Issue 
28/10/1907 Erstes Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

IN

Märkte.

n

lb n ie er ci

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hesjen am Dienstag den 29. Oktober: Meist trüb. Geringe Regenfalle. Kühl. Schwache westliche Winde,

PrivaMskonto 5 Proz.

Nene Bücher.

Eingegangen vom 19.25. Oktober.

(Besprechung erfolgt nach Auswahl. (Luie Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt cilrgesandter

Bücher wird nicht übernommen.)

E. Bastian. Die Schwierigkeiten der Gefchäftskorre- spondcnz. Zugleich ein Hilfsbuch für den Bank- und Wechsel- Verkehr. Stuttgart, Muth'sche Verlagshandlung. Preis 2,50 Mk.

Iohs. Warlitz. Die Registratur im Großbetriebe. Prak­tische Anleitung zur systematischen Registratur-Einrichtung und -Führung, namentlich für industrielle Großbetriebe und Han- delsgesellschaften. Stuttgart, Vduth'sche Verlagshandlmrg. Preis 1 Wtark.

F. E. E. Bilz. In hundert Jahren. Roman. Dresden- Radebeul, F. E. Bilz. Preis 3,50 Mark.

Wissenschaft und Bildung. Einzeldarstellungen aus allen Gebieten des Wissens, herausgegeben Von Privatdozent Dr. Paul Herre. Preis für den Band geh. 1 Mark, geb. 1.25 Mk. Nr. 15, Dr. Hugo Winckler, Die babylonische Geistes­kultur in ihren Beziehungen zur Kulturentwicklung der Mensch­heit. Nr. 19, Dr. P. S chu ster. Das Nervensystem und die Schädlichkeiten des täglichen Lebens. Dr. H. Tillmanns, Die moderne Chirurgie für gebildete Laien. Leipzig, Quelle und Meyer. t v

1001 Erzählungen für Jung und Alt. Nr. 1, Ferdinand Runkel, Der Held von Omaruru. Erzählung aus dem südwestafrikanischen Kriege. Berlin und Leipzig, Hermann Hillger Verlag. Preis 20 Pfg.

W. H e i m b u r g, Wie auch wir vergeben . . . Roman. 2. Auflage. Stuttgart, Union Deutsche Verlagsanftalt.

Ro aldAmuuds en, Tie Nordwcst-Passage. Meine Polar­fahrt auf der Gjöa. Lieferung 1. München, Albert Langen. Vollständig in 16 Lieferungen zu 75 Pfg.

Wörishofer-Kalendcr für Kncippsches Heilverfahren. 8. Jahrg., 1908. Wörishofen, Buchdruckerei und Verlagsanstalt. Preis 50 Pfg.

Handbuch der g e s am ten L a n d w i rt s ch a ft. Her­ausgegeben von Dr. Karl Steinbrück. Lief. 1221. Hannover, Dr. Max Jänicke. Vollständig in etwa 50 Lieferungen zu 50 Pfg.

Traugott Tamm, Gül Hanum. Roman. Berlin W. 30,

'9

1< n

Q3 er

Grigittal-DrahtmelSnttgen.

Rom, 28. Okt. Reichskanzler Fürst Bülow; hat dem italienischen Minister Tittoni die herzliche Anteil­nahme der deutschen Regierung an dem Unglück ausge-» sprachen, das Calabrien. yeimgesucht hat.

L o n d o u, 28. Okt. DieTridune" meldet aus Tanger: Neun deutsche Deserteure der Fremdenlegion, die in der Absicht geflüchtet waren, von Truppen Muley Hafids fest­genommen und an das deutsche Konsulat ausgeliefert zu werden, wurden von einer ihnen entgegenkommendem Truppe Marokkaner nach ihrer Nationalität befragt. Als,' die Deserteure erklärten, sie seien Franzosen, machten die Marokkaner einen Angriff auf sie, töteten vier und mißhandelten die übrigen schwer. Die am Leben gebliebenen fünf Deserteure sind in jämmerlichem Zustandch in Rabat eingetroffen.

Paris, 28. Okt. DerMatin" veröffentlicht eine Unterredung mit dem französisch en Botschafts­rat Lecomte, worin dieser die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen entschieden zurückweist. Es sei unrich­tig/ daß er als Zeuge geladen worden sei und sich, ge­weigert habe, zu erscheineu.

Tanger, 28. Okt. Die Verhandlungen zwischen dem Maghzen und Raisuli über die Freilassung des immer noch in Ralsulis Gefangenschaft befindlichen K'aid Mac Lean haben ihren Abschluß gefunden. Raisuli erhält den englischen Schutz und Lösegeld. Ferner muß der Maghzew die in Fez gefangen gehaltenen Anhänger Raisulis.freigeben. Diese zollen bereits unterwegs sein, so daß die Freigabe Mac Leans in den nächsten Tagen erfolgen dürfte.

d

)ii li

Mvehliche NaehvLshreM Q'vangeLffche Gemeinde.

Montag den 28. Oktober, abends 8 Uhr, im Lukassaale:

Bibelstnnd e. Pfarrassistent Becker.

Hermann Ehbock. Preis 4 Mark.

C. de Jong van Beek en Donk, Es kommt der Tag. . . Roman. Deutsch von Else Otten. Berlin W. 30, Hermann Ehbock. Preis 4 Mk.

Dietrich Metelmann, (Franz Telmann) In der Liebe Land. Gedichte. Leipzig, Verlag für Literatur, Kunst und Wissenschaft. Preis 2,50 Mark.

Scotus Viator, Die Zukunft Oesterreich-Ungarns und die Haltung der Großmächte. Uebcrsetzt von Elsa Brockhauscn. Mit einer Vorrede von Prof. E. Brockhausen. Wien, Franz Deuticke. Preis 1,40 Mk.

Frau Dr. E. von Szczepanska-Gießen. Was muß ein junges Mädchen vor und von der Ehe wissen. Hand- und Lehrbuch für junge Mädchen über alle Verhältnisie des Braut- und Ehestandes. 8. vermehrte und verbesserte Auflage. Leipzig, Hans Hedewig's Nachf., Curt Romiger.

Ph. Mr. Adolf Vomucka, Was der Nervöse, der Neurastheniker von seiner Krankheit wissen und wie er leben muß, um gesund zu werden. Leipzig, A. Haase. Preis 2,50 Mk.

Dr. med. Voorhoeve, Dillenburg. Homöopathie ut der Praxis. Erste Lieferung. Zwolle, La Riviöre u. Vorhoeve. Lieferungen zu je 80 Pfg.

Josef Szterenyi, Grundzüge der Handwerks-Politu. der ungarischen Regierung. Eine Rede. Budapest, Literarische An­staltEuropa". 1

Elisabeth Goldbach, Die Stuhtverstopfung und deren Behebung ohne Medikamente. Wien, Huber und Lahme Nachf. Preis 50 Pfg.

G. Wendling, Der Doktor von Dutzow. Weggenossen. Roman. Hamburg, Gebrüder Lüdeking. Preis geb. 4 Mk.

Oskar Hoffmann, Der Goldtrust. Internationaler Fi­nanzroman. 3. Aufl. Berlin, Herrn. .Seemann Nachf.- Preis 1,80 Mk. '

MaximGorki, Die Mutter. Sozialer Roman. Uebersetzt von Adolf Heß. Berlin, I. Ladyschnikow. Preis 9 Mk.

Die Stimme der Großen. 2. Bd. Kön i g m Su i] e. Herausgcg. von Dr. Otto Krack. 3. Bd. Napoleon I. Herausg.

ic. Frankfurt a. M., 28. Okt. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucht in arktpreis e. Werzen Mk. 24.2524.50, Kurhessischer Mk. 24.2524.50, La Plata Mk. 26.5027.50, Kansas Mk. 25.0026.00, Roggen (hiesiger) Mk. 21.2521.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 19.7520.50, Fanten- felder Tlf. 00.0000.00, Hafer 18.5019.00, Mais Alk. 16.75-17.00. Weizenmehl Mk. 35.5036.50, 0000, 2. Qualität Mk. 33.0® bis Mk. 33.50, 3. Qualität Mk. 31.0032.00, Roggenmehl 00- Mk. 32.0033.25,1.Qualität Mk. 31.00-32.25, Weizeukleie Mk. 12.25 bis Alk. 12.50, Roggenkleie Mk. 13.5014.00, Maiskeime Mk. 11.75 bis Mk. 12.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 20.5921.00. Alles per 1100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 28. Okt. (Telcgr. Orig.-Bericht desGieß. Anz."). s2LmtL Notierungen der heiltigen Viehmark tp reis e. Zinn Verkaufe standen: 427 Ochsen, 78 aus Oesterreich, 41 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Tänemark, 899 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Tänemark, 240 Kälber, 503 Schafe und Hümmel, 00 Schafe aus Oesterreich, 0 Ziegen, 2160 Schweine. Bezahlt wurde für lOOPsilnd Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 8386 Mk^ 2. Qual 7678 ML., 3. Qual. 6872Ölt.; Bullen 1. Qual. 71 bis 73 Mk., 2. Qual. 6769 Mk.; Kühe 1. Qual. 7274 Mk., 2.Qual. 6768 W, 3. Qual. 56-58 Mk, 4. Qual. 5054 Mk., 5. Qualp 00OOMk. Kälber: 1. Qual.62-95 Pfg., Lebendgewicht5457 Pf., 2. Qual. 8492 Pfg., Lebendgelvicht 4953 Pfg., Schlacht-, gewicht 6570 Pfg. Schafe: 1. Qual. 8082, 2. Qual. 7476 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 6263 Pfg., Lebdgew. : 48,500.00 Pfg., 2. Qu. 60-61 Pfg., Lebendgew. 48,000 Pfg.,

3. Qual. 5254 Pfg. Lebendgew. 00 Pig. Geschäft bei Horn­vieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueber­laub ; bei Schalen und Schweine gedrückt, Ueberstand unbedeutend.!

von Dr. Otto 5vrack. Berlin W. 30, Hbrml 'Ehbock. Preis^ den kart. Band 1,60 Mk. '

Eduard Engel, Das jüngste Deutschland. Sonderabdruck a. d. Verfassers Geschichte der deutschen Literatur. Leipzig, G. Freytag. Preis 1,20 Mk.

Henry Wagner, Bedingt das Grab die Vernichtung unserer Persönlichkeit? Experimental-psychologische Studien. Mül­hausen i. E., VerlagOsiris" H. Wagner.

Kandel.

Zur amerikan ischeu Krisis. Nach den neuesten Mel­dungen aus Newyork dauerte der Run auf die Trust Company of America auch heute an. Frühmorgens um 6 Uhr standen bereits 200 Personen in Reihe. Die Company hat in 2 Tagen 18 Millionen Mark ausbezahlt. Tie Morgenblätter erklären^ daß die Situation ein besseres Gepräge angenommen habe. Auch behaupten sie, daß das Schatzamt und Rockefeller 110 Mill. Dollars für Samstag in Bar aufbrächten; dies scheint jedoch übertrieben zu sein. Immerhin sollen große Barmittel bereits bereitstehen. Tic Berliner Westinghouse Elektrizitäts-Att.-Ges., die hauptsächlich Fabrikate auswärtiger Westinghouse Companyes vertreibt, hat eine Kabelmeldung erhalten, wonach George Westing­house auf Pittsburger Banken die Receiverfchaft beantragte, als bestes Mittel, die Interessen aller Beteiligten zu schützeu. Aus Loudon wird noch, gemeldet, daß gestern der Wechselverkehr mit Newyork desorganisiert war, infolge der hohen Zinsrate und der Unsicherheit in Newyork. Auch heute, Freitag, sind Londoner Banken noch zurückhaltend. Im allgemeinen wird die Lage besser beurteilt, und man glaubt, daß das Schlimmste über- ivunden sei.

Börsen-Wochenbericht.

= Frankfurt a. M., 26. Okt.

Tas Interesse der deutschen Börsen war diese Woche voll­auf in Anspruch genommen durch die Vorgänge in Ame­rika Dort ist eine Krisis zum Ausbruch gekommen, die sich Von Tag zu Tag zuspitzte. Es haudelt .sich nicht um eine Handelskrisis, denn wenn auch das Geichast sich m ruhigeren Bahnen bewegt, die wirtschaftliche Lage ist drüben doch nwst ungesund, von der Krisis wurden mehr die Banken .und Trust­gesellschaften Erfaßt und schließlich griff sie auch aus ^ndustrie- qesellschaften über. Die Veranlassung dazu boten m erster ~uue die krassen Mißstände, die infolge der gerichtlichen Untersuchungen gegen verschiedene Gesellschaften aufgedeckt worden inw, mehr mib mehr wurde auch bekannt, d-b die Mittel die manchen Ge- scllschaften anvertraut waren, zum Teil in den dienst einer zügellosen Spekulation gestellt worden Jino, ^^waltungsmu- gliedcr der Gesellschaften selbst benutzten sie zu solchem Zwecken, und daraus eutwiaelte sich ein Mißtrauen, welches immer wei­tere Kreise erfaßte und schließlich zum Zusammestbruch einer Reihe von Gesellschaften führte. Die mangelhaste Organisation des Geldumlaufs in den Vereinigten Staaten, die nicht wie andere Staaten ein Zentralinstitut besitzen, in denen vielmehr die Rege­lung des Geldumlaufs durch eine Reihe von Nationalbanken besorgt wird, mag mit dazu beigetragen haben, daß die KrisiS sich so sehr verschärfte, in der Hauptsache ist sie aber eine Folge der vorausgegangenen Uebertreibungen der Spekulation, der schlimmen Auswüchse, die diese gezeitigt hat. Bei allen Gesellschaften, die sich genötigt sahen, ihre Kasten zu fchließen, kommen mehr oder weniger große Verfehlungen ans Tageslicyt, da, wo die inneren Verhältnisse gesund befunden wurden, konnte geholfen werden. Die Regierung stellte dem Markte durch Ein­lagen in die Nationalbanken erhebliche Mittel zur Verfügung,

Eetzlar, 24. Okt. Eine blutige Tat hat den Stern- ; Ar.eher Hermann Th. von Breits che id, zurzeit m Nntmuchungshaft m Wetzlar, vor die S1 r a f k a m m e r geluhrc. s. n jlhenb des 23. Juli war ein Italiener mit Breistcheider duschen in Streit geraten und hatte dabei einem Bruder des Äugten einen Schlag versetzt, der den Getroffenen ni^er- Se Nachdem er den Schlag, der übrigens ohne schwere KL blieb, ausgeteilt hatte, wandte sich der Italiener zur Flucht, wurde aber verfolgt, und durch mehrere Mesterstrche in scn Rücken so schwer verletzt, daß er bald darauf starb. Die sieben Stiche geführt zu haben, ist der Augerlagte Th. beschul- auch gar nicht, gestochen zu haben irdaä, 5 in den Rücken sondern nach der Brust scmes Gegners. Lre Beweisaufnahme fällt derart zu Ungunften des AngeUagtcn aus, das Gericht ihn zu einer Gciangmsstrafe von 6 -Jatiren

».Erteilt (Wetzl. Anz.)

Berlin, 26. Okt. In der Strafsache des Reichskanz­lers gegen den Schriftsteller Brand t wr^de der Tmnrn der Hauptverhandlung vor der Zweiten Strafkamkuer des L^d- aerichts Berlin II auf den 6. November anberaumt Von der Staatsanwaltschaft find als Belastungszeugen geladen der Reichskanzler, Geheimrat Scheefer und der Neste dev Reichs­kanzlers cand. jur. Bernhard v. Bülow. Ter Angeklagte be­absichtigt einen umfangreichen Zeugcnbeweis anzutretem

Lübeck, 27. Ott. Von der Strafkammer wurde der Ar­beiter Janitz zu zwei Wochen Gefängnis wegen Be­leidigung verurteilt, weil er einem vorübergehenden Oberleutnant das Wort Brüsewitz nachgerufen habe. .

Rastenburg, 28. Ott. Das O b e r kr i e g s g e r i ch t des i Armeekorps verurteilte den Leutnant Elstermann gen. von Streitt vom 4. Grenadier-Regiment wegen voffchriftswi- briaer Behandlung, Verwendung Untergebener zu Prwatzwecken und Urkundenfälschung zu 7 Monaten Gefängnis und Ticnstentlassung. Die Verhandlung und Urteilsbegründung fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. .

Hirschberg, 26. Okt. In dem S chmredeb er ger Mordprozeß wurde nach sechstägiger Verhandlungsdauer der Wirtschaftsassistent Bergmann wegen Mordes z u m T ob e, der Gutsbesitzer Klein wegen Anstiftung ebenfalls zum Tode örau zckein wegen Beihilfe zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt.

Bonn, 26. Okt. In Dem Prozeß wegen des am 20.^uli an den Eheleuten Raaf und der Witwe So hm ar^ zu Dorn­busch begangenen Raubmordes verurteilte das Saiwurgencht die Angeklagten Pokokorie, Rußcie, Baie, Daniel Bes ar und Kantor zum Tode; Paoitte wurde wegen Beihilfe und Be­drohung zu 30 Monaten und Georg Beslar wegen Mittviffm- schast zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Tie Ehefrau Tezulian wurde freigesprochcn.

auch die ersten Häuser des Newyorker Platzes taten' ihr Mög­lichstes, bisher konnte die Krisis aber nicht beschworen werden, das Mißtrauen bleibt noch ungeschwächt bestehen, und es läßt sich nicht absehen, welche Kreise es noch ziehen wird.

Wenn die deutschen Märkte von den Vorgängen jen- 'eits des Ozeans trotz der Interessen, die sie an amerikanischen Werten immerhin haben, fast unberührt geblieben sind, so ist dies zunächst darauf zurückzuführen, daß bei uns die Speku­lation schon längere Zeit stark eingeengt worden ist, und in- olgedessen größere Hausseengagements nicht Vorhanden sind. Auch ind die inneren Verhältnisse von deutschen Gesellschaften zweifel­ns besser bestellt. Freilich können auch bei uns Ueberraschungen eintreten. Ter jüngste Zusammmbruch des alten Hamburger Bankhauses Haller, Söhle n. Co. hat dies gezeigt, denn )etzt stellt sich heraus, daß 14 Millionen Mk. P ast wen nur 1 Mill. Mark Aktiven gegenüberftehen. Solche Fälle dürfeii sich nicht wiederholen, denn das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Wird dies erfchüttert, dann können Kalamitäten eintreten. Alle Banken und Bankhäuser, die sich stark beziehen lassen, können nur mit Hilfe ihres ausgezeichneten Kredits dem Handel und der In­dustrie die großen Dienste leisten; deshalb muß der Kredit sorg­fältig gepflegt werden. Die Erschütterungen jenseits des Ozeans sollten nicht zu leicht genommen werden, sie könnten ihre Wellen doch noch zu uns herüberwerscu. Das Barometer wird der Geldmarkt fein, dieser muß also scharf im Auge gehalten werden. In der verflossenen Woche hat sich das 5hir§niVcau nur ganz unwesentlich gesenkt, nur amerikanische Werte wurden einige Pro­zent zurückgeworfen. Die Geldverhältnisse sind noch leidlich gut.

5Wud)c fegte derselbe 350 Meter tn 27 Sekundest cm rtfUn 4()3 in 31 Sekunda, bei dem

771 Meter in 53 Sekunden. Die Geschwindigkeit betrug dnrckncbuittlich 14 Meter in der Sekunde. Bei dem d erhob fich der Llpparat rasch zu einer Höhe von

mußte aber die Fahrt einstetten, weil Ue Steuer- misreiäste. Farnmnn wird an der Flug maschine einige h ^maen treffdre mrd alsdann die Versuche wieder aufnehmeu.

aux (Frankr.), wurde ein auf der Hochzeitsreise ' .. sviiApä deutsches Ehepaar, der Ingenieur Max Wolff aus

! Sslfeirg und Frau, durch einen Sturz aus dem Auwmobil . verletzt. Die Verwundeten wurden nach Paris

' Wick Manittgegeben, daß bei einemZusammmstioß

kcm Weschampstcad-Bahnhvf zu London 12 Rcyncke verlctzt - finb; drei von ihnen so schwer, da« an chrein Mskommcn

, derFahrt nach Düren stieg in Bei,rath-Düffeidors eine nverichönweide bei Berlin kommende Fran aus, ging mit ihren ' Kindern nach Urdenbach und warf dort das dre>iahr.geKind

i 6 =111 e f b n d), in welchem es ertrank. D« anscheinend

i ^istesgestorte Frau wurde mit den beiden andern Kinder m das

Wei>?großhandler Dornel ans Nürnberg wurde au, der - 3 a durch einen Unglückssall von einen Jagdgenosscn e rscho s s en.

in 9cböncr Huaführung zu billigsten Preisen. ßriibVscbe aniv.-Druckerei

8ksrislh«st fir 6* «S Sellethiiit 1. Vortrag:

Dormcrstag, den 31. Oktober 8V4 Ubr in der alten Großen Aula der Universität:

Herr Oberleutnant Wilhelm J-ilchncr (Berlin)

ter eins Mim uri Uders-Bel.

0.Nit Lichtbildern).

Jahresbeitrag für Mitglieder u deren Angehörige Mk. 4. Eintrittspreis f.Äichtmitgl. Mk. 1, s. Studierende Mk. 0,50 Karten in der Rickerschen Univ.-Buchyandlung u. bei Herrn A. ^reev, Hosbuchhandlung. Jahreskarten für Studierende zu Mk. 1,50 bei dem Hausverwalter des Kollegiengebäudcs.

Mitglieds- und Eintrittskarten nud am Eingänge vorznzc;gcn.

Der Vortrag beginnt d'/, Uhr pünktlich,- Lttndern unter 14 Jahren ist der Eintritt nicht gestattet. Die Damen werden gebeten, die Hüte abznnehmen. c

Alle hier in Gießen wohnenden Beamten und Lehrer werden hiermit zu einer

Wersos'MtiasBBKg auf Mittwoch, den 30. Oktober ds. Js., abends 0 Uhr im Saale des Felsenkeller, Ecke Liebig- und Bahnhofstraße, cingcladen.

Tages-Ordnung:

Stadtverordnetenwahlen.

t,8/ Der Ausschusz.

Worein

Samstag, den 2. November a. c., abends 8% Uhr im Reuen Saalbau (Steins Garten)

Sonntag, den 3. November, nachmittags 3 Uhr

Nachfeier auf der Liehigshöhe,

Nichtnütglieder haben nur gegen mit Namen versehene

Einlaßkarten Zutritt. v18/10

Der Vorstand.