Ausgabe 
28.12.1907 Erstes Blatt
 
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Nr. 304

aufen conntag*. Dem H'kftrnel Anzetgei werden tm WeMel mit dein hessischen Landwirt d,e Siebener Familien, blätter viermal tn bei Woche beiqeleq! und zweimal wöchentlich dar {(tciiblart (Ui den Kreis Sieben Fernsprech-An- schluhs-d. Redaktion 112 Verlag « Exvedirion 51 Adresse Kit Depelchenr «o-eS«e» Ktctze-r.

Senat)** we Lnzelgee Kit dietageSruimnier bis oomtüiaue 10 Uhr.

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Samstag 28. Dezember 15)07

Erstes Blatt

157. Jahrgang

für Oberhefsen

Bototionsbrad und Verlag der vr"hl'Ichen Univ.-Vuch. und Steindruckerrt. 8. tauge- RedEon, Lxpedtltsu und Druäerei. LHulstratz, T.

monatltd) 75 UU oxtxXtV jährlich ML 2.20 durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 *UL. durch die Post Alt. 2. eunel- jährl. außld)L Bettellg. ZeilenncriS lokal 15Ps^ OuSiDtirtC <0 Piermtq.

Verantwortlich t£h den polttischen Teil: U Anderton: s. Feuille- ton und .Verrnlschtes^ tz tlßutfo sür .Stadt u Land' und,Berichts- saal' L heb,Äi den Anzeigenteil h Beck

$)ie heutige Dummer umfaht 12 Seiten.

politifd)« Tage.scha».

hesstschcr Bauernbund und Bund bet Landwirte.

Tie bündlerischen Abgeordneten des hessischen Land­tags scheinen ihre Tätigkeit im Landtage nicht zur Zu­friedenheit des Borsitzenden des Bundes der Landwirte Abteilung.Hessen, Lucke-Patershausen, erfüllt zu haben, denn jedem zum Bauernbund zahlenden Abgeordneten ging von Herrn Lucke ein Schreiben zu, in dem Befremden dar­über ausgedrückt wird, daß in manchen Fragen, z. B. beim Schulgesetz, auch kürzlich beim § 17 des Jagdgesetzes, die Bauernbündler mit den Sozialdemokraten gestimmt hätten, ja sogar, daß manche sozialdemokratischen An­frage oder Interpellationen rednerisch von den Bauern- Lündlern unterstützt worden seien und u. a. auch der Abg. Whler-Langsdors bei dem Antrag über die Errichtung einer Reformbildungsanstalt zu Lich auf eine Rede des Abg. David Bezug genommen habe. Es wurde zum Schluß Remedur verlangt. Die Abgeordneten hielten darauf unter Dem Vorsitz des Fraktionsvorstandes des Bauernbundes, Les inzwischen vom Bund der Landwirte exkludierten Land- Lagsabgeordneten Bähr-Herrenhaag, eine Sitzung ab und lvejchlossen folgende Antwort an Herrn Lucke:

Wir bestätigen den Enrpjang des uns zugegangeu^n Schreibens vom 14. Dez., das Sie im JZanicn des Bunoes der Landwirte an und zu richten beliebten. Obtvohl wir einige von Ihnen nüder- gclegtvn Gestchispnukre als durchaus berechtigt und beachtenswert earpiüiben, nur, sen ivir es doch ab lehnen, alsAbgcordnete »ins Vorschriften machen zu lassen, wie wirunse 5 Stellungnahme faktisch «unrichten. Qm gegebenen Atomen: das Rtchtige zu treffen, kann man außensteherU) unmöglich beurteilen. Wirtsct-astspolitisch stehen wir itacb wie vor auf Denn Programm Qes Bundes der Lairdnoirte, das wir stets vertreten und gciördert haben. Im übrigen übernehanert wir unfern Wählern gegen übe: gebe Dcrantwvrtmrg über unfere landftändische Tätigkeit.

Gez.: Breidenbach. Hauck, Karell, Brauer, Erck, Kölner, Hirsche!, Se-nsselber, Wolf, Schmalbach, llllmann, Schönberger.

Die Ausschließung des Landtagsabgeordneten Bähr- Herrenhaag aus dem Bund der Landwirte ist erfolgt, weil er sich bei der Reichstagswahl im Wahlkreis Fried- Lerg-Büdingen gegen den Bundeskandidaten, den Grafen Lriola als Gegenkandidat hat aufstellen lassen.

Aendernng der FernsprechgebuhrenordnuNg.

Tas R e t ch s p 0 ft a m r hat wegen Aenderung der Fern- gprechgebührenordnung eine Denkschrift ausarbeüeit lassen, die in einer Konferenz am 7. Januar kündigen Jahre- zur törund- läge von Besprechungen gemach! werden soll. Emgeladen sind zu Der Konie»enz Berlreter der Industrie, des Handels, der Landwirl- |ci)aU und des Handwerks. Die Tenkschriit beschailigl sich haupt- fachlich den Verhältnissen des Ortsverkehrs und sucht hter machzurvetjen, daß bei den Pauschgedührenanschlussen die Gejprächs- Mielafmiig außerordentlich groß ist und von Jahr zu Jahr steigt. Die Poftverwaltung will inwlgedessen diese Art Gebühren ganz und gar adjchanen. linier Berücksichtigung von weiteren Aender- Bingcn, die bet den Fernsprechgebühren slatlfinden sollen, schlägt die Vieichsposwerwaltung iolgenden Tarts vor:

1. Tie Pauschgebühr wird auigehoden. Es gibt nur noch An- -schliche gegen Grund- und Gesprächsgebühren.

2. Die Grundgebühr beträgt

m Netzen von 1 bis 1000 Anschlüssen . ... 50 Mk., in Netzen von 1001 bis 5000 Anschlüssen... 65 Alk., in Bietzen üon 5001 bis 20 000 Anschlüssen . . 80 Alk., m Netzen von 20 001 bis 70 000 Anschlüssen . 90 Mk., in Netzen von mehr als 70 000 Anschlüssen für jede am gegangenen weiteren 50 000 Anschlüsse je 10 Alk. mehr.

3. Für jede hergestellte Verbindung wird eine Einzel- Gesprächsgebühr von 5 Pieftutg erhöben. Wenn in einem Nechnnngsjahr von einem Anschluß aus^ mehr als 2u00 Gespräche ge'ührt werden, ermäßigt sich die (Gebühr uir die Gespräche von 2001 bis 6000 um je l/t Piennig und für die weiteren Gespräche um 1 Pfennig. 4. Der Teilnehmer darf sich von Tritten für das Gespräch im Ortsverkehr einen Betrag bis zur Hohe von 10 Big. erstatten lassen 5. Die Ferngebühren betragen bis 25 Kilometer 2u Pfg., bis 50 Kilometer 25 P'g., bis 100 Kilometer 50 P'g., bis 35 > Kilometer 75 Pfg., bis 5u0 Kilometer 1 Alk., bis 750 Kilo­meter 1,50 Alk., bis 1000 Kilometer 2 Alk., über 1000 Kilometer Uir jede wetteren 250 Kilometer 50 Pfg. mehr.

*

Der Vlütftritt des Generals Drude.

Der bisherige Oberbefehlshaber der französischen Truppen in Marokko, General Drude, ist von seinem Posten zurückgetreten. Der Grund hierfür ist die Erkrank­ung des Generals an Sumpf fieber. DemTemps" zu­folge soll der Rücktritt des Generals Drude, abgesehen von seiner Erkrankung, teilweise dadurch ver­anlaßt worden sein, daß General Drude die ihm erteilten Weisungen nicht mit der nötigen Energie aus- geführt habe und daß er insbesondere verschiedene Aus­fälle nicht mit entsprechend starken Streitkräften unter­nommen, sich fast auch niemals den Vorteil der Offen­sive gesichert habe. Aus Anlaß seines Rücktritts ist Drude zum Kommandeur der Ehrenlegion ernannt worden. Zum Nachfolger Drudes ist General T a m a d e ernannt worden, der bisher Befehlshaber der 69. Jnfanteriebrigade in La Ro­chelle war. Er hat seinerzeit als Vertreter der französi­schen Negierung beim englischen Generalstab den ganzen Transvaalkrieg mitgemacht.

General Damade wird mit den in Oran zusammen­gezogenen Unterstützungstruppen nach Casablanca abreisen und im Auftrage der französischen Negierung die Ope­rationen gegen Kasbah und Mediuna beginnen. Falls Kasbah besetzt fein sollte, wird der General dieselbe an die scherifischen Truppen übergeben.

Zur Lage in Rußland.

Die revolutionäre Bewegung ist in Rußland trotz aller Maßregeln keineswegs erlojcl)en. Bomben und Waffenlager werden fast täglich entdeckt. Aus Dokunieuten, die in Warschau der Polizei in die Hände gefallen find, geht hervor, daß die Sozialrevolutionäre wieder auf die Taktik der Ermordung höherer Verwcck- tungsbeamter und Staatsmänner zurückgreisen wollen. Der Partei gehören noch immer viele Frauen an. In Warschau wurde eine Liste reaktionärer Beamtey auf- gesunden, welche von den Sozialrevolutionären für Feinde Der Freiheitsbewegung erklärt wurden. Infolge Auf­deckung eines allgemein e.n Ausstandsplans finden auch in ganz Finnland Massenverhaftungen statt. In dem Prozeß gegendie Unterzeichner des Wiborger Aufrufes erklärte der Sozialist Jschewski in der letzten Sitzung, er habe den Aufruf unterschrieben, um ben Funken der Empörung in das Volk zu werfen, das Urteil der Geschichte werde ihn frei' ,prechen. Als er sodann die Richter Volksseinde nannte, wurde ihm das Wort entzogen. Nach ihm warf der in Strüflingskleidung des Schlüsselburger Gefängnisses er­schienene Kaukasier Römisch ili der Regierung Wort­brüchigkeit vor. Häufig vom Vorsitzenden unterbrochen, schilderte er die Qual'n der Schlüsselburger Gefängnisse. Da er während der Rede ohnmächtig zusammenbrach, wurde die Sitzung auf drei Stunden unterbrochen; nach Wiederbeginn der Sitzung schilderte der deutsche Ko­lonist Dietz die Leiden der deutschen Ansiedler. Fürst Boratow sagte, die Zeit werde kommen, wo die Richter von heute auf der Anklagebank säßen.- Die vereinigte Heereskommission und die vierte Budgetkommisjion Der Reichsduma hielten eine vertrauliche Sitzung ab. Ad­miral B 0 str 0 em, der Gehilfe des Marineministers, legte die Pläne für die Reorganisation der Kriegs­flotte vor. Der letzten Verhandlung des Prozesses wegen der Uebergabe von Port Arthur wohnte General Linewitsch bei. Die Verhandlung betraf den Anklagepunkt wegen unrechtmäßiger Ordensver­leihung. General Reiß gab dabei zu, er habe den Georgsorden nicht verdient. Daraus wurde über den Kriegsrat vom 8. Dezember 1904 verhandelt, den Gene­ral Stoessel einberufen hatte, um über die Notwendigkeit der Kapitulation zu beraten. Einige Zeugen erklärten, die Einberufung des Kriegsrates habe den Geist der Be­satzung herabgedrückt.

Repreffalien in Finnland.

Man schreibt ttn5 aus Petersburg:

Die Verbannung des berühmten finnischen Journalisten Ttdermann, des Herausgebers des JournalsFramtid^, hat große Aufregung in der finnischen Gesellschaft hervor­gerufen. Als die Nachricht von der bevorstehenden Ver­bannung in Helsingfors ankam, beeilte sich der Senat selbst, an den Generalgouverneur dre Bitte zu richten, Tidermann in Schutz zu nehmen. Als der Generalgouverneur zur Ant­wort gab, daß er persönlich nichts tun könne, wandte sich der Senat durch den Generalgouverneur an den Staatssekretär Langhof, aber auch vergebens. Am 16. Dezember wurde Tidermann per Arrestantenwagen nach Sibirien befördert. Das Schicksal Ttdermanns ist um so trauriger, als er weder mit der russischen Sprache, noch nut den Verhältnissen in Sibirien vertraut ist.

Derrtiche- NeLctz.

Berlin, 27. Dez. Wie dreKreuzzeitung" hört, schenkte der Kaiser dem Reichskanzler zum Weih­nachtsfeste eine bronzene Nachbildung des Denkmals des äknerais Bülow von Dennewitz.

Einem Telegramm derTribüne" aus Malta zu­folge verlautete dort, daß Kaiser Wilhelm beabsich­tige, zu Beginn des Frühiahrs die Insel zu besuchen. Es werde auch gerüchtweise behauptet, daß der Kaiser dort mit König Eduard zusammen treffen werde, der um jene Zeit dem auf Malta stationierten Ober­kommandierenden der Aüttelmeerstreitkräite, dem Herzog von Eonnaught einen Besuch ab statte. Es Dürfte also damit zu rechnen fein, daß dieHohenzollern" auf der Fahrt nach Korfu die britische Insel anläuft.

München, 27. Dez. Leber das Befinden des Prinzregenten wiro ,olaerDer Bericht ausgegeben: Die Besserung im Befinden des Prinzregenten macht durch­aus befriedigende Fortschritte. Die Entzündung des Hand­gelenkes geht in normaler Weise zurück. Das Allgemein­befinden ist andauernd gut.

ZiuslanS*

Haag, 27. Dez. Hresigcn Brättem zufolge hat die Königin den Freund des früheren Kadinettche;s Dr. Kuyper, Heemskerk, ebenfalls einen Konservativen, mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt Sollte es .Heemskerk gelingen, ein Kabinett zu bilden, so wird die Kammer aujgetqt werden, da )ic zurzeit eine liberale Mehr­heit zählt.

Die Morgenblätter melden aus Teheran: Me Lage ist andauernd unfriedlich. Die ganze Geschä,ts- tätigkeit stockt Die Unsicherheit ist in stetem Wuchsen be- griuen. Großes Au sieh en erregt die Tatsache, daß die holländische Gesandtschaft dem in russischem olde steheudeu Saad ed Dauleh, dem geistigen

Urheber des Staatsstreiches des Schahs, dessen Verbannung dekretiert ist, Asyl gewährt

Die Diorgenblätler melden aus New York: 70 000 Familien des jüdischen Viertels verweigern die Mietszahlung und verlangen Ermäßigung wegen der schlech­ten Zeiten. Hunderte von Exmissionen sind bereits vor­benommen worden, begleitet von Ausläufen unb Wider­setzlichkeiten. Ernste Unruhen werden befurchtet.

Surat, 27. Dez. Wie die gestrige Eröffnungssitzung mußte auch die heutige Sitzung d e s i n d i f ch e n N a t i 0- nalkongresfes abgebrochen werdeii, da aus An­laß der Präfidcntenwahl ein allgemeines Hand­gemenge entstand, wobei zahlreiche Perjonen Verletz­ungen erlitten. Erft die herbeigerufene Polizei stellte die Ordnung her.

II. Hessischer Handwcrkertag.

Der 2. Hessische Haudwerkertab ist auf Montag, 20. Jan. 1908, vormittags 11 Uyr, in Steins Garten nach Gießen einberufen. "An ihm können nicht nur Die Vertreter der gewerblichen Organisa­tionen (Innungen, Gewerbevereine und sonstige gewerb­liche Vereinigungen) im Großherzogtum Hessen teilnehmen, sondern es sind alle, die sich für die Frage des Hand­werks intereffieren, willkommen.

Der Gedanke, auf diese Leise eine allgemeine Aus­sprache der Gewerbetreibenden über ihre wirtschaftlichen Verhältnisfe herbeizuführen, über die Wirkung des Hand- lverkergefetzes, über Wünsche und Anträge zur Förderung und Hebung der einzelnen Handwerkszweige ober über Ab­stellung bestehender Mißstände hat schon aus dem ersten Handwerkertag vor zrver Jahren einen lebhaften Verfall gefunden. Und so dürfte es auch diesmal an Anregungen mancherlei Art nicht fehlen; in den Bezirksverbänden der Geiverbevereine, in den Innungen und fonstigen Vereins gungen werden die einzelnen 'Fragen eifrig verhairdelt, um mit Mitteilungen ober Anträgen für diese Tagung gerüstet zu sein. Es soll hier darauf aufmerksam gemacht werden, daß eine solche Aussprache nur dann einen prak­tischen Wert besitzt, wenn dem Vorstande der Kammer vorher Gelegenheit gegeben wird, sich über alle Fragen, welche bei dieser Gelegenheit angeschnitten werden sollen, injor- mreren zu können. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, daß von etivaigen Anfragen, in Aussichtgenommenen Wünschen und Anträgen die Handwerkskammer bis spätestens 4. Januar k. I. schriftlich in Kenntnis gesetzt wird, andernfalls der Leitung des Tages das Recht Vorbe­halten bleiben muß, gegebenenfalls Anfragen usw. für eine spätere Gelegenheit zurückzustellen, damit eine gründliche Behandlung der erngereichten Beratungsgegenstände ge­sichert ist. Die Teilnahme an der Tagung wird voraus­sichtlich groß werden, die Teilnehmerzahl auf dem ersten Hessischen Handwerkertag betrug mehrere HunderL Daß ein starker Besuch zn erwarten ist, findet auch dadurch schon seine Erklärung, weil es für viele von Wert sein wird, sich mit Kollegen aus anderen Teilen des Landes be­sprechen und gegenseitig Erfahrungen austaufchen zu können.

Der Beginn der Tagung ist so gelegt worden, daß es auch den entfernter wohnenden Teilnehmern möglich ist, rechtzeitig hierzu einzutreffen. Der Tagungsort ist von allen Derlen des Landes aus gut zu erreichen, gute Zug­verbindungen sckrd nach allen Richtungen hin vorhanden. Nach Schluß aer Verhandlungen soll ein gemeinsamer Mittags!isch die Teilnehmer vereinen, der so zeitig beenbet sein wird, daß rwch jedem Gelegenheit gegeben ist, am gleichen Tage in feine .Heimat zurückzukommen.

Wir geben schließlich dem Wunsche Ausdruck, daß außer den Angehörigen der gewerblichen Korporationen der Hand­werker- unb Gewerbestand recht zahlreich vertreten sein und die Stellung der Versammlung den einzelnen Ver- handlungsgegensränben eine imposante Kundgebung des hei^ mischen Handwerks werden möge.

Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht über die Lage des Haiidwerts, feine Ausgaben und Ziele. 2. Kleiner Be- sähigungsnachlveis. 3. Der Meistertitel im Handwerk. 4. Hess. Handwerter-Zentral-GenossenschasL 5. Das Submisfions- wesen iin Staat und in den Gemeinden. 6. Hessische Landes- Ausstellung für freie und angewandte Kmrstz 7. Anträge.

Aus K»<rst uuo LES.

Gießen, 28. Dez. 1907.

* * Der zum französischen Generalkonsul in Frankfurt a. M. ernannte Francis Frsdsrick Steen­ackers, der fich im Besitz des Reichsexequaturs befindet, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen im Groß- Herzogtum 5)esjen zugelassen worden.

* * Unkündbar angestellt. S. K. H. der Gr 0 ß^ Herzog haben dem Bahirhofsvorsteher Engelbert Seck er zu Frankfurt a. M., dem Bahnhofsverwalter (Oberbahn- affiftenten) Ludw. Freymann zu Schotten, dem Eisen- bahnassistenten Wilh. Ludwig zu Salmünster-Soden unb dem Bahnmeister Gg. Scheffel zu Frankfurt a. M. die unkündbare Anstellung verliehen. Ferner wurde den Loco- lnotioführem Gg. Röddiger zu Alsfeld, Jak. Koch zu Frankfurt a. M., Joh. Friedr. Aug. Matth. Grundel zu Frankfurt a. M., Wilh. Ludw. Sudheimer zu Höchst am Main, Karl Beruh. Rohr zu Frankfurt a. M., Dav. Stenner zu Frankfurt cl M., Joh. Decher zu Frank­furt a. M., Wilh. Kraft zu Frankfurt a. M. und dem Weichensteller 1. Klasse Gg. Werner Roder zu Gelnhausen die unkündbare Anstellung verliehen.

* * Evangelische Landessynode. An Stelle des von Darmstadt versetzten Oberstleutnants v. Eckarts- berg wurde Oberstleutnant v. Henk im Leibgarderegiment . 115 für die Dauer seiner gegenwärtigen Dienststellung