"WohnnnqSrevision. Ter städtische WobmmgS- mfpektor hot mit der Revision der Alietwohnungen, Schlaf- rfimne und Schlafstellen begonnen. Wir machen die Vcr- mietet derartiger Räume darauf aufmerksam, daß, soweit eS noch nicht geschehen ist, die alsbaldige Anmeldung bei den, Polizeiamt zu gescheben hat, wo auch die notwendigen Formulare zu erhalten sind. ES wird ausdrücklich darauf auf- merksain gemacht, daß diese Anmeldung neben der üblichen Anmeldung des UinzugS, Anzugs oder Wegzugs zu erfolgen hat. Wird durch den Wohnungsinspektor die Unterlassung der vorgcschriebenen Anzeige festgestellt, so ist Bestrafung zu befürchten. Im übrigen verweisen wir auf die Bekanntmachung deS Polizeiamts im amtlichen Teil und insbesondere auf den Art. 5 der dortsekbst abgedruckten Bestimmungen.
"Dieevangelisch-christlicheLiebestätig- keit in Hessen belief sich im Jahr 1905 insgesamt auf 693100 M. ES wurden auS den Gemeinden aufgebracht für: äußere Mission 49 836 M., innere Mission 45161 M., Gustav Adolf-Verein 41867 Dl., evang. Bund und evang. Bewegung in Oesterreich 21 034 M., Elisabethenstift (27 983 M.) nnb Diakonissenstationen 80557 M., Anstalten des Dekanats (Krankenpflege, Erziehungsvereiu) 6 359 M., besondere mildtätige Vereine nnb Vereine der Pfarreien 66 455 M., sonstige christliche Vereine und Unternehmungen 12 777 M., für besondere Mißstände 18 792 M. Tie allgemein erhobenen Kirchenkollekten erbrachten ohne die Neujahrskollekte 34 260 M. und zwar für äußere Mission 6582 M„ bedürftige Gemeinden des Inlands 4709 M., ausländische Diaspora 4790 M., Lutherstiftiing 4070 M., innere Mission 3888 M., Gustav Adolf-Verein 4872 M., für eine bedürftige hessische Gemeinde (Würzberg) 4422 M. und die Kaiser Wilhelm- Stiftung 927 M. Die Opfer und Gaben für die Ortsarmcn beliefen sich auf 90435 M. und die sonstigen freiwilligen Lcisinn- zen für kirchliche Zwecke auf 225 567 M. In der letztgenannten Summe sind enthalten 32 981 M. nicht für die armen bestimmte Kirchenopfer, 104 440 M. für die Kirchen und Pfarreien, 38 544 9N. für kirchliche Vereine zur Hebiing de§ Gottesdienstes, 44 178 M. für Vereine zur Förderung des Gemeindelebens und 5424 Dl. außergewöhnliche Posten.
*• Diplom-Ingenieure. Folgenden Oberhessen wurde im Stildienjahr 1905/06 von der Technischen Hochschiile zu Darmstadt der Grad eines Tiplom-IngenieurS erteilt: Franz Reinhardt aus Gießen (Maschinenbaufach), Wilhelm Kurz anS Lauterbach (Elektrotechnisches Fach) und Wilhelm Kröm» melde in auS Schlitz (Chemisches Fach). AuS benachbarten preußischen Gebietsteilen wurden Diplom-Ingenieur: LomS Hofmann auS Biedenkopf, Otto Len Hartz aus Lützellinden und Ruppert Schneider miß Herborn und zwar alle drei ,im elektrotechnischen Fach.
** Leipziger Sänger. Daß dieser Name zugkräftig ist, wird schon dadurch bewiesen, daß eine Anzahl solcher Konzert» gescllschastcn sich ihn zugelegt aht und mit dem Namen sich volle Häuser verschaffen, ohne diesen durch ihre Leistungm gerecht zu werden. Bei Eyle'S Leipzigern ist das etwas ganz anderes. Urgemütlich ist es bei ihnen und urfidel. Anstößige Varitecwitzc kennen sie nicht. Fließt auch mancher Kalauer unter, so bieten sie doch im großen und ganzen recht urwüchsigen Humor. Auch den ärgsten Griesgram bringen sie zum Lachen, ob er will oder nicht. Auch in Gießen hatte Der Name seinen guten Klang nidjt verfehlt, und der große Saal im Neuen Svalbau war dicht besetzt. Keiner war nach Schluß des Konzerts enttäuscht, vielmehr wurden alle Erwartungen übertroffen und begeisterter Beifall lohnte jede Nnminer. Mit einem originellen Melodienpotoonrri eröffnete das treffliche Quartett Schmidt—Ludwig—Mühlau— Steiner den Abend, a’n dem cs uns noch durch zwei weitere Vorträge erfreute. Für den heiteren Teil sorgten am besten die Herren E»le und Mühlau, zwei erstklassige Komiker. Jener hatte ■nanicnflicb mit seinen „Reiseerlebnissen" eine glänzende Wirkung. Schier zum Totlachen war aber Mühlaus ,.Brautschau" wie sein „Stabstrompeter". Sogar al» flotter Fanfarenbläser stellte sich dieser Herr uns vor. Ter größte Erfolg des Abends ist aber Herrn Iebben, dem Damenimitator, zuzuschreiben. Mehr noch als durch seine Stimme mirtte er durch sein ganzes Auftreten, das von dcm eines echten Backfisches taiun zu unterscheiden war. Uebcr die beiden Einakter ist nicht viel zu sagen, da sie inhaltlich ganz wertlos waren. Höchstens lönnten die guten schauspielerischen : aingen der Herren Iebben, Mühlau und Steiner hervorgehoben werden. Unangenehm empfunden wurden die Storungen, die einige iunge Herren fortgesetzt verursachten und die ihnen zuteil gewordene ofjentlidte Zurechtweisung war wohlverdient.
X AuS dem Ohmtal, 27. Febr. Während in früheren Jahren die Lerchen gewöhnlich schon zu Anfang Februar zurückgekehrt waren, sind sie diesmal jetzt noch nicht zu bemerken. Richt selten waren diese Frühlingsboten jo früh da, daß sie hernach durch die Unbilden des Winters in die größte Rot gerieten, in die Nähe der Dörfer flogen und auf Futterstellen Nahrung gereicht bekamen. Der letzte Schneefall hat den Raubvögeln manch Rebhuhn in die Krallen geliefert. 9lid)t selten findet man selbst /in der Nahe dec Straßen die Reste aufgefressener Rebhühner. Die beim Schluß der Rebhühnerjagd noch recht zahlreichen Ketten sind inzwischen |iaif dezimiert worden.
§ Lardenbach, 27. Febr. Haus und Hofreite deS hiesigen, kürzlich verstorbenen Gastwirts und Postagenteu Melchior hat K. Diehl III. von Ruppertenrod um den Preis von 10 500 Mk. käuflich erworben. Der neue Besitzer will die Gastwirtschaft fortführen, ebenso die Postagentur. Sicherem Vernehmen nach soll demnächst hier eine Post- oeuDaltung errichtet werden, da die Pojtagentur zur Bewältigung des Verkehrs kaum ausreicht.
— Niederkleen, 27. Febr. Zur Zeit zeigen sich in den Waldungen von Glieder- und Oberkleen (Ausläufer^des Taunus) zahlreiche Wildschweine. Einige dieser Ziere wurden bereits in den benachbarten Waldungen von Brand- obernborf erlegt. Gewiß iii diese für unsere Gegend seltene Erscheinung den im höheren Gebirge niedergegangenen großen Schneemassen zuzuschreiben.
X Merlau, 27. Febr. Bei den fast überall zur Ausführung kommenden Wasserleitungen ist die Erwerbung von guten Quellen oft mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Für manche Städte und Dörfer könnte es deshalb von großem stutzen sein, sie auf die Quellen bei Merlau hmzuweisen. Das Quellengebiet befinbet sich in der Umgebung des früheren Schlosses. Durch die Quellen konnte in früheren Zeiten dieses Schloß als eine wirkliche Wasserfestung gellen. Wenn man heute noch die Spuren von dem Schloßgraben und den vielen Teichen, die um das Schloß Herumlagen, betrachtet, so kann man sich eine Vorstellung von der Stärk, dieser Quellen machen; denn ivelch eine Wassermenge mag rrforderuch gewesen sein, um die Teiche im Sommer auf ihrem Wassersiand zu halten. Heute holen noch viele Be
wohner von Merlau ihren Bedarf an Trinkwasser an diesen offenen Quellen. W ' in früheren Zeiten durch die Erbm ug beS SchloffeS als Wafferfestunq die Quellen zu diesem Zwecke benutzt waren, so könnte auch heute dieses Waßer zu nützlichen Zwecken verwendet werden.
§§ Auö dem Vogelsberg, 27. Febr. Dom Eisen, bahnbaukomitee Ulrichstein wird neuerdings emsige Tätigkeit entfaltet, da zu dem Eis en bahn Projekt Mücke — Ulrich- ’t ein immer wieder neue Pläne heroortreten, die das Grundprojekt der Obmtal-Bahn auS feiner zueri't projektierten Richtung immer weiter hinauSdrängen. Hoffentlich wird bald von maßgebender Seite die endgültige Richtung der projektierten Bahn festgelegt.
(-) Wetzlar, 25. Febr. Tie Generalversamm- lung deS KreiS-KriegerverbandeS Wetzlar tagte gestern nachmittag im .Römischen Kaiser" hier. General Kastendyk-Braunfels begrüßte als Vorsitzender den Landrat Dr. Sartorius, sowie die zahlreich erschienenen Vertreter der einzelnen Vereine. Er überreichte sodann an 13 Vorstands- Mitglieder, die mehr als 20 Jahre in ihrem Verein als Vor- sitzende ober Schriftführer gewirkt haben, je ein oom Preuß. LandeS-Kriegerverband gestiftetes Bild vom Kyffhauserdenkmal. Wie der VerbandSrechner, Gymnasiallehrer Clooß, mit- teilte, zahlt der Verband in 65 Vereinen 3173 Mitglieder, nnb das Kapitalvermögen betrug am 31. Dezember 1906 2008 Mk. AuS Anlaß deS günstigen Kapitalstandes sollen für die Folgen auS deßen Zinsen die Beiträge zur Schmückung der Kriegergräber entnommen werden. Im abgelaufenen VereinSjahr wurden für Kameraden und Witwen von solchen 1126 Mk. an Unterstützung gemährt. Erne in der Ver- faminlung vorgenommene Tellersammlung zum besten der Knegerwaisenhäuser ergab den Betrag von 14,55 Mk. Professor Prenzel wies zum Schluffe noch auf.die Sterbekaffe des deutschen Kriegerbundes hin. Mit einem begeisterten Hoch am das gatcilanb mürbe bet Hncqcrlag gefcfyloficn.
Sitzung des Provinzial-AusschuffcS.
Gießen, 2,. Febr. 1907.
Wilhelm Lein ju Klein-Linden hat um die Erlaubnis znm Betrieb einer Kaffee- und Schankwirtschaft in dem Hause Frankfurterstraße Nr. 57 in Klein-Linden nachgesucht. Der Gemeind.'rat von Klein-Linden verneinte die Bednrfnissrage und der Kreisansschuß lehnte das Gesuch iocgcu mangelnden Bedürfnisses ab. Der seitens des Anwalts des Gesuchstellers hiergegen verfolgte Rekurs war erfolglos, indem anch der Provinzial-Ausschuß ein Bedürfnis nicht anzuerkennen vermochte.
Die Klage des Ortsarmen Verbandes Gießen gegm den Ortsarmenverband Queckborn wegen Unterstützung des Heinrich Schmidt VIII aus Queckborn kam auf Antrag heute nicht zur Verhandlung.
Der Straßengraben läng? der K r e i s ft r a ße F a u e r- bach — Dorheim bildet seit dein Fabre 1896 den Gegenstand von Beschwerden der Anwohner. Im be'onderen beschwerte sich Wilhelm Born von Fauerbach darüber, daß das Wasser seines Brunnens, durch Durchsickerungen, die auf den vernachlässigten Zustand des Grabeno zurückzuführen seien, verunreinigt werde. Das Großh. Kreisamt veranlaßte zunächst eine Untersuchung. Hiernach soll der Graben auf der dem Born schcn Hause gegenüberliegenden Seite durch das fortgesetzte Ausheben der Verschlammung nach und nach so vertieft worden sein, da» eine Durchsickerung des Grabeninhaltes nach einer ungefähr rechtwinklig unter dem Graben und unter der Born'schen öü|reite herziehenden alten Drainageleitung stattfinde; das Schmutzwai 't folge dann Der Trainagelettung und sickre von da nach dem uniniilrlbar daneben licgeiiben Born - sch en Brunnen. Ta die Stadt Friedberg die Vornahme der zur Abhilfe vorgeschlagenen Arbeiten abicnntc, machte das Kreisamt Friedberg dem Kreisauöschuß Vorlage, der dahin entschied, daß der Stadt Friedberg die Verpflichtung obliege, einer Verunreinigung d.s Brunnens Duru) näher bezeichnete Maßregeln ö0T;nbeugrn. Gegen diesen Beschluß beriolgtc die Großh. Bürgermeisterei Friedberg Beschwerde an den Provinzial-Aussckmß mit dem Antrag, den Kreis Friedberg zur Unterhaltung des Grabens mit anstoßendem Kanal zu verurteilen. Ter Ärooinzial-2Uisfchnß ließ durch eine Kommission an Ort und Stelle Einsicht nehmen, worauf die Sache am 7. Moember 1906 in öffentlicher Sitzung verhandelt wurde. Eine Entsckieidung erging jedoch noch nicht, da man es für zweckmäßig hielt, die Rechtskraft eines wegen Unterhaltung des wag lickten Grabens am gleichen Tage getauten Urteils abzuwarten und gleichzeitig durch Erhebung eines Gutachtens des awmischen Untersuchungsamtes weiteren Beweis darüber zu erheben, ob und inwieweit die Verunreinigung des Brunnens am die Schadhaftigkeit des Grabens zurückzuführen sei. Nach diesem Gutachten ist die Frage nicht ohne wetteve Untethuchungen mit Sickwrheit zu bejahen. Nach dem inzwischen rechtstraftig gewordenen Urteil in der anderen Sache, wurde heute Entscheidung dahin verlandet, daß der Beschwerde der Stadt öriebberg itartjugeben und der angefochtene Beschluß des Äreis- ausschusies aujzuheben sei.
Zur Verbretterung der Schellengasse irr Alsfeld war u. a. aud) der Erwero eines etua.es Hoireilc der Fran Augustc Bücking zu Alswid crioroertid). Da sich eine gütliche Einigung mit der Eigentumerin nicht erzielen ließ, stellte die Grotzh. Bürgermeisterei Alsseid Antrag aut Enteignung bei dem Grotzh. Kreisamt ^llsjeld. In der vor der Lokaltomimssion alsdann angesetzten Tag,ahrt war die Eigentumerin nicht vertreten, weshalb unterstellt wurde, daß sie das Angebot der Stadt an- nehme. Nachträglich lief jedoch ein Schri,tsatz des Vertreters der Eigentumerin ein, in dein dieser für jein Fehlen eine Reihe von Gründen angab, und ißicb.'tcinfeöung in den vorigen Stano beantragte. Das Großh. Kreisamt brachte die Alten bet dem ProvinziabAusschuß in Vortage und sprach sich gegen den Antrag des Anwalts Lius. Nach seinerzeit avgehaitener öijeniiichcr Verhandlung entschied biejer dahin, bau die Eigentümerin mit ihren Anträgen und Einwendungen ausäuschließen sei, und sprach die Z u lä s s i g k e i t der Enteignung aus.
Kmift unfc Wissenschaft.
Josef Lewinsky -f. In Üliun ist am Mittwoch einer der Veteranen des Hofdurgtheaters, Zojef Lewinsky, gestorben. 49 Fahre hindurch hat der grobe Kunsller, der em Aller von 71 fahren erreichie, der Burg'angehört: 18u8 ließ Laube ihn als Franz Atoor devuiieren; drei Jahre jpaier erhielt er einen leben», länglichen Stoimati, den nun der Tod gelblt hat. Lewinsky war ui der Tat Diejenige „erste Krack im Ehaiatiersach', als die ihn Laiibe bezeichneie. -ceiue Figur und fein Organ ivaieu dinchans Nicht veckecheiid; aber feine große cd}au»pieltun|t, jeme glanjenben gelingen ivaben, jeme Sprechlunst liegen diese liiangel voülümmen verschwinden. Sein Franz Moor, piathan, Shylock, Pleister Anwn mären Ptuiterleistungen.
Gerichtssaal.
— Ein Duell un Tegeler porst be: Berlin zwischen dein Cberleumant 2)1 ü 11 e r und Dem Leutnant v. Mapp, Das vor einiger Zen ua.tiaiiD, beschämgie in Der Berufungsinstanz Das Ober-Kriegsgerlchl Des 3. Arrneeloips. BLahren^ sich Lber- leutnani Al. bei Dem auf Drei H'ionaie Fe,iung lauienDeu Uneil Des Kriegsgerichts beruhigte, hatte Leutnant v. K., Der zu einem iahre Festung verurteilt rnoiDen mar, bei Dem Lber-Knegsgei:cht Berufung eingelegt. Tas Urteil lautete Diesmal am vier T.onate Festung. Fn Der ei'":en Verhandlung vor Dem Kriegsgericht hatte v. K. btc SlcuBcrmig getan, Dan er lchließltch weiter nichts zu tun haben m u r D c, als 1 ichm11 anderen zu fchIeßen, men» er sich wegen aller Der grauen, mit Denen r verkehre. Duellieren müsse. Zn der Begründung des
Urteils des Obkr-Kriea-aerickck^ winde dervoraeboden, daß die Aenßerima des 2lnaetlagten Minverständn^s bervoraenJen habe, v- K. bade iaac» wollen, inenn er sich wegen jrber Fran, die er kenne, iducBcn wolle, so könne er weiter nichts nm, als Duelle an-5'echten.
Stuttgart, 26. Febr. Wegen Eni'chleovuna der M a u l - und K l a n e n i e n ch e in-' Cberamt Sentkirch bat der Minister deS Innern die Einsnbr und Turcbhihv von Rindvieh und Ziegen ans der Schweiz bis auf weiteres verboten.
N»cteoroloyist1te
bev Station (»ließen.
Höchste Temperatur am 27.-28. Februar — 4- 7,1'0.
Niedrigste . , , 27.-28. , « 2,5 * 0.
Februar 1907
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur Der Luck
Abiolute Feuchtigkeit
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NW
2
- e
lCird)lid>e Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
In der Ltadtkirchc.
Freckag, den 1. März, abends 6 Uhr: 8. Passion-. anbad)t Pfarrer D. Schlosser.
Israelitische ReligionSgcscllfchaft.
S a b b a t i e i c r am 2. März 1607:
Freitag abend 5.30 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 6.50 Uhr.
Wochengotleedienst: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr.
Israelitische RcligioitSgemciude.
Hottesdienil in der Synagoge (Südaulage).
SamStag, den 2. Al ärz 190 7.
Vorabend 0.00 Uhr.
Alorgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 8.30 Uhr. Lchrifterklärung.
eabbalauegang 6.5» Uhr.
Kandcl.
** Tie Franksurter Hypothekenbank hatte 1906 einen Reingewinn von 2 721 915,24 Alk. zu verzeichnen. Der am 3. April d. Js. flatlfinbenDcn WcnccalDcriammlung ivird oorge» schlagen nach dem Statut 272 191,52 Alk. dem a. o. Reservefonds, ferner weitere 127 808,4b Alk. dem außerordentlichen Reservefonds und lOu 000 Mk. der Jmmobilienreserve ztr überiveisen. Ferner soll eine erste Dividende von 4 Proz. und eine weitere Dividende von 5 Proz. ausbezahlt luerben, zusammen 9 Proz. — 1 800 000 Alk. Der Pensionsanstalt sollen 50 000 'Ml. überwiesen tverden, wahrend an Tantiemen des Atü sich tSr als 159 972,37 Alk., an Tantlsmen des Vorstands 87 984,80 Alk. und an Vergütungen an die Beamten 67 000 Pik. ausziizahlen sind. Unter Berücksichtigung des (tieminn- vorlrages auS 1905 (379 144,25 Alk.) sind demnach 436 102,32 Alk. auf neue Rechnung zu übertragen.
Berlin, 26. Febr. Heute sand die Sitzung deS AuffichlS- raleS der D i s ko n t o - G e s e l l sch a f t statt. Der Bruttogewinn stellt sich auf 26 766 105 Mk. (gegen 26 287 086 Mk. i. ßj.) nnb der Reingewinn auf 18845221 Mk. (gegen 18419753 Mü i. V.). Auf Grund der von der Bilanz-Revisions-Kvmmission Dorgeitommenen speziellen Prüfung erklärte sich der AuffichrS- ral mit dem Anträge der Geschästsinhaber einverstanden, für das Jahr 1906 eine Dividende von 9 Proz. auf das Komman- diitapiial von 170 000 000 Mk. (gegen 9 Proz. Dividende i. V.) in Vorschlag zu bringen. Es wird eine lleberweisung von 150 000 Mark an die mit einem Vermogensbestanve von 4 306 762 Mk. abschließende David Han.'einaimsche Peniionskasse für die Singe» stellten des Geschäfts beantragt. Die allgemeinen (gesetztickpm) Ute)einen und C/ic besonderen Reserven belaufen sich insgesamt auf 57 592 611 Mk. und find im Verhältnis zum Kommandit- lavital von 170 000 000 Mk. ftatuiarifd) nicht weiter -u er-* hohen Nach Einstellung der Gewinnbeteiligungen mit 1789 474 Mark und der Tantiemen mit 447 368 Ml. find auf neue Rechnung 1 158 379 Mk. vorztttragen. Die Generalversammlung zur Feststellung der Bllanz wird auf den 25. März einbetufen werden.
Märkte.
Limburg a. d. L., 27. Febr. Fruchtmarkt. Durch» jchiiittsprerse pro Blatter. 9toter AZeizen (Nassauischer) 00.00 Mk,, iveißer Welzen 00.00 Blk., Korn 12.70 Mk., Gerste 00.00 pa>er 0.00 Bit. Erbsen 0.00 Mk., Karioßeln O.üO 'Mk.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Handel und inüUBirie. Giessen.
Frankf urter Börne
31L"/, Beicbsanleihe . 97.40
6% do. . . «o.öU
Konsols .... 97.50 6% do.....86.00
3>4°/e Hessen . . . . 96 35 u^su/6 Üueruessen . . . 95.5o 4 y-o Uesierr. Uoldreute. . 9ti.7o 4‘/896 Uesterr. biiberreute 100.00 4 o Ungar. Uuldrente . . 95.4a 4% Italien. Reute . . . — 3?o Purtugieseu Serie 1 . 69.30 3% Portugiesen „ 111 7u.lö 41»v/e rus;.bluatsaul. 190«? ’JLöb 4>6 0 japau. itaateauleihe 92.7u 4 Cvuv. ItlrKeu von luu3 9o.9 liirkeiiiuse ... . . 146.0.
1% Unecb. Houopol-Aul. 51.75 4% äussere Argentinier . 87.30 uv/0 liexiaauer . . 66.7u 4/»\# cbiuesen .... 97.85
Aktien :
b och um Gus»..... 235^u
tiuaerus L. W .... 122.uu '1‘eudeuz: ruhig.
berliner Börne, 28.
28. Februar, 1.15 Uhr.
Elektnz. Lahmeyer . . . 137.20 .Elektnz. Schuckert . . . 115.00 hschwellet Bergwerk • . 242.00 Uelseukirchen Bergwerk . 206
Hamburg - Amerik. Paketi. 148.40 liarpeuer Bergwerk. . . 217.75 Lauraiiütte...... 237.75
.\urdd. Lloyd.....128^0
Ubeischlcs. Eiseu-Iudostrie 113.30
Berliner Handelsges . 169j50
Darmstädter Bank . . . 136.50 Deutsche Bank . . . 242.20
Deutsch-Asiat Bank . . 171.40 Diakuutu-Kommandit. . . 181.80 Dresdner Bank . . . 155.50 Kifcdituküeu.....213.70
Baltimore- und Ohio-
Biseulaüu . . . 112.80
uouuaidbalui ..... —.— Lum bald. Usenuahu . . 29.75 uesterr. äiaateuaiui . . . 146.90
rruice-Heun-±.uicuüahn . 141.<5
Februar. Anfangskurse.
Cauada E. B......185.6«)
Darmstadter Bank . . . 136.0
Deutsche Bank .... 241Jk Dortmuuder-Lmou C. . . bz.lu Dresauer Dank . . . 155.lv
lendens; ruhig.
Harpener Bergwerk. . . 217.20
..aurauütte .... 237.75 .ouibarueu £. B. ... 29.75 .\ordu. Lloyd.....127^0
l ur».ealuse . ... 145.70
■richtete kleine
hluatr, geheizte
■rridorc. Sory
IM!.!..!..«. Kranke. Warme geeehOtzte
Vf interKlir Tur am SOdal'hnnze des Taunus Bi
lieh eiir.' I Spezial'
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0s if. Scbulze-ÜHhley*.*, Mer^enarzt.
Sanatvrium Hof heim .m Taunus. WMWWW


