Ausgabe 
28.12.1907 Zweites Blatt
 
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* Das GrvtzHerz o gSP aar in der Herberge. Eine schöne Wcihnachtsfreude wurde ain ersten Feiertag in der Frühe den 126 armen Wanderern bereitet, die zu dieser Zeit in der Herberge zur jeinia! in Darmstadt versammelt waren. Zur freudigen ileberraschung erschien trotz der frühen Morgenstunde auch der Großherzog und die Großherzogin und wohnten der Christbescherung bei. Nach einer Ansprache des Oberhofpredigcrs Ehrhardt wurden den anwesenden Stationsgästen Kleidungsstücke, wie Hemden, ©trumpfe, Schuhe, sowie Gebäck und Zigarren verabreicht. Im As yl der Odd ach losen des 2. Polizeireviers wurden im ganzen 55 Personen nach vorausgegangener Ansprache des Herrn Stadtpfarrers Vogel mit Wurst, Brötchen, Gebäck und Kleidungsstücken beschenkt.

** Ruhestandsversetzung. S. K. H. der Groß- Herzog haben den Oberaktuar bei dem Amtsgericht Mainz Ludwig Napoleon Franz auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des .Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Mühlheim (Kr. Offenbach). Mit der Stelle ist Organisten­dienst verbunden.

**Tie 7 h e s fischen Handelskammern (Darm­stadt, Offenbach, Gießen, Friedberg, Bingen, Worms und Mainz) haben bezüglich ihrer Jahresberichte eine dankenswerte Neuerung durchgeführt. Im Mai dieses Jahres haben sie auf dem hessischen Handelskammer­tage beschlossen, an die Stelle der seitherigen statisti­schen Abteilungen der einzelnen Handelskammerberichte, die sowohl wegen ihres verschiedenartigen Inhalts auch wegen der verschiedenartigen Anordnung des Stoffes mit­einander schwer oder überhaupt nicht vergleichbar waren, eine Zusammenfassung des gesamten erreichbaren, auf die wirtschaftlichen Verhältnisse des Großherzogtums bezüglichen Materials zu geben. Diesem Beschlüsse ent­sprechend ist jetzt bei Eduard Röther in Darmstadt ein ,LLirtschastlich-Statistisches Jahrbuch der hessischen Han­delskammern für 1906" erschienen, das von der Handels­kammer in Mainz in Gemeinschaft mit der Großh. Zentral­stelle für die Landesstatistik bearbeitet worden ist. Es bietet die Möglichkeit, die wirtschaftliche Entwickelung des Großherzogtums und seiner einzelnen Teile genau zu verfolgen, und stellt die Vorteile eines solchen Zusammen­arbeitens der Kammern in ein Helles Licht.

** Die Weihnachtsfeier des Ev. Junglings- and Männer-Vereins fand geftem abend statt. Ter aus Mitgliedern gebildete Posaunenchor eröffnete die Feier durch ein gut zu Gehör gebrachtes Stück. Hierauf begrüßte der Vorsitzende, Pfarrer Schwabe, die zahlreich Erschie­nenen und führte aus, daß sehr viele Jünglinge den Ge­fahren des Lebens preisgegeben seien uno daß es eine Auf­gabe unserer Zeit jei, helfend einzugreifen. Für die Mit­glieder möge die Feier ein Licht sein, das sie erleuchte und festige und sie gewappnet mache gegenüber den Versuchungen des Lebens. Die Zahl der Mitglieder ist im Steigen be­griffen. Begrüßen würde er es, wenn sich noch mehr Helfer fänden. Die gebotenen Vorträge und der eingerichtete Kurs in der französischen Sprache wurden gut besucht. Gemein­same Lieder, Terzette und Deklamationen wechselten mit­einander ab. Auch ein kleines Theaterstück wurde von einigen Mitgliedern gut gespielt. Zum Schlüsse fand dann die übliche Verlosung statt.

** Neujahrswunsch-Ablösung. Man schreibt uns:

Unter dieser Ueberschrift erschien in Nr. 300 d. Bl. ein Artikel, der die Ablösung oder Enthebung vom Senden und Ueberbringen von Neujahrsglückwümchen uno das Benennen der Abgelösten in der Tagespresse künftig verhindern will. Für Gießen hat dieser Artikel den Zweck, daß der hiesigen Klein- tinder-Bewahranstalt eine jährliche Einnahme von mehreren hun­dert Mark entzogen werde, angeblich zum Vorteile mehrerer hiesiger Geschäfte. Dieser völlig ungerechtfertigte Angriff der Papier- und Schreibwarenhändler auf die genannte Wohltütig- keitsanslalt kann nicht unerwidert bleiben.

Lor vielen Jahren vereinten sich Einwohner Gießens aus allen Ständen zu dem Beschlüsse, auch hier die Einrichtung einzuführen, die schon längst alsgute alte Sitte" in zahl­reichen Städten bestand und besteht, daß das vielen Leuten allmählich unangenehm und lästig gewordene massenhafte Ab- statten und Empfangen der formellen Neujahrsbefuche abge­schafft werde, und zwar derart, daß durch eine öffentlich an­gekündigte Spende für einen wohltätigen Zweck die Enthebung von solchen Besuchen erlangt wird. ' Jene Herren wandten sich f-amals an den Vorstand der hiesigen Kleinkinder-Bewahranstalt mit dem Anträge, die Einführung und Besorgung dieser Ent­hebungen in die Hand zu nehmen; es sollten dafür die ge­spendeten Gaben dieser Wohltätigkeitsanftalt zugewiesen werden. Freudig ging der Vorstand hieraus ein, umso mehr, als die Anstalt bei der stets wachsenden Zahl ihrer Kinder reichlichere Mittel nötig hat und in ihrem ganzen Betriebe größten­teils auf freiwillige Liebesgaben angeiuiefen ist. Die Ein­richtung trat ins Leben und sand viel Anklang und zu­nehmende Beteiligung. Ohne reden Widerspruch wurde allge­mein anerkannt, daß jeder, der eine milde Gabe spendete, ukö dies durch Nennung seines Namens bezeugte, von Ab­stattung der Neujahrsbesuche als befreit galt und seinerseits von Niemanden solche Besuche beanspruchte. Nachdeni diese Ein­richtung einige Jahre lang bestanden hatte, wurde von vielen Setten der Wunsch ausgesprochen, es möchte, wie in anderen Städten, neben den Besuchen auch die Enthebung von der irgend­wie pflichtmäßigen Zusendung von Neujahrskarten mit emge> schlossen werden. Dem stand doch wahrlich nichts im Wege; auch nicht in Rücksicht aus die hiesigen Papier- und Schreibwaren- handlungen. Denn es kann doch Niemand gezwungen werden, Neujahrskarten zu kaufen; und jeder, der, seine Freiheit sich wahrend, eine Gabe zur Enthebung spendet, hat auch die Frei­heit, dennoch so viele Karten zu senden, als er will. E^ geschieht dies auch tatsächlich, besonders Venvandten und Freun­den gegenüber. Beide Arten der Ablösung sind und bleiben nach Vieler Wunsch miteinander verbunoen. Jedenfalls aber liegt die Hauptbedeutung dieser Enthebungen in der Abschaffung der allzuvielen Neujahrsbefuche. Von den 130150 Herren und Damen, die bis jetzt Enthebungshalber jährlich der Klein- kinder-Bewahranftal^ eine Gabe spendeten, sind wohl keine 30, die deshalb auch da:. Kartenschicken teilweise unterlassen, und unter diesen ist Niemand, der nicht doch, besonders nadj außen hui, Glückwunschkarten sendet; denn jegliche Ent­hebung hier bezieht sich doch zunächst aus Gießen. Jedes der hier bestehenden 2030 Papier- und Schreibwarengeschäfte könnte durch diese Neuerung, den schlimmsten Fall angenommen, eine Schädigung von höchstens 12 Mt. jährlich erleiden. Und deshalb soll die Kleinkinder-Bewahranstalt um 300 bis 400 Mk. jährlich, die ihr dringend nötig sind, geschädigt wer den! Wie viele Hunderte von Neuerungen gibt es doch in dieser Neuzeit des Fortschrittes und der freien Entwickelung aus allen Gebieten des menschlichen Lebens! Wer will die Neu^

er uu genauer hindern, weil ftcjici allen Vo Keilen doch auch Ein- dClürn schaden bringen? So wie die Papier- und Scbreib- tvareiihändler unsere K^einkinder-B.nvahranstolt 'angreifen, ebenso müßten sie auch alle diejenigen bekämpfen imd verdammen, die bei den vielen Telephonstationen in unserer Stadt ihren guten Freunden wie es viel geschieht telephonische Neujahrs­glückwünsche zäsenden: Sollen solche Leute genötigt werden, solches zu unterlassen und statt dessen Neujahrskarten zu kausen und zu verschicken? Nein, weder diese Herren des Telepho- niereiis noch der Vorstand d-er Kinderschule die vielleicht auch etwas vom praktischen Erwerbsleben'verstehen haben im geringsten das Bewußtsein, daß sie durch ihre Neuerung Handel uni) Industrie", ja selbst dieEntwickelung unseres Kulturlebens" untergraben. Jener Artikel schließt mit der sehr unschönen, beleidigenden Bemerkung:Besonders aber sollten Untergrabungen nicht von einer Seite ausgehen, welche jedes Jahr größere Ansprüche an die Steuer kraft der Bürgerschaft und vorzugsweise der Gewerbetreibenden stellt."

Demgegenüber sei erklärt: Es ist nicht wahr, daß die Klein- kindcr-Bewahranstalt die Steuerkraft der Bürgerschaft bean­sprucht. Sie erbittet nur freiwillige Gaben ulck> geht einfach weg, wenn man ihre Bitten zurückweist. Sie muß aber bitten, weil sie ohne freiwillige Liebesgaben ihr wohltätiges Werk an ihren 200 bis 300 Kindern von 21/2 bis 6 Lebensjahren nicht durchführen könnte. Noch weniger wahr_ ist es, daß Vorzugs­weife die Gewerbetreibenden für die Anstalt in Anspruch ge­nommen würden. Auch sie werden allerdings um Beihilfe ge­beten; allein die allermeisten Beiträge kommen aus anderen Händen. Im Gegenteil haben die Geschäftsleute Gießens große Vorteile durch die Kleinkinder-Bewahranstalt. Wurden doch in voriger Woche aus den Geldern, die von den Vorstandsdamen zur Ehristbcscherung gesammelt worden waren, an 24 hiesige Geschäfte über 1300 Mk. bar bezahlt. Und das ganze Jahr hin­durch wird alles, was die Anstalt ansgibt, für Unterhalt des Gebäudes, Instandhaltung der beweglichen Gegenstände, für Hei­zung und Beleuchtung, für den ganzen Lebensunterhalt der Schwestern und Dienerin, für das Mittagessen der Kinder usw., an die hiesigen Geschäfte bezahlt, keine Mark wird nach aus­wärts verwendet; auch die Papier- und Schreibwarenhändler sind dabei beteiligt. Jede Schädigung der Anstalt ist darum auch eine Schädigung der hiesigen Gewerbetreibenden.

)( Trohe, 27. Dez. Hier ist eine P 0 st h i l s s st e l l e eingerichtet worden, die am 1. Januar ihren Betrieb auf­nehmen wird. Die Verwaltung wurde dem Bürgermeister Heinrich Schmidt übertragen.

§ Grün berg, 27. Dez. Einen Maßstab für die Güte des zu Ende gehenden Jahres geben die W e i h - n a ch t s g e f ch ä f te und die Sparkasseneinlagen, die -alljährlich um diese Zeit eine große Zahl von Besuchern unserer Stadt zuführcen. In den Geschäften ging es auf Weihnachten sehr lebhaft zu, oft konnte man kaum Platz in den Läden finden. Die Eisenbahnzüge führten stets neue Scharen hinzu. Unsere Geschäftsleute können zufrieden jein mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Die Bestünde der Kasseneinlagen beweisen, daß die Lage unserer Land­wirte seit dem letzten Jahrzehnt eine stetig bessere geworden ist. Wer die Spareinlagen von drei Jahrzehnten mit den heutigen vergleicht, findet einen gar großen Unterschied, einen Unterschied, der aber Fortschritt bedeutet.

+ Alsfeld, 25. Dez. Sehr betrübte Gesichter gab es hier und in der Umgegend, wie in Altenburg, in Leusel usw., als die beurlaubten Soldaten zu Hause den telegraphischen Befehl oft weit aus ihren Garnisonen, z. B. aus München zur sofortigen Rückkehr erhielten. Ur­sache war die Meldung der Sch a r l a ch ep id e m i e, die erst eingetroffen war, als sie ihren Garnisonsort verlassen hatten.

= Burg-Gemünden, 27. Dez. Die Güter-Ab- fertigungs stelle Burg- und ' Nieder-Gemünden ist einem von vielen Seiten geäußerten Bedürfnis entsprechend an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen worden.

O Laubach, 26. Dez. Der frühere Kapellmeister F. A. Kern, der hier beheimatet ist, hat nach vorübergehendem Aufenthalt in Friedberg zum zweiten Male im Herbst Deutschland verlafjen, um in der Stadt Belleville bei St. Louis Aufenthalt zu nehmen. Nach soeben eingetroffener Zeitung hat der Musikdirigent des dortigenLiederkranz", dessen Leitung Sxrrn Kern obliegt, dura) den Vortrag der von ihm komponierten gemischten sowie Mannerchöre einen außerordentlichen Erfolg zu verzeichnen.

R. B. Darmstadt, 2/. Dez. Nach hierher gelangter Meldung hat gestern abend auf der Ortsstraße von Ga­dernheim L O. eine Sch 1 ägerei zwischen Zungen Burschen stattgefunden, bei welcher der Wirtssohn Emil Greulich aus Allertshofen ourch Messerstiche so schwer ver­letzt wurde, daß er in Lebensgefahr darniederliegt. Der Tater soll ein Bursche aus Beeoenkirchen sein.

X Hanau, 25. Dez. Im Walde bei Bernbach hatten Forst beamte des Grafen zu Vseuburg-Meerholz einen Zusammen st 0 ß mit einem Wilderer Weber aus Gelnhausen. Der Wilderer riß, als er die Forstbeamten erblickte, sofort das Gewehr zum Schüsse an die Wange. Ter Forstbeamte Karrach kam dem Wilderer jedoch zuvor, und schoß ihm eine Schrotladung in das Bein. Ter verletzte Milderer wollte nun flüchten, fiel jedoch zu Boden und brach ein Bein, so daß er festgenommcn werden konnte. Ta er nicht gehen konnte, mußte er in das Hospital nach Meerholz transportiert werden.

Mn lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung ©bergens.

Auflage über 13000 Expl.

RHe Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts­stelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Rnzeiger entgegen. Heu hinzutretende Leser er­halten den Gießener Rnzeiger bis zum (ßuartalsanfang auf Wunsch gratis zugestellt.

L-ttiVeejitäts-NachrLchten.

Geheimer Rat Pros. Dr. jur. E. A. Friedberg ist voll der theologischen Faknlläl der Universitäl Leipzig anläßlich feines 70. Geburtstages zum D 0 ctor tlieol. honoris causa er­nannt worden. (Friedberg war ursprünglich Israelit, wurde katho­lisch, trat aber späler zum ProteslaulismuS über. Er ist einer der bedeutendsten KirchenrechtSlehrer der 6)egenwart. Als solcher ver­ficht er mit autzerordemlicher, kühler Geislesschärse die Rechte des Staates gegenüber der kathol. Kirche und eine freiere Gcslaltimg der Protest. Kirche. D. Red.)

- Wie uns aus Marburg gemeldet toird, ist dem Privat­dozenten für klassische Philologie an der dorkigeii Universität Tr. phil. Georg Thiele das Prädikat Professor verliehen worden. -- Professor Tr. med. Friedrich Kutscher, Privatdozent für Physiologie, bisher erster Assistent bei Professor Schenck am Mar­burger physiologischen Institut, der erst kürzlich zum Abtei- lnilgsvorsteher am genannten Institut befördert wurde, wurde zum

rr medizinischen Fakultät daseM

außerordentlichen Profes ernannt.

Tie sranzös. Akademie der Jnschriüen und schönen Wissen, schastc.i wählte den Proiessor E o n^e in Berlin, Mitglied des $ot stau des des deutschen archäologischen Institutes in Athen, iU1J LorvPiL!1?ll-i?-1 Lrc!|i~'.c 'i'' 0

In Berlin sührten einen dreisten Einbruchödiebstabl Gelds ch rau kkn acker in einer Weihnachtsnacht aus. Die Tiebe hatten es auf den Geldschrank der Silberwarensirma Az*, ncr u. Kroll abgesehen. Mit Hilfe von Tietrichen und Nach­schlüsseln verschafften sie sich Zutritt zu den Bureauräumlichl feiten. Nach langer mühevoller Arbeit gelang es ihnen, hen großen GeldsckHarik zu öfsnen. Sie raubten nahezu 20 000 M in Gold und in Wertpapieren und 500 Talerstücke.

In der dieser Tage in M 0 s k a u Hingerichteten Mörderin des Generals H ö r f ch e l m a n n vermutet die russ. Pglirx., die geheimnisvolle Fürstin Elisabeth Meschtschcrski die von ihrem Gatten getrennt lebte.

Ein schwerer Sturm verursachte viele Unfälle zur Ze? Ter aus Grimaby stammende FischdampferRowena" mit ueiln Mann Besatzung wird vermißt. Erschütternde Szenen spielten sich ab bei der Rettung der Mannschaft des norivcgischen Schoner- Vamos", der an der Südküste strandete. Er lief auf Kliph^ auf imt) begann schnell zu sinken. Aus Notsignale der Mann­schaft hin kamen die Einwohner der nahe gelegenen Küsten- dörfer den Schiffbrüchigen zu Hilfe. Im Verein mit den Küsten^ Wächtern gelang es ihnen, trotz der größten Schwierigkeiten durch ihren unerschütterlichen Mut, die gesamte Mannschaft in' der Morgendämmerung zu retten.

Märkte.

D i e Schwein em ärkle auf dem Liehhoszn Frankfurt a. B!. 'auden feilher Niontags, Atittmochs und Freitags stall. Währeiid Alontag und Alitlwoch die Hauplniärlie lind, i|i der Freuagsmarkl von geringerer Bedeutung. Er erhält keine neue Zufuhren, es stehen vielmehr an btefein Tage nur die an den beiden elfteren Tagen nicht vertautten Schiveine zum Ver­kauf und dementsprechend wird der Frenagsuiarki von Atetzgern wenig besucht. Im allseitigen Interesse ist deshalb der Freitags abgehaltene Schweineniarkl ans Tonnerslag verlegt worden. Am Donnerstag findet der Hanpnnarkt für Kälber und der zweue Grotzviehmarlt statt. Au diefem Tage können also die zahlreichen QJleijger, die neben diesen Biesgattinigen nilch Schweine schlachtcn glelchzeuig ailch ihren Bedarf an Schmeilien decken. Vom 1. Januar k. Js. ab werden daher die Schweinemärkle ans dem Liehhof Mowags, ?Aulioochs und Donnerstags abgehalten.

SchrssLnachricyren.

Ter Postdanwierjeelcmo" oerReo otetv Linie" in Ant­werpen ist lant Telegramm am 24. Tezember wohlbehalten in Üteivyork a>igekonunen.

Spic.plan vtS gltuen Außencr ZNadUycalers.

Sonntag, den 29. Tezember, nachmittags 31/, Uhr, bei kleinen Preisen:Der Dieb." Ende gegen 674 Uhr. Abends 7^, Uhr, bei kleinen Preisen:Das Kätchen von Heckbronn." Ende gegen 10 Uhr. Dienstag, abends 773 Uhr, bei kleinen Preisen, außer Abonnement:EharleyS Taute." Ende gegen 9^ Uhr. Atülwoch den 1. Jaunar, abends ?72 Uhr-, bei Keinen Preisen, außer Abonnement: Unter Mitwirkung der Kapelle des Jus.-Regimems: Der Verschwender." Original-Zanberrnärchen in drei Auf. zögen von Ferd. Raimund. Ende 10 Uhr. Freitag, 3. Jan., abends 8 Uhr: 10. Frellags-Abomiemenls-VorsteUung: Novität! Rofe u". Einakter-Zyklus von Hermann S nd er manu. Ende 107-Uhr.

Üiivfivgtcr. Oer UeOaktion.

(Anonyme Einscudnugett L-lciven nnbcrnunchtigt.)

Frl. Käthe Grim»». Erp nach Drucklegung unserer heutigen Fanulienbläller gmg uns Ihre Rätsellöfuug zu. Sie haben das Rechte und doch nicht das vorn Beriasjer Genieinte getroffen mit Neujahrsmorgeiiglocken."

Die nach- A o r «7 t ß sind den l>ez. von

stehenden £1 Iv 12 Uhr nülta^» bis 12 Uhr nachts nur

tür dringende U'aiic sicher anzutreiten. D28/13

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Sonntag von 19 Uhr

Nur offen. S

Tebeflomsc-iw Kiwsiaeipscdite

des Giessenei Anzeigers, mitgeteill von der Dank tür Hande) und Industrie. essen.

Frankfurter Börse

3j^°/0 Heichsanleihe . . 92.50

0% do. . . 82.5'j

°/o Konsols . . . 93.40

3-6 do. .... 82.50 3>6°/o Hessen 92 25 3>6 7» Oberhessen . . . 92.00

4 ,'q Uesterr. Goldrente. 97 00 4'/6/o Uesten. 8ilbeirente 98.75

Ungar. Goldrente . . 9315 4% Italien. Heute . . .

3;0 Portugiesen Serie I. 3% Portugiesen 111 64.50

4>6°/o russ.Staatsaul. 19Uo 93 20 4>2 ")0 Japan. Staatsanleihe 88.60 4^6 Conv. Türken von ibuo 94.00 rürkenlose 142.40 1% Griech. Hlonopol-Anl, . 49.15

äussere Argentinier . 84.50 3°/0 Mexikaner .... 61.80 4>6 7® Chinesen .... 94.75

Aktien:

Bochum Guss 192 86

Buderus E. W 115.00

Tendenz: fest.

28. Dezember, 1.15 Uhr.

Elektnz. Lahmeyer . . 118.75

hlektnz. Schlickert . . . 100.00 Esch weilet Bergwerk . . 203.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 194 20 Hamburg-Amenk. Paket». 115.00 harpener Bergwerk. . . 195.90 Laurahütte 217.00 .\ordd. Lloj d . ... 104.00

Ubeischien. Eisen-Industrie 98.00

Berliner rlaiidelsges. . . 154.00 Darmstädter Bank . . . 126.10 Deutsche Bank .... 227.b0 Deutsch-Asiat. Bank . . 133.00 Diskoutu-Kommandit. . . 170.20 Dresdner Bank .... 138.00 j Kieditakuen 199.40 Baltimore- und Ohio-

hiseuLahii.....83.10

Gottnardbahu .... 184.2a

Lombard. Eisenbahn . . 28.06

Uesterr. Staatsbann . . . \

l'rinee-Henri-Eiseuuahn . llö.zU \

ij»eriiner fißörse, 28. Dezember.

Canada E. B 150.60

Darmstädter Bank . . . 126.00

Deutsche Bank .... 228 UO Dortmunder-Union C. . . 55.20 Dresdner Bank . . . 138.40

Tendenz: fest.

Anfangsknrse.

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