Ausgabe 
21.12.1907 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

--

i

5'

ä r>

3

*

3

z

s

?

!

Samstag 21. Dezember 19 W

157, Jahrgang

Erstes Blatt

monatlich 7b viertel» jährlich Mk. 2.20 ourch 'Abhole- ll ßroctgfteQen monatlich 65 W.; durch die Poft Ml.L. viertel- jährt. ar»sjcht BesteLg. ßeüenureiS: lokal Ib^U auSivartt 20 Pjenmg, Verantwortlich

tfn den politischen Teil:

üAx. 300

, rl Ein » tag?

auve» Sonntag

*,m G'etzener Anzeiger JXn 'm Wechsel nut Hachen Landwirt

H Gictzener KamUirn i äfie: viermal in bei Noche de,gelegt und ^,mai wöchentlich das ireisblfltt stl» den Kreis jritftcn. Kerntprech-An- GW General-Anzeiger für Oberhefsen WZ ^"laflesnummer Hototfottsbrüd1 anö Verlag b« BrflblWn Uaw.-Vuch- nnb Stelnbruderet R. Langt. Seboftlon, Expedition und vruSektl - §ch!'.l?t?stzs r. A»«°»a-Nleit h B.L ül oormtttoag 10 Uyr. J n __ .-i.* jwi

Kic 1'euNgt HiuMNer umiaht 24 veiiru

Ivgendgerichtshöfi'.

dLNN er

La Baroarol© !a Walzer

von Verdi;

3.

4.

reiche Fälle von

von Jetras; 3. Finale aus der OperAida" 4. Armeemarsch Nr. 205 von Voigt.

Vergütung behalten wir uns vor.

Wir erwarten eine recht lebhafte Beteiligung an der Lösung dieser unserer ersten Preisausgaben.

*

Ans dem Militär-Wochenblatt. Sachs, LL. der Nes. des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Grosch. Hesi.) Nr. 116, kommandiert zur Dienslleistung bei diesem Regiment, als Leutnant nut Patent vom 10. Slug. 1902 in dems. Regt, angestellt. Brendel, Unteroffizier im Juf -Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) vir. 116, zum Fähnrich befördert. Dr. Todt, Oberarzt beim Jns.-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Hess.) Nr. 116, zum Nadettenhause in Plön oer- setzt. Tr. Scriba, Asfist.-Arzt der Res. (Gießen) zum Oberarzt, Severin, Unterarzt der Res. iGießen), zum Assist.» 'Arzt befördert.

* * Ordenssache. S. K. H. der Großherzog haben dem Badedireltor Geh. Baurat Dr. Es er und dem Kurdirektor Freiherrn von Starck zu Bad-Nauheim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihnen von dem Grohherzog von Mecklenburg-Schwerin verliehenen Ehrenkreuzes des Greifenordens erteilt.

* * Das Ehrenzeichen-für Mitglieder frei­williger Feuerwehren wurde verliehen durch Ent- schliehung S. K.H. des Großherzogs dem Edm. Nagel zu Gießen.

* * Ueber tragen wurde dem Lehrer Wilh. Belte zu Atzenhain die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weickarsthain; dem Schulamtsaspiranten Gg. Buß aus Billings eine Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Lang­stadt. -T- Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu Klein- Linden.

* An läge musik (Volkskonzert) finbel morgen Sonntag vormittag 11.30 Uhr in der Südanlage mit folgendem Spiel* plan statt: 1. Vorspiel zur OperDie Meistersinger von

unterbreiten.

B) Landwirtschaftliche Preisfragen.

1. Wie wirkt ein, wie wirken zwei, wie 3 Zentner Kunstdünger pro Normalmorgen aus den Ertrag und auf den Reinertrag?

2. WiefolgenFrüchterichtignacheinander, um die höchsten Erträge an Körnern, Wur­zeln und Knollen zu bringen?

Während die Beurteilung der uns zugehenden Be­arbeitungen der beiden erster! Aufgaben durch die Redak­tion erfolgt, hat die Durchsicht und Preiskrönung der beiden landwirtschaftlichen Preisfragen Herr Professor Dr. Gisevius gütigst übernommen.

Lösungen dieser vier Aufgaben aus unserem Mon- nentenfreife nehmen wir bis zum 3. Februar 1908 ent­gegen. Bei den Niederschriften darf nur die Vorderseite jedes Blattes beschrieben sein, die Rückseiten müssen da­gegen frei bleiben.

Es findet sich wohl in jedem Orte unseres Verbreitungs­gebietes ein Freund dieser Bestrebungen, der die geeigneten Leute zu diesen Arbeiten au zuregen vermag und ihnen nötigenfalls bei der Ausarbeitung mit Rat und Tat zur Seite steht.

Aus Stadt und Land.

(d)i e j e. , 21. Dez. 1907.

Unsere Preisausg-^en.

Unser Leitartikel in der Nummer vom 14. d. M., überschriebenZur Förderung des geistigen Le- bens aus demLande", hat, wie wir zu unserer Freude feststellen können, weit über die Grenzen Oberhessens hin­aus Beachtung und Anerkennung gefunden. Das melden uns Zuschriften aus dem ganzen Großherzogtum, sogar solche aus Rheinhessen, Zuschriften, die uns bereits man­nigfache neue Anregungen gegeben haben. Ganz ohne unser Zutun haben ferner in sehr zuvorkommender Weise einige Sperren aus den verschiedensten Berufskreisen von hier und auswärts (selbst aus Darmstadt), auch Dozenten unserer Universität, uns benachrichtigt, daß sie ge­willt sind, zu 9wtz und Frommen unseres hessischen Bauernstandes im Verein mit uns zu wirken, einer­seits durch die Uebernahme von Vorträgen und Vorlesungen volkstümlicher Art in länd­lichen Kreisen, andererseits durch tatkräftige Unterstützung aller derer, die an der Beantwortung unserer Preisfragen sich beteiligen wollen, indem sie diesen mit allen möglichen Hilfsmitteln an die Hand zu gehen gesonnen sind. Wir danken diesen Herren auch an dieser Stelle für ihre höchst schätzens­werte Bereitwilligkeit, und geben gleichzeitig der Hoffnung Ausdruck, daß die Zahl unserer freiwilligen Mitar­beiter an diesem unserem gemeinnützigen Vorhaben aus allen Kreisen der Bevölkerung sich ständig mehre! Jeder ist uns willkommen, der da Zeit und Lust hat, seine Kenntnisse und Talente in den Dienst der All­gemeinheit zu stellen, sei es auf populärwissenschaftlichem, sei es auf musikalischem oder poetischem Gebiete; er wird höflichst gebeten, durch Mitteilung an dre Re­daktion Mete ;chl , blläunt 'zu geben. Auch Damen könnten in'solcher Weise unsere Bemühungen wirksam und zweckmäßig fördern, auch sie vermöchten als unsere Mit­arbeiterinnen am guten Werke Ersprießliches zu leisten im Interesse der kulturellen Hebung ihrer hessischen Heimat!

Die jetzige Weihnachtszeit mit ihren Feiertagen und ihrer freud- und friedvollen Ruhe und Muße ist wohl geeigneter als jede andere zu stillen Betrachtungen und Erwägungen, zum Nachsinnen, zur Reflexion, zu Rück­blicken und Einblicken wie zu prüfenden Untersuchungen. Im Hinblick darauf wie aus die bevorstehende fast all­gemeine Berufsstille seien darum heute die ersten unserer Preisaufgaben gestellt.

Vier Ausgaben sollen es regelmäßig sein, die wir unseren Lesern von Zeit zu Zeit zu unterbreiten gedenken, zwei solche allgemeiner Natur, und zwei ausschließ­lich für landwirtschaftliche Kreise bestimmt.

Wir beabsichtigen also Preisauszeichnungen zu teil werden zu lassen:

A) Preisaufgaben allgemeiner Art.

1. Für die besten, die am unterhaltsamsten und an­regendsten geschriebenen Schilderungen geborener Oberhessen aus ihrer Militärzeit;

2. für anmutige Nacherzählungen von ober­hessisch eri Schwänken und Sagen.

Wir betonen, daß wir hierbei großen Wert auf selb­ständige Ausarbeitung legen. Ob diese Ausarbeitungen in hochdeutscher oder oberhessischer Mundart sich besser ausnehmen, das zu beurteilen überlassen wir jedem, der sich an diesem Preisausschreiben beteiligt. Es sei noch besonders hervorgehoben, daß wir diese beiden Aufgaben allen unserenAbonnenteninStadtundLand

Die besten der uns zugehenden Arbeiten üücr die soeben angegebenen Themata werden wir mit an sehn* lichen Geldpreisen belohnen und in unseren ,,Fa- milicnblättern" zum Abdruck bringen bezw. in unferm Hessischen Landwirt", der von Neujahr^ ab in bedeutend erweiterter und verbesserter Form erscheinen wird (nähere Mi^eilungen darüber werden wir schon in den nächsten Tagen machen). Auch die übrigen Arbeiten gehen in unse­ren Besitz über. Deren Veröffentlichung gegen angemessene

** Aus dem Bureau des Stadttheaters. In bei WeihnachbswmüdieK lein Däumling", die morgen Sonmag nachmittag zum erstenmale ausgesichrt wird, ist ein Nowko- Ballett eingelegt, das von 16 Kindern dargestellt wird und» durch Ausstattung wie Ausführimg auch Erwachsenen Freude be­reiten dürste.

** Die Gemälde-Ausstellung am Brand hat diese Woche wieder eine durchgreifende Aenderung erfahren. Die Ausstellung umfaßt 125 Gemälde, da »unter 84 neu ausgestellte. Unter den neu ausgestellten Bildern befindet sich u. a. eine Kollektion von W. Hambüchen - Düsseldorf uni) 1 Gemälde von H. Koberstein-Berlin. Von den einheimischen Künstlern ist Emmy D i n g e l d e i n vertreten. Die Ausstellung, die jetzt drei Tage geschlossen war, ist wieder täglich mit Ausnahme samstags geöffnet.

** Das Gasthaus zum Löwen im Neuenweg ist beim Z w a n g s v e r k a u s für 90 000 Mk. an die Spar­und Leihkasse Leihgestern übergegangen, deren Hypothek mit 95 000 Mk. auslief. Wie man uns mitteilt, ist der Kauf durch das Großh. Amtsgericht genehmigt worden, obschon co. Z0 000 Mk. Hypotheken dabei ausfallen. Heinrich Carls soll das Baugrundstück, wie wir hören, mit 105 000 Mk. erworben haben.

** V o m L a n d e s z u ch t h a u s M a r i e n s ch l o ß, 20. Dez. Die Neuorganisation des hessischen Sll-afvollzugs und die Aöberusung des früheren Militärwachttomnmndos, das von den 116 ern in Gießen von jeher gestellt wurde, haoen eine bedeutende Vermehrung des Äussichts- und Wärterpersonals am Landeszuchthaus Marienschloß mit sich gebracht. Während früher das Personal in dem Orte in Miete wohnte, baut ihnen jetzt die Stadt besondere, recht schmucke Aufseher-Wohnungen direit an die Strafanstalt. Einige sind bereits vollendet, die beiden noch im Bau be- finduchen Doppelhäuser werden int Frühjahr fertiggestellt.

(i.) Klein-Linden, 20. Dez. Der Kriegerver­ein will den Geburtstag des Kaisers wieder wie in den früheren Jahren durch deklamatorische und theatralische Vorsührmtgen, Konzert nsw. in derDeutschen Eiche" feiern.

e. Allendor f a. d. Lahn, 20. Dez. Der vor drei Jahren gegründete Turnverein entfaltet eine rege Tätigkeit. Jetzt wird er auch einen schönen Saal erhalten, in dem er auch im Winter seine turrierischen Hebungen abhalten kann. Der jetzt vollendete Saal des Gastwirts Luh, der als Vereinsloml diente, ist als Turnsaal ein­gerichtet. Die Einweihung findet am zweiten Weih- natstag verbuntxm mit einer Weihnachtsfeier des Turn­vereins und theatralischen Aufführungen statt. Der Ge­sangverein wird um Neujahr im Hörr'schen Saale eine Winterfeier abhalten. Er steht unter der Leitung des Lehrers Lack. Der Krieger verein will an Kaisers­geburtstag im 'Soule des Gastwirts Höre eine größere Feier abhaltem Unser neues Schulhaus, das jetzt üu Rohbau vollendet ist, präsentiert sich bereits jetzt als ei#

Paragraphen des Strafgesetzbuches verstoßen hat und nun zeitlebens mit dem Makel der gerichtlichen Bestrasung be- tmjtet ist. Zweitens heischt aber die Art des gegenwärtigen Strafvollzuges gebieterisch besondere Maßnahmen zum Schutze der jugendlich Verirrten. Groß ist der Schade, dsn der ^tgendliche in der Regel durch das Gefünguisleben cm seinem Charakter erleidet, wo der Strafvollzug mecha- rüfd) und herzlos seinen Gang geht. Wer als junger Mensch cms der menschlichen Gesellschaft ausgestoßen wird, richtet sch schließlich aus dieses Ausgestoßenfein ein und fühlt sich mcht mehr gebunden an die sittlichen "Normen der andern. 2-iese Erwägung führte jüngst den menfchenfreundlichen L-berlandesgerichtspräsi.denien Dr. Holtgreven in Hamm düizu, daß er die Erlaubnis zur Einrichtung eures Jugend- cLrichtshofes in Haspe gab, nachdem er Lei einer Gesängnis- rLvijion jugendliche mit alten Verbrechern in überfüllten träumen zusamfitennwhneud gesunden hatte, wo sie in völlige Verderbtheit geraten mußten.

Mit einer bloßen Treu nun g solcher Jugendgerichte ldii den übrigen Strafgerichten ist es aber nicht getan, bnser Strajgesetzbüch enthält in fernem § 56 bereits be­sondere Vorschriften über die Behandlung Jugendticher, ' stimmt:Ein Angeschuldigter, der zu einer J«t, als er da§ 12., aber nicht das 18. Lebensjahr voll­endet hatte, eine strafbare Handlung begangen hat, ist frei- Ausprechen, wenn er bei ihrer Begehung die zur Erkennt- rtf ihrer Strafbarkeit erforderliche Einsicht mcht besaß. Zn dem Urteile ist zu bestimmen, ob der Angeschuldigte »einer Familie überwrefen oder in eine Erziehungs- oder I Besserungsanstalt gebracht werden soll. In der Anstalt i P er jo lange zu vehallen, als die der Anstalt vorgesetzte Lerwaltungsbehörde solches für erforderlich erachtet, jo M) nicht über das 20. Lebensjahr." Diese gewiß gut

bichlusjsignal« verhüten.

on Gesührdnng der Zuge werden durch das rftintige Ucberfahren der Sperrsignale ' Schnall lassen sich tauin anders em-

...........------------ '------

Anzeigevorrichtung ain der Ltat-ou verbunden färben, so daß der Zug selbst anzeigt, wenn 'm verbotenes lieber- obren des Signals stattgefuuden hat. Die von Siemens und Halske konstruierte Einrichtung wird jetzt in größerer Anzahl probeweise in allen preußischen Eisenbahn-Direk- tronsbezirken eingebaut ____

Md) nicht über das 20. Lebensjahr." Diese gewiß gut gemeinten Vorschriften haben aber ~ wie die Erfahrung Musenvfach lehrt völlig versagt, daher müssen die Jugend- zerichtshöfe von ganz anderer Art sein, als es He übrigen sind. Die fegensreicheu Erfahrungen, die man :m Amerika, England und Norwegen mit derartigen Kinder- berichten bereits gemacht hat, zeigen, daß man in diesen Ländern auf dem richtigen Wege ist. Man beurterlt dort ^.as Vergehen Jugendlicher nach der Erkenntnis, daß deren 'Missetaten meist auf einen Mangel an Erziehung, Für- vj)rgc, gutem Beispiel und zweckdienlicher Umgebung zurück- z fuhren sind. Daher besteht die Haupttätigkeit des Ge­richts in der Ueberwachnng der Erziehung des straffällig gewordenen slindes zunächst im Eltemthause und, falls dieses verfagt, an anderer Stelle. Die amerikantschen Jugendgerichte üben eine bedeutende moralische Wirkung Ms. Rückfall kommt bei den unter Ueberwachung stehen­den Kindern nur selten vor. Mit den moralischen Erfolgen gehett Hand in Hand die großen Erfparnisse an öffentlichen Geldern. .

Besondere Schwierigkeit könnte die Einrichtung sicher Sondergerichte für Jugendliche bei un5 nicht verttrsachen; dieselbe würde etwa nach folgenden Gesichtspunkten vor- ^nehmen sein: _

Nürnberg" von R. Wagner; 2. T

1. In jedem Ämtsgerichtsbezirk ist ein Jugendgericht zu bilden, das aus einem Bormundschaftsrichter und zwei qeeigneteit Männern (Schulmann nnd Arzt) bestehen müßte; diese drei Personen sind von Ueberwachungs- beamten zu unterstützen.

2. Der Jugendliche ist möglichst feiner Familie zu belassen, die aber durch geeignete Maßnahmen des Gerichts tat­kräftig in der Leitung haltloser Kinder zu unterstützen ist Ist dou der Umgebung des Kindes dessen stttliche Gefährdung zu befürchten, soll es rasch in eine Erzreh- unas-Anstalt gebracht werden.

Gefängnisstrafe ist bei schulpflichtigen Kindern aus- zu chlteßen; bis zum 16. Lebensjahre ist bet den schul- entlaffenen Missetätern die bedingte Lesrrasung mtt Ueberwachung das erste Mittel der Einwirkung.

Die Verhandlungen des Jugendgerichts sind zwar öf­fentlich, Zuhörer müssen aber ein besonderes Interesse an dem betreffendeil Falle nachweisen.

5. Trotz der Schwere der Vergehen müssen alle Personen, die mit dem Jugendlichen zu tun l)aben, tu ihm den Eindruck erwecken, daß man das Vertrauen zu thm habe, er werde sich besinnen und seinem Leben eine andere Richtung geben. ------

Wie dasBerl. Tagebl/ ersayri, werden jetzt neue Maßnahmen ergriffen, mn das UckerfaHren der Ba h n h o f s a'ü , i-st lu ß s i q n a le zu verhüten. Zahl-

Die Einrichtung eines besonderen Gerichtshoses für die vergehen jugendlicher Personen in Haspe in Westfalen Hick) in Frankfurt am Main hat die allgemeine Auf- Werksamkeit wieder einmal dieser wichtigen Angelegenheit -ugewendet, für deren Regelung schon seit Jahren auch hervorragende Juristen ihre Stimme erhoben haben; wir Mtnen hier nur den Strafrechtslehrer Professor Dr. von 1 Aszt-Berlin, den Staatsanwalt Tr. Wulsfen-Dresden, den ^7iminalpolitiker G. v. Rohden-Düsseldorf und den Land- ! ^ichtsrat Kulemami-Br:men. Es sind hauptsächlich zwei gründe, Die zur Errichtung besonderer Jugendgerichtshöfe Mcängen. Zuerst ist es die traurige Tatsache, daß im Aeulschen Reiche jährlich über 50 000 Jugendliche int Alter v®n 1218 Jahreii mit Gericht und Gefängnis in Be­rührung kommen, von denen der größte Teil nur durch Mutwillen, 9kbenteuerlust und Romantik gegen einzelne

heftige oder uuvoi

SSSl SCtombai Sperrsignal leicht mit einer