%er Chefingenieur, ein AbteiluiiqSingenieur und ein Ober- steiger getötet worden seien. Tie Bcrgwerksleitung glaubt, daß bie:'C drei Beamten die Fcststellmigen bezüglich einer ihnen gemeldeten Entladung schlagender Wetter haben vornehmen wollen und dabei iimgefommen sind. In diesem ftaflc dürfte sich die Zahl der Opfer auf diese drei beschränken, da derartige Feststellungen gewöhnlich vorgenommen werden, ohne daß die Anwesenheit von Arbeitern notwendig ist.
Eine zahlreiche Menschenmenge drängt sich um den Schacht; die Gendarmerie hält die Ordnung aufrecht. Der Teplitierte Lamerdin ift in die Grube hinuntergesticgcn, um bei dem 9tetti,ngsmcrk zu helfen. Bis 2 Uhr nachmittags wurden 681 Bergleute aus dem Schacht herausbefördcrt von den 1812, die heute morgen einfuhrcn. Tie Zahl der Opfer kennt man noch nicht. Dec Tod der beiden Inge- nieure und deS Obersteigers wird bestätigt.
* Im Berliner Zoologischen Garten hat ein Giraffen-Baby das Üid)t der Welt erblickt. Tie Alte nahm sich unmittelbar nach der Geburt des Babys an, indem sie es sorgfältig mit der Zunge reinigte und trocken leckte. Eine Viertelstunde nach der Geburt erhob das Neugeborene bereits den Kopf und nach einer halben Stunde stand es glücklich auf den Beinen. Natürlich fiel es wieder hin, aber sofort stand es wieder auf und versuchte zu laufen. Dies ging allmählich immer besser im Laufe dec Nacht, während Muller und Kind im Scheine des rechtzeitig in den Stall gelegten elektrischen Lichtes von dem Direktor und den Wärtern genau bewacht und beobachtet wurden.... Glückliches Giraffenbaby, das nach allen Finessen von Berlin W. aufgezogen wird! In der Heimat deiner Mama wäre ivahrscheinlich auch ohne elektrisches Licht und den sorgenden Direktor alles glücklich verlausenl Im übrigen hatte das winzige Giraffen- Fräulein bereits am Tage der Geburt eine Kopfhöhe von 1.75 Nieter.
* Der neueste Eisenbahnunfall. Am 27. fuhr der von Duisburg kommende Personenzug Nr. 419 auf dem Bahnhof Mühlheim a. d. 9!uhr über die am Ende seines Einfahrtsgleises liegende Drehscheibe über den quer liegenden Bahnsteig in das Empfangsgebäude hinein, von dem eine Ecke abgerissen wurde. Menschen sind nicht verletzt. Die Schuld trifft anscheinend den Lokomotivführer des Zuges, weit die Lufldcuckbremsleitung am Zuge nicht in Ordnung war
Student und Kettuerin.
(Unberechtigter Nachdruck verboten.)
S. u. H. L e i p z i g, 28. Januar.
Der außerordentlich starke Andrang von Ausländern zu den deutschen Hochschulen hat diesen auch eine ganze Reihe von Elementen beschert, die zuweilen durch einen Rückfall in ihre heimatlichen wilden Sitten unliebsames Aufseyen erregen. Vor wenigen Wochen erst stand in München ein russisclM Student wegen Ermordung einer Kellnerin vor Gericht und fast zu derselben Zeit ereignete sich hier in Leipzig ein ähnlicher, aber glücklicherweise harmloser Vorfall, der das hiesige Schwurgericht beschäftigte.
Im Februar des vorigen JahreS Halle der im Kaukasus gebürtige 21jährige Stubern der Chemie Wladimir Gatschet- schiladze in einem hiesigen Tanzlokal die Kellnerin Cäcilie K u h n t kennen gelernt urno war in ein intimes Verhältnis zu ihr getreten. Ter Student verlangte von seinem „Kätchen" wiederholt, daß sie das Handwerk einer Hede an den Nagel hängen und zu ihm ziehen sollte, um ihm die Wirtschaft zu führen. Gegen diesen Vorschlag fand das Mädchen eine berechtigte Abneigung, weil sie das leicht entzündliche Herz ihres Anbeters schon nach kurzer Zeit zu genau erkannt hatte und daher fürchten mußte, daß sie sehr bald zugunsten einer neuen „Flamme" adgehalstert toerben würde. Dazu kam auch iwd), daß sie sich schon vor Eingang deS Verhältnisses mit dem Sludenten Mutter fühlte und Gatschetschiladze nicht Lust verspürte, das zu erwartende Kind in die gemeinsame Wirtschaft mit zu über» nehmen Dieses noch gor nicht vorhandene Kind bildete in der Folge den Gegenstand heftiger Differenzen zwischen bem Liebespaare, die sich schließlich so zuspitzten, baß das Mädchen sich mit Selbstmordgedanken trug. Gatschetschiladze hielt es deshalb für das Veste, der Kuhnt Anfang tlioocmber v. I. den Laufpaß zu geben, kam bann aber doch in einer Anwandlung von Zärtlichkeit am Morgen des 11. November wieder in das Lokal „Sachsen- Halle", wo die Kuhlll angestellt war und verlangte von ihr erneut, sie solle ihre Stellung aufgeben und zu ihm ziehen. Als das Mädchen dies runblocg abjajüig, und ihm erhärte, daß sie die Sache mit ihm nunmehr auch über habe, zog Gatschet- schiladze einen Revolver und gab drei Schüsse ab, von denen zwei die Kuhnt trafen. Glüulicherweise wurde das Mädchen nur leicht am Kopfe und am linken Arme gestreift, sodaß sie schon nach kurzer Zeit völlig wiederhergestellt war.
In der Verhandlung erklärte der Student, daß er die Nacht vor seiner Tat stark getrunken habe und nicht wisse, was er an jenem Morgen getan habe. Er wisse nur, daß er neuerdings mit dem Mädchen habe anDanbeln wollen und lediglich um sie zu erschrecken, die drei Schüsse abgefeuen habe. — Da auch die Kuhnt beraub etc, daß der Angeklagte nicht Den Eindruck gemuckst habe, als wenn er Böses geplant habe, so sprachen die Geschworenen den Angellagten der voriähiimen Körperverletzung
in Jdcallonlurrenz mit Vernichter Nötigung schuldig uno billigten ihm mildernde Umstande zu. — Diesem Wahrspruche halte Der Nüsse es zu verbauten, daß er mit einer Gefängnisstrafe von vier Monaten davon kam, auf die ihm sogar noch zwei Monate der Uutersuchuiigshast angere^net wurden.
Haftpflicht des Hauseigentümers für Glätte vor feinem Grundstück.
Nachdruck verboten.
rv Um t)en Fährnissen des Winters zu begegnen, legt die Deutsche Recht,vreck/ung den einzelnen Grundstücksbesitzern die Vcr- pflichtung aus, gemäß § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches die tm Verkehr erforderliche Sorgfalt zu beobachten und dementsprechend auch bei Frostwetter soweit angängig für die Verkehrssicherheit vor ihren Grundstücken zu sorgen. Wenn auch nicht jede wahrend der nackftlick-en Zeit überra^nD eingetretene Glätte
[djon die geicUntüBige Streupflicht bedingt, so wird doch als ver- lehrsüblich angenommen, daß frühmorgens uno auch abends bei plattem Welter zu streuen ist.
Eine Schabensersaytlage wegen unterlassener Streupflicht und daraus entstandenem Unfall mit nachwiriendeu Schädiammen leitete der 8 leischern.e, stcr August T°obc in ‘i?H gegen den Grundstücksbesitzer Martins dortselbst ein Dvöbc m am 19. Dezencher 1902 vor dem Hause bes Bettagten in,mge der Mälle des Burger,teiges .hinge stürzt uno Halle ,ich bauet einen
Knöchelbruch bes linken Fußes zugezogen. Sein Anspruch ging auf 790 Mk. entftanbenen GeschästsauSfoll während her Heilung und 72 Mk. Dollorkosten. Nach eiltet#: ärztlichen Attest war er bis zum 23. Avril 1903 in seiner Erwerbsfähigkeit um 50 Proz. beschränkt, wofür er eine monatliche Rente forderte, wie auch für den Fall der weiteren Erwerbsbeschränknng für die übrige Zeit. Das ärztliche Attest sprach sich noch dahin aus, daß eine dauernde Erwcrbsbeschränkung nicht zu befürchten sei. Toobe, der nebenbei twcb Viehhandel betreibt, berechnet seinen wöchentlichen Verdienst aus ca. 55 Mk.
Das Landgericht Tilsit und das Lbcrlandesgcricht Königsberg erkannten für den Fall auf Verurteilung des Beklagten, daß er von dem am 19. Dezember 1902 emgetreteneii Frost- roetter gewußt habe, was der Beklagte aber beftreitet Das Oberlandesgericht macht deshalb den Klagcansvruch von zwei Eiden abhängig, dahin, daß der Beklagte die Glätte aus der Straße nicht gesehen und daß ec von dem eingetretenen Frostwetter am Vormittag des 19. Dezember nichts erfahren habe. Bei Leistung dieser Eide sollte die Klage des Meisters Toobe abgewiesen werden. Gegen dieses Urteil hatte der Beklagte Revision eingelegt und der Zuerkenrnuig der Eide widersprochen. Da jedoch eine dauernde Erwerbsunsähigkell nicht angenommen werden. konnte, und der Streitwert im ganzen auf höchstens 2100 Mk. festgesetzt worden war, wurde die Revision des Beklagten wegen Fehlens Der Revisionssumme (2500 Mk.) vom 6. Zivilsenat des Re ichs- ge richts verworfen.
— Der Entwurf z u einer Dorf anlage wird als Architekturgusgabe zum Schinkelsest 1908 ausgeschrieben:
Das leicht gewellte, von einem Fließ durchzogene und teilweise mit altem Forst bestandene Gelänoe einer euva 1500 Hektar großen Herrschaft im nordöstlichen Deutschland soll unter Heranziehung von Kolonisten in Bauerngüter aufgeteilt werden. Wäh- renD der größere Teil der neuen Gehöfte auf der alten Gutsflur an Wegen zerstreut auf den einzelnen Grunostücken erbaut werden >oll, ist der kleinere Teil der neuen Siedelungen mit der Kirche, Dem Pfarrhause, der Schule, dem Dorfkruge und der Schmiede um einen Dorfanger zu gruppieren.
Zu entwerfen sind:
1. Der Lageplan des Dorfangers mit Umgebung unter Eintragung der Nordlinie.
2. Die evangelishe Dorstirche für etwa 400 Kirchgänger.
3. Das evangelische Pfarrhaus mit 7 bis 8 Zimmern und Konfirmandensaal für 30 Konfirmanden. Dabei bleibt es dem Bewerber überlassen, Kirche und Pfarrhaus zu einer Baugruppe zu vereinigen.
4. Die Schule mit 2 Kratzen für je 60 Schüler und 2 Wohnungen für die Lehrer. Die eine für einen verheirateten Lehrer bestimmte Wohuung soll 4 Wohn- unD Schlafräume enthalten.
5. Der Dorftrug mit einem Saal von etwa 180—200 Qm. Fläche, der zugleich für Festlichkeiten, Vollsunterhaltungs- abcnDe und andere Zwecke benutzt werden soll. Daneben sind eine Sommer- und Winterwirtschaft, 4—5 Fremdenzimmer, ein kleiner Vcrlaufslavcii, die Wirtswohnung, eine Kegelbahn, sowie ein Gaststall vorzusehen. Letzterer ist mit einer bedeckten Einfahrt zu ucrbinocn, die auch zur Uittcrfielüing einiger Wagen dienen soll.
6. Die DortzuMiede mit beoccftcr Halle zum Beschlagen der Pscrde unD Au,bewahren von Ackergeräten, sowie der aus etwa 3—4 Räumen bestehenden Wohnung des Schmieds.
7. Ein größerer Vauernhvs, Der für 4 Pferde, etwa 20 Kühe usw. Raum bietet, mit getrennten Scheunen- und Stallanlagen.
8. Der vof eines Kleinbauern oder Kätners mit Raum für etwa 2 Pferde unD 8 Kühe, bei welchem die Wirtschaftsräume mit dem Wohnhaiye unter gemeinschaftlichem Dache angelegt oder sonst in Verbindung gebracht werden tünnen. Bei der Durchbilönng der einzelnen Bauten ist iin wesentlichen auf die Verwenvung leicht erreichbarer Baustoffe und — mii Ausnahme der Kirche — auf eine auch von Dem einfachen heimischen Handwerker Durchsührbare Focmengeoung Bedacht zu nehmen.
§pwlplaK der vereinigten Frankfurter Ztadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 30. Januar, aveuds halb 8 Uhr: „Tie lustige tiitiüc/ Tonnerslag den 31.Januar*): »Der Freischütz." Freuag den 1. Februar geschloßen. Sainslag Den 2. Februar, nachimttags halb 4 Uhr: „Sneewittchen." Abends 7 Uhr: „Violetta." Sonniag Den 3. yebniar, nachmittags halb 4 Uhr: „Sneewittchen." Abends 1 Uhr: „Zar und Zunmermann." Montag den 4. Februar, abends halb d Uhr: „Tie lustige Wuwe."
Schauspielhaus.
Mittwoch den 80. Jannar: „^ujarenfieber.* Donnerstag den 31. Januar, abends halb 8 Uhr: „Ton Carlos." Freuag den 1. Febrnar: „Tas Glashaus.' Samstag den 2. Februar: „Huiarensieber." Sonntag den 3. Febrnar, nachmittags 3 Uhr: „John Gabriel Bortman." Abends 7 Uhr: „Tas Glashaus."
') Anfang, meiin nicht aiiders bemertt, abends um 7 Uhr.
GerichtsfaaL.
Posen, 28. Jon. In der heutigen Sitzung der Strafkammer wurde Redakteur Switala von der Wochenschrist „Praca" auf Antrag des Lliiegsmmlsters v. Einem wegen Beleidigung der Gejamtheit der prcugljchen Armee zu Drei 2)1 o n o t e n © e - iongnis verurteilt. Der Slaoisanivott hatte einen Atonal beantragt. In Der „Praca" vom 28. Lkloder v. I. ist ui einem Artikel, der behielt war: „Die Bergötternng Der prenßlschen Uniform", Die Affäre von Köpenick in einer recht kräftigen Weife vefprochen ivorbeii. — Redakteur Kopicki Der „Przyiaciel Ludu" rourDe wegen 'Aiisfoiderung zum Schulst reit zu 2 Wochen G e j ö n g n i S verurteilt.
Wege >i Wahlfälschung rodr am 28. September v. I. vom Landgerichte Gießen der evangelijche P,arrer Tr. Sch m E. un Greife Scholten zu einer Woche Gefängnis verurteilt ivordstn. Er- leitete am 14. Februar 1904 Die Crgänzimgswahl Zum Kirchenvorsland. Für Das eine Amt standen sich zwei Han* didnten gegenüber, der Bürgermeister W. und Herr S. Der Singe* (lagte begünstigte Den letzteren. Als er Die Stimmzettel verlas, „ergab" sich, Daß jeder 8 Stimmen erhallen hatte. Tr. Sch. nahm nuu Die Stichwahl durchs Los vor uiid Der „Zuiall" fügte es, Dau S. gewählt war. Nachher bekundeten aber 12 Wähler bestimmt daß |ie W. gewählt hatten. Daraus ergab sich, öoy Tr. Sch. Die Wahl gefälscht halte. - - J,i Der R e v i f l o n des Dr. Sch. ivurde behauptet, die Wahl fei schon aus anderen Gründen ungültig ge- wejen. Sodaim wurde noch gesagt, es handle sich um die Dai cmcs schwer nervösen 'Mannes, der nach der Strapaze der voraus- gegaugenen Predigt einer ruhigen Ueberiegung nicht mehr fähig gewejeu sei. — Das Rcichsgeiicht zti Leipzig verwarf am 28. d. Ai. die RevistOii als unl)cgumöct.
Sport.
Mannheim, 28. Jan. -zvie die „Neue Bad. Landesztg." berichtet, füll auf Veranlassung des „ S u d w e st d e u t f ch e n A u t o iii o b 11 k l u b s " em neuer gro ßer W a u d e i p r e t s im Werte von 25,000 M.irk Ende Augnst ds. Js. zum ersten 2)iale luiögcfaljvcn werden, ^.ic Veicuistaltung i|t als ent 1000 Kilometer Domemul)ien vorgesehen. Aii angspuntl: Frunkiurr a. M.; End- puuft: 'J-iannliemu Em Flachreiinen, em Vergreiineu auf Den Königs stehl uiid em iblumemuiio sollen sich ai'.ichlieyen.
Gingesanot.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktirn dem Mtblikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Am Sonntag mittag von 12—1 Uhr ließ die Bedient,ng auf dem Eispl o tz wieder sehr zu wünschen übrig. Em einziger An- idmatlcr war vorhanden; die Nebligen waren zum „Frühstücken" Gegangen. Tas kann ihnen Niemand verdenken, aber es war ftxn Ersatz vorhanden. Sollten cs dje sieh von Jahr zu Jcibr häiifenDen Kapitalien dem Vorstond des Eisverems nicht möglich machen, hier für gründliche 21bhul'e zu sorgen? Verdoppelmig und Verdreifachung der Bedienung, nicht nur für das Anschnallen der Schlitt- ichuhe, ,'onderii ouch für bie 91einigung der Bahn, dürfte dos Ahndes'.e sein, was man verlangen kann. Wenn dann regelmäßig ein Mitglied des Vorstandes strenge Aufsicht üben wollte, so könnte der Eislauf wirklich eine 2u|t werden. X.
Tie Marktpreise für Breh und Frucht und die Gicstencr Fleisch- und Broipreise am 28 Januar 1907.
Höchste Schlachlviehprelse ui (jranfiurl a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht tO—85 -Mk.
1 7Kg.Schlachtgew.lO2— 104P'.
7» „ , 67-00 r
7> Kg- 82-88 Pfg.
V, , 80-84 „ 77 „ 86-90 „
Getveldepreise in Mannhei m
Brolprelfe m Gießen
Welzen 100 Kg. 19 00-00.00 Mk.
Roggen 100 Kg. 17.15-00.00 Mk.
U'CiBbroi 2 Kg. 54 Pig.
Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pfg
Han-et und Verkehr, VoikswLrtfchaft.
Märkte.
Gießen, 29. Ion. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte kosteten: Bullerpr.Pfd. 1.00—1.05 Mk., Hühnereier 1 Sk. 10—11 Big., 2 Slek. 00—00 Pfg., Ganieeier 00—00 Pfg., Enteneier 0 Pfg., Käse pv. et cf. 6—8 Pi., Käsematte 2Stck. 5-6 Pfg., Erbfen p.P'd. 18-24 Pfg., Linsenp.Pfd.25-40Pfg., Daubcit pr.Pr.O,vO-l,OOMk.,Hühnerpr.St. 1,00—1,60 2)ik., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 2)ck., Emen pr. Sliick 1,80—2,20 2)1 L, Ganje pr. Pid. 70—80 Psg., Ccljfeufleifct) pr. Pid. 82—88 Pfg., Knh- nnd 8iindfleisch pr. Pfiind 80—82 Pig., Schiueine- sleifch pr. Pilmd 86—90 Pfg., Schwemesleifch, gesalzen, pr. Piiliid 94 Pfg., Kalbfleijch pr. Psd. 80—84 Pfg., yammelfleifd) pr. Psimd 64—80 Pfg. Welsche per Pfund —Kartofielit pr. 100 Kg. 7,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 4,00—5,00 2)1 L, 'Jlild) per Vitcr 20 Pfg., Aepiel per Zenlner 20 bis 25 2Jlfv in Körben 00 Pfd., 2tüsse 100 Stück 50—UÜ Pig., Birnen per Pid. Mk. 0.20—0.25, per Ztr. 8—15 Mk., Wetßkraiil per Stück 15—30 Pfg., per Zentner 2)lf. 0.00-0.00. —; Akarktzen 8—2 Uhr.
...... ■■ । ■■■■'■ ■ .......... .■■■■■■■——— —»
Meteorologische ^eooirchrungen
der Station Gieße».
Höchste Temperatur am 27.-28. Januar 07 — 2,06 C.
Niedrigste , „ 27.-28. „ 07 = — 8,7u U.
Jannar 1907
}iaü'uqd.i °0 uw .wwuioavsx
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
28.
2«
746,2
— 0,7
4,4
90
SSW
2
Bed. Himmel
28.
9"
741.5
-1.4
4,9
96
W
4
Regen
29.
7ai
735,1
— 2,0
4,8
91
W
4
*
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse, 29. Januar. 1.15 Uhr.
31L°/o Beichsanleihe . . 97.80 3% do. . . 86.90 3>j°/0 Konsols .... 97.95 3% do 86.90
3}$7o Hessen . . 96 6u
°/0 Oberbesseu . . . 95.20 4% Uesterr. Goldreute. . 99.70 4l/6 9o Uesterr. tiilbetreute 100.10 4>„ Ungar. Goldreute . . 96.05 4% Italien. Bente . . . 102.65 3% Portugiesen Serie 1 . 69.40 3% Portugiesen „ 111 7U.50 1>5Ü;O russ.Staatsanl. IUUj 91.70 4/5 " o japau. btaatsunleihe 94 55 \% t'unv.Türken von PJu3 96.1U 'lückenlose 146.06 4% Gnech. jUouopol-Anl. 52.10
äussere Argentinier . 88.75 o°j0 Mexikaner , . . 66.9u
4>»u/0 Chinesen ... 97.85
Aktien:
Bochum Guss 246.80 Buderus E. W . ... 128.10
Tendenz: ruhig.
Berliner Börse, 29.
Cauada E. B 182.30
Uarmstadter Bank . . . 140.2b
Deutsche Bank .... 243 7t Dortmunder-Union C. . . 87.90
Dresdner Bauk .... 158.9t
Tendenz.: schwächer.
Elektriz. Lahmeyer . . 142.10
Elektnz. Schlickert . . . 119.70 Eschweiler Bergwerk . . 246.80 Gelsenkirchen Bergwerk . 216.60 Hamburg-Amenk. Paketl. 153.00 Darpeuer Bergwerk. . . 217.00 Luuraüütte 244 50 »Xurdd. Llo)d . ... 130.80
U bei schien. Eisen-Industrie 123.35 Berliner ilundelsges . 174.00 Darmstädter Bank . . . 140.00 Deutsche Bank . . . 243.40
Deutsch-Asiat. Bank . . 174.00 Diskuntu-KommandiL . . 186.30 Dresdner Bank . . . 158.75 Krcuituktieu 215.90 Baltimore- und Ohio-
Eisenlaun . . . 116.40
Gotthard bahn . . . . —.—
Lomuard. Eisenbahn . . 82.25 Uesterr. Staats bann . . . 147.60 Pnuce-ldeun-Lisenuahii . 149.50
Januar. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 218.50 Laurau ütte . . . —.—
..umborden E. B. ... 32.20 Aordd. Lloyd 130.90 lürucnluse . .... 145.70
Warenzeichen-Urkunde.
Vorstehendes Warenzeichen ist aus Gruiid des Ge>etzes zum Schutz der Warelibezelchnungen vom 12 Rial 1SU4, genrnu der Ailineldung vom l.Ctiohet 1894 für die Fuma Apotheker Rich. Brandt's Rachs. Ar. Merck» liug, Schaffyaufeu iSchweiz) am 10. Biwber 1895 unter 9lr. 10, loo, Klasse 2 in die ZcicycuroUe eingetragen. Ge- das Zeichen verivcuöei werden
Zur Warnung l
joll: Heistcllnug nub Vertrieb von Pille». Waren, für ivelche das Zeichen liefümmt ist: Pille».
Berlin, 10. CCtobcv 1895. Kaiserliches Patentamt: L. S.
Ich fehe mich zu dieser Warnung veranlaßt, iveil mein Warenzeichen vieUach vcilcijt worden in; ich werde umiack)- sichllich gegen Jeden, der mein obiges Warenzeichen »iach- 111)1111, Vorgehen und bitte um Anzeige von Nachahmungen.
Schaifhanfen Apolheker Rich. Braudt'S Nachf. (Schiveiz, Lb16/l0l Apviheiec Fr. Meraling.
fchäftsbelrieb, in ivelchem


