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27.3.1907 Erstes Blatt
 
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157. Jahrgang

Erstes Blatt

General-Anzeiger für Oberhessen

btei'oft Mk N. otenel* jährl. ausfchl BeNellg. Hnnalfmt oon Bnitigte tüt Die iaqeenuimnet bis oonnittuae IU Uhr. ßeüenpieie. loful 161% außiuätte 20 bcnntfl, 15eiantn>oriitcbüi Den polu. uni- nUpem. Teil P ti?U tfo rüt , Stahl anh L'unb' arj> t<Aend)te|aal" »Senft pe6. rüt Den iln- itetqentetl Öan« t<e(f

Nr. 73

«rfcheivt tSglich außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werben tm Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Giehrnek Zamilten. blätter viermal in der Loche beigelegt un< zweimal wöchentlich da? Kreisblati für den Kreil Eiehen. Fernfprech-An- fchlußf.d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51

Mittwoch 27. März 1007

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Q moi »tlu-h 75 l*t., otertek

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"bhole- u. 3-vetqMeÜen

yjr v JTVjL v'SW monatlich 66 IM.; Durch

»treffe Hk tepetom: Rolat|onsörttil un6 Verlag der vrMIchen Unw.-Vuch, unö Skinönidcrei. B. Langt. Reöattio«. «rpedition UN» 0ruderet: §chn!stratz« 7. Anzeiger ©Ictfctt. ___

und Ton Carlos. Sun erfien Wixew> lied ec da- Puoliknm kühl, während sein Carlos gute Ausnahme sand. Derr Trager ist ein gewandter, dealender Künstler, aber er bietet -nicht mehr als-der hiesige jugendliche Liebhaber, Lerr Wanlä. Das Bcsiere iit des (5)uten Feind, aber warum gutes Dura) nuyt Bcs,ercs uerbrangen? Bon Neuaufführungen ist Anzengrubers Biauernlomödie Der G ' w issenswurm" »u erwähnen, die erst jetzt den Leg aus unsere Bühne gesunden und im Puvlikum augerordentlich gesallen Hal. Namentlich war darin unserem vvrtrefitich.n Bon­vivant und Eharattcrdar pellet fcerrn Bauer Gelegenheit geboten, in der teiie des Dusterer seine bewunderungswürdige Bi^lie.t^teit zu zeigen. Gestern abend trat er alsBertram" in dem neuem» gudierten PosseRrobert u.:d Bertram" aus und sand dabei auch gurm.schen föenaii. J..i Konzer, aal horten wir neulich Fräulein diuth Waldaner, die mit schöner Stimme große Geiangsiunst ver.inigt. Im yidii*to|CtJ-tonum fand heute eine eigenartige Veranstaltung statt. Fräuiem Helene Adler trug einige sgmphonasche Dichtungen vor, in welchen kmngwirlungen durch die Wortbildungen erzielt werden. Einzelnes rnaa.te den Eindruck der Wortüberladung, anderes wie das Crivachen des Tages war sehr schön und poetftch. S.

Weim arer National-Fest spiele für die d e u t s ch e I u g e n d. Der Slarronalansschuß des Deutschen Schiller-

AlgectraS. TaS Techtelmechtel Italiens nut England und Frankreich ist ja bekannt und Fürst Bülow wird eS heute wohl kaum mehr als eine harmlose Extratour bezeichnen können.

Man sieht also, daß der Reichskanzler allerlei interessante Themata zur Sprache bringen kann, wenn er mit seinem Kollegen Tlttoni an den Gestaden des blauen Mittelmecrcö lustwandelt. Darin besteht die schwere Kunst deS wirklichen Staatsmannes, schon auf die Keime der sich vorbereitenden Ereignisse Einfluß zu nehmen, damit er Die Führung in der Hand behält und nicht am Zügel Mitgeschlcift wird. Bismarck war hierin der unerreichte Meister. Bülow nennt sich gern seinen Schüler. Hoffemlich besteht er in Rapallo das Ti- plomaten-Examen. *

Rom, 26. März. Die Blätter ergehen sich in Kommentaren zur Begegnung des Fürsten Büww um Tnloni.B ü r 0 w", schreibt dasBim", wird veriuchen, Italien vom Bei­tritt zu dem englischen Abrüstungsvorschlage ab» zuhalte n." Wir beim.Jen hierzu nur: In Algeciras verlor Flauen beinahe das herzliche Verhältnis zu De^schtand; im tzaag wird es Gefahr lausen, die gute Freundschaft zu England zu riskieren. Der Zweck der Unterredung besteht darin, zu ver­hindern, daß Italien der beständigen ruinösen Ver­mehrung der Rüstungen Einhalt tue.

Kisstjche erste Kammer.

E.-B. Darmstadt, 26. März.

Die erste Kammer der Stände trat heute Vormittag noch zu einer rociieren Sitzung zusammen. Es wurde zunächst die Vorlage über die Vereinigun g Der Gemeinde Ai omba ch mit *JJi ainz genehmigt und dann die Vorstellung der Sl r e t6 - u n d Kreis- a j s i sl e n z ä r z l e mit dem Ersuchen an die Regierung ange­nommen, in eine Neuregelung ihrer GehaltSverhäitnisfe emzulreicn, sobald es die Finanzlage des Siaaies gefialte. In- beneft der Vorstellung des Bauernstandes im oberen Vogelsberg m Sachen des Kultur Plans wurde be- jchlosjen: 1. an die Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, möglichst bald den Ständen den in der Thronrede augelundigten G e s e tz e n t w u r f zur Förderung Der Bodenkultur i in oberen Vogelsberg, amgebaut auf anderen Grundlagen, als der frühere Entivuri, vorzulegen. 'Weiter beschloß Die Slaimner, dem Beschluß des cinDereii faules beizutreten, wonach Die Vor­stellung von Einwohnern von Schwarz bitiefienb Die Erbauung einer Eisenbahn non R i e D e r - A u l,n nah 'U l e f e 1 b, Der Re­gierung zur Berücksichtigung übenuieieii wirD. AlsDann wurde die Vorstellung des BerbaudeS des hcf,.scheu LauDestehrerveretus zu dem Antrag des Frhrn. v. Heist u. a. beir. Einltelluug von 1U OtO Aik. in das Staatsbudget zum Zwecke weiterer Ausbildung der Vottsschullehrer durch Gewährung von Reiieltipendieii in Be­ratung genommen. Frhr. v. H e y l befürwortet wiederholt seinen schon iruher zur Beratung gelangten Antrag. Wie wolle man es verautwoiten, daß Der Reuewuds iür Die akademisch gebildeten Meiner erhöht wurde, während man bezüglich Der Volksschullehrer e lila re, es fei (em Gelb Daiitr vorhanDen. Er beDauere, bav tm Budget iür lbü7 dem Anträge nicht Folge gegeben worben |eu Tie Einführung Der Volksschullehrer ui Die allgemeinen sozialen Veihaltuihe sei eure heute nicht mehr von der Hand zu weilende Forderung. t w .

Minister des Innern Brann bemerkt, die Regierung stehe der Frage nicht abtehncnd gegenüber, es seien aber zur Zeit noch DnngenDcie Ausgaben zu er lullen; so habe man die sog. Zung- geselleusteuer emiühien und Die Besjerstellung Der Lehrerinnen zu- rückschieberi nüiflen. Es müsse auch Die Frage, ob Die Eunührung Des votkswtrtscha1111chen Unterrichts in Den Bolksfchulen zu empiehlen fet, einer e r n st e n Erwägung unterzogen werben, eine Vorbeomgimg daiür lei Doch auch Die vollLiviitlcha'tliche VoibilDung der Hehrer. Ter LanDeslehrerverem könne in dieser Frage eine bermetie Instanz zur Beurteilung nicht jem. Tie Regierung werde den Antrag nicht unter den Tuch iallen lassen, sondern Erwägungen darüber amtellen und dann später nut neuen Vorschlägen in Dieser Hinsicht hervortreten.

Frhr. v. H e y l weist hingegen am Die Reisen englischer Gewerk- schastler hin, welche alle bezüglich Des Reisens sich DaibietenDen Schivicrigkeiten leicht übenunuDcn ljaiten. Gegenüber Den Em- flüucn Der s ozi a l d em o k r at 11 che ti Agitation aut Die gewerb­liche Jugend sei em irisches Vorgehen sehr geboten.

Tie Kammer nimmt Daraui Den Ausschußantrag an.

Bei Der Beratung der Regierungsvorlage, betr. Die Instand- fetzung Der Innenräume am

Schlosse Lichtenberg wo'üt 62 000 Mk. verlangt weiDen, eüläxt sich Graf Erbach- Erbach gegen Die Bewilligung dieser Forderung.

'stusscuuijberichter statt er Gras E r b a ch - F ü r st e n a u legt dar, daß eine weitere Benutzung der Schloßräume auch über Die ersten ö Jahre hinaus höchst ivahilchetulich sei.

Ministerialrat Tr Becker meint, die Geiahr, Daß die hier zu bewilligeuden 62 UVU Alk. nutzlos verwendet worden sein könnten, sei Nicht groy.

Grai Erbach-Erbach erklärt, es handle sich um Auf­wendung von ^anDesmitteln und Da müsse man sparsam sein.

Die heutige Wummer umsaht 12 Seiten.

Aulow in Uapallo.

Bon diplomatischer Seite schreibt man unB:

Fstrst Bülow wandelt bereits mit Frau und Mohrchen tn der würzigen Luft Rapallos, jenes entzückenden Erden- fleckchcnS, wo auch der große Arnold Böcklin fo gerne geweilt und manche wertvolle Studie gemacht hat. Der kleine Crt wird während der zwei nächsten Wochen einige Beachtung finden, denn der Kanzler führt von dort aus die Regierrmgs- Geschäfte genau so, als wenn er in Berlin wäre. Deshalb tu er nebst dem Gesandten von Below und dem Geheimen Regierungsrat Scheefer auch von dem nötigen Hülfsbeamten- siave begleitet. UeberdieS wird er eine Begegnung mit dem italienischen Minister des Aeußerii, Tittoni, haben, wobei sich Die Beiden wahrscheinlich auch über politische Angelegen­heiten unterhalten dürften. Tenn daß sie ohne Fachsimpelei wieder anseinandergehen, was Die Offiziösen wahrscheinlich behaupten werden, ist doch wohl kaum anzunehmen.

In der auswärtigen Politik sieht eS zwar gegenwärtig erfreulich rosig au«, denn es steht zur Stunde keine Ange­legenheit im Vordergründe des Interesse«, Die zu irgend welchen Komplikationen Veranlassung geben könnte. Aber in der Politik gibt es keinen Stillstand, und wenn man schöner zusieht, so gärt und brodelt es doch an allen Ecken und Enden. Tie Raufereien in Mittelarnerika, die gespannte innerpolitische Lage in Bulgarien und Serbien, sowie Die Agrarunrnhen in Rumänien gehen uns zwar nichts an. ^.ofür aber interessieren unS andere Fragen desto mehr. Immer und immer wieder ist beispielsweise im Gegensätze zu Der offiziösen Schönfärberei auf die . österreichisch- italienischen , U n Ü t m m i g f c 11 e n hinzuweisen, Die nur deshalb noch nicht zu ernsteren Konsequenzen führten, me.l Der Dreibund-Vertrag als ausgezeichneter geräuschloser intlaDet Der elektrstchen Atmosphäre an der ilalienisch- österreichischen Grenze sich bcivährt. Aber wenn sich einmal zu viel Elellrizilät angehäuft hat, und die Spannung eine zu große geworden ist, dann gibt cs eben ein Gewitter. Es lann doch auf die Dauer nicht so weiter gehen, daß die habsburgische Monarchie und daS cpcnninijche Königreich immer mehr Truppen gegen gege.z einander, anhausen, sodaß infolge Dieicr militärischen Maßnahmen daS gegenseitige Ver­hältnis zwischen beiden Staaten ichon jetzt eine verteufelte Aegnlichlett mit der Berettschaststcllung Hal, die Die Türket und Bulgarien gegen einander einnehmen. Liegt doch heule wieder eine Meldung and Triest vor, daß auf Anordnung des Grazer Korpskomrnandos alle Emjährig-Frciwilligcn des dritten KorpS am dritten April in Trieft einzutreffen Ha1>en, ,vo ihnen durch einen Monat Gelegenheit gegeben wird, das Küstenländische Terrain leimen zu lernen! Ebenso ist e« Dal- sache, daß man im öfterreichnchen Lftizlerökorps ganz offen davon spracht, daß der nächste Krieg, den die habsbnrgiichc Monarchie zu führen haben wird, der mit Italien sein werde! Fürst Bülow Hal also, wenn er mit Tttlont fonftrrierl, genug politischen Unlcrhallungtzstoff, nur bezüglich des Ver- hallntsies zwilchen den beiden Alncrlen TeulschlandS.

'Aber auch die bcuorslehende zweite H a a g e r Friedens- konf erenz dürfte in die Tiölussion von den beiden Slaais- mänticrn hineinbezogen werden. 2)lan weiß, daß England mit einem Abrüsiungsvorschlag kommen will, der, nichts anderes bezweckt, als die Seemächte zu-verpflichten, die Zahl ihrer Kriegsschiffe über den gegenwärtigen Stand hinaus nicht weiter zu vermehren. Ter Plan ist überaus schlau, denn Großbritannien besitzt gegenwärtig eine Kriegsflotte, die stark genug ist, um den möglichen Bündniskombmatlon der sesi- läiiU chcn Vlächle erfolgreich die Spitze zu bieten. Tie eng- lische Secmacht wäre zurzeit unflQiibe, selbst der vereinigten deutsch - französisch - russischen Kriegsflotte enlgegenziitreten. Dieses überaus günstige Verhältnis möchte natürlich Albion ansrecht erhallen und zwar mit möglichst wenig Konen, denn auch seine so brillanten Finanzen vertragen auf die Datier das RüstungSsieber nicht. 9hm heißt es, daß Italien den Abrüitungsvorschlag Englands, der sich natürlich vor allem gegen Tenllchlaud richtet, zu unterstützen beabsichtigt, wes­halb man in der Wilhelmslraße zu Berlin befurchtet, daß der italienische Verbündeie tm Haag genau dieselbe zwei­deutige Rolle spielen werde wie tm vergangenen Jahr in

Aleines Feuilleton.

Ein e T ra nerieier sür GehetMrat o. Ber q m n nn wird am Kaiireirag nadjnuttag im Vangenbedbaud zu Berlin ftatt= finden. Die Reiche wird in Der 9lachi zmn Frettag nach Berlin gebracht. Unmittelbar an die Traner'eier anschliebend erfolgt Die UeDeiiübuing nach Potsdam, wo die sterblichen Reste des groben Chirurgen noch an demselben Tage in der Familiengruft be,ge>etzt werDeu. sjlu» Wiesbaden wirD mitgeteilt, Daß Die Sektion bei Exzellenz Bergmann feinen Krebs ergeben pat. Es haiidslte fiel; vielmehr um einen Durch Knickung unb alte Verwachiungen des Tiüdarms hervorgeriqenen Tarniverschlnß mit nachsolgenDer BauchieUentzünDung.

Frankfurta. M., 25. März. Bon unseren Theatern ist gegenwärtig nicht viel zu berichten. J-w Opern Hause gastierte Die Wiener Opernsäug ci'.l Lucic Wcidt, nachdem sis in Museumskonzert gejungen Ijatt.', als Leonore Fidelio und sano eine wohivcroicuie bcgeiinrtc Aujuahmc. In dem neuemi'tubierten ,,Eo»ngcftmann" zcichnctc fta, unser Tenorio Herr F o r ch h a m m er durch f.ne gesaiigiicp und dariiettcrisll) )o giotjurtige Leitung aus, wie sie auj Der Deulfchen Bühne wohl kaum ein zweites Mal yi finden {ein Dürfte. Im Schauspielhaus gastierte Herr Vermanu Träger vom deutschen Theater m, Berlin als Akortimer

Ter A n s f ch u ß a n t r a g an' Genehmigung iuho Darauf mit allen gegen 2 Stimmen angenomme n.

Zur Beratung kommt Darauf Der Antrag Molthan mrd Gen^ betr. die Automobllsteucr.

Ter Ausschuß beantragt Die Ablehnung Des ÄlntragS und bal Hans stimmt dem ohne Debatte zu.

Bei Beratung des Antrags Dr. G u t f le is ch, Tr. Schmitt und Gen., sür das

Jubiläum der Laudeöuniversitat

den Betrag von öO,Güu Alk. zu bewilligen, Denen Zinsen dem Senat zur freien VerwenDimq überlassen werDen sollen, ipviajt

Geh. Justtz-Rat Prof. Tr. S ch in i 11 - Giepen Der Großh. Re­gierung namens Der Unioerstiät herzlichen Tank für Diese Bewü- Ugung aus, Den .

Minister Des Jnnerii Brünn mit Tankesworten acceptiert.

Darauf ivuD Die Sitzung bis zum Ennreften Der Rückäuße- tuiigcn aus Der zweiten Karniner unterbrochen.

*

Nach Schluß der Sitzung in der Zweiten Kammer trat sofort der Ausschuß Der Erpen Kammer wieder zmarnmen Da aber desseir Beratiing bis nachmittags */,3 Utjv noch mchi zu Ende waren, wurde der Briederzufautmeulritl des P l e n u m s Der Erflen Kammer bis Mittwoch vormittag verfchoben.

Kcssischc Zwnle Kammer.

B.-B. Darmstadt, 26. März.

Die heutige Sitzung wurde nach 11 Uhr eröffnet. Es tarnen zunächst die Rück au vertrugen aus Der Er penKa innrer zur Verhandlung.

Abg. Reinhart führte als AuSfchußbenchierltatter ans, Dav Die Erne Stammet nn Ltaalshaushattseiat nur Del Stap. 13, llanD- pänDe, Abänderungen uorgenomnien und sich einen weiteren Betrag von bUuU Aik. für weitere Bureaulosten beiöiingi, lernet aber Den Antrag Raab auf Diät enzahlung an Die Darm- liaDiei- Abgeordneten unb Den Antrag Utrtch-Pennrich auf trete Elfen bah »fahrt Durch Das ganze Land mc Die Abgeordneten beider Kammern ab gelehnt habe. Ter Ausschuß bcautragi, Die Zweite Stammet möge die bUUi» All. betvilllgen, im übrigen aber au! ihren »ruberen Befchlüffen beharren.

Avg. Stöhtet tritt lebhaft für Die Gewährung Der treten Fahrt em, ebenso . ....

'Jlbfl. Alo11han und Abg. Ulrich, bet unter Hmwcls auf Den Satzuobleßtso oblige hervorbebt, dav Die Etste St a m m e r Doch selber trete Fahrt gemeve.

Slaatsrnintster E w a l D ,ielll fest, Daß sich Die ReDner des anDeren Haulcs nicht gegen Die freie Fahrt zwischen TarrnltaDt und Dem Wohnort Der AbgeorDneten, sonDern nut gegen Das Ver­langen nach freier Fahrt Durch Das ganze XlatiD gewandt hatten.

Tie Stammet be{chließt nach weiteren Ausiüi)rungeu Dec Abg. U l r t d) unö Ui a q b , Die bUUO Alk. |üt Die Erste Stammet zu be­willigen, behatr-t aber ernstimmig auf Den beiden Anträgen.

Abg. Tr. Gutfleisch führt alS Ausschußbetichterstatter über Den .U r t u n D c n |t e m p e l aus, Die beim An. 2 vom anderen pause vorgenommeiien AenDerungen feien nur reDaftioneUet Natur, blut beim Tarnsatz Eheverträge habe Die Ente Kammer be- jchlosien, statt bet oon Der Zweiten stammet erhöhten Stempellätze bet Vermögen von 1U0UUU Alk. aulivans Die Regtetmtgsvorlage tuieDer herzutiellen

Tas paus beschloß, aus sozialpolitischen Gtunden auf feinem früheren Beschlüssen zu beharren, sich auch nicht Dem Ersuchen Der Erpen Stammet am Etrnävtgung Der Notatiais- gebrtyien unD Der Erhöhung Der Schtelbgebrchten anzuickstteven.

Der Berichterstatter Tr. Guliletjck) hatte sich namens der Aus chußmelnheil für den Beitritt zu der Diesbezüglichen Resolution Der Emen Stammet ausgesprochen und der Envartmig Ausdruck gegeben, Dav Die Vlotaie ihre Pflicht begreifen und nut Der Ver- benentug ihrer Gebühren auch eme Erhöhung Der Schrerbgebühren eintreten lagen werben.

Tte Abgg. Brauer, Ulrich mrd Molthan sprachen sich aber gegen bte Zustimmung Der Resolution aus, Die Dann auch abgelebt mürbe.

lieber: ben Neubau bes Lehrerseminars zu Bens­heim berichtete

Abg. At o 11 h a n. Auch hier beschloß die Kammer, den Zusatz beS anberen Hauses, wonack) bie Bewilligung ber erpen Baurate von luu UUO Ml. nur unter vorheriger betaiUtetter Berechnmig enolge, nicht zu akzeptieren.

Abg. Tr. Schmrtt iuhrte habet u. a. aus, er könne sich bem Antrag am Ablehnung bet Beichlüge bet Erpen Stammet nur an- jchlieveti, ba bieielbe veriakiungsmavtg nur bas Recht habe, Das Bubgei tm Ganzen anzunehmeu ober abzulehueii.

Zum G.ejetzeuiwuri über bte Abänderung bes Ausgleichs- f o n 0 s beridjiet .

Abg. Ulrich, Daß Die Erste Kammer bie Ausfchllevung ber Erbjd)auspeuer von ber Eurbeziehung m ben Ausglelchswnbs be- Idjlolien habe. Man habe tm anberen Hanse bie Sache merk- ivürbtgerweije als eine Verfaßungssrage beirad)tet, es sei aber in Wirklichkeit Doch nur eine Spielerei, es fei für bas Bubgetrechl ber Kammer nicht bas geringste zu beiurchtem Rebuet. beantragt, aud) ben biesbezuglichen Beid)lnv abzuleynen.

Fmanzmmipct Tr. Gnauth batikt bem Vorredner für bie günstige BenrieUmtg ber Reglermigsvorlage, bittet aber bod), bem Be- jct)luB ber Ersten Hammer betzu11elen. Es habe ber <$. efliening fenigelegen, trgenbwie bas Bubgettecht bet Kammer

btmbes zur Grünbtmg unb Erhaliung lährltchet Llatwnal-Festsptele für bie deutsche Jngcnb im We.iuarschen po'cheatet tp fetzt begrmibet. u» Den 14 Weimarer Alttg'ieDern kommen 14 ausioäuige, Darunter Direktor B l o ck - W t m p i e n. Zu Pfrugpeu soll Die zweite Versammlung Des Bundes staufinden, auf der Die Satzungen unb Dct Arbeitsplan bttrchberatetr unb em Ausruf an bas deutsche Volk erlassen werben soll. ,

__ Frederrc Lamo nd, btt bekannte Klavieroictuose, scheint, wie aus Lontou geschrieben wirb, zu besorgen, bav die parke anti-deutsche Strömung, die nun einmal unleug­bar in -allen Schichten btt briLfcyen Bcvöckerung erkennbar bleibt, feinen Erwlg ais Kunpler beeinträchtigen könne, denn er hat es für nölig befunden, kund zu tun, daß seine Freunde und idereyrer iym helfen sollen, den Irrtum zu zerstreuen, er sei fein Brite. Uniercs Erachiens ift dies zu viel des Eifers. Denn obwohl man in Eng^aiid weiß, daß Lanwnd in Deutschland sein veim ljat und auch eine in Teulschlano wirkende KünslLerin r e n e Triesch) zur Frau nahm, und obwohl man auch n>ei&, duß er ebenso wie d Albert, dcs,en Wiege ia auch in Schottland gefiGitben hat wie Die Lamonds, jeme tun|llerijd)e Erziehung ganz und gar dem deutschen Borbiloe uerbantt, hat man ihn m England faym seines Namens wegen nie für einen teuwuifchen BeUer erachlel. Seme Nervosität ift deshalb ganz unnötig.