Ausgabe 
31.7.1907 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

wi dieser Gelegenheit ihre Pflicht als Bewohner der Hauptge-

eme

ung nehmen.

lieber die Festkarteu,

Verdienste um vergönnt war. Aufschrift: Die

von auch und

Die Schleifen sämtlicher Kränze tragen die dankbare Ludoviciana.

die für besondere Gelegenheiten gewünscht und ausgeschrieben morden sind, wird in anderer Weise verfügt werden, wenn |ie bis Donnerstag mittag 1 Uhr nicht abgeholt sind.

Festvorsteönngen.

Der Verkauf der Karten für beide Wiederholungen

Anläßlich des Jubltäums wurden die Denkmäler kiebig, Heyer und Riegel mit Kränzen geschmückt, ivurden an den Gräbern von Höhlbaum, Oncken, Stade

Schöne.

Nehmen wir zu diesen festlichen Ausschmückungen noch die gute Gangbarkeit der Hauptstraßen, die unserer Stadtverwaltung Lcoß aller Spöttereien und Prophezeiungen gelungen ist, dazu Die festlich gestimmten die Straßen durchflutenden Menschenmassen, ist eS sicher, b< nur npch eins fehlt, um unsere Universitutsi- feier gelingen zu hassen: das Festwetter! Wenn auch dieses Hiß zu den eigentlichen Festtag m noch einstellt, wird unser Gießen sich allen lieben und illustren Gasten repräsentieren wie .....

östlich geschmückte Brjaut, die des Bräutigams harrt.

Ehrung der Loten.

Jean Kirch Kränze medergelegt m dankbaren! Gedenken ihrer das Fest, das mitzuseiern ihnen nicht mehr

Eingetroffene Festgaste.

Hier angekommen und im Hotel Großherzog abgesiiegen sind im Lause des heutigen Tages der Fürst zu Solms- Hohensolms-Lich, Staatsminister Ewald nebst Ge­mahlin, Finanzminister Gnauth und Erbmarschall Freiherr von Riedesel zu Eisenbach.

Der Vertreter Sr. Maj. des Kaisers, General der In­fanterie v. Eichhorn, wird bet Oberst v. Lindenau Wohn-

lSenbeirlt®±MCn^ ®5i?cn h-rzlichesWttlwmmm rtabrn. B luiß der ottl)Ttl)0[ i]t rechc nett geschmückt und ins- 8 esondere der Zugang zum Bahnsteig, den das Großh^zogsp^ar | Pftanzenschmuck versehen.

I j \'X s. ° 1 tnsbesondere die Hauptpost mit ihrem

I Archen, hessischen und solms'schen

E L' nU|; förmlicher Wald von Flaggenstangen bezeichnet B :hci1 8Ur D^bigstraße, durch lie sich dann

I bis zum Selterstor hin fortgesetzt. Fahne

B K ,nCf-rUnm^ farbenprächtigen wehenden Flaggen

I ufyLffiL kunfte Grün der Girlanden und Fichtenbäumchen I nrkungsvoll cm Ter Beginn der inneren Staat ist in höchst fc HUUn0öOolleT Weye durch eine farbenprächtige Ehrenpforte mar- M ier!r ^abfch gemalte Sockel tragen wiederum Flaggenmaste, die

iirch Girlanden und Schilder torartig verbunden sind. Mit ».en bedeutungsvollen Inschriften1607" und1907" weisen IIC. .^°Ulder wirksam auf das Fest hin. In der Mitte des urttleren Durchgangs ist eine Fahne mit dem Universitätswappen dem Zohanniterkreuz und in den Universitätsfarben an- wbracht, bte von: hessischen und vom Gießener Wappen flankiert J oerden. Wie wir vernehmen, ist die dekorative Ausgestaltung

>er Ehrenpforte vom Maler Hollmann angefertigt worden. Beson- f:'i )9re Veacytung verdienen die von ihm gemalten Fahnenwappcn. Auch

)ie beiden Torhäuschen, über deren Daseinsberechtigung schon ' d viel gesprochen wurde, fügen sich mit ihrem neuen weißen Anstrich, dem Grün der Läden und Girlanden und dem bunten » Fahnenschmuck recht hübsch in die Feststraße ein. Geradezu reizend ft die Schmückung des Selterswegs ausgefallen. Girlanden sind «eltartig über die Straße gespannt und verleihen der ganzen | Ausschmückung der Straße einen einheitlichen Charakier, der durch

chüftsstraße so außerordentlich ernst nahmen, denn sie vieren )adurch den Festgästen ein so hübsches Bild, wie es in gleicher Weise wohl sehr wenigen Städten möglich sein wird.

Viele Heiterkeit erregt eine sinnige Verzierung an der Gii> Mündung der Goethestraße. Kanonenstiefel und lange Meise, >ie Wahrzeichen achter Burschenherrlichkeit, grüßen traulich von )ben herab. Ter Eingangins Lotze" zeigt folgende Inschrift: Willkommen ihr Gelehrten, Die einstens hier verkehrten. Kommt her zur Lvtzenschenke.

Ein jeder hier gedenke Ter froh verbrachten Jugendzeit, Ter alten Burschenherrlichkeit."

Auch die Mäusburg, die Marktstraße, der Marktplatz usw. haben besonders reichen Schmuck angelegt. Aber auch die übrigen Straßen stehen nicht zurück, denn, wie gesagt, alle Straßen wetp- eiserten miteinander, für ihren Teil das Bejie bei der Schmückung zu leisten. Besondere Erwähnung verdient noch der Platz vor Der Aula und die einfach würoige Dekoration des Universitätsge- bäudes selbst. Daß auch Liebigs Laboratorium in diesen Fest­tagen sich in besonderem Schmuck zeigt, versteht sich bei der Bedeutung dieser jetzt verlassenen statte für unsere Landesuniversck- tüt und die Wissenschaft von selbst. Tas Haus, das der Univer­sität in den ersten Jähren ihres Bestehens als Heim diente, unser .altes Rathaus, hat sich ebenfalls herausgcputzt wie eine junge

|i )ic Masse der an den Häusern angebrachten Fahnen ein außer- I irdentlich heiteres festliches Gepräge erhält. Es muß den Be- I vohneru des Selterswegs hoch angerechnet werden, daß sie auch

Bcka««tmach»n-i.

Aus Anlaß der Festlichkeiten für das Universitäts-Jubiläum sind die städtischen Bureaus am Mittwoch von 4 Uhr nachmrt- ab und am Donnerstag nachmrttag geschloßen.

Gießen, den Ä). Juli 1907. . .

Groß herzogliche ^Nürgemneuterel Gießen. ß30^

B81/i

Frankfurter Strasse 11

Telephon 365

von Sltivrfi^rorSeittv.

Die Kleinvfl-iterarbciten für die Befcstiguna der Moltkestrabc

ii w»

i.ifcnHtd) glasen liegen während der Dicnstitnnden

[-ei uilb zur Einsich! ofien. Sinnebote auf Vordruck, der dnielbs. mlM.nnb spätestens biS zum voriienannten Zertnunki verlchlosien ">i> mit entsprechender Auffchrtfi verfemen an uns emzure.chen.

ZufchlagSfrift 3 Wo«sn.

Gießen, den 31. Juli 1907.

Städtnches Dechauamt

Braubach.

Zur öniversitätsfeiar

offeriere solange Vorrat vorhanden:

1904 er GrossherzogL Hess. Domanialweine «

Badenheimer Ebersberg

per Flasche ®/4 Liter Mk. 2.50

Dienheimer Guldenmorgen

per Flasche 7* Liter Mk. 8.30

findet außer bei Herrn Ehallicr an der Tageskasse des Stadt­theaters am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag, jeweilig von 101 und 35 Uhr statt. Auch die Vor­stellung am Freitag ist nicht bloß für jetzige und frühere Studierende bestimmt; doch werden für diese Vorstellung an andere Personen Karten erst am Freitag an der Theater­kasse abgegeben.

Philosophenwald-Fest.

Die Anfahrt zum Philosophenwald am 1. August geschieht nicht, wie erst mitgeteilt, vom Trieb aus, sondern über den Eichweg.

Al^Vertreter der auswärtigen Presse sind bisher 20 Herren zum Jubiläum erschienen. Das Staats- wissenschaftlich-Statiftische Seminar ist als Preßbureau eingerichtet worden. Der Vorsitzende des Preßausschusses Professor Dr. M. Biermex ist von der Universität zum Doyen der Herren Preßvertreter bestellt worden.

Wirtschaftliche" Angelegenheiten.

Tie BahnhosSrestauratwn ist während der Festtage die ganze Nacht hindurch geöffnet.

9ln den Festtagen findet zur Zeit des Mittageffens, das dort täglich zu haben ist, in der Festhalle Frei­konzertstatt.___________________________________________

Der Brand von Ncwyork.

Es ist ein harter Schlag, der die vergnügungsfrohen New- Porker beirossen hat. Eonay Island, ihr großer Vergnügungspark, die gewaltige Sammelstälte aller Rutschbahnen, Karussels, Variölös uno Menagerien, ist wie aus 9tewyork gemeldet wird, durch ein Flammenmeer zum großen Teil verwüstet worden. Wo sonst Tausende in den Tanzhallen durcheinanderwirbellen, umflutet von den widerstreitenden Klängen zahlloser Musik- und Lärminstrumente, gähnt jetzt em öder Trümmer- und Aschenhaufen. Obdachlose Artisteil und Wahrsagerimten kampieren in notdürftig aufgerichteten ärmlichen Zelteir und der Lärm, der cinft den zweifelhaften Ruhm genoß, das Tosen der Ntagarafälle zu überbieten, ist einem be« ilommenen Schweigen gewichen. Ein Tritte! des riesigen Gebietes ist völlig zerstört. In einer Tanzhalle war das Feuer am Aiorgen gegen 4 Uhr ausgebrochen. Nur wenige Augenblicke bedurüe das entfesselte Ele»nent, um alle umhertiegenden Baracken und Zette 511 überwättigen. Nach fünf Almuten lohte der ganze Steeplechase Park, der eng bebaute Teil Eoney Islands, in einer einzigen riesigen Flamme gegen den Himmel. Aus den Hotels und Logrer- häusern stürzten halbbekleidete Alenschen, Frauen ergriffen ihre Binder, und bald wälzte sich eine gewaltige Menge laufend, schreiend, flüchtend nach Siortorls Point zu, nur das nackte Leben rettend. In zauberhafter Schnelle war alles nid den Beinen; nut den stüchttgen Bndenbesitzern mischten sieh die übernächttgen Gäste der Tanzlolale und an dieser jählings entsetzten Atasse scheiterten alle Bemühungen der wenigen Polizisten, Ordnung, Ruhe und Besonnenheit herzustellen. Wie trockener Zunder brachen die leichten Baulichkeiten in der wütenden Lohe zusammen. Die Riesenräder der Lidtschankeln wurden zu prachtvollen Flammenkränzen, die Wasserfälle zu tosenden Feuerkaskaden, die Klammern der Rutsch­bahnen losten fid)( und mit Donnörgeröse rollten die aufstammeliden Wagen in die Tiefe, gleich feuerspeienden Ungeheuern Glut und Verderben um sich verbreitend. Und in das donnernde Krachen einstürzender Balken, in das Knfftern der gierigen Flammen, in die Enlsetzenschreie der bestürzten Alönschen mischte sich uiiheunllch das Gebrüll der erregten Loiven und Tiger, die wütend in ihren Käfigen tobten, an den Eisenstangen zerrten und jeden Augenblick auszubrechen, drohten. Am Ätorgen strich, der Wind seeivärts. Vllt erneuter Wucht warf sich das Feuer seewärts, ergriff im Fluge die letzte Reihe von Baracken und Zelten am Strande und reckte daiin die gierigen Flammenarme weit hinaus über das 3)leer. Bis zum Strande hinunter lag alles in einem rötlich verglimmenden Trümmerhaufen, aus dem matt die letzten Flammen aidzucklen, bis auch diese erstarbeii. Die Feuerwehr hatte umsonst gekämpsck 27 Feuerivehrmänner kehrtcn als Verwundete aus dem Ringen mit dem Elemente heim. Zum Glück war es fast allen Bewohnern gelungen, noch im letzten Augenblick zu entkommen. Nur eine Frau und ein Kind wurden auf der Flucht noch von den eilenden Flammen eöfaßt; ste liegen hoffnungslos iin Krankenhause. . . Fünf Millioiien Dtark sind dem Brande zum Opfer gefallen. Durch Sprengung mit Dynamit ist es der Feuer­wehr gelungen, den Lunapark zu retten. Und nun? Nur wenige Wochen, und auf dem Trümmerfeld wird getviß eine neue Ver- anügungsst-adt entstehen, daßDipping the Dip", die 200 Fuß hohe Rutschbahn, auf der der Wagen mit dem festgebundbnen Passagier fast senkrecht hinabsauste, uno dasLiebessaß", in dem man fesl-- gebunben in schneller Drehung befördert wurde, werden ihre Lluf- erstehung feiern und von neuem die Sensationslust der Newporker befriedigen.

Ferner liegen uns folgende Meldungen aus Newyork vor:

Die Polizei hat sestgestellt, daß der große Mietshaus­brand, dem 40 Menschen zum Opfer fielen, auf Brand­sti f t u n g seitens einer Erpresserbande zurückzuführen ist. Bei dem Brunde ereigneten sich, wie aus den Erzählungen Ge­retteter hervorgeht, die schrecklichsten Szenen. Die erschreckten Mieter kämpften in furchtbarer Erregung um Treppen und Ausgänge. Männer traten Frauen und Kinder nieder, und stießen sie, wo sie ihrer Rettung im Wege waren, von Fenster­brettern und Leitern herab. Unter den Toten und Verwun­deten ist nicht ein männlicher Bewohner des Hauses. Es wird

auch behauptet, daß der Brand durch eine Bombe verursacht worden sei. Der dritte Stock war mit Petroleum getränkt und brannte so heftig, daß den Bewohnern aller oberen Stockwerke der Ausweg abgeschnitten war. Das Feuer im Long Beach Hotel wurde dadurch verursacht, daß ein Kindermädchen, das im vierten Stock für ein krankes Kind Milch kochte, die Spiritus­lampe umwarf. Das Feuer breitete sich mit unglaublicher Schnelligkeit aus. Mit großem Mute blieben die Fahrstuhl­beamten auf ihren Posten und brachten die 800 Gäste durch die qualmenden Fahrstuhlschächte bis zum letzten Mann in Sicher­heit. Das -Telephon war vom Feuer zerstört worden, ehe man den Feuerwehren Nachricht geben konnte. Als sie eintrafen, war das Hotel fast schon niedergebrannt. Die 800 Gäste suchten in ihren Nachtgewändern in Badehütten am Strande Zuflucht und wurden morgens mit Extrazügen nach dtewyork gebracht. Ihr seltsamer Aufzug in Nachtgewändern und wollenen Decken erregte dort ungeheures Aufsehen. Eine große Anzahl weiterer Feuersbrünste wurden noch gemeldet, u. a. brach eine solche int Governor-Hospital aus. Tas Gebäude konnte nur mit großer Mühe vor dem Einstürze bewahrt werden. Eine andere Feuers­brunst zerstörte in der 5. Avenue einen Wolkenkratzer.

In Newyork ist Leych Martoogessian, das Haupt der armenischen Priesterschaftin Amerika, verhaftet wor­den. Er wird beschuldigt, an der Spitze der internationalen Mörder- und Erpressergesellschaft zu stehen, deren zahlreiche Schandtaten in jüngster Zeit Schrecken verbreiten. Tie Anklage gegen Martoogessian lautet auf Erpressung, es sind mit ihm aber noch sechs Helfershelfer verhaftet worden, gegen die demnächst wahrscheinlich die Anklage wegen Mordes er­hoben wird.

Endlich wird noch aus Newyork gemeldet: Innerhalb von zwölf Stunden wurden die Leichen von zwei Frauen mit Strangulationsmart'en am Halse aufgefunden. Die Polizei glaubt, daß diese Morde von demselben Manne verübt wor­den sind. Die Identität der Opfer konnte bisher nicht festgestellt werden.

^KleineTageschronik. Im Köpenicker Forst bei Berlin versuchte ein ettop 25jähriger Mann drei 10jährige Mädchen zu vergewaltigen. Ter Attentäter wurde ergriffen und, nachdem ein Lynchgericht an ihm vorgenommen, dem Amtsgericht zu­geführt. Ob er mit dem Kindes-Mörder aus Nord- Berlin identisch ist, wird noch festgestellt werden müssen. Gestern wurde die ermordete vierjährige Näargarete Pravitz, das eine der drei Opfer des geisteskranken Mörders ihiter großer Teilnahme zu Grabe getragen. Bei Savona ^Italien) wurden in dem von Mönchen geleiteten Erziehungs-Institut 6 Mönche wegen un­züchtiger Handlungen an Minderjährigen verhaftet. Ein Personenzug mußte während eines bei fast nächtlicher Finsternis niedergehenden, von schrkem Sturm begleiteten Unwetters, die Fahrt hinter Niede. r-Todenleben (Prov. Sachsen) eine Stunde unterbrechen.

Gießen, 31. Juli. Tps Kriegsgericht verhandelte gestern hier über die S 0 l d a t e n m i ß h a n d l u n g e n, deren sich Feldwebel Steinmetz und Sergeant O ch s e n h i r t von der 6. Kompagnie des Jnfanterie-Negiments 9ir. 116 schuldig gemacht haben sollen. Sie wurden beide fr e i g espro chen . Für einen 2 Jahre zurückliegenden Fall der Mißhandlung eines Untergebenen erhielt Feltwebel Steinmetz nne Woche Mittelarrest. (Näheres Verhandlungsbericht folgt).

Das Prager Landesgericht wies die Klage des Landgrafen Alexander Friedrich Wilhelm von Hessen ab auf Feststellung der Erbfolgcrechte und Nachfolgean­sprüche, die ihm, sowie seinen Rechtsnachfolgern an dem Besitze, des l u r h e s s i s ch en Fideikommisses und der Hanauischen Realfideikommisse Hoxvvitz und Ginetz zustehen.

Arvestervewegrrng.

X Hfanau, 30. Juli. In der Silberwarenfabriö von W e i n r a n k u. Schmidt kündigten sämtliche Arbeiter wegen angeblicher Maßregelung des Vertrauensmannes. Tie Schr ei­lt e r g e s e llen ersuchen ihre Arbeitgeber um Neuregelung der Lohnverhältttgsse.

GrigLnaUSrahtnreLdnngen.

-sd. Darmstadt, 31. Juli. Heute früh 5 Uhr wurde im Bahnhof ein anscheinend den besseren Ständen angc- hörender junger Mann von dem Heidelberger Schnellzug ü b e r f a h r e n. Er starb zwei Stunden nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus.

Raon, 31. Juli. Die Aus ständigen hielten gestern eine stark besuchte Versammlung ab. Es wurde darin mit­geteilt, daß es zwischen den Arbeitgebern und den Viitgliedern des Syndikats zu einer Verstänoigung gekommen sei. Die Versammlung nahm diese Niitteilung mit großem Beifall auf und beschloß, am Donnerstag die Arbeit wieder zu beginnen. Es ist infolge dessen sehr wahrscheinlich, daß die Beisetzung des bei den Streikunruhen getöteten Arbeiters ohne Zwischen­fall verlaufen wird.

London, 31. Juli. Der Panzer Dreadnought, begleitet von sämtlichen Schiffen der Himefleet, ist in Spithead eingetroffen. Der König wird eine Flottenschau über ins­gesamt 160 Schiffe vornehmen.

Wichtig für jode Hausfrau M Obst einmacht!

Die im letzten Sommer in den Handel gebrachten Schilder für eingemachte Früchte mit beliebigem Eindruck haben ausserordentlichen Anklang gefunden und sind deshalb wieder angefertigt worden. Die Schilder sind mit jeder gewünschten Aufschrift in beliebigen Mengen zu haben.

Kleinere Schilder

sind vorrrätig mit folgendem Eindruck:

Apfelgelee Johannisbeergelee 1 Quittenmarmelade

Apfelsinenmarmelade Johannisbeermarmelade Reineclauden

Birnen Kirschen Stachelbeeren

Birnhonig Kürbis Tomaten

Brombcergelee Logansbeergelee Tomatemr.us

Dreimus «ivniokiRR Wallnüsse

Erdbeeren Mixpickles Zurkeraurken

Erdbeersaft Quitten zwAtorhen

Himbeermarmelade Quittengelee Zwetschen

Grössere Schilder

sind vorrätig mit folgendem Eindruck:

fi8nf6| Heidelbeersaft Karotten

AnHkosen Heidelbeerwein Kirschsaft

Apfelsinen Himbeersaft Pfirsiche

Rohnen Johannisbeeren Rotkraut

Erb3en Johannisbeersaft Stachelbeerwein

Heidelbeeren Johannisbeerwein Zwetschenmus

Nicht aufgeführte Bezeichnungen werden ohne Preisaufschlag in kürzester Frist eingedruckt.

Brühische Universitäts- Buch- und Steindruckerei

Giessen, Schulstrasse 7.

Der Vorzugspreis von awr UM. L der aM/r

Jllüstr.

üegweiser*

durch die Universitätsstadt Giessen

eriischi am 4. August

Vom 5. August ab ist das Buch in allen Buch­handlungen und vom Verlage selbst, geheftet für Mk. 1.50, gebunden für Mk. 2. käuflich. Ein­banddecken sind ä, 50 Pfg. zu haben.

Die Luxus-Ausgabe kostet vom 5. August Mk. 6.

Die Nachfrage nach dieser schönen Jubiläums-Ausgabe ist eine so große, daß die Auflage in Kürze vergriffen sein wird. Eine neue Auflage wird nicht hergestellt werden.

Emil Roth. Verlagsbuchhandlung Giessen.

Zu Arbeiten in galvanischem

Smiitln, Msjfttn, taitimtn etc. von Metallgegenständen; zum Aufarbeiten von (Saslanrven, Petroleumlampen etc. und zu Neu-Bronzierungen und Lackierungen empfiehlt sich f o 4070

äauflmaniij Larngsenfabrik

Telephon 261. Schiffenberger Weg 50.