Ausgabe 
27.12.1907 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Freitag 27. Dezember 1907

311* 303

Erstes Blatt

157. Jahrgang

der

tm das zur

wiMWil imiwwiiiiiwiiinrrwiiiii« im >. '

Vollständige Sonntagsruhe im Handels-Ge­werbe durchzuführen ist. Angesichts der Tatsache, daß von rechtsstehenden Parteien im Reichstage der völligen Sonntagsruhe das Wort geredet wird, sollte sich die Re­gierung nun endlich einmal dazu ausschwingen, auch den Handelsaugestellten das zu geben, dessen jtd) säst alle anderen Berufsstände bereits erfreuen völlige Sonn­tagsruhe. ________________

llätter viermal in bei Poche bcigelcql und troeimfll wöchentlich das frtlsblafl für den Kreis ßieheir Kernwrech-An- jd)lu& I. b» Redaktion 112 Verlag u. Expedttion 61

und -'Märchens zu treffen, holde (Smifalt, Kmdersinn, Sinne von Wagners Parzival die reine Torheit, der Glück in den Schoß fällt, während die bösen Mächte Hölle sahreu.

Ausdruckswerte solcher Vorstellungswelt sind in

haben viele für die verdienstvollste Tat der Siegenschen Bühnenbearbeitung erklärt. Martersteig, der Diteltor deZ Kölner Stadttheaters, meint dagegen m seinem grundlegenden Werk überdas deutsche Theater im 19. Jahrhundert" (Leipzig 1904), Käthchen solle eine Königstochter fein, und begründet das damit, daß Käthchen ein Sinnbild Deutsch- lands sei, das, vaterlos geworden, in dem Kaiser seinen Vater wiederfinde. Mir scheint diese Syrnbolikmuterei nicht sonderlich glücklich, und auch ich sehe, trotz Lieck, die Kaiser­gestalt als em Unglück für das Stück an. Käthchens lieber- raschung der Nixe Kunigunde führt uns Pros. Siegen leider nicht vor Augem er erzählt den Vorgang vielmehr in einem langen Dialog des Grafen Strahl nut seiner Mutier. Das ist ein kraftloser Notbehelf, zumal die^Kuniguude so ein aus verschiedenen Elementen zusammengesetztes Wesen wird, eir in Toilettenkünsten erfahrenes Weib und zugleich ein Zauber­wesen, das solcher Künste nicht bedürfen sollte. Geschickt hat aber Siegen Kleists hier und da gar seltsame und schwülstige Sprache den Schauspielern mundgerecht gemacht. Dadurch freilich hinwiederum und durch manche höchst rigorosen Striche reizvoller Szenen ist nur zu vieles von der wunder­samen Färbung der Dichtung verloren gegangen. Im ganzen ist ja die dramaturgische Arbeit Siegens nicht ohne Werte; allerdings nicht zu Gunsten der Erhöhung des tünstlerischen Gesamteindrucks des Stückes, sondern eigentlich nur für die Einheitlichkeit seiner Wirkungen. Das letzte Wort injnefer dramaturgisch interessanten Frage hat jedenfalls auch Siegen nicht gesprochen. Reinhardt tu Berlin hält sich, nach dem Vorgänge der Meininger, eng an das Original, und das ist wohl noch immer das beste.

Auch in der Darstellung war, wie bereits angedeutet, dcx Versuch gemacht worden, die Dichtung mehr auf Phantastik als auf Realität zu stimmen. Aber das Kütchen des Frl. Sylva war doch kein sylphisches Märchenkmd, sondern eine so gesundheitstrotzende liebliche Wirklichkeit, daß man ihren Zauber ohne Eherubassistenz besser verstanden haben würde. Mit dem herzigen, quellfrischen Kleinmädchenton, den Irl. S. zu treffen versteht, mit dem treuinnigen Blicke ihrer große« dunklen Augen, ihrer Leuchtkraft von Holdheit und Unschuld ist sie was man nach ihrer Cypnenne und ihrer meister­lich gelungenen Diebin kaum erwartet hätte all in in ihrer Reizendheit ein ganz vortreffliches Kütchen doch leider so ganz und gar nicht Traumwandlerm, gar fest auf ihr? kleinen Galoschen gestellt. Frl. S. zeigte, daß auch fünft« lerische Reife für die Darstellung jüngster Jugend ziiweilen ein Vorzug ist. So rührend sie m ihrer Unterwürfigkeit, so herzbestechend sie zumeist tn ihrem ganzen Auftreten war, so ist aber doch nicht zu verschweigen, daß sich Frl. S. vor

Ventscheo Reich.

Potsdam, 24. Dez. Heute vormittag machte der Kaiser den üblichen längeren Spaziergang in der Um­gebung des Neuen Palais. Nachdem um 3 Uhr der Diener­schaft im Schildersaal beschert war, sand um 4 Uhr in der Jaspisgalerie das übliche Weihnachtsdiner bei dem Kaiserpaare statt. Hieran schloß sich die Bescherung im Muschelsaal.

Frankfurt a. M., 24. Dez. Aus Nassau wird der Frks. Ztg." berichtet: Ter für den Winter in Aussicht genommene Parteitag der Freisinnigen Volts­partei für Nassau findet nun definitiv am 12. Januar in Wiesbaden statt. Bon der Zentralleitung wird der Abg. Fischbeck zugegen fein.

Neu-Strelitz, 24. Dez. Der G r o ß h e r z o g von Mecklenburg-Strelitz hat dem Staatsminister von Dewitz die erbetene Entlassung gewährt. Mit der einstweiligen Fortführung der Geschäfte wurde der Geh. Reg. Rat Tr. Solmer beauftragt.

Gieszerrer SLadtLheQLer« Das Näthchen von Heilbrorrrr.

^Käthchen von Heilbronn oder das fürchterliche Vehm- gericht, von Herrn von Kleist. Naturgetreuer Brand 'eines Schlosses/ Mit diesen schönen Worteninoitierte" zum 22, Dezember 1833 der spätere erste Gießener Theaterdirektor Aiigust Friese das p. t. Publikum unserer Nachbarstadt Wetzlar sowie das Gießens zu einer Vorstellung des großen historischen Ritterschauspiels. Doch nut der Naturtreue eines Schloßbrandes war das in jenerguten" alten Zeit gewiß ein eigen Ding, und auch noch vor reichlich 10 Jahren sah ich auf der angesehenen Bühne einer mitteldeutschen Residenz­stadt den Cherub sich durch eine mit Flammen bemalte Lein­wand mühseligdurchwursteln" jener Eindruck läßt sich nicht anders beschreiben sodaß sein Erscheinen von einer Heiterkeit im Publikum begleitet war, deren Erweckung man wohl nicht gerade beabsichtigt hatte.

Für das neue Theater in Gießen haben die Meininger nicht ganz umsonst gelebt. Sie gaben Käthchenbilder, die, nach Karl Frenzei, in ihrer Wahrheit und Farbenpracht den : schönsten Gemälden der Eyckfchen Schiile glichen, (ogl. Bickt- hauplsDramaturgie" Bd. I.) Von Reinhardts neuesten epochemachenden reformatorischen Bühnenbestrebungen hat Steingoetter dagegen bisher weniger gelernt. Die festliche Inszenierung desKäthchen von Heilbronn", das im nächsten Jahre seinen 100. Geburtstag begehen kann, in der Siegenschen Bearbeitung gab aber doch die abenteuerlich zerbröckelte Handlung in emer Reihe malerischerBilder wieder, deren seine und stimmungsvolle Abtönung, deren reiche und geschickte Arrange. lnents dem dramaturgischen Regietalent des Herrn Stein- goetter alle Ehre machen. .Die Rabenstemerin" halle ja freilich bereits em teilweise ähnliches Milieu geboten. Aber wie viel polternder Wortschwall gibt sich bei Wildenbruch in romantisch realisierendem Gewände kund. Welche wunder- llchen tiefen Schönheiten birgt dagegen die Kleistsche Dichtung, die ja freilich ihre zeitlichen Spuren keineswegs verleugnet. Kleists roinantisches Ritterschauspiel menbet stch zu einem guten Teile an die Sinne und verlangt nach malerisch vor­nehmer Durchführung. Und so war'L denn uns am Abend des ersten Weihnachtstages zuweilen, als ob man ui einem alten, mit bunt leuchtenden Initialen ausgemalten HMo- rienbiiche blätterte, und das märchenprächtige Gewand, in dem sie sich zeigte, half uns Körper und Seele der einzigartig fremden und doch urdcutschen Dichtung begreiflich niachen.

Für die Rolle, die hier die Delorationen spielen, kann man als Leitwort den Satz des schweizerischen Philosophen Aimel setzen:Sie Landschaft ist em Seelenzustand". Für die Kätchenpoesie gilt es. Ton und Farbe des Volksliedes

unseren Leserinnen und Fefern Erholung gewährten und frohe Stunden brachten. Dmm Eirtm man von dem Jahre 1907 sagen, daß sein Ende aut gewesen sei, und Sankt Silvester, der vortrefslichste der Heiligen, wird uns bei bester Stimmung antressen, wenn er uns bei hellem Gläser» klang in das neue Jahr hinühcrgeleiten will.

Im Provinzial-Siechenhause

hatte man am heiligen Abend für Die 300 Pfleglinge an vier Stellen den Weihnachtsbaum angezündet, nämlich im Männerbau, im Frauenbau und in den beiden Baracken­bauten. Den einzelnen Feiern wohnten der Direktor der Anstalt Dr. Diett, Verwalter Lerch sowie das gesamte Per­sonal bei. Als Vertreter der Stadt Gießen war Beigeord­neter Keller, als Vertreter des Kuratoriums der Anstalt Regierungsrat Dr. Welcker und Professor Dr. Viermer er* schienen. Die Schwestern lasen wechselweise den andächtig lauschenden Pfleglingen das Evangelium der jrohen Bot­schaft vor, wahrend ein von den Angestellten des Siechen­hauses gebildeter gemischter Chor unter Leitung der Ober­schwester Leni Weihnachtslieder sangen. Die Provinz, die Stadt Gießen sowie eine Anzahl eoler Mensck)ensreunoe hatten die Mittel zur Verfügung gestellt, um den Insassen einen recht fröhlichen Weihnachtsabend zu bereiten, bei dem auch Geschenke nicht fehlten, die aus praktischen Gebrauchs­gegenständen bestanden.

In der Herberge zur Heimat waren beim Duutelwer^en <a ^-anoever eingekehrt, um ,ür den Weihnachtsabend kllast zu machen. Der in diesem Jahre durch einen Anbau erheblich vergrößerte Warteraum oer Herberge war angenehm durchwärmt und behaglich laßen hier die meistens aus Handwerkern bestehenden W<rn- uerer um Tische gruppiert. Um halb sieben Uhr kündete der S^erbergsuater Loy an, daß der Bierve r kauf bis zur Beendigung der Feier eingestellt werde. Darauf wurden die Lichter am Weihnachtsbaum augezüudet und kurze Zeit nachher betrat Professor D. Stamm den Raum. Mtt zu Kerzen gehenden Worten wandte er sich an die Wanderer, er erinnerte sie daran, daß wohl jeder von ihnen daheim in oer Ferne noch Ettern und Geschwister habe, die heute gewiß seiner gedächten. Zwar oie Familie könne man niemand hier in der Herberge ersetzen, aber der gute Wille, den hier eingekehrten Wanderern eine Festfreude zu be­reiten, (ei vorhanden und das Wenige, das man bieten könne, werde gern und freudig gegeben. Im Anschluß daran verlas der Redner das Weihnachtskapitel, woraus das WeihnachtsliedVom .Himmel hoch, da komm ich her" Den Schluß der Feier bildete. Jeder der Wanderer erhielt Aepfel, Nüsse, Gebäck, Tabak und Zigarren und freies Abend­brot, das in Rücksicht auf den Abend besser hergercchrek war, als an gewöHüttchen Tagen. (Mr erfuhren übrigens, daß im Lause des zur Steige Hetzenden Jahres in der Herberge 15 000 Wanderer erngerchrt waren, von denen die meisten gan^e Verpflegung erhalten haben.)

In der Kaserne

wurde der heilige Abeno um a luir durch einen Festgottes-

Aus Kcst der Ircude.

Nun liegt der heilige Wend hinter u:rs, über den Ge­schenken, die unter dem Taunenbaum auZbebreitet sind, ruht nicht mehr der Schleier des Gehettnnisses, die Weih- nachtstteder und der Jubel der Kinder sind verhallt. Weih- lwchten ist ein Fest der Freude. In dem jetzigen Rahmen, der aus die geweihten, die heiligen Nachte hinweist, prägt sich mehr der kirchliche Charakter der Feiertage aus, wenn er auch zugleich an die altheidniscken Gebrauche erinnert, die einst in den zwölfRauhnächten" vom Weihnachts­tage bis zum Drettönigstage mit allerlei Mummenschanz und abergläubischem Treiben das Jul fest ein leiteten. Dieses Julfest, das spater der WeiHuachtsfeter Platz machen mußte, war zwar dem Sturm- und Totengott geweiht, aber das WortJul", das sich noch inJulklapp",Julmouat" und anderen BezeichnungLn findet, bedeutet Freude, Scherz und Kurzweil. Die Art, wie die Germanen ihre Feste begingen, zeigt, daß sie auch das Wirken der verheerenden Elemente, Das Sterben und Vergehen, nicht mit den Augen von Dunkelmännern ansahen, die wohl sich selbst, jedoch nicht ihren Mitmenschen einen heiteren Lebensgenuß gönnen. So möge auch jetzt Weihnachten ein Freudenfest gewesen sein, und wir wünschen, daß die wenigen freien Tage

Malerei Montz v. Schwind und der liebe deutsche Meister HauS Thoma. Man denke sich z. B. das Mädchen auf dem Schwind'schen BildeDer Morgen", das im Unterröckchen in seinem Kämmerlein am Fenster sieht, den rosigen Dllmd auf­tun und Kleists Kätchenworte sprechen. Und denke sich dazu draußen im Morgengrauen eine hochgemute Thomasche oder Oiczsche deutsche Ritlergestalt, von Dürerschen und Cranach- schen Ahnen stammend, ein Herz in Eisen, ganz Waffentrotz, und doch auch junge sprießende Männlichkeit. Die Bühnen­bilder haben hier das Gefühlsklima der Szenen mit bildnerischen Mitteln wiederzugeben. Kleist, der reich und voll Schauende, sah seine Menschen immer in Lust und Licht, umroärmt uud umschwärmt von der Atmosphäre ihrer Umgebung. Gerade inKälchen" ist das besonders deutlich, dieser Herzenseiutlang der Vteckar-, Rhein- und Schwaben-Dichtung mit den Wäldern und Wildwässern, Bergen und Burgen.

Von dem allen gelang auch gar vieles in überraschend hübscher Weise; namentlich die Landschaftsbilder mit ihren malerischen Gemäuern strömten echte deutsche WaldeSpoesie aus, und das Käthchen wie der Ritter entsprachen durchaus den Vorstellungen von einer märchensernen, bunteren, roman­tischeren und treuherzigeren Vorzeit. Das Vehmgencht freilich büßte durch die prosaische Art des sprechenden Richter-Ritters von seiner Feierlichkeit und Schauerlichkeit etwas ein. Und der Schloßbrand bietet offensichtlich auch einer modernen, derHöhe zu* strebenden JnszenieriingSkunsi kaum zu überwindende Schwierig- leiten.*) Man sah die Bühne wohl in Flcunmengttst ge­taucht, doch selbst die Hauptdarsteller zeigten fein wild bewegtes, hastiges, furchtsames Wesen, und die 5komparsen gar eilten nach allzu deutlichem Drill in stets der­selben Reihenfolge in gleichmütiger Munterkeit umher. Und auch das Unwetter vor der Köhlerhütte gelang nur anfänglich befriedigend. Die ganze Szene muß etwas menschenfresserisch Märchenhaftes haben. Immerhin bleibt dem künstlerischen Fleiße, dem redlichen Streben, der ernsten Arbeit hohe Anerkennung zu zollen, zumal, wie gesagt, ein sehr erfreuliches Gelingen des Wesentlichsten zu konstatieren ist.

Die völlige Tilgung der Kaijerepijode aus der Dichtung

) £err~Dir. Steingoetter teilt mir heuteim Interesse einer gerechten Beurteilung" mit, daßim 3. Akt, der den Schloßbrand darstellt, zu seinem Bedauern Im gegebenen Moment die Tampb Heizung versagte, sodaß natürlich nicht der gewollte und genau approbierte Mett erzielt werden tonnte/

Sie Heutige Dummer umfaßt 10 Seite«.

Die reichsges tzirche Regelung der Sonntagsruye im Kandclsgiw röe

[tefyt nahe bevor. Zu dem Eutlvurf, der allen Regre- r-ungen der Buiidesstaaten zugegangen und auch von uns mit geteilt worden ist, bemerkt der Teutschnattonale 5^and- lungsgehilsen-Verband folgendes: Tie neue Fassung des z 105 b Absatz 2 sieht zwar die völlige Einführung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe vor, aber dieser Forl- jchrttt unserer sozialen Gesetzgebung wird durch die Fassung pes § 105 e wieder illusorisch gemacht. Abgesehen von 5 Ausnahmesonutagen, gestattet die neue Fassung die Zu° Fassung einer Sonntagsarbeit bis zu 3 Stunden, jedoch nicht über 2 Uhr nachmittags hinaus. Tie Folge dieser Bestimmung wird sein, daß die Mehrzahl der Behörden die Sonntagsarbeit gestattet und diese dann aNenthalben aus die Zett von 112 Uhr hineingedrängt wird. Ties ,,teht direkt im Widerspruch mit den Bestrebungen der wei­testen Kreise des Kausmannsstandes, die schon feit Jahren auf die Verlegung der Geschaftszett an derr Sonntagen an die Stunden vor dem Vormittags-Gottesdienst hin­arbeiten. Die Arbeitsruhe, die erst um 2 Uhr nachmittags, also zu einer Zeit, wo der größere und für den sozialen Zweck wertvoUere Teil des Sonntags vorüber ist, beginnt, kann unter Den heutigen Berhältnstjeu auch nicht mehr als annähernd befriedigend erachtet werden. Ist schon aus diesem Grunde der Entwurf als nickst toeitgjjcni) genug zu bezeichnen, so kornmt noch hinzu, daß der § 105 e Absatz 1 in seiner alten Fassung bestehen bleibt. Tie un- Leftimmte Fassung dieses Paragraphen hat weite Kreise um die im § 105 b zugesicherte Sonntagsruhe gebracht, «gerade die vom § 105 e betroffenen Angestellten in offenen Verkaufsstellen haben bis jetzt nicht einen einzigen freien Sonntag gehabt, selbst an den drei hohen Festtagen nicht. Hier muß also eine klarere Fassung gesunden werden.

Notwendig ist eine schärfere Umgrenzung des Bedürsuis- zgewerbes, damit der Unfug endlich aushört, daß man ' B. den Verkauf von Brennholz dazu zählt und dafür »eine neunstündige Verkaufszeit freigibt. Der Deutsch- -nationale Handlungsgehilfen - Verband, Hamburg, hat dem Bundesrat fchon vor einiger Zeit einen vollständig ausgearbeiteten Gesetzentwurf zugehen lassen, dessen Berücksichtigung alle SNißstände beseitigen würde sabgodruckt imArchiv für kaufmännische Sozialpolitik" Band 4 Heft 4/5). Auch der 12. Internationale Kongreß für Sonntagsfeier hat bei seiner letzten Tagung in Frank­furt a. M. erneut daraus hingewiesen, daß zur Hebung der materiellen und sittlichen Wohlfahrt der Völker die

vflvll tl 4411 Willvl=Se BR AB Beranllvortttch

BMP w wi den vsttiijchen Teil:

General-Anzeiger für Oberhefsen MW laBrtnunimet 82tationrdruck «nd Verlag der vrühl'schen Untv..y»ch. und Steindruckeret. 8. tätige. Reöaffion, Crpeöitton und vruckerei- Schnlftrof.r r.

vormittags 10 Uhr.

dem eteöencr Anzeiger «erben im Wechsel mit xm tzesflschen condwirt te -iehenet ^amrlien