tlfcf Kinder! mit kariösen Kolmen Schwellungen der Lymphdruwn 'ne Bereiche bfv Unterkiefers und^ des HalseS zu konstatieren inb. Nach alle dem erhellt, das; die ZahnkarieS eine Mank- •tit ist, die die Geinndheit int allgemeinen! schädigt und durch Sarursachuna von Schmerzen die Arbeitstätigkeit des Menschen >mnmt, ganz besonders auch durch Verdauungsstörungen die Er- uilrling des Körpers l>erabsetzt. Bei schlecht oder un-genügend onuilirten Individuen ist die Ansteckungsgefahr erheblich größer ils bei gut ernährten.
Man kann den von Miller aufgestellten Sähen daher bei- iflichten: .
„Eine zweckentsprechende prophylaktische Behandlung der Nundhöble von .Kindheit an gehört zu den w i ch t i g st e u Naßregeln der Hygiene, da der Gesundheitszustand der Nundhöyleg vornehmlich der Zähne, einen eingreifenden Einfluß ruf "den Menschlichen Organismus ausübt, und zwar: 1. durch ne allgemeinen Berdaumrgsbeschwerden, die bei unvollkommener Nastigation und Jnsalivatiou der Nahrung auftreten; 2. durch Krankheiten Parasitärer Natur, die von der Mundhöhle aus- ]Cfielt: 3. durch die Entstehung von Zahnkaries mit Periodontitis, Periostitis, Alveolarabszeß, Stomatitis, Pyämie usw.; 4. durch die Qualen der Zahn- und .Zahnfleischschinerzen, die bei Franf» haften Zu st and en des Gebisses sehr selten ausbleiben.
() M a r b ur g , 26. Nov. Der aus fünf Einwohnern von Mardorf tnt Kreise Kirchhain bestehende G e s a m t v o r st a n d des >ortigen christlichen Arbeitervereins stand heute wegen Beleidigung des B ü r g e r m e i st e r s des genannten Ortes unb des Gemeindedieners vor der Strafkammer. Die Ange- llagten hatten eine Eingabe an das Landratsamt gerichtet, in )cr sie sich über allerhand unstatthafte und nach ihrer Ansicht .'igenmächtige Handlungen des Bürgermeisters beklagten und zum Schluß noch einige Wendlingen anfügten, die sowohl für den Bürgermeister, wie auch für den Gemeindediener Beleidigungen uithielten. In der Verhandlung, in der eine Menge Zeugen ;ur Vernehmung kamen, wurde festgestellt, daß der Schriftführer Ludwig Schick die Schlußsätze der Beschwerdeschrift, welche die Beleidigungen enthielten, den übrigen Vorstandsmitgliedern nicht nörgele)cn hatte. Aus diesem Grunde erzielten die letzteren auch Freisprechung, während S. zu 40 Mk. Geldstrafe verurteilt wurde.
Brüssel, 27. Nov. Der A pell Hof beschäftigte sich heute mit der Aufschiebung der V e r st e i g e r u n g der I u w e l e n >er verstorbenen Königin Henriette von Belgien. Im Auftrage des Juwelenhändlers Kogk wies der Anwalt des Klägers xirauf hin, daß eine Vertagung der Versteigerung der Juwelen Dem Kläger, sowie den übrigen Gläubigern der Prinzessin sehr nachteilig wäre. Tie Prinzessin habe einen Teil dieser Schulden idjon vor sieben Jahren gemacht und aus diesem Grunde sei es nicht angängig,, ihr eine Vergünstigung zu gewähren. Der Anwalt der Prinzessin, Jaspar, gab verschiedene Erklärungen, ii. a. über die hohe Summe der Schulden der Prinzessin. Erwies darauf hin, daß die Gläubiger bereits vor längerer Zeit ihre Ansprüche hätten geltend machen können. Die Gläubiger lüollten aber allem Anscheine nach eine Erbschaft der Prinzessin obwarten. Uebrigens habe die Prinzessin ein großes Teil Dieser Juwelen überhaupt nicht besessen. Der Anwalt erklärte weiter, in welcher Lage die Prinzessin sich zurzeit befindet. Ferner legte er dar, in welch ärmlichen Verhältnissen die Prinzessin aus der Heilanstalt nach Frankreich flüchtete. Es sei unmöglich, denselben Maßstab anzulegen bei der Prinzessin, die 22 Jahre am österreichischen Hofe zugebracht habe, und einer ionstigen Privatperson. Der Anwalt führte ferner aus, daß Die Prinzessin zurzeit drei Zimmer bewohne und für ihre begangenen Fehler schon zur Genüge bestraft sei. Er lege dem ^Gerichtshof eine schriftliche Erklärung der Prinzessin vor, in velcher dieselbe ungefähr die gleichen Gründe aufführt, wie ihr Anwalt. Ter Appellhof vertagte sodann die Fortsetzung der Ver- l-andlungen auf nächsten Montag.
Riga, 27. Nov. Das Kriegsgericht verurteilte vier jüdische Realschüler kürzlich wegen Ermordung des Schul- rnspektors Petrow und zwar zwei Brüder zum Tode, ihre Kameraden zu schwerer Zwangsarbeit. Auf eifriges Betreiben aes freisinnigen kurländischen Dumamitgliedes Nisselowitsch verwandte sich der Premierminister Stolypin und der Dumapräsident, lowie andere hochstehende Personen für die Verurteilten. Trotzdem betätigte Baron Möller-Sakomolski am 27. Nov. das Todesurteil.
Universitäts-Nachrichten.
— Unter Bezugnahme aus unsere Notiz, wonach dem Privatgelehrten Dr. Peter Muth in Osthofen (Nheinhessen) der Charakter als Professor verliehen worden ist, wird uns von hoch- geschätzter Seite ergänzend niitgeteilt, daß Prof. Muth in Gießen von 1683—1885 Mathematik studiert und 1890 den Doktortitel erworben hat. Er hat sich aus dem Gebiete der Mathematik durch eine Reibe von wertvollen Arbeiten betätigt.
hc. Marburg. Zum Vorstand der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt A u g u st e n b e r g in Baden wurde vom 1. Januar 1908 ab der Abteilungsvorsteher an der landwirtschaftlichen Versuchsstatioit in Marburg, Dr. Felix M a ch, berufen.
Kunft ttttb Wissenschaft.
— Von der Darmstädter K ü nst l e r k o l o n i e. Dem .Dannst. Tagt. Anz." zufolge wird Professor Olbrich, dem zum Geburtstage des Grobherzogs die Goldene Staatsmedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen wurde, Darmstadt nicht verlassen. Der Künstler weilt gegenwärtig in Düsseldorf, weil die Errichtung eines von ihm entworfenen Warenhauses seine Anwesenheit dort erforderlich macht. Für die Leitung der dortigen Kunstgewerbe-Akademie, bei der Prof. Olbrich zur engeren Wahl stand, kommt er nicht mehr in Frage, denn die Nachfolgerschaft Professor Behrens ist einem anderen Künstler übertragen worden.
vermisch-es.
• Der Kronprinz in Ungnade. Was bisher in Deutschland der Kenntnis des Volkes verschlossen war, ist in Kalifornien kein Geheimnis mehr: Der deutsche Kronprinz ist bei seinem kaiserlichen Vater in Ungnade gefallen! Kürzlich schon zeugte es von naiver Auffassung eines amerikanischen Blattes, das den Kronprinzen (der ein Jahr lang den Verwaltungsdienst studieren will) spaßhaft bedauerte, weil er jetzt im Schweiße seines Angesichts wie ein armer Schreiber arbeiten müsse. Noch viel besser weiß es ein kalifornisches Blatt, das über das traurige Los des deutschen Kronprinzen in mehreren Artikeln mit folgenden Ueberschriften berichtet: »Prinz in Ungnade", „Kaiser bestraft seinen Sohn und Erben", »Friedrich Wilhelm vom Hof und aus dem Militärdienst entfernt", „Arbeitet auf einem Schemel von morgens bis abends in der inneren Verwaltung", „Verlautet, daß Bestrafung durch Skandal nm Hofe verursacht". Natürlich bringt das kalifornische Blatt auch Illustrationen, die der Sensation des Textes in keiner Weise nachstehen. Ein Bild zeigt, wie der Lieferzürnte Kaiser — der, in der Aufregung wahrscheinlich, zu große Stiefel angezogen hat — den beklagenswerten Sohn in offenbar Schmerzgefühl erregender Weise beim Ohr erfaßt und mit der anderen Hand heftig nach einem Häuschen weist, das durch die Aufschrift: „Royal Wood-Shed" (Holzschuppen) als Straflokal gekennzeichnet wird. Dian muß bedauern, daß man bisher über das Verhältnis des Kronprinzen zu seinem kaiserlichen Vater so mangelhaft informiert war. Ntan wird aber nun gut tun, durch ein ständiges Abonnenient auf das kalifornische Blatt seine fehlerhaften Kenntnisse über die Vorgänge am deutschen Kaiserhof zii erweitern suchen. O, Kalifornien, du goldig Landl
November
Weiter
1907
Zn dem Antrag ist zu bemerken, daß er nur von
besetzt ist.
. . 92.90 I Elektriz. Lahmeyer .
4% Öesterr. Goldrente
Portugiesen
III
80.00
225.50
. 137.95
sie stets sch>c
nicht kleckst oder undicht
Seh'
Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk
2710
142.60
Gelsenkirchen Bergwerk . 193.75
Hamburg - Ainerik. Paketf. 115.20
112.75
98.70
204.50
4% 1
4% j
3% :
’o Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrcnte . , Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I .
96.25 152.80 125.50 225.60 136.50 169.40 137.30 198.70
Cauada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank .
Dortmunder-Union C Dresdner Bank .
Tendenz: fest.
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-KominandiL . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .....
Gotthard bahn.....
Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsöahn . . . Pnnce-Henri-Eisenbahn .
Harpener Bergwerk Laurahütte . . . Nordd. Lloyd . .
3 Bi0, 3^°,
Höchste Temperatur Niedrigste
h' o erreichen nie die echte
• <ng darüber durch Caw^
•Fabrik, Nürnberg.
197.00
111.50
3% 3^7<
----- 4-11,6 0 C. = 4- 8,5 0 C\
. 195.25
. 218.50
. 104.40
am 26.-27. Nov.
26.-27. „
zwischen den Zügen 77 und 75 zu beseitigen und um diese Zeit eine neue Eilzugverbindung nach Kassel einzulegen. Auch diese würde wesentlich zur Entlastung des nachfolgenden Zuges 75 dienen, der erfahrungsgemäß fast täglich bis zur Ueberfüllung
4X°f<> russ.Staatsanl. 1905 4xA°)0 Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......
4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/o Mexikaner . . . . 4>h °/o Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W.....
Tendenz: fest.
Reichsanleihe do.
Konsole . . do. . .
Hessen . . .
Oberhessen .
| Lombarden E. B. | Nordd. Lloyd .
Israelitische Religionsgemeiude.
Hottesdienst in der Synagoge (Südanlage).
Samstag b e n 30. November 1907:
Vorabend 4.30 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärrmg.
Sabbatausgang 5.20 Uhr.
dem Vertreter der Handelskammer Kassel aus keineswegs stichhaltigen Gründen bekämpft wurde. Wenn auch bei der gegenwärtigen Finanzlage vorerst nicht auf eine demnächstige Ein- führiing dieser Züge gerechnet werden kann, so hat sich doch durch die Diskussion, an der auch der Vertreter von Wetzlar sich beteiligte, die Zweckmäßigkeit des Antrags ergeben. Der mit Ausnahme von Kassel einstimmig angenommene Antrag wird darum zu gelegener Zeit wiederum auf der Tagesordnung des Ve- zirks-Eisenbahnrats erscheinen.
Israelitische NeligiottSgeseltschaft.
Gottesdienst.
S a b b a t f e i e r am 30. N o v e in b e r 1907:
Freitag abend 4.05 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 5.20 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hosten am Freitag den 29. November: Teilweise heiter, trocken. Temperatur wie heute. Veränderliche Winde.
Ä-jeteoroloßische Beobachtungen
der Station Gießen.
82.95
93.20
83.00
91.40
92.40
96 60
97.70
92 20
103.10
60.80
60.75
92.95
88.50
93.20
143.20
47.20
84.50
60.00
93.50
Bfcerliner Ifcörse, 28. November. Anfangskurse.
und Industrie. Giessen.
Frankfurter ütörse, 28. November, 1.15 Uhr.
Märkte.
th. Gießen, 27. Nov. Der Auftrieb auf dem heutigen S ch w e i n e in a r k t betrug 450 Tiere unb zwar vorherrschend Springer schwererer Qualität. Ter Handel war trotz des kleinen Auftriebs schleppend, wenn auch die geforderten Preise billig und der Marktlage angemessen waren. Ferkel waren wenig gefragt, dagegen waren die wenigen schweren Einlegschweine, die der Markt hatte, schnell verkauft, so daß die vorhandene Nachfrage nach dieser Ware rmbefriedigt bleiben mußte. Gehandelt wurden: Ferkel 5—6 Wochen alt Mk. 28—33, 8—12 Wochen alte Tiere Mk. 42—50, Springer leichterer Ware Nck. 70—80, schwererer Ware bis Mk. 130 das Paar. — Fette Schweine werden in der Gegend mit Mk. 61 bis 62 für den Zentner Schlachtgewicht bezahlt und sind für den laufenden Bedarf genügend zu haben. Tie Schweinemetzger klagen über schlechten Absatz, wofür sie den Grund in dem starken Konsuln üou Geflügel und Wild suchen.
Limburg a. d. L., 27. Nov. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen (nass.) 18,13 Mk., weißer Weizen 00,00 Mk., Korn 15,10 Mk., Gerste 11,70 Alk., Hafer 8.52 Alk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 4,80 Mk.
ic. Frankfurt a. 9)1., 28. Nov. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 30 Ochsen, 1 aus Oesterreich 3 Bullen, 0 aus Oesterreich, 104 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 00 aus Rumänien, 854 Kälber, 280 Schafe und Hammel, 5 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 81—83 Mk., 2. Qualität 72—75 Mk., 3. Qualität 62—67 Mk.; Bullen: 1. Qual. 66—58, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 73—75 Mk., 2. Qual. 66—68 Mk., 3. Qual. 54—56 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qu all 92—95 Pfg., Lebendgewicht 54—57 Pfg., 2. Qualität 82—90 Pfg., Lebendgewicht 48-52 Pfg., Schlachtgew. 60—65 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 80—00 Pfg., 2. Qual. 64—66 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, lieber- stand unbedeutend; bei Kleinvieh lebhaft, kein Ueberstand.
Es gibt täuschende Nac1' u- Caw, wenn in Gebrauch r.
Illus tr. Katalog; kostenfre1 n. n
. . 193.70 . . 218.40 . . 27.10 . . 104.60 . . 142.70
SAFETV FÜLLFEDER
i.in -'fO _•?(?' ges -idium hat die Caw’s ■ J'Pede'- so ervollkommnet, dass
Postscheck noch früher eingeführt wird, da ja die notwendige^ Vorarbeiten schon lange abgeschlossen sind.
Berlin, 28. Nov. Beim Train soll, dem Vernehmen der ^Deutsch. Tagesztg." nach, von: 1. Januar n. Js. ab die Nangbezeichnung N ittm eister in ^Hauptmann" uni- geändert werden.
Merzig, 28. Nov. Gestern abend 11 Uhr erfolgte^ im Mettlacher Tunnel durch Gebirgsbruch ein Ge-i wölbeeinsturz, der die Tunnelsohle auf eine Strecke von 28 Metern verschüttete. Der Verkehr wird durch Umsteigcn (bezw. Landfuhren) und Umleitungen aufrecht erhalten. Es ist noch ungewiß, bis wann die Verkehrsstörung wieder beseitigt wird.
Wien, 28. Nov. Die im preußifchen Abgeordnetenha use eingebrachte Polen-Vorlage hat auch unter den österreichischen Polen große Erregung hervorgerufen und man spricht von einer De m o n str at io n in der am 20. Dezember zusammentretenden gemeinsamen Delegation, die ein Protest sein soll gegen die Bündnis-Politik mit Deutschland.
^London, 28. Nov. Die „Times" meldet aus Teheran/ daß das persische Kabinett fein D e m i ss i o n s ge su ch eingereicht habe, welches aber abgelehnt worden sei. Man befürchtet den Ausbruch ernster Unrilhen seitens der Nationalisten^ Paris, 28. Nov. Der Generalgouverneur von Algerien^ hat den Kabinettschef informiert, daß im Laufe des gestrigen! Tages etwa 2 0 0 0 Marokkaner die Grenze bei Ntanasseb Kaiß überschritten haben. Sie ^äscherten auf französ.i Gebiet ein Haus ein, verwüsteten Gärten und vernichteten Getreidevorräte, worauf sie nach Agbal zurückkehrten. Von ftanzös. Seite wurden bereits die nötigen Maßregeln getroffen.
Brüssel, 28. Nov. Hiesigen Blättern zufolge beabsichtigt^ die P r i n z e s s i n L u i s e ihren früher en Gatten, den Prinzen von Ko bürg, zu verklagen, um ihn zur viechenschafts- legung über die Vormundschaftsgelder zu veranlassen und die Tatsache festzustellen, daß der Prinz die von den Juwelieren^ geforderte Geldsumme schuldig sei.,
144.60 I Harpener Bergwerk —.— I Laurahütte . .
Kandel.
△ Santiago d e Chile, 27. Nov. Nachdem das chilenische Syndikat, dem ursprünglich der Ban der B a h n A r t c a- 2 a Paz für den Betrag von 2 152 000 Pfund Sterling übertragen worden war, sich dieser Aufgabe nicht gewachseit gezeigt hat, ist vor einigen Atonalen eine neue Submission erfolgt, bei welcher die englische Unternehmerfirma S. Pearson und Son in London offerierte, den Bau für 2 511 000 Pfund Sterling auszuführen, ivährend die von der d e il t s ch e n Bank im Verein mit der Unternehmerfirma Philipp Holzmann & Co. in Frankfurt am Main für eine zu bildende Baugesellschaft abgegebene Offerte mit 3100 000 Pfund Sterling Barzahlung lautete. Da die chilenische Regierung noch zwei Monate nach der Abgabe dieser Offerte eine Entsteidung nicht getroffen hatte, zog die Firma Pearson vor kurzem ihre Offerte zurück. Die chilenische Regierung hat nunmehr der deutschen Bank und der Firma Philipp Holzmann u. Co. den Bau der Bahn 9(rica-2a Paz zu dem von diesen Firmen verlangten Preise, der sich durch Weglassung einiger Zweiglinien auf 3 000 000 Pfund Sterling in Bar ermäßigte, übertragen. Die Kontraktzeichnung dürfte in den nächsten Tagen erfolgen. Ter Bau erfolgt für Rechnung der chilenischen Regierung. Die Mittel für den Bau sind bekanntlich zum größten Teil bereits durch eine im Jahre,1906 emittierte Anleihe aufgebracht.
GrigittaL-DeahLttreLdungen.
R.-B. Darrnstadt, 28. Nov. Die krlegsgerichtliche Verhandlung in Sachen der Ober-Mürler Meuteret, die im letzten Manöver so unliebsames Aufsehen erregte, findet am 3. Dezember, vormittags 10 Uhr, in Butzbach statt.
Berlin, 28. Nov. Die Präsidenten des Reichstages und der beiden Häuser des Landtages wurden in den letzten Tagen vom Reichskanzler zu einer längeren Besprechung empfangen. — Der Abgeordnete Dr. Pfeiffer (Zentrum) hat mit Unterstützung seiner Fraktion im Reichstage einen schleunigen Antrag eingebracht, die Ge-nehmigung zu der von dem Abgeordneten Pfeiffer gegen sich selbst bei der Staatsanwaltschaft am königlich bayrischetr Landgericht in Bamberg am 11. Juli dieses Jahres beantragten Einleitung des Strafverfahrens wegen Begünstigung zu erteilen.
Berlin, 28. Nov. Entgegen einer Ankündigung des bayr. Vcrkehrsministers im Landtage nimmt man in hiesigen maßgebenden Kreisen an, daß der Reichs po st scheckverkehr überhaupt nicht zustande kommen werde. Wie das „B. T." an zuständiger Stelle hört, wird der neue Entwurf zur Regelung des Postscheckverkehrs für das Reich aller Voraussicht nach im Laufe dieses Jahres dem Reichstage zugehen. Ganz unerfindlich ist, wie der
Liscttvaytt-Zeteung.
— Der ständige. Ausschuß des B e z i r ks E is e n - bahnrats hat in seiner Sitzung vom 26. ds. Mts. beschlossen: 1. Die allgemeine wirtschaftliche Lage der Steinbruchindustrie läßt eine E r m äßig u n g der Fracht für Stein- brucherzeugnisse als dringend erwünscht erscheinen. 2. Die Ermäßigung ist in der Weise zu gewähren, daß a) für Pflastersteine (Reihenpflastersteine, Pflastersteine und Kleinpflastersteine) allgemein der Ausnahmetarif 5 gilt, die Verwertdungsbescheinigung fortfällt und der Ausnahmetarif nur Anwendung zu finden hat von den Gcwinnungsstätten: b) für rohe Steine, Steinschlag, Schotter, Spiff, Grusl und andere Abfälle, ebenfalls unter Wegfall der Verwendungsbcscheinigung, ein Ausnahmetarif auf folgender Grundlage bewilligt wird: von 1—87 Kilometer 2 Pfg. und 6 Pfg. Abfertigungsgebühr über 87 Kilometer Satz des Ausnahmetarifs 5. 3. Diese Maßnahmen werden befürwortet in der Erwartung, daß damit ein einheitlicher Tarif für den ganzen Westen zustande kommt und die jetzigen biclcit Ausnahmetarife beseitigt werden. 4. Die zum Wasserbau verwendeten Satz- und Senksteine gehören zu den Abfällen des oben unter 2 b erwähnten Tarifs. 5. Die gleiche Behandlung der Kunstpflastersteine mit den natürlichen Pflastersteinen ist beizubehalten. — Der diesseitige Vertreter vom ständigen Ausschuß berichtet uns, daß dieser Beschluß der Genehmigung des Ministers nicht entbehren werde, nachdem er auch in heutiger Plenarversammlung einstimmig Annahme gefunden hat. Damit wäre das Chaos von Tarifen dieser Branche beseitigt. — Ein Antrag des Kommerzienrats F. C. B. Koch-Gießen betraf die Einlegung eines neuen Eil- zuges Kassel—Frankfurt a. M. im Anschluß an den Abends 9.06 in Kassel eintreffenden Eilzug Nr. 68 Bremen—Hannover. In der Begründung des Antrags wurde ausgcführt: Es muß als ein immer dringender werdendes Bedürfnis bezeichnet werden, daß unter Berücksichtigung der mit. den nachstehenden Zügen ein-» treffenden Fahrgäste, deren Reiseziel sie auf die Main-Weser- Bahn verweist, eine zeitgemäße Eilzugvcrbindung auf dieser Hauptlinie zur Verfügung gestellt wird. Es kommen in Betracht: Schnellzug 50 übernimmt in Eichenberg die Reisenden von: D-Zug 130 von Berlin—Halle, Ankunft 7.45, Eilzug 184 von Eisenach, Ankunft 7.33, Schnellzug 181 von Emden—Warburg, Ankunft 7.22, Eilzug 68 von^ Bremen, Ankunft 9.06. Die dem Lokalverkehr angemessenen Personenzüge 786 Kassel—Gießen und 772 Kassel—Frankfurt a. M. können im vorliegenden Falle nicht als ausreichende Beförderungsmittel angesehen werden. Es wird darum die größere Anzahl solcher Reisenden, deren Weiterfahrt einer entfernteren Station gilt, vorziehen, in Kassel zu übernachten, welcher Umstand einen vermehrten Zudrang zu den Frühzügen verursachen dürfte.. Die Bewilligung des beantragten Eilzuges würde alsdann einem zweifachen Zwecke dienen, sowohl dem Reisenden die Unbequemlichkeit des Uebernachtens — ein erhebliches Opfer an Zeit und Geld — ersparen, wie auch zu-
Vefietomscfcie Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für HandeD
wird, noch I o odc. Hände beschmutzt.
Bezug di?. h :*'• * v ' :: häfte.
gleich eine Betriebserleichterung bezüglich der Frühzüge mit sich , ~ . ...
bringen. Die Frage des Gegenzuges wäre am zweckmäßigsten in | bayrische Verkehrsminister grade auf den 1. Januar 1909 als Er
der Weise zu lösen, daß die Direktion bei Anordnung des Sommer- füllungstermin des wichtigen Verkehrs-Problems kommt. SoHtc. fahrplans darauf Bedacht nähme, die langen Schnellzugpausen j wider alles Erwarten der Widerstand gegen den Postscheck sich brechen lassen, so würde nichts im Wege stehen, daß der Reichs-
27.
2”
742,1
11,6
7,8
77
8
4
Bew. Himmel
27.
9“
743,9
8,7
7,6
91
SW
2
KlarerHimmel
28.
7"
746,3
6,7
7,0
96
SE
2
Leichter Nebel


