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Mainz, 23. Dez. Heute wurde in der Stadtverordnetenversammlung! die Eingemeindung mit Kastel mit 22 gegen 18 Stimmen beschlossen. (Frkf. Atg.)
— Vetzberg, 23. Dez. Jnsolge Schartach-Epi- demie ist die hiesige Volksschule schon längere Zeit ge- schlossen. Leider hat die Kinderkrankheit auch schon zwei Opser gefordert. Auf Anordnung des Kreisarztes Dr. Braun-
Gießener Wetterdienst.
94 ^Voraussichtliche Witterung für Hesjeu am Mittwoch den -4. Dezember: Aielil heuer und trocken. Nachts Frost. Auch am Tage elivas kalter. Oestliche Winde.
Wetzlar dürfen nunmehr auch die hiesigen Konfirmanden nW mehr den Konftrmandenunterricht in Rodheim besuchen. ™
-a- Rodheim a. d. Bieber, 23. Dez. GeneralsekreLL- Schroder von der Handwerkerkammer Wiesbaden hielt gestern nachmittag im Gewerbeverein einen Vortrag über taa .Bürgerliche Gesetzbuch*, der sich eines regen Besuches auck von auswärts zu erfreuen hatte. Ausgehend von beni trag in seinen drei Stufen (Rinber unter 7 Jahren, Mindert jährige und Volljährige) verbreitete er sich msonderhelt üb/ Verträge mit Vereinen. Nachdem der Referent auch die Ver. Währung und die Selbsthülfe eingehend erörtert, äußerte / sich in ausführlicher Weise über das Güterrecht. Alle wesenden folgten mit großer Spannung dem Vortrag, aurnoi durch mannigfaltige Beispiele an5 dem Leben Klarheit schaffen wurde. Zum Schluffe fand, soweit eS die Zeit ** laubte, eine Diskussion statt, in der noch verschiedene Fraq/ aus der Versammlung laut wurden.
Markte.
— Kartoffel markt-Bericht vtait 23. Dezember 1907. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mt. 1.90-2.1.9, Magnum bonum 2.3o—2.50, weiße ruiide 1.95—2.15, Gelbsieischige, weiße, 2.25 bls 2.50- M a r b u r g : rote Sorte Mk. 0.00, Magnum bonum 0.00, weiße runde Mk. 0.00. Frankfurt a. M.: Rote ?^yb Dlk. 1.80—2.10, Magnum bonum 2.25-2.50, weiße runde 1.90 M 2.10, Gelbfleischige, rote, 2.25—2.50, weiße 3.25. Wiesbaden- Magnum bonum 2.75, weiße runde 2.65. At a n n h e i m: Aiaanum 2.70—2.75, Gelbflr-ischige, blaue 3.25—3.75, iole 3.65 . nn a 9 e 11: Magnum bonum 2.80—2.80. Köln: Role »«?er Mk. 0.00-0.00, andere rote Sorten 0.00, Magnum bonum 2.80-2 90, weiße runde 2.20-2.30,Gelbfleischige, blaue Wf.2.20-2.30, X^ t2,75o7Ä "'Eibe 3.70 bis 0.00. Frankenthal: Rote ^rlen 2 00, Magnum bonum 2.35, weiße runde 2.00, Äelbfleischiqe, 'WfUß roei6e 3-00. Dortmund: Atagnum bonum
0.00, Gelbfleischige, rote Mk. 0.00, weiße 0.00. Saarlouis: *™.e Porten 2.40, Ataglium bonum 0,00, weiße runde 2.46 k-lUonJler: - a9Ilum bonum 2.60-2.75, Gelbfleischige rote 3.00 bls 3.10, wenze 3.75—4.00. (Alles per 50 Kilogr ) H__________
lipps des Großmütigen verliehen.
** Ministerialsekretäre. S. K. H. der Groß- herzog haben den Ministerialsekretär bei dem Ministerium des Innern und Vorstand der Registratur dieses Ministeriums Rud. Müller zum Kreisamtmann beim Kreisamt Heppenheim, den Kreisamtmann beim Kreisamt Heppenheim Regierungsrat Karl Ham mann unter Belassung des Charakters als Regierungsrat zum Ministerialsekretär beim Ministerium des Innern und zum Vorstand der Registratur dieses Ministeriums ernannt.
** Die Eichendorff-Feier, die kürzlich von hiesigen Gesangvereinen und Künstlern von hier und außer-j halb veranstaltet wurde, ergab einen Reinertrag von! ^00,40 Mark, der für Weihnachtsgeschenke für bedürftige Schulkinder verwendet wurde.
—Klei n e Ch i;o n i k ausKunst u n d W iss en stch^ss Uni 23. Dezember ist der Direktor des Observatoriums zu Meudon
P. Jul. CS,ar Janffe». gestorben. I.. geboren 18-4 zu Pans, war ein berühmter Astrophysiker. Das Obser- vatormm mit dem Montblanc ist von ihm eingerichtet worden. — In Wien ist der Historienmaler Professor Andreas Grell oe< t o r b e n. — Oskar Blumenthals neues Lustspiel „3wischen f,“11 b 91 em" gelangte tm Berliner Neuen Schauspielhause zur Umfuhr-ung und die Aufführung stand gleichfalls zwischen Ja und -iem. ~as kritische Urteil darf sich mit Nein bescheiden. Wie immer, ruft Blumenthal die beliebten Klischeetyven, aber sie ge» bord)en ihm nicht mehr. Ein junger Gesandtschaftsallachö liebt eine wenig hochgeborene Malenn und ist bereit, feinen Beruf autzugeben um sie zu heiraten; sie bietet ihm ihre Liebe ohne ^rauung. A>ie Auflösung dieses Rebus lautet bei Blumenthal: Reichstagsmandat mit Ebe. Die nötigen Wandlungen und Ent* fcheidimgen geheii m geistreich sein sollenden Gesprächen vor sich. Tie Handlung lahmt. — Hofkapellmeisler Dr. Franz Bayer vom Kaycler Hoftheater wurde in Anerkennung feiner Verdienste für -- ^"arbeit des Kaisers herausgegebene Dolksliederbuch
mr Alannerchöre zum Kül. Professor der Alusik ernannt. - Du Nachricht, bau Professor Jos. Olbrich die Leitung der Düffel- d o r f e r Kimstgewerbe-Akademie übernehmen werde, wird iett von ihm selbst als unzutreffend bezeichnet.
©r8ghiab£>raiytm€l0ititg€iie
d^om, 24. Dez. Blättermeldungen zufolge beabsich ttgt der österreichische Generalstab die Umwandlung des Handelshasens von Spalato an der dalmatinischen Küste in einen Kriegs Hasen.
Rom, 24. Dez. Gestern fand hier die Versteige- rung der schriftlichen Hinterlassenschasl Crrsprs statt, die insgesamt 37 000 Lire brachte. Unter anderem wurde für eine Reihe von Schriftstücken, die auf dre Unabhangrgkert Italiens Bezug haben, 18000 Lire er* Ter Minister des Aeußern erwarb sämtlicl)e Doku* mente über den afrikanischen Feldzug.
fr r n H 0 ' Aus den Trümmern des durch
Mädcken''»Emgesturzten Gasthauses wurden ein dreijährige? J‘Qöct) e n und eiu vieriahriger Knabe b e r v o r a e r o oen. T°-Kmd.°! mS?‘i,£8'r b?T Uebcn davon gekommen war« stche^Pfleg°"7,ch erh'otten.""^ f,e f,d> un,er ä*
-Lei) er an, 24. Dez. Die Krise ist vorläufig eend et. Angesichts der für den Schah hoffnungslose ^age hat nun auch der hiesige Vertreter Rußlands zmn Nachgeben geraten. Ter Schah erklärte sich daher mit der Berufung eines liberalen Ministeriums einverstanden und versprach, in der nächsten Zeit nochmals im Parlament den Eid auf die Verfassung zu s-h/*' Uni> $lPar m Gegenwart des. diplomatische»
fierid^tsjaaL
Berlin, 24. Tez. Der kaiserliche Tisziplinarhof für k, Schutzgebiete erkannte heute gegen den Gouverneur z. D Dol demar Horn wegen Disziplinarvergehen in Togo auf Stro? Versetzung, 300 Mark Ge ldftrafe und Traguna Z' Koffen Die erste Jnitanz der kaiserlichen TisziplinarkaM»^ für die Schutzgebiete hatte auf Dienstentlassung unter Belaisu^ von zwei Dritteln der Pemion erkannt. 9
Berlin, 24. Dez. Die Verhaftungen russischer R» Dolutionäre in Berlin, die in letzter Zeit so viel Aussü»»' erregte und im Zusammenhang mit dem Waffenfunbein der Pank st raße und der Beschlagnahme der Bombenkosi^- bei dem Anarchisten Mirski stand, fand gestern ihr gerichlluL^ Nachfprel. Die Verhandlung fand vor der 7. Strafkammer ^^gerichts I statt. Aus der Unter)udynng wurde der Stubern der Medizin Nikolai Trofimow vorgeführt, der sich wegen Gebeuu! bündelei zu verantworten hatte. Mit ihr war der Schriftsteller ^terltzvw aus Charlottenburg wegen Vergehens gegen das Ver. etnsgesetz angeklagt. Trofimow wurde zu sechs Wochen Ge sangnis und 10 Mk. Geldstrafe verurteilt, die durch bir Unteriuchungshaft als verbüßt erachtet wurden.
r l a nge n , 21. Tez. Tas Landgericht Fürth hat heute gegen 16 hiesige Korpsstudenten wegen Austraguna wu jl) a r f e ii Waffen (Säbeln und Schlägern) verhandelt. etubeiiten erhielten je drei Monate Festung, je drei vier Atonate, einer einen Monat, vier Wochen und drei Tage (Kartell- träger), zwei Korpsdiener je 23 Tage Festung unb der Wirt etaü auf Rathsberg, wo die Arenfuren ausgetragen wurden, 1 Mona! 1 4 -tage Gefängnis. Gegen letzteren hatte der Staatsanwalt ein vzahr beantragt. "
Paris, 23. Dcz. Heute begann vor dem Sch Würger ick t der Seine der Prozeß gegen den Professor Heros wegen seines b" Mit angeklagt suw
der Verwalter des Blattes „Gnerre sociale", sowie zwei Mitarbeiter dieses Blattes. Profesfor Heros wird der Beleidigung von Mitgliedern der Armee beschuldigt. Seine Mitangeklagten baba id) wegen Aufreizung der Soldaten zu verantworten. Die Mehrzahl der jetzigen Minister und zahlreiche politische Persönlichkeiten I ind als Zcugen geladen.
Oberstaatsanwalt Fse nb iel : Also Frau v. Elbe hat nur i - AuS dem Mrlitär-Wochenblart. Deför. st« «Äisak" p -L"r« ?-%•:= ,*>«***»«• anwtalt Jsenbiel: Hat Frau von Elbe nie erzählt, daß ihr Mann! oeiW' ^izewach.meuter. Boeder (I Berlin), KrauS (Frei- sie geschlagen habe oder hat sie schwarze Flecken am Körper ge- I bürg), des Jnf.-Leib-Regts. Großherzogin (3. Großh. Heff.' seigt? — Zeugin: Nein. — Oberstaatsanwalt Isenbiet: Hat Nr. 117, — Haller fFrankfurt a. M.), deS Inf.-Rcats. Frau v. Elbe Ihnen nicht erzählt, warum sie den Ehescheidungs- Prinz Karl (4 ©ronh 'Hess) Nr 11 A e: ^r. Prozeß^ durchaus gewinnen wollte? - Zeugin: Sie wollte ihre s 1 -
gesellschMtliche Stellung nicht verlieren. >— Justizrat Sello :! Osnabrück), des o. Großh. Heff. Jnf.-Regts. Nr. 168, — Weshalb gingen Sie von der Gräfin fort? — Zeugin: Ich PserdmengeS (Rheydt), v. Reden (Hanau), des Leib-
faimnelte einmal mit einem Tien er Ehampigrwns im Park und da Trag.-Regis. (2. Großh. Heff.) Nr. 24, — Ha ß lach er-
behauptete die Gräfin gleich, ich hätte ein Liebesverhältnis /Bonn 1 Ros sie kRbevdt) SHnrfinn /Kr-enrnnckl
mit dem Diener. Als ich mich darüber bei dem .Haushofmeister t^nn), sollte W. öcting (»reuznach), Deich-
beklagte, sagte dieser: „Sie wissen ja, die Gräfin beiv^gt fid) I ’J1 a.n n ^^onkfurt a. M.), des Großh. Artillertekorp», 1. Gr.
immer in Extremen^'. — Oberstaatsanw. Jsenbiel: Tie Gräfin Heff. Felb-Art.-Regt. Nr. 25, — Schönberger (Gleiwitz), litt damals wohl noch unter den Wirkungen der Trionalvergiftung. Loeffel (Köln), Bremer (Siegen), des 2. Großh Heff toar. — Oberstaatsanwalt Jsenbiel: Es siebt also fest, daß die! Knoch (Tanztg), des Großh. Heff. Tram-Bats. Nr. 18, — Abreise mit den Hardenschen Artikeln nicht zusammenhängt, Emmerich (Worms), Vizefeldwebel, zum Leutnant der Land- daß der Fürst also nicht vor den Artikeln floh, sondern daß er wehr-Jnfanterie 1. Aufgebots, — MannS (Gießen), Unter- ^^7^w^dockhin^egangen^^ ^Itrr Sohn war schon Apotheker des Beurlaubtenstandes, zum Oberapotheker be-
Zeuge Dr. Korn war früher Hausarzt bei Frau v. Elbe Ordert.
und zwar seit den 80 er Jahren. — Bors.: Was wissen Sie von I ** Kun st verein. Die Gemäldeausstellung am Brand dem körperlichen und geistigen Zustande Per Frau v. Elbe und bleibt am ersten Feiertag geschloffen: an den folgenden Tagen von,ihrer Wahrheitsliebe? — Zeuge: Tre damalige Frau von ist sie oeüsinet
Kruse lebte in sehr glli^licher Ehe. Sie war leicht erregbar, •• tn s » a ♦«v K ,
aber immer in normalen Grenzen. Sie war heiter unb fiö^ k> p i r hVn » a 1 e n ” 0 n
lich, später, während ifjTer Ehe mit Graf Moltke, sah ich fi: m 1 ? 5tt nfa% bcc duhnenbearbettimg von bem Leip-
einmal und da kam sie mir sehr gereift vor. Sie schob bas 6f-°V e 1 e 11 Vaklf* gegenwärtig auf den
auf den raschen Uebergang vom ruhigen Landleben mm Iinc ei- ^^obe^en Buhnen gegeben wirb. Tiefer -Bearbeitung liegt stadtleben. '§7 n^Ka^^Bg “ör unb nn aM’7ß Werkes zu Grunde;
Schlaflosigkeit. Damals kam aüch die Trionaloeraiftuna vor ÖI0U5 aber von Siegen ganz gestrichen unb die
Tr. 5lvm gibt weiter an bie Gräfin habe f*it 1898 Trioual Kunigunde als elbhalles Wesen gedacht, wie denn das ganze Werk flenoZnt unb t^ttch 1 V- Es Mltm sichN^ klL dranm.,sch-z M-rch-n -rsch-mt - von d°n Fei°rt°g;.B°r-
venirritationen ein, die Gräfin gab unmögliche Befchlc, fic Eonntc r ntfU.nßfn '^"wod^-Borftellung im Abonnement
leinen. Widerspriich vertragen unb brach oft in Weinkräntpfe aus. 1 m1Tld)-c -lbenbvoifteUungen beginnen um 7 Uhr.
Er riet ihr, sich in eine Nervenheilanstalt zu begeben, was Unsere Regrmentsmusrk konzertiert am
sie jedoch zurückwies. Im August 1899 traten Fieberanfälle em p- Feiertag int Neuen eaalbaiL Tagegen fällt das Kon- nnd es zeigte sich bei der Patientin eine große Empfindlid)- zert am 3. Feiertag aus.
m - Kausche, Appetitlosigkeit ujw., Ter Zeuge hüll erst r* Kolosseum Tas Gastspiel des Kolvfseums nm Neurasthenie für vorliegend, wahrend Prof. Trübing in Greiss- < r^. . /V 1J , ,, ? - «owffeums am
toalb fchließlich bie richtige Tiagnose auf Tricniialvergiftung stellte I ^biertag findet Nicht in Dillenburg, sondern in Wetz- Zeuge hat nieinfals die Erfahrung gemacht, daß die damalige lar, Schützengarten, statt.
Lrauv. Kruse irgendwie unSrphr gewesen sei. ^Silberne Hochzeit feiern am 2. Weihnachts-
- ÄTsÖl’'“?’ L°k°m°twführcr Jakob Nou und Foou g°b. W-imar
Uur, daß sie sehr viel spricht. IIn ^ieuen.
Oberstaatsanwalt: Haben Sie die Tarne fiir hysterisch ge- ** Die Fachausstellung des Gast w i r tev er-
Beuge; Erst zur Zeit der Ehe des Grasen Moltke. eins, die im nächsten Jahr hier stattfindet, wird unter
allste 3Ü^n v°'- Solms-Hohen-
üh ihr einen Wunsch versagen mußte, sehr heftig unb drohte, ! olmv-Lrch stehen. Ten Ehrenvorsitz hat Oberbürger-
sich einen anderen Arzt zn nehmen. ' ' meister Mecum übernommen, während der Rektor der
rnE)hcr^aa^a1 : dwfcssor Strübing l)ält die Tarne für Landesuniversität Prof. Tr. Leist, Provinziatdirektor Ge- An^7r 63w *n t Oberst von Müller unb Landge-
der Ehe mit dem Grafeii Moltke fchloß ich auch auf Hysterie — ^'^chlsprasident Kullmann dem Ehrenausschuß angehören. Oberstaatsanwalt: Der Zustcnw von 1898 unb 1899 war Trional- ** Uneheliche Geburten und Uns ittlichkeit. Vergiftung, aber an und snr sich war die Tarne hysterisch veran- Professor Tr. Biermer teilt uns mit, daß in dem aestriaen iffi. S.»lSäto„? £»2,7S
hört. Während der sed-sjährigen Kruseschen Ehe hat Tr Korn Schreibfehlers entstandene Ungenauigkeit richtig zu stellen kein emzigeS Anzeichen von Hysterie bemerkt. — Justizrat'-Klein-1 ist- Anstatt „die Pfalz ist fast ganz protest^lisch" wollte holz: Tie Gräfin war also in dieser Zeit vollkommen gesund? er sd)reiben „ist vorwiegend protestantisch".
77 3cuffc Vc. Kvrn. Jawohl. Ich habe auch nicht gehört, baß *♦ Treue Arbeiter frine fiiiMrhr
ine Umgebung etwas Abnormes bemerkt hat. — Oberstaatsan- K Arvert er. Oine hübsche WerhnachtS-
walt: Ich muß Hann Professor Frey-Wien laden, ber angegeben freu$c wurde drei rn der Zigarrenfabrik von Georg ^ein« hat, daß die Dame lZochgrabig nervös fei ohne Selbstbeherrschung, "ch Schirmer beschäftigten Leuten aus Anlaß ihres unterworfen fei. — Laub- 25 jährigen Arbeitsjubiläums zuteil. Dem Werkmeister Job.
TrionalvergiftnngV-- Harden: Ich wußle^ d^on?aber Pwf'esior ® ^seck, ^"n Taglöhner Karl M a n d -
Schnxninger hielt jede Selbstbeherrschung für vorhanden Pe r Krofdorf und der ^aglohnerrn Marie Oswald Oberstamsanwalt: Sie (zum Zeugen) haben doch in einem Gut- aus Wieseck wurde nämlich das vom Deutschen Tabak- achten Migegeben, daß Frau v. Kruse zu Neurasthenie accordis seit verein gestiftete Diplom für 25 jährige treue Dienstleistuna SSwr äs •ss? sä« - ä «4— - -r'»-'*”
Sachverständiger Tr. Hoffmann: Die Frage kann nicht ^ldgeichenk überreicht.
mit ia ober nenr beantwortet werben. Neurasthenie ist nicht ** Verhaftung. Der Lehrer Sitzt er von Wett- dasselbe wie Hysterie Aber eine geioisse Nervosität muß wohl saasen, der sich vor einiger Zeit "boit dort entfernt hatte t’OtiÄrfötge?a|^in”t6 !’at ^7" Isfeld selbst der Gerichtsbehörde gestellt unb
Diagnosen sind auch ber Mode unterworfen. Eine Zeit lang ^urbe hierher in Untersuchungshaft gebracht. Es handelt
wurde immer auf Neurasthenie accordis erkannt, wenn bie Herz- sich um Verfehlungen gegen § 176 Abs. 3; der Beschuldigte
organe angegriffen waren. Jetzt würden wir bie Herznenrosc soll teilweise geständig sein.
genauer defrmeren. Ob im vorliegenden Fall Hysterie vorlag, ** Einen seltenen 9R e i h n n rM a a a i +
ist nickst ohne werteres anzunehmen. — Bors.: Es ist beschlossen V t 1” ^^ynachtvgaft brachte
worden, den Professor Schweninger mit Gattin zu laben. Da man. ^ute auf die Redaktion, nämlich einen lebenden er krank ist, muß er kommissarisch vernommen werden. — Maikäfer, der von einem Freund unseres Blattes in Justizrat Bernstein: Wir werden die Fragen entwerfen und der Kaiser-Allee gefangen worden ist. — Die milde Witte- S reitrgt übngens auch sonst alltthanb Merkwürbrg.
richt hat beschlossen, daß Professor Schweninger unb Frau am 2IuT bcin Marktplatz waren z. B. heute vormittag
nächsten Samstag in ^Nünchen kommissarisch Dernonuncn werden Weidenkätzchen zu verkaufen.
sollen. — Gerichtsasscffor Lange ivirb bie Vernehmung vornehmen. **EineMahnung sei angesichts der beborstehenbcn Feier- Jhr werden ^leastsanwatt v. Pannwttz unb eventuell Justizrat tage an alle gerichtet, die es angeht, bie dahin geht, der schädigenben Tr. Sello beiwohnen. — Pwfeffor Frey-Wien soll Freitag ver- Wirkungen der Gebäcke zu gedenken und aller ber Speisen, die bei nvmmen werden. den Vogelsberger „Gevattertagen", bie mit dem vierten Advents-
Tarauf wurde btc Vcrhanblung auf Freitag, den 27. De- sonntage begannen und bis über Neujahr dauern, verzehrt tverden. Kemver, vonnittags 10 Uhr, vertagt. Am Samstag finbet keine diesen Familienfesten hängen die Bewohner in einigen SMng ftatt. Teilen des höheren Vogelsberges mit Zähigkeit? Sämtliche --------- Paten der KiNber einer Familie versammeln sich auf Einladung «yidVt UttO lUltO« I t., und beginnen den „Festtag" mit einem gemeinsamen
Gießen, 24. De:i. 1907 I « -ei’ ^^eisenfolge ist zumeist Suppe, Sauerkraut, Schweine-
♦♦ h hi a-m 5. h t » u, < llT.a^len- r^kst beginnt entweder am Mittag und
A. enz emp , angen wurden von S. K. H. bauert bei Branntwein, Bier, Kaffee, Küchen bis zum Abend,
DeiZl otzherzog il a. Baurat Zimmer von Gießen oder es nimmt abends feinen Anfang unb dauert bis Mitter- uno Kreisvetennärrat Zinßer von Friedberg. nacht. Manchmal ist ein Pate gezwungen, an einem Tage
"Der neue Staatshaushalt geht noch Ende solcher Schmause mitzumachen. Ta es Sitte ist, daß ein dieser Woche den Ständekammern zu. Der Finanzausschuß viele Paten erhält, so hat mitunter eine Per-
L- ;■ “T" ” - '■ ***** Äi s ÄÄÄÄ SÄ-5 Beratung beginnen. barmherzig überanstrengt.
** Von der Staatsanwaltschaft. S. K. H. " Der K an i n ch e n z u cht v erein Gießen hält seine ^r.^roß Herzog haben den Staatsanwalt bei dem Land-erste Weihnachtsbescherung am 28. Dezember im Hotel ,Ein- gericht der Provinz Oberhessen Fritz Ho os zum Staats- horn" ab. Der Verein zahlt jetzt 50 Mitglieder, ein Zeichen
«“*- »-»ch»""- .--
** Ordensverleihung. S. K. Hj. der Groß- -^tirmome wird am 2. Weihnachtstag im Saale zur ,Burg Herzog haben dem Geh. Staats rat im Sta'atsministerium Weihnachtsfeier bei Gesangs- und Musikvorträgen, sowie Gustav Krug von Nidda zum 23. Dezember d. I die Dhealeraiisführungen abhalten.
des Verdienstordens Phi-, Friedberg, 23. Dez. Der heute früh 4.46 von hier nach Homburg abgegangene Personenzug sollte anscheinend bei Rodheim zur Entgleisung gebracht werden. Tort war eine schwere Wegeschranke quer über das Gleis gelegt, außerdem waren die Signallaternen zertrümmert worden. Tie Lokomotive warf das Hindernis zur Seite. Tem Zug passierte n. d. Frkf. Ztg. nichts. Anzeige wurde sofort erstattet.


