 % Uesterr. bilberreute 98.80

Lu gar. Goldreute . . 93 45 4% Italien. Bente . . .. 3-6 Portugiesen Serie I 63.20 3% Portugiesen III 64.-50 4>6 °/0 russ.Staatsaul. 19Ua 93 4)4"/o japau. Staatsanleihe 89.00 4-6 Uonv. Türken von 19u3 94.05 Türkenlose 143 40 4-6 Gnech. Monopol-Anl. . 49.70 4-6 äussere Argentinier . 84.75 3°/0 kleiiaaner .... 61.8u 4>so/o Chinesen .... 93.00

Aktien:

Bochum Guss 191.50

Buderus E. W 115.00

Tendenz: still.

Berliner Börse, 30.

Cauada E. B 151.20 Darmstadter Bank . . .. Deutsche Bank .... 228.70 Dortmunder-Union C. . . Dresdner Bank . . . 138.9b

Tendenz: ruhig.

teilt von der Bank für Handel le. Giessen.

30. Dezember. 1.16 Uhr.

Elektnz. Lahmeyer . . . 120.00 Elektnz. Sehuckert . . . 100.00 Esch weder Bergwerk . . 205.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 193.70 Hamburg-Amenk. PaketL 115.80 Harpeuer Bergwerk . . 195.50

Laurah ütte 217.00 bordd. Lloyd .... 104.00 Ubeischles. Eisen-Industrie 97.75 Berliner ilaudeisges. . . 154.80 Darmstädter Bank . . . 126.45 Deutsche Bank .... 228,o0 Deutsch-Asiat. Bank . . 133.00 Dibkonto-KomiuanoiL . , 171.30 Dresdner Bank .... 138.90 Kreditaktieu 200.80 Baltimore- und Ohio-

Eiseulahn 83.20

Gotthard bahn.

Lomuaru. Eisenbahn . . 28 10 Uesterr. Staalsouhn . . . 144.90 Pnnee-ilenn-Eisenbahn . 118.00

tezember. Anfangsknrse.

Harpener Bergwerk. . . 194.76 naurahütte 216.80 Lombarden E. B. ... 28.10 bordd. Lloyd 103.90 1 urkgnlose 143.70

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