Ausgabe 
3.5.1907 Erstes Blatt
 
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Unreiferes durchaus einleuchtende Aufklärung des Falles aber wird vollends allem üblen Gerede darüber ein Ende machen. Allerdings muß man zugeben, daß der Darmstädter Hoftheater- Generaldirektor klüger getan hätte, irgend ein sonst auf dem zweifellos doch nicht armen Repertoire befindliches Stück schnell an die Stelle des bösen Ohornschen Schmarrns zu setzen, um alles vorauszusehende törichte Geschwätz zu vermeiden. Hat doch die Presse ganz Deutschlands das Stück des der allein seligmachenden Kirche abtrünnig gewordenen Chemnitzer Vielschreibers genügsam gekennzeichnet.

Sitzung der Stadtverordneten.

Gießen, 2. Mai.

Anwesend: Oberbürgermeister Meeum, die Beigeordneten Eurschmann und Georgi; die Stadtverordneten: Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Euler, Gabriel, Heichel­heim, Helfrich, Helm, Jann, Jughardt, Krumm, Löber, Orbig, Petri und Wallenfels.

Nachträgliches zum Furstenbesnch.

Der Vorsitzende gibt seiner Genugtuung darüber Aus­druck, daß der Besuch des Kaisers und des Groß- Herzogs einen so schönen Verlauf genommen habe. S. M. der Kaiser habe ihm seine Freude und Anerkennung für die hübsche Schmückung der Stadt und den herzlichen Empfang durch die Bürgerschaft ausgesprochen und S. K. H. der Großherzog habe in längerer Unterredung seinem lebhaften Interesse für die Stadt und ihre kommunalen Einrichtungen Ausdruck ge­geben, sowie seine Teilnahme an der Einweihung des neuen Stadttheaters in Aussicht gestellt. (Beifall.) Oberst v. Lindenau habe in einem Schreiben seinen Tank ausgesprochen für die weitgehende Unterstützung, die die Stadt den Vorbereitungen für die Regimentsbesichtigung durch den Kaiser habe angedeihen lassen. Das Regiment sei sehr erfreut darüber, daß die Be­völkerung der Stadt an seinem Ehrentag so lebhaften Anteil genommen habe. Das Schreiben schließt mit dem Wunsch, daß die bestehenden guten Beziehungen zwischen Stadt und Regi­ment stets so bleiben möchten. Die Aeußerung des Ober- chürgermeisters, daß dies auch der Wunsch der Stadt sei, fand lebhafte Zuftiunnung.

Der Vorschlag des Vorsitzenden, den städtischen Be­diensteten und Arbeitern, die bei der Schmückung der Stadt beteiligt waren, und bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit ihre Ausgabe rasch und zu allgemeiner Zufrieden- ijeit erfüllten, Gratifikationen von 1 bis 5 Mk. zu gewähren, fand Zustimmung. Stadtv. Gabriel wünschte als Mindest­satz 2 Mk., war aber mit dem Vorschlag des Vorsitzenden ein­verstanden, als dieser mitteilte, daß mancher Beteiligte nur einen Tag mit den Arbeiten zu tun gehabt habe und alle am Kaiser­tag selbst mehrere Stunden frei gehabt hätten.

Baugesuche.

Th. Brück hatte am Schiffenberger Weg einen Schuppen Herrichten lassen, der in mehrfacher Hinsicht den gestellten Be­dingungen nicht entsprach. Er erbittet und erhält nachträglich Dispens, zumal er sich verpflichtet hat, jederzeit auf Verlangen der Stadt den Schuppen niederzulegen.

Louis M üller hat ftühcr für den Schiffenberger Weg Bauerlaubnis für ein Vordergebäude nebst Hintergebäude er­halten und ersucht nunmehr um Genehmigung, wegen der Ma- tcrialanfuhr die Werkstätte zuerst bauen zu dürfen. Die Ver- sanrmlung stimmt dein zu unter der Bedingung, daß das Vorder­gebäude bis 1. Juli d. I. errichtet sein muß. Zur Sicherheit hat der Gesuchsteller 2000 Mk. zu hinterlegen.

Die Firma Bär und Wetterhahn will in der Bahn­hofstraße an ihrem dort projektterten Neubau einen Balkon an- bringcn, der in die Straßenfluchtlinic hineinragen würde. Es ist deshalb Dispens erforderlich, der erteilt wird. Weiter sucht die Firma darum nach, den neben dem Neubau liegenden Fuß­weg nach der Wieseck als Einfahrt für ihr hinter dem Wohn­haus zu errichtendes Lagerhaus, das auch Bahnanschluß erhält, benutzen zu können und ist bereit, zu der hierfür erforderlichen Umgestaltung dieses Weges beizutragen. Auf Antrag der Bau­deputation wird das Gesuch genehmigt unter der Bedingung, daß der jetzt sehr abschüssige Fußpfad soweit erforderlich, erhöht, auf 4 Meter verbreitert, mit einer gepflasterten Fahrbahn von 2V3 Meter Breite und einem erhöhten Fußsteig von Ihs Meter Breite versehen wird und die Gesuchsteller die Kosten tragen.

Die Eisenbahn Verwaltung will Ecke der Frankfurter Straße und des Wetzlarer Weges ein Gebäude für einen Bahn- tneister errichten. Es bedarf der Genehmigung, weil es hinter der Straßenflucht zu stehen kommen würde, der Wetzlarer Weg auf .dieser Seite nicht bebaut werden soll und der beabsichtigte Bau snur ein Stockwerk hat. Bezüglich der zwei ersten Tispens- chunkte hat die Stadt nichts einzuwenden; aus Vorschlag der Baudeputation, die in dem beabsichtigten Bau durchaus keine Verschönerung des dortigen Stratzenbitdes erblicken kann, wird aber dennoch Ablehnung. beschlossen.

( Georg Thron: will seine am Wetzlarer Weg in der Nähe der ^Kläranlage liegende Fabrik durch einen Anbau vergrößern. Der machgesuöjte Dispens, der erforderlich ist, weil das Gebäude ^außerhalb des Ortsbauplans liegt, wird erteilt.

, Die^ Firma Ernst Block hat an der Marburger Straße leinen Schuppen errichtet, der statt der bei der Genehmigung /geforderten 25 Meter nur 7 Meter hinter der Straßenfront liegt Dies wird nachträglich genehmigt, nachdem der Gesuch­steller sich verpflichtet hat, jederzeit auf Verlangen der Stadt den Schuppen zu entfernen.

Der Allg. Verein für Armen- und Kranken­pflege will an seinen: Hause in der Johannesstraße einen Au­fbau längs des städrischen Besitztums zwischen Schwesternhaus mnd Sparkasse, errichten. Der Anbau soll einen Ausgang nach Dem städtischen Grundstück erhalten, ferner würde ein Erker in das Grundstück hineinragen und ein anderer Erker weniger als 6 Meter von der Nachbargrenze entfernt bleiben. Die Stadt (erteilt als Besitzerin des Grundstücks ihre Genehmigung, da das Stück Land entweder nur als Straße in Betracht kommt oder lediglich für das Schwesternhaus, das es jetzt schon gepachtet tont, in Betracht kommt. Wegen des einen Erkers hat noch die Sparkasse ihre Genehmigung zu erteilen.

Karl T e x t o r auf der Liebigshöhe erhält Genehmigung, die weiden Wirrschastshallen miteinander zu verbinden und in Fach­werk auszubauen.

Stadtv. Löber fragt an, wie es mit dem Baugesuch-des Herrn Hellmold stehe. Der Vorsitzende erwidert, daß Herr H. Einspruch gegen den Bebauungsplan erhoben habe, der erst entschieden werden müsse.

Städtische Arbeiten und Lieferungen.

Der Bürgersteig in der M o 11 k e st r a ß e zwischen Mieseck und Grünberger Srraße soll mit Zementplatten belegt werden. Die Lieferung erhält die Firma Jean Deru u. Eo. für 2336.60 Mk.

Ferner wird beschlossen, einen Waggon fertige Fußsteig- platten nach Art der selbstfabrizierten, die sich durchaus bewährt hoben, für 260 bis 270 Mk. zu beziehen, damit die betreffenden (Arbeiten keine Unterbrechung erleiden.

Auch der Anlauf von 1600 alten Eisenbahnschwellen, Keren Preus sich ernschließlich Transportkosten auf etwa IMk. für das Stück stellen wird, findet Genehmigung.

Tie Maurerarbeiten jur die Herstellung der Weg- Uns dem israelitischen Teil des Friedhofs am Rodtberg tooren zu 380 Mk. veranschlagt Bei der Ausschreibung lief nur lein Angebot mit einer viel lwhcren Forderung ein, es wurde versucht, btlUgcrc Angebote zu erhalten und von den In­teressenten solche emgejorbert. Auf Grund der erhobenen For­derungen wird nunmehr beschlossen, die Ausführung der Ar- bett der Fjxrsa Birkenstvck und Schneider für 551 Mk. zu übertragen.

In der Goel heft raße wollen verschiedene Jnterejs-nten Elektrisches Lackst einführen. Ta dort noch kein Kabel liest, werden die hierfür, erforderlichen 1600 Mk. bewilligt.

Die GasseAus d Bach" muß, da f:e nunmehr kanalisiert ist, an die Wasserleit, ug angeschlossen werden. Die Versamm­lung stimmt dem unter Genehmigung der benötigten^ 330 Mk. zu und gibt auf Anregung der Stadtvv. Brück und Löber dem Oberbürgermeister die generelle Ermächtigung, in solchen Fällen die Wasserleitung gleichzeitig mit der Einführung der Kanalisation legen zu lassen.

Die Erneuerung des Haftpflichtverfichernngsvertrags führt zu einer längeren Debatte. Die Stadt war in den letzten 5 Jahren bei der Oberrheinischen Versicherungsgesellschaft in Mannheim versichert, doch ist der betr. Vertrag om_ 25. April abgelaufen. Sie hat 1600 Mk. Prämien bezahlt, während die Gesellschaft auf Grund der Versicherung 1580 Mk. Entschädigung zu zahlen hatte: sie hat sich außerdem bereit erklärt, den durch die Kanalisation an zwei Häusern angerichteten Schaden, der durch Vergleich mit den betr. Besitzern auf 9000 und 5400 Mk. festgesetzt wurde, zu decken, soweit er event. nicht von der von Jäger und Rumpf einbehaltcnen Summe gedeckt werden kann. Von den der Stadt nunmehr vorliegenden 23 Offerten ist im allgemeinen zu sagen, daß infolge der Kartellbildung der Versicherungsgesellschaften die Prämien bedeutend teuerer und die Versicherungsbedingungen für die Stadt viel ungünstiger sein würden. Die Prämie sei fetzt für ein Jahr so hoch, wie früher für 5 Jahre, dazu würden in Zukunft nur 80 Prozent des Schadens von der Gesellschaft übernommen und auch sonst ent­hielten die Versicherungsverträge Bedingungen, die leicht zu Chikanen gegen die Stadt und gegen die Geschädigten benutzt werden könnten. Dazu beanspruchten die Gesellschaften das Recht, 14 Tage nach einem zur Anmeldung gekommenen Unfall den Vertrag mit sofortiger Giltigkeit kündigen zu können. Die juristische Kommission schlage deshalb vor, keine neue Haft­pflichtversicherung einzugehen und die Entschädigung bei Unfällen selbst zu tragen. Dies solle in der Weise ge­schehen, daß jährlich 2000 Mk. (soviel etwa als der geringste von den Gesellschaften geforderte Prämienbetrag) in den Vor­anschlag eingestellt werden. Was hierfür nicht für Entschädigungen gebraucht wird, sott in einem besonderen Fonds für Entschädigungs­zwecke angesammelt werden. Die Kommission schlage dies außer aus finanziellen und juristischen Gründen auch deshalb vor, weil die für die Versicherung am meisten ins Gewicht fallende Arbeit, die Kanalisation, nahezu vollendet sei und die Stadt dann in der Lage sei, auch solche Fälle aus Billigkeitsgründen entschädigen zu können, bei denen sie nach dem Gesetz nicht verpflichtet sei Diesen ethischen Gesichtspunkt solle die Stadt ihren Bürgern gegenüber nicht außer Acht lassen.

Stadtv. Heichelheim hält den vorgeschlagenen Weg für bedenklich, da die Stadt hiermit ein unbegrenztes Risiko über­nehme. Jedenfalls solle man bei anderen Städten erst Erkun­digungen einziel^n.

Beig. Curschmann erwidert, dieses unbegrenzte Risiko habe man schon jetzt, denn die Gesellschaften übernähmen bloß Sachschäden bis zu 20 000Mk. Auch sei es nicht ausgeschlossen, daß die Tiefbauberufsgenossenschaft, der die Stadt als Mitglied angehöre, demnächst unter ihren Mitglieder:: eine Haftpflichtver­sicherung auf Gegenseitigkeit gründen werde, der man dann event. beitreten könne.

Der Vorsitzende weist noch darauf hin, daß man früher auch nicht gegen Haftpflicht versichert gewesen sei und bemerkt weiter, daß er bereits daran gedacht habe, auch für die Feuer­versicherung für die städttschen Mobilien eine ähnliche Einrichtung vvrzuschlagen.

Stadtv. Wallenfels spricht sich für den Eintrag der juristischen .Immission aus schon mit Rücksicht auf die Chikanen, die meist bei Schadensfällen von den Gesellschaften gemacht würden.

Stadtv. Jughardt ist der gleichen Ansicht, hat aber das Bedenken^, daß noch größere Schäden entstehen könnten, wenn alte Hauser in größerer Zahl an die Kanalisation an­zuschließen seien.

Nach einer Mitteilung des Vorsitzenden sind diese schon fast alle kanalisiert.

Stadtv. Petri ist ebenfalls für den Kommissionsanttag und bittet ferner, Stellung zu nehmen zur Frage der Mobiliar-Ver­sicherung, sei es durch den Staat, oder in Gemeinschaft mit anderen Städten. Bei unseren guten Feuerlöscheinrichtungen seien die entstehenden Brandschäden recht gering, die für die Löscheinrichtungen erfolgenden Aufivendungen kämen deshalb zum großen Teil den Versicherungsgesellschaften zugut, die hier doch recht große Prämieneinnahmen hätten.

Der Vorsitzende bemerkt dazu, daß er die Frage der Mobiliarversicherung schon mit anderen Bürgermeistern besprochen habe. Wenn mau sie einführen wolle, sei vor allem ein gesetz­licher Zwang nötig, weil man sonst nur die schlechten Ver­sicherungen bekomme.

Eine Frage des Stadtv. Helfrich, ob die Stadt in gleicher Weise wie z. B. Darmstadt vom Staat einen Teil der Auf­wendungen für Feuerlöschzwecke ersetzt bekomme, wird vom Vor- sitzenden bejaht.

Stadtv. Heichelheim äußert nochmals seine Bedenken gegen den vorgLschlagenen Modus.

.Stadtv. Krumm spricht sich dagegen für den Antrag der juristischen Kommission aus und begrüßt auch die Anregung des Stadtv. Petri.

Der Antrag der juristischen Kommission findet sodann Annahme.

Wirtschaftskonzessionsgesuche.

Sämtliche vorliegenden Gesuche werden befürwortet. Bei dem Gesuch des Ludwig Gräf für Leihgesterner Weg handelt es sich um Vergrößerung einer bestehenden Wirtschaft, bei denen des Georg Kuhl für Leihgesterner 2Beg 7, Wilh. Kaltwasser Ehefrau für Sonnenstr. 29, Albert Rappmann für Wall­torstraße 38, Karl Scharmann für Marburger Straße 34, Heinrich Schwarz für Crednerstr. 34 und Max Jaskowsky tor Lindenplatz 1 um bestehende Wirtschaften, die in anderen Besitz übergehen.

Verschiedenes.

Tie Einrichtung der höheren und erweiterten M öd chen- schule ist soweit gediehen, daß der Umzug Anfang Juli statt- finden kann. Tie feierliche Einweihung der Schule soll am 2. Juli stattfinden.

Die Klasse 5b der höheren und erweiterten Vlädchen- schule, die 56 Schülerinnen zählt, beantragt der Direktor ge­legentlich des Umzugs zu teilen. Das Kuratorium ist gegen eine Teilung im Laufe des Schuljahrs und die Versammlung spricht sich im gleichen Sinne aus.

Der Preis für Koks wird in Anbettacht der gestiegenen Stöhlen preise um 5 Pfg. für den Zentner erhöht und ebenso die Abfulwgebühr von 5 auf 10 Pfg.

Da die meisten Metzger die Vereinbarung von 1894 über die Frage, welche Tiere bei der Oktroiberechnung als Ochsen und welche als Stiere anzusehen sind, gekündigt haben, wird be- schlossen, Tiere von über 450 Kilogramm Gewicht als Ochsen und weniger wiegende als Sttere zu behandeln.

Die Rechnung und der Verwaltungsbericht für 1905 wird zur Vorberatung der Finanzdeputation überwiesen; den Vorsitz bei der Prüfung wird das dienstälteste Mitglied Emmelius führen.

vermischte».

* Maiwinter in Tirol. In Nordtirol kommen be­deutende Schneefälle vor. Im Zillertal wurden arge Schäden, angerichtet und große Strecken vermurt. Im Puslertal lieg! der Schnee in höheren Lagen meterhoch. In Schlauderä sind die Obstkulturen vernichtet. Bei Prettau und Sillian füll große Lawinen niedergegängen.

* Ein entsetzliches Brandunglück. 91 u5 New- Pork wird gemeldet, daß ein furchtbarer Braud bei Gebäude des Lotus- Frauenklubs in Chicago zerstörte. Ter Brand wurde erst während der Mittagszeit bemertt, während viele Damen chren Lunch dort einnahmen. diejenigen, welche

in den oberen Stockwerken saßen, wurden durch b t e- Flammen abgeschnittten und mußten aus den Fenstern springen. Die meisten fielen inS Sprungtuch der Feuer­wehr, doch gerieten einige daneben und blieben beim Auf­schlagen auf das Pflaster mit zerschmetterten Gliedern liegen. In den unteren Räumen brach eine Panik aus, so­daß die Frauen einander schlugen und traten, um in ihrer Angst rechtzeitig zu entkommen. Sieben kamen umS Leben uud etwa vierzig wurden in dem Gedränge verletzt.

*Kindersegen"! Einem Straßenwart in Nußbach in Baden wurde das fünfundzwanzigste Kind geboren. Die Mutter, seine zweite Frau, die ihm 14 Kinder schenkte, starb kurz nach der Geburt, erst 43 Jahre alt. Aus erster Ehe stammen 11 Sprößlinge. Der vielfache Vater ist 62 Jahre alt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Reduktiv dem Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.)

Soviel wie bekannt ist, soll anläßlich des diesjährigen Jubi­läum s f e st e s der Universität irgend eine Drucksache als Erinnerung zur Ausgabe konuneu. Wäre es vielleicht nicht an­gebrachter und idealer, eine M ü n z e etwa aus Bronze zu prägen? Tie Münze könnte die Größe eines Zweilnarkstückes er­halten und vielleicht auf der einen Seite die Köpfe des Landgrafen Georg und des jetzigen Großherzogs Ernst Ludwig mit der Um­schriftRectores magnificentissimi 16071907, auf der anderen Seite könnte etwa die charaklerlstischeAnsicht von Gießen", als HintergrundGleiberg und Vetzberg", erscheinen.

Eine solche Münze würde wohl eher ein Erinnerungszeichen vorstellen, als eine pavierne Drucksache.

Es wäre wohl für en: Privatunternehmen nicht viel Risiko, solcheErinnerungsmedaillen" airzufertigen, da dieselben jedenfalls genug Abgang haben werden, vorausgesetzt, daß die Prägungen scharf sind.

Wrchttche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Hottesdieng.

Sonntag, den 5. Mai 1 9 0 7, Rogate: In der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Zugleich Christenlehre für tue Neukonfirnnerten der M atth äus- gemeinde.

Vormittags 9 V. Uhr: Professor D. E ck.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkwche für die Markusgemeinde.

Pfarrer Schwabe.

In der JohauneSktrche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der! I o h a n n e s g e in e i n d e.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Euler.

Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.

Pfarrer Euler.

Donnerstag, den 9. Mai, Himmelsahrtssest.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer Schwabe.

In der Iohauueskirche.

Vormittags 9x/2 Uhr: Pfarrer Euler.

In der alten Fricdhofskapelle.

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Der Evangelische Jünglings- und Männer- v er ein (Vereinslokal Kirchstr. 9) hält wöchentlich folgende Ver­sammlungen ab:

Montag abends 8 Uhr: Unterbaltungsabend.

Donnerstag abends 8*/2 Uhr: Bibelslunde.

Freitag abends 8 Uhr: Posalinenstunde.

Samstag abends 8 Uhr: Versammlung der älteren Mitglieder.

Sonntag abends 8 Uhr: Vortragsabend.

Gäste sind jederzeit willkommen.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 4. Mai 1907:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhett zur heil. Beichte.

Sonntag, den 5. Mai 1907,

5. Sonntag nach Ostern:

Vornuttags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.

, um 7 Uhr: Die erfte heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.

k um 9V2 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2V, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

Tienstag und Freitag abend um 6'/, Uhr :st Maiandacht.

Telefonische

des Giessener Anzeigers, mitg< und Industi

Frankfurter Hör»

3ZL°/» Beichsanleihe . . 95.40

3-6 do. . . 83.95

3^°/o Konsols .... 95.45 3% do.....83.95

3>$°/o Hessen . . 93.70

3^°/o Oberhessen ...--

4% Oesterr. Goldreute. . 99.25

4VsOesterr. Biiberrente 99.80 4% Ungar. Goldrente . . 94.50

4% Italien. Reute . . . 102.b0

3% Portugiesen Serie I . 67.00

3% Portugiesen III 68.70

4 J^°/o russ.Staatsanl. 1905 91-bJ

4>$u.o japan. Staatsanleihe 93.05 4% Conv. Türken von 1903 94 00 Türkenlose ... . - 142.60

1% Griech. Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier 86.25 3°/o Mexikaner . . . 65.00

4>i°/o Chinesen .... 96.95

Aktien:

Bochum Guss..... 228.70

Buderus E. W ....

Tendenz: fest.

Berliner Börse, 3

Canada E. B......176.20

Darmstädter Bank . . . 132.80 Deutsche Bank .... 229.00 Dortmunder-Union C. . . 78.60 Dresdner Bank ....

Tendenz: fast ruhig.

Kursbericnte

teilt von der Bank für Bandel ie, Giessen.

e. 3. Mai. 1.15 Uhr.

I Elektnz. Lahmeyer . . . 127.50 tflektriz. Schuckert . . . 112.95 Eschweiler Bergwerk . . 233 10 Gelsenkirchen Bergwerk . 200.20 Hamburg-Amerik. PaketL 135.50 Harpener Bergwerk. . . 209.25 Laurahütte...... 230.00

Nordd. Lloyd.....122.50

Obeischles. Eisen-Industrie 114.10 Berliner Haudelsges , . 156.50 Darmstädter Bank 132.90 Deutsche Bank . . . 228.80

Deutsch-Asiat Bank . . 171.50 Ditikunto-Kommandit. . . 173.00 Dresciner Bank . . . 144.70 Krecitnktien..... 208.00

Baltimore- uud Ohio-

Eisenann . . . 99.00

Gottnarübahn . . . .

Lomoara. Eisenbahn . . 24 00 Uescerr. Staatsuanu . . . 146.30 P nnce-rienri-Eisen b ahn . 140.50

. Mai. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 209.75 Laurahütte .... 230.00 Lomoarden E. B. ... 24.00 Nordd. Lloyd.....122.50

1 erbenlose . ... 142.50

iS er kategorische Imperativ

für die Zeit des Uebcrgangs zur besseren Jahreszeit lautet: Nehmt «;-ays ächte Sodener! Gerade jetzt muß man sich dovvelt vorsehew denn gerade jetzt iiub Erkältungen des Halses und der Bronchien, die leicht chronisch werden, v>S ungemem häufig. Man beugt solchen Erkältungen vor und man bekämvu vorhandene Erkältungen durch den Gebrauch fcaa von Fans achten Sodener Atineral Pastillen, die mm: für

85 Pjg. in aucn Apotheken, Drogew oder Attneralwaffer- handlrmgen taufen kann. hv*7u

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