-usarMen, auf welchem sich vier Personeit befanden. Der Wagen wurde zertrümmert, drei Personen' tödlich, die vierte sehr schwer verletzt. Das Automobil setzte in rasendem Tempo leine Fahrt fort, vhny sich .um die Verunglückten zu kümmern.
Der Dampfer M a u r e L a n i a, der am 24. ds. Mts. in NewUevk eintraf, hat die Ueberfahrt in fünf Tagen fünf Stunden 10 Minuten zurückgclegt. Die Durchschnittsgeschlvindigkeit bc- tmgt 22,21 Knoten.
Kmift «nv Wissenschaft.
—■ Pro f essor Heinrich Dernburg, der bekannte Lehrer des bürgerlichen Rechts an der Universität Berlin, ist, wie uns ein am Samstag nacht eingetroffenes Telegramm meldete, gestorben^ In Dt a i n z war Dernburg am 3. Mürz 1829 geboren. Seine Studien führten ihn nach unserem Gießen und Berlin. Er begann feine akademische Wirksamkeit 18bl in Heidelberg. Schon nach drei Jahren außerordentlicher Prosessor, wurde er bereits 1855 Ordinarius in Zürich als Sechsundzwanzig- jähriger. Von Zürich kann er 1862 nach Halle. Nach Berlin wurde er 1873 als Nachfolger Rudorfss auf den Lehrstuhl des Pandektenrechts berufen. Unter seinen Werken stehen in erster Reihe die dreibändigen Pan.oelten, bereit 7. Auflage unter Mitwirkung des Gießener Professors Biermann, des Schwiegersohnes von Dernburg, bearbeitet wurde. Nicht minder ge- fchätzt ist sein Lehrouch des preußischen Privatrechts und der Privatrechtsnormen des Reiches. . Dann war cs ihm auch vergönnt, das neue Gesetzbuch in einem großen Werke systematisch zu behandeln i „Das bürgerliche Recht des deutschen Reiches iinb Preußens h fünf Bünde, von denen einzelne in mehreren Auslagen vorhanden sind. Ter Staatssekretär Dernburg t>r ein Reffe des Veritorbenen.
— Theodor Bertram f. In Bayreuth hat am 21. Nov. der bekannte Kgl. pieuß. K a m m ersänger Bertra m vermutlich in einem Anfall von Geistesstörung Selbstmord begangen. Theodor Bertram litt feit dem Tode seiner dritten Gattin, die
bei dem Untergang des Dampfers „Berlin" am 21. Februar d. Js. ertrank, während er selbst durch einen Zufall dem Tode entgangen war, unter einer starken seelischen Depression. Auf den Rat seiner Freunde zog er vor 5 Wochen nach Bayreuth, da man glaubte, die Stille dieser Stadt würde auf seine Nerven wohltuend wirken. Lor 8 Tagen kehrte Bertram plötzlich nach Berlin zurück. Seine Freunde überredeten ihn, wieder nach Bayreuth zurückzukehren, was er auch tat. Bor zwei Tagen schrieb er nach Berlin, daß er plötzlich an völliger Schlaflosigkeit leide. Er tötete sich, vielleicht beeinflußt durch die Stinimuiig des Totensonntags, im Bayreuther Bahnhofs-Hotel durch einen Schutz in die Schläfe. Er war sofort tot. — Nach anderer Meldung hat er sich im Hotel an offenen! Fenster erhängt. Alan vermutet, daß der Künstler uach voraiisgegangener Trunkenheit den Selbstiiiord verübt hat. — 1869 in Stuttgart geboren, als Sohn des Prof. H. Bertra,n vorn Konservatoriiim der Musik, erhielt der gefeierte Sänger feine musikalische Ausbildung durch den Later. 1904 verheiratete sich Bertram mit der berühmten bayr. Kauiinersängcrin, Frail MoraifOlden, die ehemals Mitglied der Leipziger, Münchener und Franliiirter Oper ivar.
" Mär k t c.
ic. Frankfurt a. M., 25. Nov. (Orig.-Telcgr. des „Gießen. An;.") Anitliche NolieriUigen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 22 25—00.00, Knrhcssiscber Mk. 22.25—22.50, La Plata Alk. 25.50—27.00, Kansas iMk. 25.50—27.00, Roggen (hiesiger) Mk. 20.50—20.75, Gerste (Metterauer) Mk. 20.75—21.75, Franken- selber Alk. 21.00—22.50, Hafer 18.25—19.25, Alais Alk. 16.75—17.00. Weizenmehl Alk. 35.00—36.00, 00—00, 2. Oualität Alk. 33.2c> bis Alk. 33.75, 3. Qualität Mk. 32.25—32.73, Roggenmehl 0
Alk. 31.50—32.00,1.Qualität Alk. 30.50—31.00, Weizcnkleie Alk. 11.50 bis Alk. 12.00, Zioagenkleie Alk. 13.25—00.00, Maiskeime Alk. 00.00 bis Alk. 00.00, Franken, Pfälzer, lliicd Alk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. u
fc. Frankfurt a. M., 25. Nov. (Tclcgr. Orig.-Bericht des „Greu. Anz/Z. Aniil. 9!otierungen der heiiligcn Liehmarktpreis e. Zuni Lerkauie standen: 350 Ochsen, 74 aus Oesterreich, 52 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 auS Dänemark, 848 Kühe, Fersen, Stiere und
(
Heer und Flotte
Rinder, 0 aus Dänemark, 223 Kälber, 613 Schafe und Hammel 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 1740 Schweine. Bezahl/ wurde für 100Pfund Schlachtgewicht- Ochsen 1. Qualität 81—8^ AU 2. Qual 72-75 Mk., 3. Qual. 62-67Mk.; Bullen 1.Qual..66 bii 68 Alk., 2. Qual. 62—64 Mk.; Kühe 1. Qual. 73—75 Mk., 2.Qua . 66-68 Alk., 3. Qual. 54-56 Mk, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00-OOAlk. Kälber: 1. Qual.92—95 Pfg., Lebendgewicht54-57 Pf , 2. Qual. 82-90 Pfg., Lebendgewicht 48—52 Pfg., Schlachtgewicht 60-65 Pfg. Schafe: 1. Qual. 80-00, 2. Qual. 64—66 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 63-00 Pfg., Lebdgew. 50.—00.00 Pfg., 2. Qu. 62 -00 Pfg., Lebendgew. 47,0—49,5 Pfg., 3. Qual. 54—58 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Horn- vieh gut, kein Ueberstand. __
" Aus bem Alilitär-Wochenblatt. v. Franhoi? Oberst und Kommandeur des Königin Elisabeth-Garde-Gren.» Regls Nr. 3, mit der Führung dec 49. Jnf.-Brig. (1. Groß. Hess.) beauftragt. — Versetzt: die Hauptleute z. D. und Be- zirksosfiziere: v. Hatten beim Landw.-Bez. Ostrowo, kommandiert zur Dienstleistung beim Landw.-Bez. Worms, zu diesem Landiv.-Bez., 51 n o t h beim Landw.-Bezirk Worms zum Landw.-Bez. Liegnitz.^
GrkgrnnL-DrnhtmeLdungen.
sd. Darmftadt, 25. Nov. Wie aus einer offiziellen Mitteilung in der Liste der Auszeichnungen zu Großherzogs Geburtstag hervorgeht, wohnt Professor Olbrich bereits in Düsseldorf. Er gedenkt jedoch die Arbeiten zur nächstjährigen hessischen Landesausstellung weiter zu leiten. Seine hiesige Villa ist zum Verkauf ausgeschrieben.
Kaiserslautern, 25. Nov. Der Rechtsanwalt Dr. Krieger wurde wegen Unterschlagungen verhaftet.
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Muschcnheim, den 23. November 1907.
Großh. Bürgermeisterei Muschenheirn.
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(Eurgetr. Gen. m. undeschr. Haftpflicht.)
Ferd. Schwalb August Th. Kraemer.
Direktor. Rechner.
Tages-Ordnung:
1. Berichterstattung.
2.. Rechnungsablage.
3 Borüands-Ersatzwahl. , . m
4 Stellungnahme zu dem Antrag nur Verkürzung der Ber-
Grossh. Hess. Hoflieferant
betreffend.
Bei der am 21. ds. Mts. stattgefundencn Stadtverordneten sind gewählt worden:
Rentner Wilhelm Löber „
Bauunternehmer Heinrich Winn „
Gerbermeister Wilhelm Plank „
Rechtsanwalt Wilhelm Grünewald „
Bon den Genannten sind Ord.-Nr. 1—12 auf
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
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10.
11.
12.
13.
14.
BekanrrtmachiMH'
Die bei dem hiesigen Spar- und Vorfchuszvercttl eingelegten Kapitalien werden vom 1. Januar 1908 an mit
BekannwmchMA.
Betr.: Umbau der Krersstra^e Giepeu-Steinbach.
Die Kreisstraße Gietzen-Steinbach ist für sämtliche Fuhrwerke wieder fahrbar.
Gießen, den 20. November 1907. - —
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
I. V.: L a n g ermann.
BfkcmntmaMuna.
Der Voranschlag der Gemeinde Muschenheim für das Rechnungsjahr 1908 liegt vom 28. d. Mts. nb acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Be-
Schweincsicisch SO Pfg.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Kessetbach für das
Bekanntnmchung.
Der Voranschlag der Gemeinde Rödgen für 1908 liegt oom 27. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Inte-
Verdingung.
Die Lieferung von 78 lfdm. Lungstcinrahmen (VasaMava) zur Einfassung von Gruppeugräbern soll
Mittwoch, den 4. Dezember d. I., vorm. 10 Ubr öffentlich verdungen werden. t B24/n
Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbü erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an unS einzureichen. 3UW 1907.
Städtisches Hochbauamt.
Gerbet.
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Walter Micher, Käserei,
Buttstädt i. Tbür.
Rechnungsjahr 1908 liegt vom 28. d. Mts. acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Beteiligten 7274
WekMMtMM'ZMNg
die Wahl der Mitglieder der Stadtverordneten Versammlung
Fabrikant August Gabriel
Geh. Forstrat Dr. Karl Wimmeuauer Geh. Zuitizrat Dr. Wilhelm Schäfer Oberbiblwthekar Dr. Karl Ebel Kommerzienrat Heinrich Schaffstaedt Kaufmann Friedrich Habenicht Cetononi Georg Simon Schneidermeister Heinrich Leib Ziegeleibesitzer Louis Troß Professor Dr. Magnus Biermer
9 Jahren, Ord.-9tr. 13 auf die Dauer von 6 Jahren und Örd.-Nr. 14 auf die Dauer von 3 Jahren gewühlt.
Es wird dies nut dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das Wahlprotokoll und die Abstimlnungstiste während ürec Tagen nämlich Dienstag, 26. Swvember, Mittwoch, 27. November und Donnerstag, 28. ^lovember vormittags von 9—12 Uhr und nachmittags von 2—5 Uhr auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer Nr. 15 — zur Einsicht jedes Stimmberechtigten vffeitliegen und daß während dieser Frist Einwendungen gegen die Wahl und aegen die Gewählten, sowie gesetzlich zulässige Ablehnungen bei Midung des Ausschlusses bei uns vorgebracht werden können.
Gießen, den 25. November 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Meeum.
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