Ausgabe 
4.6.1907 Erstes Blatt
 
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Dienstag 4. Juni 1907

Erstes Blatt

157. Jahrgang

Juni.

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632

2.

bürfte.

den 4. Juni, dieser Tage hier und angesehener sehr erfreulicher

Gießen,

' Seinen 7 0. Geb urtStag beging einer unserer in weitesten Streifen beliebter Mitbürger, der Zahnarzt G. W. Koch, in

Fürst Bülow wird seine Erholungsreise nach Nor­derney erst im nächsten Monat antreten. Das ist zu­nächst ein Zeichen, das; der Gesundheitszustand des leiten- den Staatsmannes weniger zu wünschen läßt, als manchem

ich knüpfenden Kulissengeschichten hierbei eine Rolle spielen, ei dahingestellt. Daß zwischen dem Fürsten Bülow und

politische Tagesschau

Aul der Berliner Wilhelmstraße.

R. Berlin, 3.

Nr. 128

Erscheint täglich außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem ksesstsche« Landwirt bie Siebener Lamllien- blätter vtennal in d Woche beigelegt um zweimal wöchentlich das Ureirblatt für den Kreis Sieben. Fernsprech-An- schtußs.d. Redaktion 112 Berlag u. Expedition 51

körperlicher und geistiger Frische, und eS ist anzunehmen, daß er seiner Familie, seinen Freunden und Patienten noch lange erhalten bleiben wird. Zahlreiche Gratulationen und Ovationen wurden ihm an seinem Ehrentage zuteil. Die Loge Ludwig zur Treue, deren Meister er lange Jahre war, ließ ihm eine kostbare Vase als Angebinde überreichen. Tas OffizierkorpS be­schenkte ihn mit einem Porträt des Kaisers in wertvollem Rahmen. Der Aerzteverem, der DienStagkranz und eine geschlossene Gesellschaft im Kasino erfreuten ihn mit schönen Blumen­spenden. Um die Mittagszeit wurde dem Jubilar ein Ständchen von dec Regimentsmusik gebracht. Kurz, Herr K. kann auf diesen seinen Ehrentag mit Freude und Stolz zurückblicken. Herr Koch hat hier seine Studien absolviert, sich dann hier niedergelassen und über 40 Jahre praktiziert, lange Jahre als einziger Zahnarzt, und sich in hohem Grade das Vertrauen und die Zuneigung des Publikums erworben. In früheren Jahren besuchte K. noch einen Tag in der Woche Wetzlar und Marburg, um dort zu praktizieren. Herr K. ist ein tüch­tiger, unermüdlicher Arzt, em treuer Freund, em vorzüglicher Familienvater.

** Prov. - Ausschuß. Am 8, d. M., Dorrn. 9 Uhr, findet eine Sitzung des P ro v inzial-A usfclmsses bet Provinz Ober Hessen mit folgender Tagesordnung statt: Enteignung von Gelättde zur Verbreiterung der Schetlengasse in Alsfeld; hier Ausspruch

Schipp

Mädchcu iuchl

Hotationsörud und Verlag der vrühl'lchen Unlv.-Vuch- und Steindruckerei. B. Sange. Rcöaftlon, Expedition und vruckerei: Schuistrahe T.

«Inzetger wtcijcu. ____

Nächsteiiliebe!

In derFreis.Ztg." liest man:

In einer Meißener Fabrik war Geld iür ein Hochzeits- geschenk iür einen Arbeiler gesammelt worden. Die Sammlung mar bereits beendet, da verlangten aus einmal die organi­sierten Arbeiter die bezahlten Beiträge zurück, weil sie in Erfahr un g gebracht hätten, daß der junge Ehe­mann keiner Organisation angehort."

Kameradschaftlicher Sinn und Nächstenliebe hören also jenseits der sozialdemokr. Organisation auf.

Aus Stadt und Land.

Abdruck unserer durch Korrespoudeuzzeichen kenntlich ge­machten Lrgiualartiket ist nur unter genauer Ouelleuaugabe (Gieß. Auz.) gestattet.

gekennzeichnet, bie vorwiegend politischen Motiven entsprungen sein dürfte."

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GichenerAilzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

drücken zu können.

Diese Sachlage ist nach den verschiedensten Richtungen höchü unerfreulich. Sie bringt den ländlichen öiebbaltern außerordentlich große Verluste und wird dazu bei­tragen, spätere Aufforderungen zu vernrehrter Produktion un­beachtet zu lassen. Sie wird ferner mit zwingender Notwendig­keit wieder zu einer Verminderung der Schweinebe- tände führen. Weder die bestgemeinten I^ahnungen, noch dec Hinweis auf ein vermutliches späteres Steigen der Preise wird hier von durchgreifender allgemeiner Wttkung sein. Menn auch in den größeren und mittleren Landwirts chaftsbctrftbcn eine gewisse Stetig Veit der Schweiiiehaltung zu erzielen ist, so wird em Rückgang der Schweinehaltung in den land- wirlschaftlicken Kleinbetrieben und bei den sonstigen länd­lichen Viehhaltern unausbleiblich sein. Tie keinen Leute, bei >enen die Schweinehaltung zum wesentlichen ruht, können und werden einen Betriebszweig nicht länger aufrecht ^erhalten, welcher vollständig un loy uenb geworden ist. Die Schweine­preise sind auf 33 bis 34 Pfg. bay Pfund lebend gefallen und decken zur Zeit bei weitem nicht bie Produktionslchien. Der Verlust, welcher hierdurch den Schweinehclltern entsteht, dürfte bereits außerordentlich hohe Summen erreicht haben. So lange aber derartig ruir.bie Preise erzwungen werden, so lange wird man den Schweinezüchtern das Recht zugesuihen müssen, daß ihnen durch zeitweise hohe Preise ein Ausgleich für die erlittenen Verluste geso-affen wird.

Erne auffallende Tatiache in der Geschichte der Fleischteuerung darf nicht unbeachtet bleiben. Als die Schweinepreise hoch "tauben, bemühten sich die Bertveter der Städte, des Handels, der Industrie, der links stehenden politischen Parteien und der überwiegende Teil der deutschen Presse um bie Wette, bie aben­teuerlichsten Darstellungen über die deutsche Viehprobukcion zu verbreiten und bie für die deutsche Landwirtschaft nachteiligsten Forderungen zu stellen (Oessnung der Grenzen gegen verseuchte Länder, Aufhebung der Vieh- und Fleischzolle, weitere Begün­stigungen des Auslandes bei der Fleischbeschau gegenüber dem Jnlanbe usw.). Dies alles, trotzdem nicht einmal wahrscheinlich war, daß durch derartige Maßregeln eine erhebliche Herab­setzung der Fleischpreise erreicht worden wäre, weil eben die Fleischteuerung eine internationale war. Heute hält es keine der genannten Stellen für notwendig, mit annähernd gleichem 4Lach- druck aus die enorme Spannung zwischen Vieh- und Fleischpreisen hinzuweiscn ober gar etwas zu oermchen, was bem Lanbwirt unb Viehhalter einen gerechten Lohn seiner Arbeit bringen würde. Die ganze großeFleischnotbewegung" ber letzten Jahre ruirb immer mehr als eine Hetze gegen bie deutsche Landwirtschaft

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Von anderer Seite wird uns aus Berlin, 3. Juni, geschrieben:

Am Samstag hatte dieNordd. Allg. Ztg." an hervor­ragender Stelle eine Reichstags-Bemerkung des Fürsten Bülow über dieGiftpflanze Kamari lka" im Wort­laut wiedergegeben. Den äußeren Anlaß dazu bot die ungenaue Wiedergabe der betreffenden Aeußerungen in einem Artikel der,^Leipz. N. Nachr." GZ mußte Verwunde­rung erregen, daß Fürst Bulow so viel Wert darauf legte, ein an und für sich in politischer Hinsicht nicht sehr be­deutungsvolles Zitat wortgetreu in Erinnerung zu bringen. Dem Kanzler mag c» ziemlich häufig begegnen, daß er unrichtig zitiert wird. In diesem Falle aber hatte die Notiz derNordd. Allg. Ztg." zweifellos den Zweck, die Aufmerksamkeit der Oeffentltchleit auf bie Vorgänge zu lenken, die mit dem Bestehen einer gegen den Fürsten Bülow gerichteten höfischen Partei in Verbin­dung gebracht wurden. So faßt auch bas Organ der Kon­servativen, dieKreuzztg.", dieseFlucht in bie Oefsent- lichkeit" auf. DieKreuzztg" schreibt:

Es liegt auf ber Hand, daß die Mitteilung des BlattcS einen bestimmten Anlaß haben muß, und so kann es nicht verwundern, wenn sie verschiedentlich in der Presse mit den Gerüchten in Zu­sammenhang gebracht wirb, die an ben Rücktritt des Grafen K unoMvltke von seiner Stellung ais Kommandant von Berlin und an den angeblichen Abbruch aller Beziehungen des Kaisers zu dem Hause des Fürsten Philipp Eulenburg geknüpft werden."

Tie Auslassung oerKreuzztg." scheint ans nicht mut» der bemerkenswert wie die derNordd. Mg. Ztg." Mög­licherweise erfährt man daraufhin offiziös Näheres über die Vorgänge, die den Fürsten Bülow in nicht geringem Grade erregt haben dürften.

Neuester Berliner Meldung zufolge lehnte bie Staatsanwaltschaft die Erhebung der öffentlichen Anklage in Sachen des früheren Kommandanten von Berlin v. M oltf e gegen den Schriftsteller Maxim. Har­den ab, da es nicht im öffentlichen Interesse liege, den Sinn der HardenschenZukunft"-Artikel in der großen Oesfentlichkeit zu erörtern, zumal die Hardenschen Aus­führungen zugleich gegen eine Reihe anderer Persönlich­keiten sich richten, v. Moltke erhob gegen diesen Beschluß Beschwerde bei der Lberstaatsanwaltschaft.

Wie man weiter erfährt, reichte nunmehr auch der diensttuende General a la suite Generalleutnant Graf Wil­helm v. H o h e n a u, ein Stiefbruder des verstorbenen Prin­zen Albrecht von Preußen, fein Abschiedsgesuch ein. Graf Hohenau weilt zurzeit in England.

Wie man noch erfährt, will auch Fürst Philipp Eulen­burg Anklage gegen Harden anstrengen; er habe bereits bie nötigen Schritte eingeleitet, um durch behörd­liche und besonders durch gerichtliche Feststellungen dar­zutun, daß die Anschuldigung, er litte an krankhaften Neigungen, durchaus unrichtig sei. Wie noch mitgcteilt wird, hat der in Liebenberg weilende Fürst Eulenburg seine Entlassung aus dem diplomat. Dienste nachgesucht.

Echwemeprctfe und Schweinehaltung.

Ter Vorstand der Landwirtschaftslammer für den Reg.- Bez. Kassel hat in feiner letzten Sitzung eine Resolution angenommen, die in ber Hauptsache lautet:

Tie deutsche Landwirtschait unb die sonstigen ländlichen Viehhalter haben die an sie gestellten Forderungen in wett- gehendftem Maße erfüllt, wovon die letzte Viehzählung, die eine Vermehrung der Schweinebestcmde um 22 Prozent in zwei Jabren ergab, beredtes Zeugnis ablegt. Tie deucschen Vieh­züchter müfsen jetze zu ihrem Bedauern erkennen, daß die Auf-

Dampf- u. Heißlintbäder, sowie Massage zus. 125 Männer, 29 Frauen. Brausebäder 1. Klasse 1119 Männer, >69 Frauen,

2. 1795 262

Tie Personenwage wurde von 260 Personen benutzt und das Bad von 10 Personen besichtigt.

"Die hessische Vereinigung für Volkskunde wird ihre Generalversannnlung am 15. Junß nachmittags tz'/. Uhr beginnend, in Büdingen abhallen. An die Tagung fchließen sich ösjeniliche Borlräge. Pf. S ch u l t e - Großeii-Lmden wird über Hess. Taussilken und -bräuche, Oberlehrer Dr. F a h z - Büdingen über Blldinger Kinderlieber und -reime sprechen. Tr. Hepbing - Gießen wird im Anschlüsse an den letzteren Vortrag den von der Ver­einigung soeben zur Ausgabe fomnienben Fragebogen über Hess. Kinderlieber und -reime erläutern. Das Programm, wie die Stadt Büdingen, deren alten Bauwerke und schöne Lage in Hessen noch nicht genug gewürdigt sind, werden wohl manche Besucher auch von auswärts herbeiziehen.

** Eine Idee von hohem erzieherischen Wert hat die Leitung der Mannheimer Ausstellung gefaßt. Sie hat freundliche Schreiben an sämtliche Gemeinden gerichtet, die in einem Umkreis von 60 Kilometern liegen. Darin ersucht sie die Schüler der obersten Vo lks sch ulk lassen mit ihren Lehrern der gegenwärtigen Diannheimer Ausstellung einen Besuch abzustatten. Hierbei tragt die Ausstellung alle Kosten, Fahrt usw. Es wurde angeregt, daß den Schülern Steck­linge in die Hand zur Pflege gegeben werden. An den Erfolg soll sich eine Prämnerüng schließen. Die prämiierten Schüler sollen dann am 31. Juli mit ihren Lehrern auf Kosten der Ausstellung nach Diannheim fahren, wo sie in der Ausstellung bewirtet werden und weitere Preise, Diplome usw. erhalten. Tie Zahl darf je nach Größe der Städte 10 bis 200 fein. Die Stadtverordneten von Mannheim haben auö diesem Grunde 1500 Steckpflanzen aus der Stadt­gärtnerei zur Verfügung gestellt. Andere Schulen in Städten von nicht allzu großer Entfernung von Mannheim, auch die in Gießen, sollten sich gleichfalls zum Besuche der Mann­heimer Ausstellung entschließen, die namentlich m ihrer neuen Run ft balle eine Fülle von Schätzen der modernen Kunst aller Kulturländer der Welt enthält und wohl imstande wäre, die Augen unserer Jugend zu öffnen für das Schöne. Diese Führung von Schulen durch die Kunstausstellung müßte aber durch sachkundige Männer von feinem Verständnis geschehen. Der Rhein- und Mainoerband zur Hebung der Volksbildung sollte diesen Gedanken aufgreifen und weitere Kreise wie unsere reifere Jugend nach Diannheim führen. Alle Besucher würden zweifellos dauernden Gewinn daraus schöpfen und eine Ahnung erhalten von der staunenswerten Höhe der modernen Kunstentwickelung.

Butzbach, 3. Juni. Am Samstag nachmittag stattete eine größere Anzahl Studierender der Gießener Uni­versität unter Führung von Professor Tr. Mitterrnaier dem Gesängjnis Hierselbst und bem Zuchthaus Marien- schloß in Rockenberg einen mehrstündigen Besuch ab. Rach den Ausführungen der Strasanstaltsdireltoreu über Le­bensweise und Tätigkeit der Gefangenen folgte ein Rund- gang durch die einzelnen Räume, Zellen unb Arbeitssäle, wobei unter sachkundiger Führung die Studierenden mit den Einrichtungen des hessischen Gefängniswesens bekannt gemacht wurden. Ter Verein für ländliche Hei­mat-, Kunst- und Wohlfahrtspflege in Hessen hielt am Sonntag in Pohl- und Kirch-Göns Versammlungen ab. Kreisrat Fey schilderte die Bestrebungen des Vereins, der bemüht ist, der Väter Eigenart in Tracht und Sitte, in Bauarr der Häuser unb Einrichtung derselben nach besten Kräften zu wahren, der das Standesbewußtsein unserer Landleute zu erhalten und zu heben trachtet, der ein stetiges, gutes Einvernehmen zwischen Torf und Stadt zu fördern und zu festigen bestrebt ist. Der Schriftführer des Vereins, Hauptlehrer Storch, hielt in beiden Orten einen Vortrag. Fürst.^arlzuSolms- Hohensolms - Lich hat den Ehren­vorsitz für die am 16. und 17. Juni stattfindenden Ver­anstaltungen übernommen und sein Erscheinen bei der Festlichkeit in Aussicht gestellt. Der Geschäftsführer des deutschen Vereins für ländliche Heimat- unb Wohlsahrts- vflege, der bekannte Schriftsteller Heinrich Sohnrey aus Berlin, hat sein Erscheinen ebenfalls zugesagt.

ed. Laubach, 3. Juni. Um 2 Uhr 14 Min. trafen mit dem Extrazuge 600 Personen des Eisenbahnvereins Friedberg hier ein. Ferner unternahm der Musik- oerein Lich auf Leiterwagen einen Ausflug hierher. Der oft sich einstellende Gewitterregen vereitelte jede weiter«

nahmesähigkeit dos deutschen FlcischmarLcs auch von ben maß- aebendüen Instanzen erheblich überschätzt wvrden ist. Nachdem Ke Scbwemepreise bereits im Lause des Wahres 1906 auf einen normalen Stand zurückgegangcn waren, find sie in der letzten Zeit nochmals svrungweife gefallen und haben nunmehr einen Ztand erreicht, ber weit unter den heutigen Produktionskosten bleibt. Viehhändler unb Metzger, die noch vor wenig Wochen sich nicht entblbbiNcn, bie Unfähigkeit ber deutschen Land­wirt scha st zur genügenben Fleischversorgung Deutschlands in lautesten Tönen zu uerEünbcn, wetteisern jetzt miteinander, die Schweinepreise auf einen unglaublich nied­rigen Standpunkt zu brücken, hauptsächlich mit bem Hinweis auf den enormen Ueberfluß in der Schweineprobuktion. Wochen­lang stehen bie verkauften ^Schweine über ben verabredeten Ab- nahmetcrmin hinaus im Stalle des Landwirtes, wahrscheinlich zu dem Zwecke, bei einem anderen Kauf die Preise noch mehr

Kunsthändlers*Die franzöl. Komödie- unb von L'ancreiDao odt im Garlenpavillon* ,2er Tau; vor dem Zelt', ferner: Uhdeam Morgen* GefsckeuEin FrühlingSlied*, Leisnkow(ceeufer*. Andere Gruppen enthalten zwei Bilder von SteinhaufenIm Walde* Ein Sichlein hör ich rauschen', 8. Bilder von MillclDer Früh­ling*Die Schäferin"Tic Wasserfchöpferinnen*. 2 Bilder d. Tic unter Auf der TorfgasseIndustrie* Sonne LibermannSpau'fvinneriunen*. Zwischen beit Küusller-Steinzeichnungen finben sich: Dellmann ^Boi, der Werst deZ Vulkan*, KallmorgenSüdafrika-Dampfer tut .)cuen", Burckharb .Fischer am Mittelmecr" RomanPästuna", bu BoiS-RaymonbAttische Landschaft ". Bromsilber-Photographien bieten Ansichten aus Athen, der Stereoskop-Apparat zeigt 50 Bilder von ber Ostseeküste.

"EineFührungdurchdaSTuberkulose-Mitseum, veranstaltet vorn evang. Arbeiterverein, geleitet durch Tlcbuinnlrat Tr. paberkorn, findet Sonntag den 9. Juni, nachm. 21/, Uhr statt. Anschluß frei für Jedermann.

G i e ß e n e r B o l ks b a d. Int Mat wurden 11745 Bader verabreicht gegen 8613 tnt April 1907 und 11754 int Mat 1906 ober tm Durchschnitt pro Tag 379 Bäder gegen 287 im April 1907 unb 379 im Mai 1906. Der Besuch im einzelnen derteilte sich wie folgt:

Schwimmbad: 4850 Männer, darunter 1034 zu 10 Pfg., 1449 Frauen, 344 10

Wannenbäder 1. Klasse 303 Männer, 132 Frauen,

Stellung als , nsfräulem

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>em Fürsten Eulenburg alles andere als herzliche Bezieh­ungen bestanden, war allerbings offenes Geheimnis, und da der Kanzler der staatsmännisch Bedeutendere ist, so ergibt sich die l^istenz einer gewissenFronde" gegen ihn eigentlich von selbst. In preußischen Landtagskreisen hört man äußern, Fürst Bülow wolle vor Beginn seiner Sommerreise die Frage der Nachfolgerschaft für den nach Schluß der Landtagssesslon zurücktretenden" Kultus­minister v. Studt lösen und sei noch auf der Suche nach einem geeigneten Ersatzmann. Solchen ausfindig zu machen, ist allerdings schwierig, sofern der Ministerpräsi­dent auch die Wünsche der Liberalen zu berücksichtigen ge­neigt sein sollte. Da der Landtag jetzt wieder zusammen- tritt, wird sich ja zeigen, ob die Sache Fortgang nimmt, etwa in der giichtung, daß der Ministerpräsident unter den Mitgliedern des Abgeordnetenhauses Umschau hält nach einem bem Ausstieg in die Regierungswolken nicht ab­geneigten Politiker der mittleren Linie.

seiner offenen und geheimen Gegner lieb sein mag. Tonn sieht er aber sich persönlich offenbar so sehr in Anspruch genommen durch die Staatsgeschäste und das Drum und Dran, daß ihm die Etablierung der Sommer-Kanzlei am Nordseestrande noch nicht angängig erscheint. Ob die in >er TageSprcsse erörterten, an den Namen Eulenburg

vezagSpretS: monallich7bPftvlertLl- sährlich Ttt. 2.20; burch Abhole- u. Zweigstelle» monatlich 6o Pf.; burch diePost Mk.2. viettet- jährl auSltbL Bestell^. Annahme ooe Lnzeige« für bie TageSnurnmer biS Dormüiaafl 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 16Pf^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich iür den polü. unb aUgenu Teil: P. Witt ko- für Stadt und Varür unb .Gerichtöfaal*-. Ernst yeß; für den An­zeigenteil: Han« Beck

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der Enteignung.

I n Der Lesehalle hat diese Woche ein Bilder­wechsel patigefunben. Aus den verschiedenen Ausstellungsgruppen fmb hervorzuheben je 2 Bilder von SiaunauFirmenschild desUntemehmung.

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