Wetter
N
tv
Sonnenschein Riet verhimmel Sonnenschein
März 1907
Höchste Temperatur am 9heimgfte , ,
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Sch iss» nach richten.
Norddeutscher üloijö.
In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 19. Aiarz. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Doppelschrauben - Poitdampier „'Utam", Kapitän C. v. Borell, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 23. März, 11 Uhr vormittags wohlbehalten m Newport angekommen.
Bricfkastcn Ser UcSaktion.
(Anonyme Eiusenduugeu bleiben nuberuaftchtigt.)
E. Der Gründer der hessischen Landesuniversität war allerdings Landgraf Ludwig V., die gestrige Lokalnouz aljo unrichtig.
Meteoro!ostist1ie Beobachtungen der Station Gießen.
Kießener J üsija rs-xferdimaikt. «Schluss.)
Eiießeucr Wetterdienst.
BoranSsichtliche Witterung für -essen am Freitag den 29. März: Heuer und trocken. Temperatur wie heute, wech- elnde Winde.
Gerichtssaat.
_Das Coburger Schöffengericht verurteilte den Geschäitsreisenden Eckard! wegen Beleidigung des preu- h l s ch e n L r i e g s m i n i st e r S zu 4 0 0 9)1 a r f Geldstraie. Ter Strafantrag war vom Krlegsminister v. Emern gestellt worden.
Conan Doyle: ch klage an". Eine Flucht in die Lessentlichkeit. Gustav Rieckes Buchhandlung Nachfolger, Berlin W. 50, Geisbergsir. 29. — Conan Doyle, der Schöpfer der Tetek- livfigur Sherlock Hol nies, ergreift das Wort zum Falle Cdalji, der in England Aussehen erregt und den c als Justiz- mord kennzeichnet. Wie Dreyfus in Zola der Anwalt eritand, >o tritt für den jungen Rechtsgelehrten George Edalji Conan Doyle in die Schranken. Wie sein Detektivthpus Sherlock Holmes spürt Doyle persönlich allen Fäden nach und legt das R-guttat seiner eingehenden Nachforschungen vor.
Üanvel un» Verkehr, voikrwirtschast.
Die Berliner Börse läßt sich von den Alarmnachrichten mannigfacher Art nickt mehr so schrecken, wie in der letzten Woche. Sie ignorierte den Mctailpreisrückgang, nahm aber die Reprise in New York günstig auf, glaubte den beruhigenden Beriiche- rungen Rothschi.ds, Morgans und Speyers m;b verwies für die starken Käme in Montanpa Pieren auf die ausdrücklich gegen die Ansichten der Deutschen Bank gerichteten Beriammlungsmit- lcüungen b:i b:r B.rgwerlsgcsellichait Komolidatwn. Niontan- werte stiegen; so Bochumer nm 4, Laurahutte und Phönix um
Landwirtschaft.
— Ein Mittel gegen d r e SG a i rä u d e. Die „Amtl. 'Perl. Korresp." schreibt: Im Jahre 1906 ist in Preichen von der Anordnung eines -eilver'ahrens zur Tilgung der Schafräude in 17 Negierungsbezirken und 67 Kreisen Gebrauch gemacht worden. Insgesamt ivurden 223 Bestände mit 32 019 Schicken einem solihen Lei'ahren unlerworfen. Das Badeveriahrcn hat bei 111 Beständen mit 19 490 Schafen (in 15 Regierungsbezirken mit 44 Kreisen» Anwendung gefunden. Davon waren am Iahresschlus; 91 Bestände mit 14 359 Schicken geheilt, bei 16 Beständen mit 4072 Schaum ivar das Heilverfahren noch nicht beendet; 759 Schale in drei Beständen sind vor Tilgnng der Räude geschlachtet worden, 10 Schale sind bei dem Badeversahren emgegaiigen. Der Gesamter'olg der für die Schasräilde vorgeschlagenen Tilgnngsmittel ist zufrieden- stellend. Em geringer Rückgang in der 'Verbreitung der Seuche ist eingelreten.
th. Gießen, 28. März. Der gestrige Schweinemarkt hatte einen Austrieb von 300 Stück, vorherrschend Ferkel. Infolge des guten Wetters waren zahlreiche Käufer gekommen, sodaß sich ein flotter Handel entwickelte. Der Vorrat deckle lange nicht dm Bedarf. Gebandelt wurden: Ferkel, 4—6 Wochen alt, 33—38 Mark, 8—12 Wichen alte Tiere 48—70 Mk, Springer, je nach Güte, 80—120 Mk. (Preise für das Paar). Ter Markt war schnell geräumt. Nach den Nachrichten aus der Provinz sind die Preise für schlachtreife Schweine schon wieder im Anziehen begriffen.
w Friedberg, 27. März. Unser heutiger Schweine- markt war stark mit Iungschweinen befahren, die Preise waren niedrig, Ferkel, 6—8 Wochen, kosteten da« Paar 23—35 Mk., 10 Wochen 35—40 Mk., Springer bt5 Stück 30—40 Mk.
ke. F r a n k f u r t a. M., 28. März. (Teiegr. Qcig.-Berlckst des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der beutigen Viebmarkl- vreise. Zum Verkaufe standen: 48 Ochsen, 00 aus Cefterreicf) 2 Bullen, 0 au§ Ceficrreid), 65 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Rumänien, 1533 Kälber, 79 Schale und Hammel, 9 Ziegen, 127 Ziegenlämmer, 135 Cchackämmer. Bezahlt wurde für das Psuud Schlachtgewicht: Dchien 1. Qualität 80—84 Mk., 2. Qualität 72—75 Mk., 3. Qualität 64—67 Mk.; Bullen 1. Qual. 71—75, 2. Qual. 67—69; Kühe 1. Qualität 72-74 Mk., 2. Qual. 68-70 Pik., 3. Qual. 60-62 Mk., 4. Qual. 00-00 Pik., 5. Qual. 00—00 Pik. Kälber l.Qual. 100—104 Psg., Lebendgewicht 60—62 Psg., 2. Qualität 92-96 Psg., Lebendgewicht 54 - 57 Psg., Schlachtgeiv. 70—75 Psg.; Schale: 1. Qual. 80—00 Psg., 2. Qual. 76—78 Psg. Geschickt: bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh gut. lieber* stand bei Hornvieh unbedeutend, bei Kleinvieh kein Ucberftanö.
Limburg a. d. L., 27. März. F r u ch t m arki. Durchschnittspreise pro Pialter. Roter Weizen (Nassauischer) 00.00 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 0 >.00 Pik., Gerste 00.00 Pik., Haier 9.10 Mk. Erbsen 0.00 'Ulf., Kartoffeln 0.00 Alk.
Grisiirai-Orahtinctoungen.
Rapallo, 28. Marz. Fürst Bülow weigert sich, Journalisten zu empfangen. Em Lelretär begnügte sich, chnen mit» zuteiien, daß Deutschland aus der uaager Friedens- tonferenz die englischen Abrustungsvorscyläge nicht u n t e r |i u y c n werde. Der Vizepräsident des itaiumcju-en, L,enats wurde vom Furgen tu längerer Audienz empfangen.
Petersburg, 28. März. Dr. Jeltos, der in 'jjioöEou ermo r de r wurde, war der beste Freund des erinordeten Pro- icssors ^ertzenstein. Jeilos wurde a.ck.tem Weg-» zur Redattion vor dem Baisse, in dem tee Kamp, esorganijation des uitra- reaktionären Verbandes des russischen Volkes ihren Sitz i)üt, durch zwei Oieoolverseyus e, die ihn ms Herz trafen, crfchojie.l. Der Mörder, ein gewisser Doropow, gehörte dem Verbände der genannten Partei an. Jeltos arbeitete auch für verschiedene deniiche Zeilschristen, darunter das Schnwilersche Jahrbuch. Jeltos hat in Deutsllnand ftuoiert und war m Berlin Vertreter der russischen Telegraphenagentur
ICunft nitd Wissenschaft.
Newyork, 27. März. Die Versuche, Eisenbahnzüge unter sich und mit den Bahnhöfen durch drahtlose Telegraphie zu verbinden, haben so günstige Resultate ergeben, baß ine großen Eisenbahngesellschaften ihre Eilzüge mit drahtloser Telegraphie ausrüsten wollen. Man hofft so Eisenbahntatastrophen vorbeugen zu können.
26.-27. Marz — 4-13,4«C.
26.-27. , = + 0,7 * c.
•2» S i i
Sie war als der Matrose John Wilkinson eingetragen, und da ie als ein hübscher, sauberer Bursche galt, so wurde sie zum Dienste bei der Lffiziersmci'se abkommandiert.
• Indianer im Duell. Amerikanische Zeitungen wissen von einem Duell zu berichten, das kürzlich zwischen zwei Hänptlinaen der Utahindianer stattsand. TaS Duell ist unter dem Namen ,Mub-Wohwa' bekannt und wird mit großen Feierlichkeiten begangen. Alle Angehörigen deS Stammes nehmen alS Zuschauer in ihrem KriegSschmuck an dem Schau- ’picl teil. Tie beiden Gegner treten einander gegenüber und losen. Wer verliert wird mit der rechten, der Gewinner mit der linken Hand an denselben Baumstamm gebunden. Tann erhält jeder der Duellanten ein scharf geschliffenes Messer. Nun stachen die Gegner aufeinander loS. Der Kampf war aber nur ein kurzer, denn schon nach wenigen Minuten brachen beide, aus unzähligen Wunden blutend, bewußtlos zusammen. Einer der Duellanten starb am nächsten T ge.
• Daß das schwache Geschlecht nicht notwendiger, weise, körperlich betrachtet, o»ich das kleine ist, hat sich durch die Vorführung weiblicher Niesen schon mehrfach bewahr- heilet. Tie bisher größte Riesin war unseres Wissens nach eine Chinesin. Tiefe Niesendame ist aber bei weitem überholt worden durch ein Tirolermädchen, welches sich im Londoner Hippodrom einem staunenden Publikum produziert. TaS stramme Tiroler »Teandl* namens Bl arte Faß. nauer mißt die Kleinigkeit von 2,43 Nieter, sie ill 27 Jahre alt, sanften Gemüts, ausgesprochene Vegetarierin und abgesagte Feindin jedweden Alkohols. In einem an die Presse gerichteten Zirkular teilt das Londoner Hippodrom mit, daß die stattliche Maid heiratslustig ist, betont aber dabei, daß im Großen und Ganzen wenig von dem ewig- weiblichen an ihr zu merken ist. Marie Faßnaner zeigt bei normalen Proportionen die allen Niesen eigentümliche Schwer-
Amte das Neichstagsmandat zu intensiv in Anspruch nähme, sein Landtagtzmandat auszugeben.
h Kassel, 28. März. Ein VormittagSzug der Main-Weser-Bahn fuhr beim Einlaufen in den Bahnboi Wilhelmshöhe infolge Versagen? der Lmtbremse ans einen Prellbock. Drei Personen wurden verletzt, die Lokomotive ist stark beschädigt. .. . .
♦* (Meine 9JZ i 11 e tf" n a <- n ans teilen und de n Nachbarstaat en. Dem Oberstleutnant z. D. Engen K i e ß l i ch, bt5(ifTinein Kommandeur des Landwehrbezirks W etzla r wurde der Noie Adlerorden dritter Klasse nut der -schlecke verlachen. - Der Gnmnasialdirektorin Dillenburg Prof. Christian Langsdorf ist am 25. März im Aller von 59 Jahren nach längerem Leiden g e ft o r b e u.
Arbeiterbewegung.
h Frankfurt a. M., 27. März. Falls am Samstag die angesetzte Generalaussperrung der organisierten S ch n e i d e r g e h ü l f e n zur Tatsache wird, so würden hier, wenn alle dem Arbeitgeberverband angehörenten Geschäfte dem Beschluß sich fügen, etwa 60t) Gehülfen ausgesperrt werden
Lausanne, 28. Marz. Gestern Nacht be.chlov eine Anzahl stark mit anarchistischen Elementen verbundener Gewert- schaitcn, morgen in den Ausstand zu treten. Daraufhin besetzte ein Bataillon nachrs das Volkshaus, den Ver,ammtungs- ott ter Gemerkschasten, schloß eine anarchistische Druckerei und schützte in aller Frühe die Werlplätze Diese, Maßregeln hatten zur Folge, daß das ganze Baugewerbe und bte Telegraphen sich dem Streik anschlossen. Tas Militär hält, gegenwärtig alle Straßen besetzt. Ebenso ist ein Generalstreik m M o n - treu? Lusgebrochen. In Vevey stehen 5000 Streikende 4000 Soldaten gegenüber. Der Träger einer roten Fahne wurde von einem Soldaten durch einen Bajonettstich verletzt, ebenso ein anderer Arbeiter. Tie Fahne wurde sortgenornrnen, was eine ,urchtbare Erregung hervorrief. Für morgen werden neue Zusammenstöße mit dem Mllitär befürchtet.
(Fortsetzung der Prämiierung.)
VTa. Dreijährige Fohlen, geboren 1904, Wagen- f (fi I ä n e. Braune Stute; Joh. Gnntnim- Rötbgck. 2. Preis; Sckckmmcl-Wallach: Hennich Scheueiinam, Il.-Eckizell 3 Preis; diinkelbraune SiMe: Wilh. Heinrich Fenchel-Griedel 1. Preis; braune Stute: H. W. Ctrasheiui-Griedel 4. Preis.
VIb. Dreijährige Fohlen, geboren 1904, Arbeit?- schläae. Fuchs-Stute: H. Schmidi-Münch-Le»isel 3. Preis; dunkelbraune Clute Kaspar Jling-Leihgestern 4. Preis; braune Stute : Ouo Schiiudt-Laubach 2. Pre,s; braune Stute: W. H. Schä'er-Reichelshclm 1. Preis.
VIIa. Ziveljährige Fohleii, geboren 1905,Wagen- s ch l ä a e. Tiinkelbraune Cuue : Gotiluck Lemmer-Hachborn 8 Preis; iduuanbrouncr Wallach: A. 9lern II.-Langgöns 1. Preis; bnnfel- brnune etiiie: Konrab Weitz H.-Torf-Gill 2. Preis; besglelchen: Heinrich Bäck-Grünberg Anerkennnng. .
VIId. Zweijährige Fohl en, geb or en 1905,ArbettS- schläae. Fiichs-Suue m. w. Aiälme: Philipp Schwan-Gießen Anerkennung; Fnchs-SlMe: Georg B,ll I.-Nieber-Wecket 1. Preis; 1 Johlcn: Gbr. Häuser IV -Nieder-Wetiel 3. Preis; braune Suite: Anion Volk III.-Poblgöns 2. Preltz; Notschimmel Hengst: W. H. Schä-er-Neichelsbelm 4. Preis.
VIII a. B u d) t ft u t e n mitFohlen oder nachweislich gedeckt, Wagenfchläge. Für mtändifche Züchter, welche Mitglied des LandeSpstrdeziichtvereinS sind. Vorgesehene Preise: 60 50, 30, 20, 15 und 10 Mk. Braime Suite: Wilh. Weil-Lang- gön« 3. Preis; braune Stute: Lonis Christ-Griedel 5. Preis; dunkelbraune einte: Konrad Weitzel Il.-Dorfgill 2. Preis; braune einte: Konrad Amon Wagnei-Langgöns 1. Preis; dunkelbraime Suite: Daniel Schä'er II.-Heskem Anerkennnng; desgleichen '6ilh. Faber-Kirchgöns 4. Preis; dunkelbraune Stute: Konrad Volp- Nieder-Weckel 6. Preis.
VIIId.Zuchtstnten mitFohlen oder nachweislich gedeckt, A r b e , t s s ch l ä g e. Für inländische Züchter, welche Mitglied des LandesvierdezlichtvereinS sind. 9tol|cbuninehetntc: Konrad Häuser XX.-Nieder-Weifel 2. Preis; Juths-eiute: Ga. Bill I.-Nieder°Weisel 3. Preis; schwarze Stute: Ehr. Häuser IV. Wioe.-Nieder-Weisel Auerkenmmg; braune Stute: Ehr. Hille- brand VIII-Nieder-Weifel 6. Preis; dunkelbraune Stute: Jakob Ktippel-Nieder-Weisel 4. Preis; braune Stute: Konrad Eckumps- Nieder-Weckel; desgleichen: W. H. Schäier-Reichelsheun 5. Preis.
IX. V < e r d e u n 6 Geschirre i m P r i o a t b e s i tz. 1 Reitpferde. Emil Burk-Gießen; 1.Reitpferd, br. Wallach: Oberst von Lindeuau-Gießen; 1 desgl.: derselbe; 1 Reitpserd: Vlngiist Schivan- Gießen (außer Konkurrenz); 1 desgl.: Wilhelm Tribns-Gießen; 1 Wagen nut Ponny: Zabnarzt Gräi-Gießen; 1 Landauer auf Gummi mit 2 Rappeu: Hoilohukutscher Huhu-Gießen; 1 Coups auf Gummi mit 2 Rappeu: derselbe; 1 desgl. nut 2 Schimmel: derselbe; 1 desgl. mit 2 Schimmel: Konrad Jniiker-Gießeii; 1 CouvS nut Schimmel: Hollolmkutscher Huhn-Gießen; 1 Togearl mit Stoppen: Jean Kirch-Gießen (oufier Konkurrenz); 1 Wagen mit Schimmel: Wilh. Christian Löber-Gießen; 1 Jagdwagen mit Fuchs, emsp.: Hoflohiikiitscher Huhn-Gießen, sämtlich, (wo nicht außer Koulurrcuzi, mit Ehrenpreisen und Diplom ausgezeichnet.
A n s sl e l l u ii g von W a g e n , Geschirren, Stall- u t e n \ 11 i e n u n d landwirtschaftlichen Geräten. Karl Buß-Aetzlar, Älalchinen, 1. Preis; E. Ellenberger-Bleden- köpf, Separatoren, 1. Preis; Friedrich Groß-Gießen: Wagen und Geichure, 1. Preis; I. Häuser, vorm. I Happel-Gießeu, Geräte, 1. Preis; Th. Hitzler-Ockstadt, desgl., 2. Preis; August Kilbinger- Gießen, Wagen' und Geschirre, 1. Preis; August Kröll-Gieveu, ^taichmen, 1. Preis; Müller & Tiebel-Gießeu, Geschirre, 2. Preis; 9)L Noiemhal-Gießeu, Ptaschmeu, 1. Preis: Gg. Schie'erslein-Lich, desgl., 1. Preis; Brüder Schmidt°Gießen, Ptaschmeu und Geräte, 1. Preis; Kourad Stephan-Gr.-Buieck, Wagen. Ter erste Preis befiehl in Ehrendiplom, der 2. Preis in Einende Anerkennung.
Der Glanzpunkt, der auch den Schluß des Marktes bildete, war die Vorführung von Pferben, Equipagen unb Geschirren im Privatbesitz. Kopf an Kopf hatten sich bic Zuschauer um ben großen Vorführungsring plaziert. Die erhöhte Tribüne war voll besetzt, besonders von Damen, die bei dem warmen Wetter teilwesie schon Helle Toiletten angelegt hatten; es war, wie ein Sportsman beifällig erklärte, wie in Frankfurt, nur daß leider bas Konzert fehlte. Da trabten zuerst bie Reitpferbe, im Sattel vargeführt, an Herr v. Linbenau jun., ein junger Kabett, zeigte sich babei als schon sicherer Reiter. Es folgte Ponny mit Wagen bes Herrn Zahnarzt Gräf, ein Jagbwagen mit Fuchs bes Herrn Hoflohn- kutjcher Huhn unb Wagen mit Schimmel des Herrn Bäckermeister Löber. Eine kurze Pause. Von bet Rod heim er Straße her kam ein eleganter Brautwagen mit Schimmeln, Geschirre mit reicher goldplattierter Garnitur, Kutscher und Tiener in blauer Livree auf ben Platz. Die Geschirre sind vom Sattlermesiter Friebr. Groß- Gießen gefertigt unb machen ihm alle Ehre. Die Mitglieber ber Pserbematlr-Kommisfion beglückwünschten Lohnkusicher K. Junker, ben Eigentümer bes nach jeher Richtung mustergültigen unb eleganten Wagens unb Gespanns. Den Schluß ber Vorführung bildeten vier Coupes unb ein Lanbauer, größtenteils auf Gummi- rabern, tobellos bespannt. Wagen unb Pferbe waren in vorzüglicher Verfassung. Besonbers fiel auf ein Brautwagen mit Schimmeln, geschirrt mit wunbervoll gearbeiteten Prunkgejchirren, die als Meisterwerke bes Sattlerhandwerks bezeichnet zu werben Derbienen. Sie stammten aus ber Werkstatt bes Herrn Aug. Kilbingei. Besitzer bes auS 5 Gespannen bestehenben Wagen- torsos ist ber Hoflohnkutscher Huhn,^ bem ber Oberlanbstallmeister v. Wlllich seine Anerkennung übcr_ bas Vorgefuhrte mit bem Bemerken ausfprach, baß sich ein fürstlicher Marstall bieten Luxus kaum erlauben könnte. Herr v. Willich fügte hinzu, es gereiche bet Stabt Gießen zur Ehre, wenn ein solcher Aufwanb auf bem Gebiete bes Fuhrwesens hier bestehen fönnc._ Lächelnb erklärte Herr Huhn: „Was will man machen, bie Gießener verlangens nun einmal so." Nach ber Prämiierung fanb ju_ Ehren ber Preisrichter im „Großherzog von Hessen" ein Feitessen itatc.
fälligkeit und Unbeholfenheit.
* Pom Heiraten. Der Bevölkerung ber ReichShaupt- stabt wirb nadygetagt, d'.ß sie immer mehr zur Ehescheu neige. Wie steht es aber in Wirklichkeit? Die Statistik weist uns an ber Hanb gewissenhaster Ermittelungen nach, b.iß gerabe Berlin im Punkte b:r Heiratslust weit besser ist, als btt ihm angebickstete Ruf. Ja, es zeichnet sich sogar durch g>anz beionbers hohe Set- ratszissern vor ten meisten ber deutschen Großstädte aus Das wirb klar burch ben Leitet bes CJirlottenbutger statistisaM Amtes Professor Rahis u?chgewiesen. Dieser hat untersucht, wie es mit ter Zahl ber Eheschließungen in anderen größeren etnbtni aussieht, unb ist zu fvlgenben Ergebnissen gekommen: In Berlin kamen bis vor zwei Jahren auf je 1000 Einwohner 21,71 Heiratende Diese Heiratszssfer nennt der Statistiker eme ganz besonters Ijolje, wenn man bie einschlägigen Zahlen in ben anberen 41 deutschen Großstädten sich vor Augen halt. Danach wurde Ber'in in ter Heiratszisfet nur noch von den Stabten Frankfurt a M (22,93), Altona (22,75) unb Mannheim (22,16) übertroffen. Alle übrigen Städte blieben hinter ihm zurück Tie niedrigste Ziffer weist bic Stadt Posen auf mit nur 14,83 Heiratenden pro Mille der Bewohner. Nicht viel bester sieht es m Braunschweig, Magdeburg unb Danzig aus, wo bie Durchschnittszahl -unter 1 6steht. Auch Dresden, Hannover, Chemnitz, Stettin, Königsberg, Halle, Kicl, AacrenLasscl, Bochum scheinen keinen guten Nährboden für bie Heiratslust abzugeben. Berliner VerhaltniE- zahlen nähern sich Köln, Nürnberg, Düsselbors, Wiesbaben, toa> renb München, Hamburg, Breslau unb Leipzig nut ber Ziffer 18 noch erheblich zurückstehen. Es wäre also Unrecht, Berlin eine verhältnismäßig geringe Heiratslust zuzuerkennen. . .,
* Kleine TageSchronik. JnGebnsborf (Königreich Sachseli) brach bet bem Stellenbesitzcr Beer eine Feu e rs b r u n st Nii«, bei welcher die Gbefrait, vier Kinder uud eine Magd u m - käme n. - Jin A ch e u s e e g e b i e t haben die lctzteii S ch n e e - i ä 11 e große Uebclüänbe hervorgerufen. Die Achteiitalerstrane ist auf mehrere hnndert Meter durch Lawinen verfchuttet. Biele Krankheitsfälle haben sich dadurch verschlinunert, daß infolge der Verkehrsstockilngen ärzlliche Hilfe nicht zu beschaffen war. In beit einzeln stehenden Häujerii herrscht Hungersnot.
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bei Borsbod tnii >e Wester beschlvsen, .fügten ÄeaoM ü
3«/< Prvz. Allerdings trat wieder einige Abschwächung ein, al5 b<« Bemerkungen der Deutschen Bank über bic möglichen Folgen ter Ge'dlagc bek nnt ro- rben. Sänit’i(f>^ Werte, bie n'ftieoen waren, oinacn etwas zurück unter Gcwinnsichernngen. Im allgemeinen blieb aber die Tendern zuversichtlich unb waren bef"nters Bankaktien wesentlich gcbcf'crt. So notierten Deutsche Bank ^auf bte vrockamierten Tiv-denbcnaussichtcn 4, Trcsd ncr 2'Schaass- haitsen 2 Proz. höher. Auch bic amerikanischen Werte waren gebessert: Canetei sogar 5- i Proz. erholt. Im freien Verkehr waren Kaliwerte weiter fteigcnb Okgen Ente ter Börse trat bie natürliche Rektion, d. h. entsprechente Abschwächung ein. Privatdisdont 51/» Proz.
Kleine Finanzchronik. Ter BürgeraiiSfchnß von Heibelbcrg beschloß bie Ausnahme einer 4 urozent. Stabtanleihe von 3>? Mill. Ak k. — Unter F-Ührung ter TreS- tencr Bank in Franksu'-k a. M., ber Pfälzischen Bank unb bem Bankhaus L. und E. Wertheimer cbenba wurde eine 4 Prozent, neue Anleihe der Stabt Bingen in Höhe von IV» Mill. Mark übernommen.
ReichSbcnk Am 2. Api'l m*rb in Berlinchen eine von ber Reichsbankstelle in Landsberg (Warthe) abhängige Reichsbank"-..enstell l Ka'si:iiü..r. lany und viycyränktcm Girv- verkehr crössnet werten.
Märkte.
Die nach- A p p 7 i p sind Freitaff, den 29. M&rz von siebenden avi ulu 12 Uhr niiltags bis 12 Uhr nachts nur lür driiiff« ude Fälle sicher anzutrellen. |D°,3 H. Arndt, Bahnbolstr. 39. — iPr. Kipper, Wilhelmstr 2. Dr. Jleyerhofl, Neuen Baue 27.
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wMt kainni tz Zwischen wat ffl n das slädt. Rton- t abcnbS wat naq n. Siach btn w. Verdacht nahe, ba? )ündell hat.
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• Der neue st e Eisenbahn Unfall. Ein Schnellziia fuhr am 27. Niärz bei der Einfahrt m den Bahnhof Posen infolge Ucbrrfahrens des Haltesignals auf eine Rangiermaschine mit einem Viehwagen. Ter Führer der ersten Schnellzugsniaschine wurde schiver, ber Heizer leicht verletzt; ebenso wurde der Heizer der zweiten Schncllziigs- maschine leicht verletzt. Einige N e i se n d e haben unerhebliche Verletzungen erlitten. Das Personal der rNangierinaschinc hat sich durch Abspringen in Sicherheit gebracht. Der Niateiialschadcn ist bcoeutenb. Beibe Schnellzugsniaschineli, die Rangierinaschlne soivie der Post- und der Packwagen des Schnellzuges und dec Viehtvagen sind stark beschädigt »arbeit.
♦ Ter weibliche Mat ros c. Eine Frau, die monatelang aus tem 'kanischcn Kriegsschiffe „Vermont" ben Dienst eines Matrosen getan hatte, wurde bieser 2aai Boston entlarvt.
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