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Gießen, 31. Januar 1907.
fähigkcit der Brrufsvercine, wie er zurzeit vorliegt.
Ebenso werde ich gegen jedes Ausnahmegesetz stimmen, das etwa ein gebracht werden sollte.
Ich werde eintreten für den Ausbau unserer sozialen Gesetzgebung und insbesondere für die Gesetzesvorlagen bete. Arbeiter-, Witwcn- uud Waiseuversorgung und Privatbcamtrn-Bersicherung.
Ich werde ferner chitrctcii für die Wahrung aller berechtigten Interessen der Landwirtschaft und des Arbütcrftandcs, sowie für alle Maßregeln zur Erhaltung und Hebung des Mittelstandes in Stadt und Land.
Ich werde eine zielbewutzte und erfprieszliche Kolonialpolitik unterstützen und an der Hebung und Förderung von Handel und Industrie inittvirken.
Uni alle von den Gegnern über meine Person und meine politische Tätigkeit im Wahlkreise verbreiteten Unwahrheiten und Verdächtigungen ein für alle Male zu widerlegen, erkläre ich Folgendes:
1. Ich stehe den persönlichen Angriffen des Herrn Prof. Dr. Bienncr und des Gieszener Anzeigers gegen Herrn Köhler völlig fern. Ich habe diese persönliche Kauipfcswcisc nicht gewollt und nicht gebilligt.
2. Es ist eine bewußte Unwahrheit und ein durchsichtiges Wahlmanöver, wenn von der gegnerischen Seite behauptet wird, ich würde den Forderungen der Post-, Telegraphen-, Bahn-Beamten und llnterbeamten glcichgiltig gegeuüberstehen. Das ist eine bewußte Wahlfälschung.
Ich erkenne die verantwortungsvolle Tätigkeit dieser Beamte» durchaus an und werde stets für deren berechtigte Forderungen eintreten.
Ebenso werde ich
3. gegen jede Einschränkung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts,
4. gegen jede Beeinträchtigung des Koalitionsrechtes eintreten und bin um deswillen auch gegen den Gesetzentwurf betr. die Rechts-
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