157. Jahrgang
Erstes Blatt
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ist, kennzeichnet wohl tun treffendsten ein Geständnis, das
tzertige Kummer nmfatzt 10 Seiten
fest
1 betroffen nach der Stirn, riß den eigenen Hut herab uni> stammelte NTchmMig-: „Koni gliche Hoheit haben recht. Zrver Hüte sind entschiedrn zuviel für einen Mann, der den Kopf
Boltsbildungstag in Hannover.
Die „N. Fr. $ reffe
erinnert aus Anlast-di an folgenden lusti-
es
Nedo, die Ernst Haeckel kürzlich über
^'.enfchr,u-rovrrin
worden.
* Die bei den
mir ein sehr angesehener Breslauer Schuldirektor gelegentlich machte. „Ich toürb^ nie mehr — sagte er mir — einen Schüler zur Anzeige bringen. Lieber strafe ich selbst. Denn einmal habe ich einen Jungen wegen eines gering- sügigen Diebstahls dem Gerichte angezeigt. Der Junge ist aber so unverständig hoch bestraft worden, daß mir die Lust zu einer zweiten Anzeige für die Zukunft vergangen ist." Wiederholt hat sich die öffentliche Meinung sür Einführung von Kindergerichtshöfen ausgesprochen, deren Urteile nicht die schweren Folgen für das bürgerliche Leben nach sich ziehen. Dann es handelt sich doch hier um Individuen, die noch im Zustande der geistigen und ethischen
g u n g, Gleichstellung des Wertet di gerS m i t dem öffentlichen Ankläger, Zulassung uneingeschränkter
und die Heereuiiere von Luuw" gehalten hat, n d)cmt soeben in der von der Hakbmonalsjchnft „Das freie Wort" hercnw gegebenen. Bibliothek der Aufklärung (Neuer Lrankiirrter '-BetLaaL
Hin neues deutsches Archt.
Das Verlangen nach einer zeitgemäßen und zweckent- .chenden Neugestaltung der deutschen Rechtspflege wird jter dringender. Bcmerkeuswerterweise mehren sich auch Lager der deutschen Juristen die Stimmen, die weitende Aenderungen auf diesem Gebiete erstreben. Im urinier Tageblatt" veröffentlicht jeht der Breslauer stizrat Paul Albers uuter dem Titel „Was wir ilert?" einen höchst bedeutsamen Artikel und stellt darin Wünsche zusammen, die sich an eine Reform nuferer htspslege knüpfen.
Wir wollen, so schreibt Justizrat Albers, in erster Linie slösung vom starren Buchstaben des Ge- es und der inhumansten aller Rechtsregeln: Fiat ’itia et pereat muudus. Hier heißt es einfach Bresche eßen! Noch geht dem deutschen Juristen das Ver- idnis für Urteilsspruche französischer und englischer Ge- itshöfe und Schwurgerichte völlig ab, die sich einfach '.r das verstaubte jus scriptum Hinwegsetzen und dem len, warm pulsierenden Leben Rechnung tragen.
Wir wollen Befreiung des Rechtes und der chtspflegc von allem religiösen und kvnfessio- llem Beigeschmack. Die Rechtsprechung ist ein :gerlicher Akt. Wer vor Gericht etwas Falsches aussagt, :d bestraft, gleichviel unter welcher Form er aussagt, r die geltende Rechtsordnung verletzt, hat die Konse- ?nzen zu tragen, nicht, weil er eine Sünde begeht und ür büßen soll, sondern weil die Allgemeinheit durch den chtsstörer nicht beunruhigt werden darf.
Wir wollen Beseitigung des plutokratischen :inzips im Gesetz und Beseitigung der daraus resul- renden Klassenjustiz. Die Strafen wegen der Eigentums- üte sind im Verhältnis zu anderen drakonische. Die cksälligkeit an sich ist kein Verschärsungsgrund. In l allerseltensten Fällen kann man von verbrecherischer igung zum Diebstähle reden. Fast immer treibt die Not i' wirtschaftlich Schwachen von neuem zum Eigentums- ilt.
Wir wollen eine den Resultaten der modernen Wissen- ajr entsprechende Beurteilung der Frage nach der Zu- chnungsfähigleit. Wir wollen nichts Unzurech- ugssähige und Kraute Strafen erleiden lassen. „Man incht nur," jagt Krafft-Ebing, „dem Gange der Gerichts- . Handlungen zu folgen, Einsicht in die in den Annalen * Wl,senschast niedergele^ten Gutachten zu nehmen und den Strashäusern Beobachtungen selbst anzustellen, oder - Erfahrungen unbefangener Gerichtsärzte zu vergleichen, t zur traurigen Ueüerzeugung zu gelangen, daß in nn- cn Kulturländern alljährlich noch Unzurechnungsfähige entehrenden Freiheitsstrafen verurteilt werden, ja sogar ch Todesurteile an solchen zur Vollstreckung gelangen!" Welch beschämendes Urteil für den gegenwärtigen Stand .serer Rechtspflege. . . .
Wir sollen eine gänzliche Neugestaltung der ndergesetzgebung. Wie es damit heute beschaffen
vcrlorenMt!" '„Den Jhriaen h«brn Sie nun aber wieder- gefunden, lieber Herr Prvsessor, nun behalten Sie ihn immer-, oben!" rief der Großherzog und drückte ihm freundlich ine
Friedrichs won Baden
an' folgenden luftigen Vorfall: Vor einigen Jahren erschien ein alter Gymnasiallehrer, den der Großherzog zum Professor ernannt hatte, im Karlsruher Schlosst, um den Üblichen persönlichen Dank -abzustatten. Ich seiner Aufregung und Verwirrung behielt er den eigenen Zylinder auf denk Kopse und nahm einen im Wartezimmer aus einem Stuhl liegenden zweiten H>ut, der einem anderen zur Audienz beschicdenen Herrn gehörte, in die Hand. Lächelnd empfing ihn der Großherzog und sagte: „Aber, lieber Herr Ervstjsor, wollen Sie nicht wenigstens einen Zylinder ablegen?" >Der Prosesjor schleuderte den fremden Hut von sich, griff
Sitzung -er StodtvsrorVrreLen. *
Gießen, 3. Siiober.
Anwesend: Obsrbüeqermeister Mecum; DEgeordneier Lursch-^ mann, Gecrgi, Hcyligeustaedt; Stadtverordnete: Brück, Eichenaner, Ennnelius, Euler, Faber, Gabriel, Dr. Gutslcech, Dr. Haderern, Haubach, Heichebyrim, Hekfcich, L»elm, Huhn, Jarm^Jn^- hardt, Keller, Krnmini, Leib, LLber, Loos, Ordig, P»etci, ftardt, Ärllenseks.
Mitteilungen.
Der Vorsitzende teilt n.it, daß Stadtbauiueist-erBraubach am Samstag den ihm bewilligten halbjährlichen Urlaub antrcien und Anfang April seinen Dienst wieder aitetcn werde.
Die freiwillige G a i l s ch e Feuerwehr hit zu iljreiö, am Samstag abend ür der Turnhalle sürtlfindenden Strstungs--
Entwicklung begriffen sind.
Wir wollen die Heranziehung des Laienele- ments zu allen Gerichtshöfen mit Ausnahme des Reichsgerichts, und zwar im Majoritätsverhältnis. Wir stehen nicht auf dem Standpunkte, daß sich der Laie nicht eigne, an den Urteilen der Zioilgerichte teilzmi-ehmcm Die HandelsSammern, die 5wufmanns- und Gewerbegerichte widerlegen diese Ansicht.
Wir wollen die Einführung der Berufung gegen erstinstanzliche Urteile der Straskammern.
Wir wollen eine ganz erhebliche Verminderung der„Au- trags"-Delikte und Verweisung solcher aus den Weg der Privatklage. Wenn lvegen lächerlicher Bagatellen nicht sofort Staatsanwalt und Kadi einschreiten werden, wird auch der Bürgerstand weniger über Belästigung seitens der unteren Polizeiorgane zu klagen haben. Ebenso werden auch die Steuerzahler entlastet werden. Denn die enormen Kosten, die für bagatelle Strafprozesse alljährlich aufzubringen sind, müssen zu guterletzt doch von den steuerzahlenden Bürgern getragen werden.
Wir wollen zur Beseitigung des Strebertums Gleichstellung aller Richter in materiellerund ranglicher Beziehung mit Ausnahme des Jnstizmiuisters und des Oberlandesgerichtspräsidenten, die lediglich Verwaltungsbeamte sein sollen. Die Billigkeit dürste höchstens dafür sprechen, daß Richter an ganz kleinen Orten eine Gehaltszulage als Entschädigung sür die Entbehrungen beziehen tonnten, die ihnen diese Orte auferlegen.
Wir wollen Beseitigung der Staatsanwaltschaft als besonderer Behörde. Aus den Reihen der Richter sind vielmehr die Staatsanwälte für eine gewisse Zeitperiode zu ernennen, nach deren Ablaus sie^wieder richterliche Funktionen zu übernehmen haben. DaS Poussieren des Vorsitzenden mit dem Staatsanwalt hört in diesem Falle eo ipso * auf, und die Verhandlungsleitung wird sofort ein anderes, objektiveres und würdigeres Bild gewähren, als wir es zum Beispiel jetzt in dem .Häuschen Mordprozesse zu sehen Mauten.
Wir wollen Zulassung einzelner hervorragender Anwälte zur Richterkarriere, wenn und wo es das Interesse der Rechtspflege bedingt; und Zulassung der Frauen zur Advokatur.
Wir wollen zum Schutze derpersönlichenFrei- heit Beschränkung der Untersuchungshast nur auf das äußerste Minimum.
Wir wollen eine Erweiterung der Verteidi-
Wir wollen Beseitigung des Zeugnis- zwanges in denjenigen Fällen, in denen die Adu'gung eines Zeugnisses einen vom StcrndMntte der oifent^hcnt Mvral zu verdammendert Dertrauensmißbrauch und ge- mentert Verrat bedeuten würde.
Wie man sieht, sind es zum großen Teil recht alte Forderungen und Wünsche, die hier ausgesprochen werden, da man bisher aber uoch immer vergeblich aus ihre Erfüllung gewartet hcit, so wird es gut stin, sie mrmeu nachdrücklicher zu imeverholen, b!s endlich ernsthaft zur Reform geschritten wird. Die Reform nuferer Rechtspflege muß kommen. Mr di'irsen mit imstrer StechtSpffege nicht länger hinter unserer Zeit zurückbleiben.
Die 37. Hauptversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung empfiehlt im Anschluß an die Vorträge und Debatten Über Heimat und Volksbildung die Berücksichtigung und volle pädagogische Ausnutzung aller heimatlichen Bildrmgsltoffe imb BiWunAsmittel angelegentlich st, insbesondere 1) die Aufnahme aller aeeigurten, die Heimat und ihre Geschichte darstellenden Bilch er nnd Bildwerke in die Volksbüchereien, die Veranstaltung von Verträgen heimatlicher Stosse (bildliche Darstellungen ans der Heimat, DialektdichLungen auf den Volksun ter Haltungsabenden); 2) empfiehlt die Versammlung btm Bildung«vereinen und persönlichen Mitgliedern die Unterski'chiutg aller Bestrebungen, die daraus hinausgeheu, die 5>eimatgeschickte zu erschließen, die Schütze der alten Volksckulten (Sagen, Volkslieder, Rätsel, Sprichwörter, Bolkssittcn, Gegenstände der Volkskunst) darzustellen, zu santmeln, aufzuvewahren und im Volke lebendig zu erhalten; 3) empfiehlt die Versammlung den Bildungsvereinen die Beteiligung an allen Unternehmungen, die die Erhaltung charakteristischer Dmtwerke und Denkinäler, die Lerjchönerung, Bereicherurrg, insbesondere in Bezug auf Bildungseinrichttw gen und wir Lsch östliche Hebung der Heimat bezwecken."
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— Man schreibt uit5 aus Darmstadt, 3. Okt.: Bernsteins neues Schauspiel .Der Dieb" kam ge,tern un hießgen HoÜheater zur Ausführung und erzielte einen ducchsa.)lagendeu Ersola. Inszenierung und Zusammenspiel waren tadellos. Unter de,i Darstellern sind in er|ter Linie die Herren Löhr, Lehrmann und Wendt zu nennen. Der letztgenannte Uunsklsr ist nach einem erfolgreichen Gastspiel an das DreSdeiier Hostyeater engagiert
S. n. H. § a n it o b e r, 2. Okt.
Direktor Dr. Kveppeu-Berlin sprach über Haus uud eimüt. Der Redner schilderte, wie im Lause der Johr- hnte sich unsere Wohnungsverhältnisse gänzlich verändert bett. Für den modernen Großstadt-Menschen wte für n Landmann sei die Wohnung nur ein Nachtasyl. Scha- onenmäßig wird in den Großstädten ein Hans neben das bere gesetzt, uttb auch auf dem Lande schwindet ,i m e r m ehr beim W o h n u n g s b a u j e d e Eigen- : t. Ein Hans sieht wie das andere aus, ohne jeden kunst- ttschen Schmuck. Durch eine Reihe von Lichtbildern zeigte r Redner die charatteristischen Bauten der früheren •iteit, und stellte als abschreckendes Beispiel die Type:« r modernen Häuserbauten hin.
Schriftsteller Hermann Lons sprach über heimat- cheS Naturleben. Er wies daraus hin, daß die Ge- lschäft zur Lerbreittmg von Volksbildung es sich anae- fei.it lassen müsse, wieder das Verständnis für Die
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itur vti wecken. Unser Volk habe von jeher ein warmes üurem^ Enden gehabt, das aber durch die Prosa des obernen Verkehrslebens viel von seiner Ursvrünglichkeit rloren habe. Darum muß auf diesem Gebiete wieder rsklärend gewirkt werden. Tier- und Pflanzenwelt müssen cyt nur vou dem Gesichtspunkte des praktischen Nutzens traucket werben. Auch bas Schöne soll wieder zu h r e'n komme n. Warum muß jeder schöne Vogel, wenn au " h m- und da Schaden anrichtet, sofort getötet wer- n? Warum ist man jebem verirrten Vogel mit schönem Pfizer io fort auf der Spur, um ihu zu töten und seinen iö anszustüpfen? Das Naturleben unserer S^eimat ist rwicifclliaf* eintöniger und ärmer geworden. Es ist zu 'grüßen, daß Der Staat seine Forftbeamten daraus hinweist, cht 'blindlings alles sogenannte Raubzeug abzalschießen, obe D.r'ehluugen kommen trotzdem vor. Auch der slanzenwelt muß größerer Schutz gewahrt wer- 4t Die Spaziergänger müssen darauf aufmerttam gemactst c^'den wie unvernünftig es ist, dte Wiesen zu lündern. Das Naturleben in der Heimat muß wieder rfeinert uttb vertieft werden. (Lebh. Beifall.)
Ais praktisches Ergebnis der arbetteitDen Generalver- lmmlnng wurde den Zweigvereinen folgende Resolution ls. Richtschnur gegeben:
Die Stadtv. Löb er und Petri unterfuiijen dies, während Beigeordneter Cur schm an-n und Stadtv. Haubach der Ansicht sind, daß eine Verbreiterung der Drmhüuserfasse nicht uoüoenbig fei. Wenn sich das Bedürßus dazu später ergeben füllte, sei bie Verbreit erung zn-eckmäßig nach der anderen Seite Q asMfKbren. Die Sache soll nochmals in der Baudeputation geprüft werden.
5barl Wehrum will am Wiesecker Weg außerhcckb^ ies Ortsbauplans ein Doppclwvhnhaus errichten. Da der Bebauungsplan für ben Wiesecker Weg zurzeit in Bearbeitung ist, mirb Dad Gesuch nicht befürwortet.
Dagegen iurtb die von Job Gg. Pfaff für ein Dackftem-. macherhäuschen^am Wismarer Weg nachgesnchte Dispmserteilung uuter der Bedingung genehmigt, daß das Haus 10 Meter vom Weg entfernt errichtet und auf Verlangen der Stadt jederzeiL wieder entfeint wird.
Hand.
— Jbsen-J>nnde. Wie aus Christiania verlautet, sind von den .Herausgebern der „Nachgelassenen Schriften" Henrik Ibsens interessante Funde gemacht wordem. So fielen ihnen angeblich mehrere teilweise uu-gedrnckte Gv- dichtc, Gelegrnheitsverse und ZeitungsartiSel in tnc HSttde, wie auch eine unbekannte — dritte — Version des „Bstand" und ein Entwurf zu „Nora" mit ausgeprägter ftauenrecht^ lerischer Tendenz. Auch soll man „Das Fest ans Solhcmg" als Opernlibretto gesunden haben.
— Kleine Kunstchronik. Hermann Sudermarruj verbrachte jsiueu 50. Geburtstag nicht in Berlin, sondern ist eigeirs nach Wien gesahren. Er ioll darüber ungchallen gewesen sein, daß kein einziges Theater in Berlin an diesem Tage eines feiner ©tftefe . ackgestchrt habe. In Wien dagegen nahm die zahlreick)e Slrder- nmiw=®cincinbe Gelegeriheit, den Dichter zu ehren. — Aus Ät a l n z meldet man: Im Stadttheater sand die deutsche Urauffirhrimg be£- zwelakligen französischen Schauspiels „Die List" von Claude^ Nolaiid lind Hervent, bearbeitet von Karl Lahm und Konrad Dreher, statt. Das spannende Stuck erzielte einen großen Erfolg. — Voü Ernst v. Wi l d en b r uch-s neuem erfolgreichen Schauspiel i c Ra b ensteineriu" ist bei Ä. Grote in Berlin eine biMge Ausgabe eilchienen, die dem in kurzer Zeit volkstümlich gewordenen Stück and) als Bilch weite Verbreitung sichern wkrd. — Urtier der neuen Direktion Stesster wurde das H a il a u e r Stabil bester mit der „Rai-ensielnerin" eröffn-t uud zwar mit ßrort« Evsoi-g. Viehrere Jiitendmueil und Direktoren, joipie Berichtersia-tter den benachbarten Städten ivaren aliweseiid, inner an^wi avch Intendant v. Mutzenbec^er, WieSlxidcn. — Das neue Stabl- theater in Kiel lüiirbe am Dienstag vor gel«denem PxÄ^unr eröffnet. Der Feier wohnten unter anderen Oberprüsibem v. Bttlow, Landeshauptmann Graf Platcn, Admiral von Prittwitz und bei. Auch die Direktoren Ätax Grube-Berlin uub Wüirtcu teig-Köln wareii anwesend. Einem Prolog von Wildenbruch folgte d:e Ans- führung voii „Fidelio". — Alired R e i \ c n a n c r, der bekannte hervorragende Pianist, ist in einem Hotel zu Libau am Har-jchkrge g c st orbe n. Er ist kaum 44 Jahre all gewott m. o mc wichtige
Lohn-Augelegeuheiten.
Die sechs städtischen Pflaftcrer haben im Juki Bernt Stadtbauamt um eine Erhöhung des ihnen Besafj-Iten Stunden- lohnes von 40, 42 und 45 Pfg. nachgefucht unter der AegrLn- bung, daß die bei privaten Meisiern beschäftigten Pflasterer einen. Tarifvertrag auf zwei Jahre abgeschlossen haben, nach dcM- ihv Stundenlohn von 45 auf 50 Pfg. uub ab 1. A»?ril 1V08 auf 55 Pfg. erhöht lviri>. 'Es wird auf BsfüLwvrtrmg des StndLbeni- v s f e N 111 u;.v ii uiuuuyci,, aMs beschlossen, ihren Stuirdenlohn mit Wirkrmg vom 45. Juli
Verteidigung ohne Anwesenheit dritter, die Aufsicht führen- ah zu 55 Pfg. je nach Leist-uitgssähigHeit^ zu erhöhen.
der Personen in jeder Phase der Untersuchung. 1 Stadtv. Krnmm bringt dabei zur Sprache, dk'.ß von ben j
cingclabcji.
Vaugesuche.
August Scheppelmann hat einen Neubau in der Noon- straße etwas anders aus geführt, wie die uvfpriüiglich genehmigten Pläne vorsahen. Die nachträglich nach gesuchte Erlaubnis wird erteilt, da die AusslHrung mit den früher von chm dort gebauten Häusern überein stimmt. h .
Bei einem von Ludwig und Mathilde Herbert für du' Wagengasse vorgesehenen Neubau ist 'Dispens erforderlich, weil der vorgesehene HofrauM zwar der Fläche nach genügend groß sein würde, aber die borgeschrieoene Form von achc zu vr»r Metern nicht besitzen würde. Die Bardeputation beantragt Ve- fümrortung. Stadtv. Huhn regt babet die Serbreüenmg der Dreihausergasse vor diesem Neubau an, da auch bei dem Neu- meyerschen Haus eine Verbreiterung vorgenommen worden sei.


