Ausgabe 
30.7.1907 Erstes Blatt
 
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gönnen.

[rieben sein. DaS Korn Hot kräftigen Halm und volle

Da aber die Mäuse in diesem Jahre so massen

Aehren.

In

1907:

1900:

LingejanSt.

93.00 | Elektriz. Lahmeyer

83.20

Berliner Handelsges

. . 202.60

ITiuce-Heuri-Eisen bahn .

Börse, 30. Juli. Anfangskurse.

09.60

137.60

(Für Form unb übernimmt die

93.40

83.40

91.75

Mit der Kornernte wirb jetzt allgemein be Die Snnbivide können mit bcni Ertrag recht zu

liebt seine Kirch unb verbleibe^ schließt bas

209.25

114.00

92.00

98.20

97.90

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67.00

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48.90 83.90 62.70

96.00

neu also neu

Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio«

Eisenbahn .

Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .

Elektriz. Sohnokert . . Esohweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk

Harpener Bergwerk Lnurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . l'ürkenlose .

. 174.00

. 128.00

4-tz Oesterr. Goldroute« . 4*/b% Oesterr. Silberrente 4% Ungar Goldrente . .

3^0/< 3%

3 Bi 7c 3% W/c

3 >5 7C

WortenWohl bem Dorf, bas gerne gibt, baß sie schön unb Festspiel.

[] Marburg, 27. Juli.

194.20

29*20

140.80

Reichsanleihe do.

Konsole . .

do. . <

Hessen

Oberhessen .

Man ist's gewohnt, baß Prunk unb Schimmar Der Walltor st raße bleiben fern;

Des Rates Männer bulben nimmer, Daß hier passieren große Herr'n!

Nichts Neues gibt der Straße Leben, Das Alte hastet fest unb schlicht;

Nur etwas Neues hat's gegeben: Des Leichenwagens graus'S Gesicht.

Das Walltor hat bis jetzt getragen Still resigniert sein hartes Los, Doch was sie jetzt flit bieten wagen, - Das ringt Empörung enblich los.

4% Griech. Monopol-Aal. 4% äussere Argentinier 3°/e Mexikaner 4>iu/o Chinesen . .

Aktien:

Bochum Guss ....

Buderus E. W

Tendenz: schwach.

Berliner

Canada E. B.....

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz : schwach.

. 96.00

* 29*60 . 189.60 . 181.50

. 151/0

128.10 . 223.00 . 143.80 . 168.30 . 138.00

orbneten-Vorsteher, den Landeshauptmann unb ben Ober- präsibenten zu richtende Nesolution angenommen:

Die Marburger Stubcnteuschast ist auf das höchste beunruhigt durch die zunehmende Verschänduna der ehrwürdigen Schönheit ihrer a k a d e m i s ch e 'n H e i m a t, wie sie durch die Ausführrmg des neu entworfenen StadtbebauungMans am Fuße der Stadt geschieht. Sie spricht den zuständigen Stellen, insbesondere aber der Marburger Bürgerschaft gegenüber den dringenden Wunsch aus, es möchten Bemühungen einsetzen, von dem landschaftlichen Zauber der alten Stadt, der so viel junge und alte Akademiker in seinen Bannkreis gezogen hat und noch ziehen soll, zu retten, was noch zu retten ist."

haft austreten, ist den Landwirten zu empfehlen, das Korn bei trockener Witterung sobald als möglich nach Hause zu schaffen, sonst ersparen ihnen die Mäuse den Drescherlohn. DaS Wachstum der Kartoffeln wird bei der feuchtwarmen Witterung außerordentlich begünstigt, so daß auch hier eine volle Ernte in Aussicht steht.

D i e Gemeinde st euern in Hessen. In den Städten mit Städteordmmg werden im Inufenben Jahr im Vergleich mit bem Vorjahr an Steuern erhoben:

vas Verzeichnis der Teilnehmer am UuiversitätS' Iubilüum ifi zum Preis von (0 psg. in der Geschäft- Helle des Siebener Anzeigers zu Haden.

2lits Stadt rind Coitö.

Schmückt Eure Fenster und Ballone mit blühenden Blumen.

Gießen, 30. Juli 1907.

kauft.Meister Bürgy von Gießen für baS zehnfache Gelb hat geballt bie Orgel, bie jetzt noch hält." Bei ber jetzigen Erneuerung kamen außer den über 100 Jahren Decken­gemälden von Meister Mogk au§ Laubach, auch prachtvolle Verzierungen der Kanzel zum Vorschein. Nachdem man die mehrfachen Ueberstriche entfernt hatte, sah man die feinen Einlagen von Nußbaum in Eichenholz. So hat die Gemeinde

der gestrigen Sitzung de§ Studentenausschusses wurde aus Vorschlag des 8. C. folgende an den Oberbürgermeister, den Stadtver-

. 116.60

. 105.80

. 207.90

. 191.2c

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Handel und Industrie, Giessen.

Fr»nk furter Börse, 80. Juli, 1.15 Uhr.

Italien. Rente . . .

Portugiesen Serie I .

Portugiesen 111

keine Mittel geschellt, ein prächtiges, auf felsiger Höhe hervorragendes Bauwerk wieder

I Ein eigenes Verschulden an öem Unfall fei bem Kläger der zweiräberigen Karren vor sich her sch.rb unb aui allerhand i, ' Hande achtel! mußte, nicht deskfald zuzirschieben, daß er die nicht bemerkt habe. Die Klage muhte deshalb als nercchti^-1 anerkannt werden. ; rn9

Tie von der Beklagten gegen bas oberlandesgerichtliche Uh eingelegte Revision rügte u. a., daß gar nicht vom' Berusunasri^' j außgeiuhrt sei, warum die Stadtgemernbe oder deren Vertr»/' haste und in welchen Verhältnissen sie zueinanber ständen V1 6. Zivilsenat des Reichsgerichts erkann.te jedoch aM Z u r ürf Weisung der Revision, hibem er Bazu noch ausführt N- ' Berufungsgericht sei sestgestetlt, daß nicht eine muldenartige 9b'1 ttefiinp, sondern ein Loch mit scharien Rsinbern in bem Straß/, vnaster an ber Straßenbahiischiene vorhanden gewesen ist das nh beide entfernt werden müssen. Ein solcher Zustand habe nicht7 einer Stadt nue Düsseldorf geduldet werden dürfen. Auch sei! richtig, wenn da? Berufungsgericht amiehmie, daß ein solcher stand unbedingt auf einem Verschulden her Vertreter ober V aussichlsführenden Personen der Stadt beruhen müsse. Ob nun ein mangelhafte Anordnung oder eine verfehlte Aussichtsführuilg stau gefunden habe, sei zwar nicht festgestellt, aber es müsse doch bn' eine ober das andere der Fall gewesen sein, wenn ein solcher R,, stand längere Zeit habe bestehen können. Deshalb sei eine nähen Erörterung darüber, welche verfassungsmäßiggen Vertreter das Ver schulbcu der Stabt treffe, nicht nötig. Was das eigene Verschuldet des Klagers anlauge. so müsse dies unter den obwaltenden Um standen verneint merben.

herzustellen. Mit den

Lügenhastigkert seiner Worte unb niemand traute ihm mehr. Nur die öffentliche Meinung Europas hielt Stössel noch immer für einen Helden." \

Statt, daß bie herzoglichen Rosse In gerabem, stolzem Siegeslauf Hinführen ihres Herrn Karosse Die schöne Walltorstraß' hinaus:

Will man ber Straß' bie Freube rauben, Rechts soll der Wagen biegen ein, Damit bie halben Marktenlauben Des Großherzoges Äug' ersreu'n.

Drum soll fein Schimmer hier erstrahlen, Kein Haus soll fein in hellem Licht;

Nicht werden Kerzenreihen malen Ter Fenster festliches Gesicht!

Kein grüner Tannenzweig soll zeigen, Daß Gießen jetzt ist Festesort!

In stillem Dunkel wird sich neigen

Das Walltor;--dies sein letztes Wort!

Das empörte Walltor.

Darmstadt Mainz Gießen Offenbach Bensheim Worms Bingen Alzey Bad Nauheim Friedberg ______ __vv VV1

In den Gemeinden des GroßherzogtumS, in denen 'bie cbenf° bie Nechtsbeistänbe ber beiben Parteien, f Lanbgemeinbeordnung gilt, sinb bie Unterschiebe in ber ®e» | der Anwalt von Mrs. Tailor, warf einen

Ui' tiHicr ; . ir Rubrik stehenden Artikel I vermischte». I'HUH uie aiE"teXä)w «eflenübet femctl-

Der Mann bet Witwe. Eine heitere Gerichts- Noch eine kurze Spanne trennt uns von ber Jubelfeier de> Verhandlung wird auS London berichtet. Mary Tailor, Universität. Schwere Wochen der Arbeit und (Sorge liegen hinter

bezeichnet als Witwe, klagte gegen John Kramer, einen Uq^v4>ÖC^^9 M

7^ 5f10°g lS^clbe"er^ *0CÖen des unter dem Zeichen des festlichen ^Schmuckes urid^e ^B?wo^

s Heiratsversprechens. Richter und Beisitzer waren bereit, sehen mit Freude den kommenden Tagen entgingen. Ein Glan^

Da erhob ivohl sein, wenn der Fackelzug rmserer Studenten,

warf einen -Ä c- etrQ^en durchzieht und der Höhepimkt wird Wohler l angstvollen Blick über alle Anwesenden und sagte zu den, Ernst Ludwig an der Seite seinesseim^ftT Richter.Rtylord, ich bemerke leider soeben, daß meine Klientin geschmückte Universitats- unb Provinzmlhanptstabt durchfähr» noch nicht anwesend ist. Sie ist aber unterwegs von Sheffield _ Und b>a zientt es sich wohl, darauf hinznweisen, daß einem und muß gleich eintreffen." Es herrscht einen Augenblick E« der Walltorstraße Nicht das Maß von Achtung ar allgemeine- Erstaunen. Dann erhob sich Mr. Ellison, ber ariQn^ab in'b^

Anwalt der Gegenpartei, und begann mit den Worten:Ich Umgebung hauptsächlich in der Walltorstraße wohnten fai glaube, daß der Mann der Klägerin" hier unterbrach ihn damaligen Professoren und Studenten. Sstad es auch weiß Mr. Fleming: ,Wa8 sagen Sie da? Ich bin davon unter-1 Ji ^^ jie doch noä

^rden, daß meine Klientin bereits seit 20 Jahren Seite stellen kann jedem Haus in jedem Viertelnder StadU^Di! Witwe m.w Mr. Ellison erwiderte:20 Jahre mögen es Festleitung bestimmte den Gang des Fackelzugs mit dem Hinweis lein, Witwe ist sie nicht. Uebrigens ist der Mann an- daß der Großherz-og denselben an der Aula baldmöglichst ab wesend." Das Gericht 'beschloß daraufhin, die Verhandlunaen um entsprechende Zeit zur Abfahrt durch die Stadt zr bik zum Eintresscn dcr Klägerin auSzusetzen. 9118 Mrk. UeschlÜffen de!^ Festleiwng ^in den RMen^fallm.^r dar°kam Datlor elidlich kam, ivurde ihr der angebliche Ehemann vor- doch nicht die Freude unfered Hohen Fürstenpaares beeinträch, gestellt. Sie fixierte ihn längere Zeit unb gab dann folgende Aen, wenn Fackelzug und damit die Fahrt um Stunde vei «» i*"6«1*;-»«,«?», XSÄiÄÄSi

I * 2ch Hobe ihn feit 18 Jahren nicht gesehen; er hat sich Fnhrt ber königl. Hoheiten die Walltorstraße passieren läßt sehr verändert." Der Richter wandte sich hierauf an den Mit bieme Wuiisch fliehen wir auf hervorragender Warte für klagenden Anwalt mit der Frage, was er zu tun gedenke. ®ute und Schöne.

ante,b.nte 'Ionisch, hier sei sein- Weisheit zu 2m Flamen der W°lld°-Aaß-

^noe. Der Beklagte ivurde nun noch von: Richter aiifge- fordert, sich zur Sache zu äußern und erklärte, zur Zeit als Mrs. Tailor ihre Klage gegen ihn eingereicht habe, sei ihm das Gerücht zu Ohren gekommen, daß ihr Mann noch lebe.

In Anbetracht dieser sonderbaren Umstände kam das Gericht zii einer Freisprechung des Beklagten, die in derartigen Fällen in England nur sehr selten erfolg;.

* Eine gefährliche Ballonfahrt. Ter Hauptmann Kindelan, ivelcher mit dem BallonMaria Theresia" in Valenzia ausgestiegen und nach dem Meere verschlagen worden war, berichtet über seine Auffindung folgendes: In der Nacht nad) seinem Auf- stteg flog der Ballon über dem Mittelländischen Meere, um V2 7 Uhr morgens sichtete Kindelan das SchiffGoya", seine Hülferufe den Ballon zu erreichen suchte, doch n

Hamburg-Amerik. Paket!. 131.61 llarpener Bergwerk. . . 194.76

Laurahtttte......218.00

Nordd. Lloyd .... 116v50

Obeischles. Eisen-Industrie 102100

meinbebefteuerung, bei der großen Verschiedenartigkeit ber Verhältnisse, natürlich viel größer als in ben Stäbten. Doch kann als besonders charakteristisch hervorgehoben werben, baß die großen Lanbgemeinben sehr häufig wesentlich höhere Aus­schläge haben als bie Stäbte. Den höchsten Ausschlag unter diesen Gemeinben bürste Mühlheim im Kreise Osfimbach mit 162,814 Prozent haben. Noch größer sinb bie Unterschiebe in ben eigentlichen Baiierngemeinben. Da gibt eS gar nicht wenige wohlhabenbe Gemeinben, bie nur mäßige ober keine Geineinbesteuern zu erheben brauchen, aber auch viele, besonberL im Vogelsberg unb im Odenwalb, bie ganz außerordentlich hohe Genieindesteuern aufweisen. Als höchste Ausschläge verzeichnet das ^Darmst. Tagbl." zwei Gemeinden int Kreise! Heppenheim: Gorxheim mit 259,872 Prozent und Affolter- dach mit 265 551 Prozent.

-s- Reiskirchen, 28. Juli. Heute wurde hier das Fest des Dekanates Gießen für äußere Mission gefeiert. Wegen Ungunst der Witterung wurde der Beginn des Festes auf */,4 Uhr verschoben. Da die Beteiligung seitens der Gemeinde Reiskirchen sehr groß war, und die Kirche sich zu klein erwies, die Teilnehmer aufzunehmen, wurde bas Fest trotz zweifelhafter Witterung auf bem schön gelegenen Festplatz unter .Der hohen Linbe" abgehalten und zwar, bei stetig sich aufheiternbem Himmel, mit bestem Erfolge. Festprebiger war Pfarrer Euler» Gießen. Von ber Mis- sionSarbeit an ber Golbküste in Westafrika erzählte Missionar Merkel. Einen kurzen Bericht über bie MiffionSarbett im Dekanate Gießen erstattete Pfarrer Guß man n-Kirchberg. Ein stattlicher Posaunenchor von Beuern und Gießen be­gleitete bie Gesänge. Die Kollekte betrug 100 Mk. Die Gemeinde Reiskirchen darf stolz auf den Verlauf des in ihrer Mitte gefeierten Festes sein. V2 < Uhr morgens sichtete Kindelan das SchiffGoya", das auf

? H o ch e l h e i ni, 28. Juli. So angenehm das Kirschenessen « ben, 8U erreichen suchte, doch waren alle

ist, so mühsam unb gefährlich ist das Pflücken. Bei dieser Be- ^mühnngen vergebttch Der Ballon wurde sodann nach den schästignng stürzten hier in den letzten Jahren nicht weniger und dem ^owen-Gols und um die Mittagszeit wieder

als drei Leute ab, glücklicherweise ohne größeren Schaden davon- getrieben. Infolge des Gasverlustes sank

zur rag en. Doch mögen oiese Fälle bei der diesmal allgemein s^daß er die Meeresslache berührte. In

reichlich ausgefallenen Kirschenernte Nachachtung finden dieser gefährlichen Liage blieb Kindelan bis 1/28 Uhr abends.

Breil scheid, 28. Juli. Als Todesursache des 7)ier plötz- wurde immer flacher, sodaß Kindelan belchlvß, den

sich gestorbenen 27 Jahren alten italienischen Arbeiters ift V öu verlasten. Er legte die Rettungsgurtel an unb sprang bei der eingehenden ärztlichen Untersuchung ein S t i ch i n b i c Kn ö 1 e 11 Nachdem er fast drei Stunden geschwommen Lunge festgestellt worden. Auch hat er offenbar einen wuchtigen 5?', .lüuvb^ 1)0,1 englischen DampferWeitpoint", der Schlag aus den Kopf erhalten. Die gerichttiche Untersuchmig wurde ^^^"^.^ttung ^lu^gcf^^ldt tvorben war, erblickt und voll- sofort nach dein Ausfinden der Leiche cingeleitct und nach der Sc i?1-0 bUchüpst an Bord gehobelt. Kindelan hatte seit seinem zierung die Beerdigung auf miserein Kirchhofe vorgenoinnien Man ä! ^0^veder etwas gegesteii, noch etwas getrunken. Auch der nimmt an, daß ein in Untersuchungshaft zu Herborn sitzenderWestpomt' anfgesunden. Die Preis-

hiesiger Bursche ber Täter ist. I r ich ter der Ballonwettfahrt beschlossen, Kindelan den ersten Preis

= Ruppertsburg, 29. Juli. Das Fest der xUiUe qnVA?11' *7^ -Logiernng beabsichtigt, dein Kapitän!

irch-nereu-rung zum' fficbekfen bk 150?rjgen "" »erleüjen.

Erbamlng unserer Kirche wurde am gestrigen Sonntage in Reichsgerichtsbriefe

fciecüd[)e Weise begangen. Dank des Denkmalschutzes sind r s 2* iniin cvrf

nach Angabe des Prof. Dr. Walde in Darmstadt Nachdruck verboren 3

öle Malereien ber Decke erneuert unb bie Reno- Don der unbedingten Haftpflicht der Stadt für den Verkehrs- vatlon ber Kirche vollzogen worben. Vormittags 10 Uhr , sicheren Zustand der Straßen.

begann bic Feier mit einem Liebe des Wetterfelber Posaunen- r co^s des Verschuldens der Stadtgemeindc nach

chorS van. hohen Kirchturm aus geblasen. Nach einem Lied siustande L ^LchenpstästeLef°7°?7achst^L^R^^ de^- Gesangvereins ivurde da§ von einem verstorbenen hiesigen zwischen der S t a d t g e m e i n d e Düsseldorf und dem Pfarrer Dr. Jochem gedichtete, bei der 100 jährigen Kirch-' --------- 1

loeilje, am 1. Pfingstfeiertag 1857, zum ersteiimal zum Vor­trag gebrachte Lieb geslingen. In fesselnder Weise hielt ber Ortsgeistliche, Pfarrer Fritsch, bie Festrede, die auch bie non Laubach herübergekommenen gräflichen Herrschaften an- hörten. Der Nachmittag gehörte ber kirchlichen Nachfeier. (Sine regelmäßige Aufstellung wurde bureh bie herunter- brechenben Gewitterregen vereitelt. Desto schöner war das Wetter bei der auf der Müllerwiese, vor dem Dorfe gelegen, slattfindende^n Feier. Es hielten Begrüßungsreden an die zahlreichen Festgäste Pfarrer Fritsch, Superintendent Fritsch nuS Hanau und Pfarrer Schäfer auS Villingen. Der Wetterfelber Posaunenchor sowie der hiesige Gesangverein!

waren für bie musikalische Unterhaltung besorgt. Von Nrit- gliedern der letzteren wurde ein von bem Ortögeistlichen ver» faßteS Festspiel: ^AuS der Chronik Ruppertsburgs" mit melem Beifall aufgeführt. Wir erfahren auS ihm, daß Abt öiegfrieb von Heröfelb 1183 ben Rupertisberg urbar machen ließ unb em Kloster hier gründete, von dem jetzt noch ein Keller vom Stemberghang zn fehanen ist, daß Graf DlagnuS aus Lanbaeh bie Lehre Luthers einführte unb ber GotteSblenst bis 1757 in einer Kapelle gehalten wurde, bis der jetzige Kirchenbau für 10 000 Gulden anSgeführt ivurde. Beim Räumen auf dem Kirchenboden ist unlängst der Opferitoel aus der Kapelle mit ber Jahreszahl 1687 gesunden worden, den man jetzt luicber angebracht hat, 1816 wurde die alte Orgel für 83 Gulden an bic Rötgesser FricbhosStapelle ver-

I Schremer F. von dort rnitgeteilt.

Der Schreiner F. schob am 28. August 1903 auf ber mit Basalt- steinen gepflasterten Riarktstraße in Düsseldorf einen mit Atöbeln beladenen Holzkarren vor sich her. Die ziemlich enge Straße wird von zwei Straßenbahngeieifen durchlaufen. Als F. einem daher- kommenben Straßenbahnwagen ausweichen wollte, blieb er mit owem Schuh plötzlich in einer zwifchen Straßenbahngeleise und,.». Pflaster befindlichen Lucke stecken und kam zu Fall, wobei er einen J* Beinbruch erlitt. Für bic ihm aus biesem Unfall erwachsenen febä- bigeiibeii Folgen nahm er die Stadtgemeinde Düsseldorf mit Schaden- ,UA.

ersatzleistung m Anspruch, da sie die Straße fahrlässig unterhalten " »°^-^aatsanI. 190v mid beaufsichtigt habe. Die beklagte Stadtgememde beru t sich *-<*. jap*\ \ taat8ftl>eihe

darauf, daß alle erforderlichen Tinge von ihr beobachtet worden m ° Huken von 19U3 seien, die Spalte aber nicht bemerkt worben fei. I l'ürkenlose......

Landgericht Düsseldorf und O b e r 1 a n b e § g e r i ch t Köln erkannten auf Verurteilung der Beklagten. Unb zwar legte das Oberlandesgerlcht dar, daß ber betreffende Zustand nach > der Zeugenaussage längere Zeit bestanden haben müsse. Wenn auch der Stadtbaurat bekunde, daß er die Straße täglich durch chreite und nichts von biesem Zustande gemerkt habe, so sei das wohl möglich, entlaste aber die Beklagte nicht. Es fei auch möglich, daß die Unfallstelle durch ben gestreuten Sanb, der sich in die Fugen drangr, verdeckt worben sei. Wenn aber auch ein solcher Zustand bestanden habe, so hätte es bie im Verkehr erforderliche Sorgfalt erfordert, daß er beseitigt worden wäre. Es ist nicht nötig, zur Prüfung über die Frage der Atöglichteit der Beseitigung Sach­verständige zu hören, denn bei gehöriger Beaufsichtigung'der Straße hatte der Zustand der Beklagten bekannt sein müssen. Denn hier handle es sich nicht um bas holperige Pflaster einer Kleinstadt, sondern um die Pflasterung einer belebten Straße ber Großstadt ^usseldori, auf ber täglich mehrere hunberk Fuhrwerke verkehren sollen. Wenn aucl) oft wegen Verringerung der Glätte der Basalt- steme üestreut werde, so hätte man doch auch ben gefahrdrohenden Zustand der Unfallstelle erkennen können oder erkennen müssen.

Stener-

Ansschl.

Steuer­

AuSschl. in 70 b.

betrag :

in % b.

betrag :

Mark

Staats­steuer :

Mark

Staats­steuer:

2 155 135

97,2

2 236 227

91,2

2 919 764

100,2

2 621 221

91,8

942 506

120

903 649

120

2 228 678

123,105

2 029 820

121,479

?

114

114

1 203 372

97,5

1 119 520

95,305

344 961

115,5

320 902

115,5

180 000

109,166

180 000

111,032

265 265

123,6

254 798

123,6

202 658

95,087

204 282

95,087